Zwei von drei Deutschen verreisen nur mit Smartphone

E.ON-Studie zeigt: Smartphone ist der Reisebegleiter Nummer Eins/Tägliches Aufladen des Handy-Akkus kostet nur einen Euro

Was packe ich in meinen Koffer? Diese Frage stellt sich so mancher Deutsche zum Start in die Urlaubssaison. Auf keinen Fall fehlen darf dabei das Smartphone: Das ergab eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag von E.ON: 67 Prozent aller Deutschen geben an, dass sie ihre Reise nur mit dem Smartphone antreten. Spitzenreiter ist das Smartphone vor allem bei den unter 30-Jährigen: Fast alle –96 Prozent-können sich auch im Urlaub nicht davon trennen.

Falscher Verdacht: Smartphones, Tablets und E-Reader sind keine Stromfresser
Die gute Nachricht dabei: Obwohl die meisten Deutschen elektronische Geräte im Urlaub intensiv nutzen, halten sich die Energiekosten zum Aufladen des Geräts im Rahmen „Das tägliche Aufladen von Smartphones oder E-Book-Reader kostet im Jahr nicht einmal einen Euro. Und auch die Tablets sind mit knapp drei Euro im Jahr sparsam im Stromverbrauch – selbst wenn man sie jeden Tag auflädt“, so Uwe Kolks, Geschäftsführer des deutschen E.ON-Vertriebs.

Regionale Unterschiede: Smartphone-affine Hamburger und Berliner
Vor allem Einwohner von Deutschlands Stadtstaaten können sich auch im Urlaub nicht vom Smartphone trennen: 80 Prozent der Hamburger und 76 Prozent der Berliner nehmen ihr Gerät mit ins Reisegepäck – dagegen nur die Hälfte aller Saarländer und knapp über die Hälfte der Thüringer.

Buch noch vor E-Book-Reader
Auch das klassische Buch hat weiterhin einen hohen Stellenwert im Urlaub- und liegt noch vor dem E-Book-Reader: Während über die Hälfte aller Deutschen- nämlich 61 Prozent- gedruckte Bücher mit in den Urlaub zum Schmökern nehmen, verwenden nur 12 Prozent den E-Book-Reader. Frauen lesen dabei häufiger im Urlaub als Männer: Für sieben von zehn Frauen gehört ein Buch ins Reisegepäck, dagegen nur für fünf von zehn Männern.

Warum Cholesterin gefährlich und wichtig zugleich ist

Die einen können unbesorgt Kekse und Kuchen essen, andere müssen genau aufpassen, dass sie nicht zu viel Süßes naschen. Nicht unbedingt aus Sorge, dass sie zu dick werden könnten, sondern wegen ihrer Cholesterinwerte. Dieser Stoff ist eine fettartige Substanz, die hauptsächlich in der Leber produziert wird und in der richtigen Dosierung von großer Bedeutung für den menschlichen Körper ist. „Es ist lebenswichtig und wird für Hormone, die DNA und Zellmembranen benötigt. Zudem würde unser Gehirn nicht ohne Cholesterin funktionieren“, erklärt Ian Graham, Professor für Kardiovaskuläre Medizin am irischen Trinity College in Dublin im Magazin Reader’s Digest.

Das Magazin beschreibt in seiner September-Ausgabe nicht nur die Bedeutung von Cholesterin, einem sogenannten Lipid. Es berichtet auch über neue Studien und den Unterschied zwischen „gutem“ lipidarmem (HDL) und „schlechtem“ Cholesterin (LDL) mit hohem Lipidgehalt. Darüber hinaus gibt es noch das VLDL, das den höchsten Lipidgehalt aufweist. Der Stoff gelangt über das Blut an jene Stellen, wo er gebraucht wird. „Wir verfügen über viermal so viel Cholesterin wie nötig ist“, so Professor Graham. Das Problem: Wenn sich der Überschuss zum Beispiel an den Wänden der Arterien ablagert, erhöht er das Risiko für Herzprobleme und Schlaganfälle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ist Cholesterin für ein Drittel der koronaren Herzerkrankungen verantwortlich.

Neue Studien haben gezeigt, dass die Änderung der Essgewohnheiten eher dazu beiträgt, den Cholesterinspiegel zu senken, als dies mit körperlicher Betätigung möglich ist – die optimale Lösung ist freilich eine Kombination aus beidem. „Haben Sie im Lauf der Jahres etwas zugelegt, sollten Sie zuerst Ihre überschüssigen Pfunde loswerden“, sagt Dr. Ronald Mensick, Forscher und Humanbiologe an der Universität Maastricht. Jüngste Forschungsergebnisse belegen, dass zu viel Cholesterin in der Nahrung nur bedingt das Risiko einer Erkrankung erhöht, das eigentliche Problem entsteht durch das von der Leber produzierte überschüssige Cholesterin. Dieser Überschuss steht zwar im Zusammenhang mit den verzehrten Lebensmitteln, aber nicht mit denjenigen, vor denen Ärzte in der Vergangenheit gewarnt haben. Wer viele stärke- und zuckerhaltige Kohlehydrate vertilgt, wie sie in Brot, Kartoffeln, Zucker und weißem Reis enthalten sind, dessen Werte für LDL steigen, die Werte des guten HDL aber sinken.

Wie das Magazin Reader’s Digest weiter berichtet sind zahlreiche Fachleute der Auffassung, dass viele ungesättigte Fette – besonders aus Olivenöl, fettem Fisch und Nüssen – zur Senkung der Cholesterinwerte beitragen. Wer dann auch noch reichlich frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch und Nüsse isst, kann hoffen, dass seine Cholesterinwerte niedrig bleiben.

Reisekosten

Magazin Reader’s Digest veröffentlicht repräsentative Umfrage: Kosten spielen bei der Entscheidung für ein Urlaubsziel die größte Rolle – Bayern achten auf Landesküche

Die Deutschen gelten als Reiseweltmeister – fahren sie doch gern und oft in den Urlaub. Und die entscheidende Rolle bei der Wahl ihres Urlaubsziels spielt für die meisten das Geld. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader’s Digest (Mai-Ausgabe) achten 76 Prozent der Befragten bei der Entscheidung für ein Reiseziel vor allem auf die Kosten. Selbst bei Besserverdienenden mit einem Haushaltsnettoeinkommen von monatlich 3500 Euro und mehr steht der Preis der Reise an erster Stelle. Emnid befragte hierfür insgesamt 1004 repräsentativ ausgewählte Bürger in Deutschland.

Auf Platz zwei der Rangfolge, die Reader’s Digest in seiner neuen Ausgabe veröffentlicht, steht die Frage der Sicherheit. Demnach informieren sich 65 Prozent der Urlaubswilligen vor der Buchung der Reise über die aktuellen politischen Verhältnisse in dem Zielland. Vor allem für Familien ist das ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung. Die weiteren Ergebnisse der Umfrage: Gut jeder Zweite (54 Prozent) achtet auf die Dauer der Anreise, für 39 Prozent wiederum ist es wichtig, welche Landesküche sie erwartet. Vor allem für die Bayern kommt dem Faktor Essen und Trinken mit 46 Prozent eine entscheidende Bedeutung zu. Im Unterschied dazu spielt die Sprache im Urlaubsland für die Freunde des Fernwehs offenbar eine untergeordnete Rolle. Hier gaben nur 33 Prozent aller Befragten an, dies sei ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, wohin die Reise geht.

Die Mai-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist an zentralen Kiosken erhältlich.

Gesundes Frühstück

Das Frühstück gilt aus Sicht von Ernährungsexperten als die wichtigste Mahlzeit des Tages. Was gehört am Morgen außer Brötchen mit Marmelade oder Honig sowie Kaffee oder Tee auf den Tisch? Das Magazin Reader’s Digest geht in seiner März-Ausgabe diesen Fragen nach und zeigt an Beispielen aus insgesamt 15 Ländern auf, wie gesund weltweit gefrühstückt wird. Grundsätzlich sollte ein gutes Frühstück Vollkorn- und fettarme Milchprodukte sowie Obst und Gemüse enthalten.

„Frühstücken ist wichtig, weil die Nährstoffspeicher nach der Nachtruhe aufgefüllt werden müssen. Der Körper braucht Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien“, sagt Claudia Thienel, Diplom-Ökotrophologin aus Berlin, in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest. Je nach Kulturkreis wird dieser Anspruch freilich nicht immer erfüllt. So wertet Thienel die Tatsache, dass US-Amerikaner ihre Cornflakes oft zusätzlich zuckern, als wenig sinnvoll. Der Zucker liefert nur Kalorien ohne weitere Nährwerte. Auch der Umstand, dass viele Amerikaner mehrere Spiegeleier, gebratenen Speck und Bratkartoffeln zum Frühstück essen, sei grenzwertig, weil die Ernährung damit zu fetthaltig ist. Empfehlenswert sei da schon eher – wie in Brasilien üblich – der Verzehr von gekochtem Schinken, weil es sich dabei um eine fettarme Eiweißquelle handelt.

In vielen Ländern wie in Frankreich gehören neben Kaffee oder Tee auch das Glas Orangensaft am Morgen dazu. Es entspricht einer Obstportion, von denen der Mensch nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Tag zwei Portionen a 250 Gramm zu sich nehmen sollte. Während sich die Frühstücksvarianten in europäischen Ländern oftmals ähneln, variieren sie in Asien deutlicher. So werden in Indien häufig Reisteigpfannenkuchen serviert, die in ein Curry aus Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln, grünen Chilli und Kokosmilch getaucht werden. Aus Sicht von Thienel eine gute Variante, weil das Gemüse wichtige Vitamine sowie Mineral- und Ballaststoffe liefert. Wer Fleisch zum Frühstück möchte, sollte wie in Indonesien auf mageres Hähnchen setzen. Ebenfalls empfehlenswert: etwas Fisch am Morgen – wie in Singapur gern serviert –, weil damit der Jodbedarf gedeckt wird. Hingegen sollte man maximal drei Eier pro Woche essen.

Als „Sieger“ des Vergleichs könnte man das Frühstück in Finnland bezeichnen. Roggen- und Haferbrot belegt mit Käse, Schinken, Gurke und Tomate sind dort ein Muss, genauso wie ein Müsli oder Haferbrei mit Blau- oder Preiselbeeren. Ein Lob zollt Expertin Thienel auch einer Variante, die in Russland gern gefrühstückt wird: Dort gibt es in vielen Haushalten eine Schüssel Hafer- und Hirsebrei. Das sei nicht nur eisenreich, sondern liefere mit Milch zubereitet obendrein das für den Körper wichtige Kalzium.

Die März-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist bereits an zentralen Kiosken erhältlich.

Identitätsmissbrauch

Wenn Betrüger Ihren guten Namen missbrauchen –

Magazin Reader’s Digest informiert über zunehmenden Identitätsmissbrauch und gibt Tipps, wie man sich schützen kann

Wie das Magazin Reader’s Digest in seiner Juli-Ausgabe berichtet, sind jährlich rund acht Millionen Europäer vom sogenannten Identitätsdiebstahl betroffen. Die Täter versuchen dabei, an das Geld des Opfers zu kommen und benutzen seinen Namen als Deckung für ihre Straftaten. Der Schaden bei solchen Vermögensdelikten beträgt im Schnitt rund 2500 Euro. Reader’s Digest schildert in seiner neuen Ausgabe an konkreten Beispielen, wie gerissen und hartnäckig die Verbrecher vorgehen, um an ihr Ziel zu kommen. So geht es um einen Fall, in dem das Opfer eine Rechnung von mehr als 6000 Euro für Orts- und Ferngespräche bezahlen soll, obwohl er diese Telefonate nie geführt hat.

Wie aber kann man sich vor Identitätsmissbrauch schützen? Ein eindeutiges Warnsignal: Wenn plötzlich Geld auf dem eigenen Konto fehlt oder Transaktionen auf der Kreditkartenabrechnung verzeichnet sind, die man selbst nicht veranlasst hat. Vorsicht ist auch geboten, wenn ein ungebetener Anrufer nach persönlichen Informationen fragt. E-Mails, SMS oder Anrufe, in denen um eine Prüfung oder Bestätigung der eigenen Bankverbindung gebeten wird, sind weitere Alarmsignale. Auch das sollte nachdenklich machen: Die Bank lehnt plötzlich einen Kredit mit der Begründung ab, die Bonitätsbewertung sei schlecht.

Wer also den begründeten Verdacht hegt, Unbekannte würden mit seinem Namen dunkle Geschäfte betreiben, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten. Auch der Anruf bei der Betrugsabteilung der Bank oder die Sperrung der eigenen Kredit- und Bankkarte sind ratsam. In Deutschland steht dafür die zentrale Notfallnummer 116116 zur Verfügung, in Österreich übernimmt das die jeweilige Bank. Sinnvoll ist es auch, die Passwörter und Pin-Nummern am Handy und für die Bankkarten zu ändern. Auf Nummer sicher geht, wer zudem eine Liste über merkwürdige Anrufe und Mitteilungen führt.

Wird Wurst aus Fleischresten gemacht?

Fleisch und Wurst kommen in vielen Haushalten regelmäßig auf den Tisch. Im Durchschnitt verzehrte jeder Deutsche 59,9 Kilogramm Fleisch im Jahr 2012, Österreicher sogar 65,5 Kilogramm pro Kopf. Angesichts von immer wieder auftretenden Lebensmittelskandalen wächst bei vielen Verbrauchern aber die Unsicherheit, ob man den Fleischwaren noch vertrauen kann. Das Magazin Reader’s Digest lässt in seiner Mai-Ausgabe zahlreiche Metzger und Fleischer zu Wort kommen, die erklären, was man als Kunde unbedingt beachten und beim Einkauf wissen sollte. Eine der zentralen Botschaften: „Es ist nicht wahr, dass die Reste in der Wurst landen. Das ginge auch gar nicht, denn wenn wir uns nicht streng an das Rezept halten, wird sie nichts“, sagt eine Metzgermeisterin aus Frankfurt/Main und nennt als „besonders heikles Beispiel“ die Leberwurst: „Wenn da nicht alles exakt stimmt, wird sie sofort schlecht.“

Am liebsten essen die Deutschen und Österreicher Schwein, Geflügel und Rind. Das Fleisch darf dabei immer öfter vom Discounter stammen: In Deutschland kaufen schon 51 Prozent das Geflügelfleisch und fast 44 Prozent ihre Wurstwaren im Supermarkt, in Österreich besorgen nur noch 40 Prozent ihr Fleisch beim Metzger. Viele Experten sehen die Abwanderung zum Supermarkt aber skeptisch. „Das Schnitzel vom Discounter schrumpft stark zusammen, das vom Landmetzger behält mehr oder weniger seine Größe. Im Discounterschnitzel ist der Wassergehalt höher, weil die Tiere schneller hochgemästet werden“, sagt ein Metzger in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest. „Bei einem Stück Schweinefleisch kann man schlechtere Qualität erkennen: wenn es weiß und wässrig aussieht“, bestätigt ein Kollege. Hingegen sollte man sich beim Kauf von Rindfleisch von unterschiedlichen Färbungen nicht irritieren lassen. „Die meisten möchten ein dunkelrotes Stück haben – dabei ist ein leichter Schimmer obenauf ein Zeichen für besonders reifes, zartes Fleisch“, betont ein Metzgermeister aus Hamburg.

Darüber hinaus gibt es in der neuen Ausgabe von Reader’s Digest zahlreiche Tipps der Metzger und Fleischer für den Alltag. Von der Frage, wie man ein Schnitzel richtig anbrät, bis zum Hinweis der Experten, dass man tiefgefrorenes Fleisch auf keinen Fall in der Mikrowelle auftauen sollte. Besser ist es, es am Vorabend aus der Tiefkühltruhe zu holen und in den Kühlschrank zu legen. Der Grund: Dort kann es allmählich auftauen und schmeckt nach der Zubereitung deutlich besser.

Wie ehrlich ist die Welt?

Readers Digest Journalisten „verloren“ in vielen Weltstädten jeweils 12 Portemonnaies. In Helsinki kamen 11 zurück, Indien 9, Moskau 7, Berlin 6, Prag 3, Madrid 2 und in Lissabon nur eins (zurückgegeben von holländischen Touristen)
Mit einem Test in 16 Großstädten enthüllt Reader’s Digest, wo auf der Welt Ehrlichkeit am meisten regiert – Helsinki ist spitze, Lissabon bildet das Schlusslicht

Reader’s Digest, eine der meistgelesenen Zeitschriften der Welt, hat einen „Ehrlichkeits-Test“in 16 Großstädten auf vier Kontinenten durchgeführt. Mit jeweils zwölf „verlorenen“ Portemonnaies pro Metropole stellte Reader’s Digest Hunderte von Menschen auf die Probe, um herauszufinden, wie ehrlich sie waren und ob sie die Geldbeutel zurückgeben würden.

Von Reader’s Digest ausgesandte Reporter ließen in Metropolen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien 192 Portemonnaies liegen. Jeder Geldbeutel enthielt eine Telefonnummer, ein Familienfoto, Rabattmarken, Visitenkarten sowie einen der Landeswährung entsprechenden Betrag in Höhe von 40 Euro. Die Reader’s‑Digest‑Tester ließen die Portemonnaies in Parks, in der Nähe von Einkaufszentren oder auf dem Bürgersteig liegen und beobachteten, was passieren würde. Dabei kamen sie zu erstaunlichen Erkenntnissen.

Von den 192 verlorenen Portemonnaies wurden 90 (47 Prozent) zurückgegeben. Dabei stellten die Feldforscher von Reader’s Digest verblüffende Gemeinsamkeiten fest:

Alter ist kein Indikator dafür, ob eine Person ehrlich oder unehrlich ist. In allen 16 Städten deckten ehrliche und unehrliche Finder das gesamte Altersspektrum ab.
Weiblich oder männlich – auch hieraus lässt sich kein Rückschluss auf die Ehrlichkeit ziehen, obwohl es zwei Städte gab, in denen sich Frauen auf jeweils ganz gegensätzliche Weise hervortaten: Im polnischen Warschau waren es ausschließlich Frauen, welche die Geldbeutel behielten, wohingegen im slowenischen Ljubljana fünf der sechs zurückgegebenen Portemonnaies von Frauen gefunden wurden.
Relativer Wohlstand scheint kein Garant für Ehrlichkeit zu sein. Im indischen Mumbai wurden neun, in Moskau sieben von zwölf Brieftaschen zurückgegeben, aber im vergleichsweise wohlhabenden Zürich kehrten nur vier Geldbeutel in die Hände der Reporter zurück.

Für Experten wie Peter Graeff, Professor für Soziologie an der Universität Kiel, bestätigt der Test frühere wissenschaftliche Untersuchungen. „Aus der Forschung wissen wir: Südeuropäische Länder haben ein relativ geringes soziales Vertrauen. 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung in Portugal würden einem Fremden auf der Straße eher nicht trauen“, sagt Graeff in der Oktober-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland mit Blick auf die schlechten Werte von Lissabon oder Madrid. Es gebe „ein klares Nord-Süd-Gefälle, was das Vertrauen in den Mitmenschen betrifft“. Länder in Mitteleuropa wie Großbritannien und Deutschland würden eher im Mittelfeld liegen. Die Testergebnisse bestätigen das. In Berlin wurden sechs von zwölf Geldbörsen samt Inhalt wieder abgegeben, in London waren es fünf von zwölf.

„Es hat uns wirklich begeistert, dass es so viele ehrliche Menschen auf der Welt gibt“, sagt Raimo Moysa, Chefredakteur von Reader’s Digest International Magazines. „Und am meisten beeindruckte uns, dass Ehrlichkeit ein Wert ist, der gleichermaßen von jungen und alten Menschen, Männern und Frauen, Armen und Reichen und zudem in höchst unterschiedlichen Kulturen hochgehalten wird.“

Die Städte, in denen Portemonnaies platziert wurden, waren New York City (USA), Amsterdam (Niederlande), Berlin (Deutschland), Bukarest (Rumänien), Budapest (Ungarn); Helsinki (Finnland), Lissabon (Portugal), Ljubljana (Slowenien), London, (Großbritannien), Madrid (Spanien), Moskau (Russland), Mumbai (Indien), Prag (Tschechien), Rio de Janeiro (Brasilien), Warschau (Polen) und Zürich (Schweiz).

Der international durchgeführte Feldversuch „verlorene Portemonnaies“, auch nachzulesen im Internet unter www.readersdigest.de bzw. in der Oktober-Ausgabe 2013, führt die 16 Städte entsprechend der Anzahl der zurückgegebenen Portemonnaies in einer „Ehrlichkeitsrangliste“ auf. Diese Liste ordnet jede Stadt einer Kategorie zu. Diese reichen von der lobenswertesten („Die Heiligen“, der nur Helsinki, Finnland, angehört) bis zur letzten, der „Schämt Euch!“ überschriebenen Gruppe. Hier einige Ergebnisse:

„Die Heiligen“ – Helsinki (11 von 12 Portemonnaies zurückgegeben): „Finnen sind von Natur aus ehrlich, das ist ein nationaler Charakterzug“, meint der 27‑jährige Wirtschaftsstudent Lasse Luomakoski. Er hatte das verlorene Portemonnaie in der Fußgängerzone Mikonkatu im Zentrum Helsinkis gefunden. „Wir leben in einer relativ kleinen, unaufgeregten und eng verwobenen Gemeinschaft. Bei uns gibt es kaum Korruption, nicht einmal über eine rote Ampel würde ein Finne fahren“, so der Student.

„Gutes Wertesystem“ – Mumbai (neun zurückgegebene Brieftaschen), Budapest und New York (acht Geldbeutel): Die Einwohner von Mumbai belegten in unserem Feldversuch den zweiten Platz, sie gaben neun der Portemonnaies zurück. Vaishali Mhaskar, zweifache Mutter und Briefmarkenverkäuferin, gab einen Geldbeutel zurück, der in Mumbais Hauptpostamt platziert worden war. „Ich bringe meinen Kindern bei, ehrlich zu sein, genau wie meine Eltern es mir beigebracht haben“, erklärt sie.

„Einigermaßen ehrlich“ – Amsterdam und Moskau (sieben zurückgegebene Portemonnaies), Berlin und Ljubljana (sechs P.) sowie London und Warschau (fünf P.): Ein Mann Anfang 50 findet in einem Parkhaus in der Nähe des Filmtheaters Siska in Ljubljana ein Portemonnaie. Einen Augenblick lang hatten die Reporter von Reader’s Digest Hoffnung – der Mann tätigte mit seinem Handy einige Anrufe, doch dann legte er auf, steckte den Geldbeutel ein, stieg in sein schickes, teures Auto und fuhr davon.

„Schämt Euch!“ – Prag (drei P.), Madrid (zwei P.) und Lissabon (ein P.): Ein Straßenbahnführer, Anfang 50, erkennbar am dunkelblauen Anzug mit dem Logo der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) am Ärmel, fand eines der Portemonnaies in der Nähe einer Tramhaltestelle im Zentrum der Stadt. Nach einer gründlichen Inspektion des Inhalts steckte er die Brieftasche ein. Bei den Reportern hat er sich nie gemeldet – obwohl die VBZ das Fundbüro für sämtliche verlorenen Dinge der Stadt Zürich verwalten und Fahrgästen anbieten, Fundsachen dem Fahrpersonal zu übergeben.

www.readersdigest.de/ehrlichkeitstest

Haushaltsunfälle vermeiden

Tafelmesser mit der Spitze nach unten in den Besteckkorb der Spülmaschine – Küchenmesser gar nicht in den Geschirrspüler

Waghalsige Klettermanöver auf Stühlen, Kisten oder Tischen, gefährliche Rutschpartien im Bad, Unachtsamkeiten in der Küche: Die Zahl der Unfälle im Haushalt ist weiterhin dramatisch hoch. Alleine in Deutschland ereignen sich pro Jahr mehr als 2,7 Millionen häusliche Unfälle, rund 7500 davon enden tödlich. Auch in Österreich sind 37 Prozent aller Unfall bedingten Krankenstandstage und sogar drei Viertel aller Krankenhausaufenthalte auf einen Unfall in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld zurückzuführen. Das Magazin Reader’s Digest analysiert in seiner März-Ausgabe die Ursachen der Problematik und gibt Ratschläge, wie man Unfälle im Haushalt vermeiden kann. Denn mehr als 80 Prozent dieser Unglücke sind auf Unachtsamkeit oder Einflüsse wie Stress, Übermüdungen und Sehstörungen zurückzuführen.

„Die mit Abstand häufigste häusliche Unfallursache sind Stürze“, erklärt Dr. Susanne Woelk von der Aktion „Das Sichere Haus“ (Hamburg) in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest. Um Knochenbrüche, Verstauchungen, Bänderrisse oder ähnliche Verletzungen zu vermeiden, raten die Experten deshalb, Treppen nicht voll bepackt zu begehen, sondern den Transport auf mehrere Etappen zu verteilen. Gefährliche Klettermanöver auf Stühlen, Kisten und Tischen sollte man genauso unterlassen wie das Fensterputzen, Streichen oder Heckeschneiden, wenn man sich an diesem Tag unwohl fühlt. Um Verletzungsgefahren zu reduzieren, sollte man zudem das richtige Handwerkszeug haben, dazu gehört unter anderem eine rutschfeste Leiter. Wichtig ist aber auch, Stolperfallen zu beseitigen, zum Beispiel der unebene Weg im Garten, der rutschende Teppich oder die Verlängerungsschnur mitten im Gang. Gerade ältere Menschen unterliegen eher der Gefahr eines Haushaltsunfalls. „Rund 90 Prozent der Opfer eines tödlichen Sturzes sind über 65 Jahre alt“, sagt Dr. Susanne Woelk. Zur effektiven Vorbeugung gehört es auch, Ordnung zu halten. „Vor allem auf Treppen und Stufen sollte nichts herumstehen“, so Woelk.

Vorsicht ist auch in der Küche, im Badezimmer und in der Waschküche geboten. So ist es ratsam, Wasserlachen oder Seifenreste sofort aufzuwischen. Hausschuhe mit rutschfesten Profilsohlen aus Gummi oder Leder sorgen zudem für einen sicheren Stand. Auch in der Küche sind Haushaltsunfälle vermeidbar. So ist es ratsam, Messer, Gabeln und andere spitze Gegenstände mit der Spitze nach unten in den Besteckkorb der Spülmaschine zu stellen. Wer Kinder hat, sollte zudem darauf achten, dass Putz- und Reinigungsmittel nicht offen zugänglich sind, man beim Kochen möglichst die hinteren Herdplatten benutzt, die Pfannenstiele nach hinten dreht und die Bedienknöpfe versenkbar sind. Vor allem die Finger gelten in der Küche und im Hobbykeller als potenziell gefährdet. „Gute Beleuchtung, ausreichend Arbeits- und Stellfläche sowie sicher und übersichtlich verwahrte Werkzeuge und Arbeitsgeräte schützen Sie hier vor Unfällen“, sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) in Wien. In der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest gibt es neben den vielen Tipps auch Kontaktadressen zum Thema Sicherheit im Haushalt.

Schmerzen im Brustkorb nicht ignorieren

Magazin Reader’s Digest gibt wichtige Hinweise, wie man mit Alarmsignalen des Körpers umgehen sollte

Was tun, wenn der Unterleib schmerzt, der Kopf regelmäßig brummt oder unerklärliche Ängste auftreten? Viele Menschen sehen über solche Anzeichen hinweg und führen sie auf Stress im Beruf oder in der Familie zurück. Manchmal können scheinbar harmlose Wehwehchen aber ein Alarmsignal des Körpers für eine ernsthafte Erkrankung sein – von einer Organerkrankung bis hin zu einer Depression. Das Magazin Reader’s Digest geht in seiner Februar-Ausgabe häufig auftretenden Symptomen nach und gibt Ratschläge, was zu tun ist, um eine dauerhafte Schädigung des Körpers zu verhindern.

Kopfschmerzen gehören zu jenen Warnsignalen des Körpers, die man nicht ignorieren sollte. Sie können die Folge eines medizinischen Notfalls sein, zum Beispiel das Anzeichen für einen Schlaganfall oder für den Durchbruch einer erweiterten Arterie. Wer also einen plötzlichen und heftigen Kopfschmerz spürt und dessen Schmerz trotz Ruhe und üblicher Medikamente nicht verschwindet, sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. So gilt Kopfschmerz, der von lallendem Sprechen oder von der Schwäche einer Körperhälfte begleitet ist, als Symptom für einen Schlaganfall. Dann bleiben nur wenige Stunden Zeit, um den Schlaganfall effektiv zu behandeln und damit dauerhafte Schäden zu vermeiden. Ein zügiges Handeln ist auch notwendig, wenn man stechende Schmerzen im Brustkorb spürt. Diese können Hinweis auf einen Herzinfarkt sein. Eine Studie des Journals der Amerikanischen Ärztevereinigung hat gezeigt, dass 40 bis 50 Prozent der Menschen, die solche Symptome haben, diese dennoch über Stunden ignorieren. Der Herzmuskel aber beginnt bereits eine halbe Stunde nach Beginn des Infarktes abzusterben. „Wenn Sie plötzlich ein unangenehmes Gefühl in der Brust haben, so als ob sich jemand darauf gesetzt hätte, sollten Sie alarmiert sein“, sagt Dr. David Fischmann, Interventionskardiologe an der Medizinischen Hochschule in Philadelphia, in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest.

Vorsicht ist auch bei anderen Warnsignalen des Körpers geboten. Wer stechende Schmerzen im Unterleib spürt, dabei Fieber bekommt, unter Durchfall oder Verstopfung leidet, dessen Haut gelblich wird und dessen Urin eine andere Färbung bekommt, sollte dies nicht ignorieren, sondern einen Arzt aufsuchen. Hinter den Symptomen könnten sich eine akute Blinddarmentzündung oder Probleme mit der Gallenblase und dem Darm verbergen. Schnelles Handeln ist auch nötig, wenn plötzliche Sehstörungen mit Lichtblitzen und dunklen Flecken auftreten und man das Gefühl hat, die Welt wie durch einen Vorhang zu sehen. Solche Beschwerden können durch einen Netzhautriss oder eine Netzhautablösung ausgelöst sein. Der rasche Besuch eines Augenarztes oder Notdienstes ist dann dringend angeraten.

Die Februar-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist an zentralen Kiosken erhältlich.

Besser Fremdgehen als stinken

Umfrage für das Magazin Reader’s Digest: Mangelnde Körperhygiene, Untreue und nicht zuhören gelten als die größten Ärgernisse unter Partnern

Was stört Deutschlands Frauen und Männer am meisten an ihrem Partner oder ihrer Partnerin? Auf der Liste der größten Ärgernisse stehen sowohl beim weiblichen als auch männlichen Geschlecht mit rund 90 Prozent die mangelnde Körperhygiene des Partners ganz oben. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader’s Digest.

In seiner Februar-Ausgabe berichtet das Magazin Reader’s Digest über die Ergebnisse der Umfrage, für die 1006 Teilnehmer repräsentativ befragt worden waren. Auf Platz zwei der Ärgernisse kommt mit 87 Prozent die Untreue des Partners, gefolgt von 84 Prozent der Befragten, die sich darüber ärgern, wenn er oder sie nicht zuhört.

Apropos reden: 42 Prozent der Männer stören sich an einer dauerquasselnden besseren Hälfte, aber nur 34 Prozent der Frauen geht es auf die Nerven, wenn ihr Liebster den Mund nie halten kann.

Die weiteren Ergebnisse der Umfrage: 36 Prozent der Frauen, aber nur 21 Prozent der Männer empfinden es als nervend, wenn die bessere Hälfte zu viel Sex will. Und auch an einem anderen Punkt sind die Lager klar verteilt: Nahezu jede zweite Frau, nämlich 48 Prozent der Befragten, aber nur 36 Prozent der Männer finden es nicht gut, wenn der Partner bzw. die Partnerin zu viel Zeit mit anderen Leuten oder den Hobbys verbringt.