Abnehmen – laut Nein sagen hilft

Was kann helfen, den Versuchungen des Lebens zu entgehen? Forscher zeigten, dass es möglich ist, der Versuchung zu essen, zu widerstehen, indem man sich selbst beobachtet und bei Versuchungen laut Nein sagt.

Wer kennt es nicht? – eigentlich ist man schon satt, aber dennoch isst man weiter. „Noch ein Eis zum Nachtisch?“ kann die Frage lauten und schon wird man nachgiebig, auch wenn man sich eigentlich vorgenommen hatte, nicht so viel zu Abend zu essen.

Was führt mich in Versuchung und wie kann ich gegensteuern?

Currywurst mit Kartoffelsalat

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Sektkunde

Der Sekt zu Silvester – warum heißt dort „trocken“ süß?

Der Jahreswechsel kommt, es knallen die Böller, das Feuerwerk und auch die Sekt-Korken. Schön ist, wenn es knallt, aber aus Genießergründen vielleicht doch nicht? Bei einem guten Sekt ist es schade, weil beim Knallen und dem anschließend praktisch unvermeidlichen Schäumen aus der Flasche viel Perlung, oder wie die Fachleute sagen Mousseux, verloren geht. So sage ich frech, knallen oder nicht, es kommt auf die Qualität an. Ganz raffiniert wäre natürlich, man lässt in größerer Runde ein einfacheres Gewächs um 12 Uhr knallen und reicht dann ein edleres sanft geöffnet hinterher. Aber vielleicht ist das zu akademisch doch vielleicht einen Versuch wert. Auf jeden Fall gibt es neben den großen und bekannten Marken viele ganz ausgezeichnete Winzersekte.

Leider recht irreführend sind die Geschmacksbezeichungen bei Sekt, die gar nicht konform gehen mit dem, was man von Wein kennt.
„Trocken“ heißt bei Sekt mild bis fast schon süß. Auf was muss man dann achten, wenn es wirklich trocken sein soll? Was heißt „brut“ oder „extra dry bzw. extra trocken“? Man denkt, aha, jetzt trocken? Nein, leider gefehlt. Letzteres bedeutet 12 bis 17 g/l Restzucker, in etwa soviel wie halbtrockener Wein. Denn bei Wein reicht trocken nur bis maximal 9 g/l Restzucker.

Hier die gesetzlichen bzw. EU-weiten Regelungen zur Geschmacksbezeichnung von Sekt bzw. des Zuckergehalts:

brut nature (naturherb): kein Zuckerzusatz. Der Zuckergehalt des fertigen Erzeugnisses liegt unter 3 Gramm/Liter
extra brut (extra herb): zwischen 0 und 6 g/l Zuckergehalt
brut (herb): unter 12 g/l Zuckergehalt
extra dry (extra trocken, sehr trocken): zwischen 12 und 17 g/l
trocken (dry, sec): zwischen 17 und 32 g/l
halbtrocken (medium dry, demi sec): zwischen 32 und 50 g/l
mild (süß, doux): mehr als 50 g/l

Trocken steht bei Sekt also für gut süß, zwischen 17 und 32 g/l Zucker. Das bedeutet bei Wein – bis 18 g/l Liter zählt bei Wein als halbtrocken – schon gut abgerundet. Trockener Sekt liegt also noch darüber. Das Ganze ist etwas verwirrend, hat sich aber so entwickelt, und wenn man es weiß, dann doch kein Problem. Also: Prosit! Finden Sie den richtigen Tropfen.

Was ist Sekt, was Schaumwein, was ist Champagner oder Crmeant:

Sekt oder Qualitätsschaumwein?
Dieser ist nicht auf die Herstellung im Inland oder deutsche Grundweine beschränkt. Die Bestimmungen gelten EU-weit, auch für Produkte aus Drittländern, wenn sie entsprechend hergestellt wurden. Das fertige Produkt muss mindesten 10 Vol.% Alkohol enthalten. Inländischer Qualitätsschaumwein oder Sekt muss eine zweite Gärung durchlaufen haben. Ferner sind je nach Herstellungsverfahren gewisse Mindestlagerzeiten vorgeschrieben. Erzeugnisse unterhalb dieses Qualitätslevels dürfen nur als Schaumwein verkauft werden.

Was ist Qualitätsschaumwein b.A. (bestimmte Anbaugebiete) oder Sekt b.A.?
Dazu müssen die Grundweine zu 100% aus dem benannten Gebiet kommen. Außerdem muss sich das Produkt einer amtlichen Prüfung unterziehen und erhält eine amtliche Prüfungsnummer (A.P. Nr.). Entsprechendes gilt für Rebsorten-Sekte und die Angabe kleinerer Gebiete wie Ortsnamen oder Lagen. Bei letzteren müssen 85% des Grundweins aus dem kleineren Gebiet, jedoch stets zu 100% aus dem bestimmten Anbaugebiet stammen.

Wann darf es Champagner heißen?
Die Bezeichnung entspricht einem Qualitätschaumwein b.A. Die Grundweine müssen zu 100% aus der Champagne, die Gegend um Reims und Epernay, in Frankreich stammen. Zur Herstellung sind nur drei Rebsorten erlaubt: Pinot noir = blauer Spätburgunder, Pinot Meunier = Schwarzriesling und Chardonnay. Die „Ausfuhr“ von stillem Champagner-Wein ist nur in Flaschen erlaubt, so dass andernorts kein Champagner hergestellt wird. Die Verwendung des Wortes Champagner oder anklingende Worte dürfen für andere Sekte, Weine oder Herstellungsverfahren nicht verwendet werden.

Was ist Crémant?
Durch den Schutz von Champagner wurde die schon zuvor für gehobenen französischen Schaumwein gebräuchliche Bezeichnung Crémant EU-weit zugelassen. Sie gilt grundsätzlich nur für weiße oder rosé Schaumweine mit geschützten geographischen Angaben oder Ursprungsbezeichnungen, in Deutschland also für Schaumweine, die den Voraussetzungen für Sekt b.A. entsprechen. Die Trauben müssen von Hand gelesen worden sein. Die Reifung auf der Flasche und Hefe nach der zweiten Gärung muss mindestens neun Monate betragen. Ferner gibt es Vorschriften für die schonende Pressung. Es dürfen nicht mehr als 100 l Most aus 150 kg Lesegut gewonnen werden. Hinzu kommen Grenzen für Süße und Schwefel.

Wann ist es Flaschengärung?
Bei dieser Angabe muss die zweite Gärung in der Flasche erfolgt sein. Dort muss das Erzeugnis mindestens neun Monate Reifung durchlaufen haben. Die Bezeichnung ist nur bei Sekt, also bei Qualitätsschaumwein oder Qualitätsschaumwein b.A. zulässig.
Quelle: www.bonvinitas.com

Andreas Saul

Bericht von Bernhard Steinmann

Der kürzlich erschienene Restaurantführer Michelin Deutschland 2016 hat einige „Überraschungen“ bereitgehalten. Dazu gehört auch das „Bandol sur Mer“ in der Berliner Torstraße. Doch worin liegt die „Überraschung“? Die Antwort auf diese Frage müssen wir wohl im Ambiente suchen. Damit begeben wir uns auf ein Feld, welches mit Essen nichts zu tun hat. Oder etwa doch?

Bei der Präsentation exzellenter Speisen spielt in aller Regel das Geschirr eine bedeutende Rolle. Natürlich auch das Ambiente. Der Boden, die Wände, die Tische, die Tischdekoration, die Stühle. Alles muss bequem und schick sein. Für Gäste, die weniger stilsicher sind, für Gäste, die darauf einfach keinen Wert legen und für Gäste, die das alles eher dekadent finden, wurde das „Casual Fine Dining“ erfunden. Man speist zwanglos und umgeht auch oft die üblichen Luxusprodukte.

Das Bandol sur Mer ist so ein zwangloses Restaurant. Es ist nicht sehr groß. Nein, es ist eher sehr klein. Es liegt in der Torstraße in Berlin, eine Adresse die in den Navigationsgeräten der Gourmets eher noch nicht gespeichert ist.
Es ist unprätentiös, aber gemütlich.

Küchenchef Andreas Saul befehligt eine extrem kleine Küchencrew. Genauer gesagt, habe ich im Wesentlichen nur zwei Personen in der offenen Küche gesehen. Ein weiterer Mitarbeiter war mit Zuarbeiten beschäftigt. Auch der Service besteht nur aus zwei Personen.
Saul war zunächst im Restaurant Dressler am Kurfürstendamm und Unter den Linden tätig. Danach wechselte er in das „Rutz“ und nahm nach einiger Zeit die Position des Souschefs ein. 2010 folgte der Wechsel in das Bandol sur Mer, wo er eine französisch ausgerichtete Küche anbietet.

Pochierte Gänsestopfleber
Kerbel, Zuckerrübe, Stachelbeere & Brioche
Die Gänsestopfleber ist geschmacklich zurückhaltend. Fast schüchtern unterliegt sie dem Kerbelgranité, dessen Kälte dem typischen Geschmack der Gänsestopfleber zu Leibe rückt.
Leicht süss, die Lakritznoten ohne Dominanz, bleibt letztlich ein gutes Zusammenspiel in Erinnerung. Der Geschmack der gesamten Kreation gleicht die kleinen Schwächen der einzelnen Komponenten aus.

Eigelb 65/30
Anchovis-Mayonnaise, Topinambur,
„Kalbskopf-flüssig“

Die Optik leidet, meiner Meinung nach, unter dem „flüssigen Kalbskopf“.
Geschmacklich ist der Gang dagegen großartig gelungen. Der Topinamburcracker ergänzt das Ganze durch seine spröde und knackige Textur.
Erneut können wir eine ausgewogene Würze und eine gelungene Kreation attestieren.

Husumer Salzwiesenlamm
Haferwurzel, Schwarzwurzel, Passe-Pierre

Wie schon so oft gefällt mir gerade das geschmorte Fleisch aus der Schulter außerordentlich.

Hinzu kommt eine sehr bissfeste Haferwurzel, die mich geschmacklich allerdings nicht sonderlich begeistert. Schließlich muss ich mich auch noch mit der seit meiner Kindheit ungeliebten Schwarzwurzel auseinandersetzen. Die Haferwurzel hat man bereits in der Antike als Gemüse geschätzt. Dorthin wünsche ich sie auch zurück.

Doch abseits meiner persönlichen Abneigung gegen das Wurzelgemüse muss natürlich zur Ehrenrettung des Gerichts gesagt werden, dass die süsslich schmeckende Wurzel ein guter Begleiter der würzigen und leicht nussigen Schwarzwurzel ist.

Der vollständige und bebilderte Bericht ist unter www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de aufzufinden.

Pizza Facts

Allein in Deutschland werden jährlich rund 1 Milliarde Pizzen verputzt. Erstmals veröffentlicht jetzt Lieferheld, der führende deutsche Online-Service für Lieferessen, eine nationale Pizza-Karte.

Pizza Margherita führt die Hitliste an! Jede vierte Pizza-Bestellung in Deutschland fällt auf den Klassiker (26%) mit Tomate, Mozzarella, und Basilikum. Nur knapp dahinter in der Beliebtheitsskala folgt Pizza Salami (23%), die fruchtige Hawaii belegt den dritten Rang (11%). Ein anderes Bild ergibt sich im Osten Deutschlands: Hier schafft es die sonst so populäre Margherita nicht einmal in die Top3, Salami führt hier vor Schinken.

Das klassische Getränk zum Pizza-Genuss ist die Cola. Überall in Deutschland? Nein, in Bayern ist Bier das beliebteste Bestellgetränk. Die Bayern machen ihrem Ruf noch immer alle Ehre.

Immerhin 37% aller Menschen, die sich eine Pizza ins Haus bestellen, sind weiblich. Getreu dem Motto: „Ich liebe Kochen. Aber bitte nicht heute.“ Bevorzugter Bestelltag ist der Sonntag, an dem 26% aller wöchentlichen Bestellungen eingehen, die populärste Bestellzeit liegt zwischen 18 und 20 Uhr. Bedeutet: Wenn ein männlicher Kunde sonntags um 19 Uhr eine Pizza Margherita ordert, hat er eine echte Muster-Bestellung abgegeben.

Berlin zum Fürchten

Nein, wir sprechen ausnahmsweise mal nicht von schlechten Restaurants, sondern von der Halloween night im Dunkelrestaurant NOCTI VAGUS am 31. Oktober und am 1. November 2012

Auch dieses Jahr veranstaltet das heißkalte „Halloween Gruselshows“ für Furchtlose. Fantastische Geschichten, Spuk und gierige Ungetüme warten auf ihre unschuldigen Opfer.
Sie kommen aus dem Hinterhalt und kennen keine Barmherzigkeit. Was sie wollen, wird man erst wissen, wenn man in ihre grimmigen Augen schaut. Wann und wo sie zupacken, weiß man nie. Unser Tipp: Wer im stockdunklen sehen kann, ist klar im Vorteil. Wer nicht hat verloren.
Plätze sind rar im dunklen Geisterschloss der Finsternis. Reservierung ist dringend empfohlen.

Gruselshow inkl. Dinner
Wann: 31. Oktober und 01. November 2012
Einlass zur „Halloween Night“ ab 18:00, Programmbeginn: 21:00
Preise:59 € inkl. 4-Gänge Menü und Show
Wo? Dunkelrestaurant NOCTI VAGUS – Saarbrücker Str. 36-38 – 10405 Berlin

Tickets/ Reservierung: 030 / 74 74 91 23 – www.noctivagus.com – kontakt@noctivagus.de

Trinkglas und Altglas

Hätten Sie es gewusst? Warum das Trinkglas im Altglascontainer nichts verloren hat – Ist ein Senfglas ein Tringlas oder ein Altglas

Grillzeit: was passiert mit den leeren Einweggläsern, wie dem Grillsaucen-, Gurken- oder Senfglas? Sie gehören – wie alle Glasverpackungen – in den Altglascontainer.

Glasverpackungen gehören in den Altglascontainer, dazu zählen Einweg-Getränkeflaschen genauso wie pharmazeutische Verpackungen und Konservengläser – sei es für Marmeladen, Gemüse, Feinsaures oder auch Saucen. Senfgläser gehören auch dazu. Denn sie sind in erster Linie Glasverpackungen, auch wenn sie in vielen Haushalten eine zweite Karriere als Trinkgläser erleben. Letztlich entscheidet nämlich nur eine Frage darüber, was in den Altglascontainer darf und was nicht: Handelt es sich um eine Glasverpackung – ja oder nein? Wenn diese Frage mit ja beantwortet werden kann, ist klar: Sie kommen in den Altglascontainer.

Für Trinkgläser gilt zum Beispiel, dass sie in den Restmüll gehören, denn sie sind kein Verpackungsglas. Sie würden das Altglas verunreinigen und so den Herstellungsprozess von neuem Verpackungsglas stören. Also ab in den Altglascontainer: Senfglas ja, Trinkglas nein!

Aufklärungskampagne „Nicht alles passt ins Altglas“
Um darüber zu informieren, was in den Altglascontainer gehört und was nicht, hat die Initiative der Glasrecycler eine Verbraucherkampagne ins Leben gerufen. Die Kampagnenwebsite www.was-passt-ins-altglas.de und der Informationsflyer erklären auch, warum richtiges Glasrecycling so wichtig ist: Glas ist zu 100 Prozent ohne Qualitätsverlust wieder verwertbar und Recyclingglas ist die wichtigste Grundlage für neue Glasverpackungen wie Glasflaschen oder -konserven.

Thomas Jakobi

25 hoch 25. Nein, keine mathematische Aufgabe – es ist die architektonische Signatur des „Okura Prestige Bangkok“, des gerade eröffneten jüngsten Hauses der internationalen Luxushotel-Gruppe. Im 25. Stockwerk ragt wie ein riesiger Balkon das Schwimmbad mit seiner 25-Meter-Bahn weit aus der Fassade.

Das Hotel nimmt die drei unteren und die zwölf obersten Etagen des Neubaus ein, der strikt nach Umweltkriterien errichtet wurde – ein Konzept, das der Okura-Überzeugung, Ökologie und Luxus müssen kein Gegensatz sein, auch architektonisch entspricht. Dass die äußere Form des „grünen“ Hochhauses überdies inspiriert ist vom „Wai“, der traditionellen thailändischen Willkommengeste mit zwei vor dem Oberkörper aneinander gelegten Handflächen, passt ebenfalls gut zum Konzept der Gastlichkeit, die Okura als japanisches Unternehmen in besonderem Maße pflegt.

Die 240 großzügig geschnittenen Zimmer (47 bis 65 qm) und Suiten (80 bis 302 qm) bieten weite Blicke über Thailands Hauptstadt, ausgestattet sind sie selbstverständlich mit moderner Kommunikationstechnik. Das Business Center ist nicht nur mit allem ausgestattet, was ein Geschäftsreisender benötigt, es bietet oder vermittelt auch alle erforderlichen Dienstleistungen. Das Spa des Hauses ergänzt das erwähnte zehn Meter aus dem Gebäude hervor ragende Schwimmbad, im Fitness Center finden sportliche und gesundheitsbewusste Gäste Geräte auf neustem Stand.

Der Generaldirektor des Okura Prestige Bangkok, Samir R. Wildemann, ist ein gebürtiger Hamburger. Er zog aber schon in jungen Jahren mit seinen Eltern nach Tokio, wo er die Deutsche Schule besuchte. Wildemann graduierte an der renommierten Schule für Hotelmanagement auf Schloss Klessheim in Salzburg. Den weitaus größten Teil seines Berufslebens verbrachte Wildemann in Asien, vor allem in Thailand, wo er eine Reihe internationaler Hotels leitete.

Auch der Küchenchef des neuen Hotels, Thomas Jakobi, stammt aus Deutschland, aus der Wein-Region an der Mosel, wo seine Familienangehörigen weiterhin als Winzer aktiv sind. Nach seiner Ausbildung bei ersten Adressen in Deutschland begann Jacobi eine globale Karriere mit Stationen in den Niederlanden, Großbritannien, Taiwan, Spanien, Malediven und in Thailand. Der Küchenmeister betreut mit seiner Brigade vier Restaurants und Bars sowie das Catering in den vier Tagungs- und Bankett-Räumen.

Die Lage des Hotels im Herzen Bangkoks – an der Kreuzung von Wireless Road (auch als Embassy Road bekannt) und der Ploenchit Road – ist für Geschäftsreisende wie Touristen gleichermaßen attraktiv. Der Hotelkomplex hat einen direkten Zugang zur Ploenchit-Station der „Skytrain“-Hochbahn. Der internationale Flughafen von Bangkok ist nur 40 Minuten entfernt.

Update Osterei

Eine ganz und gar nicht repräsentative Umfrage bei Kolleginnen und Kollegen hat ergeben: Ostern kommt auch immer früher als man denkt. Diejenigen, denen es ähnlich geht, bekommen vom aid infodienst noch ein Update zum Thema Eier für Ostern.

Wann ist ein Ei weich/hart?
Das Fünf-Minuten-Ei hat noch einen weichen Dotter, beim Acht-Minuten-Ei ist er noch ein wenig weich und ab zehn Minuten Kochzeit ist das Ei komplett hart. Übrigens: Die Kochzeit beginnt erst ab dem Zeitpunkt des sprudelnd kochenden Wassers.

Ist der grüne Rand am Dotter gefährlich?
Nein. Das ist nur eine simple chemische Reaktion der Inhaltsstoffe des Eigelbs und Eiweißes und passiert bei längerem Abkochen (ab 10 Minuten). Absolut unbedenklich.

Hilft „Abschrecken“ beim Pellen?
Nein. Wenn sich das Ei schlecht von der Schale trennt, ist das meistens ein Zeichen für besondere Frische. Das Abschrecken unter kaltem Wasser führt nur zum Abkühlen und beendet den Kochvorgang abrupt.

Wie erkenne ich, ob ein Ei noch frisch ist?
Zwei Methoden sind möglich. Erstens: Aufschlagen. Bei einem frischen aufgeschlagenen Ei umschließt das Eiklar hochgewölbt den Dotter. Bei einem älteren Ei ist das Eiklar dünn und fließt beim Aufschlagen auseinander. Zweitens: ein Ei und ein Glas Wasser. Ein frisches Ei bleibt unten auf dem Grund. Je älter das Ei ist, desto höher steigt es. Das liegt an der Vergrößerung der Luftkammer im Ei bei zunehmendem Alter.

Kühlschrank oder nicht?
Es empfiehlt sich, die Eier zu Hause im Kühlschrank aufzubewahren. Rohe Eier sind empfindliche Lebensmittel und ein hervorragender Nährboden für Mikroorganismen (Stichwort: Salmonellen), die sich bei Kühlschranktemperaturen nicht stark vermehren können. Tipp: Möglichst frische Eier kaufen und bald verbrauchen (keine Vorratshaltung).

Cholesterinschock spätestens am Ostermontag?
Cholesterin ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Im Gegenteil – es ist eine biologisch unentbehrliche Substanz im menschlichen Körper, die wichtige Funktionen erfüllt (z. B. beim Bau der Zellen und Nervenbahnen). Der Blutcholesterinspiegel wird bei einem gesunden Menschen durch einen Regulationsmechanismus gesteuert und vom Nahrungscholesterin kaum beeinflusst. Kein Schockzustand zu erwarten.

Wo kommt das Ei her?
Das ist zu erkennen am „Erzeugercode“, dem Stempel auf dem Ei. Die Art der Hennenhaltung steht dort als erste Ziffer. 0 steht für „Ökologische Erzeugung“, die Ziffer 1 für „Freilandhaltung“, die Ziffer 2 für „Bodenhaltung“. Nach der Ziffer folgen zwei Buchstaben für das Land, in dem der Eierbetrieb registriert ist: deutsche Eier „DE“, belgische „BE“ und niederländische „NL“. Dann folgen in Deutschland die Ziffern für das Bundesland (z. B. 1 für Schleswig-Holstein, 5 für Nordrhein-Westfalen und die 16 für Thüringen) und die individuelle Betriebsnummer.

Wann ist das Ei gelegt?
Im Handel ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Eierverpackung oder auf einem Schild bei der Ware angegeben. Es beträgt maximal 28 Tage nach dem Legen. Also einfach rückwärts rechnen: MHD minus 28 gleich Legedatum.

Kleidergröße oder Gewichtsklasse?
Es gibt vier Gewichtsklassen bei Eiern: S = unter 53 g, M = 53 g bis unter 63 g, L = 63 g bis unter 73 g, XL = 73 g und darüber.

Braun oder weiß?
Die Farbe des Eis ist völlig unabhängig von Haltungsart, Haltungsgröße, „Naturbelassenheit“ etc. Einzig die Legehennenrasse ist entscheidend…und der Trend. Denn vor etwa zwanzig Jahren galten weiße Eier als „schick“ und braune waren fast nicht an den Verbraucher zu bringen. Heute ist es umgekehrt; braun ist „in“. Das hat nur den Nachteil, dass man zu Ostern den Hennen nicht sagen kann, dass sie zum Färben zwischendurch mal weiße Eier legen sollen.
Harald Seitz, www.aid.de

Bistrot Bardot, Berlin

„Sinnlich-aufregende Speisen aus der vegetarischen Bioküche“ – das versprechen die Macher des „Bistrot Bardot“, dem Restaurant des Biohotels „Almodóvar“, das im Juli seine Pforten in Berlin eröffnet.

Gourmet Report fragt die Inhaber und Geschäftsführer Alexandra Müller-Benz und Axel Benz, was uns hier erwartet.

GR: „Warum eröffnen sie ein vegetarisches Restaurant in Berlin?“
Axel Benz: „Wir sind selbst Vegetarier – ich will nicht sagen „überzeugte Vegetarier“, sondern lieber „Vegetarier aus Leidenschaft“. Das heißt, für uns verbindet sich die vegetarische Küche mit Genuß – dadurch, dass man kein Fleisch in das Menü einbaut (von „Verzicht“ kann nicht die Rede sein), lernt man so viele neue, gute Produkte kennen: Es gibt unendlich viele Linsensorten, Getreidearten, Tofu kann mariniert werden und dadurch einen ganz eigenen Geschmack entwickeln, es gibt sehr delikates heimisches Gemüse wie Petersilienwurzel oder Topinambur (und wer kennt eigentlich noch Kohlrabi oder Rosenkohl) und das Erstaunliche ist, dass viele vegetarische Restaurants das gar nicht würdigen. Kochen heißt ja nicht nur zubereiten: Wir vermissen bei den meisten vegetarischen Restaurants, die wir kennen, die Schärfe, die Würze, die Kräuter, die Lust in der Zubereitung. Deswegen eröffnen wir selbst ein Restaurant.

GR: „Handelt es sich um ein Hotelrestaurant“?
Alexandra Müller-Benz: Nein, das Bistro Bardot ist ein eigenständiges Restaurant. Wir hoffen natürlich, dass viele Hotelgäste dort essen. Aber unser Zielpublikum sind die Leute, die in Friedrichshain essen gehen.“

GR: „Wieso haben die diese Namen gewählt?“
Axel Benz: Wir sind kein Themenhotel. Unser Hotel heißt Almodóvar nach dem spanischen Regisseur, weil wir dessen Mut, Bodenständigkeit und Innovationskraft schätzen und das Restaurant heißt „Bistro Bardot“ nach der Schauspielerin, die mittlerweise als Tierschützerin berühmt ist. Außerdem passen die Namen gut zu unserem Konzept der „mediteranen vegetarischen Küche“. Das ist auch schon alles.

GR: Was ist für Sie „Bio“?
Alexandra Müller-Benz: Was „Bio“ ist, steht ganz klar in der EG-Bio-Verordnung. Und die ist wirklich gut. Das kann man auch immer wieder nachlesen, wenn mal wieder der Giftgehalt von Nahrungsmitteln gemessen wird. Bio schneidet immer besser ab – meistens hat es kein Gift, der Gehalt ist unterhalb der Nachweisgrenze. Bei uns sind sämtliche Speisen und Getränke mit diesem Siegel zertifiziert.

GR: Schränken Sie sich dadurch nicht sehr ein?
Axel Benz: Wir haben sogar eine Cocktailbar. Ja es gibt mittlerweise Bio-Spirituosen, und manche davon haben ein großes Potential. Wir beobachten ja zum Beispiel auch wie sich Biowein im oberen Segment immer mehr durchsetzt. Nein, bei uns muss niemand auf etwas verzichten.

GR: Da darf man ja gespannt sein. Vielen Dank für das Gespräch.

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Äpfel einmal anders – Auf die pikante Tour

„Wir können auch anders“ sang in den 90ern die deutsche Hip-Hop-Gruppe Fettes Brot. Vielleicht ließen sie sich von dem gleichnamigen Roadmovie von Regisseur Detlev Buck inspirieren… Wenn Äpfel reden könnten, würden sie uns bestimmt das gleiche sagen: „Wir können auch anders!“ Denn nicht immer muss es die süße Variante sein. Nein, Äpfel sind so vielseitig, dass sie sich sogar mit pikanten Speisen wunderbar kombinieren lassen.

Im Rheinland wurde diese Eigenschaft übrigens schon früh erkannt. Dort werden gerne deftige Aromen mit Süßem vereint. Durch Zugabe von Äpfeln erhalten diese Gerichte eine süßsaure Note. Wer kennt es nicht, die typisch rheinisch-westfälische Spezialität „Himmel un Ääd“ aus gewürfelten Salzkartoffeln und Apfelmus? Seinen Namen erhielt diese Mahlzeit, die übrigens seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist, aufgrund seiner Hauptzutaten: Von den Kartoffeln, die auch Erdäpfel genannt werden, also „Erde“, und von den Äpfeln, die hoch oben an den Bäumen wachsen, also „Himmel“.

Eine wichtige Rolle spielen Äpfel auf pikante Art zur Weihnachtszeit: Kein Rotkraut ohne Apfelstückchen, keine gebratene Ente oder Gans ohne Apfelfüllung! Dies ist allseits bekannt. Doch Äpfel können noch viel mehr! In Suppen machen sie neben Lauch, Karotten, Kartoffeln, Kürbis, Pastinaken, Rosenkohl oder Sellerie eine gute Figur. Mit Ingwer, Speck, Schinken, Majoran, Meerrettich, Maronen, Salbei oder Curry lassen sich die pikanten Apfelsuppen fantasievoll verfeinern und variieren.

Auch zu Fleisch und Geflügel harmoniert die Fruchtsäure von Äpfeln, am besten aus regionalem Anbau, ausgezeichnet: Ein Apfel-Kasseler-Braten ist zum Beispiel eine tolle Alternative zum klassischen Sonntagsbraten. Schweinefilet mit Apfel-Möhren-Gemüse, Kalbsschnitzel mit Apfel-Füllung oder Hühnchenbrust mit Apfelsauce bieten Abwechslung vom Bekannten.

Selbst die zur Adventszeit beliebten Bratäpfel, meist mit Nüssen und Rosinen gefüllt und mit reichlich Schokoladen- oder Vanillesauce serviert, brauchen die pikante Variante nicht zu fürchten. Einfach von sechs großen Äpfeln – besonders gut eignen sich Boskoop – einen Deckel abschneiden und aushöhlen. Das gewürfelte Fruchtfleisch mit 150 Gramm Hackfleisch mischen und mit Zwiebeln, Majoran und Salbei anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Wer mag, rührt noch geriebenen Käse unter die Fleischmischung. Die Äpfel in eine mit Butter ausgepinselte Auflaufform setzen und jeweils 100 Milliliter Weißwein und Gemüsebrühe angießen. Eine halbe Stunde bei 180 Grad Celsius braten.

Weitere pikante Rezepte für Experimentierfreudige finden sich unter www.genau-dein-obst.de