Juan Mari Arzak

Juan Mari Arzak aus San Sebastian mischt galicische Aromen mit baskischer Küche in seinem neuen gastronomischen Projekt „Santiago Bidea“ (El Camino de Santiago). Das neue Restaurant und die dazugehörige Casa Rural befinden sich in San Pedro de Gonte, einem winzigen Dorf mit nur einhundert Einwohnern in der Nähe von Negreira westlich von Santiago de Compostela in der Provinz La Coruña. Anfang September weihte der Sternekoch mit seinem Partner Luis Mariano Chico. einem Weinunternehmer aus Vitoria, das neue Hotel ein.

Das „Santiago Bidea“ befindet sich in gänzlich abgeschiedener Lage mitten im Grünen. Die Besucher erwartet vollkommene Ruhe, pure Entspannung und natürlich höchster Genuss. Die Verbindung von galicischen und baskischen Kochelementen, die auf der Verwendung von saisonalen Produkten basiert, verspricht Gaumenfreude pur.

Das Landhotel mit dem herausragenden Restaurant liegt, wie sein Name sagt, direkt am Jakobsweg. Ursprünglich war es ein altes Herrenhaus vom Anfang des letzten Jahrhunderts, das nahezu vollkommen heruntergekommen war. Nach der vollständigen Renovierung, die von Arzak und Chico gemeinsam durchgeführt wurde, zeigt sich das Santiago Bidea jetzt wieder als stolzer Pazo, wie die Adelspaläste oder Herrenhäuser in Galicien bezeichnet werden. Die ehemalige Steinstruktur, auf die sowohl in Galicien wie auch im Baskenland viel Wert gelegt wird, konnte weitgehend beibehalten werden. Ein kleiner Pfad führt zum Eingang, den ein Findling schmückt.

Für den berühmten baskischen Koch, der seit 26 Jahren mit drei Michelin-Sternen schmücken darf, vereinen sich in dem neuen Projekt mittels der Kunst der Kulinarik die galicische und baskische Kultur, die viele Gemeinsamkeiten aufweisen.

Das Restaurant wie auch das Landhotel wird von Oihana Chico, einer Schülerin Arzaks in seinem Restaurant in San Sebastian, gemeinsam mit Julen Lizartza geführt. Oihana Chico hat dort aus der Hand des großen Meisters das „savoir faire“, zahlreiche Techniken und Konzepte der Haute Cuisine erlernt.

Die Speisekarte des „Santiago Bidea“ folgt von daher der Konzeption, die für die Gerichte Arzaks und seine Tochter Elena charakteristisch sind. Sie besteht in der Wertschätzung lokaler Produkte und der traditionellen Küche, die als Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung steht.

Das Landhotel „Santiago Bidea“ mit seinen nur sieben Zimmern ist nach den Worten Arzaks ein „kleines und bescheidenes“ Hotel, das Restaurant „einfach und erschwinglich“. Dennoch umgebe sein Haus der Hauch des Besonderen.

http://santiagobidea.com/

Neue Koch TV Show: The World’s Best Chefs

Mit großen Namen aus der internationalen Spitzengastronomie und einer außergewöhnlichen Herangehensweise erweitert „The World’s Best Chefs“ ab Ende September die deutschsprachige Fernsehlandschaft. Für die neue Sendung gewähren einige der weltbesten Köche, darunter auch der Begründer der Molekularküche Ferran Adrià, intensive Einblicke in ihre Wirkungsstätten und zeigen, welche Geschichten, Inspirationen und persönlichen Werte sich hinter den Gerichten ihrer Speisekarten verbergen. Ausgewählte deutsche Spitzenköche wie Juan Amador und Wolfgang Becker durften das Format vorab beurteilen.

Köchen in Fernsehstudios oder als Retter in Not in fremden Restaurants auf die Finger zu schauen, das gehört zur gewohnten und beliebten Unterhaltungsform vieler Fernsehzuschauer. Mittlerweile hat das audiovisuell erlebbare Zelebrieren von Essen und Genuss fast jeden Kanal erobert. Doch wie sieht das Ganze aus, wenn international renommierte Köche mitmischen und Zutritt zu ihren heiligen Hallen gewähren? Die Antwort liefert „The World’s Best Chefs“ von Nat Geo People. Die neue Sendung des National Geographic Kanals wird ab dem 27. September 2014 jeden Samstag um 21 Uhr ausgestrahlt und rückt diejenigen in den Mittelpunkt des Geschehens, die maßgeblich an der Entwicklung der modernen Gastronomie beteiligt waren und die Impulsgeber der Branche sind.

Als Gastgeberin fungiert Katie Button, eine junge amerikanische Köchin, die gemeinsam mit Félix Meana das Restaurant Cúrate in Asheville, North Carolina, führt. Beide haben bereits in Ferran Adriàs legendärem El Bulli gearbeitet, für „The World’s Best Chefs“ trifft Katie ihn nun wieder und richtet den Fokus zudem auf ähnlich einflussreiche Persönlichkeiten der gehobenen Küche. Dazu zählen Joan Roca, Andoni Aduriz, Gastón Acurio, Grant Achatz, Alex Atala, Michel Guérard, Daniel Humm, José Andrés und Juan Mari Arzak. Eine Handvoll deutscher Spitzenköche, wie Drei-Sterne-Koch Juan Amador, machten sich im Vorfeld der Premiere einen Eindruck: „Mich fasziniert der Authentizitätsanspruch der Sendung sehr. Außerdem überzeugt mich die Kombination aus kurzweiliger Dokumentation, spannender Reisereportage und niveauvoller Unterhaltung. Hier liegt der Schwerpunkt nicht auf Showelementen, Effekthascherei und dem Aspekt des Nachkochens, sondern auf der nachhaltigen Vermittlung der jeweiligen Küchenphilosophien.“
„The World’s Best Chefs“ zeigt Köche, die ihren Beruf als Berufung und Lebensaufgabe verstehen und über die man kaum etwas Privates weiß. Ihnen kann man ein Stückchen näher kommen, das gefällt auch Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker: „Das Thema Spitzengastronomie ist filmisch sehr gut und verständlich umgesetzt. Den Zuschauer erwarten lebendige Geschichten und keine sperrigen Inhalte. Außerdem finde ich gut, dass eine erfolgreiche Köchin durch die Sendung führt, dadurch ist The World’s Best Chefs nah am Puls der Zeit.“ Die Wertschätzung, die Chefköche wie Massimo Bottura den verwendeten Produkten entgegenbringen, beeindruckt Mario Lohninger, der 2011 vom Gault Millau zum Koch des Jahres gewählt wurde, sehr. „Junge Köche und Köchinnen brauchen solche Vorbilder, und beim Anblick dieser Top-Produkte schlägt mein Herz gleich höher. Allerdings saßen meine zwölfjährige Nichte, meine Lebensgefährtin und meine zweijährige Tochter ebenfalls gebannt vor dem Fernseher. Das Format ist also für die ganze Familie spannend.“ So sieht man beispielsweise Michel Bras und seinen Sohn Sébastien unzählige essbare Blüten und heimisches Gemüse zu ihrem Signature Dish, der Gargouillou, arrangieren. Mehr als 40 verschiedene Arbeitsschritte und zwölf Mitarbeiter sind nötig, um die Komposition perfekt auf den Tellern anzurichten – und einmal mehr wünscht man sich als Zuschauer daheim auf dem Sofa Geschmacks- und Geruchsfernsehen herbei.
In der ersten der insgesamt zwölf halbstündigen Episoden von „The World‘s Best Chefs“ ist Katie Button bei Spitzenkoch Massimo Bottura im italienischen Modena zu Gast. Dort erlebt sie den berühmten Aceto Balsamico und Parmigiano Reggiano auf bisher unbekannte Art und Weise.

Sergio Sanz Blanco

“Ametsa with Arzak Instruction”, im The Halkin by COMO, London bekommt ersten Michelin Stern und drei Rosetten im AA Restaurant Führer 2014

„Das Team des ‘Ametsa with Arzak Instruction’ fühlt sich geehrt binnen einer Woche mit zwei Auszeichnungen für seine innovative spanische Küche belohnt zu werden,“ so Küchenchef Sergio Sanz Blanco. Das Ametsa erhielt drei Rosetten im “AA Restaurant Guide” 2014 sowie einen ersten Michelin-Stern. Beide Auszeichnungen stehen für herausragende Standards in Kulinarik und Service – Standards, die das in der Londoner Gastro-Szene noch junge Restaurant innerhalb von sechs Monaten zu erfüllen vermochte.

‚Ametsa‘ wird im Belgravia Hotel, The Halkin by COMO beherbergt, das auch in der Vergangheit als Zuhause prämierter Gourmet-Lokale von Stefano Cavallini bis hin zu David Thompsons berühmtem Thai-Restaurant ‚nahm‘ fungierte. Fortgesetzt wird die Tradition der Michelin-Sterne mit ‚Ametsa with Arzak Instruction‘ in der einzigartigen Kooperation von COMO Hotels & Resorts und einem Küchenteam, das von Elena Arzak
zusammen mit ihrem Vater Juan Mari Arzak, Mikel Sorazu, Igor Zalakain und Xabier Gutierrez geleitet wird. Das Mutter-Restaurant der Arzaks in San Sebastian, Spanien verzeichnet drei Michelin Sterne und Platz acht auf der Liste der „World’s 50 Best Restaurants“. Elena Arzak selbst wurde zudem im letzten Jahr zu „Veuve Clicquot World’s Best Female Chef“ gekürt.

Sergio Sanz Blanco, der Küchenchef des Ametsa kreiert baskisch geprägte Speisen-Variationen, so in seinem Signature Degustationsmenü (£105 pro Person) mit Highlights wie Gambas und Nordische Spinne mit Mais, Taube mit Schuss und Schokoladen Fondant mit Piquillo Paprika Eiscreme. Seine modern interpretierten Tapas werden zu hausgemachter Sangria in der Halkin Bar serviert.

Das Restaurant hat täglich zum Mittag- und Abendessen geöffnet (Sonntags: kein Mittagessen).

Website: http://www.comohotels.com/thehalkin/dining/ametsa
Adresse: The Halkin Hotel, Halkin Street, London, Greater London SW1X 7DJ
Reservierungen: 0044 20 7333 1234

Foto: Arzaks & Marvin Böhm: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10151750941648124

Elena Arzak, Juan Mari Arzak, Mikel Sorazu, Igor Zalakain und Xabier Gutierrez in London

COMO Hotels & Resorts eröffnet ein neues baskisches Restaurant, das „Ametsa with Arzak Instruction“ im The Halkin by COMO in Londons Stadtteil Belgravia

Im Februar 2013 wird das „Ametsa“, konzipiert als einzigartige Kooperation zwischen The Halkin und einer Fünfer Crew, bestehend aus Elena Arzak, Juan Mari Arzak, Mikel Sorazu, Igor Zalakain und Xabier Gutierrez, sein Debüt geben. Noch im Jahr 2012 wurde Elena Arzac vom ‚Restaurant magazine‘ als „World’s Best Female Chef“ ausgezeichnet. Zusammen mit ihrem Vater, Juan Mari Arzak hat sie für das Original-„Arzak“ Restaurant in San Sebastian, Spanien drei Michelin-Sterne erkocht.

„In unserer Sprache bedeutet ‚Ametsa‘ ‚der Traum‘“, erklärt Elena Arzak: „Der Traum einer Küche jenseits unserer Grenzen, inmitten von London im Herzen des Halkin Hotels.“ Juan Mari Arzak fügt hinzu „Für uns repräsentiert dies eine spannende Entwicklung, ein Ametsa-Team, das unter Arzaks kulinarischer Anleitung geführt wird.“

Mit dem Vorhaben die Kunst eines Kochstils ohnegleichen weiterzugeben, wurde „Arzak Instruction“ von einem aus Arzaks Restaurant stammenden Fünfer-Team begründet. Der Stil hat seinen Ursprung in der traditionellen „neuen baskischen Küche“, welche die für Spaniens Baskenland typisch erdigen Aromen und Verfahren mit modernen, überraschenden Geschmackseffekten verschmelzen lässt. Ametsa setzt dabei auf frischen, lokalen und biologischen Produkten von Land und Meer.

Das Interior Design, für welches das Londoner Büro „AB Rogers“ verantwortlich zeichnet, wird ebenso dem baskischen Erbe als auch COMOs Traditon eines zeitgenössischen Designs sowie der Kulisse des Restaurants, Londons elegantem Belgravia Viertel gerecht.

Das neue Restaurant wird das prämierte „nahm London“ ersetzen, das seit 2000 im The Halkin angesiedelt ist. Nahm wurde vom renommierten australischen Küchenchef David Thompson geleitet und als erstes Thai Restaurant außerhalb Thailands mit einem Michelin Stern belohnt. Im Jahr 2010 wurde ein zweites „nahm“ im Metropolitan by COMO, Bangkok eröffnet, das im Rahmen der ‚San Pellegrino awards“ 2012 zu einem der 50 weltbesten Restaurants gekürt wurde – Thompson wird seine Arbeit in Bangkok weiterführen.

Weitere Informationen finden sich unter www.comohotels.com

Slow Food Deutschland lädt ein – Feiern gegen Lebensmittelverschwendung

Am Samstag, 02. Juni 2012 feiert Slow Food Deutschland e.V. sein 20jähriges Vereinsjubiläum in Köln – und lädt gemeinsam mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst alle Kölner ein, im Rahmen des Festes ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu setzen.

Seit dem letzten Herbst macht Slow Food Deutschland gemeinsam mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed) unter dem Motto „Teller statt Tonne“ durch Aktionen ganz gezielt auf das Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Gegenwärtige Kampagnen zum Thema erregen viel öffentliches Interesse, greifen aber zu kurz. So wird weder die Lebensmittelindustrie in die Verantwortung genommen, noch werden die Konsequenzen auf die Länder des Südens thematisiert.

Grundproblem hinter der Verschwendung ist nicht nur die fehlende Wertschätzung und das fehlende Verständnis von Lebensmitteln und ihrer Herkunft, sondern auch das industrielle System von Herstellung und Vertrieb, in dem weder für krumme Gurken noch für alte Rinderrassen Platz ist. Slow Food stellt sich schon seit zwanzig Jahren gegen diese Tendenz. „Das Bewusstsein für das, was wir essen, ist der Mittelpunkt der Slow Food Philosophie,“ erklärt Dr. Ursula Hudson, amtierende Vorsitzende von Slow Food Deutschland e.V. (im Bild). „Unser Essen ist von zentraler Bedeutung für die Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt – viel mehr als nur eine Ware. Slow Food setzt sich dafür ein, den Zyklus von Überproduktion und Verschwendung zu durchbrechen und unserem Essen wieder seinen wahren Wert zu verleihen.“ Francisco Mari, eed, ergänzt: „Wir wollen auch darauf aufmerksam machen, welche Folgen unsere Konsummuster auf die Selbstversorgung im globalen Süden haben. Land und Wasser dürfen nicht durch Industrie, Handel und Verbraucher verschwendet werden, in dem bei uns viel zu viele Lebensmittel in der Tonne statt auf dem Teller landen“.

Viel nahrhaftes Gemüse kommt wegen meist optischer Mängel gar nicht erst in den Handel. Dieses verschmähte Gemüse – gesammelt auf dem Gertrudenhof Hürth und dem Biohof Bursch in der Umgegend von Köln – wird am Samstagmorgen auf dem Platz vor dem Schokoladenmuseum in der Kölner Innenstadt geschnippelt. Wam Kat und sein Team der Fläming Kitchen verarbeiten es dann zu einer leckeren Mahlzeit, zu der alle Kölner herzlich eingeladen sind. Gegessen wird gemeinsam an einer langen Tafel, begleitet von Podiumsgesprächen zu Themen rund um Lebensmittelverschwendung, Ernährungssouveränität und Konsumentenverantwortung aus Sicht von Slow Food und mit Blick auf die Länder des Südens.

Teller statt Tonne – Aktion gegen Lebensmittelverschwendung
Samstag, 02. Juni 2012, Platz am Schokoladenmuseum, 50678 Köln

08:00 – 12:00 Uhr Schnippelaktion mit dem Slow Food Youth Network
12:00 – 15:00 Uhr Gemeinsame Mahlzeit an der langen Tafel begleitet von Podiumsgesprächen

An den Podiumsgesprächen nehmen teil:
Carlo Petrini, Gründer und internationaler Präsident von Slow Food
Dr. Ursula Hudson, Slow Food Deutschland e.V.
Pfr. Jürgen Reichel / Francisco Mari, Evangelischer Entwicklungsdienst
Peter Knitsch, Abteilungsleiter Verbraucherschutz, MKULNV NRW
Martin Müller, Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure e.V.
Stefan Kreutzberger, Journalist und Autor „Die Essensvernichter“
Hans Stefan Steinheuer, Restaurant ,Zur Alten Post‘ Heppingen
Heinz Bursch, Biohof Bursch Bornheim
Peter Zens, Gertrudenhof Hürth
Roland Schüren, Ihr Bäcker Schüren Hilden

Die Slow Food Messe "Markt des Guten Geschmacks"

Die Slow Food Messe „Markt des Guten Geschmacks“ schloss am Sonntag in Stuttgart nach vier lebhaften und erlebnisreichen Messetagen. Insgesamt verbuchten die sieben Frühjahrsmessen auf der Messe Stuttgart über 80.000 Besucher. „Wir sind rundum zufrieden, genauso wie unsere Aussteller, über das große Interesse der vielen Besucher,“ so Dr. Ursula Hudson, die amtierende Vorsitzende von Slow Food Deutschland e.V. „Unsere neuen Formate wie die Kochwerkstatt, die Saatgutbörse und die Pflanzaktion sind sehr gut von den Messebesuchern aufgenommen worden. Auch die Diskussionsrunden auf der Forumsbühne hatten regen Zuspruch. Wir danken unseren Ausstellern, Referenten und den vielen Vereinsmitgliedern, die sich engagiert haben, für eine gelungene Messe.“

Ein Highlight der Messe war der Besuch von Carlo Petrini, Gründer und internationaler Präsident von Slow Food, der an zwei Podiumsgesprächen teilnahm. Am Sonntag sprach er über das Thema der Welternährung mit dem Leiter der WDR-Umweltredaktion Dr. Wilfried Bommert und Francisco Mari, Agrarhandelsexperten des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).

Kernpunkte des Gespräches waren Ernährungssouveränität, Konsumentenverantwortung und das von Slow Food ins Leben gerufene Terra Madre Netzwerk. Das Netzwerk bringt die aktiven Teilnehmer an unserer Nahrungsproduktionskette zusammen, um weltweit nachhaltige Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittelherstellung zu unterstützen. Diese sind von der Erosion der lokalen Märkte, Überfischung der Meere und großflächigen Kauf von Ackerland für Bioethanol durch ausländische Investoren bedroht. „Terra Madre ist ein Gegenentwurf zu den strukturellen Problemen, welche die Ernährungssouveränität bedrohen,“ so Carlo Petrini. Auch die Slow Food Messe in Stuttgart, wo Hersteller regionaler, handwerklich hergestellter Produkte aus Deutschland und aus dem Ausland in direkten Kontakt mit den Verbrauchern kommen können, zeigt ganz konkrete Alternativen auf. „Wer denkt, die Slow Food Messe sei nur etwas für Gourmets, der hat die ganzheitliche Perspektive von Slow Food nicht verstanden,“ so Petrini weiter.

Francisco Mari (EED) unterstrich diesen Gedanken: „Die Entscheidungen der Verbraucher hier in Europa zu guten, sauberen und fairen Lebensmitteln, wie Slow Food sie unterstützt, tragen dazu bei, den Druck auf die Selbstversorgung des globalen Südens durch europäische Agrarexporte zu nehmen.“ Starke lokale Wirtschaftskreisläufe, die global vernetzt sind, tragen zum Erhalt der lokalen Esskulturen, der biologischen Vielfalt, handwerklichen Traditionen und traditionellem Wissen bei, ohne den Blick nach außen zu verwehren.

Unter den knapp 400 Ausstellern der Slow Food Messe fanden sich auch ein Dutzend „Arche-Passagiere“ – traditionelle Nutztierarten, Nutzpflanzensorten und Lebensmittel, die vom Slow Food Verein im Rahmen des Projektes „Arche des Geschmacks“ katalogisiert und bekanntgemacht und so vor dem Aussterben und der Vergessenheit bewahrt werden. Mittlerweile beherbergt die Arche weltweit mehr als 1.060 Lebensmittelprodukte in 69 Ländern, darunter 30 in Deutschland. Auf dem inneren Parkgelände der Messe konnten nicht nur Kinder das Braunvieh aus dem Allgäu, das Hinterwäldler Rind und den Weideochsen vom Limpurger Rind mit ihren Kälbchen sowie das Rhönschaf, das Augsburger Huhn und das Bunte Bentheimer Schwein kennenlernen. Weitere Arche-Passagiere auf der Messe in Stuttgart – zu probieren in köstlichen Zubereitungen an den Slow Food Convivien-Ständen in Halle 5 – waren die Alblinse, die Ahle Wurscht, die Kartoffel Bamberger Hörnla, die Champagner Bratbirne, das Filder Spitzkraut, der Fränkische Grünkern und das Musmehl. Mit dabei war auch der Alte Gouda aus den Niederlanden, ebenfalls ein Arche-Passagier.

Elena Arzak

Elena Arzak, Joint Head Chef at Arzak in San Sebastian, Spain, has been named the Veuve Clicquot World’s Best Female Chef, part of the prestigious World’s 50 Best Restaurant Awards sponsored by S.Pellegrino and Acqua Panna.

Elena is the fourth generation of the Arzak family to head up the restaurant since it opened in 1897. In the past five years, the restaurant has consistently ranked within the top 10 of The World’s 50 Best Restaurants list and was the first Basque restaurant to be awarded three Michelin stars. A highly decorated family, Elena’s father Juan Mari Arzak was honoured with the esteemed Lifetime Achievement Award at last year’s World’s 50 Best Restaurants ceremony.

Having learnt her craft at home, Elena expanded her horizons through extensive travel. She studied in Lucerne, Switzerland before moving through the great kitchens of Europe including Maison Troisgros, Bras and Pierre Gagnaire, Carré des Feuillants and Le Vivarois in France, Louis XV in Monte-Carlo, Antica Ostería del Ponte in Italy, Le Gavroche in London and El Bulli in Spain before returning to the family business.

Elena has won international respect for her constantly evolving, cutting edge, research-based approach to cooking and experimentation with flavours. Through her single-minded dedication to Arzak and its signature Basque cuisine, Elena oversees not only a thriving restaurant but by working in tandem with her famous father, Juan Mari, has ensured that it is recognised as one of the most influential restaurants in the world today.

The Veuve Clicquot World’s Best Female Chef award celebrates the work of an exceptional female chef whose cooking excites the toughest of critics of the world, 837 of whom voted in this category. The award is inspired by the life and achievements of Madame Clicquot, who nearly 200 years ago, set the standard for women in business. The winner reflects Madame Clicquot’s attributes of innovation, creativity and determination.

Commenting on the result, Stephane Gerschel, Veuve Clicquot’s Director of International Communications, said: “The Veuve Clicquot was a woman who two centuries ago revolutionized Champagne, with her extraordinary stamina, her thirst for innovation and her quest for ultimate quality. Elena Arzak represents exactly these values in gastronomy today and I am proud that our name and rich history is associated to such a wonderful personality”

Elena Arzak said of the news: “It really humbles me and has come as such a surprise. I am happy for Arzak, the restaurant, my father and my family…4 generations! I remember when my grandmother was cooking and how much of an inspiration she was. With this title, I think of her even more.”

fair-fish in Bremerhaven

fair-fish am 8. Oktober in Bremerhaven
Die Tagung «Wem gehört der Fisch?» konfrontiert damit, dass Kleinfischer im Wettkampf um überfischte Bestönde von der industriellen Fischerei verdrängt werden. Eine Entwicklung, die angetrieben wird durch eine Zunahme des Fischkonsums und eine Ausweitung des Handels mit Fischereierzeugnissen. Es referieren Kai Kaschinski (Fair Oceans), Rainer Froese (IFM-GEOMAR), Francisco Mari (Evang. Entwicklungsdienst), Marc Nolting (GTZ), Gaoussou Gueye (CONIPAS, Senegal), Billo Heinzpeter Studer (fair-fish) u.a.m.
Freitag 8. Oktober 2011, 10.30–18.00 Uhr im Klimahaus in Bremerhaven. Programm.
http://www.fair-fish.ch/was-wer-wo/wo/deutschland/

OUT NOW – Port Culinaire No. NINETEEN – XXL Ausgabe

Aus dem Inhalt:
Kakao gegen Armut / Mit Oliver Coppeneur in Nicaragua
Spice Girl… / oder die Geschichte von dem Mädchen mit den zwei Namen. Sarah Henke und die Kressen
Die neue deutsche Schule / Thomas Bühner, Christian Bau, Nils Henkel und Sven Elverfeld
Avantgarde Part Ten / Jonnie B. Good – Jürgen Dollase über Jonnie Boer
Die baskische Revolution / Elena und Juan Mari Arzak / Andoni Luis Aduriz
Die Welt hinter dem Spiegel / Massimo Bottura
Lass Knacken! Salat von den Fildern. / Zu Besuch im Keltenhof – Vol. II

Mit Beiträgen von:
Thomas Ruhl, Jürgen Dollase, Evert Kornmayer, Jasmin Oberdorfer, Prof. Dr. Ingo Scheuermann, Ralf Bos, Christian Stromann und Hanjo Wimmeroth
Rezepte von:
Christian Hümbs, Sarah Henke, Thomas Bühner, Christian Bau, Nils Henkel, Sven Elverfeld, Jonnie Boer, Andoni Luis Aduriz, Massimo Bottura, Heinz Reitbauer, Andreas Caminada, Jean Claude Bourgueil, Joachim Wissler, Elena und Juan Mari Arzak

Einblicke in PORT CULINAIRE No. EIGHTEEN

3. Ausgabe 2011, 196 Seiten, 24 x 28 cm, 19,90 Euro,
Bestelink:978-3-942051-25-5, Edition Port Culinaire

fair-fish

25. September: fair-fish in Zürich

Im Rahmen der Messe LifeFair findet ein Workshop zur nachhaltigen Fischerei statt, mit Beiträgen von Mariann Breu (WWF), Billo Heinzpeter Studer (fair-fish) und Rolf Schatz (Dä Neu Fischer).
Sonntag, 25. September 2011, 13:30-15:20 Uhr in Zürich-Oerlikon.
Details: http://www.fair-fish.ch/aktuell

8. Oktober: fair-fish in Bremerhaven

Tagung «Wem gehört der Fisch?»: Kleinfischer unterliegen im Wettkampf mit der industriellen Fischerei, während Fischkonsum und Fischhandel stetig zunehmen. Es referieren Kai Kaschinski (Fair Oceans), Rainer Froese (IFM-GEOMAR), Francisco Mari (Evang. Entwicklungsdienst), Marc Nolting (GTZ), Gaoussou Gueye (CONIPAS, Senegal), Billo Heinzpeter Studer (fair-fish) u.a.m.
Freitag 8. Oktober 2011, 10.30-18.00 Uhr in Bremerhaven.
Details: http://www.fair-fish.ch/was-wer-wo/wo/deutschland

Voranzeige: 1. Dezember: fair-fish in Graz
Details: http://www.fair-fish.ch/was-wer-wo/wo/oesterreich