Jan Pettke und Christopher Sakoschek

Jan Pettke und Christopher Sakoschek gewinnen Österreichisches Vorfinale des Koch des Jahres

Nach fünf Stunden harter Arbeit vor den Augen von rund 900 Besuchern der gastronomischen Szene setzten sich Jan Pettke von der Scheck-In-Kochfabrik Achern, (DE) und Christopher Sakoschek, selbstständiger Privatkoch aus Kirchdorf in Tirol (AT) am heutigen Montag gegen ihre vier Mitbewerber aus der D-A-CH-Region durch und gewannen das zweite Vorfinale des Wettbewerbs Koch des Jahres. Das in der PANZERHALLE Salzburg stattfindende „Trendsetting-Event der Gastronomie“ begeisterte darüber hinaus mit einem Staraufgebot internationaler Sterneköche, die als Teil eines umfangreichen Rahmenprogramms ihre Künste in Live-Cooking-Shows präsentierten.

Kreativität und Internationalität machen das Rennen
Das Gewinnermenü Pettkes zeichnete sich insbesondere durch die kreative Kombination der verschiedenen Komponenten sowie durch die durchweg gleichbleibende Qualität der Gerichte aus, waren sich die Mitglieder der internationalen Star-Jury einig. Als Vorspeise schickte Pettke Geflämmten Carabinero / Karotte / Koriander / Passionsfrucht. Sein Hauptgericht bestand aus Onglet vom Black Angus / Px-Essigjus / Suppengemüse / Zweierlei Rettich und sein Nachtisch aus Valrhoner Ivoire 35% / Avocado / Banane / Pinienkern. Der Stil des zweitplatzierten Sakoschek bestach durch die Fusion von Produkten und Techniken aus dem In- und Ausland. Besonders gelobt wurde die durchweg kreative Umsetzung der zusätzlichen Herausforderung, einen Gruß aus der Küche mit SJØ, echtem norwegischen Matjes von Friesenkrone, zu schicken: „Als zusätzliche Wettbewerbskomponente waren die toll angerichteten Matjes-Happen eine schöne Überraschung. Kleine Tapas, wie die von Friesenkrone, liegen gerade im Trend“, so der Präsident des Wettbewerbs und Dreisterne-Kochlegende Dieter Müller (MS Europa). Das Niveau des Wettbewerbs sei insgesamt enorm hoch. Selbst als etablierter Sternekoch könne man sich von den Kreationen der Teilnehmer inspirieren lassen.

Zwei Tickets zum Finale und sechs kreative Sonderpreise
Als Hauptpreis wurden den erst- und zeitplatzierten Teams der Einzug in das Finale auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga im Oktober 2017 verliehen. Erst dort wird sich zeigen, welche der insgesamt acht Finalisten die Preisgelder in Höhe von insgesamt 15000€ erkochen.

Viel gelobtes Rahmenprogramm
Aus sechs verschiedenen Ländern weltweit reisten bekannte Sterneköche und Fooddesigner nach Salzburg, um als Jurymitglieder und in Live-Auftritten an dem Event mitzuwirken. Den Auftakt machte Oriol Castro. Der Spanische Meisterkoch war fünfzehn Jahre lang die rechte Hand des berühmten Ferran Adrià und brillierte in der PANZERHALLE mit Kreationen aus seinen eigenen katalonischen Restaurants Disfrutar* und Compartir. Vom Publikum umgeben war die Lounge, als Star-DJ und Sternekoch Nick Bril aus Antwerpen (BE) im Interview von seinem innovativem Gastrokonzept The Jane** berichtete. Selbst die Küche sehe hier aus wie ein Künstler-Atelier. Mit Spannung verfolgt wurden auch die drei unterschiedlichen Interpretationen mit den vorgegebenen Komponenten (Reh / Kürbis / Kernöl) der „iChefs“ Stefan Lenz (Tennerhof Kitzbühel, AT), Roland Huber (Le Ciel*, Grand Hotel Wien, AT) und Maximilian Aichinger ([wer ist] Stratmann, Salzburg, AT). Zehn geladene Pressegäste kamen in den Genuss, die individuellen Kreationen mit darauf abgestimmten Premiumweinen von Ômina Romana zu verköstigen. Koch des Jahres Gewinner 2011, Sebastian Frank (Horváth**, Berlin, DE) mischt derzeit die Berliner Gastroszene auf. Als Lokalmatador kam er für das Trendsetting Event der Gastronomie zurück nach Österreich, um neue Interpretationen der österreichischen Küche zu präsentieren.

Neben Live-Auftritten, Talkrunden und Interviews konnten Besucher sich in Workshops weiterbilden. Besonders stark nachgefragt war der Kurs mit dem amtierenden Koch des Jahres Stefan Lenz, der einen Einblick in die Tennerhofer (Kitzbühel, AT) Küche gab und zeigte, wie kulinarische Genüsse auf Sterneniveau mit einfachen Tricks rund um Knorr Professional Produkte gezaubert werden können.

Großes Show-Down im Loft der PANZERHALLE
Den rund 250 VIP-Gästen wurde am Abend der Veranstaltung eine exklusive Aftershow-Party im Loft „unter den Dächern der PANZERHALLE“ geboten. Als Willkommensgruß schickte Cornelius Speinle (Dreizehn Sinne*, Schlattingen, CH) eine deftige „Ferrero Rocher Praline“ mit Gänseleber. Neueste Cocktailtrends wurden mit dem iSi Gourmet Whip gezaubert und ließen die Besucher zur Live-Musik von Melange Royal das Tanzbein schwingen. Sieger Pettke und sein Assistent Maximilian Krämer wurden von Freunden, Familie und Kollegen bis tief in die Nacht gefeiert „Ich freue mich riesig auf die Herausforderung im Finale nächstes Jahr!“

Restaurant Erwin, Moskau

Wir besuchten diese große Fisch-Brasserie in Moskau und wir waren wirklich überrascht, was es alles gibt

Unsere liebe Freundin Lana Melnikova, PR-Direktor des Baltschug Kempinski Hotels, unser Lieblingshotel in Moskau, gab uns den Tipp, das Erwin mal anzugucken. Das Erwin liegt unterhalb des Hotel Radisson – quasi direkt an der Moskwa, jedoch ohne Blick auf den Fluss – und gegenüber dem russischen Regierungssitz „Weisses Haus“. Es gehört zu der Gruppe von Restaurants, die dem bekannten Moskauer Rechtsanwalt Alexander Rappoport gehört.

Das Erwin – der Name hat auf russisch keine Bedeutung – ist ein ziemlich teuer gemachtes Konzept, aber mit recht zivilen Preisen. Hier geht es in erster Linie um Fisch, speziell um russischen Fisch und Meeresfrüchte.

Es hat eine überdachte Sommerterrasse und einen riesigen, sehr schönen Gastraum über zwei Etagen mit offener Küche. Neben Tischen verschiedener Größen gibt es noch Gemeinschaftstische, wo Gäste mit Fremden zusammen platziert werden. Für diese Tische gibt es keine Reservierungen. Der Laden brummt. Am Wochenende gibt es ohne Reservierung nichts, während der Woche ist eine Reservierung sinnvoll.

Wie in allen besseren russischen Lokalen existiert ungemein viel Personal. Unsere Kellnerin war ganz nett, aber auch eine gute Verkäuferin. Statt russischen Mineralwasser („das ist nur normales Wasser“) wollte sie uns unbedingt überteuerte Nestle Water verkaufen. Ich konnte den Versuch gut abwehren und bekam ein Baikal mit Sprudel (0,5l für ca. 3,50 €). Meine Frau hatte einen schönen Primitivo (0,15l für 7 Euro, während ich einen etwas sprittigen Grünen Veltliner (ebenfalls für 7 Euro) hatte.

Wir baten darum, die Vorspeisen zu teilen. Trotzdem brachte die Bedienung uns alles zusammen. Ich schickte einen Teller zurück, weil wir uns kaum noch bewegen konnten.

Wir starteten mit 50gr Ossietra Kaviar für 16 Euro. Dazu gab es drei kalte, sehr süsse Pfannkuchen mit einer undefinierbaren Butter. Der Kaviar war exzellent. Man konnte noch eine bessere Qualität bestellen für 45 Euro.

Unser nächste Gang war Kabeljauleber (7,50 Euro). Diese war etwas säuerlich zubereitet und gefiel mir weniger, während meine Frau sie mochte und Kindheitserinnerungen bei ihr erweckten.
Dann hatten wir Felchen (Muksun auf russisch) für 6 Euro. Diese waren quasi halbgefrorenes Sashimi. Geschmacklich war der Fisch absolut neutral. Die Kellnerin empfahl, ihn zuerst in eine Cocktail Sosse und danach in Salz und Pfeffer zu tunken. Danach schmeckte die Felche wie Cocktailsauce auf Eis mit Salz und Pfeffer. Die Cocktailsosse selber schmeckte industriell.

Meine Frau hatte als Hauptgericht Königskrabbe (Kamchatka Krabbe – 12,50 €) und ich gebackenen Murmansk Kabeljau (8,50 €). Die Krabbe war okayish, aber nichts für was man Umwege gehen würde.
Mein Kabeljau war in einem Bierteig frittiert, der das gesamte Friteusenfett aufgesaugt hatte. Der Fisch selber war komplett übergart, aber schmackhaft. Die dazugereichte Remoulade war gut.
Wer aber einmal perfekten Fisch & Chips bei Sascha Lenz im Andaz London hatte, weiß, wie das schmecken kann! (Das Fischrestaurant gibt es nicht mehr im Andaz und Sascha Lenz ist jetzt in Goa).

Wegen des Essens braucht man nicht ins Erwin zu gehen. Wegen der Atmosphäre und den anderen Gästen sollte man ins Erwin gehen und Spaß haben. Selbst als Berliner Junge kam ich mir wie ein kleiner Provinzler vor. Ich fragte den Kellner, der schon stundenlang nutzlos hinter mir stand, er möge doch ein Foto von mir und meiner Frau machen. Zuerst verstand er gar nicht und dann war er komplett entsetzt und meinte Njet, njet!!! und drei Kellnerinnen stürzten auf uns zu und übernahmen das Fotografieren. Der nutzlose Kellner war kein Kellner sondern ein Leibwächter.
Am Ende unseres Essens – alles zusammen incl. 10 % Tip 75 Euro – spazierten wir einmal durch das riesige Lokal, um uns alles genau anzugucken. Jede zweite Frau hatte eine sehr teure Channeltasche (ab 3000 Euro/Stück). Insgesamt waren ungefähr 12 Leibwächter im Lokal und acht weitere draussen. Wen die bewachten, war für uns nicht auszumachen. Alle Gäste sahen normal aus und benahmen sich unauffällig. Vor der Tür auf der Strasse war mittlerweile ein toller Wagenpark der obersten Klasse. Man parkte in der zweiten und selbst in der dritten Reihe. Auf dem Bürgersteig sowieso.

Würden wir noch einmal hingehen? Auf jeden Fall. Es machte Spaß. Die Leute sind nett und es gibt viel zu sehen. Kulinarisch wird man zwar nicht verwöhnt, aber verhungern tut man auch nicht. Das Erwin könnte genauso in NYC oder Paris stehen. Nur hätten die nicht so originelle Gäste wie in Moskau. Hingehen & Spaß haben!

Hier unsere Fotos: https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/?tab=album&album_id=10153856113163124

Adresse: Kutuzovsky Ave, 2/1, стр. 6, Moscow
Telefon:+7 (495) 785-02-22
Öffnungszeiten: Täglich 12:00–01:00Uhr

Stefan Lenz ist "Koch des Jahres"

Der mit 12.000 dotierte Preis „Koch des Jahres“ wurde heute an den 32-jährigen Küchenchef des Hotel Tennerhof in Kitzbühel, Österreich verliehen. Mit der Auszeichnung wird der gebürtige Vorarlberger für seine herausragenden Leistungen im Wettbewerb der Spitzengastronomie geehrt. Er setzte sich im Finale gegen sieben Konkurrenten aus Deutschland und der Schweiz durch. „Lenz hat Aromen in ganz hoher Form präsentiert und diese sehr gelungen kombiniert. Man merkt, dass er seinen Stil gefunden hat und diesen konsequent umzusetzen weiß,“ begründet Juror Christopher Wilbrand die Entscheidung der Fachjury.
Das Drei-Gang-Menü mit einer Vorspeise aus Huchen, Haferwurzel und Haselnuss, einer Hauptspeise aus Reh, Essigzwetschge und Löwenzahn und das Dessert aus Waldklee, Kernöl und Moosbeere überzeugte die international besetzte Jury. Unter Vorsitz von Dieter Müller, Präsident des Wettbewerbs, bewerteten neun Juroren die Leistungen der Kandidaten, darunter Thomas Bühner (La Vie, Osnabrück/D), Oriol Castro (Disfrutar, Barcelona/ES), Sebastian Frank (Horváth, Berlin/D) und Gastrokritiker Wolfgang Fassbender.
Dieter Müller lobte das durchweg hohe Niveau des Finales: „Die Teilnehmer haben in Handwerk, Ästhetik und Vielfalt absolute Spitzenleistungen erbracht. Es wurden sehr schöne Teller serviert.“ So war dann auch die Entscheidung denkbar knapp: Nur ein Punkt Unterschied trennte den Sieger vom Zweitplatzierten Cornelius Speinle, Küchenchef im Restaurant Drei10 Sinne im schweizerischen Schlattingen. Sven Pietschmann, zweiter Küchenchef im Restaurant Fährhaus auf der Insel Sylt in Deutschland wurde auf den dritten Platz gewählt.

Neben dem Titel „Koch des Jahres“ wurden auf der Veranstaltung Ehrenpreise für besondere Leistungen verliehen. So erhält der Sieger neben dem Preisgeld eine kulinarische Chinareise von Saro. Sven Pietschmann wurde für das beste Tapas-Rezept mit dem Friesisch Tapas Award von Friesenkrone ausgezeichnet. Der Preis „Spirit of the Competition“ by Electrolux honoriert besonderen Teamgeist im Wettbewerb und ging an den Zweitplatzierten Cornelius Speinle. Mit jeweils einer J1-Revolution-Kochjacke für Koch und Assistent ist der Innovationspreis von Jobeline für besondere technische Raffinesse dotiert, der an Matthias Pietsch vom Restaurant Lago in Ulm verliehen wurde. Der Dr. Schnell-Preis für hygienisches Kochen auf Spitzenniveau ging an Jens Hildebrand vom Restaurant Tim Raue in Berlin und „The dish above and beyond“ by Ron Zacapa zeichnete Cornelius Speinle für das beste Foodpairing mit Rum aus. Speinle wurde außerdem mit dem Preis der „Better Dessert Initiative“ by Langnese/Servicebund für das beste Dessert geehrt. Der Preis „United Against Waste“ wurde an Jens Hildebrand verliehen, der den geringsten Lebensmittelabfall produzierte.

Bereits zum dritten Mal wird auf der weltgrößten Foodmesse Anuga in Köln das Finale des internationalen Kochwettbewerbs ausgetragen. Zur Teilnahme aufgerufen waren Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Aus über 400 Bewerbungen wurden Kandidaten ausgewählt, die in vier Vorentscheiden in Hamburg, Köln, Wien und Achern im Schwarzwald gegeneinander antraten. Dort musste, wie auch auch im Finale, in fünf Stunden ein Drei-Gang-Menü in sechsfacher Ausführung zubereitet werden, das einen Warenwert von je 16 Euro nicht übersteigt.

Übersicht der Finalisten
Jens Hildebrandt (Restaurant Tim Raue, Berlin/D)
Stefan Lenz (Hotel Tennerhof, Kitzbühel/A)
Matthias Pietsch (Lago, Ulm/D)
Sven Pietschmann (Restaurant Fährhaus, Sylt/D)
Ivan Prieto Caneda (Landhaus Kuckuck, Köln/D)
Cornelius Speinle (Drei10 Sinne, Schlattingen/CH)
Simon Stirnal (Restaurant Schloss Loersfeld, Kerpen/D)
Florian Volke (Opus V, Mannheim/D)

Frischeparadies Innsbruck

Frischeparadies ist ab sofort mit einer zweiten Niederlassung in Österreich vertreten

Neun Märkte gab es bisher in Deutschland und Österreich, jetzt stärkt die Frischeparadies KG mit einer Filiale in Innsbruck ihre Präsenz im Nachbarland. Die Fruchthof Handels GmbH gehört ab März 2014 zum Frankfurter Delikatessengroßhändler und bildet die zehnte Niederlassung. Der bisherige Geschäftsführer des Fruchthofs bleibt weiterhin als externer Berater tätig.

Heribert Lenz, ehemaliger Geschäftsführer der Fruchthof Handels GmbH, hat schon umdekoriert: Sobald die Übernahme durch die Frischeparadies KG beschlossene Sache war, begrüßten Schilder die eintreffenden Kunden mit „Fruchthof Innsbruck, willkommen im Frischeparadies“. „Alle Beteiligten sind mit den Modalitäten der Übernahme sehr glücklich, und wir freuen uns, dass Heribert Lenz uns weiterhin als Berater zur Verfügung steht. Schließlich hat er den Fruchthof maßgeblich geprägt“, so Dietmar Mükusch, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Frischeparadies KG.

Der Innsbrucker Fruchthof bietet neben seiner Kernkompetenz Obst und Gemüse eine große Feinkostauswahl an Käse, Wein, Ölen, Marmeladen, Chutneys und zahlreiche Bioprodukte. Dieses Sortiment ist fest etabliert, ebenso wie der Name Fruchthof. Die bisherigen Mitarbeiter bleiben weiterhin für das Unternehmen tätig, die Leitung liegt ab dem ersten März 2014 bei Frischeparadies: „Wir werden unsere Stärke und Erfahrung in den Bereichen Frischfisch und Krustentiere nutzen und die Fischtheke ab dem ersten April mit unseren Produkten bestücken. Umgekehrt profitieren wir von den guten Beziehungen des Fruchthofs nach Verona, von dort kommen Obst und Gemüse in hervorragender Qualität. Diese Produkte wollen wir nach und nach auch in unseren anderen Märkten einführen“, erklärt Mükusch. Weitreichende Umbaumaßnahmen sind vorerst nicht geplant, in naher Zukunft wird aber die Fischtheke an das bekannte Frischeparadies-Design angepasst.

Anders als die übrigen neun Frischeparadies-Niederlassungen ist der Fruchthof in Innsbruck ein Markt nur für Endverbraucher. Der Standort ist jedoch laut Frischeparadies auch für Gastronomiekunden zukunftsträchtig: „Wir sehen für die Region Innsbruck und Tirol durchaus Potenzial im Bereich Auslieferungen. Hier werden wir nach einiger Zeit sehen, wie wir den Fruchthof weiterentwickeln können, um ihn auch für Profis aus der Gastronomie interessant zu gestalten“, so Christian Horaczek, Vertriebsleiter der Frischeparadies-Gruppe.

Der Fruchthof besteht in Innsbruck seit 1996 und bietet nicht nur ladeneigene Lebensmittel, sondern vereint unter seinem Dach auch weitere, eigenständige Partner wie eine Bäckerei und eine Metzgerei, einen Anbieter von Oliven, Antipasti und Aufstrichen, ein Blumengeschäft und einen Tabakwarenladen. Das gastronomische Angebot umfasst ein erfolgreiches Thai-Bistro für den schnellen Mittagstisch und ein attraktives Fischrestaurant, das mittags und abends geöffnet hat. Alle Partnerschaften werden unverändert fortgeführt.

www.fruchthof.at
www.frischeparadies.de

Schottland Gourmet Tour 2013

Wir besuchten Schottland. Eine kühle, karge Schönheit, die mit interessanter Küche auftrumpft, aber mit wenig Service.
Verblüffung. Die nette Dame quatscht uns am Costa Kaffeeautomaten an der Tanke im schottischen Hochland an. Sie sei ja so froh für uns, dass wir so schönes Wetter haben. Seit Jahren war es nicht mehr so schön. Ich war sichtlich verblüfft. Es war 8°C und teilweise bewölkt und etwas windig. Ich fragte nach: Nein, der Sommer sei heiß und stickig-schwül mit Millionen Mücken und der Herbst wie der Winter zu kalt. Jetzt ist es einfach zauberhaft!

Aus London kommend, verwöhnt im Andaz Hotel am Bahnhof an der Liverpool Street, wo der deutsche F&B Manager Sascha Lenz furios sein Restaurantimperium regiert – beste Fish & Chips in UK www.gourmet-report.de/artikel/344127/Fish-Chips.html , kamen wir am Flughafen in Edinburgh an. Geflogen von der komfortablen Titan Air, im Auftrag der BA. 
Unser Auto der oberen Mittelklasse sollte ein VW Jetta Automatik sein, so der Agent bei Europcar. Für 5 Euro am Tag mehr bekamen wir einen Insignia Kombi Automatik. Allerdings komplett ungereinigt. Auf meine Beschwerde meinte Europcar, ich müsse mich bei BAA beschweren, die waschen die Autos für Europcar. Später schrieb Europcar, der Mietwagenbroker sei für Beschwerden zuständig! Service scheint nicht üblich zu sein.

Dann fuhren wir in die Innenstadt zum Hotel Missoni. Dort kamen wir um 12 Uhr an. Die Auffahrt des 5 Sterne Hotels war nicht so leicht zu finden, es gab sie nicht. Nach dreimal um den Block blieben wir in einer kleinen Parkbucht stehen. Ich ging ins Hotel und ein Gepäckträger im Kilt, dem schottischen Rock, kam dann mit mir raus. Leider sollten wir 3 Stunden warten, bis das Zimmer fertig war. Eine richtige Lobby gibt es in diesem fashionablen Hotel nicht, aber ein Café, in dem man warten konnte. Wir mussten nicht nur drei, sondern 4 Stunden auf das Zimmer warten. Drei Stunden später, um 15 Uhr wurden wir auf einen Kaffee eingeladen. Erst um 15.30 Uhr war das Zimmer fertig. Als Entschuldigung bekamen wir eine – warme – Flasche Prosecco. 
Das Zimmer war für drei – wir reisten mit unserem 7jährigen Sohn – recht eng. Es gab ein ganz kleines Fenster, wir guckten auf eine mittelalterliche Brandmauer. Das chice Zimmer war etwas staubig, ich versaute mir im Schrank meinen schwarzen Pullover. 

Das wahrhaft einmalige Frühstück (13 GBP) bestand hauptsächlich aus Kuchen. Es gab einen langweiligen Schnittkäse, je einen Schweine- und Truthahnschinken. Für 5 Pfund Aufpreis gab es warme Speisen. Junior wurde voll berechnet. Weil es ein sehr chices Hotel ist, wird Toast – es ist das einzige, verfügbare Brot – nur vom Kellner gebracht. Der braucht aber ewig. So das man lange wartet, wenn man Brot mag. Die Säfte waren nicht frisch. 
Die Location ist sehr gut, fast direkt an der Royal Mile, der Hauptstrasse der Altstadt, die zum Castle hoch führt. Das Zimmer war ruhig.
Fürs Parken berechnete das Hotel stolze 42 Euro/Nacht! Am Abreisetag holte der Kiltträger unser Gepäck vom Zimmer und brachte es gleich ins Auto, dass er vor’s Haus in diese Parkbucht stellte. Als ich zum Auto ging, parkte er gerade einen Mazda 2, mit dem er volle Kanone den Bordstein sehr laut rammte. Oh, Du arme Felge! Er guckte noch nicht einmal nach. 
Ich öffnete die Heckklappe unseres Autos, da fiel mir der Computerkoffer meiner Frau entgegen. Gottseidank ein Rimowa, so das nichts passierte. Das Gepäck wurde vom Portier nur rein geschmissen, Plastiktüten waren unter den Koffern gelegt oder gerutscht. How careless! Ich beschwerte mich beim Duty Manager und berichtete auch gleich über den Mazda Vorfall. Der murmelte desinteressiert ein Bedauern, der befragte Portier stritt alles ab. Als ich noch nicht aus der Tür war, lachten Duty Manager, Portier und ein Rezeptionist … 
Schottischer Service a la Missoni. 

Das nächste Mal werden wir lieber ins Balmoral, dem Rocko Forte Stammhaus, gehen. Rezeptionsleiter ist der Deutsche Philipp van Dyck, der von Althoff Hotels kam. Es ist allerdings deutlich teuerer als das Missoni, in dem wir uns deplatziert vorkamen. Das Missoni ist etwas für masochistische Fashionvictims. Hotellerie stellen wir uns anders vor.

Im sehr hübschen Edinburgh aßen wir am ersten Tag recht passabel und preiswert im ältesten Pub der Stadt, in der Doric Tavern nahe des Bahnhofs. Guter Haggis! Leckere Fish & Chips. Interessante Biere! Freundliche Bedienung. Lohnenswert.

Lesen Sie mehr über Schottland, der nächste Tag:
www.gourmet-report.de/artikel/344152/Schottland-Gourmet-Tour-2013/

Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151444817998124.1073741830.168996673123&type=3

Fish & Chips

Was dem Deutschen die Currywurst ist dem Briten Fish & Chips – es gibt wahrhaft eklige und es gibt welche, da möchte man immer nur noch mehr bekommen – die besten gibt es in London im „George“ Pub, der zum Andaz Hotel gehört – F&B Manager Sascha Lenz , Chefkoch Selva Muthusamy

Wie in Berlin die Currywurst ein Muss ist – die beste gibt’s bei Gabis Imbiss auf den Charlottenburger Wochenmärkten – ist in London Fish & Chips ein Muss. In den meisten Imbissen ist es ein ziemlich fettes Fastfood, gutee Pubs machen es ordentlich, das „George“ göttlich.

Die Pommes sind perfekt, die Sauce Tartare zum Fingerlecken, das Erbsenmus perfekt und der Fisch – es gab Schellfisch, eine Dorsch Art, auf engl Haddock – ist ein einziger Traum. Chef Selva ist ganz bescheiden: Das Rezept hat Chef Stewart, der hier viele Jahre arbeitete, entworfen. Es ist simpel, natürlich und lecker. Mit Abstand der beste Fisch und Chips, den wir je hatten. Mit unter 14 Pfund auch wahrhaft preiswert. Übrigens, überteuert und gar nicht gut ist der Fish & Chips bei Harrods im Bentleys Seafood Grill: satte 22 Pfund werden in diesem Imbiss aufgerufen! Trotzdem immer voll. Ziemlich voll kann es im „George“ auch werden. Viele Büroleute kehren dort nach der Arbeit ein. Es ist lebhaft.
Wir wichen deswegen auf das vornehmere Seafood Restaurant „Catch“ aus. Und das war eine gute Idee. Denn hier gibt es britische Austern.
12 Stk für 22 – 24 Pfund. Wir probierten die kleinen, aber sehr leckeren Maldon und die fleischige Carlingford Austern, beide ausgezeichnet. Ich mochte die kräftigen Maldon lieber, meine Begleitung schätzte die Iren mehr. Dazu hatten wir französischen und italienischen Wein glasweise, für London und für Hyatt zum erstaunlich günstigen Kurs.

Weil alles ausgezeichnet war, gönnten wir uns noch ein Dessert. Auch diese tadellos. So isst man gerne im Hotel. Nein, so isst man generell gerne. Fotos auf unser Facebook Seite: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151418372088124.1073741826.168996673123&type=1 . Wir habe das CATCH sehr glücklich und zufrieden verlassen.

Dieses Andaz Hotel – Hindi für „individuell“ – erstaunt sowieso. In mehrerer Hinsicht. Zuerst irritiert es, dass hier alles anders ist. Das Personal trägt zivil. Man weiß also nie, ist das ein anderer Gast oder ein Mitarbeiter? Vermutlich sind die Mitarbeiter die, die besonders freundlich grüßen. Auch die Gästen grüßen hier. Die gute Atmosphäre steckt wohl an.

Als nächstes erstaunt, dass die fünf Restaurants überwiegend von Gästen von draussen besucht werden. Das hat einen Grund. Die sind alle gut und preiswert, wenn auch nicht gerade billig. Das 1901 wird vom Guide Michelin lobend erwähnt. Und alle Restaurants sind gut besucht! In London, wo es Konkurrenz ohne Ende gibt. Verantwortlich für dieses Wunder ist der Deutsche F&B Manager Sascha Lenz, der schon im Hyatt Jekaterinburg im russischen Ural mit dem Berliner Küchenchef Alex Moser Furore machte. Es war das beste Restaurant vor Alaska. Ostwärts gesehen (7000 km).

Hier in London kann der Rüsselheimer Lenz aus dem vollen schöpfen. Sogar eine hauseigene Kochschule hat er, die er auch vermietet.

Am Bahnhof Liverpool Street in London kann man jetzt wirklich ausgezeichnet speisen. Und der Fish & Chips ist jeden Umweg wert!

http://london.liverpoolstreet.andaz.hyatt.com/hyatt/hotels-london-liverpoolstreet-andaz/entertainment/index.jsp

Andere empfehlenswerte Restaurants in London:
Dinner by Heston Blumenthal: www.gourmet-report.de/artikel/344476/London-preiswert-fuer-Feinschmecker/
The Ledbury: www.gourmet-report.de/artikel/344479/The-Ledbury/

Ralf Zacherl hilft

Auch im Jahr ihres 10. Jubiläums veranstaltet die NCL-Stiftung wieder die bewährte Restaurantaktion „3 Sterne & Co. für NCL“. Zum sechsten Mal setzen sich nun schon namhafte Restaurants für den guten Zweck ein und sammeln Spenden zugunsten der Erforschung der seltenen Kinderdemenz Neuronale Ceroid Lipofuszinose (NCL). Unter den Teilnehmern finden sich viele bekannte Gesichter, wie das Restaurant Goldfisch (Eppendorf), das Marley’s im Madison Hotel Hamburg (Neustadt), das Restaurant Engel (Othmarschen), das Kleinhuis im Hotel Baseler Hof (Altstadt), das Filini im Radisson Blu Hotel (Neustadt), sowie das Restaurant Zum alten Lotsenhaus (Othmarschen). Von Beginn an Teil der Aktion und auch in diesem Jahr wiederdabei sind Heinz und Julian Wehmann, mit dem Landhaus Scherrer (Ottensen), die ihre Gäste, passend zur Winterzeit, mit dem Vierländer Bio-Gänsebraten verwöhnen. Das Restaurant Lenz (Duvenstedt) wird die Aktion in diesem Jahr um einen Monat verlängern und nimmt dementsprechend sowohl im November, als auch im Dezember teil. Neu sind in diesem Jahr, die Gutsküche Wulksfelde in Tangstedt, die die NCL-Stiftung mit einem Dessert unterstützen wird, sowie das Ristorante Sardegna Paolino in Winterhude. Bei der Restaurantaktion „3 Sterne & Co. für NCL“ stellen die teilnehmenden Restaurants ein Gericht, oder Menü ihrer Wahl unter das Motto der NCL-Stiftung uns spenden einen Teil der Einnahmen an die Stiftung. Der gesamte Erlös kommt am Ende des Aktionszeitraumes der Erforschung der seltenen Kinderdemenz Neuronale Ceroid Lipofuzsinose zu Gute.

Die Stiftung wurde 2002 von Dr. Frank Husemann gegründet, nachdem bei seinem Sohn Tim die Diagnose Neuronale Ceroid Lipofuszinose (NCL) gestellt worden war. NCL ist nicht heilbar und verläuft immer tödlich. Trotz dieser Unheilbarkeit, sah lange Zeit niemand einen Anlass zu forschen. Für Pharmakonzerne ist der Absatzmarkt durch die „wenigen“ Fälle unbedeutend, und so blieben die 50.000, an NCL erkrankten Kinder mit ihrem Leiden allein. Tims Lebensjahre sind seither geprägt von einem Degenerationsprozess seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Neben der Erblindung muss er auch den Verlust der Bewegungsfreiheit und des Sprachvermögens verkraften und wird so immer weiter von seinem Umfeld isoliert.

In diesem Jahr wird die Restaurantaktion zudem von einem prominenten TV-Koch unterstützt. Sternekoch Ralf Zacherl stand der NCL-Stiftung bereits mehrere Male bei ihrem Charity Dinner zur Seite und stellt sich nun als Schirmherr für die Restaurantaktion zur Verfügung. Bereits im Alter von 26 Jahren bekam Ralf Zacherl 1997 seinen ersten Michelin-Stern und ist daher der perfekte Repräsentant für diese Aktion.

Die Bestellung eines NCL-Gerichts beschert den Gästen im November, bzw. Dezember nicht nur einen unvorstellbaren Genuss, gleichzeitig unterstützen sie dabei die Arbeit der NCL-Stiftung und tragen einen Teil dazu bei, dass die Krankheit in Zukunft bekämpft und besiegt werden kann.

Also Hamburger & Hamburg Besucher, geht fein Essen für den guten Zweck!

Florian Hartmann nominiert

Florian Hartmann ist für den „Aufsteiger des Jahres 2012“ nominiert – Die anderen nominierten: FLORIAN STOLTE (28), SEBASTIAN FRANK (31), THOMAS SCHANZ (32), SASCHA LENZ (37) und MICHAEL DYLLONG (25)

Florian Hartmann, Küchenchef des Gourmet-Restaurants Philipp Soldan im Hotel DIE SONNE FRANKENBERG ist für den von der Zeitschrift Feinschmecker vergebenen Titel „Aufsteiger des Jahres 2012“ nominiert. Bereits zum 28. Mal wird unter sechs jungen Küchenchefs in Deutschland der Aufsteiger des Jahres gewählt. Die Entscheidung wird dabei nicht etwa von einer professionellen Jury getroffen, sondern von den Lesern.

„Die Nominierung bedeutet mir sehr viel. Für einen Koch ist dieser Titel einem Adelsschlag gleich zu setzen“, so Florian Hartmann.

Die Küche des Philipp Soldan zeichnet sich durch den Kochstil „Modern European“ aus. Dabei konzentrieren sich Florian Hartmann und sein Team auf die Inszenierung weniger Hauptbestandteile. Erst in der September-Ausgabe des FEINSCHMECKERS lobte das Magazin Hartmann vor allem für die Perfektion seiner Küche. Das einzigartige kulinarische Zusammenspiel traditioneller Grundlebensmittel mit erlesenen modernen Elementen waren dem FEINSCHMECKER für den aktuellen Guide „Die besten Restaurants in Deutschland 2012/2013“ zweieinhalb „F’s“ wert. Damit zählt das Philipp Soldan zu einem der besten Restaurants des Landes.

Die monatlich wechselnde Speisenkarte bietet Feinschmeckern immer wieder edle und ausgefallene Gerichte. So klingen „Marinierte Gänseleber mit Kirschen-Chili-Gel, Caraïbe Schokolade und glasierten Süßkirschen mit Schokoladenbrösel“ ebenso exotisch wie „Hamachi Bernsteinmakrele, Strandschnecke und Pulpo auf Kopfsalatherzen mit Mayonnaise und Kernen von der Aprikose sowie geräuchertes Rindermark“. Gleichbleibende Qualität sichert Florian Hartmann auch durch die täglich frische Lieferung aller Produkte.

Noch bis zum Freitag, 26. Oktober 2012, können alle Feinschmecker per Postkarte oder über das Internet unter www.aufsteiger-des-jahres.de ihren Favoriten wählen. Das Ergebnis wird im November bekannt gegeben.

Neben FLORIAN HARTMANN (33) sind FLORIAN STOLTE (28), SEBASTIAN FRANK (31), THOMAS SCHANZ (32), SASCHA LENZ (37) und MICHAEL DYLLONG (25)

Pilze – aromatisch und gesund?

Sie ist in vollem Gange – die Pilzsaison. Scharen von mehr oder weniger erfahrenen Pilzsammlern streifen durch die Wälder und füllen ihre Sammelkörbe. Aber wie gesund sind Pilze eigentlich und was sollte man beim Sammeln und beim Verzehr beachten? Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK gibt einen Überblick.

Pilze sind grundsätzlich nicht ungesund. Sie bestehen zu ungefähr 90 Prozent aus Wasser, haben einen sehr geringen Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettgehalt und sind deshalb äußerst kalorienarm und auch für Diabetiker gut zum Verzehr geeignet. „Sie haben außerdem reichlich sättigende Ballaststoffe, einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen und sind sehr reich an Geschmacks- und Aromastoffen.“, weiß Elisabeth Lenz, Ernährungsexpertin bei der SBK. „Pilze sollten aber immer möglichst frisch gegessen werden, da sie sehr druckempfindlich sind und schnell verderben. Sie sind außerdem schwer verdaulich und können den Magen sehr belasten, weshalb sie nicht in zu großen Mengen verzehrt werden sollten.“

Vor allem Wildpilze stehen oft in Verruf, Umweltgifte aufzusaugen, wie ein Schwamm und dadurch stark schadstoffbelastet zu sein. „Pilze nehmen Schadstoffe tatsächlich in höherem Maß auf, als beispielsweise Pflanzen“, so Elisabeth Lenz. „In der Regel konsumieren wir aber schon alleine durch die sehr kurze Erntezeit im Jahr Pilze in so geringen Mengen, dass das völlig unbedenklich ist. Kleinkinder, Schwangere und Stillende sollten dennoch lieber ganz auf Pilze verzichten oder alternativ gekaufte Zuchtpilze verwenden. Diese sind bei der Erzeugung in der Regel keinerlei Schadstoffen ausgesetzt.“

Viel gefährlicher kann hingegen das Gift sein, das der Pilz möglicherweise selbst produziert. Zwar sind nur wenige der heimischen Pilzarten so giftig, dass sie für den Menschen lebensgefährlich werden können – aber diese sehen essbaren Pilzen teilweise so ähnlich, dass große Verwechslungsgefahr besteht. Pilzsammler sollten deshalb Bücher zu Rate ziehen, die bei der Bestimmung helfen beziehungsweise im Zweifelsfall lieber darauf verzichten, den Pilz mitzunehmen.

Was tun bei einer Pilzvergiftung?

Vorbeugen ist die beste Medizin:
– Sammeln Sie nur Pilze, die Sie kennen und sicher bestimmen können.
– Achten Sie auch bei gekauften Pilzen unbedingt auf Frische! – Vergiftungen können auch durch essbare Pilze verursacht werden, die falsch oder zu lange gelagert wurden!
– Verzichten Sie auf den Genuss von rohen Pilzen. Viele Pilze, die als essbar gelten, sind im rohen Zustand ungenießbar oder sogar giftig.
– Essen Sie Pilze nicht in großen Mengen.

Wenn es doch passiert ist:
Sollten Sie nach dem Genuss eines Pilzgerichtes allergische Reaktionen oder Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Schwindel feststellen, ist schnelles Handeln wichtig.

– Als erstes – Ruhe bewahren!
– Konsultieren Sie sofort einen Arzt oder wenden Sie sich an den Giftnotruf und folgen Sie dessen Anweisungen.
– Anders als bei Vergiftungen durch beispielsweise Putzmittel, die die Speiseröhre verätzen können, kann es bei einer Pilzvergiftung hilfreich sein, Brechreiz auszulösen und den Magen zu entleeren.
– Nehmen Sie Essensreste, Abfälle vom Putzen oder auch Erbrochenes mit zum Arzt. Dieser kann dann das Gift ggf. leichter bestimmen und schneller die geeigneten Gegenmaßnahmen ergreifen.

Das beste Hotelfrühstück

Meistens ist es ein Ärgernis: Teuer und unorganisiert ist das Hotelfrühstück in vielen Hotels – das Hyatt Ekaterinburg jedoch glänzt

Frühstück im 5 Sterne-Hotel ist ein Ärgernis für mich. Ich muss zugeben, morgens bin ich nicht super gut gelaunt. Wenn dann das Hotelfrühstück auch noch schlecht ist, ist der gelaufen. Ich bin verwundert, wenn ich vor dem Restaurant von Zerberus mit „Zimmernummer?“ statt „Guten Morgen“ angesprochen werde und gezwungen werde, eine Rechnung schon zu unterschreiben ohne einen Happen bekommen zu haben. Und dann noch meist eine recht happige Summe. Im Restaurant kein Tisch mit sauberer Tischdecke und die guten Tische, zwar leer, jedoch nicht abgeräumt. Endlich sitzt man halbwegs akzeptabel und nach einer kleinen Ewigkeit kommt die Kellnerin nach wilden Fuchteln meinerseits. Tee? Gibt es am Buffet. SB. 5-Sterne Hotel. 28 Euro. Spiegeleier: an der Station anstellen. Rührei sofort, aber aus der Packung, ungenießbar. Crispy Bacon schwimmt im eigenen Fett. Frisches Obst aus der Tüte. Der frische Saft macht einen unfrischen Eindruck, er separiert sich nicht in „flüssig“ und „fest“, wie echter frischer Saft das macht.

Das es aber auch anders geht, zeigt das Hyatt Ekaterinburg. Am Eingang wartet die sanfte Oberkellnerin Alyona. Das letzte Mal war ich vor einem halben Jahr hier. Und trotzdem werde ich mit Namen begrüßt. „Es ist schön, Sie wieder zu sehen. Ihr Lieblingstisch ist auch frei. Was darf ich Ihnen zu trinken bringen?“ Obwohl man alles selber am Buffet holen könnte, macht es Alyona und ihren hübschen, jungen Kolleginnen sichtlich Freude, dem Gast etwas der hochwertigen Lebensmittel zu bringen.

Am Buffet ist weniger mehr. Dafür alles in einwandfreier, hervorragender Qualität. Der außerordentlich gute, gekochte Schinken kommt aus Italien und ist hauchdünn frisch aufgeschnitten, die Salami aus Spanien. Es gibt Lachs geräuchert oder gebeizt, sowie weiteren Fisch. Neben ungeschnittenem Obst gibt es süsse Pink Grapefruitfilets, Ananas oder Honigmelone. Erdbeeren die im Februar auch nach Erdbeeren schmecken. Alles in bester Qualität, jeden Tag. Süss, lecker und saftig. Einzig die Cherrytomaten könnten knackiger sein
An warmen Speisen wird alles frisch zubereitet, in guter Qualität. Manchmal jedoch dauert es mit 20 Minuten jedoch zu lange.
Das Brot ist frisch, es gibt neben Baguette auch ein gutes Roggenbrot.

Insgesamt ist das Frühstück im Hyatt Ekaterinburg mehr als ein erfreulicher Start in den Tag. Verantwortlichen zeichnet dafür der Berliner Executive Küchenchef Alexander Moser und sein F&B Direktor Sascha Lenz. Auch abends gilt das Restaurant mit seiner ehrlichen Küche als die beste Adresse in Ekaterinburg. CR

http://ekaterinburg.regency.hyatt.com/hyatt/hotels/entertainment/restaurants/index.jsp#20700529