Eckart Witzigmann

Er ist Koch des Jahrhunderts, der erste Drei-Sterne-Koch Deutschlands, Professeur de la Cuisine und Patron
des Restaurant Ikarus. Und im Juli wird er 75. Zu Ehren von Eckart Witzigmann feiert das Restaurant Ikarus
im Hangar-7 ein einmonatiges kulinarisches Geburtstagsfest, zu dem sich einzigartige Gäste als Gratulanten
einstellen.

Es fehlen einem die Superlative, um Eckart Witzigmanns Bedeutung für die deutschsprachige Hochküche zu
beschreiben. Das Wort „Doyen“ trifft es wohl am Besten, denn klar ist: Keiner hat die Kochszene in Deutschland
und Österreich so geprägt wie der Mann aus dem Salzburger Kurort Bad Gastein, der auszog, um die Welt zu
begeistern.

13 Jahre lang sammelte er im Ausland Erfahrungen in erstklassigen Restaurants. Besonders inspiriert wurde er
dabei von Paul Bocuse in Lyon und den Brüdern Haeberlin im Elsass. Ab 1971 prägte Witzigmann im legendären
Münchener Tantris eine Epoche. 1973 wurde das Restaurant mit dem ersten und 1974 mit dem zweiten Michelin-
Stern ausgezeichnet. 1978 folgte dann das Aubergine, Witzigmanns erstes eigenes Restaurant. Ein Jahr nach der
Eröffnung erhielt Eckart Witzigmann drei Michelin-Sterne – als erster deutschsprachiger Koch überhaupt und
als zweiter Koch außerhalb Frankreichs.

Doch es sind nicht nur die Auszeichnungen, die Eckart Witzigmann so einzigartig machen. Wer seinen
Sonderstatus verstehen will, muss nur einen Blick auf die Liste jener Köche werfen, die bei Witzigmann gelernt
haben. Es ist eine Liste, die von Sternen nur so glänzt: angeführt von Harald Wohlfahrt, Claus-Peter Lumpp und
Christian Jürgens, über die nicht weniger bedeutenden Sterneköche Bobby Bräuer, Hans Haas oder Karl Heinz
Hauser bis hin zu TV-Berühmtheiten wie Johann Lafer oder Alfons Schuhbeck.

Meilensteine in einem Leben, die wohl für immer unerreicht bleiben und die 1994 in logischer Folge zu der von
Gault Millau vergebenen Auszeichnung als Koch des Jahrhunderts führten.
Eckart Witzigmann wurde damit endgültig zu einer lebenden Legende der Kochszene. Wer in den darauffolgenden
Jahren in den Genuss seiner Kochkunst kommen wollte, musste ein gekröntes Haupt sein oder zur richtigen
Zeit am richtigen Ort – oder eben beides. So kochte er für gekrönte Häupter wie Queen Elizabeth II., König
Harald von Norwegen, König Carl-Gustav und Königin Silvia von Schweden oder den Maharadscha von Jaipur.
„Normalsterbliche“ erlebten ihn von 2006 bis 2008 auf seiner Tour durch europäische Städte mit den gefeierten
Kulinarik-Show-Projekten Witzigmann Palazzo und Witzigmann & Roncalli Bajazzo.
Im Jahr 2003 sorgte Witzigmann dann mit einer neuen Aufgabe für Aufsehen: als Patron des Restaurant Ikarus
ist er seither der Schirmherr des Gastkochkonzepts: ein weltweit einzigartiges kulinarisches Konzept, das
Monat für Monat die besten Spitzenköche der Welt nach Salzburg bringt. Witzigmann fungiert dabei als Berater
und Mentor, stimmt sich mit Executive Chef Martin Klein bei der Auswahl der Gastköche ab und steht dem fast
50-köpfigen Ikarus Team stets mit Rat und Tat zur Seite.
Wo also wäre ein besserer Boden, diesen Mann zu ehren, als im Hangar-7? Zum 75. Geburtstag von Eckart
Witzigmann rollt das Restaurant Ikarus den Roten Teppich aus und lädt zu einer Feier, die wie der Jubilar
selbst das Zeug zur Legende hat. Denn als Gratulanten stellen sich einige von Witzigmanns besten Freunden,
wichtigsten Wegbegleitern und bedeutendsten Schülern aus den vergangenen Jahrzehnten ein – und kochen als
Geschenk ein Menü, das einen Monat lang jeder Gast im Restaurant Ikarus genießen kann.

Im Juli 2016 wird daher ausnahmsweise einmal kein internationaler Spitzenkoch im Hangar-7 gastieren. Es
werden gleich mehrere sein. Wer diese sind, wird aber noch nicht verraten – kleine Überraschungen machen
schließlich eine gute Party erst richtig spannend. Eines aber steht jetzt schon fest: Diese Jubiläumsfeier sollte
man unter keinen Umständen verpassen.

Mazagan Beach & Golf Resort

Marokko und Sushi? Das klingt zunächst etwas ungewöhnlich. Doch im Mazagan Beach & Golf Resort in El Jadida verbinden sich marokkanische Kultur und japanische Kulinarik auf harmonische Weise. Das Resort erweitert nun sein bereits vielfältiges kulinarisches Angebot um die beliebten Spezialitäten aus Japan. Sie ergänzen die bestehende Restaurantauswahl von beispielsweise traditionellem Essen aus Marokko, frischen Meeresspezialitäten aus der Region oder italienischen Köstlichkeiten.

Den Gästen des Mazagan Beach & Golf Resort wird ab sofort in der neuen Sushi Bar „Jin-Ja“ japanische Köstlichkeiten serviert. Auf der Karte stehen individuell zusammengestellte Platten mit Maki, Nigiri und Sashimi oder Sushi Rolls. Das Jin-Ja Restaurant ist abends, donnerstags bis samstags von 19-23 Uhr geöffnet, am Sonntag von 13-18 Uhr.

Darüber hinaus bietet das Mazagan Beach & Golf Resort seinen Gästen eine vielseitige kulinarische Auswahl an. Für diejenigen, die die traditionelle marokkanische Küche probieren möchten, steht das Morjana offen. Hier zaubern neben Couscous-Gerichten und Tajine auch orientalische Musik und Bauchtanz einen Hauch von 1001 Nacht in den Urlaubsabend. Im „Sel de Mer“, welches sich im ersten Stockwerk des Grand Riad Gebäudes mit Blick auf den Pool befindet, kommen Meeresfrüchte fangfrisch auf den Tisch. Hier werden täglich Fisch- und Austernspezialitäten serviert, ob vom Barbecue-Grill oder als Pasta-Gericht, während Livebands für die passende Hintergrundmusik sorgen. Als Dessert werden erfrischende Sorbets und Früchte gereicht.

Das Mazagan Beach & Golf Resort liegt 90 Kilometer südlich von Casablanca inmitten einer 250 Hektar großen Anlage an einem sieben Kilometer langen Sandstrand und Blick auf die Silhouette des Städtchens El Jadida. Das Küstenresort der Kerzner Gruppe verfügt über 500 Zimmer und Suiten sowie 67 Villen, die zum Verkauf angeboten werden. Das umfangreiche Kulinarikangebot mit neun Restaurants und mehreren Bars und Lounges reicht von typisch marokkanischer Küche bis zur italienischen Cuisine. Während der nahe gelegene Strand mit sportlichen Aktivitäten wie Reiten, Quadfahren und Jet Skiing lockt, bietet das Resort mit altersgerechten Kids Clubs, einem Casino und einem Nachtclub, Tennisplätzen, Koch- und Pilateskursen u.v.m. weitere Möglichkeiten für Freizeitbeschäftigungen. Zum Entspannen lädt das Mazagan Spa, inmitten von Sanddünen gelegen, mit luxuriösen Behandlungen und traditionell marokkanischen Wellnessanwendungen wie Hammam ein. Golf-Fans kommen auf dem von der südafrikanischen Golflegende Gary Player gestalteten 18-Loch Championship Golfplatz auf ihre Kosten.

Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter www.mazaganbeachresort.com

Kulinarisches Ostern

Was essen die Europäer an den Festtagen?

An den Ostertagen darf endlich wieder geschlemmt werden;
die Fastenzeit ist vorbei. Je nach Land kommen zwischen Karfreitag und
Ostermontag ganz unterschiedliche kulinarische Spezialitäten auf den
Tisch.

Die Franzosen essen an den Festtagen am liebsten Lamm. Meist ist es
eine Lammkeule, die je nach Region mit Knoblauch oder einer
Kräuterkruste zubereitet wird. Ein weiterer Klassiker ist die
Osterquiche mit Lauchzwiebeln, Schinken und Käse. In einigen Regionen
Dänemarks ist es Tradition, als Hauptgericht Eier in Senfsoße mit
Schwarzbrot zu servieren. In Ungarn wird zum geräucherten
Osterschinken Meerrettichsoße, Essiggemüse und Kartoffelsalat
gereicht.

Die Finnen essen am Karfreitag einen außergewöhnlichen Pudding aus
Roggenmehl, Roggenmalz und Melasse. „Mämmi“ wird mit Vanillesoße
und kalt serviert. Denn in früheren Zeiten war der Karfreitag zu
heilig, um warmes Essen vorzubereiten. Eine spanische Fastenspeise
sind „Torrijas“, deren Zubereitung je nach Familienrezept und
Region leicht variiert. Die Brotscheiben werden in Milch, Wein, Honig,
Gewürzen und Ei getunkt und in der Pfanne mit Olivenöl angebraten.

In Italien ist es Brauch, am Ostermontag ein großes Picknick mit
Freunden und Familie zu feiern. Dabei darf eine „Torta Pasqualina“
nicht fehlen, wobei „Pasqua“ im Italienischen Ostern bedeutet. Es
handelt sich um eine Pastete mit Eiern, Ricotta und Blattspinat.
Früher bestand sie aus 33 Schichten, die die 33 Lebensjahre von Jesus
Christus symbolisierten. Den süßen Abschluss des Festessens bildet
ein Kuchen aus süßem Hefeteig und Mandeln, die „Colomba
Pasquale“. Er hat die Form einer Taube, die für Frieden und
Freiheit steht.

In Griechenland wird zum Osterfrühstück traditionell „Tsoureki“
mit Butter und Marmelade gegessen. Den süß-herben Hefekranz
schmückt in der Mitte ein rotes Ei, das das Blut Christi, aber auch
das Leben versinnbildlicht. Die Polen backen den Kuchen „Mazurek“,
der gerne an Familie und Freunde verschenkt wird. Er wird meist mit
einem Sandteiggitter und reichlich Trockenfrüchten und
Mandelsplittern verziert. Die Ostersuppe „Zurek“ ist eine
Sauermehlsuppe, die gerne in einem ausgehöhlten Brotlaib gereicht
wird. Weitere Zutaten sind Kartoffeln, Würstchen und ein hart
gekochtes Ei.

Egal aber, woher man ursprünglich stammt oder welche Traditionen man
gewohnt ist, lohnt es, sich auch mal bei den anderen Nationen
kulinarisch zu bedienen.

Heike Kreutz, www.aid.de

Nordirland: Year of Food and Drink 2016

„Eines der bestgehüteten kulinarischen Geheimnisse“

Die Nordiren sind stolz auf ihr kulinarisches Erbe – und sie feiern es 2016 mit dem Northern Ireland Year of Food and Drink. An 366 Tagen warten überall im Land Kochkurse, Bauernmärkte, Bierverkostungen und Backwettbewerbe. Dabei ist jeder Monat einem anderen Motto gewidmet: So steht der Januar im Zeichen des perfekten Frühstücks, während im Februar lokal produzierte Lebensmittel und im März traditionelles Kochen in den Mittelpunkt rücken. Wer sich außerdem für Lebensmittelprodukte des Landes interessiert, dem sei ein Blick in die Top-50-Produktliste der Great Taste Awards empfohlen, die jedes Jahr von einer 400-köpfigen Fachjury ermittelt wird. Für den nordirischen Starkoch und Food-Autor James McIntosh steht jedoch fest: Der heimliche Star der nordirischen Küche ist die Kartoffel!

„Nordirland ist eines der bestgehüteten kulinarischen Geheimnisse der Welt“, sagt James McIntosh, der selbst auf einer Farm in der nordirischen Grafschaft Armagh aufgewachsen ist und schon früh mit den Lebensmitteln seiner Heimat vertraut war. Als Botschafter der nordirischen Küche weiß er um deren herausragende Qualität, die von perfekten klimatischen Bedingungen auf der grünen Insel profitieren. Wollen Gourmets also die Küche des Landes kennenlernen, so empfiehlt sich besonders in diesem Jahr ein kulinarischer Abstecher dorthin, denn es widmen sich zahlreiche Events dem Thema Essen und Trinken.

Höhepunkte im kulinarischen Kalender sind zum Beispiel das Lachs- und Whiskey-Festival der Brennerei Bushmills in der Grafschaft Antrim, das Rathlin Sound Maritime Festival vom 27. Mai bis zum 5. Juni in Ballycastle – samt Segel-Regatta und frischem Fisch direkt aus der angrenzenden Bucht – oder das Irish Vegan Festival am 9. April in Belfast. Für Interessierte stehen auch verschiedene Food-Guides zum Download bereit. Und damit auch Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Nordirland ohne Einschränkungen schlemmen können, wurde jüngst die Seite www.glutenfreeireland.com lanciert.

Kevin Fehling

Unser kulinarisches Jahr im Sternebereich startete im La Belle Epoque in Travemünde bei Kevin Fehling. Dort werden Sie ihn jedoch nicht mehr vorfinden. Fehling wagte den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnete im August dieses Jahres sein Restaurant „The Table“ in Hamburg.
Die Neueröffnung war ein Aufsehen erregender Vorfall. Ein Paukenschlag!

Ziehen wir doch einfach ein paar Quellen zu Rate:
„Es ist wohl die gastronomisch spektakulärste Neueröffnung des Jahres“ (Guide Michelin 2016).
„Mit der kompromisslosen Neuausrichtung seines Erlebniskonzepts empfängt er seit August 2015 seine Gäste in der trendigen Hafencity“ (Schlemmer Atlas)
„Hochküche als Genusstheater mit Unterhaltungsfaktor: Eine moderne glamouröse Bühne für aufregende, weltläufige Gerichte, die hier die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen gebührt“ (DER FEINSCHMECKER Heft 10, Oktober 2015).

Die Ausrufung zum „Restaurant des Jahres“ vom FEINSCHMECKER kann ich trotz der flotten Entscheidung in der Sache nachvollziehen.
Bei der Präsentation des neuen Guide Michelin, von der ich berichtet habe, wurde die Auszeichnung von drei Sternen für das Restaurant als so erwartet aufgenommen. Der Gault&Millau 2016 für Deutschland zieht sich mit 17 Punkten in den Schmollwinkel zurück.

Das Restaurant:
In der „trendigen“ Hafencity begeben wir uns auf einen recht untredigen Fußmarsch durch und um die Baustellen in der Shanghaiallee.

Das Restaurant ist hell, groß, modern, eine interessante Location mit Blick zur Küche und Nähe zu den Tischnachbarn. Wer möchte, kommt schnell ins Gespräch, wer seine Ruhe sucht, wird auch diese finden. Dies alles wurde in der kurzen Zeit seit der Eröffnung im August so oft beschrieben, dass man den Eindruck gewinnen konnte, die Immobilie sei der Star und nicht das Essen. Mag sein, dass Kreativität und Handwerkskunst der Fehlingschen Küche derart unumstritten sind, dass man sich bei den Berichten eher am Konzept orientiert. Dieses Konzept ist zeitgemäß, modern und einladend. Doch wer glaubt, dass allein das Ambiente eine gewisse Zwanglosigkeit und Lässigkeit einkehren lässt, liegt falsch. Wer es leger und lässig mag, muss hierzu seinen eigenen Beitrag leisten. Je internationaler das Publikum ist, umso näher ist man der entspannten Atmosphäre. Die Küchencrew ist mit der streng choreographierten Performance zu sehr beschäftigt um die Stimmung auch noch aufzulockern und die distinguierten Hamburger Gäste tauen ohnehin nur langsam auf.

Das Restaurant ist eine gelungene Alternative zum traditionellen Gourmetrestaurant. Es fällt mir jedoch noch immer schwer zu glauben, dass dies wegweisend für die moderne Sternegastronomie sein wird. Warum auch. Vielfalt ist angesagt. Darin liegt doch die eigentliche Bereicherung. Vielleicht mag die Zukunft mich widerlegen.

Das Menü:
Matjesbrötchen
Hummer „Thermidor“
Hamachi „Japanisch“
Geflämmter Saibling, Tatar & Kaviar
Wagyu-Bun

Jakobsmuschel „Wiener Art“ Gänseleber “Tom Kha Gai”
mit Garnele & Mango

Bouillabaisse auf 3 Arten

Trüffelei mit Kalbsgraupen, Pilzen & Dashi

Challans Entenbrust „Sushi“
mit Kimchi-Maki, Ingwer-Hollandaise & Sojajus

Dattel
mit Lorbeereis, Safranperlen, Kumquat & Hummuscreme

“Wundertüte”
mit Lavendel, Blaubeere, Sternanis & Kardamom

Pina Colada Macaron
Martini Cocktail mit Olive

Technische Perfektion, handwerkliche Präzision, kreative Intuition und eine durchdachte Organisation verbinden sich zu einem einzigartigen Genusserlebnis.
Dabei darf man nicht bierernst auf die Teller starren, so manches kommt eher augenzwinkernd daher.
Die Grundlagen französischer Klassik werden in einem wahren Fusionsfeuerwerk zeitgemäß präsentiert.
Auf nach Hamburg! Übrigens, Kevin Fehling arbeitet mit CHROMA HAIKU Kuroushi Kochmesser.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Das neue Archiv der Wiener Küche

Wien ist als einzige Stadt der Welt Namensgeberin einer eigenständigen Esskultur – der Wiener Küche. Um deren historische Aufarbeitung und Archivierung kümmert sich nun das Kuratorium Kulinarisches Erbe Österreich

Ob Schnitzel mit Erdäpfelsalat, Tafelspitz oder Apfelstrudel – die Wiener Küche ist berühmt und wohl die einzige weltweit, die den Namen einer Stadt trägt. Wissenschaftliche Publikationen bzw. archivwürdige Unterlagen dazu gab es bisher kaum. Mit der Einrichtung eines Archivs leistet das Kuratorium Kulinarisches Erbe Österreich nun einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung der Tradition der Wiener Küche und der österreichischen Regionalküchen.

In Kooperation mit der Historikerin Dr. Ingrid Haslinger ist es gelungen, zahlreiche wichtige Nachlässe und Sammlungen zur Wiener Küche als Depot für das Kulinarische Erbe Österreich zusammenzutragen. Besonders bedeutend sind die Nachlässe von Franz Ruhm, dem großen Mentor der Wiener Küche im 20. Jhdt., und Ernst Faseth, der nicht nur als Fernsehkoch wichtig war, sondern auch als Lehrer in den Tourismusschulen Modul viele spätere Wiener Köche unterrichtete. Die Unterlagen bestehen großteils aus Kochbüchern, Fachliteratur, Menükarten, Fachzeitschriften und Fotos. „Es ist wichtig, dass wir der historischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Wiener Küche gerecht werden. Daher war uns die Aufarbeitung und die Archivierung der vorliegenden Bestände ein großes Anliegen. Diese unglaublich wertvollen Quellen sind nicht nur identitätsstiftende Säulen unserer Kultur, sondern sollen zukünftig auch Grundlagen für Publikationen und Forschung darstellen“, so der Präsident des Kulinarischen Erbe Österreich Dr. Ferry Maier.

Auch als der Verband der Köche Österreichs sein Verbandslokal aufgab, konnte ein weiteres Archiv (Kochbücher, Küchenzeitschriften, Menükarten, Fotos, Dias) für das Kulinarische Erbe Österreich gerettet werden. „Wir archivieren zum Beispiel ein handschriftliches Kochbuch von Alexander Spörk, dem Leibkoch Kaiser Franz-Josefs. Zudem haben wir unter anderem zahlreiche Speisekarten aus den 1950er Jahren gefunden, die alle auf die Wiener Küche zurückgegriffen haben, was wiederum bestätigt, dass diese trotz des 2. Weltkriegs in den Traditionshäusern nicht in Vergessenheit geraten ist“, so Dr. Ingrid Haslinger, Ausstellungs-Kuratorin, Buchautorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der ehemaligen Hofsilber- und Tafelkammer.
Seit Sommer 2015 archiviert und inventarisiert Dr. Haslinger nun gemeinsam mit Mitarbeitern des Kulinarischen Erbe Österreich diese Bestände; besonders interessantes Material wird eingescannt. Ziel ist, dieses Archiv der Wiener Küche zu erweitern und für Fachfragen zugänglich zu machen. Weitere Sachspenden (Kochbücher, Geschirr, Menü- und Speisekarten, Zeitschriften, Fotos, etc.), die Bezug zur Wiener Küche haben, sind im Archiv sehr willkommen. Darüber hinaus wird Dr. Haslinger im Amalthea-Verlag im Frühjahr 2016 ein Buch zur Geschichte der Wiener Küche und zur Entwicklung traditioneller Wiener Gerichte veröffentlichen.

Neben intensiven Bemühungen das Genuss-Festival Jahr für Jahr zu einem der erfolgreichsten Gourmetevents des Landes werden zu lassen, sammelt das Kulinarische Erbe Österreich seit mehr als einem Jahrzehnt Wissen über traditionelle österreichische Spezialitäten, alte Rezepturen und landwirtschaftliche Rohprodukte, die mindestens seit drei Generationen «tradiert» d. h. weitergegeben wurden und heute noch konsumiert und produziert werden. Seit einigen Jahren setzt das Kuratorium auch in Gastronomie und Presse höchst erfolgreiche Maßnahmen, die das kulinarische Erbe Österreichs und die dazugehörenden gewachsenen Strukturen für zukünftige Generationen erhalten sollen.

www.kulinarisches-erbe.at

Héléne Darroze

Kulinarisches Gastspiel von Héléne Darroze im Mandarin Oriental, Geneva
Hélène Darroze, von Veuve Clicquot zur „besten Köchin der Welt“ gekürt, gibt vom 22.-26. September 2015 ein kulinarisches Gastspiel im Mandarin Oriental, Geneva. Ihr Restaurant in Paris ist mit einem Stern, die Dependance im Londoner Connaught Hotel mit zwei Sternen ausgezeichnet. Außerdem ist sie als Jury-Mitglied in der französischen TV-Kochshow „Top Chef“ zu sehen. Die Küche von Helene Darroze ist inspiriert von ihrer südwestfranzösischen Heimat. Während ihres Gastspiels im Café Calla im Mandarin Oriental, Geneva tischt sie u.a. Gerichte wie gegrillte Maispoulardenbrust gefüllt mit Steinpilzen, Seehecht sowie schwarzer, cremiger Acquarello-Reis mit sautierten Calamari, Chorizo und confierte Tomaten auf.

„Ich bin bereits in vierter Generation Chefköchin und für mich ist Essen eine Möglichkeit, den Menschen Freude und Glückseligkeit zu geben! Meine Gerichte sind lebendig und emotional. Es ist immer meine Vision und mein Wunsch, dass ein Essen in meinem Restaurant ein unvergesslichen Erlebnis ist.. Emotionen sind der Ausgangspunkt, Authentizität der rote Faden und ein kreativer Flair bringt Selbstentfaltung“, so Hélène Darroze.
http://www.helenedarroze.com/

Während ihres Gastspiels in Genf werden 4-Gang Lunch-Menüs für 130 EUR sowie ein 6-gänigiges Degustationsmenü am Abend für 235 EUR pro Person angeboten.
Am 25. und 26. September 2015 bietet das Mandarin Oriental, Geneva außerdem ein exklusives Gourmet-Package an. Das Arrangement ist ab ca. 1.140 EUR buchbar und inkludiert eine Übernachtung für zwei Personen in einem Premier River View Zimmer inklusive Frühstück, kostenlosem W-Lan und Begrüßungsgeschenk ein zwei Plätze beim Dinner von Hélène Darroze.

European Food Journal 2014

Sechs bedeutende Sterneköche sprechen über ihr kulinarisches Europa

Das European Food Journal hat sechs überragende europäische Michelinsterne-Köche auf ihrer persönlichen kulinarischen Reise durch Europa begleitet. Am spektakulärsten ist das Restaurant im Heißluftballon der niederländischen Starköchin Angélique Schmeinck. Mit der vom Ballonbrenner erzeugten heißen Luft wird das Essen gekocht.
„Der Heißluftballon ist wahrscheinlich der größte Ofen der Welt“, sagt Ballonrestaurant-Besitzerin Angelique Schmeinck im Gespräch mit European Food Journal. An Bord ihres Ballonrestaurants CuliAir Skydining serviert sie ihren Gästen Hummer, Fisch oder Hühnchen hoch über den Niederlanden oder den Alpen.

Massimo Bottura: “Pfusch nicht an Omas Rezepten herum”
Der Avantgardist und Dreisterne-Koch aus Italien, Massimo Bottura, hat sich selbst vor die äußerst schwierige Aufgabe gestellt, die traditionelle italienische Küche zu transformieren, damit sie überleben kann. Großmutters Rezepte – ja, bitte. Aber wie sie aussehen, wenn sie zukunftstauglich sein sollen, ist etwas völlig anderes. Schauen Sie sich einmal seine Zitronentarte an, die eine krasse Veränderung erfahren hat – und der Teller, auf dem sie gelegen hatte, gleich mit.

Chüngel-Revival in der Schweiz
Unsere kulinarische Reise führt auch in die Schweiz, wo uns Kaninchenbotschafter und Pilzpapst Thuri Maag vom Foto „zuprostet“, neben ihm Prinz Albert von Monaco. Es ist Thuri Maags Humor und seine Gabe, „vom Aussterben bedrohte“ schweizerische Nationalgerichte wie den Chüngel (Kaninchen) wieder aufleben zu lassen, mit der er auch die weltbekannte Prominenz in seinen Bann zieht. Das „Bambi-Syndrom“ bei ausländischen Touristen aus Asien oder den USA, welche Kaninchenfleisch nicht essen wollen, hält Maag für nicht ehrlich. Kaninchen gelten als Kuscheltiere, aber niedliche kleine Ferkel und Kälber würden trotzdem gegessen.

Tamás Széll: “Wir nennen es nicht ‘Goulash’, sondern ‘Gulyás’”
Auch Ungarn ist schon längst im ‚Sterne-Himmel‘ angekommen. Einer der wohl bekanntesten Sternekoch-Vertreter Ungarns ist Tamás Széll. Er räumt im Interview mit European Food Journal mit falschen Klischees über die ungarische Küche auf.

TV-Koch Zacherl kämpft gegen „Geiz ist Geil-Mentalität“ an
Der deutsche TV-Koch Ralf Zacherl verrät uns seine persönlichen regionalen kulinarischen Highlights aus Deutschland. Bei unserer Frage, ob es ein Pendant für das Sprichwort „Essen wie ein Gott in Frankreich“ gibt, muss Zacherl passen. In seinem Land sei die Geiz-ist-Geil-Mentalität noch zu weit verbreitet, weswegen Frankreich seinem Heimatland ein Sprichwort voraus habe. Mit seiner Frische-Küche will Zacherl aber das Image der deutschen Küche aufpolieren.

Alain Ducasse revolutioniert die Haute Cuisine
Frankreich. Das Land der Revolutionen. Auch die Haute Cuisine erfährt gerade große Umwälzungen – eingeleitet durch den außergewöhnlichen Dreisterne-Koch Alain Ducasse – den Unternehmer unter den europäischen Starköchen. Er verschmilzt Haute Cuisine mit dem Konzept ‘naturalness’ und begründet diesen Schritt folgendermaßen: “Sich auf eine gesündere und natürlichere Art zu ernähren ist eine Erwartung und Notwendigkeit, die jetzt in die Haute Cuisine implementiert werden sollte.”

Alle Köche, mit denen wir gesprochen haben, versorgen uns zudem mit wertvollen Insider-Tipps darüber, was sich auf dem kulinarischen Kontinent Europa alles entdecken lässt: Rezepte, die schönsten Märkte, Nationalgerichte, Spezialitäten. Das European Food Journal 2014 ist im Internet in englischer Sprache kostenlos zum Download verfügbar:
http://www.european-business-journal.com/epaper/

Nicole Just

Für ein kulinarisches Highlight in einem der führenden Wellnesshotels im Salzkammergut, dem G’sund & Natur Hotel DIE WASNERIN in Bad Aussee, sorgt die deutsche Kochbuch-Bestsellerautorin Nicole Just am 13. und 14. Dezember 2014.

In einem exklusiven Kochkurs am 13. Dezember 2014 verrät Nicole Just alles über „Feine vegane Winterküche“ und am 14. Dezember 2014 präsentiert sie bei einem veganen Frühstück ihre Bücher und erzählt auf sehr persönliche Weise, dass vegane Ernährung keine Einschränkung darstellt – ganz im Gegenteil: Für Nicole Just ist es eine „kulinarische Offenbarung“.

„Der Philosophie G’sund & Vital des Hauses folgend, bietet die WASNERIN schon seit langem ein rein veganes Abendmenü zur Wahl für Gäste an. Mit „La Veganista“ Nicole Just möchten wir unser Bekenntnis zu bewusster Ernährung als Teil einer gesunden Auszeit unterstreichen und den Gästen die Möglichkeit geben, hautnah mit Persönlichkeiten wie Nicole Just zu kochen. Unsere Gäste genießen ganz bewusst die Leichtigkeit unserer vielfältigen Speisevariationen und schätzen die Qualität der biologischen Produkte. Wichtig erscheint uns, sich dafür Zeit zu nehmen und zu genießen. Wir verstehen die WASNERIN einfach als Resonanzraum für das Ich“, so Petra und Davor Barta, Gastgeber die WASNERIN im Gourmet Report Gespräch.

Mit ihrem veganen Kochbuch „La Veganista“ ist Nicole Just ein Bestseller gelungen, der zeigt, wie sich Leben und Ernährung ganzheitlich gestalten und genießen lassen. – Ganz ohne tierische Produkte. Nicole Just hat 27 Jahre gebraucht, um zur Veganerin zu werden. Als Enkelin eines Metzgers suchte sie 2009 einen Perspektivenwechsel zum fleischessenden Mainstream. Heute steht sie für gesunden veganen Genuss und stellt fest, dass sie damals als Allesesserin nie so abwechslungsreich und bunt gegessen hat, wie heute als Veganerin. „Es ist eine völlig neue Art zu kochen und an Vielseitigkeit kaum zu übertreffen“, so Just, die die Bestsellerlisten im Sturm erobert hat. Ihre veganen Kochbücher haben sich bereits über 160.000 Mal verkauft.

Package: DIE WASNERIN & „La Veganista“. Das vegane Kochevent mit Deutschlands berühmtester Veganerin Nicole Just. „Vegan ja, Verzicht nein!“ – Nicole Just ist Kochbuchbestseller-Autorin, soeben erschien ihr neuestes Buch „La Veganista backt“. In ihrem Kochkurs zaubert sie mit Ihnen ein Menü zum Thema „Feine vegane Winterküche“.

Der Kochworkshop beinhaltet folgende Leistungen:
2 Nächte (12.-14.12.) im DZ mit HP, am Samstag, 13.12.2014 Kochkurs (Thema: Feine vegane Winterküche), Sonntag, 14.12.2014 Veganes Frühstück mit Nicole Just und Buchpräsentation
sowie alle weiteren WASNERIN-Verwöhnleistungen ab 423,- p.P.

www.diewasnerin.at

Patissier des Jahres

Am 28. September im E50 – The Gourmet Loft in Köln-Frechen:
Der internationale Wettbewerb „Patissier des Jahres” macht Station in Köln!

Fünf aufstrebende Patissiers treten gegeneinander an, um dem Titel “Patissier des Jahres” einen Schritt näher zu kommen. Der Wettbewerb wird live vor den Augen der Zuschauer ausgetragen. Welche zwei Gewinner sich für das große Finale auf der Anuga in Köln qualifizieren, entscheidet die hochkarätige Fachjury mit Starpatissiers wie

René Frank, La Vie*** (Osnabrück)
Andy Vorbusch, Sööt (Düsseldorf)
Alejandro Wilbrand, Hotel-Restaurant Zur Post* (Odenthal)
Matthias Spurk, GästeHaus Klaus Erfort*** (Saarbrücken)

Das Rahmenprogramm bildet ein kulinarisches Abenteuer aus Shows mit Spitzenpatissiers, Tastings und Standmesse mit Trends und Techniken der Gourmetküche. Ein großes Highlight ist die iPastry, das innovative Showcooking-Konzept: 3 Starpatissiers, 3 Komponenten, 3 Interpretationen. In Köln trifft ein besonderes kulinarisches Line-up aufeinander:
Matthias Ludwigs, Törtchen Törtchen (Köln)
Andy Vorbusch, Sööt (Düsseldorf)
Jordi Butrón, Espaisucre (Barcelona)

Ausgangspunkt sind folgende drei Produkte: Obst, Milchprodukte und aromatische Kräuter. Mit innovativen Techniken im individuellen Style präsentieren die iPastry Chefs in einer spannenden Performance ihre Kreationen auf der Bühne.

Zusätzlich zum Patisseriewettbewerb findet am folgenden Tag mit dem Koch des Jahres ein von Unilever gesponsorter Wettbewerb für die gehobene Küche statt.