Deutschland liebt die Superknolle!

Moderne Obst‐ und Gemüsetheken bieten eine breite Auswahl heimischer und exotischer Gewächse an, doch welche Gemüsesorten kommen bei den Deutschen wirklich am liebsten auf den Tisch? Der Online‐Marktplatz für Gastronomiebedarf Lusini.de hat die beliebtesten 15 Gemüse in einer anschaulichen Infografik zusammengefasst. Die bestätigt so manches Vorurteil, birgt aber auch einige Überraschungen.

Wir Deutschen essen fast täglich Würstchen und Kraut? Zumindest sehen uns die Stereotype dies‐ und jenseits des Atlantiks gerne in dieser kulinarischen Einöde. Doch ein Blick auf die Grafik zeigt – alles Blödsinn! Weißkohl rangiert mit 7 Kilogramm pro Kopf und Jahr auf Platz sieben und damit nur im besseren Mittelfeld. Unangefochtener Spitzenreiter der Statistik ist – wie könnte es auch anders sein – das Lieblingsgemüse des „Alten Fritz“, die Kartoffel. Auch heute, fast 250 Jahre nach der Kartoffelanbau‐Offensive des Preußenkönigs, vertilgen die Deutschen über ein Kilogramm Kartoffeln pro Woche oder 57 Kilo im Jahr.

Zu verdanken ist das nicht zuletzt der Wandlungsfähigkeit der braunen Knolle, die in den verschiedensten Formen, etwa als Bratkartoffel, Kartoffelpuffer, Püree, Pommes Frites, Suppe, Krokette oder Knödel, auf dem Teller landet.

Kinder dürfen sich dagegen in ihren Vorurteilen bestätigt fühlen. Das „Bääh“‐Gemüse der jungen Generation, der Spinat, hat es mit lediglich einem verzehrten Kilo pro Nase und Jahr gerade noch auf den letzten Platz der Hitliste geschafft. Dabei ist der Spinat gesund, Dank seiner vielen Vitamine und Spurenelemente. Platz zwei und drei belegen übrigens die Tomate (25 kg pro Kopf und Jahr) und die Karotte (8 kg). Erstaunen mag die Platzierung der Roten Beete, die sich noch vor Zwiebel und Gurke auf Rang vier schiebt. In der zweiten Hälfte des Feldes finden sich dann auch die Erbse, Paprika, der Kopfsalat und der Kohlrabi, gefolgt von Porree, Champignon und Spargel.

Eines haben die Top 15 der deutschen Gemüse‐Charts vom ersten bis zum letzten Platz aber gemeinsam: Ihr Fett‐ und Kalorienanteil ist phänomenal niedrig und außerdem enthalten sie jede Menge wertvolle Vitamine. Aber noch gesünder als Gemüsestatistiken zu lesen ist nach wie vor… selber essen!
Außer dem Pro‐Kopf‐Verbrauch enthält die Infografik Angaben zu Nährstoff‐, Vitamin‐ und Kaloriengehalt. Ein wertvoller Helfer bei der Lebensmittelzubereitung, den es unter www.lusini.de im Bereich „Ratgeber“ zum kostenlosen Download gibt.

Restaurant der Woche: Restaurant Genusswerk in Pirna

In und um Pirna ist das „Genusswerk“ in der historischen Altstadt zweifellos erste kulinarische Wahl. Marcel Dauksch bietet im modern eingerichteten Restaurant und auf der kleinen Innenhofterrasse eine grundsolide internationale Küche zu äußerst realistischen Preisen. Ohne die Raffinessen und Feinheiten der Gourmetküche, aber aus frischen regionalen Produkten und ehrlich gekocht. Ein echtes Highlight in einer nicht gerade mit all zu vielen guten Gastro-Adressen gesegneten Gegend.

Schon die herzliche Begrüßung durch die Gastgeber und das gepflegte, behagliche Ambiente machen Freude, aber auch der Blick ins Speisenrepertoire, das durchaus Ambitionen erkennen lässt, aber konzeptionell auf dem Teppich bleibt, klingt verheißungsvoll. Während seinen beruflichen Stationen in der Schweiz und in Schottland sowie durch das Engagement in der Eurotoques-Stiftung hat Patron Marcel Dauksch die Küchen dieser Welt kennen und schätzen gelernt. Und dies spiegelt sich in der umfangreichen Speisekarte wider. Hier kommen Fleisch-, Fisch- und Pastaliebhaber, aber auch Salat-Fans und Vegetarier auf ihre Kosten.

Rundum ordentlich gelingt die gut abgeschmeckte Creme brûleè von der Entenleber mit Portweingelee und angebratener Haselnuss-Brioche. Fein auch die leichte Velouté vom Steinbutt mit Büsumer Krabben. Im Idealfall ist das Niveau einer Menüfolge von der Vorspeise bis zum Dessert gleich hoch. All zu oft – wer kennt das nicht – fällt jedoch die Begeisterung nach fulminantem Start beim Hauptgericht rapide ab. Anders im Restaurant Genusswerk: Schön saftig und eigenaromatisch war das Fleisch von der Perlhuhnbrust, die mit Morcheln, geräucherten Karotten und Kartoffel-Lauchplätzchen unkompliziert und lecker daherkam. Dasselbe Prädikat gebührt den Desserts wie Cremé Catalane mit Zitrone, Vanille und Amarettoparfait, Duett vom Früchtesorbet oder Warmer Valrhona-Schokoladenkuchen, flambiert mit Grand Manier und geeistes Cassis.

Die Weinkarte offeriert einen schönen Querschnitt durch Europa und ist fair kalkuliert. Der jederzeit aufmerksame, geräuschlose Service gibt keinerlei Grund zur Beanstandung und auch der anfangs bereits erwähnte äußere Rahmen spricht ebenfalls für sich. Die Experten des Varta-Führers zeichnen das Restaurant Genusswerk in Pirna nach ihrem Testbesuch mit zwei Diamanten aus.

Pringles sind schlechte Chips

KONSUMENT: Chips im Test – Trend zu weniger Acrylamid – Keines der getesteten 19 Produkte überschreitet den EU-Richtwert

Vor einigen Jahren kamen Chips in Zusammenhang mit Acrylamid ins Gerede. Acrylamid ist im Tierversuch krebserregend und erbgutschädigend und entsteht beim Backen, Braten oder Frittieren von Erdäpfeln bzw. von stärkehaltigen Lebensmitteln. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 14 Chips-Produkte getestet. Dabei überschritt keines den von der EU festgelegten Richtwert. Am wenigsten Acrylamid steckt in den Chips von funny-frisch. Generell waren die gemessenen Werte – sowohl beim Acrylamid als auch beim Kochsalzgehalt – tendenziell niedriger als noch beim letzten Test im Jahr 2008. Viel Salz und auch Fett enthalten sie aber nach wie vor. Die getestete Sorte Pringles enthielten zudem als einziges Produkt Transfette. Pringles fiel auch in anderer Hinsicht aus der Rolle: Hier fanden die Tester große Mengen an 3- MCPD-Ester – Testurteil: „weniger zufriedenstellend“. Die beiden Testsieger stammen von Lorenz; sechs von 19 Produkten wurden insgesamt mit „gut“ bewertet.

Die Details zum Test gibt es auf www.konsument.at und im Juni-KONSUMENT.

Risikofaktor Öl
Erstmals hat der VKI Chips auch auf 3-MCPD-Ester untersucht. Das sind Stoffe, die bei der Raffination von Speiseölen und -fetten entstehen. Über die Wirkungen der 3-MCPD-Ester liegen noch keine abschließenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Vermutlich entsteht bei der Verdauung 3-MCPD, das in Verdacht steht, die Nieren zu schädigen und gutartige Tumore zu verursachen. Seit 2001 gibt es in der EU für 3-MCPD einen Grenzwert für die zulässige tägliche Aufnahmemenge, die je nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht unterschiedlich hoch ist. Bei den untersuchten Chips fand der VKI 3-MCPD-Ester von 5,9 bis 73,0 Mikrogramm pro 100 Gramm – bei Pringles lag dieser Wert bei 120 Mikrogramm pro 100 Gramm.

Üppiger Fettgehalt
Keine Neuigkeiten gibt es beim Fettgehalt. Chips sind nach wie vor eine üppige Angelegenheit. Zwischen 32 und 43 Gramm Fett stecken in 100 Gramm Chips. Bei einer Packung Clever- oder Crox-Chips (250 Gramm) verspeist man 100 Gramm Fett. „Zur Einschätzung: Eine erwachsene Frau sollte pro Tag nicht mehr als 70 g Fett, ein erwachsener Mann nicht mehr als 90 g verspeisen“, so VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Herkunft – selten aus Österreich
Lediglich bei Crox, Sunsnacks (Kartoffel Chips Salz), Clever, Spar und Kelly’s werden laut Auskunft der Hersteller die Kartoffeln aus Österreich bezogen und die Chips auch hierzulande produziert. Die benötigten Fette und Öle stammen aber selbst hier aus anderen Ländern wie Deutschland und Frankreich.

SERVICE: Details zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie im Juni-KONSUMENT. Fragen zum Thema Ernährung beantwortet der VKI zudem unter der Hotline 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich Euro 0,0676/min), die in Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich betrieben wird.

Königliches Menü für jedermann im Steigenberger Frankfurter Hof

Anlässlich des diamantenen Jubiläums der Queen bietet der Frankfurter Hof ein Menü der
Extraklasse.

Erleben Sie im Oscar*s Restaurant vom 02.06. – 10.06.12 ein britisches Menü speziell
abgestimmt auf „Your Royal Highness“ Queen Elizabeth II.

Für nur EUR 45,00 starten sie mit einem britischen Avocado Apfelsüppchen mit Cheddar
Scones. Gefolgt wird diese leckere Vorspeise entweder von einem gegrillten Lammfilet unter
der Minz Shortbread Haube mit Mango Risotto und Zuckerschoten in Worcesterglasage oder
einem krossen Zanderfilet auf englischem Sellerie mit Clotted Cream und gebackenen
Kartoffel Cubes.

Als krönenden Abschluss genießen sie ein Erdbeer Trifle im Glas mit Heidelbeer Gelee und
Macadamia Crumble.
Aber auch außerhalb dieses großartigen Jubiläums wird hier täglich von 15:00-18:00Uhr
Victorian High Tea serviert.
http://www.steigenberger.com/Frankfurt/?source=SH

Paul Cunningham und Allan Poulsen

Paul Cunningham vom The Paul Tivoli:
NEUER MANN AM HERD IM HENNE KIRKEBY KRO
Allan Poulsen „übernimbt“ Herman im Tivoli-Hotel Nimb

Da staunten kulinarisch verwöhnte Großstädter in Dänemark wie in ganz Skandinavien: Der Henne Kirkeby Kro aus dem wilden Westen Dänemarks, ganz nah an der Nordseeküste, wurde 2011 erst zum besten Restaurant im eigenen Land und kurz darauf zum besten Skandinaviens 2012 gekürt. Der Kro gilt schon lange als Gourmet-Adresse, richtete sich aber nach einem Upgrade für rund zehn Mio. Euro neu aus an der europäischen Top-Gastronomie in London, Paris oder Cala Montjoi.

Nach drei spannenden Jahren gibt jetzt Allan Poulsen, der junge Wilde des New Scandinavian Cooking, zum Saisonstart 2012 am 30. März den Kochlöffel an den Briten Paul Cunningham weiter, der zuvor sieben Jahre lang mit seinem Tivoli-Restaurant „The Paul“ für einen der 14 Michelin-Sterne Kopenhagens stand. Allan Poulsen übernimmt das Michelin-Stern-Restaurant „Nimb“ im Kopenhagener Tivoli.

Cunningham, der sich nach eigenen Angaben wie ein Kind darauf freut, einmal in einem Restaurant mir eigenem Garten zu arbeiten, gilt als durch und durch bodenständiger Gourmetkoch, der die klassische wie die junge experimentelle Küche beherrscht, auch mal einen deftigen Klassiker kulinarisch aufwertet wie seine geliebten Fish and Chips, und der gern „eine Kartoffel serviert, die wie eine Kartoffel aussieht und wie eine Kartoffel schmeckt“.

So wird sich die Küche im Henne Kirkeby Kro 2012 wieder ganz an der Region ausrichten mit ihren frischen Rohwaren, ihrem Fisch, ihrem Marschlamm, ihren Wildkräutern und dem nach ökologischen Grundsätzen selbst gezogenen Gemüse aus dem Kro-Garten.

Seine Ambitionen zwischen Bodenhaftung und dem Wissen um das eigene Können bekräftigte Sternekoch Cunningham jüngst in einem Interview mit der Zeitung Jydske Vestkysten: „Meine Ambition ist, dass meine Mutter, die eine Frau aus der englischen Arbeiterklasse ist, und Königin Margrethe gleichzeitig im Kro sitzen und Essen wie Stimmung gleichermaßen genießen können“.

Das dürfte in dem für seinen perfekten Service wie für seine zwanglose, von der Nordsee-Ferienregion geprägten Atmosphäre berühmten Edel-Gasthof nicht schwer fallen. Ebenfalls höchst ambitioniert aber mehr ›casual‹ und schonender für die durchschnittliche Reisekasse ist Kroens Brasserie im Nebengebäude, wo Cunninghams Team seine Vorstellungen von einem Frokost, dem dänischen Lunch, serviert.

Der Henne Kirkeby Kro liegt von deutsch-dänischen Grenze bei Flensburg gut zwei Autostunden (ca. 140 km) entfernt im Hinterland der Nordseeküste nahe dem Badeort Henne Strand. Infos: Henne Kirkeby Kro, Strandvejen 234, DK-6854 Henne Kirkeby, Tel. +45 7525 5030, www.hennekirkebykro.dk
Öffnungszeiten 2012: Frokost donnerstags bis samstags 12–15 Uhr, Dinner freitags und samstags, ab 1. Mai mittwochs bis samstags ab 18 Uhr, außerdem Ostern alle Tage vom 5.-9. April sowie Pfingstmontag. Der Kro besitzt auch fünf luxuriös ausgestattete Designer-Zimmer.

Infos Dänemark allgemein: www.visitdenmark.de

Michael Häberer, Björn Franke und Armin Vogler

Potsdam, Werder und Panketal setzen morgen (24. Januar) Akzente in der Brandenburghalle 21a. Am fünften von zehn Messetagen wird im Kochstudio weiter geheizt, gebeizt, gepökelt und natürlich gekocht. Diesmal kommt eine der Erfolgsgeschichten im Kochstudio, eine der traditionellen Erfolgsgeschichten der Mark, in die Pfanne. Die Kartoffel und der Alte Fritz – das ist eine historische Erfolggeschichte.

Ein Köche-Trio aus der Landeshauptstadt Potsdam tischt auf

Das „Oscar“ im Hotel Mercure, die „Tenne“ in Fahrland und das „Forsthaus Templin“, sind sehr unterschiedliche Restaurants in Potsdam. Wenn Michael Häberer, Björn Franke und Armin Vogler am Dienstag (24. Januar) im pro agro-Kochstudio gemeinsam hantieren, dann wird es historisch: Sülze vom gepökelten Wildschweintafelspitz mit Kartoffeltatar und Rote Beete-Birnenchutney. Sie haben ihr Rezept ausgegraben, zu Ehren Friedrichs und zu Ehren der Knolle, die dank Friedrichs gleichnamigem Erlass Einzug in Preußen gehalten hat.

Mittlerweile ist in Europa und in vielen Teilen der Welt die Kartoffel Grundnahrungsmittel. Viele Länder und Regionen haben eigene Kartoffel-Kreationen hervorgebracht, deren Rezepturen von Generation zu Generation weitergereicht wurden. Die Kartoffeln kamen erst im 16. Jahrhundert aus dem neu entdeckten amerikanischen Kontinent nach Europa. Allerdings stand die seit Jahrhunderten praktizierte Dreifelderwirtschaft dem Anbau der Kartoffel entgegen. Preußenkönig Friedrich der II., der Alte Fritz, hat mit seinem „Kartoffel-Erlass“ 1756 der Erdknolle in der Mark den Weg geebnet. Inzwischen sind sie von den Speisekarten nicht mehr wegzudenken.

Eine Kugelsstoßlegende am Kochfeld

Udo Beyer, Olympiasieger im Kugelstoßen bereits mit 21 Jahren, Weltrekordler, Doppeleuropameister, Kapitän der DDR-Leichtathletik-Nationalmannschaft und heute Reisekaufmann ist ein Sympathieträger des Ostens. In seiner fast 25 Jahre währenden Karriere hat er die Kugel an die 150.000 Mal aus dem Ring gestoßen. Dreimal landete sie in Weltrekordweite. Udo ist der Älteste von sechs Geschwistern. Wohl einmalig in der Sportgeschichte ist, dass drei Geschwister einer Familie erfolgreich an Olympischen Spielen teilgenommen haben. In Moskau 1980 gewann Udo Bronze, sein Bruder Hans-Georg Gold mit den DDR-Handballern und seine Schwester Gisela wurde beim Diskuswerfen Vierte. Als Udo Beyer 1992 in Barcelona seine letzten Olympischen Spiele, die vierten nach 76, 80, und 88, war auch seine jüngste Schwester Gudrun dabei – als Physiotherapeutin der Fechter. Das Kapitel Sport beinhaltet in Udo Beyers Leben heute Fitness, Fahrrad und alles was man so tut, um sich in Form zu halten. Das hat natürlich auch mit Sport und Ernährung zu tun. Der Hobbykoch Udo Beyer plaudert mit Detlef Olle und den Profiköchen aus Potsdam über das, was Spaß an Essen macht und gut tut. Zwischen 10 und 13 Uhr im pro agro-Kochstudio können die Messebesucher zusehen, zuhören und kosten.

Gemeinsam mit 13 anderen ehemaligen Spitzensportlern wie Michael Schumacher, Simon Amman, Heiner Brand, Annie Friesinger und Katrin Boron lässt Beyer von Lieblingsrezepte und persönlichen Anekdoten zum Thema Essen wissen –Fitness à la carte von Stephane Franke (2005).

Der 56jährige Udo Beyer führt inzwischen gemeinsam mit seiner Tochter ein Reisebüro in Potsdam-Babelsberg.

Historische Kochkünste – die Potsdamer köcheln weiter

Die Köche des Vormittags werden auch ab 14.30 Uhr die Besucher mit ihren Kochkünsten und Kostproben erfreuen. Aus der historischen preußischen Küche und dem Jahr 1723 gibt es zunächst Tartuffeln in Weinbrühe, danach Wildschweinblättchen mit Lauchzwiebeln, Knoblauch Biersenf und Braubier. Deftiger Kartoffelstampf mit Speck und Zwiebeln runden das Kochfinale der Potsdamer Küchenchefs ab.

„Vertanzt“ oder feiern nach Werderaner Art

Im Bühnenprogramm am Dienstag dreht sich alles um die Werderaner. Vom Karnevalsklub über die Baumblütenkönigin Victoria Tremel und die Kirschkönigin Claudia Müller, die Tanzgruppe „Vertanzt“ oder der Fercher Obstkistenbühne ist ganz viel Kultur aus Werder und Umgebung zu erleben. Zudem werden Aussteller und Firmen aus der Region rund um Werder auf der Bühne vorgestellt. Dazu gehört die Manufaktur Scheeg, die neuartige Pflanzgefäße in der Brandenburghalle vorstellt, der Werderaner Tannenhof oder die Ölmühle der Havelstadt.

Panketaler Schüler: Vom Korn zum Brot

Doch auch zwischen Bühne, Kochstudio und Besucherströmen tut sich einiges hinter den Kulissen der Brandenburghalle 21a. Im Gästebereich der Halle wird eine 4. Klasse aus der Grundschule der Gemeinde Panketal (Barnim) erwartet. Sie beschäftigt sich unter Anleitung von Veronika Wrobel von der Verbraucherzentrale Brandenburg mit dem Thema Getreide. Die Schüler nehmen Korn unter die Lupe. Die Kinder werden Haferflocken selbst quetschen und abschließend Brandenburger Brotsorten verkosten.

Nach dem Auftakt am Dienstag besuchen auch am Mittwoch und Donnerstag weitere Schulklassen die Brandenburghalle, um sich während ihres Auftenthalts mit Korn und Brot zu beschäftigen.

Tomate bei Konsumenten beliebter als Kartoffel

Die Ergebnisse der ersten real,- Frische-Umfrage

Fisch, Geflügel, Kartoffeln oder Orangen: In einer großen Online-Umfrage hat real,- deutsche Verbraucher nach ihren Einkaufsgewohnheiten gefragt.* Was steht auf den Einkaufszetteln ganz oben? Worauf wird nicht so viel Wert gelegt? Die Umfrage führte zu interessanten Ergebnissen: Frisches Brot darf nicht fehlen, generell ist die Frische den Konsumenten wichtiger als der Preis – und die Hälfte aller Befragten ist sicher: Der Inhalt des Einkaufskorbs lässt Rückschlüsse auf den Käufer zu.

Kartoffel mit Kotelett war einmal: Laut der aktuellen real,- Online-Umfrage ist nicht die Kartoffel das liebste Gemüse in Deutschland, sondern die Tomate. 66 Prozent zählen sie zu ihrer Favoritin unter den Gemüsesorten – wobei es sich streng genommen bei Tomaten um eine Beerenfrucht handelt. 54 Prozent der Befragten wählten die Gurke auf Platz zwei, und die Kartoffel landete erst auf Platz vier. Womit bewiesen wäre: den Spitznamen „Kartoffel“ tragen die Deutschen inzwischen zu Unrecht. Auch das Lieblingsobst wurde in der Umfrage gewählt: 58 Prozent der befragten Teilnehmer essen sehr gerne Äpfel und wählten diese sogar auf die Frage, welches Produkt immer im Haus sein müsse, auf Platz drei. Davor liegen mit 55 Prozent nur noch frisches Brot und mit 53 Prozent die Milchprodukte. Fleischprodukte erscheinen mit 23 Prozent relativ weit hinten in der Favoritenliste, und das klassische Kotelett scheint aus der Mode zu kommen – Geflügel wird von den Befragten eher in den Einkaufskorb gelegt als Schweinefleisch (63 zu 45 Prozent).

Frische vs. Preis
Frische ist wichtiger als der Preis: Als wichtigstes Kriterium für den Kauf nannten die Teilnehmer der Umfrage mit 85 Prozent die Frische der Lebensmittel, dann erst folgt mit 58 Prozent der Preis. Auch die Herkunft der Produkte spielt eine entscheidende Rolle beim Einkauf: 42 Prozent der befragten Personen achten darauf, woher die Lebensmittel stammen – ein erstaunlich großer Anteil. Zudem wollen sich 26 Prozent in Zukunft auch besser über die Anbauweise oder Produktion von Lebensmitteln informieren.
Bei real,- selbst sind mehr als 60 Lebensmittelchemiker, Ernährungswissenschaftler und andere Fachleute beschäftigt, die ständig die Einhaltung der hohen Qualitätsstandards sicherstellen. real,- ist sich dieser Verantwortung bewusst und setzt neben den staatlichen Kontrollen auf zusätzliche Überprüfungen durch unabhängige Qualitätssicherungsinstitute. Zu den Produktkennzeichnungen gehören unter anderem das EU-Bio-Siegel, das QS-Prüfzeichen, eine freiwillige Initiative des deutschen Handels, der Lebensmittelindustrie und der Agrarwirtschaft sowie die MSC-Zertifizierung des Marine Stewardship Council, eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, weltweit Fischbestände zu sichern.

Zeig mir Deinen Einkaufskorb, und ich sag Dir, wer Du bist
Und wer kauft wie ein? Knapp über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) sind sicher: Vom Inhalt des Einkaufswagens lassen sich Rückschlüsse auf den Einkaufenden ziehen. So erkenne man einen Fußballfan am obligatorischen Bier und an Tiefkühlprodukten. Bei Tiefkühlprodukten in Kombination mit Schokolade und frischem Obst und Gemüse schließen die Befragten, dass es sich um Studierende handelt. Mütter erkenne man an frischem Obst und Gemüse, frischer Milch und Bio-Produkten. Ein weiblicher Single wird wiederum mit Prosecco sowie frischem Obst und Gemüse im Einkaufswagen in Verbindung gebracht.
Ein Tipp zum Abschluss für alle männlichen Singles, die gern das Herz einer Frau erobern möchten: Sie sollten sich schleunigst an den Herd stellen: 86 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass sie sich über ein selbst zubereitetes Dinner bei einem Date freuen würden.

*Umfragezeitraum: September 2011 auf real.de, 1.014 Teilnehmer, Verteilung: 46 Prozent Männer, 54 Prozent Frauen

Rezept: Kräuterseitling in Kartoffel-Speck-Mantel mit Risotto

Land und Lecker – 30.07, 18.15 Uhr im SR Fernsehen

Vorspeise: Grüner Salat mit Limonenseitling und Korallenpilzen an Limonen-Vinaigrette
  Zutaten

250 g Limonenseitlinge, 250 g Korallenpilze, 6 Handvoll diverse grüne Salate nach Saison

Für die Vinaigrette:

150 ml Limonen-/Zitronensaft, 150 ml Zuckerwasser, 50 ml Olivenöl, 50 ml Sonnenblumenöl, eine Prise Salz, ein wenig Pfeffer

Zubereitung:

Salat waschen, abtropfen lassen und auf Teller verteilen. Limonenseitlinge etwas abbürsten und über den Salat geben. Die Zutaten für die Vinaigrette abmessen, in ein Litermaß oder Schüssel geben und am Besten alles mit dem Pürierstab vermengen. Öl setzt sich nicht so schnell wieder ab. Die Vinaigrette über den Salat träufeln.

Dipp für die Limonenseitlinge:

1 Becher Schmand, Zitronenthymian, 3 – 4 El. Olivenöl, eine Prise Zucker, Salz und Pfeffer, Zitronensaft

Die Zutaten für den Dipp abmessen und in eine Schüssel geben, verrühren und abschmecken. Etwas von dem Dipp über die Pilze geben, den Rest in ein Schälchen geben und dazu reichen.

 

Hauptgang: Kräuterseitling in Kartoffel-Speck-Mantel mit Risotto
  Zutaten

2-4 Kräuterseitlinge, 450 g Rollgerste ( Graupen), 1 Zwiebel, 1,5 Liter helle Brühe, Huhn oder Kalb, 450 g Gemüsewürfel (Möhren, Sellerie, Lauch), 50 g frischen Parmesan, 30 g Butter

Zubereitung:

 Für das Risotto die Gerste in Salzwasser blanchieren (kräftig durchkochen lassen), abgießen, kalt abspülen. Möhren, Sellerie und Lauch erst in feine Streifen schneiden, dann fein würfeln. Zwiebeln (geschält und gewürfelt) in Pflanzenöl etwas andünsten, anschließend die Gerste dazugeben. Mit einem Liter Brühe aufgießen und köcheln lassen.

Nach ca. 15-20. Min. Möhren und Sellerie dazugeben, noch etwas Brühe hinzu bzw. Wasser, je nachdem, wie kräftig es schon ist. Nach weiteren 10 Minuten den Porree hinzu fügen, stets durchrühren und ca. 5 Minuten vorm Servieren den geriebenen Parmesan und die Butter hinzu geben. Pilze kurz anfeuchten, mit Salz und Pfeffer würzen (nicht zu viel Pfeffer!), mit dem Speck ummanteln und anschließend die geschälten und gedrehten Kartoffeln drum herum wickeln. Die Pfanne sehr stark erhitzen, Öl hinein und die Pilze ruhig schwimmend backen. Ca. 15-20 Minuten braten, bei dickeren Kräuterseitlingen auch ruhig mit geschlossenem Deckel.

 

Dessert: Selbstgemachter Joghurt mit Himbeeren und Pfirsischen
 
Zutaten

1 Paket gefrorene Himbeeren, 1 Dose Pfirsiche, 600 ml Schlagsahne, 600 ml selbstgemachter Joghurt, 3 Päckchen Sahnesteif, 3 Päckchen Vanillezucker, brauner Zucker

Zubereitung:

 Man nehme am besten zwei große Schraubgläser (0,5 l), fülle abgekochte, handwarme Milch (etwa 35-38 Grad) ein. 1 – 2 El guten Joghurt darunter heben, fest zuschrauben, in ein Handtuch wickeln und etwa 8 – 10 Stunden ins Bett stellen. Abends hat man stichfesten selbstgemachten Joghurt.
Die Sahne steif schlagen und unter den Joghurt ziehen. Die gefrorenen Himbeeren zuerst in eine Schüssel geben, die Pfirsiche abtropfen lassen, würfeln und auf die Himbeeren geben. Die Joghurt-Sahne Creme auf die Früchte geben. Zum Schluss die Masse mit braunem Zucker bestreuen. Alles am besten einen Tag vorher zubereiten.

Land und Lecker – 30.07, 18.15 Uhr im SR Fernsehen

 

DiningCity Restaurantwoche

Ausgewählte Menüs der Restaurantwoche

 

Einige der Spitzenköche haben vorab die Menüfolgen verraten, die sie speziell für die Gäste der 5. DiningCity Restaurantwoche zusammengestellt haben und von 27. Juni bis 3. Juli servieren werden.

 

Restaurant Kronprinz Rudolph im Hotel Stefanie (Wien)

 

Marinierte Sulz vom Ochsenschlepp mit Rispentomaten und Pflücksalat

 

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Filet von der Forelle auf Sektschaum mit getrüffelten Krautfleckerln und Blattsalat

oder

Rosa gebratenes Kalbsrückensteak vom Kremstaler Milchkalb mit Thymianjus, dazu sautiertes Wiener Gemüse und Bratkartoffeln

 

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Erdbeer-Tiramisu im Glas mit hausgemachtem Veilcheneis

 

 

 

 

Restaurant italic (Wien)

 

Carpaccio vom Rind mit grober Senf-Sauce und Rucola

oder

Hausgemachte Ravioli mit Prosciutto, Melone und Basilikumkresse

 

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Branzinofilet auf gegrillten Artischocken und Minze

oder

Kalbsrückensteak auf Kartoffel-Tomaten-Roulade und Rosmarinjus

 

***

Dessertvariation „Italic“

 

 

 

 

Restaurant Kristian’s Monastiri (Wien)

 

Bachforelle mit Marille, Wald & Wiesenkräuter

 

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Rosa Kalbstafelspitz mit Eierschwammerl-Paradeiser-Gemüse & knusprigen Erdäpfeln

 

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Schokolade mit Erdbeer & Prosecco

 

 

 

 

 

 

Restaurant d.a.s. Hungerberg (Wien)

 

Leichte Eierschwammerl Terrine mit Salatsträuflchen & Nussdressing

oder

„Claude Ludevsky“ – Gurkenkaltschale mit Sauerrahm und Flusskrebsen

 

***

Zanderfilet im Spinatbiskuit auf gelben Paprika – Granny Smith – Schaum

oder

Tagliata vom Argentinischen Hochlandrind auf Rucola mit

Gewürz-Olivenöl & Erdäpfel Baumkuchen

 

***

Heidelbeer-Basilikum Creme im Glas serviert

 

 

 

 

 

Restaurant Das Schick im Hotel am Parkring (Wien)

 

Konfierte Garnelen mit Chili-Melonengelee auf Wildkräutersalat

 

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Manchego-Spargelkrapferl auf Pilzgröst’l und Petersilienmousseline

oder

Rosa gebratenes Medaillon vom Kremstaler Milchkalbsrücken auf Malagaglace,

mit Tortilla von Wiener Gemüse

 

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Marillenparfait & Mousse von Turrón mit Kokosbiscuit

 

 

 

 

 

Restaurant IUNO (Münchendorf/NÖ)

 

Sommerlich leicht“

Gegrillte Tintenfische und Octopus mit Zitronen Ravioli und Rucola

 

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Iuno Klassiker“

Gebratenes Styria Beef Filet mit Eierschwammerln & Kartoffel Terrine

 

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Erfrischend“

Rhabarber Tarte mit Marzipan & cremigen Macadamianuss Eis

POLETTOS Kochschule

Die Zubereitung einer Forelle ist nicht ganz so einfach wie das Braten fertiger Fischstäbchen. Man muss sie mit ‚Samthandschuhen‘ anfassen, wenn sie einheitlich blau serviert werden soll. Wenn sie beim Garen zu weich wird, zerfällt sie. Außerdem verbiegt sie sich in der Pfanne, wenn man sie im Ganzen garen will. Das zarte Fleisch und der liebliche Geschmack machen die Bachforelle dennoch zu einem der beliebtesten Süßwasserfische.

In ihrem ‚Grundkurs Forelle‘ zeigt Profiköchin Cornelia Poletto ihrem Kochschüler Dennis Wilms was man tun (und lassen) sollte, um die Forelle tadellos blau und unversehrt neben das selbst gemachte Kräuterrisotto auf den Teller legen zu können. Alternativ bereitet das Kochduo ein auf der Haut gebratenes Forellenfilet mit Kartoffel-Rote-Bete-Salat und Schnittlauchrahm zu.

NDR, Sonntag, heute, 16:30 – 17:00 Uhr