Trinkwasser statt Nestle & Co Waters

Regional, gesund und preiswert

Man nehme ein Glas, fülle es mit Wasser aus dem Hahn und
genieße die Erfrischung. Kein anderer Durstlöscher ist so
preisgünstig, jederzeit verfügbar und noch dazu gesund wie
Trinkwasser. Die nationale Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) regelt
in eng formulierten Grenzen die Qualitätsansprüche an das
Trinkwasser, seine hygienische Unbedenklichkeit ebenso wie die
Einhaltung von Grenzwerten von möglicherweise im Wasser gelösten
Stoffen.

Aber nicht nur praktische Gründe sprechen dafür, den Durst am
Wasserhahn zu stillen. Trinkwasser schmeckt auch – mal leicht
salzig, mal ein wenig bitter oder auch mal etwas süßlich. Die
Herkunftsregion bestimmt den Geschmack

In Deutschland wird Trinkwasser überwiegend aus Grundwasser,
Oberflächenwasser und aus Quellwasser gewonnen. Die Höhe der
einzelnen Anteile bei der Nutzung für die öffentliche
Wasserversorgung hängt stark von den regionalen Gegebenheiten ab. Im
Schnitt macht jedoch Grundwasser mit rund 61 Prozent den
überwiegenden Anteil aus. Das entsteht, wenn Niederschläge in den
Boden sickern und sich dieses Wasser über undurchlässigen Gesteins-
oder Tonschichten sammelt. Auf seinem Weg in tiefere Erdschichten
löst das Niederschlagswasser Mineralien aus den vorhandenen
Gesteinen. Die unterschiedliche Zusammensetzung und Konzentration der
Mineralien im Boden sorgt für eine riesige Geschmacksvielfalt des
Trinkwassers und auch des zu natürlichem Mineralwasser, Quellwasser
oder Heilwasser aufbereiteten Wassers.

In Regionen, die von abklingendem Vulkanismus geprägt sind – etwa
in der Eifel, dem Schwarzwald oder der Schwäbischen Alb –
durchströmt das Wasser vorrangig kalkhaltige Schichten. Es schmeckt
eher neutral, manchmal auch leicht erdig-trocken. Die gips- und
anhydrithaltigen Böden in Norddeutschland, aber auch in einigen
Mittelgebirgen, verleihen dem dortigen Wasser je nach
Sulfatkonzentration einen süßlichen bis leicht bitteren Geschmack.
Sogenanntes Chloridwasser entsteht, wenn das Wasser Steinsalzlager (z.
B. Ablagerungen von Urmeeren) auslaugt. Sie sind reich an Chloriden
und Natrium und verleihen dem Wasser eine salzige Note. In Regionen
mit Sand- und Kiesablagerungen wie dem Allgäu oder der Norddeutschen
Tiefebene hinterlassen viele Mineralien ihre Spuren im Trinkwasser. GR-Redaktion mit Eva Neumann, www.aid.de

Gläschen oder Glas Wein?

Größe verleitet zum schnellen Trinken

In einem großen bauchigen Glas ist der Rotwein gut
belüftet und kann sein Aroma optimal entfalten. Was gut für das
Bouquet ist, hat offenbar auch andere Auswirkungen: Aus einem
größeren Glas wird gerne schneller und mehr getrunken, hat ein
Wissenschaftsteam der University of Cambridge in England
herausgefunden.

Im Dienste der Wissenschaft wurde in einem Restaurant mit
angeschlossener Bar ein Experiment durchgeführt. Über einen Zeitraum
von 16 Wochen wechselten die Kellner alle 14 Tage die Gläser für den
Weinausschank. Standardgläser mit einem Volumen von 300 ml wurden
abwechselnd durch kleinere (250 ml) und größere Gläser (370 ml)
ersetzt. Das Weinsortiment, die eingeschenkte Menge, die Preise und
die Glasform blieben über den gesamten Untersuchungszeitraum gleich.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass sich Form und Größe
des Geschirrs und der Trinkgefäße auf den Verzehr auswirken können.
Offenbar ist das auch bei alkoholischen Getränken der Fall: Das
Trinkverhalten der Kunden, die nichts von dem Experiment ahnten,
schwankte im Zwei-Wochen-Rhythmus. In den Zeiten mit den größeren
Gläsern war die Menge des täglich ausgeschenkten Weins um
durchschnittlich 9 Prozent größer als in den Wochen mit den
Standardgläsern. Im Barbereich war der Effekt besonders deutlich.
Hier stiegen die Verkäufe um mehr als 14 Prozent, im Restaurant nur
um 8 Prozent. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Bargäste fast
nur Wein in Gläsern kauften. Im Restaurant bestellten die Besucher
überwiegend Flaschen und Karaffen. Möglicherweise ließ sich die
getrunkene Menge auf diese Weise besser einschätzen.

Wird der Wein im Glas serviert, verändert dessen Größe vermutlich
die Wahrnehmung der Weinmenge. In einem großen Glas wird sie geringer
eingeschätzt, sodass die Besucher schneller und dadurch mehr trinken
– so die Theorie. Kleinere Gläser führten im Experiment allerdings
nicht zu einem geringeren Konsum, schreiben die Autoren im Fachblatt
„BMC Public Health“. Da ein zu hoher Alkoholkonsum gesundheitliche
Folgen hat, ist es wichtig, solche Einflussfaktoren zu kennen. Daher
sollen die Resultate in weiteren Untersuchungen genauer geprüft
werden. Dann wird sich zeigen, ob man sich mit einem kleineren Glas
selbst austricksen und den Weinkonsum senken kann. Heike Kreutz, www.aid.de/

Weitere Informationen:

http://bmcpublichealth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12889-016-3068-z

Florida Keys

Fünf Florida Keys Fundstücke für „Foodies“

Die Florida Keys sind bei „Foodies“ vor allem für den leckeren Key Lime Pie und variantenreiche Spezialitäten aus frischem lokalen Fisch und Meeresfrüchten berühmt. In mehr als 500 Restaurants können sich Liebhaber guten Essens auf die Suche nach dem ultimativen Florida Keys-Geschmackserlebnis begeben. Das Besondere daran: In vielen Restaurants genießen Gäste nicht nur eine wohlschmeckende Mahlzeit, sondern auch die einzigartige entspannte Atmosphäre der Florida Keys. Hier finden sich fünf der besten Feinschmecker-Fundstücke für Besucher in den verschiedenen Regionen der Inselkette:

Key Largo: Wer einen Stopp in einem typischen Florida Keys-Café einlegen will, hält bei Mrs. Mac’s Kitchen auf Key Largo. Das Frühstück des Cafés ist bei Besuchern und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Bei der Bestellung von „Mrs. Mac’s Famous Mornwich“ erwartet die Gäste ein mit Eiern, Käse, Tomaten und Mayonnaise gefülltes Fladenbrot, das wahlweise mit Steak, knusprig gebratenem Speck, Würstchen, Schinken oder Gemüse serviert wird. Dazu gibt es krosse „Hash Browns“, eine Art Kartoffel-Rösti, selbstgemachte Pommes, Maisgrütze oder Tomaten. Für Liebhaber von süßen Speisen stehen frische Waffeln, Crêpes oder French Toast auf der Karte. Sehr originell ist auch die Inneneinrichtung des Lokals, denn anstelle von Tapeten finden sich hier Nummernschilder aus allen Herren Ländern an den Wänden. > > www.mrsmacskitchen.com

Islamorada: Direkt an einem Sandstrand essen können Besucher im Restaurant Marker 88. Seit 1967 empfängt das bei den Bewohnern der Inselkette beliebte, traditionsreiche Restaurant Gäste mit Blick auf den Golf von Mexiko. Lokaler Fisch und Meeresfrüchte zählen zu den Spezialitäten des Restaurants. Köstlichkeiten wie Mahi Mahi, Gelbschwanz-Schnapper, Garnelen und Langusten kommen hier frisch auf den Tisch. Angler, die ihren eigenen Fang mitbringen, können diesen vor Ort vom Chefkoch fachmännisch zubereiten lassen. Eine Vorabreservierung wird empfohlen.
> > www.marker88.info

Marathon: Lage, Lage, Lage – damit überzeugt die Sunset Grille & Raw Bar am südlichen Ufer von Knights Key auf Marathon. Während die Gäste tafeln, schweift ihr Blick auf das Wahrzeichen der Florida Keys, die Seven Mile Bridge. Den Sonnenuntergang mit spektakulärer Aussicht verschönern Cocktails wie „Tiki Parrot“ und „Electric Margarita“, der in einem beleuchteten Glas gereicht wird. Das Angebot an Speisen reicht von frischem Sushi über „7 Mile“- Langustenhappen und sogenannte „Conch Fritters“. Diese frittierten Hackbällchen – eine Spezialität auf den Florida Keys – bestehen aus dem Fleisch der „Conch“, einer Meeresschnecke. > > www.sunsetgrille7milebridge.com

Big Pine Key: Ein sehr bodenständiges, geschichtsträchtiges Restaurant, das das Flair der Florida Keys von einst widerspiegelt, ist das No Name Pub auf Big Pine Key. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1936 werden hier einfache, leckere Speisen auf Papptellern in rustikaler Baratmosphäre serviert. Der wahre Reichtum des Eigentümers hängt von den Wänden und der Decke des Lokals herab, denn der ganze Raum ist mit signierten Dollarnoten gespickt, die Gäste als Trinkgeld hinterlassen haben.

Berühmt ist der No Name Pub bei den Bewohnern der Inselkette vor allem für seine Pizzakreationen. Diese gehen auf ein italienisches Rezept zurück, das seit den 1960er Jahren an einer der Wände geschrieben steht. > > www.nonamepub.com

Key West: Die Insel am südlichsten Ende der Florida Keys ist voll von einzigartigen Restaurant, Bars und Cafés, doch eine Location sticht nicht nur aufgrund des Namens heraus – es handelt sich um das preisgekrönte Nachspeisen-Café „Better than Sex“. Die süßen Verführungen heißen „Cookie Nookie Pie“, „Between My Red Velvet Sheets Cheesecake“ und „Choco-Cab“, ein Rotwein serviert im Glas mit Schokoladenrand. > > www.betterthansexkeywest.com

Tipp: Wer sich in die Küche der Florida Keys verliebt hat und sie gerne mit nach Hause nehmen möchte, dem sei ein Abstecher zu Kermit’s Key West Key Lime Shoppe empfohlen. Neben Key Lime- Kuchenstücken und Süßigkeiten wie Key Lime-Geleebonbons gibt es hier auch lokal gefertigte Soßen, Marmeladen und vieles mehr für den Koffer. > > www.keylimeshop.com

Soester Winzermarkt bietet Auswahl an über 500 Weinen

Erstmals auch Wein aus der Ahr-Region im Angebot

Genauso idyllisch wie in den vertretenen Weinregionen selbst präsentiert sich der Soester Winzermarkt im Theodor-Heuss-Park mit seinen urigen Grünsandsteinmauern und alten Baumbeständen und liefert am ersten Juli-Wochenende das passende, ausgesprochen beliebte Ambiente für einen gemütlichen Sommerabend in netter Runde.

Vom 30. Juni bis 3. Juli, bei (dann hoffentlich) sommerlichen Temperaturen bietet der Winzermarkt genau die richtige Atmosphäre zum entspannten Probieren, Informieren und Genießen.
Im Mittelpunkt stehen wie immer deutsche Weinanbaugebiete, wenn die alte Hansestadt Soest bereits zum 21. Mal Gastgeber für 16 Winzer aus den Anbaugebieten Franken, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheinhessen und erstmals auch aus der Ahr-Region ist. Die Eröffnung wird in diesem Jahr begleitet von der amtierenden Weinkönigin der Nahe, Franziska Finkenauer. Seit Jahren kommen die Winzer unverändert gerne nach Soest. Das spricht für die Qualität der Anbieter und eine treue Fangemeinde. Schließlich hat sich der Soester Winzermarkt im Laufe der Jahre fest im Veranstaltungskalender etabliert und gehört bei der Winzergemeinschaft zu den Top-Destinationen auf der jährlichen Markt-Tournee.

Mit über 500 verschiedenen Weinen und Winzersekten aller Geschmacksrichtungen, haben Besucher eine große Auswahl und die Möglichkeit, im Rahmen verschiedener Weinproben, die Produkte zu verkosten und sich direkt vom Erzeuger fachlich und informativ beraten zu lassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr neben leichten Terrassenweinen für den Sommer „weiße Exoten“ – ausgefallene Rebsorten im Glas.
Heißes Jahr und heißer Jahrgang! Und das im wahrsten Sinne des Wortes. An solche Temperaturen und Trockenheit im Frühjahr wie in 2015 können sich auch die Alten unter den Winzern nicht erinnern. Wie erwartet fiel die Erntemenge daher auch leicht geringer aus. Fachleute und Weinmacher sind aber von der Qualität begeistert und erwarten einen großen Jahrgang. Gute Voraussetzungen für die Weinlese 2015. Für Weingenießer bedeutet das: der neue Jahrgang wird wieder ein Jahr der Entdeckungen. Bei Fassweinproben in den Weingütern ließ sich schon das fulminante Potenzial der Weine erahnen. Die Weißweine zeigen sich erfreulich fruchtig-frisch im Glas. Bis zum Sommer werden sie noch einiges an Aromen und Mineralität entfalten, auch darin sind sich die Fachleute einig.

Am Donnerstag und Freitag gibt’s bei allen teilnehmenden Winzern zum Tagesausklang wieder eine große Auswahl an „After Work Cocktails“. Hierbei handelt es sich um Cocktails der etwas anderen, der etwas feineren Art, denn Sekt und Wein sind hier die Grundlage für die besondere Mischung. Ein Grund mehr für einen Besuch des Winzermarktes, denn so lässt sich der Feierabend besonders schön einläuten. Die Cocktail-Rezepte zum Nachmachen gibt’s übrigens im Internet unter www.weinsommer.de.
Hier können sich die Besucher bereits im Vorfeld der Veranstaltung auch einen Einblick in die Vielfalt des gesamten Angebotes verschaffen und eine virtuelle Weinprobe vornehmen. Per einfacher Suchfunktion kann man sich eine individuelle Weinprobe selbst zusammenstellen und somit gut vorbereitet den Winzermarkt besuchen. Einfach einmal ausprobieren. Natürlich kann man auf dieser Seite auch gleich Weinpakete bestellen, Informationen über die Anbaugebiete erhalten sowie Weinreisen online buchen.

Programm:
Donnerstag, 30. Juni – 16:00 – 23:00 Uhr
16:30 bis 20:30 Uhr – Zur Winzermarkt-Eröffnung Tanz- und Partypower mit bekannten Hits und Oldies mit der Band „High Energy“
17:00 bis 20 Uhr – „Wein tanzt im Glas“ – After Work Cocktail
18.00 Uhr – Offizielle Talk-Eröffnung mit dem Bürgermeister der Stadt Soest, Dr. Eckhard Ruthemeyer in Begleitung der beiden Soester Repräsentationsfiguren, Bördekönigin Elissa Bäcker und dem Jägerken von Soest, Andre Schlüter sowie der amtierenden Nahe-Weinkönigin Franziska Finkenauer.
Freitag, 1. Juli -16:00 – 24:00 Uhr
16:00 bis 18:00 Uhr – Themenverkostung „Weiße Exoten“ – ausgefallene Rebsorten im Glas. Hier ist Probieren angesagt. Die Verkostung mit jährlich wechselnden Themen ist für Weininteressierte immer eine willkommene Gelegenheit, die geschmackliche Vielfalt der Weine im direkten Vergleich zu diskutieren. Gut gekühlte Weißweine sind immer der perfekte Begleiter für laue Sommerabende auf der Terrasse und im Garten.
17:00 bis 20 Uhr – „Wein tanzt im Glas“ – After Work Cocktail
16:30 – 20.30 Uhr – Die Band „More Music“ präsentiert Oldies und deutsche Schlager
Samstag, 2. Juli – 14:00 bis 24:00 Uhr
16:30 bis 20:30 Uhr – Das Trio „UpToDate“ präsentiert Oldies, Jazz, Swing und Pop
Sonntag, 3. Juli – 12:00 bis 20:00 Uhr
Ab 12:00 Uhr – Winzer stehen Rede und Antwort – Was Sie schon immer über Wein wissen wollten.
14:00 bis 18:00 Uhr Zum Winzermarkt-Abschluss gibt’s mit „Swing & Jazz“ launige musikalische Interpretationen zum Weinsommer-Abschluss.

Hinweis: Donnerstag bis Samstag werden ab 21 Uhr im Rahmen von Public Viewing Spiele der EM gezeigt.

Weitere Informationen: im Internet unter www.wms-soest.de/veranstaltungen

Nightlife

Stilvoll ausgehen, das lieben Nighthawks. Doch wo soll man einen guten Cocktail trinken, welche Bar empfiehlt sich für ein Glas Whiskey? DER FEINSCHMECKER gibt zum ersten Mal einen Guide zum Thema „Nightlife“ heraus und versammelt deutschlandweit die 270 besten Adressen, die den Ansprüchen der FEINSCHMECKER-Tester standgehalten haben: Bars, Weinbars, Craft Beer Lokale, Kultkneipen – und natürlich Imbiss- und Bistrotipps für den Mitternachtssnack.

Der Trend zum Highclass-Drink ist unübersehbar: Noch nie gab es so viele erstklassige, von geschulten Mixologen geführte Bars. Hier mixen echte Könner, die mehrfach Preise gewonnen haben und sich mit raren Gins, Whiskeys und Tequilas bestens auskennen.

Und nicht nur das: In den vergangenen Jahren haben immer mehr Weinbars eröffnet, die eine exzellente Auswahl an Weinen auch glasweise ausschenken. Wer gern Bier trinkt, sollte unbedingt ein Craft Beer Lokal besuchen – hier bekommt man aromatische, handwerklich gemachte Biere, die von den großen Brauereien lange belächelt wurden. Und weil auch im Jahr 2016 niemand einen urigen Kneipen-Abend missen möchte, hat die Redaktion einige Kultlokale mit aufgenommen. Eine Auswahl von Bistros und Imbissen für den nächtlichen Hunger rundet den Nightlife-Guide ab.

Einige Bars hat DER FEINSCHMECKER gesondert prämiert – die Ausgezeichneten sind:
– Beste Neueröffnung: The Pine Club, Hamburg – Hidden Champion: Whisky Dungeon, Münster – Schönster Ausblick: 22nd Lounge, Frankfurt am Main – Kreativste Drinks: Jigger, Beaker & Glass, Berlin

Der Nightlife-Guide liegt der Mai-Ausgabe von DER FEINSCHMECKER bei, die ab sofort im Handel oder online (www.der-feinschmecker.de) erhältlich ist. Sie kostet 9,95 Euro.

Genuss und Vergnügen 2016 an der Südlichen Weinstraße

Regionale Spezialitäten entdecken, romantische Landschaften durchwandern, Geschichte und Kultur live erleben – allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie. Kurzurlaubern und Ausflüglern verspricht ein Besuch an der Südlichen Weinstraße auch 2016 wieder ein abwechslungsreiches Programm vom Frühling bis in den Winter hinein, und zwar mit einer Vielzahl an Festen und Veranstaltungen. Eine Hauptrolle spielt nicht nur der berühmte Wein, denn die Pfalz schwelgt auch im Blütenrausch.

Vom Weinberg in den Weinkeller…
Bereits zum 20. Mal findet das Rhodter WeinTestival vom 22. bis 24. April statt. Nicht nur die barocken Winzerhöfe und die Kastanienallee auf der denkmalgeschützten Theresienstraße locken die Besucher an, im Zentrum steht natürlich auch der Wein. Am 22. April laden die Winzer deshalb zum Jubiläums-Rundgang an vier Weinstationen ein, die dem Riesling, Rotwein, Burgunder und dem Traminer gewidmet sind und von regionalen Gerichten begleitet werden. Live-Musik sorgt für die Stimmung am Abend und wer den Wein nicht zu Fuß genießen möchte, kann auf das „Schoppebähnl“ aufspringen. Am 23. und 24. April stehen dann der berühmte Gewürztraminer und die Rebsorte des Jahres 2016, die Scheurebe, im Zentrum der Festivitäten. Weitere Informationen zu den Winzern und ausstellenden Künstlern finden Interessierte unter www.urlaubsregion-edenkoben.de.

Der Mai wird von der Gemeinde Maikammer mit dem „Wein. Kultur. Erleben“-Festival im Rahmen der „Maikammer KulTour 2016“ eingeleitet. Vom 29. April bis 1. Mai erwartet Besucher ein vielfältiges Programm: Das Wochenende wird eröffnet von einer Vernissage des Skulpturenparks unter dem Motto „Holz-Glas-Stein“ im Lavendelgarten des Bürgerhauses, am Abend sollen Spitzenjungweine von Maikammerer Winzern zu Live-Jazz verkostet werden. Auf der Bühne steht am 30. April unter anderem der Comedian Bernd Wittmann, der die Besucher mit Pfälzer Mundart unterhält. Zum Abschluss findet am 1. Mai ein Jazz-Frühschoppen, Kinderunterhaltung am Nachmittag und Live-Musik am Abend statt. www.maikammer-erlebnisland.de. Ein malerischer Blick von der Kleinen Kalmit über die Weinberge und den mittelalterlichen Ort Ilbesheim eröffnet sich beim Rundweg am 30. und 31. Juli im Rahmen des Kalmitweinfests. Zehn Weingüter schlagen ihre Zelte auf dem Berg auf und bewirten die Wanderer mit ihren ausgezeichneten Weinen und leichten Gerichten, während wandernde Musiker die Gäste auf dem Weg unterhalten. In der Ortsmitte herrscht typisch pfälzische Weinfeststimmung, mit Schoppenweinen und Pfälzer Küche. www.ilbesheim.de.

Weitere Weinfeste:
02.04.2016: Nacht der offenen Weinkeller in St. Martin
Der Weinbauverein von St. Martin lädt zu einem Spaziergang durch das romantische Winzerdorf ein und präsentiert die Vielfalt seiner Tropfen: Die Winzer öffnen ihre Weinkeller und bieten bis zu sechs Weine zum Verkosten an. www.weinbauverein-sankt-martin.de

07. – 08.05.2016: Weyher Weinpanorama 2016
Der Ausblick über die Weinberge von Weyher lässt sich am besten mit einem Glas in der Hand genießen. Das vielfältige Angebot der örtlichen Winzer können Besucher beim 9. Weyher Weinpanorama mit Live-Musik, einer Weinwanderung oder geselligem Beisammensein erforschen. Hier ist besonders der Wein-Panorama-Pass empfehlenswert, für 15 Euro ist der Probier-Pass erhältlich, mit dem Gäste an jedem Stand ein Glas Wein erhalten. www.weyher-pfalz.de/Weyher-und-Wein/weinpanorama.php

27. – 30.05.2016: Weintage der Südlichen Weinstraße in Landau
Ein Muss für Weinfreunde sind die 29. Weintage der Südlichen Weinstraße in Landau, denn dann kommen hier Weinkenner und –fans zusammen, um die besten Tropfen der Südlichen Weinstraße zu verkosten. Mehr als 90 Weingüter und Winzergenossenschaften erwarten in diesem Jahr die Besucher und laden mit über 700 ausgewählten Weinen und Sekten zum Verkosten ein. www.suedlicheweinstrasse.de/veranstaltungen/wein-events/weintage/

25.08.2016: Pfälzer Goldrausch in Klingenmünster
Zum zweiten Mal findet in diesem Jahr auf Burg Landeck die Afterworkparty Pfälzer Goldrausch statt. Mehr als 20 charmante Weinprinzessinnen von damals und heute schenken Weine unterschiedlicher Weingüter aus. Bei stimmungsvoller Musik und entspannter Atmosphäre können Besucher bis 23 Uhr den Tag bei ausgezeichnetem Wein und Köstlichkeiten aus der Burgküche ausklingen lassen. www.suedlicheweinstrasse.de/suedliche-weinstrasse/wein-genuss/erlebnis-wein/pfaelzer-goldrausch

18.09.2016: Kulinarische Weinbergswanderung in Siebeldingen
Durch die Weinberge der Weinlage „Siebeldinger im Sonnenschein“ führt die sechs Kilometer lange Wanderstrecke. Die Weinlage zeichnet sich durch ihre Kalkböden aus, die für die Burgundersorten sehr vorteilhaft sind. Entlang der Wegstrecke präsentieren sich an insgesamt neun Stationen Siebeldinger Weingüter ihre Weine und Speisen. Dazu öffnet die Bundesforschungsanstalt Geilweilerhof seine Tore für Besucher. www.sigibaldus-winzer.de

3.-4.12.2016: Weinwinter in den Weinkellern Birkweilers
Zur Einstimmung auf die gemütliche Weihnachtszeit öffnen die Birkweiler Weingüter am 2. Adventswochenende ihre Höfe und Keller und bieten in romantischer Atmosphäre Weine, Kunsthandwerk und kleine Speisen. www.weinjahreszeiten.de

Noch viele weitere Veranstaltungen zum Thema Wein finden Interessierte im Weinfest-Kalender: http://www.suedlicheweinstrasse.de/suedliche-weinstrasse/service/blaetterkataloge/weinfestkalender-2016/

Mario Döring

Beim „Chef’s Table“ den Interalpen-Cuisiniers über die Schulter schauen

Wer hat als Kind nicht einen verstohlenen Blick in die verführerisch duftenden Töpfe auf dem Herd geworfen, kaum dass die Eltern einem den Rücken zukehrten? Für alle großen „Kinder“, die noch heute am liebsten jeden Topfdeckel anheben würden, bietet das elegante Fünf-Sterne-Superior Interalpen-Hotel Tyrol deshalb ein ganz besonderes Erlebnis: Beim „Chef’s Table“ sitzen die Gäste nicht im Restaurant, sondern direkt in der haubenprämierten Interalpen-Küche und können das muntere Treiben in der Küche beobachten. Daneben testen sie die Köstlichkeiten der kreativen Cuisiniers frisch vom Herd. Los geht’s mit dem achtgängigen Degustationsmenü mit Weinbegleitung und einem Glas Champagner zum Aperitif ab 1. Februar jeweils dienstags bis freitags.

Zum Ende des vergangenen Jahres reisten die strengen Tester des Gault Millau wieder durch die bekanntesten Restaurants – und statteten auch dem Interalpen-Hotel Tyrol nahe Seefeld einen Besuch ab – mit einem erfreulichen Ergebnis: Das Küchenteam rund um Chef Mario Döring erkochte zwei Hauben und 15 Punkte. Die Tester beurteilen vorranging das feine Zusammenspiel von Aromen, Gerüchen und Zutaten der Gerichte. Verborgen bleibt zumeist die Zusammenarbeit hinter den Kulissen, die „Choreographie“ der Cuisiniers.

Mit seinem neuen Chef’s Table, der ab Februar regelmäßig stattfindet, nimmt sich das Interalpen-Hotel Tyrol nun diesem besonderen Thema an und gewährt exklusive Einblicke in das „Herz“ des Hauses: Jeweils von Dienstag bis Freitag können Gäste in der Küche Platz nehmen, um dort nicht nur den Köchen über die Schultern zu schauen, sondern auch ein achtgängiges Degustationsmenü zu genießen. Küchenchef Mario Döring und sein Team orientieren sich bei den zubereiteten Gerichten an Rezepten aus aller Welt, ohne dass der starke regionale Bezug verloren geht. Dabei greift der Cuisinier bevorzugt zu Zutaten aus der Umgebung des Hotels: Der Fisch etwa stammt vom benachbarten Leutaschtal, das Wild aus der Region. Auch heimische Bauern beliefern das Interalpen-Hotel Tyrol mit Milchprodukten und Gemüse. Für den besonders feinen Geschmack sorgen zahlreiche Kräuter, die im Garten des Hotels wachsen. Dazu gehören etwa verschiedene Arten von Thymian, Salbei, Waldmeister, Estragon, Lavendel und zahlreiche Minzsorten wie die Pfefferminze, Apfelminze, Orangenminze oder Schokoladenminze.

Begleitet wird das aromatische Menü von verschiedenen, handverlesenen Weinen, für jedes Menü passend ausgewählt vom Interalpen-Sommelier Andreas Pfingstl. Wer eine alkoholfreie Variante bevorzugt, kann aus einer großen Zahl an frischen Säften wählen, die auf die einzelnen Gänge abgestimmt werden.

Der Chef’s Table in der Hotelküche kann ab 1. Februar jeweils von Dienstag bis Freitag zum Dinner gebucht werden. Das Acht-Gänge-Degustationsmenü inklusive Weinbegleitung und ein Glas Champagner zum Aperitif kostet 145 Euro pro Person. Vegetarische und vegane Menüs werden auf Vorbestellung angeboten. Reservierungen von zwei bis maximal zwölf Gästen können bis zu zwei Tage vor dem Chef’s Table unter 0043 50809 30 entgegengenommen werden.

Weitere Informationen und Reservierungen unter www.interalpen.com.

CASUAL

Eine Glosse von Bernhard Steinmann

Sie mögen Zwanglosigkeit?
Sind ein lockerer Typ?

Nach dem beruflichen Tagewerk geht es schnell nach Hause und sofort in die bequeme Jogginghose, ah, wie herrlich.
Endlich zwanglos, endlich befreit von Konventionen und Regeln. Wenn da nicht…

Verdammt, ein Restaurantbesuch steht an. Schatzi hat einen Tisch in einem Sternerestaurant gebucht.
Sternerestaurant. Das heißt Anzug, Krawatte, Marmorboden, Kristalllüster und Silberbesteck.
Ich höre schon die vorwurfsvolle Stimme meiner Begleitung wie sie zischt „Wofür ist die Serviette da?
Putz Dir den Mund ab bevor Du das Glas an selbigen setzt“.

Vorbei die Zwanglosigkeit, man schaue sich nur an den Nachbartischen um.
Kann man auf solchen Absätzen überhaupt laufen? Bin mal gespannt was passiert, wenn die Tante zur Toilette stakst.
Einstecktuch. Feiner Herr. Ha ha, würdest schön glotzen, wenn ich im Hoodie hier rumsitzen würde!
Noch nie was von Casual Wear gehört?

Doch es scheint Rettung in Sicht.
Casual Fine Dining ist angesagt, sagt Schatzi. Hmmm. Ich tu mal so als wüsste ich um was es geht.
Wahrscheinlich kann man dort mit den Fingern essen oder sein Pilsken aus der Flasche trinken. Casual jedenfalls. Klingt gut.

Und so tapse ich frohgemut in das Casual-Sternerestaurant und bin überrascht. Jede Menge junge Leute,
entspannte Keller und sexy Kellnerinnen.
Kein Hummer, keine Austern. Hamachi, was ist das denn schon wieder? Yuzu? Nie gehört. Her damit.
Junge Leute, gemütliches Ambiente, zwanglose Kleidung, nie wieder Anzüge!!!

Halt, was ist das?
Ich wache auf dem Sofa auf. Habe wohl ein Mittagsschläfchen gemacht.
Am Schrank hängt ein Smoking. Fliege. Was ist los?
Caramba, heute ist mein Hochzeitstag, meine Braut in Weiß mit Schleier.
Ein Albtraum.
Gibt es keine Casual-Trauungen?

Menü-Hopping in Baiersbronn

„Jeder Gang macht fit“ – in Baiersbronn trifft das zu. Beim Menü-Hopping führen kurze „Wanderungen“ zu Aperitif, Vor- und Hauptspeise sowie zum Dessert. Jeder Gang wird dabei in einem anderen Restaurant serviert. Wer sich in der Kulinarik-Hochburg auch tagsüber fit halten möchte, kann sich Schneeschuhe leihen und die idyllische Winterlandschaft entdecken. Das Genuss-Paket „Menü-Hopping“ ist von Donnerstag bis Sonntag für 72 Euro pro Person buchbar. Als Teil der „Winterzauber“- Pauschale werden ab 229 Euro pro Person zusätzlich zwei Tage Hotelaufenthalt, Schneeschuh-Ausrüstung und Tourenvorschläge angeboten.

Wanderbares Überraschungsmenü im Ortsteil Schönmünzach
Baiersbronn: 14.500 Einwohner, acht Michelin-Sterne. Im Ort mit der höchsten Sternedichte Deutschlands lässt es sich im Winter köstlich schlemmen. Beim Menü-Hopping erwartet die Gäste ein Überaschungsmenü im Ortsteil Schönmünzach. Der erste Gang führt zum Schwarzwaldhotel Klumpp, wo im Restaurant im Landhausstil Aperitif und Vorspeise serviert werden. Im Flair Hotel Sonnenhof, am Eingang zum Nationalpark, gibt es den zweiten Überraschungs-Gang: ein Zwischengericht mit einem Glas Wein. Danach geht die Genießertour weiter zum Hotel-Gasthof Carola, in dem Gäste mit der Hauptspeise und einem Glas Wein kulinarisch verwöhnt werden. Dessert und Digestif werden in Holzschuhs Schwarzwaldhotel aufgetischt. Zwischen den Gängen gibt es jeweils einen Fußmarsch von bis zu zehn Minuten.

Baiersbronn – das Winterwanderparadies
Baiersbronn ist nicht nur für die ausgezeichnete Kulinarik bekannt, sondern auch für das vorbildliche Wanderkonzept, den „Baiersbronner Wanderhimmel“. Selbst im Winter umfasst das Netz 180 Kilometer Wanderwege, auf denen sich Gäste nach Genuss der kulinarischen Highlights fit halten können. Wer die Schneelandschaft im Nordschwarzwald in voller Pracht erleben möchte, kann sich ins verschneite Gelände wagen und auf einer der drei ausgearbeiteten Schneeschuh-Wanderrouten auf Tour gehen. Gegen Gebühr kann die Ausrüstung im Wander-Informationszentrum ausgeliehen werden – bei geeigneter Schneelage bieten die Baiersbronn Touristik und das Nationalparkzentrum Ruhestein auch geführte Schneeschuh-Touren an.

www.baiersbronn.de

Japanische Etikette

Höflichkeit, Respekt und Pünktlichkeit

Gerade in einem Land wie Japan, mit einer im Vergleich zum Westen so andersartigen Kultur, ist das Risiko recht groß, ins Fettnäpfchen zu treten. Die Japanische Fremdenverkehrszentrale in Frankfurt gibt einige Tipps und Empfehlungen zum parkettsicheren Umgang im Land der aufgehenden Sonne:

Höflichkeit ist das wichtigste Bindemittel im japanischen Zusammenleben und wird tagtäglich überall praktiziert. Jeder Tourist, der in Japan einen Zug besteigt, wird erstaunt sein, wie ruhig und gesittet es auf den Bahnsteigen zugeht. Kein Drängeln, kein Schubsen – das Aus-und Einsteigen verläuft völlig problemlos und unaufgeregt. Wenn jemand einen Platz gebucht hat, weiß er auch genau, in welchen Wagen er einsteigen muss, und wo dieser auf dem Bahnsteig halten wird. Als legendär gilt die Pünktlichkeit der Züge, allen voran der berühmte Shinkansen. In den Zügen ist es übrigens verpönt zu telefonieren, um die Mitreisenden nicht zu stören. Das Versenden von SMS ist jedoch mittlerweile üblich und auch allgemein akzeptiert. In einigen Bussen und U-Bahnen gibt es einzelne Sitze mit anderen Farben. Diese sind für Hilfsbedürftige und ältere Menschen reserviert und werden auch nicht von anderen Fahrgästen in Beschlag genommen.

Besonders Englisch sprechende Japaner zeigen sich gegenüber Ausländern sehr hilfsbereit. Verirrten Touristen wird gern der Weg ohne besondere Aufforderung gewiesen. Dahinter sollte man auch keine böse Absicht vermuten, denn Japan gehört weltweit immer noch zu den Ländern mit der niedrigsten Kriminalitätsrate. Tokio wurde erst wieder in diesem Jahr im Ranking des britischen Magazins Economist als die sicherste Stadt der Welt knapp vor Singapur eingestuft. Osaka steht an dritter Stelle. Touristen zeigen sich deshalb auch stets überrascht, wenn sie liegen gelassene Wertgegenstände wie Kameras oder ähnliches selbst nach einiger Zeit noch am Ort des Geschehens wiederfinden. Frauen können in Tokio allein durch das Rotlichtviertel schlendern, ohne Schlimmes befürchten zu müssen.

Ausländische Gäste nutzen ihren Japan-Aufenthalt gern für einen Besuch im Onsen, einer heißen Quelle. Hier ist es ganz wichtig, sich vor dem eigentlichen Bad gründlichst zu waschen und darauf zu achten, sämtliche Seifen-/Duschgel-Reste abzuspülen. Dies gilt ebenso für Besucher der öffentlichen Bäder, genannt „sento“. Menschen mit größeren Tattoos sollten sich darüber im Klaren sein, dass diese Art von Körperbemalung in Japan der Yakuza, dem organisierten Verbrechen zugeordnet wird und damit zu unliebsamem Aufsehen führen kann.

Pünktlichkeit spielt im Geschäftsleben eine ganze große Rolle. Zwischen fünf Minuten vor dem Termin bis auf den Punkt genau, gilt dabei als Regel. Wer sich nur um einige Minuten verspätet, sollte dies telefonisch vorher mitteilen.
Beim Essen mit Japanern schenkt man sich nie etwas selbst zu trinken ein. Erst wird immer dem Nachbarn etwas angeboten, der dem anderen dann im Gegenzug etwas nachschenkt. Sobald ein Glas geleert ist, wird es nachgefüllt. Möchte man nichts mehr trinken, sollte immer ein Rest im Glas verbeiben. Zu den „No-Go‘s“ beim Essen gehört es, die Stäbchen aufrecht in den Reis zu stecken. Auf diese Weise wird der Reis nämlich ausschließlich am buddhistischen Hausaltar den Geistern der verstorbenen Vorfahren als Speiseopfer dargeboten.

Da in Japan der Kunde wirklich der König ist, dessen Wohl den Dienstleistern am Herzen liegt, ist Trinkgeld unüblich und gilt fast als Beleidigung.

Der Austausch von Aufmerksamkeiten bildet einen bedeutenden Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Japan. Präsente haben als Ausdruck der Verbundenheit, Dankbarkeit und auch als Zeichen des Respekts einen hohen Stellenwert. Es muss nichts großartiges sein – Süßigkeiten oder etwas zu Knabbern reichen aus. Auch ein Mitbringsel aus dem Heimatland des Gastes erfreut sich immer besonderer Beliebtheit.

Da in Japan Visitenkarten „Leute machen“, ist es für Geschäftsreisende unbedingt erforderlich, entsprechende Karten bei sich haben, und zwar am besten beidseitig bedruckt: auf der einen Seite in Englisch oder Deutsch, auf der anderen Seite in Japanisch. Der Austausch von Visitenkarten macht es nicht nur leichter, die zahlreichen fremdländischen Gesichter auseinander zu halten, sondern ermöglicht den Japanern zugleich die hierarchische Einordnung eines Fremden. Es ist üblich und gilt als besonders höflich, die Visitenkarte mit beiden Händen zu überreichen und entgegenzunehmen. Die Karte sollte dann aber nicht weggesteckt werden, sondern sie wird genau studiert oder vor sich auf den Tisch gelegt, um immer wieder darauf zurückgreifen zu können.