Sternanis – Baumfrucht aus Asien

Sternanis ist ein klassisches Weihnachtsgewürz, das häufig mit Anis verwechselt wird. Zwar duften die dekorativen Sterne ähnlich, doch das Aroma ist feuriger und schwerer. Außerdem gehören die Gewürze verschiedenen Pflanzenfamilien an. Die heimische Anispflanze ist ein krautiges Doldengewächs, während es sich bei Sternanis um die bräunlichen Früchte eines asiatischen Baumes handelt. Der immergrüne Baum kann 10 bis 15 Meter hoch werden und ist in Südchina beheimatet. Er wird vor allem in China und Ländern Südostasiens wie Vietnam, Thailand und auf den Philippinen angebaut. Die Früchte sehen aus wie ein achtzackiger Stern und werden noch unreif geerntet. Erst nach dem Trocknen in der Sonne entfalten sie ihr scharfes, süß-würziges Aroma.

Bereits vor 3.000 Jahren schätzten die Chinesen den Sternanis als Würz- und Heilpflanze. In Japan gilt der immergrüne Baum als heilig und wird daher häufig neben Tempeln angepflanzt. Erst Ende des 16. Jahrhunderts kam das Gewürz nach Europa.

Heutzutage wird Sternanis auch in der deutschen Küche gerne eingesetzt. Sein Aroma verfeinert Weihnachtsgebäck und Lebkuchen, Fruchtsalate und Fruchtkompott, Konfitüre, Tee, Glühwein und Grog. Auch pikante Gerichte bekommen mit dem Gewürz aus dem Reich der Mitte eine besondere Note. Es harmoniert zu Wild, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten, aber auch Chutneys, orientalischen Suppen und verschiedenem Gemüse wie Rotkohl, Blumenkohl und Tomaten. Zudem ist es ein wichtiger Bestandteil asiatischer und vietnamesischer Gerichte.

Das Gewürz kann frisch im Mörser zerstoßen oder im Ganzen mitgegart werden. Manchmal ist schon eine Ecke der Fruchtkapsel ausreichend, die vor dem Servieren wieder entfernt wird. Auch in Asia- und Curry-Mischungen sowie dem chinesischen 5-Gewürze-Pulver ist Sternanis vertreten. Die enthaltenen ätherischen Öle machen fette und sehr scharfe Speisen bekömmlicher. Zudem sollen die Früchte Viren und Bakterien bekämpfen und entzündungshemmend wirken. In der Naturheilkunde werden sie unter anderem gegen Bauchweh und Übelkeit, Husten und Halsschmerzen eingesetzt.

Im Handel finden Verbraucher gemahlenen Sternanis, der allerdings rasch an Aroma verliert. Ganze Sterne sind länger haltbar, kosten aber auch mehr. Kaufen Sie nur intakte Früchte, die lichtgeschützt und luftdicht aufbewahrt werden sollten. Ideal ist eine gut verschließbare Dose.
Heike Kreutz, www.aid.de

Deutsches Gewürzmuseum, Kulmbach

Deutsches Gewürzmuseum eröffnet

Die Geheimnisse der Gewürze sind gelüftet. Seit dem 16. Oktober 2015 präsentiert das „Deutsche Gewürzmuseum“ am Mönchshof in Kulmbach alle Facetten der Gewürze. Die Gewürzexpertin und Wirtschaftshistorikerin Dr. Manuela Mahn hat hier zusammen mit dem Museumsteam, unter der Leitung von Sigrid Daum und Bernhard Sauermann, eine echte Erlebniswelt geschaffen. Hier kann der Besucher Gewürze mit allen Sinnen erfahren und genießen: Sehen, riechen, anfassen und natürlich auch schmecken heißt die Devise.

Auf den langen Weg der Gewürze – und somit auf eine der längsten Handelsketten der Welt – begibt sich der Besucher vom fernen Asien bis nach Deutschland: über die Seidenstraße, per Schiff übers Mittelmeer nach Venedig, mit Lasttieren über die Alpen bis ins Verteilerzentrum Nürnberg. Dort zeigen Stadtbürger des Spätmittelalters wie sie die kostbaren Gewürze verkauften und verwendeten: der „Pfeffersack“ (Fernhändler), Gewürzkrämer, Brauer, Lebküchner, Metzger, Weinschenk, Apotheker und die Köchin. Natürlich darf hier auch die erste Lebensmittelkontrolle der Welt nicht fehlen, die Nürnberger Safran- und Gewürzschau, die Fälschungen mit der Todesstrafe belegte. Die modernen Qualitätskontrollen und die Gewürzproduktion, früher wie heute, können ausführlich im Technikum betrachtet werden.

Das Herzstück des Museums bildet das Botanikum, eine wahre Schatzkammer voller Gewürze. Hier wird deren Herkunft, Anbau, Veredelung genauso beleuchtet, wie deren Inhaltsstoffe, die für den würzigen Charakter der Pflanzen sorgen.

Doch wie wurden einst und wie werden heute denn Gewürze verwendet? Warum die Römer Asant/Teufelsdreck liebten, Oregano in den 60er Jahren Furore machte und Starkoch Alfons Schuhbeck heute auf Gewürze schwört, wird im Gewürzmuseum ebenso erklärt, wie der vielseitige Einsatz von würzigen Pflanzen in der Naturheilkunde bei Magenverstimmung oder Erkältung. Der teure Preis und die hohe Wertschätzung der Gewürze sind früher auch ein Grund, diese als Aphrodisiaka, Pestmittel oder Opfergabe einzusetzen. Spannende Hörspiele und Leuchtbilder laden die Besucher hier zu einer Reise in die magische Welt der Gewürze ein.

Den Abschluss des Rundgangs bildet der „Spice Club“. Hier kann jeder Besucher in Fachbüchern und Zeitschriften schmökern, sich inspirieren lassen und sich digital über aktuelle Gewürzthemen, wie die Gewürz-App oder den Gewürz-Sommelier, informieren. Im Museums-Shop kann der Hobbykoch dann gleich eine Vielzahl an würzigen Kostbarkeiten, wie Tonkabohne, Tellicherry-Pfeffer oder Zimtblüte, einkaufen und so die Welt der Gewürze auch mit nach Hause nehmen.

Deutsches Gewürzmuseum,

Am Mönchshof, Hofer Str. 20, 95326 Kulmbach
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr

Gewürzmenü mit Ingo Holland

Patrick Jabs informiert:

„Gewürze erfordern eine Hingabe mit allen Sinnen. Sie wollen entdeckt werden – mit Nase, Augen und Zunge.“ Ingo Holland, Inhaber „Altes Gewürzamt“

Es ist eine kleine Premiere, denn Ingo Holland ist zum ersten Mal im Ruhrgebiet. Kaum ein anderer hat solch eine Liebe und solch ein Gespür für edle Gewürze und Aromen wie der frühere Sternekoch und Inhaber des „Alten Gewürzamtes“ in Klingenberg am Main.

Ingo Holland und Patrick Jabs haben gemeinsam ein leichtes 6-Gang Sommer-Menü kreiert, dass von den wunderbaren Gewürzen aus dem „Alten Gewürzamt“ unterstütz wird. Neben viel Wissenswertem über die Herkunft der Gewürze, die Verarbeitung und die Qualität, geben wir Ihnen die Möglichkeit den Gewürzen näher zu kommen. Parallel zu dem Menü servieren wir Ihnen die Gewürze pur, so dass Sie diese anfassen, riechen und sehen können. Dadurch werden Sie die Gerichte im Einzelnen ganz anders wahrnehmen und schmecken.

Abgerundet wird das Menü durch eine feine Auswahl von Weinen aus unserem Sortiment sowie Champagner aus dem Hause Alfred Gratien.
Datum und Uhrzeit

Samstag, 29. Juni 2013 um 18:00 Uhr

Dauer:
ca. 6 Stunden

Kosten:
195,- EUR / pro Person

Leistungsumfang:
Sechs Gänge Menü inklusive Champagner von Alfred Gratien, Weinbegleitung, alkoholfreien Getränken und Kaffee

Adresse:
lecker werden GmbH, Ruhrtalstraße 19a, 45239 Essen, Tel.: 0201 / 48 64 58 25

http://leckerwerden.de/veranstaltungen/item/sommer-der-aromen-gew%C3%BCrzmen%C3%BC-mit-ingo-holland.html

Wie wächst eigentlich Pfeffer?

Neues Memo zeigt Gewürze und entsprechende Pflanzen

Wie sehen Kapern aus bevor sie auf der Pizza landen? Wie wächst Ingwer? Und wie sieht Pfeffer aus, wenn er noch nicht getrocknet und gemahlen ist? Gewürze sind meist nur verarbeitet bekannt, die wenigsten kennen sie in ihrer ursprünglichen Form. »Das scharfe Gewürze-Memo« (Christian Verlag) ändert das jetzt ganz spielerisch. 20 Bildpaare zeigen je auf einer Karte das Gewürz und auf der anderen die ursprüngliche Pflanze. Jetzt gilt es, die passenden Paare zu finden. Was bei Mohn noch ganz einfach ist, gestaltet sich bei Knoblauch oder Koriander weitaus schwieriger. Ein spannender Zeitvertreib, wenn der Brotteig gehen muss oder der Braten im Ofen brutzelt.

Der Preis beträgt 9,99 Euro. ISBN-13: 978-3-86244-272-0 (Bestellink)

Am besten schneidet man die meisten Gewürze mit einem ProCuTe Gewürzschneider: www.gewürzschneider.de

Thomas Vilgis Kochbuch

Liebstöckel passt zu Schokolade? Sellerie zu Kaffee und Tonkabohne? Ja, das funktioniert und schmeckt sogar. Für alle, die beim Würzen gern etwas Neues ausprobieren oder die ganze Bandbreite ihrer Gewürze und Kräuter ausreizen wollen, legt die Stiftung Warentest mit Aroma. Die Kunst des Würzens ein 512 Seiten dickes Standardwerk vor.

Das Buch präsentiert praktisch alle bei uns verfügbaren Kräuter, Gewürze, Gewürzmischungen, Saucen, Pasten, Alkohole, Essige, Fette und Öle aus der ganzen Welt. Einzigartig ist das Farbleitsystem für Aromenkombinationen, mit dem jeder lernen kann, wieso jahrhundertealte Kombinationen von Kräutern, Zutaten und Gewürzen so gut funktionieren und wie sich modern, überraschend und ungewöhnlich würzen lässt. Was selbst nur die Spitze der Avantgardeköche weiß, wird hier erstmals so verständlich und übersichtlich für die Küchenpraxis aufbereitet, dass jeder Hobbykoch es nutzen kann.

Außerdem kann man nachschlagen, in welchen typischen Gerichten man bestimmte Gewürze benutzt. Es gibt Tipps zu Einkauf, Lagerung und Anbau. Man kann das Buch als komplett bezeichnen: Im Stichwortverzeichnis finden sich allein 33 Möglichkeiten, eine Tomate geschmacklich zu veredeln.

Zu jedem Gewürz oder Kraut gibt es ein Rezept, mit dem man den typischen Geschmack und die charakteristischen Aromen kennenlernen kann. Da gibt es Lavendellauch, Hähnchenbrüste mit Mohnpanade oder auch Roquefortdatteln. Darüber hinaus noch ein paar größere Rezepte, die den Leser in die raffinierte Aromenwelt der Avantgardeküche entführen: Lachsconfit mit Anis oder gekräutertes Schokoladensüppchen – trotzdem einfach zum Nachkochen für Jedermann. Die Autoren erklären zudem, wie man eigene, vollkommen neue Gewürzmischungen erfindet.

Die beiden Autoren ergänzen sich dabei wie beste Zutaten mit den richtigen Gewürzen: Thomas Vilgis ist Professor für Molekularphysik am Max-Planck-Institut in Mainz und seit Jahren erfolgreicher Bestsellerautor und Berater zahlreicher Spitzenköche. Thomas Vierich beschäftigt sich als Foodjournalist schon lange mit den Veränderungen und Verfeinerungen unserer Küche und den immer neuen Gewürzen, die unsere globalisierte Küche bereichern.

Sven Elverfeld, derzeit laut Weltrangliste des britischen Restaurant magazine bester deutscher Koch und in seinem Restaurant Aqua mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet, ist voll des Lobes: „Das Buch „Aroma“ ist ein außergewöhnliches Nachschlagewerk für kreative Köpfe. Wer die Hintergründe und Zusammenhänge des Geschmacks und vieler Gewürz- und Lebensmittelkombinationen verstehen möchte, bekommt hier einen detaillierten Überblick. Wie genau hier auf die sensorischen Eigenschaften vieler Produkte eingegangen wird, ist wirklich außergewöhnlich.“

„Aroma. Die Kunst des Würzens“ hat 512 Seiten und ist ab dem 7. November 2012 für 34,90 € im Handel erhältlich, ab dem 1. Januar 2013 für 39,90 €.

Portofrei bestellen: ISBN: 978-3-86851-049-2

Wunschcurry.de lässt keine Curry-Wünsche offen

Curry und viele andere Gewürze machen unser Essen erst zu dem, was es sein soll: Ein leckeres und einzigartiges Geschmackserlebnis! Vorgefertigte Gewürzmischungen helfen da nicht weiter.

Mit dem neuen Wunschcurry.de kommt der Hobbykoch genauso wie der Restaurantbesitzer Gramm für Gramm zu seinem Traumgewürz. Von Ananaspulver über Kreuzkümmel bis Zitronenschale findet jeder etwas Passendes zum Würzen. „Über 130 Gewürze haben wir bei Wunschcurry.de im Angebot“, sagt Daniel Alti nbas, Geschäftsführer von DARL Gewürze. Klar strukturiert, übersichtlich und userfreundlich ist Wunschcurry.de gestaltet.

Die Gewürze kann man sich grammweise zusammenstellen. Um die Mindestmenge von 100 Gramm zu erreichen, kann sich jeder Kunde seinen Mix automatisch hochrechnen lassen. Gezahlt wird, wie es zu einem passt, ob PayPal, Kreditkarte oder Vorauskasse.

Sollte dann noch die eigene Kreation von anderen Kunden nachbestellt werden, kann man sogar Punkte sammeln. Ein Prozent des Verkaufswertes schreibt wunschcurry.de dem Kundenkonto des Mix-Erfinders gut. Zu jedem Mix gibt es kostenlos eine schöne Gewürzdose. Und jeder kann sich sein Etikett wählen, das die Dose zieren soll.

CHROMA ProCuTe Gewürzschneider – die beste Art, Gewürze zu schneiden .

Alfons Schuhbeck

Seit März 2012 gibt es Schuhbecks Gewürze nun endlich auch in der Mainmetropole Frankfurt: Ganz zentral gelegen, zwischen der beliebten Zeil und dem historischen Römer, findet man die neueste Filiale des bayrischen Gewürzpapstes in der Neuen Kräme 25. Feinschmeckern und Hobbyköchen wird hier eine feine Auswahl an Einzelgewürzen, Gewürzmischungen, edlen Salzen, Kochbüchern und weiteren Schuhbeck-Leckereien geboten.

Einzigartig kundenfreundlich ist die Möglichkeit, sich direkt im Laden die Einzelgewürze und Mischungen sowie einige Salze und Zucker selbst aus den Schütten in Portionstütchen abzufüllen. So erhält der Kunde genau die gewünschte Menge. Natürlich steht Schuhbecks kompetentes Personal bei dieser großen Auswahl stets für eine Beratung zur Verfügung.

Lassen Sie sich inspirieren und vom Duft der Gewürze verzaubern!
Schuhbecks Gewürzladen Frankfurt
Neue Kräme 25
60311 Frankfurt
Telefon: +49 (0)69/13 38 79 86
http://www.schuhbeck.de/laeden/gewuerzlaeden/in-frankfurt.html

Kräuter und Gewürze

11. Forum der DGE-Sektion Baden-Württemberg am 22. März 2012

) Kräuter und Gewürze geben Speisen einen besonderen Pfiff.
Sie bringen auch den Eigengeschmack von Gerichten hervorragend
zur Geltung. Wer sie gezielt in der Küche einsetzt, kann bei der
Zubereitung Speisesalz einsparen. Und damit nicht genug: Frische
Kräuter und Gewürze enthalten auch gesundheitsfördernde sekundäre
Pflanzenstoffe.

Die Sektion der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
bietet in ihrem 11. DGE-BW-Forum „Kräuter und Gewürze“
Multiplikatoren aus dem Bereich Ernährung viele Anreize, sich mit
Kräutern und Gewürzen auseinanderzusetzen und diese
zielgruppengerecht zu thematisieren. Die Teilnehmer haben
Gelegenheit, in die Geschichte der Gewürze und Kräuter
einzutauchen, sich mit deren medizinisch-pharmakologischen
Wirkungen zu beschäftigen und ihren Einsatz beim Kochen und in
der Lebensmittelverarbeitung kennenzulernen. Zahlreiche Workshops
geben insbesondere für Lehrer mit ernährungsrelevanten
Fächerkombinationen praktische Anreize, z. B. der richtige Umgang
mit Kräutern und Gewürzen in der Küche, Tipps für einen guten
Geschmack, Kenntnisse über die Vermarktungsnormen und deren
Auswirkungen auf die Qualität oder das Anlegen eines Schulgartens
mit Kräutern.

Die Tagung findet am 22. März 2012 von 9.00 bis 17.00 Uhr im
Biologiezentrum der Universität Hohenheim in Stuttgart statt. Die
Teilnahmegebühr beträgt 35,00 EUR, für DGE-Mitglieder 25,00 EUR
und für Schüler 15,00 EUR. Weitere Auskünfte erteilt die Sektion
Baden-Württemberg der DGE:
Prof. Dr. Peter Grimm,
Schelztorstraße 22,
73728 Esslingen,
Tel. 0711-469959-10,
E-Mail: mailto:zentrale@dge-bw.de.

Die Anmeldung erfolgt online auf der Homepage der Sektion
http://www.dge-bw.de unter „Fort- und Weiterbildungseinrichtung
an der Universität Hohenheim“.