Stuttgarter Frischeparadies feiert Neueröffnung

Größer, nachhaltiger und vor allem schöner ist das neue Frischeparadies in Stuttgart geworden. Die begrenzte Kapazität durch das Wachstum der letzten Jahre hat das Unternehmen dazu bewogen, am Standort Stuttgart über 10,5 Millionen Euro zu investieren und in der Ulmer Straße 159 einen Neubau zu beginnen. Genau ein Jahr nach Grundsteinlegung ist auf über 3.200 Quadratmetern Fläche ein ansprechender Markt mit Logistikabteilung entstanden, der nicht nur das Gastgewerbe in Baden-Württemberg beliefert, sondern auch privaten Genießern ein attraktives Einkaufserlebnis bietet. Ein langersehntes Bistro, das in anderen Niederlassungen von Frischeparadies Kommunikationszentrum und Kundenmagnet ist, wurde nun auch in Stuttgart integriert. Die offizielle Eröffnung fand letzte Woche statt.

Wie in einer Markthalle in Frankreich oder Spanien fühlen sich Kunden ab sofort im Stuttgarter Frischeparadies. Für den neuen Markt mit offener Dachkonstruktion wurden etliche Tonnen naturbelassenes Holz verbaut, durch Glaselemente fällt viel Licht ein und schafft eine angenehme, natürliche Atmosphäre. Vor allem auf Nachhaltigkeit wurde großen Wert gelegt. So sind etwa Teile des Daches begrünt, und neueste energiesparende Anlagentechnik sorgt vor und hinter den Kulissen für geringeren Energieverbrauch bei Kühltheken, Tiefkühlhäusern und Eismaschinen. Wer den früheren Markt in der Mercedesstraße kennt, freut sich beim Neubau vor allem auf eine Vielzahl von Neuerungen wie den sechs Meter langen Schinkenhimmel, wo sich Kunden Jamón und Prosciutto unterschiedlicher Reifegrade, Coppa, Salami und Co. hauchdünn aufschneiden lassen. Auch eine Käsetheke wurde im Stil eines Marktstandes geschaffen. Das Herzstück von Frischeparadies, die Fisch- und Seafood-Abteilung, fällt in Stuttgart besonders üppig aus, auf ganzen neun Metern Breite wird frische Topqualität aus dem Meer präsentiert. In die Verkaufsfläche von 1.100 Quadratmetern ist eine begehbare Obst- und Gemüseabteilung integriert, die regionale Produkte, aber auch seltene Sorten und Exoten optimal lagert.

Ob in Berlin oder München, in Frankfurt oder Hamburg: Im Frischeparadies halten sich zur Mittagszeit viele Kunden im Bistro auf, bestellen die berühmte Bouillabaisse oder einen Fischgrillteller und trinken ein Glas Wein dazu. Darauf mussten die Stuttgarter bisher verzichten. Im neuen Frischeparadies gibt es nun endlich ein Bistro mit über 40 Plätzen, von denen aus man an Bistrotischen oder direkt am Tresen sitzend in die offene Küche blickt und den Köchen zuschaut. Von der Auster bis zum Zander wird hochwertige Produktqualität serviert, und was nicht auf der wechselnden Karte steht, kann auf Wunsch individuell vom Koch zubereitet werden. Wer noch unsicher bei der Weinauswahl ist, findet in der deutlich vergrößerten Weinabteilung mit Verkostungstresen die perfekte Anlaufstelle und fachkundige Beratung. Hinter den Kulissen ist jede Menge Raum für Logistik entstanden. Vom Trockenlager über verschiedene Kühlräume für Fisch und Fleisch, Tiefkühllager und entsprechende Vorräume zur Kommissionierung der Waren sind optimale Voraussetzungen geschaffen worden, um Gastronomie und Hotellerie schnell mit dem eigenen Fuhrpark zu beliefern.

Das Frischeparadies in der Ulmer Straße 159 in Stuttgart hat von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr geöffnet, an Samstagen von 8 bis 17 Uhr. Das Bistro ist von Dienstag bis Samstag von 11 bis 15 Uhr in Betrieb. Jeder erste Montag im Monat ist Cash & Carry-Tag, dann gibt es 15 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment und das Bistro ist ebenfalls geöffnet. Für Kunden stehen 52 hauseigene Parkplätze zur Verfügung.

www.frischeparadies.de

Brot-Sommelier

Meine Liebe zum Brot ist noch inniger geworden“, schwärmt Sonja Laböck. Die engagierte Bäckermeisterin und Chefin der Münchner Brotmanufaktur Schmidt ist Brot-Sommelière – und damit eine von insgesamt 13 Brot-Sommeliers bundesweit. Erst seit 2015 bietet die in Weinheim beheimatete Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks die neue Weiterbildungsmöglichkeit für Bäckermeister/-innen an. Im vergangenen November dann traten nach 9-monatiger Ausbildung die ersten frischgebackenen Genussexperten aus den Toren der Einrichtung – in der Tasche das brandneue, staatlich anerkannte Sommelier-Diplom. Ihr Auftrag ab sofort: das neu erlangte und fundierte Expertenwissen über der Deutschen Lieblingsnahrungsmittel Nummer Eins in die Öffentlichkeit zu tragen.

„Unser deutsches Brot ist in seiner Qualität und Vielfalt einzigartig“, erklärt Michael Wippler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. Die deutsche UNESCO-Kommission hat die deutsche Brotkultur in Anerkennung dessen Ende 2014 in das Register des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die erste Garde von Sommeliers steht somit im Dienste einer wichtigen und schützenswerten Aufgabe: den Spot auf unser Brot und damit auf eines der günstigsten und am leichtesten erhältlichen Genussmittel zu richten.

„Bedingung für die Sommelier-Fortbildung sind mindestens zwei Jahre Berufserfahrung als Bäckermeister sowie umfangreiche sensorische Fähigkeiten“, erläutert Akademieleiter Bernd Kütscher die Voraussetzungen für die von ihm initiierte Weiterbildungsmaßnahme. Das Curriculum beinhaltet weiterhin die Vermittlung fundierter Kenntnisse über die nationale wie internationale Brotkultur, die verschiedensten Brotspezialitäten und deren Verwendung bis hin zum „Food Pairing“ und somit der Frage „Welches Brot passt am besten wozu?“

Die neuen Sommeliers sind eine Bereicherung für das traditionelle Bäckerhandwerk, das fortwährend mit fehlendem Nachwuchs und mit politisch geförderter Wettbewerbsverzerrung zugunsten der Backindustrie zu kämpfen hat. Die neue Berufsbezeichnung schafft Vertrauen bei den zunehmend ernährungsbewussten Verbrauchern und rückt das Brot wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Der frische Wind weht auch ins Ausland und stärkt das Ansehen und die Anerkennung der deutschen Brotkultur.

Die Sommeliers sind zudem Vorzeigebeispiele ihrer Zunft und weisen ihren Handwerkskollegen bundesweit den Weg, wie sich die Branche am besten von der Konkurrenz der Discounter und SB-Backshops absetzen und für die Zukunft rüsten kann: nämlich durch Kreativität und Spezialisierung. „Das ist doch das Schöne an unserem Handwerk“, weiß Ralf Gießelmann, Bäckermeister und Brot-Sommelier aus Bergneustadt, „dass die Variationen von Brot unerschöpflich sind und wir als Bäcker Tag für Tag unserer Kreativität freien Lauf lassen können. Die Kunden danken es uns, denn sie lechzen förmlich nach neuen Geschmackserlebnissen.“

So gehen die Verkaufszahlen in der Bäckerei Gießelmann stetig nach oben, seitdem der passionierte Bäckermeister seine neue Sommelier-Baguette-Linie eingeführt hat und seither Monat für Monat neue spannende Stangenbrot-Kreationen wie Spargel-Baguette, Tomaten-Baguette mit geräucherter Paprika und Mandelkruste oder auch Schoko-Chili-Kirsch-Baguette in seiner Auslage anbietet. Und auch Sommelière Laböck kann stolz darauf verweisen, dass zu den bekennenden Fans ihrer Brot-Kreation „Sexy Alive“ kein Geringerer als der FC Bayern München zählt.

Hier erklären einige der frischgebackenen Brot-Sommeliers, warum und wie insbesondere ihre Kunden von den neu erworbenen Kenntnissen profitieren:
http://www.innungsbaecker.de/brot-sommeliers/

Einen kurzen Film mit weiteren Impressionen und Statements zum neuen Fortbildungslehrgang an der Akademie Weinheim finden Sie unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=N4l1i854OKc&feature=youtu.be

Viel Spargel dieses Jahr

Das alljährliche Warten auf den deutschen Spargel hat bald ein Ende: Drei bis vier Wochen früher beginnt die Ernte dank moderner Polyethylen-Folien als Bedeckung auf den Feldern. Dabei ist das Kunststoffmaterial gesundheitlich unbedenklich: Eine Analyse durch den renommierten TÜV Süd hat ergeben, dass sich keinerlei Weichmacher darin befinden.

Früher war der Spargelanbau ein unsicheres Geschäft. Schon kleine Fehler konnten zu großen Ernteausfällen führen. „Die Schwarz-Weiß-Folie hat den Spargelanbau revolutioniert“, sagt Joachim Ziegler, Gemüsebau-Berater im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz. In den 60er-Jahren wurden die ersten Versuche mit durchsichtigen und rein schwarzen gestartet, inzwischen gehört die Variante schwarzweiße Folie in modernen Gartenbaubetrieben zum Standard. Die angehäuften Dämme werden damit vom Aufdämmen bis Ernteende abgedeckt – in der Regel von März bis Juni. Das schützt die Köpfe vor Sonneneinstrahlung, die sie rotviolett oder grün werden lässt. Je nach Wetterlage liegt die wärmespeichernde schwarze oder die Sonnenstrahlen reflektierende weiße Seite oben. Konstantere Dammtemperaturen sorgen dabei für gleichmäßiges Wachstum und verlässliche Ernten. Auch ein Verholzen der Stangen, was früher zum Start der Saison häufig vorkam, lässt sich so verhindern.

Feldarbeit ist leichter geworden

Durch die Folienbedeckung gelingt ein wirtschaftlicher Anbau inzwischen auch auf lehmigeren Böden und in Lagen bis 300 Höhenmetern. Früher eigneten sich ausschließlich Sandböden. Doch die sind rar, zumal ein überaltertes Spargelfeld nicht an selber Stelle sofort wieder neu gepflanzt werden kann. Auch sonst hat die Folie viele Vorteile: So muss nur einmal, statt früher zweimal am Tag gestochen werden. Das senkt die Kosten. „Sonst wäre Spargel ein bis zwei Euro pro Kilo teurer“, schätzt Ziegler. Auch die körperlich sehr anstrengende Feldarbeit ist leichter geworden. Maschinen heben die Folie zur Ernte an und bringen sie anschließen wieder in Position. Die Dämme sind vor Starkregen und Verschlämmung geschützt – und in lockerer, angenehm feuchter und biologisch hochaktiver Erde sticht es sich einfacher. Auch die äußeren und inneren Stangenqualitäten sind besser. Der durchwurzelte Boden trocknet zudem nicht so schnell aus, wobei sich Regenwasser in den Seitentaschen der Folien sammelt und langsam an den Boden abgegeben wird. „Das funktioniert wie eine Tröpfchenbewässerung am Fuß des Damms“, erklärt Ziegler. Zusätzlich sorgt der wärmere Boden dafür, dass Pflanzennährstoffe aus dem im Spätherbst eingearbeiteten Spargelkraut schneller freigesetzt werden.

Keine Gesundheitsgefährdung
Um bis zu vier Wochen früher kommt deutscher Freilandspargel dank verschiedener Folienbedeckungen in den Handel. Dabei ist die Bedeckung weitaus umweltfreundlicher als lange Transportwege, betont der Gartenbau-Fachmann. Früher wurden Tausende Tonnen Spargel aus Frankreich, Griechenland und Spanien von Ende März bis Ende April importiert. Inzwischen ist der Vorteil der südeuropäischen Länder deutlich geschrumpft. Dabei ist das Material, das die Deutschen früher ernten lässt, gesundheitlich unbedenklich: Das verwendete Polyethylen ist zum Verpacken von Lebensmitteln geeignet. „Wir haben Folienproben aller wichtigen Hersteller vom TÜV Süd prüfen lassen, und in keiner wurden umstrittene Weichmacher gefunden“, sagt Ziegler. Verbraucher könnten deshalb bereits ab April guten Gewissens Spargel aus regionalem Anbau kaufen und genießen.

Mindestens acht, meistens sogar mehr als zehn Jahre kann die schwarzweiße Folie wiederverwendet werden. Danach wird das Material je nach Zustand recycelt oder verwertet. Nicht nur im Spargelanbau finden Folien Verwendung. Transparentes Polyethylen deckt Felder mit Frühkartoffeln ab, lässt als Tunnel Erdbeeren früher reifen oder schützt in Form von Folien-Gewächshäusern empfindliche Tomatenpflanzen vor Fruchtfäule. Beim Spargel unterdrückt die Abdeckung Unkraut und hält zudem die Bohnen-Fliege von der Eiablage ab. Ihre Larven haben früher für große Ernteausfälle gesorgt. „Während der Ernte dürfen keine Pflanzenschutzmittel angewendet werden, deshalb sind Folien eine sehr wichtige Maßnahme des integrierten Pflanzenschutzes“, sagt Ziegler.

Interviews der Macher vom DPD

KATJA, Leitung Programmentwicklung/Executive Producer bei VOX

Was ist Ihr Job bei „Das perfekte Dinner“?
Ich bin quasi ein Kind der ersten „Dinner“-Stunde und von Anfang an dabei – bei den ersten Gesprächen mit der Produktionsfirma, den ersten Castings und Abnahmen, etc. Damals war ich als verantwortliche Redakteurin von VOX für „Das perfekte Dinner“ zuständig. Heute bin ich Leiterin der Entwicklungsabteilung und Executive Producer und in dieser Funktion immer noch für die Sendung verantwortlich.

Was macht „Das perfekte Dinner“ so erfolgreich?
Der Erfolg des „Dinner“-Rezepts besteht aus mehreren Zutaten, aber an erster Stelle stehen die Hobbyköche: Man beobachtet fünf völlig unterschiedliche Menschen, die sich gegenseitig nach Hause einladen und die die Leidenschaft des Kochens und des Gastgebens vereint. Wie sich die Gruppe innerhalb der Woche entwickelt, ist immer eine Überraschung. Man darf fremde Wohnungen betreten und bekommt einen Einblick in andere Lebenswelten. Man sieht, wie die Teilnehmer mit sich, mit der Zeit und den Tücken der Kochvorgänge kämpfen. Die Produktionsfirma ITV setzt diese kleinen „Koch-Dramen“ immer sehr hochwertig, liebevoll, amüsant und kreativ um. Wir lieben unsere Protagonisten und behandeln sie deshalb sehr gut. Nicht vergessen darf man natürlich die tollen Texte und den kongenialen Sprecher Daniel Werner. Er ist die „Stimme des Dinners“ und bringt viel Würze in die Sendung.

Wie hat sich „Das perfekte Dinner“ über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Das „Dinner“ wird dem Zuschauer seit zehn Jahren täglich frisch serviert und musste sich gegenüber harter Konkurrenz behaupten. Viele Konkurrenten sind verschwunden, aber „Das perfekte Dinner“ gibt es immer noch. Wir arbeiten ständig an dem Format – sei es an Specials, an der Bildsprache, an den Texten oder an inhaltlichen Abläufen. Manche Neuerungen funktionieren gut, einige werden wieder verworfen. Die Grundstruktur des „Dinners“ bleibt aber immer bestehen. Wir setzen die Hobbyköche gelegentlich neuen Herausforderungen aus, damit sich nicht zu viel Routine entwickelt. Denn die Teilnehmer bereiten sich mittlerweile ziemlich intensiv auf ihren „Dinner“-Abend vor. Deswegen wollen wir sie ab und zu ein bisschen aus ihrer „Comfortzone“ herauslocken, wie zum Beispiel mit den Spezialausgaben „Wer ist der Profi? oder dem „Wunschmenü“.

Welchen Herausforderungen musste sich die Redaktion in den letzten zehn Jahren immer wieder stellen?
Die Redaktion ist gefordert, ständig am Format zu basteln, immer wieder ein wenig Salz in die Suppe streuen und ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus. Die Zusammenstellung der Teilnehmer ist eine permanente Herausforderung. Wir haben schon viele Hobbyköche an den Dinner-Tisch gesetzt, deswegen ist es unsere Aufgabe, immer wieder neue Kochbegeisterte zu finden.

Was verbinden Sie persönlich mit dem „perfekten Dinner“?
Das „Dinner“ ist mein Baby. Ich habe es mit auf die Welt gebracht, habe es aufwachsen sehen und wir haben den Deutschen Fernsehpreis dafür bekommen! Es ist mir einfach ans Herz gewachsen. Wenn eine so schöne, liebevoll gemachte Sendung immer noch vom Zuschauer goutiert wird – was will man mehr? Solange die Sendung läuft, gebe ich sie nicht mehr her. Wahrscheinlich wird sie mich noch überleben (lacht). Eine bessere Köchin bin ich durchs Dinner leider nicht geworden, aber ich achte viel mehr auf gutes Essen.

Welche Hobbyköche und Highlights aus den letzten zehn Jahren werden Sie nie vergessen?
Wenn ich da welche rauspicke, würde ich so vielen anderen Unrecht tun. Es gab so viele tolle Teilnehmer, so viele witzige und einmalige Erlebnisse!

Was erwartet die „Dinner“-Zuschauer in der Zukunft?
Wir werden weiterhin tolle Hobbyköche finden und gucken dabei auch verstärkt über die deutsche Grenze. Es wird neue Varianten und Herausforderungen geben, um die Teilnehmer auf Trab zu halten. Außerdem sind Kochen und Ernährung Megatrends – die vielen unterschiedlichen Strömungen werden wir immer wieder aufgreifen.
 

DANIEL, die „Stimme des Dinners“

„Das perfekte Dinner“ feiert seinen zehnten Geburtstag. Was ist das Erfolgsgeheimnis des Formats?
Ich denke, das Format ist so erfolgreich, weil wir darin ganz normalen Menschen bei einer ganz grundlegenden Tätigkeit zusehen, der Essenszubereitung – aber auch bei einem kulturellen Ereignis, dem Speisen. Mit Ironie und Gutmütigkeit. Es gibt was zu schmunzeln, aber auch was zu lernen: übers Kochen und über Menschen.

Wie sieht ein Arbeitstag in Ihrem Leben als Stimme für „Das perfekte Dinner“ aus?
Ein ganz normaler Tag in meinem Leben als „Stimme des Dinners“ sieht so aus: Nach Köln-Deutz radeln, scherzen, das Sprecherhäuschen betreten, in die Hobbykochwelt eintauchen, hören, sehen, lesen, sprechen, das Sprecherhäuschen verlassen, scherzen, von Köln-Deutz wieder fortradeln.
Wie hat sich Ihre Rolle als „Stimme des Dinners“ in den letzten zehn Jahren entwickelt?
In den letzten zehn „Dinner“-Jahren ist die Stimme des Dinners ist immer mehr „sie selbst“ geworden. Ein reiner Hintergrund-Kommentator ist zu einem richtigen Menschen geworden, der „dabei“ ist. Zwar nicht aus Fleisch und Blut, aber aus Klang, immerhin.
Was macht für Sie den besonderen Reiz als „Stimme des Dinners“ aus?
Das Besondere daran, die „Stimme des Dinners“ zu sein, ist die wunderbare kreative Symbiose zwischen allen an der Sendung Beteiligten. Sie macht es möglich, ganz und gar authentisch zu sein und das, glaub ich, kommt nicht so oft vor im Fernsehen.
Wie haben Sie zehn Jahre „Das perfekte Dinner“ persönlich und beruflich beeinflusst?
Es ist der Job meines Lebens. Ein Geschenk und eine Freude – und noch dazu immer wieder neu. Ich lerne in jeder Woche dazu.
An welche Highlights aus den vergangenen Jahren erinnern Sie sich gerne zurück?
Mein absolutes Highlight aus den vergangenen „Dinner“-Jahren: In unserer ersten Berlin-Woche war Mona zu spät mit den Dinner-Vorbereitungen. Als ihre Gäste geklingelt haben, hat sie einfach geflötet: „Müsst noch warten!“. Und die haben dann zehn Minuten vor der geschlossenen Wohnungstür rumgestanden. Da habe ich in meinem Sprecherhäuschen laut auflachen müssen.
Mit welchem „Dinner“-Menü könnte man Sie vollends überzeugen?
Das perfekte „Dinner“-Menü wäre für mich etwas Pfiffiges, Reichhaltiges und Fleischloses.
 

BETTINA, Chefin vom Dienst bei ITV Studios Germany

Was ist Ihr Job bei „Das perfekte Dinner“?
Ich bin Chefin vom Dienst: Gemeinsam mit der Redaktionsleiterin Silke bin ich für die inhaltliche Ausrichtung und redaktionellen Abläufe zuständig. In dieser Funktion bin ich seit April 2015 beim „Dinner“. Mit dem Herzen bin ich aber schon viel länger dabei: Im November 2005 war ich als Redaktionsleiterin für die beiden Pilotwochen verantwortlich, die als Test gesendet wurden. Aufgrund der vielversprechenden Resonanz bei den Zuschauern wurde das „Dinner“ ab März 2006 dann in Serie geschickt. Dies war der Startschuss zu Deutschlands mittlerweile langlebigster, werktäglichen Doku-Soap – womit wir damals natürlich nie gerechnet hätten.

Was macht „Das perfekte Dinner“ so erfolgreich?
Das sind mehrere Gründe: Vorneweg, glaube i
ch, ist es das sehr archaische Thema „Kochen“ und der damit positiv besetzte Aspekt des „Genusses“. Da haben wir eine Grundthematik, die nach wie vor eine große gesellschaftliche Relevanz hat. Kochen und Genießen gehört zum Leben einfach dazu. Dann haben wir das Glück, mit Daniel Werner als „Stimme vom Dinner“ von Anfang an einen Off-Sprecher zu haben, der, auch dank einer Reihe feinsinniger und -humoriger Autoren, den Geschehnissen eine liebevoll-ironische Sichtweise verleiht. Das Allerheiligste, und somit das A und O des „Dinner“-Erfolgs, sind jedoch unsere Hobbyköche! Das Casting-Team schafft es immer wieder, interessante Menschen zu finden, die mal erstaunen, mal begeistern und mal befremden – und immer eine emotionale Reaktion hervorrufen.

Wie hat sich „Das perfekte Dinner“ über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Bei einem so langlebigen Format ist es zentral, dass es sich über die Jahre weiterentwickelt, damit es frisch und buchstäblich schmackhaft bleibt. Wir werfen kontinuierlich einen prüfenden Blick auf alle Stellschrauben, um dann gezielt an ihnen zu drehen. Seien es die Bildsprache, die Texte oder inhaltliche Optimierungen, wie zum Beispiel die Verdopplung des Gewinnbetrages auf mittlerweile 3.000 Euro. Dies hat die Konkurrenzsituation noch einmal verschärft, was sich durchaus in der Dynamik unter den Hobbyköchen bemerkbar macht.

Welche Hobbyköche und Highlights aus den letzten zehn Jahren werden Sie nie vergessen?
Bei über 2.500 Teilnehmern gab es einige erwähnenswerte Charaktere. Ich erinnere mich besonders gerne an das Model Melanie, das im Februar 2012 in einer Mallorca-Runde gekocht hat. Auf den ersten Blick sah es aus, als ob sie nicht sehr viel mehr als weibliche Reize in Hülle und Fülle zu bieten hatte. Dann aber erzählte sie von ihrer Passion fürs Jagen und kochte ein wirklich hochklassiges Dinner – und überraschte uns damit alle. Der Rest, wie man so sagt, ist Geschichte: Nach ihrer „Dinner“-Teilnahme sah man sie beim „Bachelor“, dann wurde sie „Dschungelkönigin“. Heute ist sie allen als Melanie Müller bekannt.

Was erwartet die „Dinner“-Zuschauer in der Zukunft?
Wir versuchen, weiterhin den guten Geschmack unserer Zuschauer zu treffen und sie dabei immer wieder zu überraschen!

 

YVONNE, Head of Casting bei ITV Studios Germany

Was ist Ihr Job bei „Das perfekte Dinner“?
Ich bin seit über zehn Jahren dabei und habe damals zusammen mit meinem Kollegen Daniel die ersten Castings gemacht. Wir sind mit dem Auto durch Köln gefahren und haben die Hobbyköche aktiv auf der Straße gesucht. Das war ja nicht so einfach, da man das Format noch nicht kannte und es keine Bewerbungen gab. Eik zum Beispiel, Gewinner der ersten Runde, habe ich auf einer Party kennengelernt und ihn quasi von da zum „Dinner“ geholt. Wir haben bis heute Kontakt. Wir wollten von Anfang an eine spannende Mischung an Teilnehmern. Also haben wir unsere Flyer auch in den abwegigsten Locations aufgehängt. Inzwischen leite ich die Castingabteilung. Von meinen 40 Mitarbeitern sind 17 allein für das „Dinner“ zuständig.

Was macht „Das perfekte Dinner“ so erfolgreich?
Eine wöchentlich neue Mischung aus Teilnehmern, die sich sonst vermutlich nie getroffen hätten. Es ist fast wie ein Sozialexperiment: Wir können nicht kalkulieren, wie sich die einzelnen Hobbyköche entwickeln, schließlich bekommen sie von uns ja keine Rolle vorgegeben. Unsere Teilnehmer sind Studenten, Adelige, Botschafter, Hausfrauen, Travestiekünstler, Manager, Beamte, Künstler, Bauarbeiter und Ärzte, die alle eine gemeinsame Leidenschaft verbindet: das Kochen und Gastgeben. Wie vielfältig unsere Hobbyköche sind, merken wir schon beim ersten Kennenlernen, wenn uns ein Kaffee angeboten wird: Da ist vom Instant-Kaffe aus dem Tütchen bis zum Kopi Luwak alles dabei. Auch gab es morgens auch schon einmal ein Gläschen 150 Euro-Whiskey mit 68 Prozent Alkoholgehalt – die Bewerber wollen beim Casting halt ihr Bestes zeigen.

Wie hat sich „Das perfekte Dinner“ über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Das Kochniveau ist professioneller und ausgefallener geworden – aber das hängt auch damit zusammen, dass Kochen in den letzten Jahren mehr zum Lifestyle geworden ist. „Das perfekte Dinner“ wird auch seinen Teil dazu beigetragen haben, dass Kochen und gemeinsam Essen immer beliebter geworden ist. Generell spiegeln sich alle Kochtrends in der Sendung wider: Viele Hobbyköche haben aktuell einen Sous-Vide-Garer in der Küche oder versuchen sich an der Molekularküche. Auch ein schön eingedeckter Tisch hat an Bedeutung gewonnen: Wo früher bei vor allem Männern ein Platzteller das Höchste der Gefühle war, haben wir in den letzten Jahren eine Flut an Organza-Läufern, pompösen Gestecken und Schiefertafeln gesehen. Inzwischen ist die Deko wieder etwas reduzierter. Mal sehen, was demnächst noch auf uns zukommt.

Was verbinden Sie persönlich mit dem „perfekten Dinner“?
„Das perfekte Dinner“ war von Anfang an mein liebstes Projekt – eine Art Baby, das, inzwischen den Kinderschuhen entwachsen, eine starke und eigenständige Persönlichkeit ist. Es hat nachhaltig viele Dinge verändert. Niemand in meinem Umfeld traut sich zum Beispiel mehr Glutamat oder Tütchen-Produkte zu verwenden. Meine Töchter sind mit dem „Dinner“ aufgewachsen. Egal, wo wir Essen gehen, sie geben immer eine Bewertung ab und fragen mich nach meiner. „Die Pizza war aber höchstens eine 8“, heißt es da gerne mal. Ich selbst erwische mich immer wieder dabei, wie ich Menükarten in Restaurants korrigiere. Ich gucke die Sendung immer noch privat gerne und habe einen Riesenspaß an dem Format. Jede „Dinner“-Truppe ist wie eine Wundertüte, man weiß nie, was in ihr steckt.

Welche Hobbyköche und Highlights aus den letzten zehn Jahren werden Sie nie vergessen?
Es sind so viele und ich habe fast noch jeden Teilnehmer im Kopf. Ich liebe die Gruppen, die sich nach dem „perfekten Dinner“ immer noch privat treffen. Sie wären sich im wahren Leben vielleicht sonst nie begegnet und haben jetzt eine gemeinsame Kochgruppe. Toll finde ich auch die Hobbyköche, die spontan mitmachen, weil ein Teilnehmer kurzfristig abgesprungen ist. Die Flexibilität und der Einsatz der Leute sind einzigartig. Und es ist immer wieder ein Privileg, dass wir in ihre Wohnungen und Häuser unserer Hobbyköche schauen dürfen, die ja gar nicht wissen, wer bei ihnen zu Gast sein wird.

Was erwartet die „Dinner“-Zuschauer in der Zukunft?
Wir werden noch mehr über die deutsche Grenze hinweg gehen und dabei auch andere Länder kulinarisch vorstellen. Außerdem werden wir weiterhin die allgemeinen Foodtrends in der Sendung miterleben dürfen. Wer weiß, was uns alles noch erwartet.


MICHAEL, Redakteur für „Das perfekte Dinner“ bei ITV Studios Germany

Was ist Ihr Job bei „Das perfekte Dinner“?
Ich bin nun seit zehn Jahren dabei und leite mit meiner Kollegin Vanessa eine Art Schaltzentrale zwischen den Gewerken. Wir sorgen für einen reibungslosen Info-Fluss, wobei unser besonderes Augenmerk den Teilnehmern gilt. Unser Ziel ist es, diese so gut auf den Dreh vorzubereiten, dass sie möglichst entspannt in ihre „Dinner“-Woche starten können. Beispielsweise bespreche ich mit den Hobbyköchen vor dem Dreh ihre Menüvorschläge, damit ich den Produktionskollegen schon einmal die Details weitergeben kann. So können wir im Vorfel
d besser abschätzen, wieviel Aufwand das Menü bedeutet und was dabei für den Zuschauer besonders interessant sein könnte. Gleichzeitig können wir ein Auge darauf haben, dass die Zuschauer in einer Woche nicht fünfmal das gleiche Gericht sehen.

Was macht „Das perfekte Dinner“ so erfolgreich?
Jede Woche ist anders, man weiß nie was einen erwartet. Es ist fast wie ein kleiner Mikrokosmos oder eine Mini-Soap. Die Hobbyköche bewegen sich jedes Mal zwischen Komödie und Drama – meist mit ungewissem Ausgang, aber zum Glück gibt es fast immer ein Happy End.

Wie hat sich „Das perfekte Dinner“ über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Die Teilnehmer sind im Lauf der Zeit lässiger geworden. In den Anfängen hielt man sich noch streng an seine Rezepte, heute wird mehr improvisiert. Auch das erste Zusammentreffen läuft nicht mehr so formell ab, wie vor zehn Jahren. Man wird schneller miteinander warm und findet unbeschwerter Zugang zu Menschen, die man im Alltag wahrscheinlich nicht treffen würde. Ich finde, das ist eine schöne Entwicklung, von der man als Zuschauer auch sehr profitiert. Was ich ganz spannend finde: wie sich das Dinner in den Alltag der Menschen integriert hat. Viele Begriffe oder Gerätschaften aus der Gastronomie haben so Einzug ins Private gefunden. Und wenn es lecker schmeckt, hört man mittlerweile ganz oft: „Das war für mich ein perfektes Dinner“.

Was verbinden Sie persönlich mit dem „perfekten Dinner“?
Zu Beginn hätte ich nicht gedacht, dass mich die Themen Kochen und Gastgeben so lange fesseln könnten, aber ich wurde definitiv eines Besseren belehrt. Was in meinem Alltag total kurios ist: Während meiner Arbeit lese ich täglich Menüvorschläge der Bewerber. Wenn ich dann im Restaurant sitze und die Speisekarte lese, denke ich oft: „Jakobsmuschel? Oh nein, nicht schon wieder“. Dabei habe ich noch nie etwas von den Teilnehmern probiert!

Welche Hobbyköche und Highlights aus den letzten zehn Jahren werden Sie nie vergessen?
Ein besonderes Highlight für mich sind die kleineren oder größeren Kochunfälle, wenn sich zum Beispiel der Salzstreuer in den Topf ergießt – dieser Schockmoment, gefolgt von Ratlosigkeit oder blindem Aktionismus. Das schreit ein gestandenes Mannsbild schon mal nach der Mutti, oder die Unterlippe der sonst so routinierten Key Account Managerin fängt an zu beben. Ich fühle mit, muss aber gestehen, dass ich auch ab und zu ordentlich kichere, wenn das ein oder andere Missgeschick passiert.

Was erwartet die „Dinner“-Zuschauer in der Zukunft?
Wir werden die sich immer weiter entwickelnden Kochtrends auch beim „Dinner“ wiederfinden. Die Küchen werden immer mehr mit allen möglichen technischen Geräten aufgerüstet und das verändert auch die Art der Zubereitung. Aber natürlich bleibt auch das gute alte Kochhandwerk erhalten.

Dimitris Pamporis

Traumhafte Strände, deren Sand so weiß ist wie die Häuser des kleinen Fischerdorfes, das sich unbeeindruckt
von der Hitze unter einem der sanften Inselhügel verliert, dazu die blaue Ägäis, die diese Bilderbuchszenerie
wie ein glitzernder Rahmen umfasst. Willkommen im griechischen Klischee? Nein, willkommen auf Patmos,
dem Arbeitsplatz von Dimitris Pamporis!

Der charismatische Frühdreißiger, der gerne Gitarrist in einer Rock-Band geworden wäre, konterkariert sein
imposantes Erscheinungsbild mit einem außergewöhnlichen Feingefühl am Herd und ist verantwortlich
dafür, dass Patmos derzeit nicht nur in Reisebüros, sondern auch in den wichtigsten Gourmetführern als
heißer Insidertipp gehandelt wird. So wurde das Apocalypsis Restaurant gerade als „Bestes Restaurant in
Griechenland“ ausgezeichnet und ist damit hochoffiziell die erste Adresse für Feinschmecker in dem an kulinarischen
Genüssen ohnehin reichen Land.

Griechische Genüsse – das ist auch schon das Stichwort, um das sich im Apocalypsis Restaurant alles dreht.
Wobei an den Tischen, von denen man direkt auf den weißen Strand und das glitzernde Meer blicken kann,
das Klischee ganz bestimmt keinen Platz hat. Es ist vielmehr eine faszinierende Vereinigung von Tradition und
Moderne, die Dimitris Pamporis in seiner Küche verfolgt.
Der Fokus liegt dabei auf den besten Produkten und Zutaten, die das Land und die Insel zu bieten haben. „Du
kannst kein erstklassiges Gericht kochen, wenn du keine erstklassigen Zutaten hast“, betont Pamporis. Wobei
das Erbe der griechischen Küche reich und herausfordernd zugleich ist. „Du musst erst lernen, woher du
kommst, um dann den nächsten Schritt in der Evolution gehen zu können.“

Um sich gleichzeitig aber eben nicht in Klischees zu verlieren, drängt der Küchenchef sich selbst und seine
Köche auch zur ständigen Weiterentwicklung. Laut Pamporis könne diese durch die Anwendung von neuen
Techniken oder die Anlehnung an aktuelle kulinarische Trends erreicht werden, vor allem aber durch
Kreativität. Wichtig sei es, sich selbst immer wieder herauszufordern und den bestehenden Menüs ständig neue
Anreize hinzuzufügen.
Diese Philosophie festigte sich bei Dimitris Pamporis bereits während seiner Zeit auf Mykonos, als er im Grecotel
Mykonos Blu, einem etablierten Fünf-Sterne-Hotel, oder im Avra in die mediterrane Küche eintauchte. Vor allem
aber eine Reise zum gefeierten Drei-Sterne-Koch Marc Haeberlin in dessen L’Auberge de l’Ill, die Pamporis im
Jahr 2013 – bereits als Küchenchef des Apocalypsis Restaurants – antrat, bestärkte ihn noch einmal in seinem
ständigen Streben nach unkonventionellen Herangehensweisen und Lösungen.

Pamporis’ Menüs sind ekstatische Kompositionen von einzigartigen Aromen, Farben und Formen. Ein Erlebnis
– um noch einmal ein griechisches Klischee zu bedienen – wie ein Sirtaki auf dem Gaumen: locker am Beginn
mit dem herrlich säuerlichen Shrimps-Tatar mit schwarzer Fischrogen-Mayonnaise und eingelegtem Gemüse.
Aufregend mit der modernen Interpretation des traditionellen griechischen Giouvetsi vom Seeigel. Euphorisch
am Höhepunkt, etwa mit bei niedriger Temperatur geröstetem Lamm, das in Kombination mit geräuchertem
Melanzani-Püree, geschmorten Tomaten, Kartoffelauflauf und erfrischendem Joghurt serviert wird. Es sind
Gerichte wie diese, bei denen man sich wünscht, dieser Tanz würde nie zu Ende gehen, und die Pamporis’
erklärtes Ziel, seine Gäste zu überraschen und zu inspirieren, eindrucksvoll unterstreichen.

Ein Glück, dass man nicht mehr bis zum nächsten Sommer warten muss, um Dimitris Pamporis in Aktion zu
erleben. Denn bereits im Jänner kommt er als Gastkoch ins Restaurant Ikarus nach Salzburg und lässt mit seiner
modernen griechischen Küche auch die österreichischen Gaumen Sirtaki tanzen.

www.hangar-7.com

Berlins EsS-Bahn wird 15!

EsS-Bahn: Berlins „abgefahrenste“ Currywurst am Flughafen Tegel wird 15 Jahre alt

Für unzählige Reisende ist die EsS-Bahn am Flughafen Berlin Tegel die letzte Anlaufstelle, wenn es darum geht, vor dem Flug noch schnell einen kleinen Imbiss zu sich zu nehmen. Für viele ankommende Gäste auch häufig der erste Kontakt mit dem touristischen Muss eines jeden Berlinbesuchers, der Berliner Spezialität schlechthin – der Currywurst. In dem zum Imbiss-Restaurant umgebauten historischen S-Bahn-Triebwagen der legendären Baureihe „Stadtbahn“ aus den 1920-er Jahren wird die gebratene und in Stücke geschnittene Brühwurst bereits seit 15 Jahren genossen. Currywurst wird geliebt, ist Kult und längst gesellschaftsfähig geworden. Seit dem Jahr 2011 ist die EsS-Bahn auch am Flughafen Stuttgart und seit Herbst 2013 auch in Shanghai zu finden.

Gourmet-Report meint: Nicht die beste Currywurst Berlins, aber gut essbar!
Wir lieben die „Curry“ von Gabis Imbiß am meisten (http://www.gourmet-report.de/artikel/32852/Currywurst-Berlin.html). Die gibt es aber nur Mittwoch und Samstag auf dem Wochenmarkt!

Neue Internetshop bei Bos Food

Bereits im Jahr 2002 wurde er von der Zeitschrift Tomorrow zum besten Internetshop für Lebensmittel in Deutschland gewählt.
Doch seit 2002 sind viele Jahre vergangen. Obwohl der Inhalt immer fleißig gepflegt wurde, blieben die Anwendungen einige Evolutionsstufen lang auf der Stelle stehen. Zu guter Letzt war er einfach nicht mehr zeitgemäß und wirkte ein wenig wie die Vokuhila Frisur aus dem letzten Jahrhundert.

Am 25.11.14 startete Bos Food nach fast einjähriger Vorarbeit seinen neuen Shop. Der Unterschied ist eklatant. Neben dem neuen zeitgemäßen Design und der frischen Optik wurde besonderen Wert auf Bedienerfreundlichkeit und Kundenservice gelegt. Durch neue Features, wie der hochprofessionelle Weinfinder sowie die kompletten Nährwert- und Allergenangaben, sind die alten Tugenden nochmals verbessert worden. So werden im neuen Shop neben 8420 verschiedenen Lebensmitteln auch 2550 Hardware Produkte und 1550 Weine und Spirituosen nicht nur in brillanten Fotos dargestellt, sondern auch umfangreich beschrieben.

Ralf Bos zum neuen Shop: „Bisher ist noch niemandem klar geworden, dass er mit jedem Kauf in einem amerikanischen Shop die deutsche Wirtschaft schwächt. Wir Deutschen sind es aber auch selber schuld, dass wir den Amerikanern den Internethandel überlassen haben. Große Firmen investieren in Deutschland immer noch in Fläche, statt ins Internet. Damit überlassen sie den Markt der Zukunft Firmen aus Amazonien & Co. Wir investieren überproportional viel in diesen Markt, um unseren Teil der deutschen Verantwortung zu erfüllen“.

Dass er mit seiner Strategie Recht hat, zeigen die Auswirkungen der ersten Woche online. 16,1% mehr Bestellungen als im Vorjahreszeitraum sprechen eine deutliche Sprache. „Dass die erste Woche pannenfrei über die Bühne gegangen ist, verdanke ich meinem phantastischen Team, auf das ich wieder sehr stolz sein darf.“

www.bosfood.de

Zehn Jahre Frischeparadies Essen

Was Mitte der 1970er Jahre als exklusiver Lieferservice für Gastronomen aus Essen und Umgebung begann, ist heute unter dem Namen Frischeparadies ein bekannter und nicht nur bei Profis beliebter Feinkostmarkt. Mit einer zehn Meter langen Fischtheke und hochwertigen Produkten aus aller Welt ist er zur ersten Anlaufstelle für qualitätsbewusste Einkäufer geworden. Zum zehnjährigen Bestehen wird am 30. und 31. Oktober stilecht vor Ort gefeiert, gekocht und natürlich auch verkostet.

Seit Frischeparadies im Oktober 2004 den Cash & Carry-Markt auf dem Essener Großmarktgelände eröffnete, zieht es Gastronomen und ambitionierte Hobbyköche gleichermaßen in die Filiale. Längst ist man über den kleinen, mobilen Lieferservice hinausgewachsen, bei dem die Gastronomen vor über 40 Jahren ihre Waren noch direkt vom Wagen kauften. Die zahlreichen Produkte des 900 Quadratmeter großen Marktes würden heute kaum mehr Platz auf einem einzigen Lieferwagen finden. Insbesondere die 2013 neugestaltete Fischtheke ist mit ihren handbemalten, blauen Fliesen im maritimen Design und etwa zehn Metern Länge zum markanten Aushängeschild geworden. Eine internationale Käse-, Wein- und Fleischauswahl und viele weitere Lebensmittel machen das umfangreiche Sortiment sowohl für Profiköche wie für Privatkunden interessant. Ab Dezember 2014 wird außerdem original japanisches Wagyu Beef das vielfältige Angebot erweitern.

Die erfolgreiche Arbeit der vergangenen zehn Jahre feiert das Essener Frischeparadies am Donnerstag und Freitag, dem 30. und 31. Oktober 2014. Dann wird die Filiale zur kulinarischen Probierzone erklärt. An kleinen Verkostungsstationen im ganzen Markt kann sich jeder Kunde persönlich von der Qualität der Produkte überzeugen. Die Produzenten selbst sowie die Fachkräfte des Marktes, die zum größten Teil aus ehemaligen Köchen und damit echten Gastroprofis bestehen, beraten und informieren dabei vor Ort über das Angebot. „Wir sind sehr stolz, dass wir unser Konzept „Einkaufen wie die Profis“ in den vergangenen zehn Jahren so stark ausbauen konnten und freuen uns, diesen Erfolg gemeinsam mit allen Freunden des Frischeparadieses zu feiern“, so Betriebsleiter Christoph Wlotzki gegenüber Gourmet Report. „Ausgewählte Qualitätsprodukte anzubieten, die ansonsten nur schwer erhältlich sind, war von Anfang an unser Credo und ist es bis heute geblieben“, sagt Wlotzki. Diesem Engagement und dem umfangreichen Fachwissen der Mitarbeiter vertrauen auch bekannte Sterneköche wie Nelson Müller oder Björn Freitag. Jeden ersten Montag im Monat lohnt sich der Einkauf besonders: Am Cash & Carry-Tag erhält man 15 Prozent auf das gesamte Sortiment. Eine Neuerung ist für das kommende Jahr geplant, dann soll ein hauseigenes Bistro eröffnet werden, das eine wöchentlich wechselnde Karte bietet.

Die Verkostung zum zehnjährigen Jubiläum findet am Donnerstag, dem 30. Oktober, und Freitag, dem 31. Oktober, im Frischeparadies Essen in der Lützowstraße 24 statt. An diesen Tagen hat der Markt zu den üblichen Öffnungszeiten von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Außerdem werden Einkaufsgutscheine und ein Präsentkorb im Wert von 300 Euro verlost.

www.frischeparadies.com

100 Jahre kommerzielle Luftfahrt

Am 1. Januar 1914 begann der Linienluftverkehr in den USA

Am 1. Januar 1914 beförderte die „St. Petersburg-Tampa Airboat Line“ erstmals Passagiere im kommerziellen Liniendienst. Pilot Anthony Jannus flog mit einem Flugboot Benoist XIV täglich zweimal St. Petersburg – Tampa, Florida. Die Flugzeit für die knapp 30 Kilometer betrug 23 Minuten. Der erste zahlende Passagier war der Bürgermeister von Tampa, Abraham C. Pheil. Der Flugpreis betrug 5 US $ für das One-Way-Ticket. In den vier Monaten ihres Bestehens beförderte die „St. Petersburg-Tampa Airboat Line“ 1205 Passagiere. Alleine die Fluggesellschaften der Lufthansa Group befördern heute jährlich über 100 Millionen Fluggäste weltweit an über 250 Destinationen.

Was damals eine technologische Sensation war, ist heute fester Bestandteil der Lebensrealität in modernen Gesellschaften. Mobilität ist ein Bestimmungsfaktor für Freiheit und Selbstbestimmung. Darüber hinaus ist sie für die Wettbewerbsfähigkeit und für den Wohlstand von Gesellschaften zu einem zentralen Faktor geworden. Globaler Luftverkehr ist zu einem Transmissionsriemen für Industrie und Handel geworden. Rund 3 Milliarden Menschen – das entspricht circa 44 Prozent der Weltbevölkerung – steigen jährlich in ein Flugzeug und legen damit rund 30 Milliarden Kilometer zurück.

Die Flugzeugtechnologie und der Flugbetrieb der Airlines machten technologisch stetig weitere Fortschritte. Fliegen war nie sicherer als heute und auch beim Passagierkomfort, der Verbrauchseffizienz und beim Lärm erzielt die Branche immer neue Rekordwerte. So wird die nächste Generation von Langstreckenflugzeugen der Lufthansa nur noch 2,9 Liter pro Passagier und hundert Kilometer verbrauchen. Diese Flugzeuge werden 25 Prozent weniger CO2 ausstossen und rund 30 Prozent leiser sein als ältere Modelle. Die Lufthansa Group hat im September 59 hochmoderne Langstreckenjets bestellt.

Auch bei den Unternehmen der Lufthansa Group ist Pioniergeist seit jeher ein zentraler Antrieb. Schon die „erste“ Lufthansa, die ihren Liniendienst 1926 aufnahm, startete in den „Roaring Twenties“ mit bahnbrechenden Innovationen, wie etwa dem ersten Nachtflug von Berlin nach Königsberg, dem Einsatz des ersten „Großflugzeugs“, einer Junkers G31 mit Einbauküchen, die erstmals einen Bordservice ermöglichten. Es folgten bald der Aufbau von interkontinentalen Verbindungen nach Asien und Südamerika.

Und der Pioniergeist ist ungebrochen. Seit Jahrzehnten ist Lufthansa an der Entwicklung neuer Flugzeuge maßgeblich beteiligt. Ingenieure erarbeiten zurzeit gemeinsam mit den Ingenieuren von Boeing und Airbus an der Entwicklung der neuen Boeing 777X und des Airbus A350-900, die ab den Jahren 2020 bzw. 2016 zum Einsatz kommen werden. Die Lufthansa Group ist auch Treiber bei der Entwicklung von Bio-Kraftstoffen. So hat Lufthansa im Jahr 2011 als erste und bisher auch einzige Fluggesellschaft Biokraftstoff im regulären Liniendienst eingesetzt. Am 12. Januar 2012. flog zum Abschluss der Langzeitstudie eine Boeing 747 der deutschen Airline mit Biokraftstoffgemisch von Frankfurt nach Washington D.C. Es war dies der erste mit Bio-Kraftstoff betankte Flug von Europa in die USA.

Hubert Pfingstag wird "Oberkellner des Jahres 2014"

So nahe an der deutsch-französischen Grenze ist ein reger Austausch zwischen den Ländern nicht erstaunlich. Im Fall Hubert Pfingstag ist dies sogar ein großes Glück, für den „Schwarzen Adler“, für die Gemeinde und alle Gourmets weit und breit. Dieser Maître hat mit seiner Person das Stückchen Frankreich nach Vogtsburg gebracht, das uns das Liebste ist – nämlich den Charme.

Der im elsässischen Munster geborene Hubert Pfingstag kam auf Anraten seiner Großeltern direkt nach seiner Lehre zum Restaurantfachmann nach Vogstburg. Nur 12 Monate sollte dieser Aufenthalt dauern, aus denen nun 37 Jahre geworden sind. Vogtsburg wurde zu seiner Heimat, die Inhaber Fritz und Bettina Keller zu seiner Familie und das Restaurant „Schwarzer Adler“ als eine nie endende Quelle der Inspiration und der eigenen Befriedigung.

Klar, dass Hubert Pfingstag praktisch schon zum Inventar des Restaurants gehört. Er ist ein Teil des Ganzen, ein ganz wichtiger Teil, denn er schafft es, dass sich Gäste wie Freunde empfangen fühlen. Seine Verbundenheit mit dem Haus schaffen eben diese freundlichen Gastgebereigenschaften, während seine langjährigen Erfahrungen ihm immer die nötige Zurückhaltung geben. Diese Gradwanderung zwischen herzlicher Freundlichkeit und angenehmer Distanz macht aus einem gelernten einen guten Restaurantfachmann.

Gäste des „Schwarzen Adler“ genießen den perfekten Service, der so umsorgend und informationsreich ist ohne belehrend zu sein. Seine Gelassenheit holt sich Hubert Pfingstag in der Natur, beim Erkunden der Vogesen oder bei der Arbeit im Garten. Dieser ruhige und humorige Vertreter der Maîtres ist ein Aushängeschild seiner Zunft. Wir gratulieren zur Auszeichnung „Oberkellner des Jahres 2014“.

Die Auszeichnung „Oberkellner/Oberkellnerin des Jahres“ von der Schlemmer Atlas-Redaktion der Busche Verlagsgesellschaft erhielten:

2014 Hubert Pfingstag, Schwarzer Adler, Vogtsburg
2013 François Ritter, Hotel Dollenberg – Kaminstube, Bad Peterstal-Griesbach
2012 Brian McLaren, Silberdistel, Sonnenalp Hotel, Ofterschwang
2011 Dominique Metzger, Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe, Zweiflingen
2010 Onno Siemons, Badhotel Sternhagen – Panorama-Gourmet-Restaurant „Sterneck“, Cuxhaven

2009 Jana Steffen, Hotel Louis C. Jacob — Jacobs Restaurant, Hamburg
2008 Ansgar Fischer, Traube Tonbach – Schwarzwaldstube, Baiersbronn
2007 Gerhard Retter, Adlon Kempinski Berlin – Lorenz Adlon, Berlin
2006 Fabrice Kieffer, Residenz Heinz Winkler, Aschau

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