Michael Kammermeier

An den 8. Oktober werden sich die Kinder der Anton-Gruner-Schule in der Lehrstraße 10 in Wiesbaden wohl noch lange erinnern: Michael Kammermeier (37), Küchenchef im Sterne-Restaurant „ENTE“ in Wiesbaden, hat für sie im Rahmen der Initiative „Gesundes Pausenbrot“ leckere und gesunde Pausenbrote geschmiert. Gemeinsam mit seinen 38 kleinen Helfern aus der Schule kreierte der Starkoch viele bunte Pausenbrote. Die Kinder hatten nicht nur viel Spaß beim Belegen ihrer Lieblingsbrote, sie lernten obendrein noch, dass das Pausenbrot eine wichtige Mahlzeit im Schulalltag ist. In diesem Jahr beteiligen sich 350 Schulen mit über 100.000 Schülern an der bundesweiten Kampagne „Gesundes Pausenbrot“ von Kerrygold.

Der Sternekoch zeigte den Grundschülern, dass ein gesundes Pausenbrot nicht nur lecker, sondern auch kinderleicht zu machen ist. „Wir haben die Pflicht unseren Kindern zu zeigen, was richtiges Essen bedeutet“, sagt Michael Kammermeier. Bei einem gesunden Pausenbrot kommt es vor allem auf das Brot selbst an. Ein gutes Brot enthält viele Nährstoffe wie zum Beispiel Mineral- und Ballaststoffe, welche sich vor allem in Roggenmischbroten oder Vollkornbroten befinden. Beispielsweise kann ein gesundes Pausenbrot mit Butter, Käse- oder Wurstprodukten und Gemüsestreifen belegt werden. Dazu kommt noch etwas Obst in die Brotdose – fertig ist das gesunde Frühstück. Lehrerin Annegret Kilian hat den Tag organisiert und zieht ein erfreuliches Fazit: „Die Teilnahme an der Initiative „Gesundes Pausenbrot“ ist wichtig, um den Kindern gesunde Ernährung wieder ein Stück näher zu bringen. Dieses Thema ist ein fester Bestandteil des Sachunterrichts sowie des Schulalltags in der Anton-Gruner-Schule. Ein guter Start in den Tag mit einem gesunden Pausenbrot ist äußerst wichtig, da es die Kinder beispielsweise bei ihrer Konzentration unterstützt“, sagt Annegret Kilian.

Das Ziel der Initiative „Gesundes Pausenbrot“ von Kerrygold ist es, gesunde Ernährung in Schulen wieder in den Fokus zu rücken. Denn laut einer Untersuchung der Universität Bielefeld startet jedes dritte Kind ohne Frühstück in seinen Tag. Kinder brauchen viel Energie um im Schulalltag konzentriert und leistungsfähig zu sein. Diese Energie lässt sich am besten aus gesunden Lebensmitteln gewinnen.

Ein gesundes Pausenbrot eignet sich deshalb hervorragend als Energielieferant für kleine Abc-Schützen. Deshalb engagiert sich Kerrygold schon seit Jahren mit der Kampagne „Gesundes Pausenbrot“ für eine gesunde Ernährung in der Schule. In diesem Jahr beteiligen sich 350 Schulen mit über 100.000 Schülern an der Initiative. Einzelne Schulaktionen werden dabei von prominenten Köchen regional unterstützt.

www.gesundespausenbrot.de

Warum gilt Salatessen als so gesund?

Auch wenn es keine Neuigkeit ist und der Salat oft nur als kleines Beiwerk zu „richtigem“ Essen belächelt wird, ist er ein fester Beitrag zu gesunder Ernährung. Denn das frische Grün enthält wichtige Nährstoffe und andere Inhaltsstoffe, dafür aber nur wenig Energie. Zudem haben die Blätter ein großes Volumen und viele Ballaststoffe, sodass sie gut sättigen. Auf diese Weise werden bei einer Mahlzeit insgesamt wenig Kalorien aufgenommen – wenn man nicht gerade ein Sahnedressing verwendet.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Salat meist roh verzehrt wird und dadurch hitzeempfindliche Vitamine und Mineralstoffe kaum abgebaut werden. Voraussetzung ist, dass der Salat möglichst frisch verwendet wird und die Blätter erst nach dem Waschen zerkleinert werden. Wer wenig Zeit hat, kann auch fertige Salatmischungen verwenden. Dabei sollten Verbraucher allerdings auf einwandfreie Ware achten und waschen sollte man diese trotzdem.

Im Salat finden sich viele lebensnotwendige, gesundheitsfördernde Stoffe, zum Teil aber in relativ geringen Mengen. Der Wassergehalt liegt bei 90 bis 95 Prozent. Die meisten Sorten enthalten Betacarotin und die Vitamine A, B1, B2, B6, Folat und Vitamin C. Hinzu kommen reichlich Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium. Besonders vitamin- und mineralstoffreich sind Salate der Zichorien-Gruppe wie Chicorée, Endivie, Frisée und Radicchio. Die enthaltenen Bitterstoffe regen den Stoffwechsel an und steigern den Appetit. Der bittere Geschmack wird etwas abgemildert, wenn man den Salat vor der Zubereitung gut wäscht, den Strunk und die derben Blattrippen entfernt. Es hilft auch, eine halbe gekochte Kartoffel in das Dressing zu drücken oder eine Mischung aus kräftigerem Olivenöl und Balsamessig zu verwenden.

Salate enthalten unterschiedlich große Mengen Nitrat. Ein Teil des Nitrats kann in der Mundhöhle zu Nitrit umgesetzt werden, das die Sauerstoffversorgung der Organe beeinträchtigen kann. Eissalat, Endivie, Feldsalat, Kopfsalat und Rucola zählen zu den Gemüsearten mit hohem Nitratgehalt (1.000 bis 4.000 mg/kg Frischmasse), wobei Eissalat weniger als Kopfsalat enthält. Deswegen brauchen Sie jedoch nicht auf den Salatgenuss zu verzichten. Die Nitrataufnahme lässt sich nämlich reduzieren, indem man die Salate mit weniger nitratreichem Gemüse mischt und Stiele, Stängel, Strünke, große Rippen und äußere Blätter entfernt. Salat aus ökologischem Anbau und dem Freiland enthält in der Regel weniger Nitrat.
Generell ist ein gemischter Salat aus verschiedenen Salatsorten und anderem rohen Gemüse und Kräutern besonders zu empfehlen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Energie sparen

Damit die Energie im Essen bleibt – die besten Tipps & Tricks

Gesund leben und gleichzeitig Geld sparen. Am heimischen Herd ist
beides möglich: „Über 25 Prozent des Stromverbrauchs eines
durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalts entfallen auf die Küche“,
weiß E.ON-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Noetel. „Das macht etwa 251
Euro jährlich aus.“ Beachtet man beim Kochen ein paar clevere
Maßnahmen, lässt sich der Betrag überraschend reduzieren. Maßnahmen,
mit denen gleichzeitig die wertvollen Nährstoffe und Vitamine in den
Lebensmitteln erhalten bleiben.

Tricks rund ums Dämpfen und Dünsten
Um die Nährstoffe im Gemüse zu erhalten, ist das Dämpfen die
schonendste und zugleich energiesparendste Methode: Denn Hitze ist
der größte Feind der Vitamine. „Beim Kochen in Wasser gehen bis zur
Hälfte der Vitamine C und B1 verloren“, erklärt Ernährungsexpertin
und Oecotrophologin Dr. Brigitte Bäuerlein. Das heißt: Den Topf nur
mit wenig Wasser oder Brühe füllen und das Kochgut in einem Sieb
darüber setzen. Dann Deckel drauf und ankochen. Anschließend die
Wärmezufuhr verringern und die Speisen bei Siedetemperatur, also
gerade eben so köchelnd, fertig garen. Auf diese Weise bleiben rund
90 Prozent der Vitamine erhalten und sogar 100 Prozent der
Mineralstoffe. Und die Ersparnis durch das frühzeitige Reduzieren der
Temperatur beträgt im Schnitt 24 Euro pro Jahr.

Auch Dünsten, also kurzes Garen mit wenig Wasser, schützt die
Nährstoffe optimal. Dabei reduziert sich der Vitaminverlust der
Produkte auf lediglich ein Zehntel (im Vergleich zu ca. 60 Prozent
beim Kochen). Wichtig ist aber, das Wasser erst zu erhitzen und dann
das Gemüse hinzuzufügen. Denn durch das Erhitzen gehen die meisten
Vitamine verloren. Wer das Wasser nicht auf dem Herd, sondern zuvor
im Wasserkocher erhitzt, kann zusätzlich bis zu 66 Prozent Energie
sparen. Bei einem Liter am Tag macht das im Jahr immerhin 11 Euro
aus. Eine Rolle spielt natürlich auch die Größe der Herdplatte. Ist
sie größer als der Topf, verpufft ein Teil der Energie. Das
Einsparpotenzial liegt bei bis zu 29 Euro im Jahr.

Im Schnellkochtopf lässt sich Essen gesund und zugleich
energiebewusst zubereiten. Wegen des hohen Drucks gart er Gemüse und
Fleisch schneller und bei niedrigeren Temperaturen als ein
herkömmlicher Topf. Da zudem nur wenig Wasser nötig ist und nichts
davon entweicht, gehen auch weniger Nährstoffe verloren. Zudem
verbraucht ein Schnellkochtopf nur etwa die Hälfte der Energie eines
normalen Topfes. Er ist die optimale Lösung für Speisen mit langen
Zubereitungszeiten wie Eintöpfe, Kartoffelgerichte oder Schmorbraten.

Ofen vorheizen? Von wegen!
Durch die Zubereitung im Ofen bleiben bis zu 90 Prozent der Vitamine
erhalten. Meist kann man sich das Vorheizen sparen. Der Qualität des
Essens tut das keinen Abbruch, es spart aber Energie. Wer
beispielsweise an 200 Tagen im Jahr jeweils zwölf Minuten vorheizt,
den kostet das satte 31 Euro. Und falls es mal mehrere Gerichte auf
einmal sind: Mit Umluft lassen sich die verschiedenen Ebenen des
Ofens am besten ausnutzen. Für den Backofen gilt darüber hinaus im
Übrigen das Gleiche wie für den Deckel auf dem Topf: Ersparen Sie
sich und Ihrem Essen ausgiebige Besichtigungs- und Schnuppertouren.
Jedes Mal, wenn die Ofentür geöffnet wird, dringt kalte Luft ein.

Weitere Tipps rund ums Energiesparen und Kochen unter
www.eon.de/kochen

Wie viel Energie braucht der Mensch?

DGE veröffentlicht neue Referenzwerte für die Energiezufuhr

Wie viele Kalorien bzw. Energie der Körper verbraucht, variiert von
Mensch zu Mensch und auch bei ein und demselben Menschen von Zeit zu Zeit
sehr. Die Referenzwerte für die Energiezufuhr sind daher Richtwerte, die
als Orientierung dienen und nicht unbedingt auf den Einzelnen zutreffen.

Ihre überarbeitete Ableitung erfolgte auf Basis von Berechnungsformeln und
aktuellen Referenzmaßen für Körpergewicht und -größe in Deutschland.
Für Erwachsene wird ein mittlerer Body Mass Index (BMI) von 22 zugrunde
gelegt, das entspricht einer täglichen Energiezufuhr von 2 300 kcal für
Männer und 1 800 kcal für Frauen im Alter von 25-50 Jahren bei geringer
körperlicher Aktivität. Verändert haben sich unter anderem die
Richtwerte für Schwangere.

In der Schwangerschaft brauchen Frauen zusätzlich Energie – jedoch nicht
von Anfang an. Schwangere müssen also nicht für Zwei essen. Ab dem 4.
Monat ist der Richtwert für die Energiezufuhr um 250 kcal pro Tag
erhöht. Das entspricht z. B. 1 Scheibe Vollkornbrot mit Margarine und
Käse. Ab dem 7. Monat erhöht sich der Richtwert um 500 kcal pro Tag.
Viele Schwangere sollten ihre Energiezufuhr trotzdem nur geringfügig bzw.
gar nicht erhöhen. Denn die Richtwerte für die zusätzliche Energiezufuhr
gelten nur für Schwangere mit Normalgewicht vor der Schwangerschaft, mit
einer wünschenswerten Gewichtsentwicklung (Körpergewichtszunahme von
12 kg bis zum Ende der Schwangerschaft) sowie mit unverminderter
körperlicher Aktivität. Bei übergewichtigen Frauen oder Frauen mit
eingeschränkter körperlicher Aktivität ist der Mehrbedarf an Energie
während der Schwangerschaft geringer. Bei ihnen muss die zusätzliche
Energiezufuhr individuell angepasst werden.

Diese und weitere praxisbezogene Fragen und Antworten zur Energiezufuhr hat
die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in einem FAQ-Papier
zusammengefasst, das im Internet unter
http://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs zu finden ist.

Die wissenschaftliche Ausarbeitung zu den aktuellen Referenzwerten für die
Energiezufuhr ist in der 2. Auflage der „Referenzwerte für die
Nährstoffzufuhr“ veröffentlicht. Sie enthält auch die aktualisierten
Referenzwerte für die Zufuhr der Vitamine Thiamin, Riboflavin, Niacin,
Vitamin C und des Mineralstoffs Selen. Die neue Publikation ist als
Ringordner unter der Artikel-Nr. 120012 (ISBN 978-3-88749-242-7) für 35,00
EUR zzgl. Versandkosten beim DGE-MedienService,
http://www.dge-medienservice.de Tel.: 0228 9092626, Fax: 0228 9092610,
E-Mail: mailtoinfo@dge-medienservice.de, erhältlich.

Früchtebrote

Früchtebrote haben eine lange Tradition

In der Vorweihnachtszeit sind würzig-süße Früchtebrote eine gesunde Alternative zu Plätzchen und Co. Denn sie versorgen den Körper mit wertvollen Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen, aber auch reichlich Energie – pro 100 g rund 300 kcal.

Das dunkelbraune Kletzenbrot oder Hutzelbrot ist eines der ältesten Weihnachtsgebäcke und vor allem im bayerischen und schwäbischen Raum verbreitet. „Hutzeln“ und „Kletzen“ sind Dörrbirnen, die früher in der Nachhitze des Backofens getrocknet und auf diese Weise für den Winter haltbar gemacht wurden. Die Bauern bereiteten das Früchtebrot ohne Honig oder Zucker und nur mit Birnen zu. Heute werden auch andere Trockenfrüchte wie getrocknete Apfelringe, Feigen, Datteln, Rosinen, Aprikosen und Pflaumen verwendet. Exotisch wird es mit Kokoschips, Cranberrys, getrockneter Papaya und Mango. Auch Haselnüsse, Wal- und Paranüsse, Mandeln und Cashewkerne dürfen nicht fehlen. Weihnachtsgewürze wie Zimt, Ingwer, Anis und geriebene Zitronenschale geben der Spezialität das besondere Aroma. In manchen Rezepten gehört auch noch ein Schuss Rum, Sherry oder Orangensaft in den Teig.

Die älteste Form der Herstellung ist, die Früchte in den Brotteig einzubacken. Dafür wird das Dörrobst über Nacht in wenig Wasser eingeweicht und am nächsten Tag zerkleinert. Dann vermengt man die Früchte mit der Einweichflüssigkeit, dem Hefeteig und den Gewürzen. Die Zugabe von Zucker ist nicht notwendig, da die Früchte ausreichend für Süße sorgen. Die Masse lässt sich zu kleinen länglichen Laiben formen beziehungsweise in eine Kastenform füllen. Nachdem der Teig mindestens eine Stunde geruht hat, kann man ihn im Ofen dunkelbraun backen. Am besten schmeckt der Adventsklassiker, wenn man ihn einige Tage durchziehen lässt. Luftdicht verpackt und an einem dunklen Ort gelagert, sind die nahrhaften Brote mehrere Wochen haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Jonas Pfiffner, Hamburg

Auch im Restaurant HEIMAT des Hamburger 25hours Hafencity steht mit Jonas Pfiffner ein neuer Küchenchef an den Kochtöpfen. Das Thema Hafen bestimmt die Küche und das, was aus den unterschiedlichen Häfen angrenzender Länder nach Hamburg getragen wird und dort als regionale Delikatesse gilt. Mit der Winterkarte hat der gebürtige Schweizer einen vielversprechenden Start hingelegt: Etwa mit dem Fondue Chinoise aus der Schweiz, Miesmuscheln nach Bretonischem Rezept, warmem Pulpo auf Tomatencarpaccio oder dem fast schon legendären HEIMAT-Burger.

„Seit über zehn Jahren arbeite ich jetzt schon als Koch – und wenn ich dabei eines gelernt habe, dann dass es ganz gleich ist, woher die Rezepte stammen: Die Qualität der Zutaten muss stimmen und mit Liebe und Spaß an der Arbeit zubereitet sein“, erklärt Pfiffner. Damit spricht er der Hoteldirektorin Nina Quitmann aus der Seele, die ergänzt: „Unser Restaurant heißt HEIMAT, denn für uns ist Heimat kein Ort, sondern ein Gefühl. Wir möchten, dass der Gast bei uns sehr gut und lecker isst und sich durch das Essen bei uns ein bisschen wie zu Hause fühlt. Wir freuen uns sehr, Jonas an Board zu haben, da er mit seiner Energie, seinem Know-how sowohl als Koch, als auch durch seine Arbeit mit jungen Menschen ein großer Mehrwert für unser HafenCity Team ist.“

Nach seiner Ausbildung im Hotel Restaurant Engel im Schweizer Frick war Jonas Pfiffner drei Jahre in München bevor er über das Restaurant Rösterei in Zürich und dem Schweizer Edel-Caterer Gamma Catering zur Stiftungskette kam: Ein Restaurantprojekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, psychisch und körperlich benachteiligten jungen Menschen die berufliche Integration zu ermöglichen.

Anna Brandl, Anja Großhauser, Katharina Harrer, Sofia Waffler sind Gewinner

Der Schülerkochpokal

126 vierköpfige Schülerteams wetteiferten mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 unter dem Motto „Alles aus Teig – Herzhaft & Süß“ um den heiß begehrten Pokalsieg im bundesweiten Kochwettstreit. Mit dem Finale im Casino des Förderpartners Thüringer Energie AG steht nun der Bundessieger fest: Die Schülerköchinnen Anna Brandl, Anja Großhauser, Katharina Harrer und Sofia Waffler um Teambetreuerin Sabine Edbauer der Staatlichen Regelschule Berching Bayern haben sich mit ihrem Menü „Okzident meets Orient“ gegen 13 starke Mitstreiter-Teams durchgesetzt und sich den 1. Platz erkocht.

Den 2. Platz sicherte sich mit dem Menü „Sinfonie der Sinne“ die „Chaotentruppe“ Dominic Acker, Isabel Bitterwolf, Aileen Kopatschek und Malte Rauch um Teambetreuerin Carola Kohler von der Schule am Schlosspark Aulendorf (Baden-Württemberg), gefolgt von den „Landköchen“ Carlo Füllmich, Melissa Schimkus, Jannis Schneider und Paul Schwarze um Teambetreuerin Monika Kretzschmar von der Oberschule Lossatal aus Falkenhain (Sachsen) und ihrem Menü „Ländlich, tierisch, lecker““.

Dem neunköpfigen Juryteam vom Verband der Köche Deutschlands e. V. fiel die Entscheidung nicht leicht. Bewertet wurde neben Geschmack und Optik auch die Sauberkeit und Arbeitsweise im Team und am Kochplatz, die Lebensmittelverwendung und -verwertung sowie die Kreativität und die mündliche Präsentation der Schülerköche.

Thüringens Sterneköchin und Schirmherrin des 17. Schülerkochpokal, Maria Groß beglückwünschte und ermutigte alle Bundesfinalisten zum Weitermachen: „Ihr besitzt etwas ganz Wertvolles – nämlich die Motivation und das Talent, selbst etwas zu kreieren und herzustellen! Darauf könnt Ihr alle sehr stolz sein – macht weiter so!“

Auch der Juryvorsitzende und Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands e.V., Andreas Becker appellierte an den Nachwuchs: „Kocht und probiert euch auch weiterhin aus, bleibt neugierig und kreativ! Dass einige von Euch in unsere Fußstapfen treten und sich für den Kochberuf entscheiden, ist wünschenswert und würde uns freuen. Die Küchen brauchen Köche wie Euch!“

Neben dem Wanderpokal, gestiftet von der Thüringer Energie AG, nahm das Gewinner-Team auch das Ticket für eine kulinarische Erlebnisreise ins Bio-Seehotel in Zeulenroda-Triebes (Thüringen) mit nach Hause. Die Vizemeister wurden von der Thüringer Energie AG mit einem Preisgeld in Höhe von 750,00 Euro prämiert. Den 3. Platz honorierte die Firma CHEFS CULINAR.

Leer gingen auch die anderen Teams nicht aus: Alle Teams wurden von den Juroren mit dem 4. Platz ausgezeichnet und freuen sich über hochwertige Teampräsente für die Schulküche von ED. WÜSTHOF DREIZACKWERK KG., Hela Gewürzwerk Hermann Laue GmbH & Co. Kg sowie ein Jahresabo der Fachzeitschrift KÜCHE von der LPV Media GmbH.

Moralisch unterstützt wurde das Kochevent neben engagierten Unternehmen auch von Vertretern der Politik. Fasziniert von der Professionalität der Bundesfinalisten war Carola Stauche (MdB): „„Es ist erstaunlich, was die Schülerteams in nur 120 Minuten Zubereitungszeit auf die Teller gebracht haben. Zu beobachten, mit wie viel Geschick und Kreativität sie ihre Menüs zubereiten, fand ich hervorragend. Sich bewusst zu ernähren ist ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft. Projekte wie der Schülerkochpokal, der hier Aufklärungsarbeit leistet, müssen wir stärker unterstützen. Dafür setze ich mich ein“, äußerte Carola Stauche, Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

Gespannt sein darf man schon jetzt auf den Schülerkochpokal – 18. Bundeswettbewerb 2014/2015, der unter dem Motto „Date mit der Nachbarregion – Clever und Klimafreundlich“ auf die Reise geht.

Alle wichtigen Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf des Schülerkochpokal – 18. Bundeswettbewerb 2014/2015 finden Sie ab Juli 2014 unter www.schuelerkochpokal.org.

Hintergrund: Der Schülerkochpokal, ehemals ERDGASPOKAL der Schülerköche, ist ein bundesweit einzigartiger Kochwettbewerb für Mädchen und Jungen der Sekundarstufe I. Initiiert und gefördert durch die „Kochen macht Schule gGmbH“ und den Verband der Köche Deutschlands e. V. hat es sich der Schülerkochpokal zur Aufgabe gemacht, Jugendliche für ausgewogene Ernährung und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren. Der Schülerkochpokal leistet damit einen wichtigen Beitrag im Sektor Jugendhilfe sowie Volks- und Berufsbildung. Lehrreich und mit viel Spaß werden die Schüler an die Welt des Kochens herangeführt und Fähigkeiten wie Teamgeist, Kreativität und Zeitmanagement geschult.

Ernährung im Wandel

Weniger Obst und Saft, mehr Wasser und Kaffee

Der Lebensmittelverzehr der Deutschen hat sich in den vergangenen sechs Jahren nur wenig geändert. Deutlich mehr Menschen entscheiden sich jedoch für eine vegetarische Ernährungsweise. So lautet das Fazit des Nationalen Ernährungsmonitorings (NEMONIT). Für die aktuelle Untersuchung haben Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts (MRI) Daten von 1.840 Probanden im Alter von 14-80 Jahren aus dem Befragungszeitraum 2008-2012 mit den Daten der Nationalen Verzehrsstudie II (Befragungszeitraum 2005-2007) verglichen. Die Teilnehmer machten zweimal telefonisch ausführliche Angaben zu ihrem Verzehr in den vergangenen 24 Stunden. Auch die Zufuhr an Energie und Nährstoffen sowie der Körpermassenindex (BMI) wurden berechnet.

Die Ernährungsweise der Deutschen hat sich demnach nur geringfügig verschoben. Der Verzehr von Fleisch und Wurstwaren, Gemüse, Backwaren, Getreide- und Milchprodukten ist in den vergangenen sechs Jahren nahezu gleich geblieben. Männer und Frauen essen jedoch rund 14 Prozent weniger Obst und Obsterzeugnisse als in den Jahren 2005-2007. Damit werden die allgemeinen Empfehlungen von zwei Portionen Obst (je 125 g) am Tag deutlich unterschritten. Der Konsum von Obstsäften und Nektar ist um 37 Prozent gesunken. Dafür wird mehr Wasser (+ 10 %) beziehungsweise Kaffee und Tee (+ 15 %) getrunken. Frauen greifen öfter zu Süßigkeiten und nehmen mehr Fette und Öle auf, konsumieren aber weniger Bier. Unabhängig vom Geschlecht hat sich die Energie- und Proteinaufnahme nicht verändert. Die Zufuhr an Fetten ist jedoch um 6 Prozent gestiegen und an Kohlenhydraten um 6 Prozent gesunken.

Der Anteil der Vegetarier lag 2012 bei fast zwei Prozent, vor einigen Jahren waren es nur halb so viele. Die Anzahl der Menschen, die Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, hat geringfügig von 24 auf 25 Prozent zugenommen. Es gab jedoch keine Hinweise auf eine insgesamt gesündere Ernährungsweise. Der durchschnittliche Körpermassenindex (BMI) ist lediglich bei den Männern im Vergleich zu den Daten 2005-2007 um ein Prozent gestiegen. Nach Einschätzung der Befragten hat sich ihr Gesundheitszustand in den vergangenen Jahren nicht geändert.
Heike Kreutz, www.aid.de

Kartoffel Wissen

Kartoffeln sind reich an lebenswichtigen Inhaltsstoffen
Kartoffeln gelten für viele nur als Sättigungsbeilage. Doch sie darauf zu beschränken, ist mehr als unverdient. Im Gegenteil: Kartoffeln sind wahre Wunderknollen. Und eigentlich ein unentbehrliches Nahrungsmittel. Neben der sättigenden Stärke, die dringend benötigte Kohlenhydrate für Gehirn und Muskeln liefert, verfügen sie über lebensnotwendige Proteine, jede Menge Vitamine und viele Mineralstoffe. Außerdem enthalten sie wichtige Ballaststoffe und so gut wie überhaupt kein Fett. Optimal also für alle, die nicht nur auf eine gesunde Ernährung, sondern auch auf ihr Gewicht achten müssen.

Wer Kartoffeln nicht ausschließlich als fettreiche Pommes Frites, Bratkartoffeln oder Reibekuchen zubereitet, der nutzt ein gesundes und leckeres Lebensmittel. Kartoffeln bestehen zu gut drei Vierteln aus Wasser. Das macht sie generell zu einem kalorienarmen Nährstofflieferanten – 100 Gramm enthalten gerade einmal etwa 70 Kilokalorien (kcal). Verglichen mit den anderen klassischen Beilagen Reis (95 kcal) und Nudeln (150 kcal) schneiden Kartoffeln also wesentlich besser ab und tragen ihren Ruf als nährstoffarme Dickmacher völlig zu unrecht.

Kartoffeln enthalten hochwertige Proteine
Ganz im Gegenteil: Sie liefern wichtige Kohlenhydrate, hochwertiges Eiweiß und verschiedene Vitamine, vor allem des B-Komplex. Die moderne Ernährungswissenschaft empfiehlt besonders den Konsum hochmolekularer Kohlenhydrate, z. B. in Form von Stärke, wie sie in Kartoffeln vorkommt. Die bestehen nämlich zu etwa 15-16 Prozent aus verdaulichen Kohlenhydraten. Während dem Körper der Einfachzucker ( < 1 Prozent) direkt als Energie zur Verfügung steht, wird die sättigende Wirkung den langen Kohlenhydratketten der Stärke zugeschrieben.

Wichtig ist auch die Rolle als Eiweißlieferant. Zwar enthalten Kartoffeln mit zwei Prozent recht wenig Eiweiß, dafür sind die Aminosäuren aber besonders hochwertig. Der Körper kann diese Proteine nämlich relativ leicht in körpereigene Eiweiße umwandeln. Daneben punktet die Knolle noch mit einer beträchtlichen Menge an B- und C-Vitaminen. Vitamine regulieren den Stoffwechsel und stärken das Immunsystem. Allein zwei Drittel des täglichen Bedarfs an Vitamin C, dem z. B. eine vorbeugende Wirkung gegen Erkältungen zugeschrieben wird, kann durch drei bis vier große Kartoffeln gedeckt werden. Zudem kommen die Vitamine B1 und B2 in überdurchschnittlicher Menge vor. Von den anderen Vitaminen der B-Gruppe, u. a. wichtig für Haut, Haare und Nägel, enthalten Kartoffeln Niacin und Pantothensäure sowie Vitamin B6.

Nährwerte satt
Die schmackhaften Knollen trumpfen aber auch mit einem wahren Cocktail an Mineralstoffen und Spurenelementen, Ballaststoffen und sogenannten sekundären Pflanzenstoffen auf. So sind Kartoffeln reich an Calcium und Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Phosphor sowie Carotinoiden und natürlichen Phenolen. Magnesium benötigt der Körper u. a. zur Aktivierung des Stoffwechsels und zur Verbesserung der Zelldurchblutung. Eisen und Kupfer sind für die Blutbildung unentbehrlich, ebenso wie Mangan für den Phosphorstoffwechsel. Auch Carotinoide spielen eine wichtige Rolle bei zahlreichen metabolischen Prozessen. Zudem besitzen die Pflanzenpigmente, die auch in den meisten farbigen Gemüsesorten wie Karotten, Spinat oder Paprika vorkommen, wichtige antioxidative Wirkungen, die das Krebsrisiko senken können. Da der menschliche Körper Carotinoide nicht selbst produzieren kann, müssen sie über die Ernährung aufgenommen werden.

Calcium und Phosphor sind für die Festigkeit der Zähne und der Knochen von großer Bedeutung. Phosphor ist zudem ein wichtiger Baustein für Nerven und Energie liefernde Verbindungen in den Muskeln. Calcium spielt bei der Blutgerinnung und für den Herzrhythmus eine wichtige Rolle. Ballaststoffe erzeugen einen lang anhaltenden Sättigungseffekt, da sie vom Magen und Darm nur langsam verdaut werden können. Zudem regen sie das Verdauungssystem an und üben eine positive Wirkung auf Herz und Kreislauf aus. Andere Inhaltsstoffe bekämpfen Bakterien, Viren und Pilze, senken den Cholesterinspiegel, wirken gegen Entzündungen und beeinflussen den Blutzuckerspiegel oder die Immunreaktionen des Körpers positiv.

Dämpfen ist besonders schonend
Besonders viele Vitamine und Nährstoffe liegen direkt unter der Schale. Sie sind äußerst empfindlich und werden bei unsachgemäßer Behandlung schnell zerstört. Um beim Kochen nicht zu viel davon zu verlieren, sollten die Kartoffeln möglichst mit Schale gekocht und erst danach gepellt werden. Am besten erhalten bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe bei schonender Dämpfung.

Zoran Cobanov

Kempinski Hotel Adriatic: Zoran Cobanov ist der Nneue Küchenchef im Restaurant Kanova

Es geht um den Genuss. Nicht mehr und nicht weniger. „Jeder Bissen eines Gerichts muss auf der Zunge explodieren: Er muss schwungvoll sein und lebhaft, voller Geschmack und Energie“, sagt Zoran Cobanov, der neue Küchenchef des Restaurant Kanova im Kempinski Hotel Adriatic. Cobanov, 37, gilt als einer der bekanntesten jungen Köche Kroatiens – er hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und zuletzt in dem mit 14 Punkten des Gault Millau Österreich ausgezeichneten Restaurant „San Rocco“ in Brtonigla Leckerbissen zubereitet.

Modern ist seine Küche für das Restaurant Kanova, in traumhafter Lage hoch über dem türkisblauen Mittelmeer und im Stil einer typischen kroatischen Taverne mit offenem Grill. „Moderne Mittelmeerküche mit traditionellem istrischen Flair“, wie er es auf den Punkt bringt. Und das gilt ganz genauso für das Hauptrestaurant des schicken Fünf-Sterne-Hauses in Savudrija. Cobanov will, dass sich seine Gäste Zeit nehmen für das Essen, jeden Bissen genießen und „ihn mit Gusto essen, wie man so schön sagt“. Die Genießer sollen bestenfalls über das nachdenken, was auf ihren Tellern liegt – und sie sollen die Zutaten zu schätzen wissen. „Gerade in unserer schnelllebigen Welt ist es umso wichtiger, sich Zeit zum Essen und Genießen zu nehmen.“

Seine Ideen und Inspirationen holt sich der 37-Jährige quasi überall – auf Märkten, in Restaurants, in Büchern. „Ich spreche jeden Tag mit Lieferanten, Produzenten, Fischern und Fleischern.“ Aber Covanov weiß auch sehr genau, was er mit seinen „Materialien“ zu tun hat. „Ich betone die Qualität und den Geschmack jedes einzelnen Produkts“, so der neue Küchenchef. „Ich hole jeweils das Beste raus.“

Kochen, sagt er, sei sein Leben. „Es ist mein Weg, meine Persönlichkeit auszudrücken.“ Ein bisschen arrogant manchmal, aber immer voller Energie und Tatendrang – und mit einem feinen Gespür für gutes Essen. Kein Tag sei wie ein anderer, jeden Tag stehe man vor neuen Herausforderungen in der Küche. Und auch die Inspiration ist jeden Tag eine andere: „Das hängt von so vielen Faktoren ab“, sagt der Koch, der eigentlich aus Dalmatien stammt. „Eines Tages im Frühling roch ich irgendwo den zarten Duft von Veilchen – also ging ich in meine Küche, machte Veilcheneis mit weißer Schokolade und Olivenöl.“ Den Umzug nach Istrien nennt Cobanov „den besten Zufall meines Lebens.“ „Diese Halbinsel ist wie der Garten Eden: Das Meer, das Land, die exzellenten Produkte, die es gleich vor der Haustür gibt.“