Douce Steiner

In der deutschen Provinz nach kulinarischen Hochgenüssen Ausschau zu halten, ist sehr viel einfacher als es der geneigte Großstädter vermutet.
Wer sich ein bisschen auskennt weiß nämlich, dass gerade in Baden-Württemberg der Genuss zu Hause ist.

Knapp 50 Kilometer vor Basel liegt Sulzburg, eine Kleinstadt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Dort findet der Berliner Foodblogger Bernhard Steinmann im Hotel und Restaurant Hirschen Douce Steiner, deren Küche mit zwei Michelinsternen und 17 Gault&Millau-Punkten ausgezeichnet ist. Sie ist die erste Frau, die in Deutschland zwei Michelinsterne erkochen konnte.
Übrigens steht auch Ehemann Udo Weiler in der Küche. Weiler war immerhin Souschef bei Harald Wohlfahrt. Douce Steiner und Udo Weiler lernten sich dort kennen.

Wie so häufig sind wir viel zu früh im Hotel, das Zimmer jedoch bald zum Einzug bereit.
In ruhiger Umgebung, ohne Durchgangsverkehr, kann man abschalten und entspannen.
Es gibt keinen Fernseher und kein Internet. Obwohl ich dies seit der Zimmerbuchung weiß und darauf eingestellt bin, werfe ich einen sehnsüchtigen Blick auf die Satellitenantenne auf dem Dach des Nebenhauses.

Am Abend werden wir freundlich zu unserem Tisch im Restaurant geleitet.
Hans-Paul Steiner und seine Ehefrau Claude, die Eltern Douces, helfen, wie kann es im Familienbetrieb anders sein, natürlich mit.

Die ästhetische Gestaltung des Gastraumes ist traditionell gewachsen und gemütlich. Leicht rustikal, kein unterkühlter Gourmettempel. Es erinnert mich ein bisschen an die Arzaks in Spanien. Man fühlt sich schnell wohl und entspannt.

Wir wählen das „Menü Douce“ und starten mit dem ersten Gruß aus der Küche, einem leicht gelierten Melonensüppchen mit Joghurtgranitée und Minze. Kalt, frisch, genau richtig für einen warmen Sommertag.

Wachtelbrust und Gänseleberkugel
mit schwarzem Pfeffer auf einem Coulis von Apfel und Sellerie, Kamille
Eine überaus gelungene Kreation. Das Selleriearoma mit seinen spürbaren Bitterstoffen überlässt der zarten Wachtel die Rolle des besten Nebendarstellers.
Die aromatische Gänseleber als Koalitionspartner gefällt uns besonders gut. Alles perfekt mit Fruchtnoten abgerundet.

Plat“ Jardiniere“
Kleine gefüllte mediterrane Gemüse mit weißem Tomatenschaum, Brunnenkresse
Die französische Klassik wird mit einer dehydrierten Auberginenscheibe aufgepeppt.
Das klingt natürlich ein bisschen frech wenn man bedenkt, dass die Steiner´sche Küche ohnehin eine moderne Interpretation französischer Küche ist.
Ganz so, wie ich es mag, ohne Anwandlungen avantgardistischer Tellergemälde.
Statt dessen werden mit hoher Präzision erstklassige Produkte verarbeitet.
Hier z.B. Zucchini, Paprika, mit Thunfisch gefüllt, Tomate, Mozzarella.
Ein sehr schönes Gericht.

Flusskrebse, Steinpilze und Sot l´y Laisses
mit Aprikosen, neuen Mandeln, Estragon-Schaum
Ein prächtiger Anblick und ein Hochgenuss.
Die Steinpilze sind überaus köstlich und das eigentliche Highlight dieses Ganges.
Trotz des schmackhaften Pfaffenstücks und des gelungenen Estragon-Schaumes.
Ein insgesamt leichtes Gericht mit zarten Säurenoten und breit angelegten Aromen.

Douce Steiner interpretiert die französische Klassik in einer verständlichen und überaus schmackhaften Form.
Die Speisen sind aromatisch, die Eigenheiten der Produkte werden klar und deutlich herausgearbeitet. Auf dem Teller herrscht grundsätzlich Harmonie, nichts dringt zu stark in den Vordergrund oder unterdrückt andere Bestandteile. Eine kleine Ausnahme der Regel finden wir bei der Wachtelbrust, ohne dass der gute Gesamteindruck dadurch getrübt wird.

Steiner findet mühelos den Mittelweg zwischen Purismus und Opulenz.
Sie spielt mit Temperaturen und Geschmacksnoten, verzichtet auf Tellerikebana, arrangiert nüchtern und zweckmäßig.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Frankfurt kulinarisch auf Platz eins

Etablierte Sternerestaurants, spannende Neueröffnungen und jede Menge gastronomisches Potential: Frankfurt hat sich fraglos zu einer kulinarischen Hochburg entwickelt. Eine aktuelle Rangliste von S.Pellegrino untermauert diesen Trend jetzt mit handfesten Zahlen. Verlierer im kulinarischen Metropolenvergleich ist Berlin. Bei den Bundesländern liegt mit Baden-Württemberg ein altbekannter Musterschüler vorne, der Osten der Republik schwächelt. Beste weibliche Küchenchefin ist Douce Steiner.

Wo sind sie, die besten Restaurants Deutschlands? In Baden-Württemberg oder doch eher im gastronomischen Epizentrum Sylts? Eine Antwort liefert die „S.Pellegrino Kulinarische Auslese“. In dieser Publikation der gehobenen Gastronomie werden jedes Jahr die Ergebnisse von sieben Restaurantführern (Michelin, Gault Millau, Varta, Schlemmer Atlas, A la carte, Der Feinschmecker, Falstaff Restaurantguide) als übersichtliches Gesamtergebnis in einem Buch zusammengefasst. Gemeinsam auf dem Spitzenplatz: „Schwarzwaldstube – Traube Tonbach“ (Harald Wohlfahrt), „Vendôme“ (Joachim Wissler) sowie das „Waldhotel Sonnora“ (Helmut Thieltges). Spannend wird es beim genaueren Blick auf die Metropolen und Bundesländer. Hier offenbaren sich nämlich einige deutliche Unterschiede. So kann sich in diesem Jahr, als kleine Überraschung, ausgerechnet Frankfurt die kulinarische Krone aufsetzen.

Metropolen im Vergleich: Höchste Restaurant-Dichte in Frankfurt
2.000 ausgewählte Restaurants verzeichnet die „16. S.Pellegrino Kulinarische Auslese 2015“. Davon entfallen ganze 289 Restaurants auf die sechs größten Städte in Deutschland. An der Spitze: Berlin mit 67 Restaurants. Es folgen München (64), Hamburg (55). Köln (38), Frankfurt (36) und Stuttgart (29). Ein eindeutiges Ergebnis, könnte man meinen. Was aber passiert, wenn die Anzahl der gelisteten Restaurants in Relation zur Einwohnerzahl gesetzt wird? Hier ergibt sich ein komplett anderes Bild. Klar auf dem ersten Platz: Frankfurt, die Stadt mit der höchsten Restaurant-Dichte. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl teilen sich 100.000 Frankfurter 5,13 Toprestaurants, errechnet aus den 701.250 Bewohnern, die Wikipedia aktuell dokumentiert. Ein Spitzenwert, wie auch der Vergleich mit den direkten Konkurrenten deutlich macht. Weit abgeschlagen auf dem letzten Platz: Berlin. Hier kommen nur 1,94 Toprestaurants auf 100.000 Einwohner.

Bundesland-Ranking: Baden-Württemberg punktet, der Osten schwächelt
Im Duell der Bundesländer gibt es einen unangefochtenen Spitzenreiter. Baden-Württemberg setzt sich mit 452 Restaurants klar an die Spitze. Allein Baiersbronn – die heimliche Gourmet-Hauptstadt Deutschlands – steuert 12 Platzierungen bei. So ist es auch kaum verwunderlich, dass der Abstand zum Zweitplatzierten, Nordrhein-Westfalen, ganze 90 Restaurants beträgt. Das bevölkerungsreichste Bundesland kommt auf 362 Platzierungen und kann sich damit knapp vor Bayern (334) positionieren. Es folgt – schon mit ein wenig Abstand zum Führungstrio – Rheinland-Pfalz (178). Ganz hinten im Ranking: Sachsen-Anhalt (18) sowie die beiden Schlusslichter Bremen und Thüringen (jeweils 16). Generell scheint gerade in den neuen Bundesländern noch kulinarischer Nachholbedarf zu herrschen. Einzig Mecklenburg-Vorpommern schafft es, sich einen Platz im Mittelfeld zu sichern.

Beste Küchenchefin kocht im Breisgau
Küchenchefinnen sind in der männlich dominierten Spitzengastronomie rar. Doch auch hier gibt es positive Ausnahmen: Köchinnen, die sich gegen ihre Kollegen behaupten können und weit vorne im Ranking mitmischen. Bestes Beispiel ist Douce Steiner. Ihr Restaurant „Hirschen“ in Sulzburg (Breisgau-Hochschwarzwald) landet auf Platz 54 und ist damit das beste weiblich geführte Haus in Deutschland. Gute Platzierungen heimsen aber auch die Berlinerin Sonja Frühsammer („Frühsammers“, Platz 95) und Anna Sgroi („Anna Sgroi“, Platz 155) aus Hamburg ein.

Deutschlands leckerster Wald

Drei neue Sterne im Schwarzwald: Jetzt 28 Sterne im Schwarzwald – Küchenchefin Douce Steiner vom „Hirschen“ hat sich ihren zweiten Stern erkocht – Ralph Knebel vom „Erbprinz“ in Ettlingen und Wolfgang Raub in Kuppenheim freuen sich über ihren ersten Stern

Der Schwarzwald gilt vielen als „Deutschlands schönste Genießerecke“. Kein Wunder, denn hier stehen besonders viele Sterneköche am Herd. Gleich drei neue Sterne hat der Restaurantführer „Guide Michelin“ aktuell an Küchenmeister im Schwarzwald vergeben. Damit erhöht sich die Zahl der Sterne im Schwarzwald auf 28. Küchenchefin Douce Steiner vom „Hirschen“ in Sulzburg hat sich bereits ihren zweiten Stern erkocht. Die Küchenchefs Ralph Knebel vom Restaurant „Erbprinz“ in Ettlingen und Wolfgang Raub von „Raubs Landgasthof“ in Kuppenheim freuen sich über ihren ersten Stern.

Nachwuchskoch Sören Anders gründete im Juli 2012 sein eigenes Restaurant „Anders auf dem Turmberg“ in Karlsruhe-Durlach. Seinen ersten Stern hat er sich bereits 2010 im Alter von 24 Jahren verdient und konnte ihn mit Kreationen aus seiner eigenen Gourmetküche verteidigen.

Der Bericht zum Guide Michelin Deutschland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343517/Guide-MICHELIN-Deutschland-2013/

Alle neuen Sterne 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343515/Die-neuen-Sterne-des-Michelins-2013/

Alle Michelin Sterne Restaurants in Deutschland 2013:
http://www.gourmet-report.de/artikel/343514/Alle-Michelin-Sterne-2013/

Alle neuen 2 Sterne Restaurants:
www.gourmet-report.de/artikel/343506/Die-neuen-2-Sterne-Koeche/

Hier finden Sie die neuen Sterneköche mit einem Stern:
www.gourmet-report.de/artikel/343505/29-neue-Michelin-Sterne/

Hier die erste Meldung mit Gerüchten, die sich dann als wahr herausstellten:
www.gourmet-report.de/artikel/343498/3-Stern-fuer-Kevin-Fehling/

Alle neuen BIB Gourmands – gute und günstige Restaurants:
www.gourmet-report.de/artikel/343518/Die-neuen-Auszeichnungen-des-Bib-Gourmand-Deutschland-2013.html

Alle Bib Gourmands in Deutschland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343519/Uebersicht-aller-Haeuser-mit-Auszeichnung-des-Bib-Gourmand-Deutschland-2013.html

Alle Sterne 2012:
www.kochmesser.de/component/name,Michelin-2012-Deutschland/option,com_gourmet/task,article/id,340059

Sie können heute schon den Guide Michelin Restaurantführer Deutschland 2013 vorbestellen: ISBN 978-2-06-717891-5 portofrei

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen – ganz speziell auch denen, die mit CHROMA Cnife so gut abschnitten!

Die neuen 2 Sterne Köche

Jens Jakob, Denis Feix, Dirk Hoberg, Douce Steiner und Karl-Heinz Hauser, Tim Raue, Matthias Schmidt

Wir gratulieren allen 2 Sternern!

Der Bericht zum Guide Michelin Deutschland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343517/Guide-MICHELIN-Deutschland-2013/

Alle neuen Sterne 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343515/Die-neuen-Sterne-des-Michelins-2013/

Alle Michelin Sterne Restaurants in Deutschland 2013:
http://www.gourmet-report.de/artikel/343514/Alle-Michelin-Sterne-2013/

Alle neuen 2 Sterne Restaurants:
www.gourmet-report.de/artikel/343506/Die-neuen-2-Sterne-Koeche/

Hier finden Sie die neuen Sterneköche mit einem Stern:
www.gourmet-report.de/artikel/343505/29-neue-Michelin-Sterne/

Hier die erste Meldung mit Gerüchten, die sich dann als wahr herausstellten:
www.gourmet-report.de/artikel/343498/3-Stern-fuer-Kevin-Fehling/

Alle neuen BIB Gourmands – gute und günstige Restaurants:
www.gourmet-report.de/artikel/343518/Die-neuen-Auszeichnungen-des-Bib-Gourmand-Deutschland-2013.html

Alle Bib Gourmands in Deutschland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343519/Uebersicht-aller-Haeuser-mit-Auszeichnung-des-Bib-Gourmand-Deutschland-2013.html

Alle Sterne 2012:
www.kochmesser.de/component/name,Michelin-2012-Deutschland/option,com_gourmet/task,article/id,340059

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Guide MICHELIN Deutschland 2013

Mit einem neuen 3-Sterne-Restaurant, sieben neuen 2-Sterne-Häusern und 29 neuen 1-Stern-Restaurants ist die diesjährige Ausgabe besonders positiv für die deutsche Gastronomie ausgefallen – jetzt 255 Sternerestaurants in Deutschland – Douce Steiner erste Frau mit zwei Sternen. Die neue Rekordzahl zur 50. Ausgabe beweist ganz klar die dynamische Entwicklung und das immer höhere Niveau der Restaurants in Deutschland.

Junge Talente in der Spitzenklasse
Erstmals erhält das Restaurant „La Belle Epoque“ in Lübeck-Travemünde mit Küchenchef Kevin Fehling die Höchstwertung von drei Sternen. Damit ist Fehling mit erst 35 Jahren sozusagen zum deutschen Shootingstar unter den Köchen geworden. Die Inspektoren konnte er mit beeindruckendem Know-how überzeugen: Seine absolut harmonischen Kompositionen zeugen von Intelligenz und Reife bei der Kombination der Aromen, verbunden mit einer ausgeprägten persönlichen Note. Damit steigt die Zahl der deutschen 3-Sterne-Betriebe auf den historischen Höchststand von zehn Häusern. In Europa bietet Deutschland nach Frankreich nun die meisten Adressen mit der höchsten gastronomischen Auszeichnung.

Ebenfalls bemerkenswert ist der Zuwachs im 2-Sterne-Bereich:
Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Anzahl der 2-Sterne-Häuser damit von 18 im Jahr 2010 auf nun 36 verdoppelt. Sieben neue 2-Sterne-Restaurants wurden in den Guide 2013 aufgenommen. Zum ersten Mal wurde mit der Küchenchefin Douce Steiner in dieser Kategorie eine Frau in Deutschland ausgezeichnet.

Vielfältig und erschwinglich – neue Trends in der deutschen Küche
Auf ihren Reisen für die Ausgabe 2013 beobachteten die Inspektoren aktuelle Trends in der deutschen Küche. Zum einen zeigt sich, dass die deutsche Spitzenküche außergewöhnlich vielfältig ist, ob nun klassisch oder innovativ, asiatisch oder regional geprägt. Die Inspektoren testen jedoch nicht nur Spitzenbetriebe, sondern alle Arten von Restaurants bis hin zu kleinen Bistros. Dabei zeigte sich ein weiterer Trend, nämlich Restaurants, die ihren Gästen ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis in lockerer und ungezwungener Atmosphäre bieten. Die beachtliche Zahl von 70 neuen „Bib Gourmands“ stellt einen rasanten Anstieg dar und bestätigt diesen Trend. Mit insgesamt 452 Häusern, die diese Auszeichnung erhielten, ist ebenfalls ein neuer Spitzenwert erreicht. Der „Bib Gourmand“ steht für Restaurants, die ein komplettes Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert mit einem sehr guten Preis-Leistungs- Verhältnis bieten.

Neu aufgenommene Häuser werden zur schnelleren Orientierung und besseren Lesbarkeit mit einem eigenen Symbol, dem roten „N“, gekennzeichnet. Der erstmals im praktischen Softcover-Einband erscheinende Guide MICHELIN Deutschland 2013 ist ab 9. November für 29,95 Euro im Buchhandel (in Österreich 30,80 Euro und in der Schweiz 39 Franken) erhältlich.

Die Ausgabe 2013 empfiehlt:
̧ 4.073 Hotels
̧ 2.221 Restaurants
̧ 255 Sterne-Restaurants

Der Bericht zum Michelin Deutschland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343517/Guide-MICHELIN-Deutschland-2013/

Alle neuen Sterne 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343515/Die-neuen-Sterne-des-Michelins-2013/

Alle Michelin Sterne Restaurants in Deutschland 2013:
http://www.gourmet-report.de/artikel/343514/Alle-Michelin-Sterne-2013/

Alle neuen 2 Sterne Restaurants:
www.gourmet-report.de/artikel/343506/Die-neuen-2-Sterne-Koeche/

Hier finden Sie die neuen Sterneköche mit einem Stern:
www.gourmet-report.de/artikel/343505/29-neue-Michelin-Sterne/

Hier die erste Meldung mit Gerüchten, die sich dann als wahr herausstellten:
www.gourmet-report.de/artikel/343498/3-Stern-fuer-Kevin-Fehling/

Alle neuen BIB Gourmands – gute und günstige Restaurants:
www.gourmet-report.de/artikel/343518/Die-neuen-Auszeichnungen-des-Bib-Gourmand-Deutschland-2013.html

Alle Bib Gourmands in Deutschland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343519/Uebersicht-aller-Haeuser-mit-Auszeichnung-des-Bib-Gourmand-Deutschland-2013.html

Alle Sterne 2012:
www.kochmesser.de/component/name,Michelin-2012-Deutschland/option,com_gourmet/task,article/id,340059

Sie können heute schon den Guide Michelin Restaurantführer Deutschland 2013 vorbestellen: ISBN 978-2-06-717891-5 portofrei

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen – ganz speziell auch denen, die mit CHROMA Cnife so gut abschnitten!

3. Stern für Kevin Fehling?

Morgen kommen die Michelin 2013 Ergebnisse – die Gerüchteküche brodelt – Fehling soll dritten Stern erhalten – Tim Raue und Douce Steiner den 2. – weitere fünf neue 2Sterner – 29 Restaurants sollen neu einen Stern erhalten – Wer ist dabei?

Morgen ab 12 Uhr werden wir Sie autorisiert hier auf Gourmet Report informieren können, peu a peu mit allen Ergebnissen!

Der Bericht zum Michelin Deutschland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343517/Guide-MICHELIN-Deutschland-2013/

Alle neuen Sterne 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343515/Die-neuen-Sterne-des-Michelins-2013/

Alle Michelin Sterne Restaurants in Deutschland 2013:
http://www.gourmet-report.de/artikel/343514/Alle-Michelin-Sterne-2013/

Alle neuen 2 Sterne Restaurants:
www.gourmet-report.de/artikel/343506/Die-neuen-2-Sterne-Koeche/

Hier finden Sie die neuen Sterneköche mit einem Stern:
www.gourmet-report.de/artikel/343505/29-neue-Michelin-Sterne/

Hier die erste Meldung mit Gerüchten, die sich dann als wahr herausstellten:
www.gourmet-report.de/artikel/343498/3-Stern-fuer-Kevin-Fehling/

Alle Sterne 2012:
www.kochmesser.de/component/name,Michelin-2012-Deutschland/option,com_gourmet/task,article/id,340059

Sie können heute schon den Guide Michelin Restaurantführer Deutschland 2013 vorbestellen: ISBN 978-2-06-717891-5 portofrei

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen – ganz speziell auch denen, die mit CHROMA Cnife so gut abschnitten!

Gault Millau 2012

19,5 Punkte für Sven Elverfeld aus Wolfsburg im neuen Gault Millau – Douce Steiner aus Südbaden beste deutsche Köchin – Tim Raue bester Koch in Berlin – Heftige Kritik am Service

Als „immer lästigere Störung“ empfindet die französische Gourmetbibel Gault Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2012 die „Überpräsenz des Service in der deutschen Spitzengastronomie. Was es für Liebende, Geschäftsleute oder eine gesellige Runde bedeutet, wenn der Service heute doppelt so oft an den Tisch kommt wie vor 10 Jahren (damals 20, nun etwa 40 Mal pro Stunde an einen Vierertisch), interessiert diese Störenfriede nicht im mindesten, die ständig etwas ansagen, fragen oder nachschenken müssen“. Auch allzu viele Köche trügen zu diesem „Gästestören bei. Wer seine Zugehörigkeit zur Avantgarde beweisen will, bietet ja kein Stück Fleisch mehr, sondern spielt das in drei Variationen mit sechs verschiedenen Beilagenelementen in Texturen durch. Und jeder Geleewürfel, Saucentupfer und Püreestrich auf dem Teller muss vom Service ausgiebig ‚erklärt’ werden, besonders gern unter Zuhilfenahme des Uhrzeigersinns.

Kurzum, man fühlt sich mittlerweile in den meisten Toprestaurants wie in einem Überwachungsstaat. Wer sich mit Freunden unterhalten oder mit Partnern etwas besprechen will, bedenke bei der Wahl des Lokals, ob er dort noch ausreden darf und sein Gedankenfluss nicht ständig unterbrochen wird. Wir sind sicher, der Service wird es über kurz oder lang hinkriegen, dass Menschen, die sich etwas zu sagen haben, dazu Restaurants meiden.“

Rucolasauce zum Rahmeis mit Himbeeren beim „Koch des Jahres“

Zum „Koch des Jahres“ wurde der „Pionier der deutschen Gewürz- und derzeit so modischen Gemüseküche“ gekürt: der 47-jährige Andree Köthe vom Nürnberger „Essigbrätlein“. Er kochte „schon vor 10 Jahren sein Gemüse aus der Neben- in die Hauptrolle und bot Fleisch wie Fisch als Beilage dar. Und bewies dabei eine unglaublich sichere Hand im Umgang mit der Würze, die hier so vielfältig, so ungewohnt, so fordernd und auch so provozierend wirkt wie in kaum einem anderen deutschen Restaurant“.

Seine „intellektuelle, aber unprätentiöse Küche“ bietet nur ein maximal siebengängiges Menü, „das man mit ‚Nachdenken über Geschmack’ oder ‚Schmecken mit Verstand’ überschreiben könnte. Hauchdünne, kurz al dente blanchierte Scheibchen und würzig-knackige Blattstiele vom Radieschen gibt es als zungestreichelnden Balsam zur Seeforelle, Blumenkohl als feine Creme und in hauchdünnen, rohen Scheiben zu glasig angegartem Wildsaibling. Auch ein Augenschmaus sind die in einem Dreieck aus grober Meerrettichcreme stehenden Scheiben von säuerlich marinierter Roter Bete, denen Schnittlauchröllchen grüne und Kirschblüten-Crunchy duftige Noten verleihen. Reiner Schnittlauchsaft führt die Kombination von Aprikose und Reh zur Geschmacksexplosion auf der Zunge, feinherbe Rucolasauce kontrastiert Rahmeis mit Himbeeren.“

Für diese „in die in Sphären absoluter puristischer Aromatik vorstoßende Küche“ erhielt der völlig uneitle Nordhesse, der keine großen Lehrmeister und keine Hobbys hat, weder luxuriöse Produkte noch modische Effekte verwendet, 18 von 20 möglichen Punkten.

Eine höhere Bewertung als Köthe haben in dem nach dem französischen Schulnotensystem urteilenden Guide nur 12 deutsche Köche. In die Phalanx der mit 19,5 Punkten höchstbewerteten Küchenchefs stieg Sven Elverfeld vom Restaurant „Aqua“ in Wolfsburg auf. Aus der Begründung: „Er verzichtet auf exotische Produkte und hyperkreative Zubereitungen. Das scheinbar Einfache wird bei ihm zu einem Reigen des Wohlgeschmacks und der vollendeten Harmonie für alle Geschmackssinne. Er stellt konsequent Geschmack über Effekt.“

Ihre 19,5 Punkte aus dem Vorjahr bekamen wieder Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn-Tonbach für „nie nachlassende kreative Energie, unbestechlichen Gaumen und absoluten Willen zur Perfektion“, Helmut Thieltges vom „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich in der Südeifel wegen „seiner Küche von der Leichtigkeit, aber zugleich auch Tiefe einer Mozartmelodie“, Joachim Wissler vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach als „Deutschlands weltoffenster Koch mit dem Ehrgeiz und der Ernsthaftigkeit eines Hohenprie- sters der internationalen Avantgarde“ und Klaus Erfort vom „GästeHaus“ in Saarbrücken, „der die Kulinarik nicht neu erfinden, sondern ihr bloß in aller Bescheidenheit das absolute Optimum abgewinnen will“.

Diesem Quintett folgen mit je 19 Punkten Thomas Bühner vom „La Vie“ in Osnabrück für seine „reine Harmonielehre auf jedem Teller“, Christian Jürgens von der „Überfahrt“ in Rottach-Egern am Tegernsee für das „Bestreben, die Seele eines Produkts auf das Bestmögliche darzustellen“, Christian Bau vom „Schloss Berg“ im saarländischen Perl-Nennig, der „leider ohne lockere Beschwingtheit der Küche den Weg in die Zukunft weisen will“, Hans Stefan Steinheuer von „Steinheuers Restaurant zur alten Post“ in Bad Neuenahr, der „durch den kühl kalkulierten Einsatz der würzenden Zutaten prononcierte Herzhaftigkeit erreicht“, Heinz Winkler von der „Residenz Heinz Winkler“ im oberbayerischen Aschau für „eine Küche von erhabener Leichtigkeit bei gleichzeitig tiefgründigen Aromen“, Nils Henkel vom „Schloss Lerbach“ in Bergisch Gladbach, der „alle technischen Möglichkeiten zeitgenössischer Kulinarik nutzt, um ein sehr gutes Produkt in all seinen Facetten zu zeigen“ sowie Tim Raue vom gleichnamigen Restaurant in Berlin, der diese Note erstmals erreichte, weil er „aus seinen umfangreichen internationalen Erfahrungen eine persönliche Essenz der asiatischen Küche destillierte“. Er kreierte auch das „Menü des Jahres“, das im „Prinzip höchster Leichtigkeit“ u.a. thailändische Tageslilie, neuseeländische „8 head“ Abalone und Taube in Sichuangewürzen bietet.

Auf 18 Punkte steigerten sich der „spielerisch-heiter und technisch ausgefeilt kochende“ Hans Horberth vom „La Vision“ in Köln und der „sensorische Ekstase und emotionale Freude vereinende“ Christoph Rainer von der „Villa Rothschild“ in Königstein/Taunus. Insgesamt erkochten 30 Köche 18 Punkte, die für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung” stehen; 19,5 und 19 Punkte bedeuten Weltklasse. Von den 42 deutschen Topköchen, die 18 bis 19,5 Punkte bekamen, stehen 11 in NRW, 6 in Baden-Württemberg und je 5 in Bayern und Rheinland- Pfalz am Herd.

17 Punkte erreichten erstmals 16 Köche, unter ihnen Douce Steiner vom „Hirschen“ in Sulzburg (Südbaden), die damit höchstbewertete Köchin in Deutschland ist. Für ihre „sehr mundwässernd komponierten Gerichten der vielseitigen Speisenkarte, ihre besondere Liebe zu Gemüse und Kräutern sowie ihr Händchen für leichte Saucen“ wurde sie „Aufsteiger des Jahres“. Dieselbe Note schafften auf Anhieb die Küchenchefs zweier neu eröffneter Restaurants: Franz Berlin, 28, von „Berlin’s Krone“ in Bad Teinach (Nordschwarzwald) und Dirk Hoberg, 30, vom „Ophelia“ in Konstanz.

Die „feenhafte, aber selbstbewusste Küche“ der 26-jährigen Kimberley Unser des ebenfalls neueröffneten „Seven Swans“ in Frankfurt stellen die Tester als „Entdeckung des Jahres“ vor, weil sie „essbare Landschaften auf den Teller zaubert und ihre scheinba
r unbekümmerte Gute-Laune-Küche mit Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Bio-Qualität bietet“.

869 Restaurants ausgezeichnet, darunter 102 in den neuen Bundesländern
Insgesamt bewertet der alljährlich wegen seiner strengen Urteile und deren zu- weilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Fein- schmeckern mit Spannung erwartete Gault Millau in seiner neuen Ausgabe 1060 Restaurants. Die 25 Tester, die stets anonym auftreten und dieses Jahr 282.000 Euro Spesen machten, verliehen 869 Luxuslokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants die begehrten Kochmützen. Dazu mussten die Köche mindestens 13 von 20 Punkten erreichen, was einem Michelin-Stern nahe kommt.

Auch 102 Küchenchefs in den neuen Bundesländern erkochten diese Auszeichnung

An ihrer Spitze stehen mit 18 Punkten Oliver Heilmeyer vom „17fuffzig“ in Burg (Spreewald) und Dirk Schröer vom „Caroussel“ in Dresden. Ihnen folgen mit 17 Punkten der Italiener Marcello Fabbri vom Restaurant „Anna Amalia“ in Weimar, Benedikt Faust vom „Berliner Salson“ in Göhren auf Rügen, Tillmann Hahn vom „Butt“ in Rostock-Warnemünde, Stefan Hermann vom „Bean & Beluga“ in Dresden, Ronny Siewert vom „Friedrich Franz“ in Bad Doberan-Heiligendamm sowie die beiden Leipziger Detlef Schlegel vom „Stadtpfeifer“ und Peter Maria Schnurr vom „Falco“.

Da auch die Welt der Gourmandise im ständigen Wandel ist und die Plätze im Feinschmeckerparadies immer wieder neu gerührt und erkocht werden, servierte der Gault Millau im Vergleich zur Vorjahrsausgabe 119 langweilig gewordene Restaurants ab und nahm 119 inspirierte Küchen neu oder wieder auf. 118 Köche wurden höher, 116 niedriger als im letzten Guide bewertet. Außer dem Koch und dem Aufsteiger sowie der Entdeckung und dem Menü des Jahres zeichnete der Guide noch weitere kulinarische und gastronomische Leistungen aus:

• „Oberkellner des Jahres“: Enrico Spannenkrebs vom „Atelier“ in München,
• „Sommelier des Jahres“: Magdalena Brandstätter vom „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich,
• „Restaurateur des Jahres“: Konrad Winzer vom „Drei König“ in Lörrach, ein Bildhauer, der aus Freude an unverkünstelter Küche ein Edelgasthaus finanzierte.
• „Pâtissier des Jahres“: Oliver Näve vom „Restaurant Français“ in Frankfurt,
• „Kochschule des Jahres“: Stefan Hermann vom „Bean & Beluga“ in Dresden,
• „Barkeeper des Jahres“: Franz Höckner vom Hotel „Adlon“ in Berlin.

Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (914 Seiten, 29.95 €) 370 Hotels. Im „Weinromantikhotel Richtershof“ in Mülheim an der Mosel kürte er den Rauchsalon („Londoner Herrenclub meets Mülheimer Fachwerkidyll“) zur „Cigar Lounge des Jahres“. Als zusätzliches Schmankerl bietet der Guide auf 50 Seiten Restaurants und Hotels in Südtirol.

Für unterwegs gibt es den Gault Millau auch als App fürs iPhone (7,99 €). Die App enthält den gesamten Inhalt der Buchausgabe und bietet Zusatzfunktionen zur Suche, Anfahrt und direkten Anwahl interessanter Restaurants.

Gault Millau Deutschland 2012 – Der Reiseführer für Genießer 29. Jahrgang, 914 Seiten, Euro 29,95
ISBN 978-3-86244-076-4 (Bestellink portofrei), Christian Verlag München

Alle Meldungen zum Gault Millau 2012

Alles über den Gault Millau 2012:
www.gourmet-report.de/artikel/340144/Gault-Millau-2012/

Gault Millau Berlin 2012:
www.gourmet-report.de/artikel/340145/Gault-Millau-Berlin-2012/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2012:
www.gourmet-report.de/artikel/340146/Gault-Millau-Baden-Wuertemberg-2012/

Gault Millau 2012 in Bayern:
www.gourmet-report.de/artikel/340147/Gault-Millau-2012-Bayern/

Gault Millau 2012 in Brandenburg
www.gourmet-report.de/artikel/340148/Gault-Millau-2012-Brandenburg/

Gault Millau 2012 in Bremen:
www.gourmet-report.de/artikel/340149/Gault-Millau-2012-Bremen/

Gault Millau 2012 in Hamburg
www.gourmet-report.de/artikel/340150/Gault-Millau-2012-Hamburg/

Gault Millau 2012 in Hessen:
www.gourmet-report.de/artikel/340151/Gault-Millau-Hessen-2012/

Die 20 besten Restaurants des Gault Millau in Mecklenburg-Vorpommern
www.gourmet-report.de/artikel/340152/Gault-Millau-Mecklenburg-Vorpommern-2012/

Gault Millau 2012 in Niedersachsen:
www.gourmet-report.de/artikel/340153/Gault-Millau-2012-Niedersachsen/

Gault Millau 2012 in NRW:
www.gourmet-report.de/artikel/340154/Gault-Millau-2012-NRW/

Gault Millau 2012 in Rheinland-Pfalz
www.gourmet-report.de/artikel/340155/Gault-Millau-2012-Rheinland-Pfalz/

Gault Millau 2012 im Saarland

www.gourmet-report.de/artikel/340156/Gault-Millau-2012-Saarland/

Gault Millau 2012 in Sachsen:
www.gourmet-report.de/artikel/340157/Gault-Millau-2012-Sachsen/

Gault Millau 2012 in Sachsen-Anhalt:
www.gourmet-report.de/artikel/340158/Gault-Millau-2012-Sachsen-Anhalt/

Gault Millau 2012 in Schleswig- Holstein
www.gourmet-report.de/artikel/340159/Gault-Millau-in-Schleswig-Holstein/

Gault Millau 2012 in Thüringen:
www.gourmet-report.de/artikel/340160/Gault-Millau-2012-Thueringen/

Die besten GM Restaurants 2012 nach Orten sortiert:
www.gourmet-report.de/artikel/340161/Gault-Millau-2012-die-Besten/

Alle Links zum Gault Millau 2012:
www.gourmet-report.de/artikel/340162/Alle-Links-zum-Gault-Millau-2012/

Lesen Sie auch die Ergebnisse vom Guide Rouge Michelin 2012
www.gourmet-report.de/artikel/340071/Alle-wichtigen-Links-zum-2012-Michelin/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2012

Douce Steiner ist beste deutsche Köchin – Die Chefin des „Hirschen“ in Sulzburg (Südbaden) ist „Aufsteigerin des Jahres“ im neuen Gault Millau – Juan Amador kocht sich auch in Mannheim in die deutsche Küchenspitze – Bildhauer Konrad Winzer in Lörrach als „Gastronom des Jahres“ geehrt

Aufgrund ihrer „sehr mundwässernd komponierten Gerichte der vielsei-tigen Speisenkarte, ihrer besonderen Liebe zu Gemüse und Kräutern sowie ihres Händchens für leichte Saucen“ kürt die französische Gourmet-Bibel Gault Millau mit Douce Steiner vom „Hirschen“ in Sulzburg in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2012 erstmals eine Köchin zum „Aufsteiger des Jahres“. Aus der Begründung: „Sie steuert nach Übernahme des Elternhauses – unter- stützt von ihrem sehr fein kochenden Mann Udo Weiler, den sie als Pâtissière bei Harald Wohlfahrt kennenlernte – die Küche aus der klassisch französischen Ecke behutsam in mediterrane Gefilde – ohne das Elsass aus den Augen zu verlieren..“

Für Gerichte wie „Bachsaibling in außergewöhnlicher Zitronensauce mit mariniertem Gemüse oder Lamm unter Kräuterkruste mit winzigen Gemüse- Ravioli, kleinen Fenchelstücken und confierten Tomaten“ bekam sie vom Gault Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 17 von 20 mögli- chen Punkten. Sie stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”. Sie ist damit die höchstbewertete Köchin in Deutschland.

Wie Douce Steiner erkochten sich erstmals auch 4 weitere Köche im Ländle 17 Punkte, darunter auf Anhieb die Chefs zweier neu eröffneter Restaurants: Franz Berlin, 28, von „Berlin’s Krone“ in Bad Teinach (Nordschwarzwald) und Dirk Hoberg, 30, vom „Ophelia“ in Konstanz. Berlin beeindruckte durch „zarten Carabinero in chiligewürztem Krustentierfond mit Mandelmilchschaum, umschmeichelt von kunstvoll in Kirschgelee gehüllter Stockfischmousse“, Hoberg mit „hauch- und rauchzarten Scheiben von der Wachtelbrust in Trüffelsud mit Trüffelspänen auf einem milden Zwiebelmus mit gerösteten und gedünsteten Zwiebeln, garniert mit Wachtelspiegelei und einem sternförmigen Raviolo mit Wachtelfarcefüllung“.

Auf 17 Punkte steigerten sich Otto und Daniel Fehrenbacher vom „Adler“ in Lahr und Henrik Weiser von der „Traube“ in Blansingen bei Lörrach. In Lahr erfreute die Tester, dass „es zum perfekt unter der Haselnuss- Pilzkruste gebratenen Rehfilet Aprikosenchutney und geröstete Schupfnudeln mit einem harzig-süßlichen Pesto aus den immergrünen Sprossen der Douglasfichte gibt“. Bei Weiser gefielen „hauchdünne gebratene Tranchen aus dem Rücken des Eichelmastschweins mit zartschmelzender, leicht rauchiger roher Gänseleber obenauf und einer milden Vinaigrette mit Paprikawürfelchen“.

16 Punkte und damit jene Klasse, in der nach Gault Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, erreichten mit inspirierten Gerichten Armin Röttele vom „Röttele’s“ in Baden-Baden („mildgeräucherter Kabeljau in warmer Ok- topus-Limonenmarinade mit Mangosalat und Sesam-Gamba“), Jürgen Gau- witz vom „Haus Sommerberg“ in Feldberg („in Tannenhonig glasierte Schulter und mit gebratenen Macadamianüssen bestreutes Medaillon vom Kalb mit Kartoffelsoufflé und Gemüse in leicht legiertem Sud aus Gemüsefond und Rieslingauslese“), Mario Sauer vom „Le Gourmet“ in Heidelberg („optisch und geschmacklich entzückende Variation vom Kaisergranat: gebraten, Carpaccio und Mousse mit Paprika und Krebsstückchen in transparentem Basilikumschaum“), Sören Anders von der „Oberländer Weinstube“ in Karlsruhe („rohe und gebratene Jakobsmuschel mit grünem Apfel, Feta und Trüffelhonig“), Hen- ning Heise von der „Bürgerstube“ in Konstanz („kross gebratene Entenbrust auf einem durch Arganöl verfeinerten Püree von gelben Linsen mit einem Jus aus der Entenpresse“), Boris Benecke vom „Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe“ in Öh- ringen („mit Gänseleber soufflierte Wachtelbrust, die durch Schwarze Nüsse, zartes Süßweingelee und Nocken von Sellerie- und Feigensalat gleichsam zu einer Büste prallen Wohlgeschmacks wird“) und Frank Oehler von der „Speise- meisterei“ in Stuttgart („von Ziegenkäse ummantelter Gänseleberkuchen mit karamellisiertem Apfel und Spekulatiuschips“)

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault Millau in NRW verteidigt seit 22 Jahren souverän der „stets auf der Höhe der Zeit kochende“ Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn-Tonbach mit „nie nachlassender kreativer Energie, unbestechlichem Gaumen und absolutem Willen zur Perfektion“. Er bekam für „pochierte Gillardeau-Auster mit aufgeschäumtem Austernwasser, Impérial-Kaviar und ganz behutsam akzentuiertem Sojagelee oder Steinbutt mit Duftreiscreme, Kaffirlimette und perfekt abgeschmecktem Thaicurrysud“ erneut 19,5 Punkte, die Höchstnote des Guides, und zählt damit zu den 5 besten Köchen in Deutschland.

Ihm folgen mit je 18 Punkten für herausragende Gerichten wie bisher
• Josef Bauer vom „Landgasthof Adler“ in Rosenberg („lauwarmes Kalbshirn in leichter Haselnusskruste mit Kaisergranat und Räucherlachsvinaigrette“),
• Albert Bouley vom „Waldhorn“ in Ravensburg („Salat von Seezunge mit schwarzem Trüffelspinat und Krebsschwänzen“),
• Bernhard Diers von der „Zirbelstube“ in Stuttgart („gratinierte Taubenbrust mit Orangenjus, Erdnüssen und Blutwurstapfel“),
• Claus-Peter Lumpp vom „Bareiss” in Baiersbronn („die Variation von der Gän- sestopfleber bietet Terrine von marmorierter Leber mit gesalzenem Karamell, in Portweingelee gehüllte Mousse, tadellose Crème brûlée, gebratene Gänseleber mit Gänselebereis sowie Gänseleberschnee mit flüssigem Karamell“),

18 Punkte und damit einen mehr als im Vorjahr schaffte Juan Amador „als einer der besten experimentellen Köche in Deutschland“ an seiner neuen Wirkungsstätte in Mannheim, wo er nach seinem Scheitern im hessischen Langen einen Neustart „als gereifter, nicht mehr ganz so wilder Aromen-Jongleur“ hinlegte. Die Tester loben bei seinen komplizierten Gerichten vor allem „verblüffende Kombinationen einander fremder Elemente wie Püree und Scheiben von Roter Bete zu einem Steinbutt im Beeftea mit blanchierten Blättern vom Rosen- kohl und Ochsenschwanz im Rote Bete-Cannellono“.

Insgesamt stehen von den 115 besten deutschen Köchen (die mit 17 bis 19,5 Punkte bewertet sind) 24 in Baden-Württemberg am Herd – das bedeutet Platz 1 in der kulinarischen Bundesliga vor NRW mit 23 und Berlin mit 12 Köchen.

Eine besondere Ehrung wurde dem Bildhauer Konrad Winzer zuteil, „der ‚Edelschuppen’ hasst und zünftige Küche liebt“ und deshalb den Wiederaufbau des traditionsreichen „Drei König“ in Lörrach finanzierte: als „Edelgasthaus mit hausmannsköstlichen Gerichten wie lauwarmem Kalbskopfsalat, Sonntagsbra- ten und ofenfrischem Apfelküchle“. Für sein Engagement wurde er zum „Restau- rateur des Jahres“ gekürt.

Die Tester beschrieben und bewerteten dieses Jahr insgesamt 185 Re- staurants in Baden-Württemberg. 160 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schaffen auch die neu eröffneten oder erstmals bewerteten Lokale „Die En- te“ in Ketsch und „Drei König“ in Lörrach mit 15 Punkten, „5“ in Stuttgart (14 Punkte) sowie „Anne-Sophie“ in Künzelsau und „Le Pastis“ in Stuttgart (13 Punkte).

Im Vergleich zur Vorjahrsausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürch- tete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault Millau im Ländle 17 lang- weilig gewordene Restaurants ab und nimmt 11 neu auf, jeweils 24 werden hö- her, 35 niedriger bewertet; 8 Küchenchefs verlieren die begehrte Kochmütze.

Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (914 Seiten, 29.95 €) 370 Hotels. Als zusätzliches Schmankerl bietet er auf 50 Seiten Restaurants und Hotels in Südti- rol. Für unterwegs gibt es den Gault Millau auch als App fürs iPhone (7,99 €). Die App enthält den gesamten Inhalt der Buchausgabe und bietet Zusatzfunktionen zur Suche, Anfahrt und direkten Anwahl interessanter Restaurants.

Gault Millau Deutschland 2012 – Der Reiseführer für Genießer 29. Jahrgang, 914 Seiten, Euro 29,95
ISBN 978-3-86244-076-4 (Bestellink portofrei), Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault Millau in Baden-Württemberg

19,5 Punkte
Schwarzwaldstube in Baiersbronn-Tonbach

18 Punkte
Bareiss in Baiersbronn-Mitteltal
Amador* in Mannheim
Waldhorn in Ravensburg
Landgasthof Adler in Rosenberg bei Crailsheim Zirbelstube in Stuttgart

17 Punkte
Park-Restaurant in Baden-Baden

Gourmetrestaurant Schlossberg in Baiersbronn-Schwarzenberg Traube in Blansingen*
Zum Löwen in Eggenstein bei Karlsruhe
Landhaus Feckl in Ehningen bei Stuttgart

Avui in Fellbach
Zirbelstube in Freiburg
Ophelia** in Konstanz
Raub’s Restaurant in Kuppenheim bei Baden-Baden Adler* in Lahr
Casala in Meersburg
Falconera in Öhningen/Bodensee
Fuchshöhle in Bad Säckingen
Staufeneck in Salach
Eisenbahn in Schwäbisch Hall
Hirschen* in Sulzburg
Berlin’s Krone** in Bad Teinach
Schwarzer Adler in Vogtsburg

*Aufsteiger **Neueröffnung

Alle Meldungen zum Gault Millau 2012

Alles über den Gault Millau 2012:
www.gourmet-report.de/artikel/340144/Gault-Millau-2012/

Gault Millau Berlin 2012:
www.gourmet-report.de/artikel/340145/Gault-Millau-Berlin-2012/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2012:
www.gourmet-report.de/artikel/340146/Gault-Millau-Baden-Wuertemberg-2012/

Gault Millau 2012 in Bayern:
www.gourmet-report.de/artikel/340147/Gault-Millau-2012-Bayern/

Gault Millau 2012 in Brandenburg
www.gourmet-report.de/artikel/340148/Gault-Millau-2012-Brandenburg/

Gault Millau 2012 in Bremen:
www.gourmet-report.de/artikel/340149/Gault-Millau-2012-Bremen/

Gault Millau 2012 in Hamburg
www.gourmet-report.de/artikel/340150/Gault-Millau-2012-Hamburg/

Gault Millau 2012 in Hessen:
www.gourmet-report.de/artikel/340151/Gault-Millau-Hessen-2012/

Die 20 besten Restaurants des Gault Millau in Mecklenburg-Vorpommern
www.gourmet-report.de/artikel/340152/Gault-Millau-Mecklenburg-Vorpommern-2012/

Gault Millau 2012 in Niedersachsen:
www.gourmet-report.de/artikel/340153/Gault-Millau-2012-Niedersachsen/

Gault Millau 2012 in NRW:
www.gourmet-report.de/artikel/340154/Gault-Millau-2012-NRW/

Gault Millau 2012 in Rheinland-Pfalz
www.gourmet-report.de/artikel/340155/Gault-Millau-2012-Rheinland-Pfalz/

Gault Millau 2012 im Saarland

www.gourmet-report.de/artikel/340156/Gault-Millau-2012-Saarland/

Gault Millau 2012 in Sachsen:
www.gourmet-report.de/artikel/340157/Gault-Millau-2012-Sachsen/

Gault Millau 2012 in Sachsen-Anhalt:
www.gourmet-report.de/artikel/340158/Gault-Millau-2012-Sachsen-Anhalt/

Gault Millau 2012 in Schleswig- Holstein
www.gourmet-report.de/artikel/340159/Gault-Millau-in-Schleswig-Holstein/

Gault Millau 2012 in Thüringen:
www.gourmet-report.de/artikel/340160/Gault-Millau-2012-Thueringen/

Die besten GM Restaurants 2012 nach Orten sortiert:
www.gourmet-report.de/artikel/340161/Gault-Millau-2012-die-Besten/

Alle Links zum Gault Millau 2012:
www.gourmet-report.de/artikel/340162/Alle-Links-zum-Gault-Millau-2012/

Lesen Sie auch die Ergebnisse vom Guide Rouge Michelin 2012
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Kochbuch des Monats Mai 2011: Meine leichte Küche

Das DEUTSCHE INSTITUT FÜR KOCH- UND LEBENSKUNST, Leipzig und Frankfurt am Main, hat „Meine leichte Küche“ aus dem AT-Verlag zum KOCHBUCH DES MONATS Mai 2011 gekürt.

Die Begründung der Jury lautet:
Sulzburg liegt noch ein gut Stück hinter Freiburg. Dort, im Markgräfler Land, im Gasthaus Hirschen, speist man vorzüglich. Die Meisterköchin Douce Steiner steht da am Herd, längst kein Tipp für Eingeweihte mehr. Nun wohnt aber leider nicht jeder, der bei Deutschlands Ausnahmeköchin essen möchte, auch gleich um die Ecke. Dem Ostfriesen kann jetzt geholfen werden: Er holt sich Frau Steiner ins Haus.

Meine leichte Küche heißt deren zweites Kochbuch und ist zu einem Drittel des Preises zu haben, den man für ein großes Menu im Hirschen zahlt. Statt der acht Gänge lieber 75 Rezepte?
2008 wurde Frau Steiners erstes Kochbuch zum Kochbuch des Jahres gewählt. Wer das neue daneben legt, wird sofort erkennen, wie sehr sich ihr Kochstil gewandelt hat. Die Schwere einer französischen, butterlastigen Küche ist einer neuen frischen Küche gewichen. Und, wie Menasse sagt, wieder ohne jedes Getue: ein Bachsaibling mit zarter Zitronensauce und Piment d’Espelette. Das Rehhäxle mit Kirschen springt Jurorin Susanne Gretter ebenso an wie der Käse-Schinken-Crêpe auf weißem Spargel. „Frauen“, sagt Henri Bach, „backen gern.“ Dieses Vorurteil wird von Frau Steiner vehement bestätigt. Noch in keinem Kochbuch wurden als Nachtisch so viele Kuchen gebacken.

Unser Frühlingsmenu: eine geeiste Melonensuppe mit gebackener Garnelenkugel, danach der gratinierte Spargel mit Orange. Wir sind noch nicht satt. Das knusprige Milchferkel auf Spitzkohlsalat wartet und zum Nachtisch ein Klassiker: geeistes Soufflé mit Grand Marnier.
Michael Wissing, nun endgültig in der Liga der besten Foodfotografen, hat die Rezepte kongenial umgesetzt. Die Speisen scheinen zu schweben.
Wir bestaunen die zärtliche Küche einer glücklichen Köchin – und kochen mit Vergnügen nach.
(Frank Brunner)

Mehr Infos und Rezepte unter www.kochbuch-des-monats.de
Die Jury:
Harald Wohlfahrt, Meisterkoch mit drei Sternen
Susanne Gretter, Lektorin, liebt Menasses Bücher und Steiners Küche
Robert Menasse, Schriftsteller, lobt die Steiner’schen Kochbücher
Frank Brunner, Kritiker, liebt Douce Steiner sowieso

Rezeptprüfer:
Henri Bach, Meisterkoch mit Doppelstern, ist von der Fotografie sehr angetan

Douce Steiner: Meine leichte Küche, AT Verlag (Aarau), 2011, 184 Seiten, Versandkostenfreie Bestelllink: ISBN 978-3-03800-521-6

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.Kochbuch-des-Monats.de

Douce Steiner

Wer sich in die gastronomischen Hände von Douce Steiner begeben will, der schüttelt schon auf der Fahrt in das in den Vorbergen des Südschwarzwalds gelegene und von steilen Rebhängen begleitete Sulzburg den Tagesstress aus seinen Kleidern.

Alles scheint da zu passen und sich ineinanderzufügen: der Hirschen in die malerische Häuserfront der Hauptstraße gleich hinter dem Marktplatz und gegenüber dem Rathaus und Douce Steiners Sterneküche in die harmonische Umgebung. Gelassen und fast schon abwartend betrachtet die 39-Jährige mit den kurzen schwarzen Haaren ihr Gegenüber.

Lesen Sie alles über Douce Steiner in der Stuttgarter Zeitung:
www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2665525_0_9223_-douce-steiner-macht-ihrem-vornamen-alle-ehre.html