Vorsicht bei unreifen Tomaten

Saftig, prall, herrlich aromatisch – Tomaten schmecken in den Sommermonaten am besten. Von der Sonne verwöhnt entwickeln sie im reifen Zustand ihr volles Aroma. Ist bei der eigenen Ernte versehentlich eine noch unreife grüne Tomate dazwischen geraten, sollte sie erst einmal beiseitegelegt werden. Die unreifen Früchte eignen sich nicht zum Verzehr, da sie giftiges Solanin enthalten. Solanin ist eine natürliche Verbindung, die insbesondere in den grünen Pflanzenteilen wie Blättern und Stängel vorkommt. Der Pflanze dient sie zur natürlichen Abwehr von Schädlingen. Gleichzeitig hemmt sie das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen.

Die Dosis macht das Gift – auch bei Solanin. Vergiftungserscheinungen treten ab einer Konzentration von 1 mg/kg Körpergewicht auf, die tödliche Dosis liegt zwischen 3 und 6 mg/kg Körpergewicht. Insbesondere Kinder sind daher gefährdet. In unreifen Tomaten wurden zwischen 9 und 30 mg/100 g gemessen. Bei einem dreijährigen Mädchen mit 15 kg Körpergewicht können also theoretisch schon nach dem Verzehr einer kleinen unreifen Tomate Vergiftungserscheinungen auftreten.

Typische Symptome bei zu hoher Solaninaufnahme sind Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Kratzen und Brennen im Hals. In schlimmen Fällen kann es zu Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems, also zu Krämpfen und Lähmungen, kommen. Unreife grüne Tomaten sollte man daher nicht essen – auch nicht daraus hergestellte Würzsoßen sowie grüne süß-sauer eingelegte Tomaten. Dr. Claudia Müller, www.aid.de

Test: Tablettenteiler

Viele Tabletten werden vor der Einnahme geteilt, entweder um die nötige Dosierung zu erreichen oder aber auch aus Kostengründen. Tabletten korrekt zu teilen ist aber nicht immer einfach. Die Folge einer ungenauen Teilung können unter Umständen zum Teil sogar gefährliche Über- oder Unterdosierungen sein. In einigen Fällen ist es jedoch unerlässlich, da sich z.B. die benötigte Dosis mit der Zeit ändert. So sind etwa viele Herz-Kreislauf-Patienten, die einen Blutverdünner einnehmen, damit vertraut, die Dosis immer wieder anzupassen.

Tabletten sollten eigentlich per Hand geteilt werden. Da dies aber nicht immer einfach ist haben sechs Probanden zwischen 62 und 76 Jahren acht handelsübliche Tablettenteiler getestet. Darüber hinaus wurden die Tabletten auch per Hand und mit einem Besteckmesser geteilt. Eindeutiger Testsieger ist der Tablettenteiler von Pill Splitter ACU-LIFE. Erstaunlich gute Ergebnisse gab es im Vergleich dazu mit einem schlichten Besteckmesser: Dieses reiht sich punktemäßig an dritter Stelle mit einem „gut“ ein. Der Rest der Produkte kam – ebenso wie das Teilen per Hand – nicht über eine durchschnittliche Bewertung hinaus.

Sämtliche Details zum Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gibt es auf www.konsument.at und im November-KONSUMENT.

Pistazien können vor Lungenkrebs schützen

Pistazien können vor Lungenkrebs schützen

Eine Ernährung, die eine tägliche Dosis an Pistazien enthält, kann das Risiko von Lungenkrebs reduzieren. So lautet das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie. Sie wurde auf der Krebsvorsorge-Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung AACR Anfang Dezember in Houston (Texas) vorgestellt.

„Uns war zwar bereits bekannt, dass Vitamin E vor einigen Krebssorten schützen kann. Eine größere Menge an Gamma-Tocopherol, eine Form des Vitamins E, kann auch das Risiko von Lungenkrebs reduzieren“, erklärte Ladia M. Hernandez, Ernährungswissenschaftlerin an der Universität Texas. „Pistazien sind besonders reich an Gamma-Tocopherol. Ein erhöhter Verzehr führt gleichzeitig zu mehr Aufnahme von Gamma-Tocopherol. Daher können Pistazien das Risiko einer Lungenkrebserkrankung verringern“, so Hernandez weiter.

Die deutsche Ernährungsexpertin an der Universitätsklinik Ulm Dr. Marion Flechtner-Mors bestätigt: „Der Pistazienverbrauch erhöht den Anteil des Gamma-Tocopherol-Niveaus. Es ist durchaus möglich, dass dieses auf eine positive Art das Risiko von Krebs beeinflussen und mindern kann.“

Pistazien sind bekannt dafür, dass sie der Herzgesundheit dienen, indem sie einen Cholesterin senkenden Effekt haben sowie Antioxidantien enthalten, die vor allem in Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft vorkommen. Von den Baumnüssen gehören Pistazien zu denen mit dem höchsten Gamma-Tocopherol-Gehalt.

Dubai mit einer Dosis Luxus

Dubai mit ‘ner Dosis Luxus

L’TUR legt exklusives VIP-Paket für
die Vereinigten Arabischen Emirate auf

Champagner, privater Flughafen-Transfer und eine City-Tour: Wer jetzt bei L’TUR VIP-Urlaub in Dubai bucht, darf sich über drei angenehme Extras freuen.

Schon ab 666 Euro gibt’s das exklusive Sommerspecial mit sieben Übernachtungen und Frühstück im luxuriösen Hotel „Four Points by Sheraton Downtown“ inklusive Flug.

Und wenn es zum VIP-Paket ein 5-Sterne-Hotel sein soll: Ab 849 Euro kosten sieben Übernachtungen mit Frühstück im Hotel „Kempinski Mall of the Emirates“ inklusive Flug.

Ideal für Familien sind die Dubai-Kinderpreise ab 99 Euro. So zahlt zum Beispiel eine vierköpfige Familie im Juli für eine Woche Übernachtung mit Frühstück im Meerblickzimmer des 5-Sterne-Hotels „Hilton Ras al Khaimah Hotel Resort & Spa“ inklusive Flug gerade mal 1.996 Euro (buchbar für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis 11 Jahre).

Alle Dubai-Angebote sind ab sofort in 145 L’TUR-Shops und an 22 Flughäfen buchbar, sowie unter www.ltur.de und über die kostenfreie Hotline 00 800/212121 00.

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China-Restaurant-Syndrom

LGL Untersuchung „China Restaurants“ beweist: Bis zum 2,5fachen der erlaubten Dosis Glutamat in China Restaurants vorgefunden! 12 % der Proben über dem Wert – Die gute Nachricht: 60 % ohne Glutamat Nachweis – Glutamat Hinweis auf Speisekarte fehlt sehr oft

In asiatischen Restaurants wird sehr häufig Glutamat bei der Zubereitung der Speisen zugesetzt. Glutamat verstärkt den Geschmack und hat in hoher Konzentration auch selbst einen leicht salzigen, würzigen und süßlichen Eigengeschmack. Bei Glutamat handelt es sich um Salze der Glutaminsäure, einer auch natürlich in Lebensmitteln vorkommenden Aminosäure. Der Zusatz zu Lebensmitteln ist auf eine Höchstmenge von 10 g/kg (ausgedrückt als Glutaminsäure) beschränkt, was immerhin einer Menge von 1 % des Lebensmittels entspricht.

Mögliche Nebenwirkungen

Glutamat steht im Verdacht, bei einzelnen Personen das sogenannte “China-Restaurant-Syndrom” auszulösen, eine pseudoallergische Reaktion, die sich unter anderem durch Übelkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Taubheitsgefühl im Nacken, gerötete Hautpartien und Hautausschlag, Mundtrockenheit, Jucken im Hals und anderen Symptomen bemerkbar machen kann. Die Symptome können circa zehn bis 20 Minuten nach dem Verzehr von glutamathaltigen Speisen auftreten und verschwinden aber nach einiger Zeit von selbst wieder.

Ergebnisse

Im Jahr 2008 untersuchte das Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 66 fleischhaltige Gerichte aus asiatischen Restaurants auf ihren Gehalt an Glutaminsäure. Dabei handelte es sich meist um gebratenes oder gebackenes Fleisch wie Huhn, Ente, Schwein oder Rind, meist mit Gemüse und in Soße.
Vereinzelt wurden auch gebratene Nudeln oder gebratener Reis mit Fleisch oder fleischhaltige Suppen untersucht. Beilagen wie Reis oder Nudeln wurden nicht mit überprüft (außer bei gebratenem Reis und gebratenen Nudeln).
27 der 66 Gerichte waren mit Glutamat hergestellt. Bei den übrigen Speisen wurde entweder kein Glutamat verwendet oder so wenig, dass der Zusatz nicht eindeutig nachweisbar war. Bei acht der 66 Proben (12 %) war die zulässige Höchstmenge an Glutaminsäure von 10 g/kg deutlich überschritten. Die Gehalte lagen zwischen 11,8 und 24,3 g/kg.

Kennzeichnung

Die Verwendung von Glutamat muss in der Speisekarte kenntlich gemacht werden. Bei zwölf der 27 Proben, bei denen der Glutamatzusatz nachgewiesen wurde, war der Zusatz von Glutamat in der Speisekarte nicht oder nicht ausreichend kenntlich gemacht.

Zusammenfassung

In asiatischen Restaurants wird häufig Glutamat verwendet. Die Gehalte liegen jedoch meist unterhalb des zulässigen Höchstwerts, es kommt jedoch zu einzelnen Höchstmengenüberschreitungen. Sehr häufig wird der Zusatz von Glutamat in den Speisekarten überhaupt nicht oder nicht ausreichend kenntlich gemacht und ist somit für den Verbraucher nicht erkennbar. Daher empfiehlt es sich – insbesondere für empfindliche Personen – in der Gaststätte explizit nach der Verwendung von Glutamat zu fragen.

Die Alkoholdosis macht das Gift

Die Alkoholdosis macht das Gift

Studien zum Einfluss moderater Alkoholmengen auf das Risiko von Demenz und anderen Beeinträchtigungen des Nervensystems weisen dem Genussmittel eine vorbeugende Wirkung zu. Der tägliche Alkoholkonsum ist dennoch nicht empfehlenswert.

Zwischen Nutzen und Schaden einer Substanz entscheidet häufig allein die Dosis. Alkohol ist da keine Ausnahme. Neben dem weitbekannten schädlichen Einfluss des Genussmittels auf Körperzellen weisen viele Untersuchungen dem gemäßigten Alkoholkonsum auch eine krankheitsvorbeugende Wirkung zu.

Ein Expertentreffen der Research Society of Alcoholism fasste jetzt entsprechende Ergebnisse zusammen. Aus in vitro-Experimenten sind verschiedene alkoholassoziierte Mechanismen bekannt. So wirkt Alkohol blutgefäßerweiternd und aktivierend auf zelluläre Schutzprogramme wie beispielsweise entzündungshemmende Prozesse. Epidemiologische Studien zum Einfluss auf Erkrankungen des Nervensystems erbrachten bisher uneinheitliche Resultate. Zahlreiche Arbeiten präsentierten ein eindeutig vermindertes Demenzrisiko durch gemäßigten Alkoholkonsum im Vergleich zu Abstinenzlern. Einige Studien fielen allerdings gegenteilig aus.

Die Grenze zwischen moderater Alkoholmenge und schädlicher Dosis ist fließend. Als gesundheitlich verträglich gelten für Frauen 10 Gramm pro Tag, für Männer 20 Gramm. Das entspricht in etwa einem beziehungsweise zwei Gläsern eines alkoholischen Getränks. Allerdings sind Schäden am Nervensystem und in den Körperorganen beim täglichen Konsum von zehn Gramm Alkohol langfristig nicht ausschließbar. Ein Glas Wein ab und an ist nicht verwerflich. Vom täglichen Alkoholkonsum zum Schutz der Gesundheit ist hingegen abzuraten, zumal eine Vielzahl andere demenzvorbeugende Möglichkeiten bekannt sind. So sind Grüner Tee, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und ausreichend Bewegung weit weniger risikobehaftet und daher die bessere Alternative für einen langen Erhalt der geistigen Gesundheit.

Verzehr von Fisch erhöht die Fitness

Verzehr von Fisch erhöht die Fitness

Reader’s Digest erklärt, warum Omega-3-Fettsäuren so wichtig für den Körper sind

Wer gesund leben will, sollte nicht nur etwas Sport treiben, er muss sich auch bewusst ernähren. Dabei werden die so genanten Omega-3-Fettsäuren immer wichtiger. Sie schützen das Herz, senken den Blutdruck, mindern die Gefahr von Schlaganfällen, hemmen die Verkalkung der Arterien, stärken Gedächtnis und Muskeln, senken das Risiko von Brust-, Darm- und Prostatakrebs und wirken sich obendrein auch positiv aus bei Leiden wie Diabetes, Alzheimer und rheumatischen Erkrankungen. Das Magazin Reader’s Digest widmet dem Thema deshalb in seiner August-Ausgabe einen ausführlichen Artikel und erklärt, warum diese Fettsäuren so wichtig sind und in welchen Lebensmitteln sie besonders intensiv vorhanden sind.

Grundsätzlich gilt: Während der Körper den täglichen Bedarf an Omega-6-Fettsäuren zumeist über Getreide gut abdeckt, hat er im Regelfall einen Mangel an Omega-3, zumal er diese essentiellen Fettsäuren auch nicht selbst herstellen kann. Die Aufnahme muss also durch die Nahrung geschehen, und da steht der Fisch an oberster Stelle. Bester Lieferant von Omega-3-Fettsäuren ist der Thunfisch, gefolgt vom Hering und dem Lachs. Aber auch Makrelen und eingelegte Sardinen sind wichtige Lieferanten.

Neben diesen tierischen Quellen gibt es auch pflanzliche Ernährungsmittel, die reich an diesen mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind. Angefangen beim Leinöl über die Walnüsse und Leinsamen bis zu Grünkohl und einzelnen Käsesorten wie dem Gouda.

Die Bedeutung des Stoffs ist vielen Menschen aber offenbar nicht bewusst. Nach einer australischen Studie nimmt die Hälfte der Menschen täglich weniger als 120 Milligramm dieser ungesättigten Fettsäuren ein – das ist weniger als ein Viertel der empfohlenen Menge.

Experten raten bis zu 610 Milligramm täglich, was zwei Mahlzeiten pro Woche mit Fisch entspricht. Personen mit Herzleiden raten Experten sogar eine noch höhere Dosis. Denn Untersuchungen mit Infarktpatienten haben ergeben, dass die tägliche Einnahme von einem Gramm Omega-3 dazu führt, dass die Sterblichkeit um 25 Prozent reduziert werden kann.

Wer Fisch nicht mag, kann als Alternative auf Lebensmittel wie Brot und Hühnereier zurückgreifen, die mit Omega-3-Fettsäuren angereichert sind. Eine weitere Möglichkeit ist Fischöl in Kapselform. Menschen, die an Diabetes oder Blutgerinnungsstörungen leiden, sollten vor dem Verzehr aber ihren Arzt fragen, da Omega-3-Fettsäuren die Blutzuckerwerte erhöhen und das Blut verdünnen können. Vorsicht ist auch geboten bei Menschen, die auf Fisch und Nüsse allergisch reagieren.

Und klar ist: Weder Gesichtscremes noch Shampoos enthalten Omega-3, wie das in der Werbung immer wieder behauptet wird. „Es existieren keinerlei Beweise, dass derartige Produkte sinnvoll sind; Omega-3-Fettsäuren müssen über die Nahrung aufgenommen werden“, sagt Professor Peter McClellan von der Medizinischen Fakultät der Universität Wollongong in Australien.

Vitamin C stoppt Erkältungen nicht

Die tägliche Dosis Vitamin C
wird die meisten Menschen nicht vor den lästigen Erkältungskrankheiten
schützen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit insgesamt 11.350
Probanden. Eine weitere Tatsache: Selbst Dosen von 200 Milligramm
Vitamin C verkürzen die Länge einer Erkältung nicht, berichtet
BBC-Online. Einzige Ausnahme stellen Personen mit erhöhtem Stress dar.
Sie können das Erkältungsrisiko um die Hälfte verringern, wenn sie die
tägliche Dosis des Vitamins einnehmen.

Das Forscherteam der Australian National University
http://www.anu.edu.au und der Universität Helsinki
http://www.helsinki.fi/university kommt nach Auswertung von insgesamt 30
Einzelstudien zum Schluss, dass die Vorteile von Vitamin C derart
geringfügig wären, dass es sich nicht auszahle, es zu konsumieren. Die
Forscher geben zwar zu, dass es bei Erwachsenen die Dauer einer
Erkältung um acht Prozent und bei Kindern um 13,6 Prozent verkürzen
kann. Dieser Vorteil sei allerdings nur sehr klein. "Es macht keinen
Sinn 365 Tage Vitamin C einzunehmen, um das Risiko einer Erkältung zu
vermindern", erklärt Studienautor Harri Hemilä im Fachmagazin Cochrane
Library http://www.cochrane.org . Gerechtfertigt werde dies höchstens
bei jenen, die extremer Kälte ausgeliefert sind, oder jenen, die
physischen Stress haben.

Die meisten Experten verlassen sich bisher auf das Ergebnis einer
einzigen Studie, wonach sehr große Dosen von Vitamin C am Anfang einer
Erkältung genommen, positive Effekte habe. Dieses Ergebnis müsse erneut
nachgeprüft werden, fordern die Forscher. Der Nobelpreisträger für
Chemie, Linus Pauling, hatte in den 1970er Jahren dazu aufgefordert
täglich 1.000 Milligramm Vitamin C zu sich zu nehmen, um
Erkältungskrankheiten zu vermeiden. Seit den damaligen Studien ist die
Wirkung des Vitamins auf Erkältungen allerdings kontroversiell
geblieben.

"Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Österreichische
Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), die Schweizerische Gesellschaft für
Ernährungsforschung (SGE) sowie die Schweizerische Vereinigung für
Ernährung (SVE) haben sich zum ersten Mal auf gemeinsame Referenzwerte
für die Nährstoffzufuhr geeinigt", so Alexandra Hofer, Geschäftsführerin
der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) http://www.oege.at . "Dieser Wert beträgt für Vitamin C für
Erwachsene zwischen 25 und 51 Jahren 100 Milligramm täglich. Für Raucher
gilt ein täglicher Wert von 150 Milligramm." Generell sei die Vitamin C
Versorgung in Mitteleuropa gut. Bei der Aufnahme von verschiedenen
Nährstoffen gebe es weltweit keinen Konsens. "Dieser besteht lediglich
bei den Mindestwerten", erklärt Hofer. (Wolfgang Weitlaner )

Neuer Wirkstoff erleichtert Rauchstopp

Ein neues Arzneimittel zur Raucherentwöhnung ist
auf den Markt gekommen. Der in dem Präparat Champix® enthaltene
Wirkstoff Vareniclin wirkt auf zweierlei Arten: Einerseits verringert
er das Verlangen nach Nikotin sowie die typischen Entzugssymptome
während der Raucherentwöhnung. Andererseits verhindert er, dass das
Nikotin positive Belohnungseffekte auslöst. Zigaretten machen unter
anderem dadurch süchtig, dass durch die Stimulation von
Nikotin-Rezeptoren im Gehirn der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet
wird.

„Während der Entwöhnung gelegentlich gerauchte Zigaretten wären
wirkungslos. Der Raucher lernt so, dass ihm eine Zigarette keine
Belohnungsgefühle verschafft“, sagte Apotheker Prof. Dr. Martin
Schulz von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Ein Jahr nach Behandlungsbeginn rauchten in Studien 23 Prozent der
Patienten, die Vareniclin erhalten hatten, nicht mehr. Bei einem
wirkstofffreien Scheinmedikament (Placebo) waren es nur 9 Prozent.
Wie alle neuen Arzneimittel ist auch dieses verschreibungspflichtig.

Zunächst legt der Raucher das Datum fest, ab dem er nicht mehr
rauchen will. Ein bis zwei Wochen vor diesem Termin beginnt er mit
einer geringen Dosis Vareniclin, die er langsam steigert. Ist die
endgültige Dosis erreicht, nimmt der Patient zwölf Wochen lang
zweimal täglich ein Milligramm Vareniclin ein. Wird diese Dosis nicht
vertragen, kann sie auf zweimal 0,5 Milligramm pro Tag verringert
werden.

In den Apotheken bekommen Patienten zu Behandlungsbeginn eine
Spezialpackung mit den korrekten Mengen der verschieden dosierten
Tabletten. Als häufigste Nebenwirkungen wurden bisher Übelkeit,
Schlaflosigkeit, abnorme Träume und Kopfschmerzen beobachtet;
betroffen waren jeweils mehr als zehn Prozent der Patienten.

Esst Zimt! Alles Blödsinn!

Bundesamt für Risikobewertung schießt über das Ziel hinaus:
Keine Angst vor Zimt(sternen)!

Die US-amerikanische FDA bewertet Zimt mit dem GRAS-Status als unbedenklich

Niemand muss Angst vor Zimt haben, entwarnt heute Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik in Aachen. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) schoss bei der Warnung vor Zimtsternen über das Ziel hinaus und verwechselte offenbar Cumarin und Zimt, protestiert Arzneipflanzenforscher mit dem Schwerpunkt Toxikologie Dr. rer. nat. Mathias Schmidt aus Mattsies. Die Food and Drug Administration (FDA) erkennt Cassia-Zimt den GRAS-Status zu und damit die völlige Unbedenklichkeit. Trotzdem hatte kurz vor Weihnachten das Bundesamt die Bevölkerung mit einer Schreckensmel­dung heimgesucht: Zimtsterne, die seit alters her zu Weihnachten gehören, sollen nun auf einmal gefährlich sein. Auch Diabetikern, die Zimt oder wässrigen Zimtextrakt einnehmen, um ihren Blutzucker besser unter Kontrolle zu halten, machten die Verbraucherschützer das natürliche Heilmittel madig, empört sich Diabetesberater Müller-Nothmann. Die Grenzwerte des BfR für Cumarin, eines in Lebensmitteln wie Erdbeeren oder Zimt natürlich vorkommenden Aromastoffes, werden bereits mit einem Dutzend Zimtsternen überschritten. Für das BfR bedeutet das eine eindeutige Gefährdung. Wissenschaftler rufen jetzt dazu auf, wieder Vernunft in die Diskussion zu bringen. Wie Doktor Schmidt erläutert, ist es doch verwunderlich, warum in der Zimtdebatte auf der Basis der Effekte der isolierten und hochdosierten Reinsubstanz Cumarin argumentiert werde. Cumarin ist nicht das Gleiche wie Zimt. Für das Gewürz liegen umfangreiche Untersuchungen vor, die ein Fehlen toxischer Effekte bis in einen Bereich von mindestens zwei bis fünf Gramm pro Körperkilogramm belegen.

Der vom BfR angenommene Grenzwert einer sicheren Cumarin-Zufuhr von 0,1 mg pro Körperkilogramm hat keine wissenschaftliche Grundlage, betonen Dr. Schmidt und Ernährungsexperte Müller-Nothmann gleichermaßen. Das Bundesamt beruft sich in seinen Berechnungen auf eine Untersuchung am Hund, in der eine Dosis von mindestens 10 mg Cumarin pro Körperkilogramm aber keinerlei Gifteffekt gezeigt hatte. Um diese Dosis beim Menschen zu erreichen, wären selbst bei Kindern utopisch große Mengen von Zimtsternen erforderlich – im zweistelligen Kilogrammbereich. Dass das BfR dennoch ein Risiko konstruiert, liegt an einem von ihm selbst postulierten, aber toxikologisch nicht zu begründenden, frei wählbaren und somit rein willkürlichen Sicherheitsfaktor, der mögliche Unterschiede zwischen Tier und Mensch berücksichtigen soll. Zeit also sich zurückzulehnen und die Vorweihnachtszeit mit Zimtsternen zu genießen. Für den Diabetesberater Müller-Nothmann und den Toxikologie-Experten Dr. Mathias Schmidt stellen Zimt oder wässrige Zimtextrakte auch weiterhin eine interessante diätetische Maßnahme zur Unterstützung der Blutzuckereinstellung dar. Eine von der Universität Hannover (Prof. Dr. Andreas Hahn) an Diabetikern mit wässrigem Zimtextrakt durchgeführte Studie zeigte keine Nebenwirkungen. Die Cumarindebatte ist insgesamt sinnlos, weil in den diskutierten Zimtdosen keinerlei Hinweise auf irgendwie geartete Toxizität existieren, widerspricht Dr. Schmidt dem BfR nachdrücklich. Eine Gefahr bedeutet Zimt weder für Kinder noch für Diabetiker, unterstreicht er abschließend. Quelle:
/www.libertynatural.com/info/eoinfo/FDA_EO_GRAS.htm