Brexit: Urlaub in Großbritannien wird günstiger

Das Britische Pfund ist auf den niedrigsten Stand seit 1985 gefallen. So günstig gab es die Währung lange nicht mehr. Etliche Urlauber und Spekulanten standen schon am Morgen nach Bekanntwerden des bevorstehenden Brexits vor den Bankschaltern und wollten die Schnäppchenpreise fürs Geld der Insel nutzen, um ihren Urlaub in England günstiger zu machen. Sie tauschten Euro gegen Pfund – und können so auf der Insel deutlich günstiger einkaufen, als dies noch tags zuvor der Fall war. „Urlaub in Großbritannien wird unterm Strich wohl deutlich günstiger werden“, sagen Daniel Krahn und Daniel Marx, Gründer der unabhängigen Reise-Webseite Urlaubsguru.de, und ergänzen: „Darüber hinaus könnte es aber auch zu vielen Negativ-Effekten für den Tourismus kommen.“

„Ticketpreise, Kosten für Übernachtungen, Fluggastrechte, Roaming, eventuell Änderungen bei den Einreisebestimmungen und sogar die Einführung einer Visa-Pflicht – das sind mögliche Bereiche, die uns in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen werden“, erklären die Reise-Experten. Von heute auf morgen seien zwar keine drastischen Änderungen zu erwarten; die Richtung indes scheint klar zu sein. „Wir müssen damit rechnen, dass Abkommen für EU-Mitglieder in Zukunft eben nicht automatisch auch fürs Vereinigte Königreich gelten werden. Das günstige Telefonieren im Ausland, das vielen Urlaubern so wichtig ist, könnte bei Reisen auf die Insel bald entfallen.“

Nicht ohne Grund habe auch Ryanair-Chef Michael O’Leary im Vorfeld kräftig Werbung gegen einen Brexit gemacht. Ob es weiterhin Billigflüge von Kontinental-Europa nach London und zu anderen britischen Flughäfen geben wird, steht in den Sternen. „Auch hinsichtlich künftiger Sicherheitskontrollen an Flughäfen und bei Fährverbindungen könnte es zu Änderungen kommen“, befürchten Krahn und Marx mit Blick auf den ansonsten innerhalb der EU stark vereinheitlichten Flugverkehr. Andererseits gehörte Großbritannien auch zuvor nicht zu den Schengen-Staaten. Ob der Personalausweis in Großbritannien künftig ausreichend sei, um sich auszuweisen, werde sich noch zeigen. „Wer einen Reisepass im Gepäck hat, geht aber auf jeden Fall auf Nummer sicher.“

Der EU-Grundlagenvertrag von Lissabon lässt im Falle eines Austritts eines EU-Mitglieds eine Übergangszeit von bis zu zwei Jahren vor. „Viele Fragen lassen sich damit erst in einiger Zeit beantworten“, sagen Krahn und Marx, und weiter: „Das gilt insbesondere auch für den Wechselkurs: Ob aktuell wirklich ein guter Zeitpunkt ist, um Euro in Pfund zu tauschen, ist keinesfalls sicher.“ Dass spontan mit keinen gravierenden Änderungen zu rechnen ist, hat auch der britische Premierminister David Cameron klargestellt: Briten und EU-Bürger müssten keine sofortigen Maßnahmen befürchten, es gäbe insbesondere keine Beschränkungen ihrer Reisefreiheit.

Für Briten wird Urlaub in der EU wegen der Wechselkursturbulenzen erst einmal teurer. Ob sich die Lage normalisieren wird oder es zu anhaltenden Problemen im Tourismus kommen wird, ist auch einige Tage nach der Entscheidung der Briten nicht klar. „Aktuell sieht es nicht so aus, als würde London schnell Fakten schaffen wollen. Wahrscheinlich wird am Ende alles gar nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, meinen Krahn und Marx.

www.Urlaubsguru.de

Boris Häbel

Boris Häbel wird neuer Maître im Gourmet-Restaurant Tantris.
Der 44 jährige war zuvor als Restaurantleiter und Maître in dem mit zwei Sternen ausgezeichnetem Restaurant „Lorenz Adlon-Esszimmer“, bei Hendrik Otto in Berlin tätig. Boris Häbel freut sich sehr auf die neue Herausforderung im legendären Münchener Tantris, das genauso alt ist wie er selbst. Berlin den Rücken zu kehren, wird seiner Frau und ihm zunächst schwer fallen, doch die Herausforderung die Geburtsstätte des deutschen Küchenwunders und der gehobenen Gastronomie, in Zukunft zu begleiten, überzeugte ihn.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir unseren Gästen mit Boris Häbel in diesem Sommer einen so qualifizierten und erfahrenen Gastgeber präsentieren können. Er ist ein perfekter Teamleiter, verfügt über langjährige Auslandserfahrung und zählt zu den anerkanntesten Restaurantleitern Deutschlands“ sagt Tantris Inhaber Felix Eichbauer.
Boris Häbel absolvierte seine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Hotel Bareiss im Schwarzwald. Bisherige Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren unter anderem das Schlosshotel Lerbach unter Dieter Müller, der Frankfurter Tigerpalast und das weltberühmte Hotel „Burj al Arab“ in Dubai.

„Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass wir lange Zeit nach dem Weggang von Herrn Metzger wieder eine echte Gastgeberpersönlichkeit für unser Haus finden konnten. Gemeinsam mit Hans Haas, Justin Leone und unserem Team wird Boris Häbel mit seiner ruhigen und professionellen Art, persönlichen Service auf
höchstem Niveau bieten.“ fügt Felix Eichbauer hinzu.
Für das mit zwei Michelin Sternen und 18 Punkten im Gault Millau ausgezeichnete Restaurant ein Glücksgriff.

www.tantris.de

In wenigen Schritten den passenden Caterer für jeden Anlass finden

Das innovative Start up CATERO.de, Deutschlands erste Suchmaschine für Catering-Anbieter, wird mit dem Launch der Seite am 1. Oktober zum Anlaufpunkt für alle professionellen Caterer und cleveren Gastgeber. Die drei Gründer Vena Steinkönig, Oskar Giese und Sebastian Dröber entwickelten CATERO.de mit dem Ziel, die oft umständliche und zeitaufwendige Suche nach dem perfekten Catering grundsätzlich zu vereinfachen. Caterer erhalten bei CATERO.de auf direktem Wege Kundenanfragen, die zuvor systematisch mittels intelligenter Abfrageprozesse vorqualifiziert wurden und somit exakt auf Anbieter zugeschnitten sind. Catering-Interessenten finden über vordefinierte Suchfilter oder eine Keyword-Freitext-Suche in wenigen Schritten eine Auswahl passender Catering-Anbieter. Darüber hinaus bietet die Plattform redaktionelle Beiträge und Informationen für all jene, die gerne Gäste empfangen und/oder einfach clever gastgeben.

CATERO.de listet professionelle Catering-Anbieter aller Sparten aus ganz Deutschland, darunter Full- Service Caterer, auf Catering spezialisierte Restaurants und Einzelhändler sowie Special-Interest Anbieter wie z.B. Baristi und Food Trucks. Die Caterer können sämtliche Angaben rund um ihr Angebot in einem eigenen Profil pflegen und stets aktualisieren. Um sich selbst von CATERO.de zu überzeugen, erhalten alle Catering-Anbieter, die sich bis zum offiziellen Launch am 1. Oktober auf www.catero.de registrierten, eine kostenlose Test-Mitgliedschaft für sechs Monate.

Nach Ablauf der kostenlosen Test-Mitgliedschaft können Catering-Anbieter bereits ab 14,90€ (brutto) monatlich die Vorteile von CATERO.de weiter nutzen.

„Unsere Vision ist es, dass CATERO.de Leidenschaft für das Gastgeben weckt. Die Plattform soll die Nutzer tatsächlich beim Gastgeben abholen und sie unterstützen, sie inspirieren und ihnen zu großartigen Erlebnissen verhelfen, die sonst an ihnen vorbei gezogen wären. Mit Blick auf die Möglichkeiten der Online-Welt haben wir schnell die Auffassung gewonnen, dass Catering-Nachfragen und -Angebote einfacher und komfortabler als bisher zum Vorteil aller Beteiligten zusammen gebracht werden sollten“, erklärt Oskar Giese.

Das gute Ineinandergreifen von professioneller Catering-Erfahrung und -Leidenschaft sowie technologischem Know-How auf Partnerebene war ausschlaggebend bei der Entwicklung von CATERO.de. Die beiden Gründungsmitglieder Vena Steinkönig und Oskar Giese sind zuvor als Unternehmer im Event- und Catering-Bereich tätig gewesen. Sie verstehen die Bedürfnisse von Catering-Nachfragern und -Interessenten aus eigener Erfahrung. Sebastian Dröber ist IT-Spezialist und Unternehmer. Als ehemaliger Geschäftsführer und Mitgründer von SinnerSchrader verantwortet er die technologische Umsetzung und Weiterentwicklung von Catero.de. Das Projekt wird mit viel Eigenleistung und Begeisterung vollständig selbst finanziert.

Johannes Partoll

Der Langostino kommt mit schwarzem Knoblauch, fermentiertem Frühlingslauch und Topinambur daher, dazu gesellt sich ein Rotgipfler aus dem Hause Gustav Krug in der österreichischen Thermenregion. Solche Kombinationen sind typisch für die Finesse, mit der Küchenchef Johannes Partoll und die Sommeliers im Relais & Châteaux Chasa Montana Hotel & SPA zusammen spielen. Das Eigentümer-geführte Haus im auf 1850 Höhenmetern im Dreiländereck Österreich, Italien und Schweiz versteckten Samnaun, ist der Geheimtipp für alle, die im kleinen Rahmen (55 Zimmer) höchste Küchen- und Weinvollendung erleben wollen, gekrönt mit einem Michelin-Stern und 15 Gault Millau-Punkten, aber auch mit 19.000 Flaschen im Weinkeller. Immer wieder finden hier zudem spezielle Weinweekends statt, wie das mit Jean Pierre Confuron von der Domaine Chanson im Oktober 2015.

Chasa Montana-Gastgeber und Sommelier Daniel Eisners Augen glänzen, wenn er von seiner „neuen Liebe“ Burgund erzählt: nicht nur von der berühmten Domaine de la Romanée Conti, sondern von den Premiere Crus „zum unvergleichlichen Preis-Leistungsverhältnis“ der Domaine Chanson, deren Önologe Jean Pierre Confuron 2014 von der französischen Fachzeitschrift „Revue des Vins de France“ zum Winzer des Jahres in Frankreich gewählt wurde. Ein Mitglied des Hauses Chanson wird die Weinreise ins Burgund mit passendem Menü im Chasa Montana (9.-11.10.2015) übrigens als Gast moderieren.

Vier diplomierte Sommeliers kümmern sich tagtäglich in allen Restaurants des Chasa Montana um die Gäste – und veranstalten immer wieder Weinführungen und Weinverkostungen, bei der vorwiegend Raritäten und exklusive Jahrgänge vorgestellt werden. Darüber hinaus bietet der Weinkeller im kleinen, aber feinen Privathotel mit 19.000 Flaschen alles, was das Herz begehrt. Einen Château Pontet-Canet oder gar einen Petrus? Selbstverständlich! Doch es gibt auch alltagstaugliche Hausweine, die vom Wachauer Erich Machherndl (Chasa Montana White & Pink Sparkling) und dem Südtiroler Bio-Pionier Loacker (Chasa Montana Red) eigens kreiert wurden. Seit 2003 betreuen Daniel Eisner und sein Sommelier-Kollege Thomas Monsberger gemeinsam den Weinkeller des Relais & Châteaux Chasa Montana Hotel & Spa und entdecken immer wieder neue spannende Tropfen, während andere Weine zum idealen Trinkgenuss im Gewölbe heranreifen. Der regionale Schwerpunkt liegt dabei auf dem umgebenden Dreiländereck Italien, Österreich und der Schweiz. Geheimtipps gefällig? Aus der Bündner Herrschaft nennt Eisner die Weingüter Cicero und Thomas Studach, aus Italien neben den raren Kultweinen etwa von Ornellaia und Masseto auch den Südtiroler Geheimtipp Erbhof Unterganzner – und aus der Wachau neben den großen Winzern wie F.X. Pichler die Entdeckungen Paul Stierschneider (Urbanushof) und Bäuerl aus Loiben.
Die perfekte Ergänzung zu dieser Weinwelt mit großem Wein- und kleinerem Verkostungskeller ist das Gourmetstübli „La Miranda“, das mit aussergewöhnlicher Küche der Relais & Châteaux- Philosophie huldigt. Der 35 Jahre junge Österreicher Johannes Partoll kocht hier eine moderne französisch-mediterrane Küche, die auf besten heimischen Produkten basiert – etwa auf einigen Spezialitäten von Ludwig Hatecke, einem der besten Metzger der Schweiz. Partolls kulinarischer Stil ist experimentell und unkonventionell, gegen den Trend nicht puristisch, sondern auch mal verspielt und immer für eine interessante Kombination der Aromen zu haben, die im Mund perfekt verschmelzen und harmonieren. Beispielhaft nennt der aktuelle Gault Millau (15 Punkte, 2 Hauben) hier das „Sashimi vom Thunfisch, frech kombiniert mit knusprig gebratenem Spanferkelbauch, Avocado und Papaya“. Der neue Guide Michelin 2015 verlieh aktuell einen Stern fürs „La Miranda“.

Partoll kam 2011 ins Chasa Montana – direkt aus dem Hotel Klosterbräu, Seefeld (1 Haube, 88 Falstaff-Punkte) und wirkte zuvor in einem der 50 besten Restaurants der Welt, in der Villa Joya im portugiesischen Albufeira (2 Michelin Sterne). Die beste Nachricht aber ist, dass Partoll im Chasa Montana nicht nur im „La Miranda“ kocht, sondern auch die Halbpensionsgäste immer wieder mit seinen kulinarischen Ideen erfreut. Und weil es nicht jeden Tag Gourmet-Küche sein kann, gibt es nicht zuletzt das „La Pasta“ mit Holzofenpizza, Pasta und einem klassischen Steak.

www.hotelchasamontana.ch

Manuel Schmuck

Im neuen Berliner Restaurant „Martha’s“ rocken junge, kreative Köche. Das Restaurant ist gleichzeitig Talentschmiede für eine neue Generation in der Küche

Martha’s ist das neue Restaurant im alten Westen im Herzen Berlins. Hier bringt Küchenchef Manuel Schmuck seit wenigen Wochen zeitgemäße, gehobene und dennoch bezahlbare Küche auf den Teller. Der 26-jährige Schmuck stand zuvor an der Seite von 2-Sterne-Koch Daniel Achilles im Reinstoff.

Patronin und Namensgeberin Martha, selbst leidenschaftliche Köchin von klein auf, freut sich über die positive Resonanz in der Hauptstadt: „Mit der Familie und Freunden toll und unkompliziert essen gehen – das Martha’s trifft mit seinem Konzept den Nerv der Zeit und hat die kulinarische Szene Berlins im Sturm erobert.“ Ihr Wunsch war es, eine Plattform zu schaffen, wo talentierte Jungköche auf Gäste treffen, die erstklassige Küche erleben und sich gleichzeitig wie bei Freunden fühlen. „Unser Team kocht auf sehr hohem Niveau und handwerklich ausgefeilt. Diese Energie in der Küche überträgt sich automatisch auf die Gäste,“ sagt die 23 jährige Martha. „Ich sehe das Restaurant als Kreativitätsschmiede, in der sich neue kulinarische Ideen entwickeln. Unsere Türen sind stets für junge Talente geöffnet,“ so Martha weiter.

Jung und mit Erfahrung in der Sternegastronomie im In- und Ausland, unter anderem im Wiener Steirereck, ist Küchenchef Manuel Schmuck. Im Martha’s bringt er seine einfache Philosophie auf den Punkt: „Ich verwende das Beste, was der Markt hergibt und das zu fair kalkulierten Preisen. Das muss nicht zwingend regional sein, es muss nur einfach richtig gut schmecken.“ Dabei kombiniert er verschiedene Aromen und Texturen miteinander, verbindet gern auch typisch deutsche, bodenständig deftige Produkte mit asiatischen und mediterranen Aromen. Kreationen wie Gesottene Kalbszunge mit violettem Senf, Senfkörnern, Zwiebel-Püree, Hefe-Bockbier-Vinaigrette, Granny-Smith und Rotkohlblättern oder ein Muscheleintopf aus Bachsaibling mit Haselnussöl, Amaranth, Rucola, saurem Rotkohl und Rotkohlsaft stehen auf der Karte. Die Gerichte kosten zwischen 8 bis 30 Euro. Sie werden ergänzt durch 80 preisgünstig kalkulierte Weine aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 18:00 bis 22:30 Uhr (Küche), Bar: open end. Reservierungen unter +49 30 78 00 66 65 oder online unter http://marthas.berlin.

Becker’s XO

Best-of-the-Best Award 2013 auf der Chef-Sache, Küchenopening des Jahres der Fachmagazine Küche und Catering Inside vor zwei Wochen, und ganz aktuell auch noch Neueröffnung des Jahres bei San Pellegrinos Kulinarischer Auslese – Sternekoch Wolfgang Becker und sein Team haben alles richtig gemacht. Innerhalb von nur neun Monaten wurde das innovative Restaurantkonzept Becker’s XO im Herzen der Trierer Innenstadt mit drei der wichtigsten Auszeichnungen der Branche geehrt.

„Bistro-Küche vom Sternekoch, in der City, zum Vorbeiflanieren, und ein konsequent umgesetztes, übergreifendes Cross-Over-Konzept, das überall im Restaurant spürbar und sichtbar ist“, so begründete die Jury um die Fine-Dining-Waters San Pellegrino und Acqua Panna am vergangenen Montag ihre Entscheidung, das Becker’s XO als Neueröffnung des Jahres auszuzeichnen. Im Rahmen einer großen Gala ehrt San Pellegrino jährlich die besten Küchenchefs Deutschlands und vergibt Sonderpreise für den besten Koch, den Aufsteiger und die Neueröffnung des Jahres.

Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker, der die begehrte Auszeichnung persönlich entgegennahm, freut sich über den Zuspruch für sein Konzept. „So eine Idee entwickelt man nicht von heute auf morgen. Es gab zahllose schlaflose Nächte und lange Diskussionen, wir haben monatelang sehr viel Zeit und Herzblut investiert. Hinter dem Ergebnis, einer Kombination aus Bar, Restaurant und Deli, stehen wir zu einhundert Prozent. Wir sind keine Kompromisse eingegangen, und jetzt ist alles genau so, wie wir es uns gewünscht haben.“ Mit seiner Location setzte sich der Trierer Gastronom gegen seinen Konkurrenten Kirill Kinfelt vom Trüffelschwein in Hamburg durch.

Der Name Becker’s XO ist Programm, denn XO steht für Crossover, was so viel wie „gemischt“ oder „gemixt“ bedeutet. Die Verbindung verschiedener Stile und Einflüsse spiegelt sich nicht nur in der Küche wider, sondern auch in den drei Bereichen Restaurant, Bar und Deli, dem Designkonzept sowie den scheinbaren Gegensätzen, die sich überall finden und dennoch eine Einheit bilden. Um das Projekt zu finanzieren, ist der Zwei-Sterne-Koch neue Wege gegangen: 2012 gründete er die Becker’s Genuss AG, eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft, die sich dem Thema Genuss verschrieben hat und kulinarische Projekte umsetzt.

Für den Spitzenkoch war der Preis von San Pellegrino bereits der dritte wichtige Award seit der Eröffnung im Juni 2013. Eine Woche zuvor wurde das Becker’s XO in Stuttgart als Küchenopening des Jahres in der Rubrik Individualgastronomie ausgezeichnet. Der Award wurde erstmals von den Fachmagazinen Küche und Catering Inside vergeben. Überzeugt hat die Jury das ganzheitliche Cross-Over-Konzept, aber auch Faktoren wie Wirtschaftlichkeit, Finanzierung und Ausstattung waren bei der Entscheidung relevant. Und wenige Monate zuvor, im September 2013, konnte Spitzenkoch Becker die Auszeichnung Best-of-the-Best im Rahmen der Chef-Sache entgegennehmen. In der Kategorie Hot Spot war er gegen die Drei-Sterne-Restaurants Amador in Mannheim und Aqua in Wolfsburg sowie das Zwei-Sterne-Restaurant Tim Raue in Berlin angetreten.

Angela Michaela Herold

Angela Michaela Herold ist Gewinnerin des „Deutschen Hotelnachwuchs-Preises 2013“. Der Award für junge Führungskräfte in der Hotellerie wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal von der AHGZ Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag) und der Hoteldirektorenvereinigung Deutschland (HDV) vergeben. Mit der Auszeichnung werden die außergewöhnlichen Leistungen und das vorbildliche Führungsverhalten der 29-Jährigen gewürdigt.

Angela Michaela Herold hat in der Sonnenalp Ofterschwang seit Herbst 2010 die Hauswirtschaftsleitung inne. Das umfasst in dem Allgäuer Luxusresort die Abteilungen Housekeeping, Wäscherei, Floristik und Näherei mit insgesamt etwa 100 Mitarbeitern. Zuvor arbeitete die 29-Jährige unter anderem als Leitende Hausdame im Hotel Maximilian, Bad Griesbach.

Herold setzte sich gegen zwei weitere Finalisten durch, die von einer zehnköpfigen Expertenjury nominiert worden waren. Im Rahmen der HDV-Frühjahrstagung am 6. April stellten sich die drei Nominierten einer Fragerunde, in der sie unter anderem ihr persönliches Führungsverständnis erläuterten. Der Sieger des Talentwettbewerbs wurde im Anschluss per Publikumswahl ermittelt.

Dabei gingen die zweiten Plätze an Oliver Fudickar (25) und Patrizia Schade (29).

Oliver Fudickar (25) leitet seit Kurzem das Steigenberger Hotel Sonne in Rostock. Vorher war der gelernte Hotelfachmann und Betriebswirt unter anderem als Operations Manager bei arcona für 13 Hotels in Deutschland verantwortlich. Er blickt außerdem auf Führungspositionen im Mercure Hotel München City Center zurück.

Patrizia Schade, Reservations & Revenue Manager im 5-Sterne-Hotel München Palace, einem Haus der Kuffler-Gruppe. Zuvor war die 29-Jährige unter anderem als Assistant Reservations Manager & Groups Coordinator im Hotel Baur au Lac, Zürich, tätig. Weitere Stationen der gelernten Hotelfachfrau: das Hotel Sunstar Albeina in Klosters und das Maritim Ulm.

www.hotelnachwuchspreis.de.

Weinfestival von Asturien

Das 2010 ins Leben gerufene Famous Wine Festival von Avilés findet in diesem Jahr vom 6. bis 16. Juni statt. Avilés, die drittwichtigsten Stadt Asturiens statt, gelangte in den vergangenen Jahren durch den brasilianischen Stararchitekten Oskar Niemeyer zu internationaler Berühmtheit. Die Stadt liegt westlich des Kaps Cabo de Peñas im Zentrum der asturischen Küste. Der alte Fischer- und Bauernort hat sich dank des demographischen Wachstums und der industriellen Entwicklung zu einer modernen Stadt und einem bedeutender Standort für die Eisenverhüttung entwickelt. Die Altstadt mit seinen unzähligen Weinlokalen wurde zum Historischen Ensemble erklärt, denn sie verfügt über zahlreiche bemerkenswerte Juwelen der Profan- und Sakralarchitektur.

Sorgfältig ausgewählte Weinlokale, die sich durch Kenntnisreichtum der ausgeschenkten Weine, ausgezeichneten Service und eine enge, interaktive Kundenbeziehung auszeichnen, fungieren als Botschafter für einzigartige Weine, die zuvor verkostet, selektiert und dann erst angeboten werden. Jedes Jahr stehen Weine auf der Karte, die normalerweise nicht in Spanien verkauft werden. Die vertretenen Winzer zahlen weder Teilnahmegebühr, noch wird ihr Wein gratis ausgeschenkt, doch bieten sie ihre edlen Tropfen zum bestmöglichen Preis für den Konsumenten an. Alle Weine sind entweder besonders ausgearbeitet oder die dazugehörigen Weingüter befinden sich im Besitz von Prominenten. Im vergangenen Jahr wurden an den vier Festivaltagen 10.000 Gläser Wein ausgescheckt; für 2013 rechnet man mit einem Ausschank von 12.000 Gläsern.

Berühmtheit in Weinform
Das Famous Wine Festival hat sich inzwischen über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht, denn noch nie zuvor kamen so viele Berühmtheiten in Weinform zusammen. Und das in einer Stadt wie Avilés, die Tradition und industrielle Ästhetik mit einer großartigen, tausendjährigen Altstadtgeschichte und der avantgardistischen Architektur des Internationalen Kulturzentrums Oscar Niemeyer kombiniert.

Verbindendes Element, um eine Weinkultur schaffen und den Konsum von Qualitätsweinen zu fördern, die von innovativen und traditionellen kulinarischen Kreationen aus Asturien begleitet werden, ist die Prominenz. Das Festival ist auch eine Hommage an berühmte Sänger, Schauspieler oder Fußballer, die sich der Welt des Weins verschrieben haben. So waren in der dritten Ausgabe des Festivals Weine von den Schauspielern Brad Pitt und Angelina Jolie, des Regisseurs Francis Ford Coppola, des ehemalige Formel 1-Piloten Jarno Trull und des Architekten Rafael Moneo ein Highlight In diesem Jahr sollen Weine der Fußballstars Messi und David Ginola, des Modedesigners Francis Montesinos, oder des Extrembergsteigers Juanito Oyarzabal vorgestellt werden.

Insgesamt fünfundzwanzig Weinlokale des Landkreises Avilés sind an der Initiative beteiligt. Dort können Anfang Juni Weine degustiert werden, deren Preis normalerweise bei über 30 € pro Flasche liegen und die größtenteils nicht in Spanien zum Verkauf angeboten werden.

Das Festival stellt eine einmalige Gelegenheit dar, einmal Weine von den Weingütern von Cliff Richard oder Gerard Depardieu (Chateau de Tigné) zu probieren. Jedes Lokal vertritt einen Wein der Prominenten, die für die Veranstaltung ausgewählt wurden. Die Dekoration orientiert sich an dem jeweiligen Wein-Künstler. So wird im Fall von Sängern die entsprechende Musik gespielt, im Fall von Schauspielern werden deren Filme gezeigt. Eigenhändig signierte Plakate, Fotos, Kleidungsstücke oder persönliche Objekte der Künstler schmücken die Bars und werden manchmal sogar unter den Kunden verlost werden.

www.saboresde.avilescomarca.info/asyportal/index.php?id_pagina=924&id_objeto=8823&id_plantilla=490&tipo=contenido

Martin Steiner

Restaurant der Woche: Max on One im Jumeirah Frankfurt

Das Restaurant in Frankfurts Nobelhotel Jumeirah am Thurn-und-Taxis-Platz, das im Spätsommer 2011 mit dem Österreicher Martin Steiner (zuvor Küchenchef in Johann Lafers Stromburg) an den Start ging, präsentiert sich interessanterweise ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten: Anstatt opulenter Gourmet-Menüs zu utopischen Preisen und protziger Glamour-Ausstattung mit Schwellenangst dominieren im „Max on One“ neuinterpretierte Regionalgerichte mit österreichischen Einflüssen und dezent-luxuriöses Design mit einem Hauch Understatement.

Das Restaurant mit Private Dining Area befindet sich auf der ersten Etage des 96 Meter hohen verglasten Hotelturms. Für die ausgesprochen gelungene Inneneinrichtung zeichnen der bekannte japanische Architekt Takashi Sugimoto und sein Team von Super Potato verantwortlich. Gespeist wird in bequemen Sesseln und an stilvoll gedeckten Tischen. Dabei schweift der Blick unvermeidlich in die offene Showküche. Zwei begehbare gläserne Weinkuben, ein mit Geschirr bestücktes Wandregal sowie ein Steakhouse-Front-Grill verkörpern eine moderne, urbane Atmosphäre im Zentrum der Mainmetropole.

Immer einfallsreich und aromenstark zeigt sich Martin Steiners Küche, die nie irgendwelchen Trends hinterherhinkt, sondern sich lieber auf den selbst gesetzten Kurs verlässt. Das Wichtigste sind dem gebürtigen Kärntner Qualität und Regionalität der Viktualien und deren schonende Zubereitung. Ob Frankfurter Pasta mit Grüner Soße oder Original „Wiener Schnitzel“ mit Bratkartoffeln, Preiselbeeren und Gurkensalat – der Spagat zwischen regionaldeutscher Küche mit einer guten Portion Lokalkolorit und österreichischer Schmankerlküche gelingt bestens.

Selbst die abendlichen Menüs stehen unter dem Motto „Hessen grüßt Österreich“. Fantastisch das Tafelspitzsülzchen vom Weidekalb mit Kräuterpesto und Radieschen. Wirklich fein und nicht zu dominant auch das Brunnenkresse Schaumsüppchen, welches mit Sellerie und Sicher Saiblingskaviar veredelt wurde. Tolle Fleischqualität und perfektes Handwerk erlebten wir beim Duo vom Steirischen Almochsen mit Fingermöhren, Landspitzkohl und Kartoffelstrudel. Fast unnötig zu erwähnen, dass zum süßen Finale in jedem Falle auch Steiner’s Topfenknödel ein dickes Extralob verdient.

Das umfangreiche Weinangebot hat reichlich Gutes aus nahezu allen Erdteilen zu bieten. Auch im offenen Ausschank findet man ordentliche Qualitäten. Bleibt noch zu erwähnen, dass auch die Servicemannschaft unter der routinierten Führung des Oberkellners einen motivierten und professionellen Eindruck hinterlässt. Alles in allem lässt sich das „Max on One“ im Jumeirah Frankfurt uneingeschränkt empfehlen. Die Expertinnen und Experten des Varta-Führers zeichnen Ambiente, Angebot, Service- und Küchenleistung mit drei Diamanten aus.

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Max on One
Web: www.jumeirah.com

BIG BOTTLE Party im ‚first floor’, Berlin

Zum sechsten Geburtstag der Big Bottle Party im Restaurant ‚first floor’
empfingen Gastgeber Gunnar Tietz und Matthias Diether 79 Winzer aus
der ganzen Welt und vier der besten deutschen Köche: Juan Amador (Amador,
Mannheim), Hans Horberth (La Vision im Hotel im Wasserturm, Köln), Kevin
Fehling (La Belle Epoque, Travemünde), und Thomas Martin (Jacobs Restaurant,
Hamburg). Rund 70 Mitarbeiter sorgen zur diesjährigen Big Bottle Party vor
und hinter den Kulissen für das Wohl der Gäste.

Der Genuss in Zahlen: 748,5l Wein, 100 Liter Bier, 10 Michelin-Sterne, 87
Gault Millau Punkte, 18 Fs vom Feinschmecker und 19,5 Kochlöffel vom
Schlemmer Atlas – höchstes kulinarisches Niveau in entspanntem Rahmen.

Selbstverständlich wird auch in diesem Jahr wieder für den guten Zweck
gefeiert: Der Erlös der Big-Bottle-Tombola geht, wie auch in den Jahren
zuvor, zu Hundert Prozent an das Kinder- und Jugendhilfezentrum Neukölln.