Was tun bei Kofferverlust?

Es ist der Albtraum eines jeden Flugreisenden: An der Gepäckausgabe wartet man vergeblich auf seinen Koffer… Immerhin in einem von hundert Fällen wird dieser Albtraum Realität – wenn auch nur für kurze Zeit. Über 95 Prozent aller Koffer werden innerhalb von fünf Tagen gefunden und ausgeliefert, viele bleiben jedoch dauerhaft verschollen. Patrick Welsch, Geschäftsführer des Reisegepäckherstellers Stratic, gibt Tipps, wie sich Reisende dann richtig verhalten:

1) Melden Sie den Kofferverlust sofort am Gepäckschalter. Legen Sie dem Personal Ihr Ticket vor, an das beim Einchecken auch die Registrierungsnummer für jedes Gepäckstück geklebt wurde.

2) Fragen Sie bei Ihrer Fluggesellschaft, wie man Ihnen kurzfristig helfen kann. Die meisten stellen sogenannte „Overnight-Kits“ zur Verfügung, die die nötigsten Toilettenartikel enthalten, oder erstatten Ihnen diese im Nachgang ohne große Diskussion.

3) Klären Sie, was Sie darüber hinaus in bescheidenem Rahmen neu anschaffen dürfen. Je höher die gebuchte Flugkategorie, desto kulanter wird man sich in der Regel zeigen.

4) Sollte Ihr Tauch-, Ski- oder Golf-Equipment oder Ähnliches abhanden gekommen sein, mieten Sie es für die Zeit, bis Ihr Gepäck wieder auftaucht. Kündigen Sie dies dem Personal im Rahmen der Verlustmeldung an, um die Erstattung im Nachgang sicherzustellen.

5) Lassen Sie sich die Service-Nummer geben, unter der Sie per Telefon den Status der Gepäckrecherche erfragen und Änderungen in Ihrer Reiseplanung (z.B. Hotelwechsel) durchgeben können. Nichts ist schlimmer, als wenn das Gepäck nach drei Tagen endlich nachgeliefert wird, Sie aber schon längst wieder weitergereist sind.

6) Bleibt Ihr Koffer unauffindbar, sollten Sie Ihren Ersatzanspruch geltend machen. Dieser richtet sich nach dem „Montrealer Abkommen“, wonach pauschal etwa 1.100 Euro gezahlt werden.

7) Buchen Sie nach Möglichkeit nur Nonstop-Flüge, denn bei diesen geht so gut wie nie ein Koffer verloren. Die meisten Fehler passieren nämlich beim Transfer in den nächsten Flieger.

8) Wenn Sie nicht allein reisen, bietet es sich an, dass Sie einen Teil Ihrer Bekleidung im Koffer des Mitreisenden verstauen. So kommt bei einem Kofferverlust nicht der gesamte Reisebedarf abhanden.

9) Mittlerweile gibt es im Internet auch Möglichkeiten, das eigene Gepäck zu registrieren, um das Auffinden im Verlustfall zu erleichtern. Bei Stratic sind die Produktlinien Apollo II ( http://goo.gl/a9XON ) und Conquest ( http://goo.gl/GZH3t ) mit einem kostenlosen Identifikations-Service (Okoban) ausgestattet.

10) Zu guter Letzt: Nehmen Sie wichtige Dinge wie Wertsachen, Pass, Schlüssel, Handy inklusive Ladekabel und Medikamente immer mit Ihr Handgepäck.

Die Flugreihenfolge bestimmt der Fluggast und nicht die Airline

Der Bundesgerichtshof erklärte Regelungen der Lufthansa und British Airways für unwirksam, wonach Tickets verfallen, wenn sie nicht in der gebuchten Reihenfolge genutzt werden. Damit wollten die Airlines verhindern, dass Tickets für Flüge mit Zwischenlandung (z. B. ein Fernflug mit Zubringerflug) nur für den Fernflug genutzt werden, erläutern ARAG Experten. Denn oft ist der Preis für beide Flüge zusammen niedriger als der Preis, der bei Buchung des Langstreckenflugs allein anfällt. Außerdem wollen sie sich so dagegen absichern, dass Fluggäste bei günstig angebotenen Hin- und Rückflügen Flüge nur Teilstrecken nutzen und so zu einem geringeren Preis fliegen, als wenn sie von vornherein die tatsächlich geflogene Strecke gebucht hätten (BGH, Az.: Xa ZR 5/09).

Klebefleisch in der Lebensmittelbranche

„Klebefleisch“ in der Lebensmittelbranche

Ein Reinheitsgebot für Rohschinken fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nach Bekanntwerden von Fleischmanipulationen in der Lebensmittelbranche. Das NDR-Verbrauchermagazin Markt hatte über „Klebefleisch“ berichtet, wonach es bereits heute Rohschinkenprodukte gibt, die mit Hilfe eines Enzyms aus mehreren Fleischteilen zu einem Stück zusammengekleistert werden. „Ein roher Schinken ist doch kein Puzzle-Spiel“, so die Reaktion von vzbv-Vorstand Gerd Billen. „Wer rohen Schinken kauft, erwartet keine zusammengesetzten Teilstücke, sondern ein Stück gewachsenes Muskelfleisch.“

Es könne nicht sein, dass nun zum wiederholten Male stillschweigend ein Grundnahrungsmittel mit neuen Techniken verändert, hergestellt und ohne Kenntlichmachung vermarktet werde. „Nach Analogkäse, ESL-Milch, Schinken- oder Krebsfleischimitaten bringt dieser neue Fall von Verbrauchertäuschung bei Lebensmitteln das Fass zum Überlaufen“, meint vzbv-Vorstand Gerd Billen. Das Beispiel Analogkäse habe gezeigt, dass Imitate gerade in der Gastronomie zum Einsatz kommen. Er fordert ein generelles Herstellungs- und Vertriebsverbot von auf auf diese Art und Weise produzierten Fleischprodukten.

Änderung des Lebensmittelrechts
Dazu muss das Lebensmittelrecht so angepasst werden, dass ein Verkleben von Fleischstücken unter Einsatz von Enzymen bei kaltem rohem Fleisch und Fleischerzeugnissen wie Rohschinken unzulässig wird. Darüber hinaus appelliert der vzbv an Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner, sich auf europäischer Ebene für ein Zulassungsverbot von „Klebe-Enzymen“ für die Herstellung von rohem Fleisch stark zu machen. „Heute ist es der Rohschinken, morgen das zusammengeklebte Grillsteak“, meint Billen.

Fleischindustrie muss sich äußern
Solange dies noch nicht geschehen ist, muss die Fleischindustrie nun öffentlich darlegen, bei welchen Produkten das Verfahren aktuell zum Einsatz kommt. Es kann nicht sein, dass die Lebensmittelüberwachung im Nachhinein mit der Lupe überprüfen muss, welche Verfahren zum Einsatz gekommen sind.

Eine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema Klebefleisch / Formfleisch finden Sie hier:
http://www.vzbv.de/mediapics/formfleisch_jvl_2010.pdf

Alfons Schuhbeck

Essen, wann und so viel mein Körper will – Intuitive Esser fühlen sich besser und leben gesünder

Es ist wieder soweit: Der Frühling kommt, die Blumen blühen, die Hüllen fallen; nicht ganz, aber zum Leidwesen vieler Frauen und Männer doch so sehr, dass die ungeliebten Pölsterchen nicht mehr mit langen Pullovern und Hosen kaschiert werden können.

Also ran an den Speck: Sport treiben, verschiedene Diäten ausprobieren, Süßigkeiten vom Einkaufszettel streichen. Leider oftmals nur gute Vorsätze vom Jahreswechsel.

Dabei hat die Natur den Menschen mit einer wunderbaren Gabe ausgestattet: Der Intuition.

Sie hilft dabei, das Richtige zu essen, auch wenn es einmal ein Stück Sahnetorte oder ein Schokoriegel ist. „Studien haben nämlich gezeigt, dass Menschen, die intuitiv das essen, wonach ihr Körper verlangt, insgesamt einen niedrigeren Body Mass Index haben und seltener an Herz-Kreislauferkrankungen leiden“, berichtet Tanja Pöpperl im Frauen-Magazin BRIGITTE http://www.brigitte.de

Wer dabei einige Dinge beachtet, kann somit von selbst ohne ständige Kontrolle sein Gewicht verringern und halten: Gegessen wird nur, wenn man wirklich Hunger hat. Schließlich erreichen die Gänge zum Kühlschrank aus Langeweile und Frust nur das Gegenteil von dem, was man eigentlich möchte. Das Gefühl sich etwas Gutes tun zu wollen und die Langeweile zu vertreiben.

Wenn sich das Hungergefühl einstellt, sollte man besser vorher überlegen, was man zu sich nehmen möchte, bevor zu irgendeinem nahe liegenden Produkt gegriffen wird. Dadurch lernt man wieder das zu essen, was der Körper auch wirklich braucht.

Wichtig ist es auch, kleinere Gewichtsschwankungen zu akzeptieren, gerade am Anfang sind diese normal. Schließlich ist bei dieser Art Ernährung alles erlaubt, wonach einem gerade ist, es herrschen keine kontrollierten Verbote mehr. Und bekanntlich wird das, was einem immer und überall erlaubt ist, schnell uninteressant.

Eigentlich ist dem Menschen das intuitive Essen in die Wiege gelegt: Kleinkinder essen so viel sie benötigen, sofern man sie denn lässt.
Die Übernahme der schlechten Essgewohnheiten der Eltern und zu wenig Bewegung sorgen allerdings schnell dafür, dass der Nachwuchs sich schon früh zu einem „Wonneproppen“ entwickelt: „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“ oder „Wenn du jetzt nicht aufisst, gibt es morgen schlechtes Wetter“ sind nur zwei von vielen vermeintlich richtigen Regeln zu den Mahlzeiten. Daher muss das Gespür für die richtige Ernährung häufig neu entdeckt werden.

Allerdings sollte man es auch bei dieser Ernährungsform vermeiden, sich zu häufig von Fast-Food und Fertig-Produkten zu ernähren. Sie haben meist neben ungesunden Zusatzstoffen eine hohe Kaloriendichte bei wenigen Nährwerten. Nicht umsonst gehören die Deutschen zu den dicksten Menschen Europas. Die leckeren Nudeln mit frischer Tomatensoße sind in fast der gleichen Zeit gekocht, wie die zermatschten Ravioli aus der Dose erwärmt. Leckere Rezepte stehen dabei nicht nur in Kochbüchern.
Moderne Supermärkte machen es leicht, seinen Gelüsten unter gesunden Aspekten nachzugehen. So bietet der Starkoch Alfons Schuhbeck http://www.schuhbeck.de seine Rezepte auch auf den Supermarktwaagen von Bizerba http://www.bizerba.de im Selbstbedienungsbereich und an den Theken an. Man kann sie über den Bonausdrucker ausdrucken und hat direkt eine Einkaufsliste und die Anleitung zum Kochen.

Somit kann sich der Verbraucher nach freier Intuition auch erst im Supermarkt spontan für sein Rezept des Tages entscheiden und wenn dann noch eine Tafel Schokolade im Einkaufswagen landen sollte: Guten Appetit!

Slow-Food-Messe

Dritte Slow-Food-Messe erneut ein Magnet für bewusste Verbraucher

Zufrieden sind die Aussteller, die Besucher und nicht zuletzt die Verantwortlichen von Slow Food Deutschland: Die dritte Messe „Markt des guten Geschmacks“ in Stuttgart war in jeder Hinsicht ein Erfolg.
Über 40.000 Besucher strömten vom 2. bis 5. April durch die Messehallen am Flughafen. Und das, obwohl dieses Mal die parallele Gartenmesse pausiert hatte. 380 Aussteller und zusätzlich 103 Weingüter in der Vinothek lockten in diesem Jahr die bewussten Genießer an. Eine durchschnittliche Verweildauer von 4,3 Stunden deckt sich mit den Beobachtungen, wonach die Besucher keinen Stand ausließen, ausgiebig probierten und mit den Produzenten guter Nahrungsmittel diskutierten.

Otto Geisel, der Vorsitzende von Slow Food Deutschland und Initiator der Messe, stellte zufrieden fest: „Wir haben jetzt den Durchbruch zu einer wirklich nationalen Messe geschafft, denn neue Aussteller und Gemeinschaftsstände aus ganz Deutschland sind hinzu gekommen. Jetzt wollen wir auch noch mehr internationale Teilnehmer gewinnen.“
Namentlich Italien und Tschechien hatten ihre Spezialitäten präsentiert.

„Ich habe gestaunt, wie viele Fachbesucher, darunter die Top-Einkäufer der Lebensmittelbranche, an meinem Stand auftauchten,“ berichtet Rudolf Bühler von der Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Das deckt sich mit Besucherumfragen, wonach 39 Prozent Fachbesucher oder Besucher mit einem passenden beruflichen Hintergrund waren.

Die Aussteller waren durch die Bank zufrieden. „Ich habe selten so viele direkte Kontakte mit Weinkennern gehabt,“ weiß Winzer Konrad Schlör aus Wertheim zu berichten. Markus Dirr aus Endingen, vom STERN als bester Wurstmacher gelobt, war, obwohl er es gar nicht geplant hatte, alle vier Tage persönlich am Stand. „Ich habe viele tolle Gespräche gehabt.“ Monika Huber, Koordinatorin des Gemeinschaftstandes Meran: „Es hat richtig Spaß gemacht, mit den Besuchern zu reden und sie probieren zu lassen.“ Conny Schmidt vom Archehof aus Plattenburg in der Prignitz in Nordwesten Brandenburgs, die das erste Mal so fern der Heimat aufgetreten ist: „Ich habe nicht nur gut verkauft, sondern unbezahlbare Kontakte zu anderen Fleisch- und Wurstherstellern geknüpft, die mir gute Ratschläge gegeben haben.“

Die Besucher vergaben in einer Befragung zu 90 Prozent die Note eins oder zwei, 94 Prozent wollen das nächste Mal wieder kommen. Ein neuer Trend: Immer mehr Produzenten-Vereinigungen nutzen die Slow-Food-Messe zu Branchentreffen. So kamen die baden-württembegischen Schafhalter und mehrere Neuland-Fleischer zusammen.

IPod stört Herzschrittmacher nicht

Die New York Times gibt Entwarnung: Eine im letzten Jahr von dem Wissenschaftsjournal „Heart Rhythm“ veröffentlichte Studie, wonach iPods in der Lage sind, Herzschrittmacher zu beeinflussen, kann laut der Zeitung als widerlegt gelten.

Bei einer der letzten Studien, die die fragliche Hypothese testete, sei wieder keine Beeinflussung gefunden worden. Hunderte von Tests mit verschiedenen Abspielgeräten haebn in keinem Fall die „intrinischen Funktionen der verschiedenen Typen von Herzschrittmachern gestört. Ein leichter Effekt sei nur bei einigen, programmierbaren Implantaten festgestellt worden. Aber auch dabei sei die eigentliche Funktion der Geräte nicht gestört worden. Quelle: www.intern.de

Kabinett beschließt bessere Lebensmittelüberwachung

Seehofer: Wichtige Elemente aus unserem 13 Punkte-Programm umgesetzt

In seiner heutigen Sitzung hat das Bundeskabinett die Verabschiedung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift über Grundsätze zur Durchführung der amtlichen Überwachung der Einhaltung lebensmittelrechtlicher, weinrechtlicher und tabakrechtlicher Vorschriften (AVV-Rüb) beschlossen.

„Mit der Verabschiedung dieser Vorschriften heute im Kabinett haben wir wichtige Elemente aus unserem 13-Punkte-Programm umgesetzt“, so Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, im Anschluss an die Kabinettsitzung. „Es stehen aber noch weitere Punkte auf der Agenda, zu denen wir bereits Vorschläge vorgelegt haben und die derzeit das parlamentarische Verfahren durchlaufen.“ Als Beispiel dafür nannte Seehofer die Verpflichtung von Lebensmittelunternehmern, denen unsichere Lebensmittel angeboten werden, diese Lieferungen den Behörden anzuzeigen. Ferner müsse der so genannte Informantenschutz dringend geregelt werden, so Seehofer. Er habe sich in der Vergangenheit gerade im Zusammenhang mit verdorbenem Fleisch als sehr wichtig herausgestellt.

Kernstück der heute verabschiedeten AVV-Rüb sind Regelungen, die bestehende Mängel in der Lebensmittelüberwachung, wie sie bei den Skandalen um verdorbenes Fleisch offenkundig wurden, beheben. So wird beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip bei Betriebskontrollen eingeführt. Außerdem sind Regelungen enthalten, wie die vorrangige Probenahme beim Hersteller oder Einführer (Flaschenhalsprinzip), die Verzahnung der Ergebnisse aus der Betriebskontrolle mit der risikoorientierten Probenahme, die Einbeziehung kosmetischer Mittel und Bedarfsgegenstände in die Regelungen zu behördlichen Maßnahmen im Ernstfall und Regelungen zum Krisenmanagement.

Der Minister bedauerte, dass auf Grund des Bundesrats-Beschlusses zu dieser Allgemeinen Verwaltungsvorschrift nicht alle Vorschläge des Reformpakets verwirklicht werden konnten. So hatten die Länder Ansätze zur Verbesserung der Qualität der Überwachung, bei deren Realisierung ein länderübergreifender Ansatz gewählt wurde und der in einen Leistungsvergleich der Länder untereinander münden könnte, abgelehnt. Dies betreffe beispielsweise die Regelungen, wonach empfohlen wird, 20 % der Auditierungen der für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Behörden durch länderübergreifend zusammengesetzte Auditorenteams durchzuführen und wonach Ergebnisse von Auditierungen zu veröffentlichen sind. „Damit wurde die Chance vertan, einen weiteren deutlichen Qualitätssprung in der amtlichen Überwachung zu erreichen“, erklärte Bundesminister Seehofer. Mit so einem Verfahren hätten die Länder im Sinne der Entwicklung einer „best practice“ von den Leistungen des jeweils anderen Landes profitieren und die Qualität und das Ansehen der Lebensmittelüberwachung in Deutschland nachhaltig stärken können. „Da die Bundesländer starke Vorbehalte gegen diesen Punkt hatten, haben wir ihn im laufenden Gesetzgebungsverfahren fallen lassen, um andere wichtige Elemente unseres 13-Punkte-Programms voranzubringen“, erläuterte der Minister. Gleichwohl werde er diesen Punkt weiterhin in der Diskussion mit den Ländern einbringen. Entscheidend sei, dass sich die Lebensmittelsicherheit durch die jetzt verabschiedeten Maßnahmen verbessere. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen ein hohes Maß an Sicherheit. Und diese Sicherheit wollen wir schaffen. Der Bund macht seine Hausaufgaben“, so Seehofer.

Elfenbeinhandel bei eBay

Die internationale Tierschutzorganisation IFAW (International Fund for Animal Welfare) macht eBay den Vorwurf, gesetzliche Normen zum Handel mit Tieren und Tierartikeln zu missachten.

Bei einer einer eigenen Untersuchung von eBay-Angeboten aus Australien, China, Deutschland, Frankreich Großbritannien, Kanada, den Niederlanden sowie den Vereinigten Staaten habe man insgesamt 2.200 Gegenstände gefunden, die ganz oder teilweise aus Elfenbein vom Elefanten gefertigt waren.

Bei 90% dieser Angebote wurden eBays eigene Richtlinien zum Handel mit Elfenbein verletzt, die sich wiederum am gemeinsamen Nenner der gesetzlichen Normen orientieren. EBay verweist beispielsweise darauf, dass der Handel mit Elfenbein in ganz Europa verboten ist und nur unter ganz bestimmten Bedingungen stattfinden darf. (via www.intern.de )

So muss eine Bescheinigung vorliegen, wonach das Elfenbein vor dem 1. Juni 1947 „hergestellt“ wurde. Es muss außerdem klar erkennbar sein, dass es sich um bearbeitetes Material handelt. Das war demnach bei 2.000 der 2.2000 von IFAW gefundenen Auktionen nicht der Fall.

US-Zoll konfisziert Notebooks?

ACTE Global, ein Verband, der die Interessen von Berufsreisenden vertritt,
warnt vor der Mitnahme von tragbaren Computern beim Passieren der US-Grenze
bei der Ein- und Ausreise. In einer eigenen Studie hat der Verband zwar nur
von 1% der befragten Firmenverantwortlichen konkrete Informationen erhalten,
wonach ein Laptop vom US-Zoll konfisziert wurde.
Doch 94% der Befragten war es erst gar nicht bewusst, dass der Zoll die
rechtlichen Möglichkeiten zu einer Untersuchung sowie zur unbefristeten
Beschlagnahmung eines Rechners hat. Wie die New York Times es ausdrückt,
sind solche Vorfälle bisher fast nur anekdotisch bekannt, genaue Zahlen gibt
es nicht.
Doch es scheint demnach mindestens einen Fall gegeben zu haben, bei denen
ein Rechner „zufällig herausgegriffen“, beschlagnahmt und erst nach einem
Jahr zurückgegeben wurde. Für die Untersuchung der Notebook-Inhalte wird
weder ein konkreter Tatverdacht, noch eine richterliche Verfügung benötigt.
Die Zöllner müssen ihre Maßnahmen weder rechtlich noch inhaltlich begründen.
Und in mindestens einem Fall, bei dem die Zöllner auf der Festplatte eines
Reisenden Kinderpornos gefunden haben, wurde die „forensische Analyse“ des
Geräts inzwischen auch gerichtlich für rechtmäßig erklärt.
Nun will der Verband zwar nicht mit solchen Straftaten in Verbindung
gebracht werden und auch nicht die Täter schützen. Doch man verlangt von den
US-Behörden endlich eine Klärung, welchen Schutz geschäftliche, rechtliche
und private Informationen genießen, wenn sie auf Notebooks gespeichert
werden. Denn bisher scheint der Zoll bei der Kontrolle der Geräte praktisch
uneingeschränkt agieren zu können.
Quelle: www.intern.de

Hamster neigen zu Kummerspeck

Goldhamster legen sich unter Stress ein
auffälliges Bäuchlein zu, genau wie die meisten Menschen. Wie das
Magazin GEO in seiner Juli-Ausgabe berichtet, verleitet vor allem die
Furcht vor stärkeren Artgenossen die Tiere dazu, mehr zu fressen, als
ihnen gut tut.

Das hat ein Team um Michelle Foster von der Georgia State
University in Atlanta herausgefunden, als es jüngere Goldhamster
mehrmals für jeweils sieben Minuten zu älteren, kräftigeren
Exemplaren in einen Käfig sperrte. Innerhalb weniger Sekunden und
nach kurzem Revierkampf ordneten sich die Neuankömmlinge dem „Chef“
unter – und begannen schon bald, deutlich mehr zu fressen als zuvor.

Besonders stark war der Effekt, wenn die Konfrontation in
unregelmäßigen Abständen erfolgte. Auch dies werten die Forscher als
Parallele zur Erfahrung von Menschen, wonach unvorhersehbarer Stress
schädlicher ist als gewohnte Belastung.

Die Wissenschaftler erhoffen sich daher von ihren Ergebnissen auch
Aufschlüsse über Faktoren, die beim Menschen zu Übergewicht
beitragen. Denn Hamster und Menschen sind hormonell miteinander
vergleichbar: Unter Anspannung produzieren beide verstärkt das
appetitanregende Hormon Cortisol. Ratten und Mäuse dagegen bilden in
der gleichen Situation Corticosterone, die offenbar den Hunger
eindämmen – die Tiere nehmen unter Stress ab.
Mit dieser Erkenntnis
könnten womöglich neue Medikamente gegen Fettleibigkeit entwickelt
werden.

Das aktuelle GEO-Heft umfasst 156 Seiten, kostet 6,- Euro und
erscheint am 19. Juni 2006.