Varta-Führer kooperiert mit Thomas Holzportz

Der Varta-Führer geht 2018 neue kulinarische Wege. Unter dem Motto: „Neues vom Varta-Blogger“ kommt beim traditionsreichen Hotel– und Restaurantführer aus Ostfildern bei Stuttgart neben den bewährten Varta-Experten nun auch ein sogenannter Influencer zu Wort.

Das neue Projekt ist ein weiterer Teil der digitalen Neuausrichtung des Varta-Führers, der sich bereits seit dem vergangenen Jahr in den sozialen Netzwerken strategisch neu aufgestellt hat. Im Mittelpunkt der Kampagne: Thomas Holzportz, der bereits seit einigen Jahren mit baconzumsteak.de sehr erfolgreich einen eigenen Grill- und Foodblog betreibt.

Sven Elverfeld ist die neue Nr.1 in Deutschland

Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste 2018 ermittelt umfassendes Ranking aus den Bewertungen der sieben großen bundesweiten Restaurantführer

- Die Gerolsteiner Restaurant Bestenliste zieht Bilanz aus  Michelin, Gault&Millau, Feinschmecker, Varta, Gusto & Co. - Restaurant AQUA in Wolfsburg neue Nummer Eins
Sven Elverfeld & Schüler – Foto: Christian Stromann

„Sven Elverfeld ist die neue Nr.1 in Deutschland“ weiterlesen

Die 80 besten Hotelköche in Deutschland

Dirk Luther von der Meierei Dirk Luther (Hotel Alter Meierhof, Glücksburg/Schleswig-Holstein) ist der Aufsteiger im exklusiven Ranking der 80 besten Hotelrestaurants in Deutschland. Durch seinen vierten Diamanten vom Varta-Führer konnte sich Luther von Platz 20 im Vorjahr auf den jetzigen Rang 10 verbessern. Die AHGZ – Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (dfv Mediengruppe) wertet jedes Jahr die Bewertungen der renommiertesten Gastroguides Michelin, Varta-Führer, Gault Millau, Aral Schlemmer Atlas und Feinschmecker aus und erstellt auf diese Weise eine Gesamteinschätzung. Erfasst werden Hotels mit mindestens 20 Zimmern.

Auf Platz 1 der Rangliste steht erneut das altbewährte Dreigestirn Harald Wohlfahrt (Schwarzwaldstube im Hotel Traube, Tonbach/Baden-Württemberg), Helmut Thieltges (Restaurant Sonnora im Waldhotel, Sonnora/NRW) und Joachim Wissler (Vendôme im Schloss Bensberg, Bensberg/NRW). Bereits zum neunten Mal in Folge führen die Küchenchefs das Top-80-Ranking an. Zu ihnen gesellt sich in diesem Jahr Christian Jürgens (Gourmetrestaurant Überfahrt im Seehotel Überfahrt/Rottach-Egern/Bayern), der mit einem zusätzlichen halben Gault-Millau-Punkt von Platz 4 im Vorjahr auf Platz 1 vorrückte. Somit gibt es dieses Jahr vier 1. Plätze.

Weitere Aufsteiger des Rankings sind Paul Stradner (Brenners Park Restaurant im Brenners Park Hotel & Spa, Baden-Baden/Baden-Württemberg), Jan Hartwig (Atelier im Bayerischen Hof/München), Mario Sauer (Le Gourmet im Hotel Die Hirschgasse/Heidelberg), Philipp Stein (Restaurant Favorite im Hotel Favorite, Mainz-Weisengau/RLP) sowie Ralph Knebel (Restaurant Erbprinz im Hotel Erbprinz, Ettlingen/Baden-Württemberg). Zwölf Spitzenköche schafften es nicht mehr unter die Top 80. Darunter Nils Henkel (Gourmetrestaurant Lerbach im Schlosshotel Lerbach, Bergisch-Gladbach/NRW) und Sebastian Zier (La Mer, A-Rosa Sylt). Dafür gibt es neun Neuzugänge zu vermelden. Die Differenz lässt sich leicht erklären: Vergangenes Jahr waren aufgrund gleicher Punktzahl auf dem letzten Rang 83 Restaurants gelistet – dieses Jahr sind es 80.

Die gesamten Ergebnisse veröffentlicht die AHGZ – Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung in der Ausgabe Nr. 12/2016 am 26. März 2016.

Restaurant Villa Philippe in Kronberg

Ein Besuch des schmucken Kleinods in der Kronberger Altstadt ist besonders reizvoll wegen der gelungenen Verbindung von historischer Bausubstanz (Jugendstil) mit modernem Interieur. In der liebevoll sanierten Villa Philippe legt man besonderes Augenmerk auf Ästhetik, Design und entspannt-harmonische Gastlichkeit – ein Konzept, das perfekt mit den kulinarischen Highlights korrespondiert, die den Gast in diesem stimmungsvollem Restaurant erwarten.

Bevor man sich zum Mittag- oder Abendessen in die 1. Etage der Villa begibt, lohnt durchaus ein Abstecher in die Bar im Erdgeschoss. In ungezwungener Atmosphäre kann man hier einen Aperitif zu sich nehmen.

„Man kann das Kochen nicht neu erfinden, aber immer wieder neu gestalten“, so lautet das Motto von Küchenchef und Inhaber Farrokh Okhovat-Esfehani. Und genau so präsentieren sich seine Kreationen: Weltoffen und mit einem gewissen Hang zu orientalischen Aromen (-kombinationen) wie etwa das Duett von der Jakobsmuschel mit Korianderpesto, Granny Smith und Basilikumschaum, der Linsen-Apfel-Sellerie-Salat mit Ziegenkäse und Fenchelsalami oder das Rinderfilet mit Grünkohl und Safran-Kartoffelpüree. Auch die Desserts haben Format und zeugen von der Qualität der Küche. Hier hat der Gast die Wahl zwischen einem warm servierten Karottenkuchen mit Kardamon-Eis, einer köstlichen Feigentarte mit Datteleis oder einer kleinen Käseauswahl mit Feigensenf und Fruchtchutney. Last but not least – gute Tropfen auf der übersichtlich zusammengestellten Weinkarte und ein ausgesprochen freundlicher Service bieten ein der Küche angemessenes Rahmenprogramm.

Fazit: Wer sich für ein Business-Lunch (Top Preis-Leistungs-Verhältnis) oder ein gemütliches Abendessen eine Auszeit in entspannter Atmosphäre nehmen möchte, wird hier sicher glücklich. Die Experten des Varta-Führers zeichnen die Villa Philippe in Kronberg mit zwei Diamanten aus und würdigen damit das sehr gute Speisenangebot und das außerordentlich geschmackvolle Ambiente.

www.villa-philippe.de

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Orchidea Huong in Wernigerode

Wer im Harz Urlaub macht, würde eine solche Adresse hier nicht unbedingt vermuten. In der Ortsmitte von Wernigerode, direkt hinter dem historischen Rathaus, empfängt das Restaurant „Orchidea Huong“ seit mittlerweile sechs Jahren seine Gäste. Statt Thüringer Klöße, Rostbrätel oder Topfbraten gibt es authentische Gerichte aus der asiatischen Küche. Niveauvoll-heitere Eleganz steht hier an erster Stelle – für das schlichte, farbenfrohe Ambiente ebenso wie für den äußerst zuvorkommenden Service unter Leitung der herzlichen Gastgeberin Madame Huong.

Das auf zwei Ebenen angelegte Restaurant in dem geschmackvoll restaurierten Fachwerkhaus ist ein fester Bestandteil der hiesigen Gastronomieszene. Liebhaber der fernöstlichen Kochkunst können sich im „Orchidea Huong“ auf eine kulinarische Reise durch Japan und Vietnam begeben.

Was aus der Küche von Trinh van Ngoc kommt, ist immun gegen aktuelle Küchenmoden, stattdessen ein gelungener asiatischer Gaumengenuss mit klassischem Touch. Schnörkellos und produktorientiert, geprägt von kräftigen Aromen war schon der Lotuswurzelsalat mit Jacobsmuscheln, Garnelen, Tintenfisch, Lachs, Surimi und frischem Koriander. Sehr ansprechend gelang auch die Glasnudelsuppe mit Hähnchenfleisch und frischen Kräutern. Von ebenso exemplarischer Güte wie das Süppchen präsentierte sich der gegrillte Butterfisch – eine köstliche Spezialität aus Hanoi – in leichter Currysauce mit Lauchzwiebeln und Dill verfeinert. Zum süßen Finale haben wir uns schließlich noch zu gebackener Banane mit Vanilleeis, Honig und Erdnüssen verführen lassen.

Ein großes Kompliment geht an die Servicecrew! Die liebenswerten Damen, in original fernöstlicher Kleidung, haben stets ein Lächeln im Gesicht. Selbst wenn das Restaurant gut besucht ist, steht das Team um Madame Huong dem Gast jederzeit beratend zur Seite. Im überschaubaren Weinangebot finden sich seriöse Tropfen (Pfalz, Baden, Frankreich) zu recht moderaten Preisen.

Nicht nur Einheimische haben das „Orchidea Huong“ inzwischen zu Ihrem Lieblingslokal erkoren, auch immer mehr Touristen aus aller Herren Länder sind von Ambiente, Küchen- und Serviceleistung hell auf begeistert. Im Sommer lässt es sich übrigens hervorragend auf der exotisch anmutenden Gartenterrasse speisen.

www.orchidea-huong.com

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Herrmann’s Romantik Posthotel in Wirsberg

Das rund 20 Kilometer nördlich von Bayreuth gelegene Haus gehört zu den Gründungsmitgliedern der Romantikgruppe und ist bereits seit 1869 im Familienbesitz. Sternekoch Alexander Herrmann hat in den letzten Jahren nicht nur seine Küche, sondern auch sein Hotelprodukt ständig weiter optimiert. Das schicke Landhotel gehört ohne Zweifel zu den führenden Häusern der Region und bietet neben seinen geschmackvoll eingerichteten Zimmern zwei unterschiedliche Restaurantkonzepte: Während im „Restaurant Alexander Herrmann“ eine kreative Gourmetküche serviert wird, dürfen sich Gäste im „AH Das Bistro“ auf eine moderne Version der fränkischen Küche freuen.

Bei solch hohen kulinarischen Freuden gehört es natürlich zum Pflichtprogramm, auch einen erstklassigen Rahmen für Übernachtungsgäste zu bieten. In Herrmans Romantik Posthotel Wirsberg wird man diesem Anspruch gerecht. Individualität und familiäre Atmosphäre werden hier seit Jahren großgeschrieben. Bei unserem neuerlichen Besuch hatten wir den Eindruck, dass das allgemeine Betriebsklima kaum besser sein könnte, was wiederum in einer überdurchschnittlichen Service- und Dienstleistungsbereitschaft seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter resultiert.

Trotz zahlreicher Renovierungen konnte der traditionelle Charme der alten Poststation erhalten werden. Traditionell gemütlich bis klassisch modern zeigen sich die Zimmer und Suiten. Je nach persönlichem Geschmack kann man zwischen unterschiedlichen Kategorien wählen. Die Gestaltung des Interieurs lehnt sich an den sehr beliebten Landhausstil an, ohne dabei plüschig zu wirken. Auch das originelle und unverwechselbare Ambiente in den öffentlichen Bereichen lässt eine Urlaubsatmosphäre entstehen, die im Gegensatz zu anderen Hotels nicht von glamourösem Luxus, sondern von Behaglichkeit und Wärme geprägt ist. Morgens erwartet den Gast ein sehr gutes Frühstück mit erlesener Feinkost, hausgemachten Spezialitäten, frischem Obst und à la minute zubereiteten Eierspeisen.

Darüber hinaus wartet das Hotel mit einer Naturstein-Badelandschaft mit Whirlpool, Schwimmbad, Sauna, Solarium und Aromadampfbad auf. Im hauseigenen Vitalzentrum sind Kosmetikbehandlungen Shiatzu-Massagen oder ayurvedische Anwendungen buchbar. Selbst auf kleine Tagungen und Seminare ist man eingestellt. Dafür sprechen die beiden komplett ausgestatteten Konferenzräume, in denen bis zu 25 Personen Platz finden. In unmittelbarer Umgebung liegen die Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth sowie das Fichtelgebirge. Auch Bamberg und die Fränkische Schweiz sind von Wirsberg aus schnell zu erreichen. Insbesondere Sportbegeisterte und Naturfreunde finden hier optimale Bedingungen für einen aktiven und erholsamen Aufenthalt.

www.herrmanns-posthotel.de

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Stefan Meyer

Dass man in der Pfalz vielerorts gut essen kann, ist allseits bekannt. Im beschaulichen Weinort Leinsweiler, direkt an der Deutschen Weinstraße, verwöhnt seit knapp einem Jahr das Restaurant „Zum Feuerstein“ seine Gäste. Hier ist der Name Programm, denn viele Stammgäste kommen vor allem wegen der exzellenten Steakgerichte vom Lavagrill.

Die ländlich-adretten Gaststuben vermitteln eine freundlich-warme Atmosphäre. Die Begrüßung ist herzlich. Auch ohne vorherige Reservierung bekommen wir einen schönen Tisch. So fühlt man sich doch gleich beim Betreten des Hauses wie heimgekehrt zu guten alten Freunden.

Die Speisekarte bietet ein recht umfangreiches Potpourri, das von bodenständig bis anspruchsvoll reicht, in allen Fällen aber eher klassisch daherkommt. Auf die Saison nimmt Küchenchef Stefan Meyer ebenso Rücksicht wie auf die entsprechend individuellen Garzeiten der verwendeten Viktualien. Sehr gut in Erinnerung blieb das butterzarte „Rancho- Entrecôte“ mit Speckbohnen im Westernstyle und Kräutertagliatelle. Aber auch Gerichte wie Pfälzer Landschweinfilet mit Champignonrahmsauce und Bratkartoffeln oder das „Leinsweiler Flammen Steak”, welches flambiert auf einer Steinplatte serviert wird, überzeugen durch die bemerkenswerte Fleischqualität. Das Fleisch bezieht man von der Firma Buchter in Kuppenheim, ein Betrieb, der bereits fünfter Generation geführt wird und erstklassige Produkte liefert. So unterscheiden sich beispielsweise die US-Filetsteaks vom Black Angus, für den Genießer deutlich schmeckbar, von den Massenprodukten üblicher Anbieter. Auch bei Wild setzt Stefan Meyer ausschließlich auf hiesige Jäger. Wer jedoch auf Fleisch gänzlich verzichten möchte, kann aus einem guten Angebot an vegetarischen Gerichten wählen.

Und nicht zu vergessen: Die äußerst fair kalkulierte Weinkarte präsentiert erlesene Tropfen von heimischen Winzern, z.B. vom benachbarten Weingut Schunck oder vom Weingut Meßmer aus Burrweiler. An der Gästefront wirkt Jasmin Großmann – stets präsent, fürsorglich und kompetent. Besonders nett sitzt man an lauen Sommerabenden im windgeschützten, mediterran gestalteten Innenhof. Der hauseigene Festsaal bietet für diverse Gelegenheiten wie Firmen- oder Familienfeiern Platz für bis zu 70 Personen.

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

www.zumfeuerstein.de

Karsten Wettberg

Kirchheim unter Teck ist eine schöne Kreisstadt, doch würde man dort als Unwissender trotzdem keine solch geschmackvolle kulinarische Adresse vermuten, wie sie den Gast im „Kulinair“ erwartet. Nachdem die jungen Gastgeber Karsten Wettberg und Angélique Hajiw die schmucken Räumlichkeiten im Herbst des vergangenen Jahres vom damaligen Betreiber Willi Djurich übernommen haben, hat sich das Lokal zu einem echten Geheimtipp gemausert.

Wer beim Essengehen großen Wert auf Atmosphäre, guten Service und ein individuelles Ambiente legt, dem sei dieses Lokal wärmstens empfohlen. Die eigentlich eher nüchterne Architektur des in der Alleenstraße gelegenen Gebäudes wird von geschmackvollen Gestaltungselementen und warmen Farben geschickt kaschiert. Das behagliche, fernöstlich angehauchte Interieur sowie die liebevoll dekorierte Sommerterrasse animieren auf Anhieb zum längeren Verweilen.

Es ist Samstag Mittag, wir kommen ausnahmsweise ohne vorherige Tischreservierung, stehen aber nur wenige Momente etwas verloren im Raum. Danach ein Willkommen par excellence: Restaurantleiterin Angélique Hajiw begrüßt uns freundlich und begleitet uns zum Platz. Unser zaghafter Wunsch nach einem lauschigen Terrassenplatz wird selbstverständlich erfüllt und auf die Speisekarte müssen wir nicht lange warten. Die Omnipräsenz sowie die offene und sympathische Art der gebürtigen Ulmerin tragen ganz entscheidend dazu bei, dass man sich hier zu jeder Zeit bestens umsorgt fühlt.

Chefkoch Karsten Wettberg bietet eine einfallsreiche Cross-Over-Küche, die sowohl konservative Esser als auch experimentierfreudige Genießer fest im Blick hat. Insgesamt basieren die dargebotenen Gerichte auf klassischer Grundlage, mal französisch angehaucht, wie bei den zweierlei Fischfilets a la Bouillabaisse mit Rettich-Apfel-Stroh und Safrangraupen, mal asiatisch inspiriert, wie bei der Zitronengras-Curry-Suppe mit mariniertem Hühnerfleisch und Chiliöl, und auch mal mediterran, wie im Falle des Carpaccio vom Oktopus mit Sesam-Limonen-Vinaigrette und sautierten Flußkrebsschwänzen. Alles ist rund abgeschmeckt, handwerklich sauber zubereitet und optisch sehr gut präsentiert. Durchaus fein auch das niedergegarte Medaillon vom Norwegerlachs unter der Kräuterhaube mit geschmortem Gurkengemüse – allenfalls die dazu gereichten Buttertagliatelle wirkten hier etwas bieder. Desserts wie Berliner Weiße Sorbet in geliertem Apfel-Holunder-Süppchen, Creme Brûlée mit hausgemachtem Himbeer-Eis oder Schokoladenbrownie mit confiertem Rhabarber runden das sehr gute Speisenangebot wunderbar ab.

So ambitioniert wie die Küchenleistung ist auch die Weinkarte, die durch ein bemerkenswertes Facettenreichtum glänzt. An feinen Tropfen bester deutscher und internationaler Winzer (auch im offenen Ausschank) besteht kein Mangel. Unser Wissensdurst nach der Harmonie der Weine zu den Gerichten wird von der charmanten Angélique Hajiw bestens gestillt. Und einmal mehr wird deutlich: Sie versteht ihr Handwerk ausgezeichnet.

Auf die Rechnung müssen wir nicht lange warten, sie kommt prompt, obgleich wir es in diesem angenehmen Restaurant durchaus länger ausgehalten hätten. Und auch die Tatsache, dass wir mit Kreditkarte bezahlen, verzögert nicht, wie leider schon oft erlebt, den gewünscht raschen Aufbruch nach einem Business-Mittagessen. Von der Minute des Eintretens bis hin zur Verabschiedung gibt es an der Serviceleistung nichts auszusetzen. Wir kommen gerne wieder.

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Restaurant Kulinair
Alleenstraße 79
73230 Kirchheim
www.kulinair-kirchheim.de

Stephan Mießner

Im Grunde lohnt allein schon das Ambiente, das – dem ehemaligen „VEB Strömungsmaschinen“ sei Dank – jede Einkehr hier zu einem Erlebnis werden lässt. Etwas außerhalb vom Stadtzentrum, auf dem Gelände der Zeitenströmung, gibt es mit dem „Elements“ seit einiger Zeit einen neuen Treffpunkt für Genießer in Sachsens Landeshauptstadt. Behutsam und mit reichlich ästhetischem Feingefühl hat man in der einstigen Fabrikhalle denkmalgeschützte Industriearchitektur mit modernen Elementen kombiniert. Das Ergebnis: Ein stimmungsvolles Restaurant mit langem Tresen, raumhohen Fenstern, hochwertigem Mobiliar sowie einer imposanten Holzgiebeldecke, an der noch immer die Stahlschienen der Arbeitskräne zu sehen sind.

Genauso individuell wie das Ambiente sind auch die Speisen. Der junge Küchenchef Stephan Mießner setzt dem beeindruckenden Rahmen sehr gekonnt kreative Akzente entgegen. Ganz locker und unkonventionell, aber stets geschmackssicher und handwerklich fundiert, bereitet der ambitionierte Cuisinier seine Gerichte aus erstklassigen Produkten und fühlt sich dabei scheinbar keinem bestimmten Genre verpflichtet. Bei aller Weltoffenheit und einer gewissen Vorliebe für bunte Kontraste wirkt das Meiste wohl durchdacht und klar strukturiert.

Zum Auftakt wurde uns ein exzellent mariniertes Rindercarpaccio mit Parmigiano Reggiano, Limonen-Créme fraîche und Kapern serviert. Auch die gekühlte Blumenkohlmilch mit Entenstopfleber und Holunderblüten hätte geschmacklich als auch optisch kaum besser sein können. Eine herrlich frische Sommer-Suppe! Dass Mießner auch Fischgerichte liegen, war eindrucksvoll nachzuschmecken bei dem auf den Punkt gebratenen, butterzarten Heilbutt, der samt Beilagen rundum überzeugte. Als pfiffige Idee erwies sich zum süßen Abschluss das herrlich frische Joghurtsüppchen mit Löwenzahn, Matchatee-Eis und Erdbeeren.

Der sehr freundliche, tadellos agierende junge Service weiß kompetent aus der gut zusammengestellten Weinkarte zu empfehlen. Martina Starovicová, die mit Stephan Mießner bereits im Restaurant Schloss Eckberg zu gastronomischer Hochform auflief, agiert mit authentischem Charme und unkomplizierter Offenheit – alles zum Wohl ihrer Gäste.

Unter dem gleichen Dach befindet sich noch die Deli-Tagesbar, die sich optimal für ein schnelles Mittagsgericht oder ein spontanes Abendessen mit Freunden eignet. Auf rustikalen Gartenstühlen und -bänken im Retro-Design erwartet den Gast eine lockere, ungezwungene Atmosphäre und eine wohlschmeckende Bistroküche zu moderatem Preis. Das „Deli“ verfügt wie auch das Restaurant über eine großzügige Sommerterrasse.

Ob Bistro- oder Restaurantbesucher – wer nach dem Essen genüsslich eine Zigarre oder einen Digestif genießen möchte, kann sich in die geschmackvoll ausgestattete Cigar Longe neben der Deli-Tagesbar zurückziehen.

Fazit: Eine spektakuläre Adresse mit kosmopolitischem Flair und einer Küche, die weitaus besser ist, als man es in solch einem In-Lokal vermuten würde. Die Experten des Varta-Führers zeichnen das „Elements“ nach ihrem Testbesuch mit zwei Diamanten und jeweils einem „Varta-Tipp“ für die hervorragende Küchen- und Serviceleistung aus.

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Web: www.restaurant-elements.de

Restaurant der Woche: Meister Lampe in Stuttgart

Das von außen äußerst unscheinbare Vorstadthaus im Stuttgarter Stadtteil Weilimdorf, wo die Schwabenmetropole schon wieder ländlich ist, hat seit kurzem einen neuen Patron. Der vorherige Betreiber Jürgen Martens hatte nach fast 28 Jahren seinen traditionsreichen Familienbetrieb aufgegeben. Aus dem ehemaligen „Hasen“ wurde nun das Restaurant „Meister Lampe“. Daniel Stübler heißt der neue junge Chef, der reichlich Erfahrungen aus renommierten Häusern mitbringt und den genussfreudigen Stuttgartern an dieser Stelle auch zukünftig eine zuverlässige Anlaufstation für eine gehobene, zeitgemäß präsentierte Küche bieten möchte.

Im Innern hat sich nicht allzu viel verändert: Hier und da wurde etwas aufgefrischt, ein paar angestaubte Accessoires sind verschwunden, ein paar neuzeitliche Details kamen hinzu – aber die heimelige Wohnzimmer-Atmosphäre ist glücklicherweise geblieben. Ebenso wie Daniel Stübler selbst, der sich am Tisch persönlich vorstellte, war uns auch die Speisekarte sehr sympathisch, denn sie war einerseits überschaubar und offerierte andererseits eine maßvoll kalkulierte Auswahl an modernen Regionalgerichten.

Was wir anschließend aufgetischt bekamen, war durchaus überraschend. Nicht deshalb, weil der Chefkoch mit sonderlich kreativen, noch nie dagewesenen Schöpfungen aufwartet, sondern weil er seine eher unspektakulär klingenden Gerichte in erstaunlich finessenreicher Manier darreicht. Das Rezept ist denkbar einfach: Gekonnte Zubereitung sehr guter Produkte, viel Sorgfalt und eben auch Talent für die nötige Feinabstimmung machen aus Daniel Stüblers Tellern echte Gaumenschnalzer. Etwa wenn er das gebratene Kalbsbries mit zartem Pulpo, frischem Parmesan und einem Mini-Romanasalat anrichtet. Auch die feine Erbsencremesuppe mit Ravioli von Ziegenkäse und roter Zwiebelmarmelade überzeugte durch ansprechende Machart und harmonisches Miteinander. Wem Zwiebelrostbraten vom Staufen-Dry Age Roastbeef mit Lembergerjus, Filderkraut und handgeschabten Butterspätzle zu regionalbetont und nicht exklusiv genug ist, der wähle die Rote Meerbarbe mit aromatischer Thai-Curry-Emulsion, Mandel-Blattspinat und gebratener Kartoffelterrine. Geschmacklich und optisch pfiffige Desserts wie etwa der Thymian-Orangenkuchen mit Naturjoghurtcreme und Erdbeersorbet oder Törtchen, Mus und Eis von Schokolade und Kirsche sorgen für einen stimmig süßen Abschluss.

Beste Voraussetzungen also, um genussvoll zu entspannen, exzellent umsorgt auch vom aufmerksam freundlichen Serviceleiter Tobias Wigger, der selbst bei gut besuchtem Haus nie die Ruhe und Übersicht verliert, stets Zeit für Extrawünsche hat und auch aus dem Weinangebot treffsicher zu beraten weiß. Beim Wein liegt der Focus bei deutschen Gewächsen aus Baden, Württemberg und der Pfalz. Die übersichtlich nach Winzern sortierte Karte hält sowohl bekannte Marken als auch ein paar spannende Neuentdeckungen bereit. In besonders guter Erinnerung behielten wir den herrlich frischen „Edelsatz“ vom Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim – ein hellgold leuchtender Weißweincuvée aus 70 % Gewürztraminer und 30 % Riesling.

Fazit: Was die Qualität der Speisen betrifft, so schließt das Restaurant an die alte Ära an. Gleichzeitig versucht Patron Daniel Stübler, dem Restaurant seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Wir haben uns wohlgefühlt – eine gute neue Adresse mit Geheimtipp-Potenzial!

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

www.restaurant-meisterlampe.de