Gastronomie erholt sich sehr langsam

Warten auf Gäste (Laggner Schwemme im KaDeWe Berlin)

Die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Mai haben wie erwartet Auswirkungen auf den Umsatz im Gastgewerbe gezeigt. Dieser lag nach Kalender- und Saisonbereinigung real um 44,9 % über den Ergebnissen von April, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht. Aber er liegt noch 65 % unter dem Wert von Februar, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland und um 64 % unter dem Wert vom Mai 2019. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen müssen im Vergleich zum Vorjahresmonat real 80 % niedrigere Umsätze hinnehmen, die Gastronomie – 54,6 %. (via Thomas Daily)

App in die Küche

Smart Kitchen-Trend hält an

Weltneuheit: Apparatebau stellt auf der IFA Berlin im September 2016 mit elevel elektromechanisch verstellbaren Gitterrost für Backöfen vor – steuerbar beispielsweise per Smartphone-App / Immer mehr Aussteller im Bereich Smart-Home / Intelligente Haushaltsgeräte als Milliardenmarkt

Dinner-Party zu Hause mit Freunden, Lachs oder Schweinsbraten garen im Backofen und sollen noch schön knusprig werden: Backofentür auf, mit Topflappen das Blech vorsichtig herausnehmen und auf eine höhere Schiene schieben – doch dann: Die Schale rutscht, gefolgt von dem Versuch es auszubalancieren, der Topflappen lässt sich nicht mehr richtig greifen und schon sind die Finger ordentlich verbrannt. Damit die Knusperkruste künftig immer wie im Profikochbuch gelingt, hat das Unternehmen Apparatebau den Gitterrost elevel für Backöfen entwickelt. Die Idee: Der Gitterrost lässt sich bequem per Smartphone-Touch steuern. Hobby- und Profiköche können so einfacher, sicherer und auf den Punkt garen und grillen.

„Mit elevel haben wir eine praktische und einfache Lösung gefunden, um den Garvorgang abzurunden und das Kochen zu erleichtern“, sagt Andreas Reichel, Geschäftsführer bei Apparatebau. Die Bedienung ist unkompliziert: Einfach die zugehörige elevel-App auf dem Smartphone oder Tablet installieren und per Touchfunktion am Backofen die gewünschte Höhe des Gitterrostes einstellen – schon fährt der Ofenrost in die bevorzugte Position.

Die elevel-Lösung lässt sich zudem mit dem ebenfalls im Hause Apparatebau entwickelten eHinge-Scharnier verbinden, das die Ofentür durch Berühren eines Sensors automatisch öffnet und schließt. „In Kombination mit einem speziellen Backprogramm öffnet die Ofentür mit eHinge-Scharnier nach dem Garen sogar automatisch in einem definierten Neigungswinkel. So kann das Gargut optimal abkühlen.“

Die Zahl der Aussteller der IFA 2016 im Bereich Smart Home zeigt, dass der Trend zu sogenannten App-Based Produkten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. In diesem Jahr präsentieren über 200 Aussteller die neuesten Smart Home-Lösungen auf der Internationalen Funkausstellung. Zudem ist der Umsatz mit intelligenten Haushaltsgeräten seit 2011 weltweit um das Vierfache auf insgesamt mehr als 15 Mrd. US-Dollar gestiegen. Der Boom steht dabei noch ganz am Anfang. So prognostizieren Experten bis 2019 allein in Westeuropa einen Umsatz von mehr als 17 Mrd. Dollar.

„Die wachsende Nachfrage dieser Produkte zeigt, dass Menschen innovative Hilfen gerne in ihren Alltag integrieren und nutzen wollen“, erklärt Reichel. Auch Apparatebau gehört vom 2. bis 7. September 2016 zu den Austellern der Internationalen Funkausstellung in Berlin. In der Halle 8.1 (Stand 103) stellt das Unternehmen erstmals den elevel-Backofen und weitere Innovationen aus dem Bereich der Kinematikkomponenten vor.

www.apparatebau.it/

VEBU startet Produkttester-Community

Für viele Unternehmen ist der vegetarisch-vegane Markt Neuland. „Was wünschen sich diese Konsumenten von den Herstellern? Worauf sollten Unternehmen bei der Markteinführung neuer Produkte achten? Diese Fragen kann der VEBU nun mithilfe seiner Produkttester beantworten“, sagt Denise Weber, Expertin für Unternehmenskooperationen beim VEBU.

Testen und bewerten
Mehr als 8.000 potenzielle Tester warten darauf, Produkte zu bewerten. „Die Resonanz hat uns überwältigt und zeigt, wie groß das Interesse an Neuerungen ist. Wir können nun Testgruppen nach Geschlecht, Alter, Ernährungsgewohnheiten, Beruf und weiteren Kriterien auswählen, um den Unternehmen die Gruppen zu bieten, die für sie relevant sind“, so Weber weiter.

Produkteigenschaften und Markenauftritt
Tests sind sowohl für Lebensmittel, als auch für Kosmetik und andere Konsumgüter möglich. Produkte in allen Entwicklungsstadien können im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften in die Tests gegeben werden. „Dabei geht es nicht nur um die Produkteigenschaften selbst, auch Verpackungen, oder der Markenauftritt insgesamt lassen sich einschätzen“, sagt Weber. „Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, startet der VEBU die Community mit verschiedenen Angeboten, vom Basispaket mit kleiner Testergruppe und standardisierten Fragebögen, bis hin zu individuellen Lösungen“, so Weber abschließend.

Marktforscher bestätigen Veggie-Boom
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat kürzlich die Umsatzentwicklungen von Veggie-Produkten der letzten fünf Jahre analysiert. Der Umsatz von Fleischalternativen und pflanzlichen Brotaufstrichen ist laut der GfK in den vergangenen fünf Jahren um 73 Prozent gestiegen. Auch das Marktforschungsunternehmen YouGov bestätigt die Entwicklungen beim Verkauf von Fleischalternativen. Nach einer kürzlich veröffentlichten Befragung stehen 41 Prozent der Gesamtbevölkerung pflanzlichen Wurstwaren offen gegenüber.
Der derzeitige Marktführer im Segment „pflanzliche Milch“, Alpro, gab vor kurzem bekannt, dass er 2014 eine europaweite Umsatzsteigerung von 20 Prozent erreichen konnte. Auch dieses Wachstum wird von der GfK bestätigt. Das Haushaltspanel 2014 ergab eine Umsatzsteigerung bei Sojadrinks um 15 Prozent. Der Umsatz von Sojajoghurt stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar um 43 Prozent.

VEBU Produkttester-Community
Interessierte Unternehmen können sich direkt an den VEBU wenden:
www.vebu.de

Evelyn Lindner

Evelyn Lindner aus Leipzig gewinnt Fachhandelspreis des Deutschen Weininstituts

Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat in Kooperation mit der Fachzeitschrift WEIN+MARKT die „Weinhandlung Lindner“ in Leipzig als Sieger des diesjährigen Fachhandelspreis aus­gezeichnet. Den zweiten Platz erreichte der „Weinlade am Gutenbergplatz“ in Karlsruhe, gefolgt vom „Kölner Weinkeller“.

DWI-Geschäftsführerin Monika Reule betonte im Rahmen der Preisverleihung, dass der Weinfachhandel im vergangenen Jahr seinen Umsatz mit deutschen Weinen um zehn Prozent gesteigert und einen Marktanteil von zwölf Prozent am Umsatz erreicht hat. Er hätte insbesondere bei der Vermarktung hochwertiger Weine einen wichtigen Stellenwert im heimischen Weinmarkt.

Mit ihrem Wettbewerb zeichnen die Ausrichter Fachhändler aus, die sich in besonderer Weise für Qualitätsweine aus den deutschen Anbaugebieten engagieren. Zu den Bewertungskriterien zählt unter anderem die ansprechende und übersichtliche Präsentation unterschiedlicher Rebsortenweine aus möglichst vielen Regionen. sowie eine fachkundige Beratung durch qualifiziertes Personal. Unangemeldete Besuche haben gezeigt, dass die ausgezeichneten Fachhändler diesen Anforderungen in besonderer Weise gerecht wurden.

„Evelyn Lindner präsentiert in ihrer kleinen aber feinen Weinhandlung sorgfältig ausgewählte Weine deutscher Spitzenerzeuger auf besonders liebevolle Art und Weise. Ihr Veranstaltungsprogramm, mit dem sie heimische Weine kreativ in Szene setzt, ist beeindruckend“, so fasste Werner Engelhard, Chefredakteur der Zeitschrift WEIN+MARKT, die Bewertung der Jury für die Wettbewerbssiegerin zusammen.

Für die Wahl des Zweitplatzierten war ebenfalls ein umfangreiches Seminarprogramm, verbunden mit einem gut sortierten Angebot und dem unermüdlichen Einsatz für die deutschen Weine ausschlaggebend. Aus Sicht der Jury hat Guntram Fahrner in seinem „Weinlade am Gutenbergplatz“ eine sehr ansprechende Welt der Weine geschaffen, in der deutsche Erzeuger und Rebsorten besonders im Vordergrund stehen.

Der gigantische „Kölner Weinkeller“, den Andreas Brensing für die Kölner Rewe-Group verantwortet, bietet nach Ansicht der Jury ein Einkaufserlebnis der besonderen Art. Das Angebot an deutschen Weinen sei vorbildlich und werde großzügig präsentiert.

Die drei Gewinner des Fachhandelspreises erhalten neben Trophäen, Urkunden und Plaketten wertvolle Warengut­scheine der Wettbewerbssponsoren Schott Zwiesel, Howasped und Knoeppel sowie Gutscheine für Mitarbeiter­schulungen durch das DWI im Gesamtwert von 8.000 €.

Studie zum Mindestlohn im Gastgewerbe

Positive Effekte bislang nicht vermittelt
– Mindestlohn als Haupttreiber für Personalkostensteigerung
– Kleinbetriebe und Betriebe im Osten stärker ökonomisch betroffen
– Preiserhöhungen sollen Mindestlohn kompensieren

Das Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung (H-InfaM) hat mit Unterstützung des DEHOGA und der IHA Deutschland die erwarteten betriebswirtschaftlichen Konsequenzen und die Einstellung zum Mindestlohn der Hotellerie und Gastronomie im Rahmen einer Studie erhoben. Unter der Leitung von Prof. Dr. Franziska Drescher und Prof. Dr. Christian Buer wurden dazu Hoteliers und Gastronomen in Deutschland befragt. Die Studie konzentrierte sich dabei auf die Bereiche ökonomische Auswirkung und deren Effekte im Sinne von Mehrkosten durch den Mindestlohn, Auswirkungen auf die Beschäftigungsstruktur in den Betrieben, Maßnahmen zur Finanzierung des Mindestlohns, Dokumentationspflicht der Arbeitszeit und Bewertung des Mindestlohns. An der Online-Befragung nahmen deutschlandweit 1.512 Personen teil, davon 49 % Hoteliers und 51 % Gastronomen. In der Hotellerie setzt sich die Stichprobe aus 90 % Individualhotels und 10 % zu Hotelketten gehörenden Betrieben zusammen. In der Gastronomie beteiligten sich 95 % Individual- und 5 % Systemgastronomen.

Mindestlohn als Haupttreiber für Personalkostensteigerung
Die Auswirkungen des Mindestlohns sind in Relation zu Umsatz und Personalkosten zu bewerten. Laut der branchenüblichen Faustformel machen Personalkosten ca. ein Drittel des Umsatzes aus. Dies gilt auch in der vorliegenden Studie. Von 2014 auf 2015 steigen die Personalkosten in der Hotellerie im Schnitt um 9 % und in der Gastronomie um 13 %. Ca. zwei Drittel der Personalkostensteigerung in der Hotellerie und 82 % in der Gastronomie sind dem Mindestlohn zuzurechnen. Diese Mehrkosten durch den Mindestlohn entsprechen in der Hotellerie durchschnittlich 2 % des für 2015 erwarteten Umsatzes und in der Gastronomie 3 % des Umsatzes.

Kleinbetriebe und Betriebe im Osten stärker ökonomisch betroffen
„Die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen durch die Einführung des Mindestlohns sind je nach Betriebsart, -typ, Region und Unternehmensgröße unterschiedlich“, so Prof. Dr. Drescher. Mit zunehmender Betriebsgröße bzw. steigendem Umsatz haben die zu erwartenden Mehrkosten durch den Mindestlohn in Relation zu den Gesamtkosten für Personal bzw. zum Umsatz eine geringere Bedeutung. Vor allem Kleinst- und Kleinbetriebe sind von der Einführung des Mindestlohns ökonomisch stärker betroffen. So liegt beispielsweise der Anteil Mehrkosten durch den Mindestlohn an den Personalkosten bei Kleinst- und Kleinbetrieben (unter 100.000 Euro Umsatz) bei 13 %, während er bei Großbetrieben mit 5 Mio. Euro Umsatz und mehr bei 3 % liegt.
Das regionale Gefälle zeigt auf, dass vor allem gastronomische Betriebe in Ostdeutschland unter den Folgen des Mindestlohns leiden: Die Gastronomie dort erwartet 15 % Mehrkosten durch den Mindestlohn an den Personalkosten und insgesamt eine Steigerung der Personalkosten von 21 %. „Die Kernfrage ist“, so Prof. Dr. Buer, „wie diese Mehrkosten und Steigerungen ausgeglichen werden können. Es ist zu erwarten, dass die Hotels und Restaurants die Preise erhöhen werden, um so einen Teil der Mehrkosten abzudecken“. Dementsprechend erwarten Gastronomiebetriebe in Ostdeutschland auch die mit Abstand höchste Umsatzsteigerung von 25 % von 2014 auf 2015.

Generell geben Betriebe, die mit höheren Mehrkosten durch den Mindestlohn rechnen, auch eine im Verhältnis größere Umsatzsteigerung an. Dies könnte das durch den Mindestlohn entstehende Defizit ausgleichen. Die Ausnahme in der vorliegenden Erhebung sind Hotels im Osten und Süden, welche die höheren Kosten durch Mindestlohn und Personalkosten nicht analog durch einen höheren Umsatz auszugleichen erwarten.
Wenn die von den Betrieben erwartete Umsatzsteigerung eintritt, so fallen je nach Region und Betriebsgröße im Schnitt Mehrkosten durch den Mindestlohn zwischen 1 % und 4 % des Umsatzes an, so Prof. Dr. Drescher.

Preiserhöhungen sollen Mindestlohn kompensieren
Die betriebswirtschaftlich notwendige Handlung der Betriebe zur Kompensation des Mindestlohns zeigt sich auch in der direkten Abfrage geplanter oder umgesetzter Maßnahmen: 75 % der Hoteliers und 88 % der Gastronomen haben bereits einen Teil der Mehrkosten über eine Erhöhung der Verkaufspreise kompensiert oder planen dies. Zweidrittel der Gastronomen wird oder hat bereits die Speisekarten angepasst. Des Weiteren wird mindestens jeder zweite Gastronomie- oder Hotelbetrieb die Mitarbeiterstruktur überprüfen und anpassen, um die Personalkosten zu optimieren. Allerdings erwartet die Branche auf die Gesamtzahl der Mitarbeiter bezogen keine negativen Beschäftigungseffekte. Je nach Anstellungsverhältnis ergeben sich Unterschiede: So wird ein geringer Anstieg an Teilzeitkräften und Auszubildenden erwartet, dem eine geringe Reduktion an Mini-Jobbern gegenübersteht.

Die Branche steht dem Mindestlohn kritisch gegenüber
Rund jeder zweite Hotelier und Gastronom bewertet den Mindestlohn als ein negatives Ereignis, nicht notwendig, sinnlos und ökonomisch nicht bewältigbar. Die andere Hälfte steht dem Mindestlohn neutral oder positiv gegenüber. Die größten Herausforderungen sehen Hoteliers wie Gastronomen nicht in den Mehrkosten durch den Mindestlohn, sondern in der Dokumentationspflicht und im Aufwand zur Umsetzung. 70 % der befragten Hoteliers und 78 % der Gastronomen sehen in der Dokumentationspflicht eine große oder sehr große Herausforderung. Der Aufwand zur Umsetzung wird von 66 % der Hoteliers und 75 % der Gastronomen als große oder sehr große Herausforderung erlebt.
Insgesamt ist festzustellen, dass Hoteliers dem Grundgedanken des Mindestlohnes im Verhältnis zu den Gastronomen eher folgen. Auch regional unterscheidet sich die Einstellung zum Mindestlohn. Betriebe im Norden und Westen der Bundesrepublik sind dem Mindestlohn und seinen Auswirkungen gegenüber aufgeschlossener als dies die Betriebe im Süden und Osten sind.

In der Gesamtbewertung ist festzuhalten, dass die Politik den positiven Effekt des Mindestlohnes in dieser Branche nicht vermitteln konnte. Die Folgen des Mindestlohnes wurden anfangs ökonomisch diskutiert. Mittlerweile hat sich der Schwerpunkt zur Frage der bürokratischen Bewältigung verlagert. Dies spiegeln die Ergebnisse der Studie ebenfalls wieder.

www.hs-heilbronn.de/h-infam

Gastro Vision

In der Nature Taste Area, der Olivtheka und mit einem Marktplatz der Zukunft stellt die Gastro Vision auch in diesem Jahr wieder neue Konzepte und Produkte vor, die schon morgen in aller Munde sind und den Umsatz steigern.

Opas Wochenmarkt ist out
Damit das Tagesgeschäft belebt und der Einkauf zum Event wird, präsentiert die Gastro Vision zukunftsträchtige Lösungen aus den Innovationsmetropolen Berlin und London. In einem speziellen Themenraum, der einem Street Food Market nachempfunden ist , werden exquisite Produkte vorgestellt, die eine junge und moderne Käuferschicht anziehen und so „hot“ sind wie die Street Kitchen Revolution.

Short Tasting Workshops
Zu Short Tasting Workshops und zum Verkosten hochwertiger Nativ-Extra-Olivenöle lädt Kerstin Barduhn-König in die Olivtheka ein. Die renommierte Expertin führt die Besucher der Gastro Vision in die Welt der faszinierenden Olivenöle ein und sensibilisiert die Sinne für unterschiedlichste Geschmacks- und Aromen-Kompositionen.

Kochen ohne Herd
Ganz im Zeichen der Raw Food Cuisine steht auf der 16. Gastro Vision die Nature Taste Area, in der Boris Lauser exklusive Rohkost-Kreationen präsentiert und Küchenchefs berät, wie sie die Kunst der Rohkostzubereitung lernen und ihren Mitarbeitern vermitteln können. Lauser ist einer der gefragtesten europäischen Raw-Food-Chefs und implementiert auch ganze Menüs in österreichischen Wellness- und Ski-Hotels oder in Ferienorten auf Bali und in Thailand.

Mit diesem attraktiven Programmpaket blickt die Gastro Vision erneut über den Tellerrand hinaus und unterstreicht ihren Status als Messe der Innovationen. Initiator Klaus Klische: „In der Nature Taste Area, der Olivtheka und mit dem Street Food Market geben wir unseren Besuchern neue Impulse für ihr Geschäft, die zusätzlichen Umsatz generieren können. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir für die Gestaltung des Street Food Market den Künstler Rebelzer gewinnen konnten, dessen Werk auch eine Tribünenwand des Millerntor-Stadions auf St. Pauli ziert.“

Die Gastro Vision findet vom 13. bis zum 17. März parallel zur Internorga im Empire Riverside Hotel in Hamburg statt und ist eine exklusive Einladungsveranstaltung.

www.gastro-vision.com

Michael und Petra Lübbert

Michael und Petra Lübbert vom Schlosshotel Hugenpoet wurden in Berlin mit dem Preis „Hotelier des Jahres“ ausgezeichnet. Bereits seit 1990 ehrt die AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag) mit dieser namhaften Auszeichnung herausragende Leistungen in der Hotellerie. Der „Special Award“ geht an die Design Hotels AG mit Sitz in Berlin.

Hotelier des Jahres
Im Jahr 1995 übernahmen Michael und Petra Lübbert die Geschicke des traditionsreichen Schlosshotels Hugenpoet im Essener Stadtteil Kettwig. Seit 2000 sind sie alleinige Besitzer, und als solche haben sie das Schlosshotel konsequent in die erste Liga der Luxushotellerie geführt: Das Hugenpoet ist Essens einziges 5-Sterne-superior-Hotel und Mitglied bei The Leading Hotels of the World. Bei allen Erweiterungen des Hauses hat das Hotelierspaar den Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart hervorragend bewältigt und das Haus zukunftsfähig gemacht, urteilt die Jury. So haben die Lübberts einen Ort abseits des Großstadtgetriebes geschaffen, der Kulinarik und Kultur miteinander verknüpft. Eine der großen Neuerungen im gastronomischen Sektor: Die Inhaber machten aus einem Restaurant zwei. In einer der Remisen entstand das Hugenpöttchen, das kreative Landhausküche serviert. Aushängeschild des Hauses ist das Gourmetrestaurant Nero. Chefin am Herd ist Erika Bergheim, eine von vier Sterneköchinnen in Deutschland.
Heute erwirtschaftet das Hugenpoet mit rund 88 Vollbeschäftigten einen Jahres-Nettoumsatz von knapp 5 Mio. Euro, 56.000€ pro Mitarbeiter.

Special Award
Die Design Hotels AG hat sich einer Marktnische in der Tourismuswirtschaft verschrieben und eine Vorreiterrolle bei der Hotel- und Markenentwicklung, Trendberatung, Vertrieb, Marketing und Public Relations eingenommen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin expandierte kontinuierlich und entwickelte sich zu einer Dachmarke und Marketingplattform für eine Kollektion erlesener Hotels. Dass Design zu einem unverzichtbaren Kern der Hotellerie geworden ist, hat Gründer und CEO Claus Sendlinger vor 20 Jahren vorausgesehen, heißt es in der Jurybegründung. Inzwischen gehören der Kooperation rund 250 individuell geführte Hotels in 46 Ländern an; 26 Hotels befinden sich in Deutschland. Individualität, eine eigenständige Interpretation von Luxus, Authentizität und eine starke kulturelle Verbindung mit ihrer Region charakterisieren die Mitgliedshäuser der Design Hotels. „Was unsere Hotels so besonders macht, ist ihre starke lokale Verwurzelung. Sie sind ein Spiegelbild ihrer Umgebung und schaffen für Gäste dadurch authentische Erlebnisse“, sagt Sendlinger.

Der unternehmerische Erfolg schlägt sich in den wirtschaftlichen Kennzahlen nieder: Im ersten Halbjahr 2012 stieg der Umsatz um rund 20 Prozent auf 5,86 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 4,88 Mio. Euro.

Zahlen und Fakten: Schlosshotel Hugenpoet
Eröffnet: 1955 durch Kurt Neumann, 1995 übernehmen Michael und Petra Lübbert das Schlosshotel
Eigentümer Immobilie: Maximilian Freiherr von Fürstenberg
Inhaber : Michael und Petra Lübbert
Geschäftsführung: Michael Lübbert
Kategorie: 5 Sterne superior
Kooperation: The Leading Hotels of the World, Feine Privathotels, L’Art de Vivre
Zimmer: 31 Zimmer, nach Ausbau 40
Auslastung: 50,6 Prozent
Durchschnittsrate: 218 Euro
Umsatz netto: 4,8 Mio. Euro
Mitarbeiter: 88 Festangestellte
Kontakt: www.hugenpoet.de

Zahlen und Fakten: Design Hotels
Gegründet: 1993 Sausalito, Kalifornien, Firmenhauptsitz ist Berlin
CEO und Gründer: Claus Sendlinger
Umsatz netto: Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten 2012 um rd. 20 Prozent auf 5,86 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 4,88 Mio).
Niederlassungen: Barcelona, London, New York, Singapur, Perth
Mitgliedshäuser: 250 in 46 Ländern, 153 Destinationen, davon 26 in Deutschland
Zimmerzahl: ca. 18.950 (weltweit)
Durchschnittliche Zimmerrate: 230 Euro (weltweit)
Kontakt: www.designhotels.com

Weitere Informationen zum Award und eine Liste der Jurymitglieder finden sich unter www.hotelier-des-jahres.de

Lufthansa Sky Chefs zu verkaufen

Lufthansa will LSG verkaufen

Europas zweitgrößte Airline hat Investmentbanking-Beratung angefordert, um Anteile an LSG Sky Chefs, dem größten Airline Caterer der Welt, zu verkaufen. So heißt es aus gut informierten Kreisen. Als Beratungspartner wird JPMorgan Chase & Co., New York, genannt. Sowohl die Lufthansa als auch JPMorgan geben keinen Kommentar dazu ab.

Seit bei der Lufthansa Christoph Franz CEO ist, verkauft das Unternehmen nicht-strategische Engagements, um die Ergebnisse zu verbessern. Und schon längere Zeit geht das Gerücht, dass da demnächst auch die LSG dran sein dürfte.

Letztere erzielte 2011 2,3 Mio. € Umsatz bei 28.000 Mitarbeitern. Der operative Profit wuchs um 12 % auf 85 Mio. €.

Die Marke zählt weltweit rund 200 Küchen, man hat mehr als 300 Airlines als Kunden – in USA und Europa liegt der Marktanteil bei 40 %, so Fachleute.

Die Nummer 2 in diesem Global Business: Gate Group (Zentrale Zürich) mit insgesamt rund 130 Airline Catering-Küchen. via www.cafe-future.net

www.lufthansa.com
www.lsgskychefs.com
www.jpmorganchase.com

Das leckerste Essen im Flugzeug bietet derzeit British Airways mit den Business Class Menüs von Simon Hulstone, gekocht von Gate Gourmet.
Der beste Caterer in der Economy ist TurkishDo&Co. Da sitzt man gerne hinten!

Wachstum der Kettenhotellerie in Deutschland verliert an Dynamik

Das Wachstum der 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften in Deutschland hat sich 2011 abgeschwächt. Für 2012 sind einige Unternehmen pessimistisch. Dies geht aus dem exklusiven Ranking in der morgigen Ausgabe der AHGZ – Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag) hervor. Berücksichtigt wurden dabei ausschließlich Gesellschaften, die mehr als ein Hotel betreiben.

Der Nettoumsatz aller Top-50-Hotelgesellschaften hat im Jahr 2011 um 5,4 Prozent auf insgesamt 7,08 Mrd. Euro zugelegt. Damit fällt das Plus aber kleiner aus als 2010, als der Nettoumsatz gegenüber dem Krisenjahr 2009 um 13,5 Prozent gestiegen ist. Der durchschnittliche Zimmerumsatz ist um 1,9 Prozent gestiegen. Ernüchternd wirkt der Blick auf die Kennziffern durchschnittliche Zimmerbelegung und durchschnittlicher Nettozimmerpreis: Beide liegen im Minus. So ist die Zimmerrate 2011 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 1,5 Prozent gesunken, von 85,55 Euro auf 84,23 Euro. Die Auslastung ging im Schnitt um 0,6 Prozent zurück, von 63,7 Prozent auf 63,3 Prozent.

Für das laufende Jahr sind die Hoteliers eher skeptisch. Die Unternehmen, die eine Umsatzprognose für 2012 abgegeben haben, erwarten im Durchschnitt ein Minus von 7,6 Prozent.

Spitzenreiter behaupten ihre Positionen

Obwohl es einige erhebliche Verschiebungen bei den Umsätzen gab, hat sich auf den vorderen Plätzen die Reihenfolge der 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften nicht verändert. Spitzenreiter ist und bleibt Accor Deutschland. Unter den verschiedenen Marken der Gruppe, von Formule 1 bis Novotel, werden in Deutschland rund 330 Hotels betrieben. 819 Mio. Euro Umsatz haben Accors Eigen- und Pachtbetriebe im vergangenen Jahr zusammen erwirtschaftet. Da Accor generell einen höheren Franchise-Anteil ansteuert, der Umsatz der Franchisenehmer aber im Ranking nicht einfließt, steigt der berücksichtigte Umsatz mit plus 0,5 Prozent nur wenig.

Auf Platz zwei liegt Best Western Deutschland mit 189 Häusern und 632,2 Mio. Euro Nettoumsatz. Das entspricht einem Umsatzplus von 11,9 Prozent.

Die Intercontinental Hotels Group (IHG), deren Deutschland-Umsatz um 4,7 Prozent gesunken ist, bleibt trotzdem mit einem Erlös von 511,5 Mio. Euro auf Platz drei. Karl-Heinz Pawlizki, Vice President Global Operations, Planning & Performance, erklärt den Umsatzrückgang mit Betriebsunterbrechungen in zwei Hotels sowie dem Abgang des Hauses in Köln, das nun Dorint betreibt.

Auf- und Absteiger

Einen gewaltigen Umsatzsprung von mehr als 42 Prozent hat Motel One gemacht. Damit klettert die Budgetdesign-Kette im Ranking von Platz 21 auf Platz 16. Ebenfalls aufgerückt ist die Althoff-Gruppe mit ihren 4- und 5-Sterne-Hotels – von Rang 26 auf 23. Abgerutscht von Platz 24 auf 32 ist die Starman Hotels Deutschland GmbH, die die Le-Méridien-Häuser führt und zum Starwood-Konzern gehört. Starman hat die Häuser in München und Nürnberg verloren und entsprechend Umsatz eingebüßt. Überholt wurde Starman von der schnell wachsenden B&B-Gruppe. Die Budgetkette hat die Zahl ihrer Hotels hierzulande von 37 auf 43 erhöht – und behält die hohe Schlagzahl bei, wie die acht Neueröffnungen 2012 zeigen.

Neueröffnungen

Am stärksten wächst 2012 Best Western, das mit 15 neuen Hotels an den Start geht. Die spektakulärste Neueröffnung, die offiziell noch für dieses Jahr angekündigt ist, ist aber das Waldorf Astoria der Hilton-Gruppe. Das neue Flaggschiff in Berlin soll nach mehreren Terminverschiebungen vor dem Jahreswechsel seine Pforten öffnen. Allerdings wird in der Branche spekuliert, dass Hilton doch erst 2013 die ersten Gäste seiner Edelmarke in Deutschland empfangen wird.

Deutsche Kantinen wieder besser besucht

Im vergangenen Jahr haben deutsche Unternehmen dank der guten Konjunktur wieder mehr Personal eingestellt. Davon profitierten auch die Kantinen, die sich über mehr zahlende Gäste freuen konnten. Mit einem Erlösplus von 5,2 Prozent (Vj. 2,6 Prozent) war die „Verpflegung am Arbeitsplatz“ Wachstumsmotor der Catering-Branche. Absolut gesehen macht dieses Segment etwa die Hälfte aller Umsätze (48,5 Prozent) von Deutschlands führenden Cateringunternehmen aus. Zu diesen Ergebnissen gelangt die Wirtschaftsfachzeitschrift gv-praxis (Deutscher Fachverlag) in ihrer aktuellen und exklusiven Branchenerhebung für 2011, in deren Rahmen 31 Cateringunternehmen befragt wurden.

Insgesamt erwirtschafteten diese Unternehmen, so ein weiteres Resultat, knapp 3,0 Mrd. Euro (ohne Mwst.) mit 5.044 Verträgen und erzielten ein Erlösplus von 5,2 Prozent. Zweistellig (plus 11,3 Prozent) wuchs der Bereich „Neue Märkte“, der 8,3 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Beispielsweise die Stadien- und Eventgastronomie zählen zu diesem Segment.

Die befragten Entscheider zeigen sich laut Studie mit dem Jahr 2011 zufrieden: 64,3 Prozent bewerten die Gewinnsituation als sehr gut oder gut, 32,1 Prozent nannten sie zufriedenstellend.

Top 3 Cateringunternehmen
Vom wertmäßigen Wachstum der befragten Cateringunternehmen, die über 60.000 Mitarbeiter beschäftigen, entfällt der größte Teil auf drei multinationale Dienstleistungskonzerne: Sodexo (plus 25,1 Mio. Euro), Compass Group (plus 22,2 Mio. Euro) und Aramark (plus 17,0 Mio. Euro). Allein diese Top 3 generierten 2011 fast 1,45 Mrd. Euro Umsatz, das entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 48,7 Prozent.

Verdrängungsprozess verschärft sich
Das Jahr 2011 war geprägt durch mehr Wettbewerbs- und Kostendruck auf Auftraggeberseite, während die Gäste durch Ehec-Skandal und Atomunfall in Japan hochgradig sensibilisiert waren. Steigende Qualitätsanforderungen und zunehmende Preissensibilität auf Auftraggeber- und Gästeseite mussten in Einklang gebracht werden. Die Studie von gv-praxis zeigt auch, dass der Anteil des „echten“ Neugeschäfts signifikant gesunken ist – das heißt, jeder zweite Vertrag kommt derzeit von einem Mitwettbewerber. Der Verdrängungsprozess ist groß. Die Vertragspartner überprüfen ihre Dienstleister in immer kürzeren Abständen per Ausschreibung und wünschen immer individuellere Anforderungen, so der Tenor der Branchengrößten.

Nachhaltigkeit ist gefragt
Das dominierende Thema bei den über 5.000 Kunden heißt Nachhaltigkeit – von regionalen Einkaufsquellen bis hin zu bio-zertifizierten Lebensmitteln. Kernaussage hier: Nur wenn die Qualität überzeugt, ist der Gast zu Mehrausgaben bereit. Die Durchschnitts-Bons pro Gast liegen zwischen 3,61 Euro und 4,53 Euro pro Menü.

Aussichten 2012
Für das Jahr 2012 erwarten 88 Prozent der befragten Manager bessere Umsätze, 79 Prozent rechnen mit besseren Gästezahlen als vor zwölf Monaten (Befragungszeitpunkt: März). Allerdings befürchten 39 Prozent eine schlechtere Kostensituation.