Nordic Diet 2.0

Mit dem Start in den Frühling ist auch das Thema gesunde Ernährung wieder in aller Munde. Für alle, die langfristig ihre Ernährung umstellen und ihr Gewicht halten möchten, ist die Nordic Diet 2.0 der ideale Ernährungsansatz. Dahinter verbirgt sich keine Diät, sondern ein ganzheitlicher, an typisch deutsche Essgewohnheiten angelehnter Ernährungsansatz. Statt Kalorienzählen steht bewusster Genuss auf dem Programm. Entscheidend sind nur die richtigen Lebensmittel:
Traditionell, regional, saisonal und gesund sollten sie sein.

Fettgesunde und ballaststoffreiche Lebensmittel wie Rapsöl und Margarine, Kohl, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse und anderes heimisches Gemüse sowie Obst, Roggenvollkorn und Fisch spielen die Hauptrolle.

Die Ursprünge der Nordic Diet 2.0: Die mediterrane Küche mit ihren typischen Zutaten Olivenöl, Tomaten, Zucchini und Seefisch hat sich als eine der gesündesten Ernährungsformen erwiesen. Doch nicht in allen Ländern entspricht dieses Ernährungsmuster den gängigen Essgewohnheiten. Je nördlicher man lebt, desto untypischer und teurer werden diese Lebensmittel. Damit eine Ernährungsumstellung im Alltag langfristig durchgehalten werden kann, ist es jedoch wichtig, viele bekannte und landestypische Lebensmittel in den Ernährungsplan zu integrieren. In Zusammenarbeit mit Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm wurden daher die Grundprinzipien der gesunden mediterranen Kost – regionale und saisonale Lebensmittel, gute Fette sowie bewusster Genuss – auf typisch deutsche Essgewohnheiten und Lebensmittel übertragen. Damit war die Nordic Diet 2.0 geboren!

Saisonal und regional essen mit der Natur: In der „Brotnation“ Deutschland spielen Backwaren eine wichtige Rolle. Hierbei ist Roggenvollkorn die beste Wahl, Weizenmehl sollte eher im Hintergrund stehen. Raps von deutschen Feldern liefert das perfekte Fett, denn es enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Genießen Sie das Öl pur für die Zubereitung von z.B. Salaten oder für das tägliche Frühstücks- oder Abendbrot in Form von Margarine oder pflanzlichen Streichfetten. Auch heimisches Gemüse (Kohl, Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte) und Obst (Äpfel, Birnen und Beeren) stehen im Fokus. Dreimal die Woche sollte Fisch, wie Hering, Lachs, Makrele, Forelle aus Atlantik, Nord- und Ostsee sowie Flüssen und Seen, auf den Tisch kommen. Fleisch hingegen sollte die Ausnahme bilden und möglichst aus Freilandhaltung oder vom Wild stammen. Wildkräuter (z.B. Bärlauch, Rauke, Brunnenkresse und Sauerampfer), Nüsse und Pilze (z. B. Steinpilze, Pfifferlinge) bereichern den Speiseplan zusätzlich. Der große Vorteil frischer und regionaler Produkte: Sie stecken nicht nur voller Vitamine und Mineralstoffe, sie benötigen auch keine langen Transportwege!

Das richtige Fett hat großen Einfluss! Fett ist ein elementarer Bestanteil unserer Ernährung und sollte laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) rund 30 % der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Neben der Menge kommt es vor allem auf die Qualität an: Rapsöl und daraus hergestellte Margarine liefern die gesunden ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren alpha-Linolen- und Linolsäure. Diese sogenannten essenziellen – also lebensnotwendigen – Fettsäuren kann der Körper nicht selbst bilden, weswegen sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie regulieren den Cholesterinspiegel und unterstützen so ein gesundes Herz- Kreislauf-System.

Lästiges Kalorienzählen? Nicht nötig! Durch den hohen Anteil an Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch und „guten“ Kohlenhydraten sowie Ballaststoffen, die im Rahmen der Nordic Diet 2.0 aufgenommen werden, ist sogar eine Gewichtsabnahme möglich – auch wenn man sich richtig satt isst. Das richtige Fett spielt auch hier eine wichtige Rolle: Es hält lange satt und verhindet so Heißhungerattacken. Da die Nordic Diet 2.0 auf Langfristigkeit setzt und zwischen den Mahlzeiten kein Hunger aufkommt, ist auch der ungeliebte Jo-Jo-Effekt unwahrscheinlich. Und das Beste: Starre Lebensmittelverbote gibt es nicht, nur Zucker und Salz sollten sparsam verwendet werden.

Garantiert einfache Einbindung in den Alltag: Alle wichtigen Lebensmittel der Nordic Diet 2.0 sind zur Saison überall und relativ günstig erhältlich.

http://dagmarvoncramm.de/de/startseite/

Kohlrabi – Auch die Blätter schmecken

Kohlrabi gilt als typisch deutsches Gemüse. In keiner
Nation wird es häufiger zubereitet. Viele Länder wie
Großbritannien, Japan und Russland haben daher die deutsche
Bezeichnung „Kohlrabi“ übernommen.

Die knackigen Knollen haben ein leicht süßliches bis nussiges Aroma
und schmecken roh im Salat und als Snack zwischendurch. In Scheiben
gekocht und mit einer leichten Soße sind sie eine leckere Beilage zu
Fleisch oder Fisch. Wer kleine Exemplare im Ganzen gart und erst dann
die Schale abzieht, reduziert den Nährstoffverlust.

Wurzelansatz und Blattstiele werden entfernt. Bei jungen Pflanzen,
die jetzt im Frühling erhältlich sind, müssen die Knollen nur dünn
geschält werden. Sommer- und Herbstexemplare haben meist mehr holzige
Stellen.

Die zarten Herzblätter sind zum Wegwerfen viel zu schade. Fein
gehackt sorgen sie für mehr Würze im Gemüse, in Suppen und Salaten.
Sie lassen sich aber auch ähnlich wie Spinat zubereiten und mit einem
Schuss Zitronensaft verfeinern.

Kohlrabi gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist ein
Abkömmling der Kohlfamilie. Schon die Römer schätzten sein Aroma.
In Deutschland wird das Gemüse erst seit dem 16. Jahrhundert
kultiviert. Die Knolle entsteht durch eine oberirdische Verdickung des
Pflanzenstiels und kann grünlich-weiß über rötlich bis
dunkelviolett gefärbt sein. Kohlrabi ist kalorienarm und hat einen
hohen Wassergehalt. Wertvolle Inhaltsstoffe sind unter anderem
Senföle, Vitamin C und K, Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium,
Kalzium und Magnesium. Noch nährstoffreicher sind die Blätter der
gesunden Knolle.

Auch wenn Kohlrabi ganzjährig im Handel erhältlich ist, gilt es als
klassisches Frühlingsgemüse. Die ersten heimischen Knollen sind
besonders zart und saftig, wobei frische Ware am kräftig grünen Laub
zu erkennen ist. Im Gemüsefach ist Kohlrabi, in ein feuchtes Tuch
eingewickelt und von den Blättern befreit, bis zu zwei Wochen
haltbar.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weindiplom für Hobby-Sommeliere in Südtirol

Weinliebhaber werden hier zu diplomierten Kennern: Vom 8. bis zum 10. Juni 2016 in nur drei Tagen zum Hobby-Sommelier mit Weindiplom in Südtirols Süden

Im Rahmen der Südtiroler WeinstraßenWochen können sich Weininteressierte vom 8. bis zum 10. Juni 2016 innerhalb von drei Tagen zum Hobby-Sommelier ausbilden lassen. Hat er nun eine gute Qualität und ist er sein Geld wert? Passt der Wein zu meinem Essen? Soll er dekantiert werden? Oder hätte er besser erst in fünf Jahren geöffnet werden sollen? Ist er typisch für seine Rebsorte? – hier bleiben keine Fragen offen. In lockerer Atmosphäre, unkompliziert und lebendig gestaltet, kann sich jeder Interessent vertiefendes Fachwissen aus der Welt des Weines aneignen, seine Sinne schärfen und das Einschätzen sowie präzises Beschreiben von Weinen erlernen. Weinsensorik und Weinansprache, das Weingebiet Südtirol und seine Geschichte, Gebiete und Sortenkunde, Arbeiten im Weinberg, Methoden der Vinifizierung, das italienische Weingesetz, Tisch- und Trinkkultur sowie eine Verkostung typisch Südtiroler Weine sind Themen des Seminars. Ziel der „Ausbildung“ ist es, einen tiefen Einblick in die facettenreiche und geschmackvolle Welt des edlen Tropfens sowie eine nachhaltige Hilfestellung bei der Weinwahl im Restaurant und aus dem Weinregal zu erhalten. Besichtigungen von Weingütern sind ebenso dabei wie ein Wissenstest und ein gemeinsames Degustationsmenü mit Weinbegleitung. Zum Abschluss gibt es während der „Nacht der Keller“, der fulminanten Abschlussveranstaltung der Südtiroler WeinstraßenWochen am Samstag, den 11. Juni 2016, die Verleihung des Weindiploms.

Anmeldung bei der Südtiroler Weinstraße unter info@suedtiroler-weinstrasse.it, Tel. +39 0471 860 659.

www.suedtiroler-weinstrasse.it

Algarve Chefs Week 5.0

Bei der „Algarve Chefs Week 5.0“ stehen die typischen Produkte der Region im Mittelpunkt

Gourmets aus aller Welt freuen sich schon wieder auf die Woche vom 26. April bis zum 3.Mai 2015. Dann steht Portugals Südküste wieder ganz im Zeichen der kulinarischen Genüsse. Bei der „Algarve Chefs Week 5.0“ zeigen die zehn besten Küchenchefs der Top-Hotels an der portugiesischen Südküste einmal mehr ihr Können. Im Fokus stehen diesmal fünf Produkte, die für die Region ganz typisch sind: Flor de Sal, getrocknete Feigen, Johannisbrot, Favabohnen und Orangen.

Jeder der Küchenchefs wird aus den Produkten sein eigenes Abend-Menü kreieren, zu dem die passenden Weine von regionalen Winzern serviert werden. Bei einer zentralen Auftakt-veranstaltung werden alle Menüs am 25. April in der Markthalle von Loulé der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Preis pro Menü beginnt bei 30 Euro pro Person (ohne Getränke), jeweils ein Euro wird der Organisation CASA gespendet, die Obdachlose betreut.

In Vorbereitung ist ein Kochbuch mit den besten Rezepten der vergangenen Chefs Weeks.

In diesem Jahr beteiligen sich folgende Küchenchefs an der Veranstaltung:
• Osvalde Silva (Restaurante O Grill im Pine Cliffs Resort)
• Andrew McGuie (Restaurante Louro im Conrad Algarve)
• Bruno Rocha (Restaurante EMO im Hotel Tivoli Victoria)
• Jan Stechemesser (Restaurante À Terra im Praia Verde Boutique Hotel)
• José Leitão (Restaurante Moonlight im NAU Salgados Palace)
• Luís Mourão (Restaurante Al Quimia im Hotel Epic Sana Algarve)
• Miguel Lourenço (The Olive Tree im Vale d’Oliveiras Quinta Resort & Spa)
• Miguel Teixeira (Restaurante Koi im Vidamar Resort Algarve)
• Ricardo Ferreira (Restaurante Pepper’s, Hotel Tivoli Marina Vilamoura)
• Vítor Monteiro (Restaurante L14 im NAU Salgados Dunas Suites)

www.algarvechefsweek.com

Echt schwedisch

Gårdsnära hilft bei der Suche nach lokal produzierten Produkten

Wer seinen Urlaub in Schweden verbringt, möchte oft auch möglichst „Typisch Schwedisch“ essen und dennoch nicht jeden Tag ein Restaurant aufsuchen. Der Blick auf die Etiketten im Supermarkt verrät aber nicht selten, dass so manche Rohwaren eine lange Reise hinter sich gebracht haben, bevor sie im Regal gelandet sind. Für Schweden ist das selten ein Problem, da viele genau wissen, was welche Hofläden in der näheren Umgebung ihres Wohnortes anzubieten haben.
Aber auch für Urlauber gibt es nun Abhilfe: Die Website http://de.gardsnara.se präsentiert Hofläden und Produzenten aus ganz Schweden, die echt schwedische Produkte anbieten – ohne künstliche Zusätze und oft sogar in Bioqualität. Besucher der Website, die in deutscher Sprache und auch angepasst für Tablets und Smartphones zur Verfügung steht, können hier entweder nach Region oder nach Produktgruppe nach den einzelnen Anbietern suchen. Zudem gibt es eine Suchfunktion für die am nächsten gelegenen Hofläden zum aktuellen Standort. Dabei ist die auf der Website vertretene Produktpalette so abwechslungsreich und vielfältig wie das Angebot der schwedischen Küche – angefangen bei Milch, Brot und Eiern über Fisch, Fleisch und Käse bis hin zu Marmeladen und Säften, Obst und Gemüse und sogar Schaffellen. Und wer sich nicht sicher ist, welche Zutaten und Gerichte nun wirklich „Typisch Schwedisch“ sind, kann sich auf der Website http://www.tryswedish.com inspirieren lassen. Hier gibt es zahlreiche Infos, Stories und Rezeptvorschläge rund um die beliebtesten Zutaten der Schweden. Und natürlich wird hier auch verraten, wann welche Produkte am liebsten verspeist werden. Echt Schwedisch eben.

Prescott Winter Farmers Market

Käse, Kürbis und Kunsthandwerk beim Bauernmarkt in Prescott, Arizona – Noch bis zum 26. April 2014 gibt es in Prescott jeden Samstag frische, saisonale Produkte der Region auf dem Winter Farmers Market

Die Betreiber des Marktes glauben daran, dass der Boom lokaler Produkte nicht nur ein vorübergehender Trend ist, sondern langfristig, nachhaltig und aus Überzeugung gefördert werden sollte. Die rasante Entwicklung von Wintermärkten im gesamten Land bestätigt die Beliebtheit dieser Art von Veranstaltungen. Prescott liegt mit seinem Angebot also am Puls der Zeit. Neben vielen lokal produzierten landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln wird auch typisch südwestamerikanisches Kunsthandwerk angeboten.

www.prescott.edu/prescott-community-market/

Aldiana Kreta

Am 1. Mai 2013 eröffnet Aldiana einen neuen Club auf Kreta. Grund genug, Gäste mit einem besonderen Angebot von der Qualität des griechischen Strandclubs zu überzeugen. Bei Buchung des Aldiana Kreta erhalten Urlauber ab sofort bis 24. Mai 2013 einen Aldiana Reisegutschein im Wert von 150 Euro für den Reisezeitraum 01. bis 31. Mai 2013. Auch Kreta-Liebhaber mit bereits getätigten Reservierungen für die traumhafte Anlage kommen natürlich in den Genuss des Gutscheinvorteils.

Ein „Urlaub unter Freunden“ im neuen Club lohnt sich: im Osten der Insel, umgeben von einem malerischen Garten und in der Nähe des Fischerdorfes Mochlos an einer kleinen, privaten Bucht gelegen, erstrahlt der im typisch griechischen Stil erbaute Club in seinem Glanz.

Ganz Aldiana-typisch wird auch im Aldiana Kreta auf das Sportangebot besonderen Wert gelegt. Ob Wandern, Tauchen, Tennis, Mountainbiking, Fitness oder Beachvollyball – aktive Urlauber kommen voll auf ihre Kosten. Ein traumhaftes Wellness-Center, Buffetrestaurant mit einladenden Live-Cooking-Stationen sowie die abwechslungsreiche Abend-Animation runden das Angebot ab. Selbstverständlich wird auch hier ein buntes und actionreiches Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen.

Der Reisegutschein im Wert von 150 Euro gilt pro Buchung und kann in allen Aldiana Clubs im Zeitraum vom 01. Juni 2013 bis 31. März 2014 eingelöst werden.

Aldiana

Soner Kesgin

Hayirli Paskalya! Das bedeutet „Frohe Ostern“ auf Türkisch und diese können Gäste des Kempinski Hotel Barbaros Bay in Bodrum erleben. Wer die Ostereier am Strand suchen möchte, ist im schicken Kempinski-Haus richtig, denn es ist für seinen lässigen Luxus bekannt und liegt direkt an der Küste der türkischen Ägäis. Das Fünf-Sterne-Hotel gewährt während der Feiertage einen Rabatt von 25 Prozent auf die günstigste zu der Zeit verfügbare Rate. Frühstück, früher Check-in und später Check-out, Zimmer-Upgrade und eine entspannende Massage im 5.500 Quadratmeter großen Six Senses Spa sind weitere Ostergeschenke an die Gäste.

Kleine Hotelbesucher dürfen sich auf eine Nachhilfestunde in Sachen Kuchenbacken mit dem neuen Küchenchef Soner Kesgin freuen. Für Ausflüge in die Umgebung eignet sich das Kempinski Hotel Barbaros Bay besonders gut, denn es liegt inmitten einer historisch bedeutsamen Region, die zahlreiche Sehenswürdigkeiten bietet. Nur 14 Kilometer entfernt befindet sich das für sein Nachtleben bekannte quirlige Bodrum und direkt vor den Türen des Hotels beginnt das traditionelle Leben in den typisch türkischen Dörfern. Buchung und Informationen unter www.kempinski.com/bodrum. Die Anreise erfolgt zum Beispiel mit Turkish Airlines.

Das Kempinski Hotel Barbaros Bay verfügt über 24 Suiten und 149 Zimmer, alle mit direktem Blick auf die Türkische Ägais. Das Fünf-Sterne-Haus gilt als Oase der Ruhe, die türkische Gastfreundschaft, luxuriöses Ambiente und zeitgenössisches Design miteinander verbindet. Gäste finden hier nicht nur fünf Gourmetrestaurants und eine Bar sondern auch das mehrfach ausgezeichnete Six Senses Spa, das Wellness auf höchstem Niveau garantiert.

www.kempinski.com/bodrum

Koch-Show Deutschland gegen Holland am Herd!

Die Fußball-Europameisterschaft 2012 macht auch in der „Promi Kocharena“ Station. Im EM-Spezial der Kochshow wird DER Klassiker Deutschland-Holland ausgespielt. Die gegnerischen Teams bestehen aus jeweils einem Profikoch jeder Nation – als da wären Ralf Zacherl für Deutschland und der Meisterkoch Rudolph van Veen für das Oranje-Team sowie je vier prominente Hobbyköche – für Deutschland Ex-Profifußballer Jimmy Hartwig, Fußballer-Gattin Claudia Effenberg, Eisschnelläuferin Anni Friesinger und Moderator Jochen Schropp. Für die Holländer treten an: die Moderatoren Marijke Amado und Harry Wijnvoord sowie die Sängerinnen Ellen ten Damme und Loona.

Gekocht werden fünf Gänge: Es kommen abwechselnd deutsche und niederländische Spezialitäten auf den Tisch. Jedes Team hat bei einem Gang also einen Heimvorteil. Im Team-Gang gibt es eine Spezialität, die in beiden Ländern typisch ist.

Bewertet wird jeder Gang mit Punkten. Der Promi, der seinen Gang gewinnt bekommt 3.000 Euro, die an eine gemeinnützige Einrichtung seiner Wahl gespendet werden. Das Team, das die meisten Gänge gewinnt, wird Kocharena-Champion.

Die kompetente Jury, bestehend aus Manager und Genießer Reiner Calmund, Gastrokritiker Heinz Horrmann und Chefredakteurin der Zeitschrift VITAL Katja Burghardt, entscheidet durch ihre Punktevergabe über Sieg oder Niederlage.

VOX, So., 03.06., 20:15 Promi Kocharena – EM Spezial

Jeff Scott Foster

Wer fährt schon nach Dänemark zum Essen. Frikadellen in brauner Soße und Rote Grütze sind des Dänen Leibgericht. Bekannte Kulturgüter sind eher Stühle, Lampen und im Dogma-Stil gedrehte Filme. Urplötzlich nun hat sich das Inselreich in den Fokus der Gourmets gekocht und sahnt Titel ab: Weltbestes Restaurant, Weltbester Koch.

Um die neue dänische Sinnlichkeit zu goutieren, muss man hinfahren, denn die Speisen entstehen aus nordischen Produkten. Weil Kopenhagens Gastronomie-Himmel mit 14 Michelinsternen bereits in aller Munde ist, empfiehlt sich für Vorkoster eine kulinarische Landpartie über die malerische Insel Fünen bis ins jütländische Aarhus.

Strände mit bunten Badehütten, Stockrosen vor Fachwerkhäusern, saftige Kuhweiden, Schlossparks – so idyllisch präsentiert sich Fünen. Nordisch und mediterran zugleich mutet die Stimmung im Hafen von Svendborg an. Direkt am Fähranleger für vier weitere Eilande der Dänischen Südsee tischt Jeff Scott Foster in einem Restaurant mit dem Namen „Restaurant 5.dk“ auf.

Die Adresse ist Programm, denn die Zutaten gedeihen auf Fünen, im Postleitzahlbezirk 5. Das beginnt beim Bier aus einer der 14 Inselbrauereien – Jeff verwendet Bier als Zutat -, geht über das cremige Eis vom benachbarten Inselwinzling Skarø zur Fruchtkonfitüre von Strynø. Das klingt eher familiär als elitär, und genau so positioniert Jeff sein Restaurant. „Wir sind nicht Gourmet-Topklasse, sondern ein familiäres Hafenrestaurant auf hohem Niveau.“

Weltküche mit lokalen Rohstoffen wie Steinbutt, Kalbfleisch, Blumenkohl, Bärlauch, Waldsauerklee. Auf dem Teller gelingt das sehr elegant und schmeckt prächtig. Zum Dessert kann man Knickerbocker Glory haben, eine urenglische, geschichtete Eiskreation, serviert in hohen Gläsern, von denen etliche auf den Wandsimsen im alten Hafenpackhaus verteilt sind. „Die gehören hiesigen Kindern, von ihnen selbst bemalt“, grinst Jeff. So züchtet man sich Stammkundschaft.

Die nächste fünische Versuchung ist logischerweise der Verdauungsschnaps. In Skårup duftet es im Frühsommer nach Jasmin und den Blüten der alten fünischen Apfelsorten Ingrid Marie und Filippa. Karsten Kjer Michaelsen destilliert Brände. „Dänen kannten früher nur Schnaps aus Kartoffeln oder Getreide“, rümpft Karsten die Nase und liebkost dabei einen kupfernen 200-Liter-Destillierkolben. Vor nur sechs Jahren gelang dem Pionier der erste dänische Obstbrand.

Sein „Sydfynsk Kalva“ ist ein 40-prozentiger südfünischer Calvados, der natürlich so nicht genannt werden darf und deshalb eben Kalva heißt – ähnlich wie der Feta, der auf Fünen Fyta heißt. Woran es liegt, dass der Fruchtgeschmack so durchklingt? An den Äpfel und Birnen, die aromatischer seien als etwa im Elsass, verrät Karsten. „Je nördlicher das Obst wächst, desto mehr muss es sich im Klima behaupten.“

Zum Dessert geht es von Aquae Vitae Sydfyn zur Schokoladen-Manufaktur Konnerup östlich von Faaborg. Nathan Benson verfiel vor etlichen Jahren einem „blonden Gift“, berichtet der Kalifornier augenzwinkernd. Die Kombination aus Sexappeal und sündhaft leckerer Schokolade geht für den Schokoprinzen prächtig auf. Im Schatten der berühmten dänischen Edelmarke Summerbird im Nordwesten von Fünen ist der kleine Betrieb des gelernten Kochs eine Entdeckung. Man leckt sich die Finger und stopft sich die Taschen mit Marzipan und Lakritz voll. Und wird langsam süchtig nach diesen Boutique-Schlemmeradressen, von denen über 60 auf Fünen gelistet sind.

Wem jetzt nach Käse und gehaltvollem Bier ist, der muss nur ein paar Kilometer bis Gundestrup fahren. In einer Landstraßenkurve liegt das erstaunliche Reich von Jørgen Hoff und Ditlev Jørgensen, die in einer alten Meierei Räucherkäse und Bier herstellen. Jørgen macht die Käsesorten, Ditlev braut aus dem Abfallprodukt Molke und dem Sauvin-Hopfen aus Neuseeland etwa 200.000 Liter Bier im Jahr. Ein Paar wie Pech und Schwefel. Der Käse hat Rauch, das Kulisauvin-Bier eine Schokomalznote.

Von Fünen tagsüber derart vernascht, macht man es nächtens nicht unter einem Himmelbett. Der Falsled Kro liegt einsam am Meer. Wieder so eine Gegend, in der sich Fuchs, Hase und Flunder gute Nacht sagen. Die Zimmer des urgemütlichen Landhotels in Millinge sind mit mediterranem Touch gekachelt und Fachwerk durchsetzt. Gekocht wird auf trefflichem Niveau und mit tiefer Liebe zum Örtlichen und Abgeschiedenen.

In einem skulpturalen Ofen im Park wird Lachs geräuchert. Küchenchef Per Hallundbæk juckt es ab April in den Fingern, weil dann mehr als Kohl im Küchengarten wächst. Das ist typisch für Dänemarks neue Kochidee, diese Besinnung auf Waldkräuter, selbstgezogenes Gemüse, Essig aus eigener Obstproduktion. Ein Sternekoch ist grad aus Kopenhagen aufs Land gezogen, um besser gärtnern zu können.

Die Leidenschaft des Kräutersammlers und Gemüsebauern zeichnet auch Torsten Schmidt aus, der mit seiner Frau zusammen im jütländischen Aarhus das Malling&Schmidt besitzt. Der in Hessen geborene Sprössling einer dänischen Mutter saß mit im Club jener Köche, die vor zehn Jahren ein Manifest der Nordischen Küche schufen, was in der konzeptionellen Rigorosität an das dänische Filmrezept Dogma erinnert.

„Ich lerne von einer Kräuterfrau immer mehr Waldpflanzen kennen“, sagt Torsten und garniert Farn und Sauerampfer auf einen Teller – mit Hilfe einer Pinzette. Hüttenkäse statt Mozarella gibt‘s und ein höchst spannendes Acht-Gänge-Menü. Bezahlbar und auf Augenhöhe mit ganz normaler Kundschaft will Torsten mit seiner nordischen Molekularküche bleiben – drei Gänge kosten 47 Euro, zehn 133.

Schickimicki-Alarm muss man wegen der neuen Kochextravaganza in Dänemark nicht geben. Torsten Schmidt hat seine Küche und die experimentelle Kochwerkstatt selbst gezeichnet, die tollen Holztische im Restaurant sind von seinem Schwiegervater gezimmert, der Koch schweißte selbst die Gestelle. Einfache nordische Linien, weshalb sich der Gast ganz auf die Küchenexperimente konzentrieren kann.

Und wie endet ein Molekulardinner im Malling&Schmidt? Gerne auf einer Lakritznote – typisch dänisch. Sommergemüse-Eiskrem mit Bornholmer Lakritz!