Hotels in Japan

Japan hat den Ruf sagenhaft teuer zu sein – der Ruf stimmt aber nicht mehr – Hotels gibt es von günstig bis teuer – allerdings ist der Standard nicht international und hinkt z.B. deutlich hinter dem chinesischen Standards her

Nach 20 Jahren besuchte ich wieder Japan. Es dauerte so lange, weil ich die letzte Japanreise als sehr unangenehm empfand. Alles war teuer und kompliziert. Und die Japaner waren anstrengend mit all ihren Regeln und oft fehlenden Englisch-Kenntnissen.
Das hat sich jetzt komplett geändert. Die Japaner sind sehr freundlich, ja schon fast offen, und jeder spricht zumindest etwas Englisch.

Auf unserer Reise besuchten wir vier Städte und vier Hotels.
In Tokio haben wir für fünf Nächte im Drei-Sterne Aparthotel Citadines Shinjuki gebucht. Das relativ neue Haus berechnet für die fünf Nächte ohne Frühstück 620 Euro. Das Zimmer war klein, aber alles okay. Etwas staubig war es. Das Internet war extrem langsam, teilweise unbrauchbar. Wir würden wohl wieder hingehen, da auch die Lokation am Rande von Shinjuki toll ist. Mittendrin und trotzdem ruhig. Nur das Frühstück für 8 Euro war eine Zumutung. Kein Obst. Und eine Stunde vor dem offiziellem Ende stellte die Zuständige für’s Frühstück – 100 % SB – die beiden Bainmaries ab, so dass man kaltes Rührei bekam. Kaffee war auch schrecklich. Jedoch waren die Laugenbrötchen ein Knaller! Wir gingen trotzdem lieber 300m um die Ecke in einen „Dutor“ Ketten-Coffeeshop und aßen dort ein belegte Brötchen und tranken guten Kafffee für 5 Euro. Obst holten wir uns in einen der vielen Convenience Stores.

Danach sind wir nach Gifu ins Gifu Grand Hotel gefahren. Das Viersternehaus erinnerte mich stark an chinesische „Grandhotels“ in der Provinz. Ein riesiger Komplex. Hier wird viel geheiratet und auch viel gefeiert. Auf Wunsch der Gattin buchten wir ein traditionelles Tatami Zimmer. Das Zimmer war alt, eng, staubig und absolut unpraktisch. Ich werde wohl nie wieder ein traditionelles Zimmer bestellen müssen. Wir zahlten aber auch nur 90 Euro/nacht. So gesehen stimmten Preis/Leistung dann doch. Allzumal ein recht großes Buffetfrühstück, das meistens in einem Kellersaal serviert wurde, dabei war. Es gab auch akzeptablen Kaffee. Auch hier 100 % SB. Wir mochten das Hotel nicht, aber es war seinen Preis wert.

In Kochi auf Tosa – eine sehr empfehlenswerte Stadt und Region – hatten wir das Richmond Hotel. Ein neues Dreisternehaus mitten in der Innenstadt mit gutem Standard. Es war zwar alles klein und der Check in erfolgte merkwürdigerweise am ATM, aber das Zimmer entsprach dem Standard. Auch hier war es etwas staubig. Hier zahlten wir 90 Euro ohen Frühstück. Das rein japanische Frühstück kostete 9 Euro und wir nahmen es nur einmal, weil es uns nicht zusagte. Zum Morgen darf es auch gerne mal Brot und ein guter Kaffee sein. Sonst immer gerne japanisch.

Unsere letzte Station war das Crowne Plaza ANA in Osaka. Ein sehr großes Viersterne-Haus am Amüsierviertel Dojima. Das Haus ist inkompetent geführt. Ich musste unser – mittlerweile recht viel – Gepäck aus dem Taxi selber raushieven, weil der Taxifahrer 100 Jahre alt war und keine 20 kg bewegen konnte. Es war warm und ich zu warm angezogen und stand schnell im eigenen Schweiß. Dann rollte ich zur Rezeption und werde aber von einer Dame gestoppt. Ob ich einchecken wolle? Mit drei Koffern unterm Arm werde ich wohl Kaffeetrinken gehen wollen, vor der Rezeption. An der Rezeption war unsere Reservierung verbummelt. Nach langer Wartezeit wurde uns ein Zimmer zugeteilt. Und dann wurde unser Gepäck zum Zimmer gebracht.
Das Zimmer war soweit okay und in guten Zustand. Nur ein DND SChild gab es nicht, wir malten es selber und so blieb es den gesamten Aufenthalt auch. Das Bad war durchweg sehr schlecht geputzt. Wir hatten den Eindruck, dass oft nur die Handtücher gewechselt wurden. Hier bezahlten wir 250 Euro/Nacht, mit recht gutem Frühstück für den westlichen Geschmack. Das Frühstück würde 20 Euro p.P. kosten und war auch 100 % SB.

Fazit: Man kann in Japan recht preiswert wohnen. Die Hotels – obwohl alle sehr gute Bewertungen hatten – sind zwar oft nicht toll, aber durchaus akzeptabel.

Fazit: alle Hotels waren schlecht geputzt, das teuerste am Schlechtesten. Der Standard entspricht nicht immer, was man gewohnt ist und sich wünschen würden.

Sehen Sie unsere Fotos auf Facebook: https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153753850848124

Hamamelis

Die Blütenblätter sind filigran, als schmale gelbe Fäden ragen sie in kleinen Büscheln aus dem Blütenkelch. Aber sie sind hart im Nehmen. Sie trotzen Kälte und Schnee. Und wenn sich die Blüten dann noch mit weißen Schneehäubchen schmücken, sieht das wirklich zauberhaft aus. Die Rede ist von der Zaubernuss. Der Name rührt aber gar nicht daher. Er geht vielmehr darauf zurück, dass die kleinen nussähnlichen Früchte etwa eineinhalb Jahre reifen. Daher kann man Blüten und Früchte gleichzeitig an den Zweigen sehen, was im Pflanzenreich eher selten ist. „Hama“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet zusammen oder gleichzeitig, „Melon“ steht für Apfel oder Frucht. Daher der wissenschaftliche Name „Hamamelis“. Wenn die kleinen Kapseln im Herbst reif sind, öffnen sie sich schlagartig und schleudern die Samen mehrere Meter weit. Das Aufplatzen kann man manchmal sogar hören.

Nicht nur mit den Früchten lässt sich die Zaubernuss viel Zeit, sie wächst überhaupt sehr langsam. Daher ist sie allerdings auch relativ teuer und sollte nicht unbedingt dort gepflanzt werden, wo sie fliegenden Bällen und tobenden Kindern ausgesetzt ist. Am besten wirkt sie, wenn sie einzeln steht und ihre fast trichterförmige Gestalt ungehindert entwickeln kann. Einen Rückschnitt verträgt und benötigt sie nicht. Statt zur Schere zu greifen, sollte man besser an den Blüten schnuppern und den zarten Duft genießen.

Im Sommer schmückt sich die Hamamelis mit runden Blättern, die denen der Haselnuss ähneln, im Herbst leuchten sie gelb, orange und feuerrot. Indianer kochten Zweige und Äste auf und nutzten den Extrakt als Wundheilmittel, auch heute wird Hamamelis in Hautsalben verwendet. So kann die zauberhafte Nuss nicht nur im Winter Kinderaugen zum Leuchten bringen, sondern ganzjährig begeistern.
Anne Staeves, www.aid.de

Kindermilchprodukte

Aufwendig gestaltete Verpackungen, beigelegtes Spielzeug und Comicfiguren machen Lebensmittel für eine junge Zielgruppe attraktiv. Gesund sind die so beworbenen Produkte oft nicht, dafür aber teuer. Das zeigt ein aktueller Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), bei dem 27 Milchprodukte für Kinder genauer geprüft wurden. Die Mehrheit enthielt vergleichsweise viel Zucker und oft auch einen hohen Fettanteil. Zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe suggerieren dagegen, dass es sich um besonders gesunde Produkte handle. Die Testergebnisse im Detail gibt es ab sofort in der Februarausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT www.konsument.at .

Als Faustregel für eine gesunde Ernährung gilt: Von den täglich aufgenommenen Kalorien sollten maximal 10 Prozent aus Süßem stammen. Diese Obergrenze ist bei vielen Kindermilchprodukten bereits mit einer Portion überschritten, wenn man dabei von einem durchschnittlichen Tagesbedarf von 1.425 kcal pro Kind ausgeht. Egal ob Joghurt, Milchdrink oder Dessert: Der Gesamtzuckergehalt der untersuchten Produkte betrug im aktuellen Test mindestens 10 Prozent – in vielen Fällen aber auch deutlich mehr.

Milchprodukte gelten allgemein als gesund, was Hersteller auch in ihrer Werbung gerne betonen. Gerade Lebensmittel für Kinder werden dabei oft mit zusätzlichen Mineralstoffen und Vitaminen angereichert. Den Eltern wird damit suggeriert, dass es sich um besonders wertvolle und gesunde Produkte handle. Solche speziell angereicherten Lebensmittel werden zur Ernährung von Kindern aus gesundheitlicher Sicht jedoch nicht benötigt. Grundsätzlich kann und sollte der Bedarf über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost abgedeckt werden.

Dennoch gibt es auch im Bereich der Kindermilchprodukte Unterschiede, vor allem beim Fettgehalt. So enthält etwa das Milchdessert Monte von Zott 13 Prozent Fett, ein ähnliches Produkt, Topi von Hofer (Aldi), dagegen nur rund 8 Prozent. Eltern, die gelegentlich Kinderlebensmittel kaufen, sollten daher auch auf die Kennzeichnung achten. Fett-, Zucker- und Kaloriengehalt können auch bei Produkten derselben Kategorie zum Teil stark variieren.

SERVICE: Den ausführlichen Bericht gibt es in der Februarausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT und online unter www.konsument.at . Weitere Informationen zum Thema Kinderlebensmittel gibt es im Rahmen einer mehrteiligen Serie auch in der kommenden Ausgabe des Verbrauchermagazins.

Städtereisen zu Silvester

Wo ist es günstig, wo ist es teuer? Amsterdam zu 96%, Berlin zu 93% und Wien 91% ausgebucht – engl. Mitteilung

Hotel search engine, Hoteloogle.com, announced its data on pricing and availability for Dec. 31, 2014, for the top 15 New Year’s Eve destination cities around the world. Additional information was also available for Amsterdam, Berlin, and Vienna; these cities had some of the highest hotel room occupancy rates on New Year’s Eve this year. The results of Hoteloogle’s research were interesting and demonstrate the value of a reliable hotel search engine in finding the best deals during high season holidays and at any time of year.

Amsterdam came first in highest occupancy rate with 96% of its hotel rooms fully booked. The cheapest available 5-star hotel room was priced at $265.
Berlin and Vienna took the second and third spots for highest occupancy rate with 93% in Berlin and 91% for Vienna.
The city with the cheapest room rate for a 5-star hotel was in Shanghai priced at only US $27, while Tokyo’s cheapest 5-star hotel room went for $446.

Overall, 71% of Dubai and New York hotels were fully booked for New Year’s Eve.

Sydney and Paris both topped that figure with 89%, other occupancy figures show Tokyo at 88%, and Rome at 85%.

The cheapest 5-star hotel room in London was $187, $100 in Madrid, $121 in Rome, and just $63 in Istanbul.

Urlaubsnebenkosten im Vergleich

Beim jüngsten Vergleich von Urlaubsnebenkosten in 20 europäischen Großstädten, den der ADAC im Rahmen des europäischen Kooperationsprogramms EuroTest durchgeführt hat, schnitt die serbische Hauptstadt Belgrad mit Abstand am besten ab. Mit einem Warenkorb-Preis von durchschnittlich rund 41 Euro platzierte sie sich mit der Wertung „sehr günstig“ auf dem ersten Platz des Vergleichs. Als „sehr teuer“ erwies sich hingegen Oslo mit einem Warenkorb-Preis von 153 Euro. Die beiden deutschen Städte Berlin (104 Euro) und München (98 Euro) liegen im Mittelfeld.

Insgesamt erhielten fünf der 20 Test-Städte das Prädikat „sehr günstig“ und acht das Urteil „sehr teuer“. Je zwei Metropolen waren „günstig“ und „durchschnittlich“, drei „teuer“. Über alle Städte hinweg kostete der Warenkorb durchschnittlich 106 Euro.

So zahlten die ADAC Experten in Belgrad für die touristischen Angebote Tagesticket für den öffentlichen Personennahverkehr, Stadtrundfahrt sowie Besuch im Zoo, auf der Festung und im Serbischen Nationalmuseum insgesamt nur 12 Euro. In Oslo hingegen schlug ein vergleichbares Angebot mit 70 Euro zu Buche. Der Besuch im Zoo war in London mit 29 Euro im Vergleich zu Belgrad mit 3,50 Euro nicht eben billig. Dafür war der Eintritt ins Londoner British Museum kostenlos. Wer hingegen in Luzern ins Museum Verkehrshaus der Schweiz wollte, musste 25 Euro zahlen. Ein einfaches Nudelgericht kostete in der norwegischen Hauptstadt im Schnitt rund 17 Euro und damit etwa vier Mal so viel wie in Budapest (4,40 Euro). Und während in der ungarischen Hauptstadt die Tasse Cappuccino für durchschnittlich 1,30 Euro zu haben war, kostete sie in Paris 5,30 Euro.

Das Urlaubsbudget belasteten vor allem die Ausgaben für touristische Angebote. Dabei waren die Preise für Stadtrundfahrt und Zoobesuch am höchsten. Einen erheblichen Faktor machten auch Artikel für Gesundheit und Körperpflege aus. Hier lässt sich allerdings am besten sparen: Indem man Zahnbürste & Co. nicht zuhause vergisst. Da die Produkte und Leistungen im Warenkorb jeweils nur ein Mal berücksichtigt wurden, lagen die Kosten für Essen und Trinken im Restaurant eher im durchschnittlichen Bereich.

Die Preise für den ADAC Vergleich erhoben geschulte Tester im Mai 2014 in den Städten selbst. Zugrunde lag ein Warenkorb mit 20 genau definierten Produkten und Dienstleistungen. Diese orientierten sich am Bedarf eines Reisenden mit durchschnittlichem Einkommen. Bewertet wurden die Kategorien Touristische Angebote, Gastronomie, Snacks & Co. sowie Gesundheit und Körperpflege. Die Tester dokumentierten die Preise in zwei unterschiedlichen Verkaufsstellen in jeweils vier für Touristen interessanten Gebieten pro Stadt. Die Eintrittspreise für die Hauptattraktion, das Museum und den Zoo wurden zentral erfasst.

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität hat die rechnerische Richtigkeit der Auswertung und die daraus abgeleiteten Aussagen im Abschlussbericht überprüft.

Hier hat der ADAC die Urlaubsnebenkosten aufgeführt:
www.adac.de/infotestrat/tests/urlaub-reise/urlaubsnebenkosten/2013/default.aspx

Mailand, Monaco, Cote d'Azur, Genua und Florenz

Teil 1 unter: http://www.gourmet-report.de/artikel/345454/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz/

Genua
Keiner von uns war je in Genua. Wir dachten an eine hässliche Hafenstadt. Wie sollten wir uns täuschen! Genua ist sicher nicht eine polierte Schönheit, aber der morbide Charme und die Freundlichkeit und Verfressenheit der Einheimischen erinnerte mich an Köln oder Berlin als italienische Variante. Hier hatten wir auch unser einziges Fünf-Sterne Hotel, das Grand Hotel Savoia direkt am Hafen. Und es war das preiswerteste Hotel auf der Reise! Und eines, in dem mal alles funktionierte. Klimaanlage, Waage, TV (sogar mit ZDF neo). Wir hatten das einfachste Zimmer gebucht, für 20 Euro mehr wurden wir inkl. Frühstück auf ein recht schönes Zimmer upgegradet.
Genua ist günstig. Hier kostet der Cappuccino nicht mehr 4 Euro wie im nahen Monaco, sondern nur noch 1,30 Euro bei besserer Qualität! Am ersten Abend aßen wir im Hafen im Eataly, dem Slowfood Supermarkt mit Restaurant, das wir von New York kannten und mochten. Es war okay, aber kein Muss. Es war nicht so bemerkenswert. Das Personal machte einen sehr ungeschulten Eindruck. Niemand sprach halbwegs gut Englisch, was sonst mittlerweile überall der Fall war. Bei gefühlt 80 % Touristen. Schade. Die Essensqualität mochte auch nicht überzeugen. Die Portionen waren so klein, dass wi rnoch eine Pizza am ende uns teilten.

Am nächsten Tag fuhren wir zu einem Factory Outlet Center von MacArthur Glen www.mcarthurglen.com/it/serravalle-designer-outlet/en/ . Die Preise waren eher hoch, nur Moschino hatte gute Deals. Da Madame Moschino mag, war alles gut!
Nächsten Tag aßen wir am Abend im Tralalero, einer Genuesischen Trattoria direkt neben unserem Hotel. Die Preise waren mit Eataly vergleichbar, bei besserer Qualität, bei Service statt Selfservice und Gläsern und Tischdecke statt Pappbechern und Papier. Wir waren satt und glücklich.

Florenz
Es ging weiter nach Florenz. Auch hier war keiner von uns vorher. Wir hatten deswegen fünf Tage gebucht und zwar in den San Firenze Suites in der Innenstadt. Hier hatten wir ein kleines Studio mit Küche am Bett für 180 Euro/Nacht ohne Frühstück. Es ist wirklich so, die Küche ist am Bett. Wir hatten ein sehr schönes Zimmer im 4. Stock mit Blick auf das Museum Bargello (Sehenswert!). Wir waren über Ostern da. Mittwoch bis Montag. Dementsprechend voll war es in Florenz. Das war jetzt nicht gut geplant. Wir besuchten die Uffizien (wir buchten per Internet im Voraus und mussten deswegen nur eine statt drei Stunden auf Einlass warten. Tipp: Immer den „Wärter“ am Eingang fragen, wo man sich anstellen soll, es gibt verschiedene Schlangen, die oft wie eine aussehen. Bei der Ticketabholung z.B. stellten wir uns hinten an, aber wir hätten seitlich gemusst, was 30 Minuten gespart hätte). So richtig Spaß machte es nicht, die Museen zu besuchen, da diese zu voll waren. Auch die Academia war gut besucht. Nur das wirklich schöne Museum Bargello, gleich gegenüber vom Hotel, das uns auch am besten gefiel, war nicht so voll.

Wir waren am ersten Abend bei den vier Löwen, den 4Leonie, einer toskanischen Trattoria, die auch sehr beliebt bei Einheimischen ist. Diesen Tipp fanden wir in der auch sonst sehr hilfreichen App von Marco Polo. Die war ihr Geld wert.
Hinter dem Hotel war ein Restaurant von Frescobaldi, dem Winzer. Hier aßen wir das berühmte T-bone Steak „Bistecca fiorentina“. Da das Restaurant ganz ordentlich war und sehr bequem lag, speisten wir gleich zweimal hier, obwohl es etwas teuer war. Es hatten über Ostern viele zu und wir wollten nicht in eine Touristenfalle geraten.
Eine halbe Stunde von Florenz entfernt ist die „THE MALL“ eine Factory Outlet Mall mit den wichtigsten italienischen Firmen sowie weiteren Designern. Natürlich mussten wir hin. Viele Shops waren trotz halber Preise immer noch recht teuer. Günstig war die Kinderbekleidung bei Stella McCartney. Sehr günstig war diesmal Yves Saint Laurent, wo viele Stücke 80 % reduziert waren. So kam ich zum ersten Smoking meines Lebens, in Wolle für 380 Euro. Meine Frau schlug vor, eine Tasche zu kaufen, Wir würden fast 90.000 Euro sparen. Statt 130.000 Euro kostet diese jetzt nur noch 42.250 Euro. Eine Handtasche. Mit Gold und Brillanten wohl. Ich konnte sie von der Idee abbringen. Sehr gute Preise hatte auch Prada. Gucci hatte einige Schuhe stark reduziert, bei Männern gerade mal zwei Paare in Fehlfarben, der Rest war teuer, wie auch die anderen Geschäfte. Für Koreaner und Chinesen muss es günstig sein, sie kauften als gäbe es kein Morgen mehr. Sie machten bestimmt 80 % der Besucher aus.

Wir dachten, es sei eine gute Idee, in einer toskanischen Trattoria in der Gegend zu essen, war es aber nicht. Das war vielleicht das schlechteste Essen unserer Reise, aber immer noch ausreichend. Es war die Anticha Trattoria del Burchio.

In Florenz waren wir noch im Restaurant Teatro, einer Tripadvisor Empfehlung. Braucht man nicht hin. War befriedigend. Sehr rustikaler Service.

Modena – der kulinarische Höhepunkt
Massimo Botturas Osteria Francescana ist aktuell auf Nummer 3 der 50 weltbesten Restaurants. Von Florenz fuhren wir über die Autobahn nach Modena. Leider ist diese sehr voll, obwohl man sie bezahlen muss. Und viel Staus. Fast sind wir zu spät gekommen, schafften es gerade noch rechtzeitig.
Wir hatten ein großartiges kulinarisches Erlebnis, was die anstrengende Anreise vergessen lies. Das Essen war eine Sensation, der übereifrige aber nicht besonders herzliche Service passte nicht so. Sehen Sie unsere Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152162983978124.1073741885.168996673123&type=3

Es war schade, dass wir keine Zeit für Modena, der Essigstadt hatten. Denn das Städtchen scheint ganz bezaubernd zu sein! Wir mussten nach dem Essen nach Mailand, wo am nächsten morgen Junior vom Flughafen Malpensa abzuholen war. Malpensa liegt weit ausserhalb von Mailand, anders als der City Airport Linate. Da hatte ich vorher nicht aufgepasst!

Mit Junior erlebten wir noch vergnügliche Tage in Mailand, wir besuchten u.a. das Naturkundemuseum (Sehr empfehlenswert!).
Wir aßen sehr leckere Pizza in der Pizzeria del Ticinese am Corso Roma und Eis bei Grom (alles empfehlenswert).

Sehen Sie unsere Fotos, Teil 2: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259132013124.1073741893.168996673123&type=3

Empfehlungen:

Mailand Restaurants:
Steakhouse 66, Navigli (Fumagali), leckere Hamburger & Steaks, preiswert, WLAN
Ristorante Pirandello, Sizilianisches Restaurant, bemerkenswerte Pasta,
Pizzeria del Ticinese, kleine, leckere & günstige Pizzeria an der Puerta Ticinese.
Grom: Gutes Eis – mehrere Filialen, auch in anderen Städten. 2 Sorten für 2,50 Euro.

Monaco:
Train Bleu, im Spielcasino, gut und teuer (ohne Wein 100 Euro zu Zweit)
Cafe Llorca Monaco im Forum Grimaldi – Günstig. Wir zahlten für ein zweigängiges Menü incl. Getränken und 1 x Nachtisch 54 Euro. Reservierung notwendig. Eine sehr gute Marco Polo App Empfehlung.
Edmond’Bar, Cap d’ail, ausserhalb von Monaco. Typisch französisch. WLAN. Charmanter Service. Preiswert. WLAN

Cannes:
L’Antidote Christophe Farra, eher teuer, Reservierung notwendig
Palme d’or, Hotel Martinez, Hyatt, 3 Sterne, sehr teuer, Reservierung empfohlen

Genua:
Tralalero, gute Qualität, preiswert, netter Service, neben dem Grand Hotel Savoia

Florenz
4Leoni, auch von Einheimischen sehr gut besuchte Trattoria mit guter Qualität. Rustikaler aber liebevoller Service. Preiswert. Empfehlung der Marco Polo App. Reservierung empfohlen.
Ristorante die Frescobaldi – lecker, etwas teuer, aber gut gelegen. Reservierung notwendig.
Riva Reno Gelateria mit günstigen und sehr guten Eis (2 Sorten im Hörnchen für 2 Euro)

Hotels (in alle würden wir wieder gehen)
Mailand: Art Hotel Navigli – 125 – 260 Euro DZ www.booking.com/hotel/it/nikken.de.html?aid=341745
Monaco: Port Palace – wir zahlten 245 Euro/Nacht für das DZ mit Hafenblick http://www.booking.com/hotel/mc/port-palace.de.html?aid=341745dcid=1
Cannes: Villa Garbo, liebevoll familiär, nicht super sauber und perfekt aber so nett, 170 Euro, Standard Studio ohne Frühstück (25 Euro p.P.), teurer Parkplatz http://www.booking.com/hotel/fr/villa-garbo.de.html?aid=341745
Grand Hotel Savoia, am Hauptbahnhof, ab 90 Euro/DZ, sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis www.booking.com/hotel/it/grand-savoia.de.html?aid=341745
San Firenze Suites, 180 Euro/Studio, Superlage, hohe Parkplatzkosten, ganz liebenswürdige Hoteliers, die sogar eine Personenwaage meinetwegen anschafften. Klimaanlage ging nicht (angeblich ital. Gesetz, in Genua schien dieses Gesetz unbekannt zu sein) www.booking.com/hotel/it/san-firenze-suites.de.html?aid=341745

Lesen Sie auch Teil 1: www.gourmet-report.de/artikel/345454/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz/ und die dazugehörenden Fotos finden Sie hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259041563124.1073741891.168996673123&type=3

Mailand, Monaco, Cote d'Azur, Genua und Florenz

Mich rief Italien, meine Frau Monaco und Frankreich. So machten wir einen Kompromiss und besuchten alles. Unser Trip fing in Mailand an. Da wir fast 1/3 de Jahres reisen und selber zahlen, müssen wir natürlich die Kosten im Griff halten.

Mailand

Mailand ist eine teure Hotelstadt. So richtig teuer. Und wir brauchen ein Dreibettzimmer oder besser zwei, weil Junior mitreist. Er wird jedoch später in Mailand weiterreisen, er fliegt alleine zu den Großeltern. Das einzig preislich Akzeptable was ich fand, war das 4-Sterne Art Hotel Navigli im gleichnamigen Stadtteil. Das Hotel selber ist jetzt nicht der Hit, aber wirklich okay. Unser relativ teures 3-Bett Zimmer war ein kleines Zweibettzimmer mit Zustellbett. Das kleine Zimmer war blitzsauber. Leider war das Zimmer zur Strasse hin und das Vorurteil, nur Deutsche machen anständige Fenster, bestätigte sich wieder. Es war laut! Sehr laut.

Das Frühstücksbuffet – im Zimmerpreis enthalten – war sehr gut, bis aufs Brot und Rühreier, beide ausreichend. Aber San Daniele Schinken, Mailänder Salami, ordentliche Mortadella, frische Früchte, gute Croissants, hervorragender Cappuccino und einiges mehr entschädigten. Da die Qualität der Wurstwaren und des Käses gut war, war es wirklich hervorragend.

Die zufällige Wahl des Stadtteils Navigli war auch gut. Sonntag ist ein gigantischer Markt mit Produkten der Gegend genau ausserhalb des Hotels. Sah aus wie von Slowfood. Ein Treffen der Einheimischen. Hatte Berliner Winterfeldmarkt Charakter. Navigli ist eine beliebte Ausgehmeile. Besonders gerne gehen viele in die Kneipen, die zum Getränk ein gratis Buffett anbieten. Dafür ist Navigli berühmt.

Wir besuchten zwei mal das Steakhouse 66, das genau gegenüber dem Hotel liegt. Weil es uns Spaß machte. Meine Frau hatte eine sehr gute Tagliatta, mein Sohn und ich prima Hamburger. Nicht billig, aber preiswert und sehr unkompliziert. WLAN.

Wir besichtigten die üblichen Mailänder Sehenswürdigkeiten wie den riesigen Dom. Auch die Scala besuchten wir. Schwanensee. Sehr schön. Es war schwierig, Tickets online zu bekommen, aber es klappte. Jedoch ausgesprochen mieser Service. Da lobe ich mir die Berliner Bühnen, die auch email beherrschen!

An Restaurants hatten wir jetzt noch das Ristorante Pirandello, ein Sizilianisches Restaurant mit bemerkenswerter Pasta, preiswert. Hat auch teure Gerichte, wir waren aber nicht so hungrig. Dauert länger, freundlicher Service. www.facebook.com/media/set/?set=a.10152134082068124.1073741882.168996673123&type=3

Jetzt wollten wir unser Mietauto Auto abholen, um nach Monaco zu kommen. Wie sich Europcar und AutoEurope verhalten hat und warum wir dann mit Goldcar fahren mussten, lesen Sie später. Diese Story ist zu nervig für einen Reisebericht und will ich Ihnen hier ersparen! Aber der Service mancher Firmen ist unglaublich!

Eigentlich wollte meine Frau zu einer großen Outlet Mall in der Nähe. Da die Autovermieter uns sechs Stunden gestohlen hatten, fehlte jetzt die Zeit dazu. Außerdem hatte ich nun gar keine Lust mehr.

Monaco

Wir hatten einen Opel Meriva. Sicher ein schönes Auto für die Stadt. Aber für die gebirgige Landstraße eine Katastrophe auf vier Rädern, zumindest in der kleinsten Motorausstattung. In Monaco angekommen, waren wir sehr froh, ein Navigationsgerät mitgenommen zu haben. Das geht Zickzack dort. Unser Ziel war das Hotel Port Palace, das wir nicht sofort fanden, weil kein Schild etwas verriet. Der Navi führt uns aber korrekt. Das Port Palace liegt genau im Yachthafen. Sensationell sind die Yachten, die davor liegen. Teilweise fünfstöckige Monster. Das glaubt keiner, der es nicht selber gesehen hat. Ich gab dem Portier beim Einchecken einen guten Tipp, damit wir ein Zimmer im höchsten, im 5. Stock bekamen. Denn im Ersten sieht man nur Bäume. Wir aber guckten auf die Yachten. Das Zimmer ist sehr eigenwillig eingerichtet, groß und leider etwas schmuddelig. Putzen ist nicht die Stärke des Hotels. Das Fenster hatte einen riesigen Sprung! Das irritierte uns. Von dem Erker konnte man runter auf die Straße gucken, die gerade für die Formel1 vorbereitet wurde. Zum Rennen kosten die Zimmer sicher ein Vermögen. Wir zahlten jetzt 245 Euro nur Zimmer/Nacht. Für Monaco ist das eher günstig. Ich würde wieder in das Hotel gehen. Preis/Leistung stimmen und die Location ist erstklassig. Gefrühstückt haben wir preiswerter in der Bäckerei Costa, 10 Minuten vom Hotel zu laufen.
Da es am ersten Abend schon sehr spät war, fanden wir nur in der Oper, die jetzt das berühmte Casino beherbergt, etwas zu essen. Im Train Bleu aßen wir nett und etwas teuer.
Die wichtigen Adressen, Ducasse & Co, hatten alle gemeinsam zu. So sparten wir viel Geld!
Am nächsten Tag fanden wir das Bistro vom 2 Sternechef Llorca, das Preiswert und gut. Sehr empfehlenswert! Direkt neben dem Japanischen Garten im Kongresszentrum, leider nur mittags geöffnet. Das war ein guter Tipp meiner Marco Polo App.
Danach hatten wir ein erstklassiges Konzert der Monaco Symphoniker im Auditorium.

Da wir am nächsten Tag ein Konzert in Cap d’Ail besuchten und dort aber kein Taxi zurück nach Monaco fanden (20-25 Euro! – das eigene Auto nehmen ist besser) aßen wir sehr lecker französisch in Edmond’s Bar: Moules frites, Tartare frites, jeder 1 Glas Wein, 1x Desert für unter 50 Euro. Und es war auch gut. Hier kann man auch hin. Gute Entdeckung. Leckeres Bistro.

Cannes

Nach Monaco ging es durch das hässliche Nizza nach Cannes in die Villa Garbo. Die wollte unser Navigationsgerät partout nicht finden. Wir fanden sie dann aber doch, an einem Platz, an dem wir schon x-mal vorbeigefahren sind. Es ist wirklich mehr eine Villa. Sehr nette Leute dort, manchmal fast schon zu nett. Da ich nach einem Schreibtisch fragte, hatte man uns vom Studio Apartment zu einer richtigen Suite mit eigener Terrasse upgegraded. Auch wenn es nicht ganz sauber war, die Klimaanlage nicht funktionierte und es etwas stickig war und nachts vor dem Haus Bordsteinschwalben anschafften, fühlten wir uns dort recht wohl. Besonders nett: Von 18-20 Uhr gibt es ein Get-together mit Open Bar. In der Lobby trifft man sich zu einem Drink, wird von der Gastgeberin vorgestellt und führt mehr oder weniger interessante Gespräche. Wir zahlten hier 170 Euro/Nacht. Das Frühstück machten wir uns selber, da es eine gut eingerichtete Küche gab. Ein großer Supermarkt ist 150m entfernt.
Die Villa Garbo empfahl uns auch das fast benachbarte Restaurant L’Antidote. Wir hatten das Menü Gourmet für 39 Euro, jeder ein Glas Wein und einen Aperitif, gesamt für 112 Euro. Angemessener Preis.
Am darauffolgenden Abend einer der Höhepunkte: Besuch von Küchenchef Christian Sinicropi im Palm d’or (Goldene Palme) im Hotel Martinez, da jetzt zum Hyatt Konzern gehört. Da ich vor 10 Jahren schon mal dort wohnte und es mir nicht besonders gut, aber sehr teuer in Erinnerung gewesen ist, buchte ich dort das Zimmer nicht. In der Villa Garbo fühlten wir uns wirklich wohl!

Sinicropi ist ein Verrückter. Er ist nicht nur der Küchenchef des Palme d’or – bei dem er bei jedem Service selber am Pass steht, er ist auch der Küchendirektor des gesamten Hotels mit über 60 Köchen. Er entwirft zusammen mit seiner Frau das eigene Geschirr. Der Mann scheint 48 Stunden am Tag zu arbeiten.
Auch entwickelt Sinicropi ein sehr eigenen Stil. Er hat zwar auch noch eine relativ normal gegliederte Karte, das ist sicher dem Hyatt Konzern und seinen konservativen Gästen geschuldet, sein Herz hängt aber an „Produkten“, die er verkauft. 1 Produkt 90 Euro, 2 Produkte 175 Euro und drei Produkte 230 Euro. Die Produkte werden in Movements unterteilt. Jede Produktfamilie hat drei bis vier „Bewegungen“, besser bekannt bisher als Gänge.
Wir entschieden uns jeder für zwei Produkte. Als erstes nahmen wir beide „Austern“, danach nahm Madame Hirsch und ich Sardinen. Und wir verabredeten zu teilen.
Das Essen war ein großartiges Erlebnis und für uns ein Muss, wenn man in der Gegend ist. Sehen Sie unsere Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259066988124.1073741892.168996673123&type=3

Am nächsten Abend aßen wir bescheidener. Einfach etwas Sushi in dem Imbiss gegenüber der Villa Garbo abgeholt und „zuhause“ genossen. 32 Euro. Normaler Preis. Sushi Qualität war angemessen.
Von Cannes machten wir einen Ausflug nach Grasses und Mougins, besuchten das neue Kunstmuseum und guckten uns Cannes selber an. Am Strand tranken wir Kaffee (7 Euro/Tasse) und genossen den Sonnenschein. Die Gegend hat Charme. Aber sie ist auch so teuer. Selbst die Supermärkte sind sehr teuer. Ansonsten ganz prima alles. Cannes kann man besuchen. Schöne Stadt. Gute Küche. Aber alles nicht ganz preiswert!

Die Fotos zum Bericht wie immer auf Facebook: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259041563124.1073741891.168996673123&type=3

Lesen Sie Teil 2 der Reise, hier finden Sie auch alle ServiceAdressen:
www.gourmet-report.de/artikel/345455/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz.html

Michael Hoffmann vom Grillteam GutGlut testet Grillthermometer

Dienstag, 3. Juni 2014, 20:15 – 22.15 Uhr | Kabel1 | Teuer oder Billig – wir testen die Besten!

Inhalt:
Teuer oder Billig – wir testen die Besten!

Grill-Spezial
Wie viel Kohle kostet Kohle? Wie teuer müssen Grillhandschuhe sein, damit man sich mit ihnen nicht die Finger verbrennt?
Als Grillexperte ist Michael Hoffmann vom Grillteam GutGlut mit dabei und testet Grillthermometer.

Adventskalender besser selbst gestalten

Süßigkeiten in Adventskalendern sind in der Regel mehr als doppelt so teuer wie normal abgepackte Produkte. Das ist das Resultat eines Marktchecks der Verbraucherzentrale Hamburg, für den zehn Kalender aus sieben verschiedenen Geschäften genauer betrachtet wurden. Die Lebensmitteltester hatten die Preise für die Inhalte mit denen der normal gepackten Zuckerwaren verglichen.

Alle Süßigkeiten in den Adventskalendern waren mindestens zweieinhalb Mal so teuer wie herkömmliche Erzeugnisse. Der höhere Verpackungsaufwand rechtfertige diesen Preisaufschlag nicht, da die Mehrkosten nach Schätzungen höchstens zwei Euro betragen. Ein Kalender kostete 9,99 Euro und damit sogar 323 Prozent mehr als die im gleichen Geschäft erhältlichen Bonbons oder Fruchtgummis in den herkömmlichen Verpackungen (2,36 Euro). Da ist die Zugabe von zwei kleinen billigen Spielzeugüberraschungen nur ein kleiner Trost, kommentieren die Verbraucherschützer. Des Weiteren wurden die schlechte Preisauszeichnung mit fehlenden End- und Grundpreisen und die je nach Geschäft großen Preisunterschiede von über 60 Prozent bemängelt. Auf manchen Verpackungen war viel Werbung und es wurde mehr Inhalt vorgetäuscht. Trotz der hohen Preise sind Adventskalender oft einfallslos und entsprechen laut Verbraucherzentrale dem Standardsortiment der Supermärkte.

Schöner ist ein selbst gestalteter Kalender, in dem die 24 Überraschungen versteckt sind. Beim Inhalt sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – von kleinen Süßigkeiten, Plätzchen, Nüssen und Trockenobst, zuckerfreien Kaugummis über Spielzeuge, Radiergummi und Spitzer für die Schule. So lässt sich das Warten im Advent spannender versüßen – und mit mehr Inhalt für das Geld.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.vzhh.de/ernaehrung/322771/adventskalender-gesamtauswertung-mit-bildern.aspx

Dagmar von Cramms Aldidente Diät 2.0

Schnitt für Schnitt zu mehr Lebensqualität

Ausgesuchte Zutaten und scharfe Küchenhelfer, mehr ist für eine gesunde und kalorienbewusste Ernährung nicht nötig. Dagmar von Cramm ist Deutschlands bekannteste Ernährungsexpertin und setzt auf das eigene Kochen mit frischen und preisgünstigen Zutaten. In ihrem neuen Buch Aldidente Diät 2.0 finden Leser neben Rezepten auch Tipps, um das Kochen in den stressigen Alltag zu integrieren. Das wichtigste Küchenutensil der studierten Ökotrophologin ist ein kleiner, scharfer Helfer von www.kochmesser.de .

Kalorien oder Punkte zählen, Kohlehydrate strikt vom Speiseplan streichen, im Schlaf abnehmen oder doch nur noch die Hälfte essen? Es gibt unzählige Methoden, die versprechen, ungeliebte Kilos im Nu zu verlieren. Mindestens einen Haken gibt es fast immer – umständlich, zeitaufwendig, ungesellig, teuer oder sogar ungesund sind viele Diäten. Nicht so bei der Aldidente Diät 2.0: Bestsellerautorin Dagmar von Cramm bietet eine einfache Möglichkeit, die es gerade Berufstätigen erleichtert, ihre Ernährung langfristig umzustellen: Alle Rezeptzutaten sind im Discounter erhältlich, die Gerichte sind leicht nachkochbar und eignen sich besonders für diejenigen, die abnehmen möchten, wenig Zeit haben und es unkompliziert mögen.

Wichtig ist der Expertin dabei der Aspekt, dass gute Ernährung nicht teuer sein muss. „Aldi ist nicht sexy, es gibt keine Verlockungen wie eine duftende Bäckerei am Eingang, die zum Konsum verführt. Aber gerade die Grundnahrungsmittel sind dort von guter Qualität und werden größtenteils regional bezogen“, erklärt sie. Beim Discounter einzukaufen, so ihr Fazit, ist somit kein Widerspruch zu einer gesunden und bewussten Ernährung, auch wenn häufig das Gegenteil proklamiert wird.

Bewusst Essen und Kochen
Für eine ballaststoffreiche und ausgewogene Ernährung sind frische Zutaten essentiell, der Ernährungsexpertin geht es aber vor allem darum, das Kochen als Ritual in den Alltag zu integrieren. „Das ist reine Übungssache und geht irgendwann wie von selbst. Wenn man selbst schneidet und hackt, kann das sogar sehr gut zur Entspannung beitragen.“ Um sich die Arbeit zu erleichtern, lohnt es sich, beim Schneidwerkzeug in Qualität zu investieren. Erfahrungsgemäß sind scharfe Messer aber in den meisten Haushalten Mangelware: „Ich bin in so vielen Küchen gewesen, in denen es weder ein vernünftiges Messer noch eine scharfe Reibe gab. Dabei ist das Schneiden mit stumpfen Klingen wirklich anstrengend, und Gemüse wird damit eher zerquetscht als geschnitten. Mit guten Messern macht das Kochen viel mehr Freude und das Ergebnis ist auch wesentlich ansehnlicher“, erklärt von Cramm. Wenn die hochwertigen Küchenmesser dann noch regelmäßig mit einem Schleifstein geschliffen werden, entwickeln sie langfristig sogar eine noch bessere Schärfe. Gutes Schneidwerkzeug hält ein Leben lang und macht die Arbeit in der Küche sicherer: Die Gefahr, abzurutschen und sich zu verletzen, ist wesentlich geringer als mit stumpfen Messern.

Die richtige Grundausstattung
Für die Küchenausstattung rät die Ökotrophologin deshalb, lieber wenige hochwertige Messer zu kaufen und regelmäßig zu pflegen, anstatt viele billige und stumpfe in der Schublade zu horten. Als Basis empfiehlt sie drei unterschiedlich große Klingen, ein Wiegemesser für Kräuter und einen Sparschäler. Von Cramm selbst verwendet am liebsten das kleine Chroma Haiku Allzweckmesser. „Die schmale Klinge ist perfekt, um sehr fein zu schneiden. Durch den Honoki-Holzgriff liegt es leicht in der Hand und fühlt sich sinnlich und zart an. Für grobe Arbeiten nehme ich ein großes Kochmesser der Serie Chroma type 301, ein eher maskulines Messer, das schwer und stark ist. Mit der breiteren Klinge lassen sich Kürbisse und Kohlköpfe ganz leicht zerteilen.“

Umfassendes Engagement
Die studierte Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm ist als selbständige Fachjournalistin tätig und erreichte bisher eine Gesamtauflage von über vier Millionen Büchern. Die Neuauflage der Aldidente Diät verbindet neueste ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse mit der erweiterten Produktpalette des Discounters. Dagmar von Cramm ist Präsidentin der Stiftung „Besser essen. Besser leben“ und vertritt ihren Standpunkt in zahlreichen Fernseh-, Funk- und Social-Media-Kanälen, seit 1995 fließt ihr Engagement außerdem in ihre Tätigkeit als Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein.

Dagmar von Cramm: Dagmars Aldidente Diät 2.0: Schnell und einfach schlank. 100 Seiten. Taschenbuch. Freiburg im Breisgau, 2013. Acht Euro (D). ISBN: 978-1-48482-501-3 . Bezugsquelle:
www.dagmarvoncramm.de

Weitere Informationen zu den beschriebenen Messern finden Sie unter
www.kochmesser.de