Drachenkopföl

Eine fast verlorene Kostbarkeit unter den Gourmetölen
Die Ölmühle an der Havel produziert Rohkostöl in Bio-Gourmetqualität

Wenn sogar ein anspruchsvoller Sternekoch wie Kolja Kleeberg von der exquisiten Qualität sowie vom herausragenden Geschmack des Drachenkopföles von der Ölmühle an der Havel schwärmt – dann muss dieses edle Speiseöl ganz einfach eine wahre Preziose für Kenner und Gourmets sein. In seinem mit einem Michelin-Stern und 17 Gault Millau-Punkten ausgezeichneten Berliner Restaurant VAU verwöhnt Kleeberg ganz exklusiv Genießer der gehobenen Kulinarik mit erlesenen Kompositionen, die mit dem Drachenkopföl der Berliner Ölmühle verfeinert werden. Wild-, Fisch- oder auch Gemüsegerichte erhalten durch den edlen Tropfen eine unverwechselbar mild-würzige Charakteristik.

Das kostbare Drachenkopföl wurde von der Ölmühle an der Havel wiederentdeckt. Im beschaulichen Kladow, im Südwesten Berlins, wird das Speiseöl ungefiltert und mühlenfrisch in veganer Bio-Qualität traditionell handwerklich hergestellt. Im Oktober eröffnete die Ölmühle an der Havel ein eigenes Geschäft in Berlin Kreuzberg. Dort kann man die Ölpressung auch live miterleben.

„Wir sind immer auf der Suche nach seltenen, fast schon in Vergessenheit geratenen Saaten. Wir wollten ein Bio-Rohkostöl – ganz pur mit einer vorzüglichen Geschmacksnote und ohne überflüssige Konservierungs- und Zusatzstoffe kreieren. Glücklicherweise fanden wir einen Bauern in Österreich, der exklusiv für unsere kleine Ölmühle diese Saaten auf kalkhaltigem Boden in der gesunden Luft der Alpen kultiviert“, sagt Dr. Frank Besinger, der gemeinsam mit Sabine Stempfhuber die Ölmühle an der Havel betreibt.

Der iberische Drachenkopf stammt ursprünglich aus Osteuropa, Türkei, Iran und wird vorrangig noch immer in Osteuropa angebaut. Die Pflanze, die dem Rosmarin ähnelt, erreicht eine Wuchshöhe von ca. 50 cm und zählt zur Familie der Lippenblütler. Das Öl der Samen ist reich an mehrfach ungesättigter Linolsäure und verfügt über 62% der besonderen Alpha-Linolensäure (3-fach ungesättigte Fettsäure). Die im Öl enthaltenen Antioxidantien schützen vor freien Radikalen und stärken das Immunsystem. Das Drachenkopf-Öl verbindet somit auf eine angenehme Weise einen nachhaltigen Gesundheitsaspekt mit einem hervorragenden Geschmackserlebnis.

Das wertvolle Speiseöl veredelt Salate, Gemüse, Suppen und Fischgerichte. Es mundet köstlich zu Tagliatelle mit Trüffel oder als exquisite Alternative zum Leinöl auch zu Pellkartoffeln und Quark.
Als Garnierung eingesetzt, verleihen die gerösteten Samen des iberischen Drachenkopfes warmen und kalten Speisen eine prägnante Sesamnote.

Das Drachenkopföl sollte kühl und lichtgeschützt gelagert und nach dem Öffnen bald verbraucht werden.

Ausschließlich über den Online-Shop www.oelgenuss.de oder in der „Gläsernen Manufaktur“ der Ölmühle an der Havel in der Berliner Bergmannstraße wird das Drachenkopföl erhältlich sein.

Trend: Obst und Gemüse selber anbauen

Immer mehr Deutsche entscheiden sich für den Eigenanbau von Obst und Gemüse in Bio-Qualität

Bewusst leben, bewusst genießen – immer mehr Deutsche legen wert auf Produkte, die aus ökologischer Erzeugung stammen. Im Auftrag von toom Baumarkt befragte forsa rund 1.000 deutsche Gartenbesitzer.

Es zeigt sich: 68 Prozent der Befragten achten beim Verzehr von Obst und Gemüse auf Bio-Qualität, dabei baut jeder zweite deutsche Gartenbesitzer Obst, Gemüse oder Kräuter selber an. Davon achtet die Hälfte auf Bio-Qualität bei Samen, Pflanzensetzlingen, Erde und Dünger. Die Gründe für den eigenen Anbau variieren: 73 Prozent der Hobbygärtner pflanzen selbst, weil es ihnen Spaß macht, knapp zwei Drittel bevorzugen den besseren Geschmack und 61 Prozent bauen an, weil der Verzehr der eigenen Ernte gesünder ist. Außerdem wird deutlich: Gartenarbeit ist nicht nur etwas für die ältere Generation. Beim Anbau von Obst und Gemüse sind die 18- bis 29-Jährigen genauso fleißig wie die Generation 60 plus. Besonders aktiv sind jedoch deutsche Gärtner um die 50 Jahre.

46 Prozent der Befragten, die nicht im eigenen Garten tätig sind, gaben an, dass ihnen die Zeit dafür fehle. Rund einem Drittel fehle der „grüne Daumen“ beziehungsweise die Erfolgsgarantie bei der Bepflanzung des eigenen Gartens. Mit der neuen „Naturtalent“-Kollektion von toom Baumarkt wird der Anbau von Obst und Gemüse jetzt zum Kinderspiel. Ob Paprika, Kopfsalat, Erdbeeren oder Kräuter – alle Pflanzideen aus der „Naturtalent“-Kollektion sind ganz leicht umzusetzen und gelingen sicher. Zudem lassen sich aus dem aufeinander abgestimmten Produktangebot im Baukasten-Prinzip einfach Pflanzen und Samen mit passender Erde und Dünger kombinieren. So wird jeder Hobbygärtner im Handumdrehen zum Bio-Kleinbauern.

www.toom-baumarkt.de

Muskatnuss

Würzig, scharf, leicht bitter und stark aromatisch – so schmeckt die Muskatnuss. Das exotische Küchengewürz verfeinert helle Suppen und Soßen, Eintöpfe und Gemüse wie Spinat, Kohlrabi, Lauch und Blumenkohl. Eine Prise Muskat gibt auch Kartoffelpüree, Pasta und Quiche, Fisch, Wild und Lamm eine besondere Note und macht das Käsefondue noch pikanter. Das herbe Aroma harmoniert selbst zu süßen Speisen wie Kleingebäck, Obstsalat, Pflaumenkompott, Pfannkuchen und Eis. In der kalten Jahreszeit wärmen Früchtepunsch und Kakao, gewürzt mit feuriger Muskatnuss, von innen.

Ursprünglich ist der Muskatnussbaum in Indonesien beheimatet, wird aber inzwischen weltweit in tropischen Gebieten angebaut. Der immergrüne Baum kann bis zu 20 Meter hoch werden, in Plantagen erreicht er aber meist nur eine Höhe von fünf bis sechs Metern. In der aprikosenartigen Frucht befindet sich ein rundlicher Samen, der von einem rötlichen, fleischigen Samenmantel umgeben ist. Ist die Frucht reif, springt sie auf und gibt den Samen frei. Der Samenmantel wird getrocknet und als „Muskatblüte“ (Macis) verkauft. Als „Muskatnuss“ werden die bräunlichen Kerne mit netzartiger Oberfläche bezeichnet, die im Querschnitt typisch marmoriert sind. Die Muskatblüte hat ein feineres Aroma als die Muskatnuss, ist in deutschen Küchen aber weniger verbreitet. Das Gewürz ist zum Beispiel ein traditioneller Bestandteil des Rezepts für die Münchner Weißwurst.

Vermutlich haben arabische Händler die Muskatnuss nach Europa gebracht. Im Mittelalter war sie als Heilpflanze sehr geschätzt. Bei regelmäßigem Verzehr soll Muskatnuss beispielsweise das Verdauungssystem stärken, antibakteriell wirken, die geistige Leistungsfähigkeit unterstützen und die Nerven beruhigen. Auch heute noch ist ein Glas heiße Milch mit Muskat ein gutes Hausmittel gegen leichte Einschlafprobleme.

Da das Aroma sehr intensiv ist, sollte das Gewürz sparsam verwendet werden. Die beste Wahl sind ganze Nüsse, die erst kurz vor dem Verzehr gerieben und zum Ende der Garzeit hinzugegeben werden. Denn das Aroma geht bereits nach kurzer Zeit verloren. Luftdicht, kühl und dunkel gelagert sind Muskatnüsse zwei bis drei Jahre haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Muskatnuss entfaltet das beste Aroma mit den Gewürzschneidern ProCuTe von Chroma Cnife .

Papaya

Papaya:
Saftigsüßes Fruchtfleisch mit Honignote

Die Papaya schmeckt saftig-süß und erinnert im Geschmack an Melone mit einer Honignote. Die exotische Beerenfrucht ist in der Küche vielseitig verwendbar. Feinschmecker genießen sie pur oder in einem Obstsalat mit Kiwi, Mango und einer Limettenmarinade. Ein Spritzer Zitronensaft und etwas Ingwer unterstreichen die fruchtige Note. Papaya eignet sich hervorragend für Süßspeisen wie Gebäck oder Parfait und sorgt in der Konfitüre für Abwechslung auf dem Frühstückstisch. Sie lässt sich aber auch pürieren und zu einem Saft oder Milchshake verarbeiten. Wer es herzhaft mag, genießt die süßen Früchte zu Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten. Das enthaltene Enzym Papain macht das Fleisch zart und bekömmlich. Eine leckere Vorspeise sind in Lachsschinken eingerollte Papayaschiffchen.

Auch die unreifen Papayas mit der grünen Schale sind essbar. Sie haben einen säuerlichen Geschmack und können ähnlich wie Kürbis verwendet werden – etwa in Suppen, Eintöpfen und im Chutney. Die schwarzen Samen in der Frucht geben Speisen eine angenehm pfeffrige Schärfe. Sie werden gewaschen, getrocknet, mit dem Mörser zerkleinert und als Gewürz verwendet.

Die Papaya, auch Baummelone genannt, ist ursprünglich in Mexiko beheimatet. Heutzutage wird sie vor allem in Mittel- und Südamerika, Afrika, Australien, Kanaren und Indien angebaut. Sie wächst in Trauben an bis zu zehn Meter hohen palmenähnlichen Bäumen. Je nach Sorte sind die Früchte ei- bis birnenförmig oder länglich und haben eine gelbgrüne bis goldgelbe Schale.

Papayas sind ganzjährig im Handel erhältlich. Ist die Schale gelblich verfärbt und gibt bei leichtem Druck nach, ist das Obst reif und das Fruchtfleisch süßlich. Vor dem Verzehr teilt man die Papaya in zwei Hälften und entfernt die Kerne mit einem Löffel. Anschließend kann das Fruchtfleisch einfach aus der Schale gelöffelt werden. Zur Weiterverarbeitung, etwa im Obstsalat, wird die Schale mit einem scharfen Messer entfernt und die Frucht in kleine Stücke geschnitten. Reife Papayas sind im Kühlschrank etwa eine Woche haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Kardamom

In der Vorweihnachtszeit liegt der Duft von weihnachtlichem Gebäck in der Luft. Unverzichtbar für Lebkuchen, Pfeffernüsse und Spekulatius ist das orientalische Gewürz Kardamom. Die Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist ursprünglich in Südindien und Sri Lanka beheimatet. Die dreieckigen Kardamomkapseln, in denen sich die braunschwarzen klebrigen Samen befinden, wachsen an schilfartigen Stauden. Sie werden in unreifem Zustand geerntet und entwickeln erst beim Trocknen ihr typisches Aroma.

Es gibt grünen und schwarzen Kardamom: Grüner Kardamom hat eine scharfe Süße und erinnert an Menthol, Kampfer oder Eukalyptus. Die schwarze Variante ist an dem herben, erdigen Aroma und der leichten Räuchernote zu erkennen. In deutschen Supermärkten wird vor allem der grüne Kardamom ( Elettaria cardomomum ) aus den tropischen Bergwäldern Südindiens angeboten.

Mit den getrockneten Fruchtkapseln des Kardamomstrauches lassen sich Hefegebäck, Brot, Muffins, Kuchen und Plätzchen verfeinern. Kardamom eignet sich aber auch zum Aromatisieren von Wurstspezialitäten und süßlichen Marinaden. Die Samen geben Suppen und Soßen, Lamm, Geflügel, Fisch, Reisgerichten und Gemüsepfannen eine erfrischend orientalische Note. Obstsalate, Dessertcremes und Fruchtkompott können ebenfalls mit dem Gewürz veredelt werden. In der Winterzeit wärmt ein indischer Chai Tee oder ein fruchtiger Punsch mit einer Prise Kardamom von innen. In arabischen Ländern gibt man wenige Samen Kardamom in den Kaffee, um den Geschmack und die Wirkung des Koffeins abzumildern. Zudem ist Kardamom ein Bestandteil vieler bekannter Gewürzmischungen wie Curry Pulver und „Garam Masala“ aus Indien.
Bis heute ist Kardamom nach Safran und Vanille eines der teuersten Gewürze. Im deutschen Handel sind Samenkapseln und gemahlenes Kardamompulver erhältlich. Die beste Wahl sind ganze Kapseln, da sie das Aroma der darin liegenden schwarzen Samen bewahren. Erst kurz vor dem Verzehr werden die Samen aus der Kapsel gelöst und zermahlen. Man kann sie aber auch mit dem Mörser leicht öffnen, im Ganzen mitkochen und anschließend wieder entfernen. Beim Einkauf auf unversehrte Kapseln mit limettengrüner Färbung achten. Wenn man sie trocken, kühl und lichtgeschützt lagert, sind sie rund ein Jahr haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „Küchenkräuter und Gewürze“, Bestell-Nr. 61-1372, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de

Der Holunder ist reif

Jetzt sind die schwarzen Holunderbeeren reif und hängen in dichten Trauben an den Ästen. Vor dem Verzehr muss das Wildobst erhitzt werden, um giftige Inhaltsstoffe zu zerstören. Darauf weist der aid infodienst hin.

Holunder ist eine Bereicherung auf dem Speiseplan und aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts auch sehr gesund. Die Früchte lassen sich zu Saft, Sirup, Punsch oder Gelee verarbeiten – auch in Kombination mit Äpfeln, Zwetschgen, Birnen oder Brombeeren. Zudem gibt eine herb-fruchtige Holundersoße Wild, Geflügel und Gegrilltem eine besondere Note. Die köstlichen Beeren verfeinern Pfannkuchen, Muffins oder Milchshakes und der Holundersaft ist die Grundlage für eine erfrischende Holundersuppe an heißen Sommertagen.

Vor dem Verzehr müssen die Wildfrüchte allerdings erhitzt werden. Insbesondere unreife Beeren, die Samen und grünen Pflanzenteile des Holunders enthalten das giftige Glycosid „Sambunigrin“. Diese Substanz kann Magenbeschwerden, Erbrechen und Durchfall auslösen. Beim Kochen wird der Schadstoff zerstört. Da auch die Samen der reifen Beeren hohe Gehalte aufweisen, sollten sie nicht zu Marmelade verarbeitet werden. Stattdessen sollte man die Beeren besser zu einem Saft verarbeiten, der zu Gelee verkocht werden kann, so der aid infodienst.

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra), auch Holderbaum oder Fliederbeere genannt, ist vor allem an Waldrändern, Flussufern und in Feldhecken zu finden. Der Baum kann bis zu sieben Meter hoch werden. Der richtige Erntezeitpunkt ist wichtig: Erst wenn nahezu alle Beeren einer Dolde voll ausgereift, also blauschwarz gefärbt sind, kann die ganze Dolde mit einer Schere abgeschnitten werden. Nach dem Waschen streift man die Beeren mit einer Gabel von den Rispen. Die Früchte sollten direkt nach der Ernte verarbeitet werden, da sie ansonsten durch Gärprozesse ungenießbar werden können.
Heike Kreutz, www.aid.de

Sind Mohnbrötchen harmlos?

Der tiefrote Klatschmohn kann durchaus berauschend wirken, als intensives, aber harmloses Freudenfest fürs Auge. Im Gegensatz dazu löst der Schlafmohn ganz andere Zustände aus. Die Zeitschrift daheim in Deutschland aus dem Verlag Reader’s Digest widmet sich in ihrer Juni/Juli-Ausgabe ausführlich den Mohnblumen und klärt auf, wo der große Unterschied zwischen dem Klatschmohn und dem Schlafmohn liegt.

Der Klatschmohn gilt allenthalben als Bote des Frühsommers. Ob in Getreidefeldern oder auf Wiesen, am Straßenrand oder auf Schuttplätzen: Wo der Boden warm ist, macht sich die Mohnblume breit, treibt ihre Wurzeln tief in die Erde und erreicht eine Höhe von bis zu 90 Zentimetern. Da ihre Stängel wie auch ihre Blätter leicht behaart sind, bleiben sie manchmal im Fell von Tieren hängen, die so auch zu ihrer Verbreitung beitragen. Wer Klatschmohn pflückt, hat wenig Freude daran, weil seine Blüten innerhalb kürzester Zeit verwelken. Bis in den August treibt die Pflanze immer neue Blüten aus und verwandelt Wiesen in rote Tupfenfelder. Der Fruchtknoten, der zur kugeligen Kapsel reift, enthält ölhaltigen Samen, die vom Wind verstreut werden. Zwar enthält der Milchsaft des Klatschmohns leicht giftige Alkaloide, die früher als Heilmittel verwendet wurden und bei zu hoher Dosierung Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Aber Opiate, wie man sie im rosa bis violett blühenden Schlafmohn findet, beinhaltet er nicht.

Im Unterschied zum Klatschmohn birgt Schlafmohn deutlich größere Gefahren. In Deutschland fällt der Schlafmohn unter das Betäubungsmittelgesetz und darf nur mit Sondergenehmigung der Bundesopiumstelle in Bonn angebaut werden. Denn der weiße Milchsaft, der austritt, wenn man die unreifen Kapseln anritzt, enthält rund 40 Alkaloide, darunter Codein und Morphin. Im getrockneten Zustand sind diese Stoffe besser als Opium bekannt. Sie können eine berauschende Wirkung entfalten, die zu Euphorie, Unlust und Panik führen. Bei Überdosierung kann der Konsum auch zum Tod führen. Die größten Anbaugegenden für Schlafmohn sind derzeit Asien, Australien, Afghanistan, die Türkei und einige Balkanländer. Auch im österreichischen Waldviertel wird Schlafmohn kultiviert, aber weder als Droge noch für medizinische Zwecke. Dort werden die aromatischen Samen vielmehr zu Öl gepresst oder in Gerichten wie Mohnstrudel verbacken. Übrigens: Wer zum Frühstück gerne ein Mohnbrötchen isst, muss sich keine Sorgen machen. Die schwarzen Körnchen, die Samen der Mohnpflanze, gelten als harmlos. Ganz frei von Opiaten sind sie aber auch nicht. „Wer drei Stück Mohnkuchen verdrückt hat, sollte besser nicht in eine Polizeikontrolle geraten“, meint Wilhelm Schinkel von der Bundesopiumstelle in der neuen Ausgabe von daheim in Deutschland.Das Ergebnis einer Urinprobe könnte den Autofahrer in Erklärungsnot bringen.

Susanne Vössing Koch Show

Exotisches probieren! – Auf der ANUGA in Köln

Fernsehköchin Susanne Vössing hat schon einiges an kulinarischen Köstlichkeiten gezaubert. Zeit also, die gesunde und exotische Küche Koreas unter die Lupe zu nehmen, bzw. auf den Grill zu legen. Gegrillt wird in Korea häufig, sogar im Restaurant auf dem Tisch der Gäste. Die scharfen koreanischen Gerichte sind deshalb exotisch, weil sie nicht mit den mittlerweile bekannten Speisen aus China und Japan übereinstimmen. Warum nicht? Genau das werden Sie am Samstag, 08. Oktober 2011 um punkt 12:00 und 15:00 Uhr erfahren.
Wo? Auf der Vössing-Cooking-Show der Messe ANUGA in Köln; Halle 1, Korea Pavillon.

Zudem werden Produkte aus Korea präsentiert, die sogar die heimische deutsche Küche bereichern können. Alle ihre Fragen zur koreanischen Küche und der dortigen Esskultur werden gerne von Fachleuten beantwortet. Das Klischee von langen Holz-Essstäbchen kann im Bezug auf Korea jedenfalls getrost abgelegt werden. Bestaunen Sie die silbernen Stäbchen mit unzähligen Ornamenten.

Nach der Koch-Show lernen Sie Korea besser kennen: Bei der Verkostung von Speisen aus dem Land der Morgenfrische. Was wird geboten?

– Beliebte Königausternpilze
– Perilla Öl aus unverarbeitetem koreanischen Sesamblätter-Samen
– Ginsengprodukte, denen nachgesagt wird, ein langes Leben zu unterstützen
– Gefüllte Teigtaschen, die Backwaren- und Fleischgenuss miteinander vereinen
– Instant-Nudeln mit anregenden Gewürzmischungen für Zwischendurch
– Die gelbe, runde Chonan-Birne: Ein himmlischer Geschmack, der anderes in den Schatten stellt.
– Schmackhafte und gesunde Getränke, die in Deutschland hoffentlich nicht mehr lange als exotisch gelten werden: Probieren Sie einen Softdrink auf Reisbasis!
– Breite Bandnudeln aus Weizenmehl mit diversen Saucen
– Premium Sojasoße, selbstverständlich ohne Geschmacksverstärker
– Liköre mit gewagten Zutaten

Das große Buch der Lebensmittel

Lexikon + Kochschule + Rezeptbuch
Wie filetiere ich eine Grapefruit? Wie erkenne ich, dass ein Fisch frisch ist? Welche Gartechnik eignet sich für welchen Fleischschnitt? Wie sieht eine frische Kurkuma-Wurzel aus? Und was ist eigentlich Verjus?

Ob Fisch, Fleisch, Gemüse, Nüsse, Samen, Gewürze, Milchprodukte, Obst oder Getreide: Auf 544 Seiten und mit rund 2.500 brillanten Fotos stellt diese Enzyklo- pädie die ganze Welt der Lebensmittel vor. Von internationalen Food-Spezialisten recherchierte Texte machen dieses Buch zu einem wissenschaftlich fundierten Nachschlagewerk. Es informiert über richtiges Einkaufen, Aufbewahren, Zuberei- ten und Haltbarmachen von Lebensmitteln – mit vielen Step-by-Step-Fotos. Außer- dem verrät es 200 internationale Rezepte, die garantiert Appetit machen.

Ein absolutes Muss für alle Einsteiger und Küchenprofis, die mehr über gutes Essen wissen wollen!

Bestellink:
ISBN 978-3-8310-1961-8

Die Sonnenblume als Alleskönnerin

Keine Blume wie jede andere: Die Sonnenblume erfreut gleichermaßen Gärtner, Köche, Knabberfreunde und Industrie

Auf den ersten Blick scheint die Sonnenblume eine Blume wie jede andere zu sein, doch die beliebte und farbenfrohe Sommerpflanze hat weit mehr zu bieten. Ihre Samen werden nicht nur vielfach für die Ernährung genutzt, sondern auch beispielsweise als Öl in der Industrie. Die Zeitschrift Daheim in Deutschland widmet sich in der August/September-Ausgabe ausführlich der Pflanze und erklärt dabei unter anderem, warum sie stets dem Lauf der Sonne folgen kann.

Was viele nicht wissen: Wie Tomate, Kartoffel und Dahlie stammt auch die Sonnenblume aus Amerika und kam mit den spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert nach Europa. Die Wurzeln gehen noch weiter zurück, schon den Azteken galt die Sonnenblume als Opfergabe für ihren Sonnengott.

Sonnenblumen sind regelrechte Sonnenanbeterinnen, weil sie ihre jungen Blütenköpfe zur Sonne hin ausrichten, vom Osten am Morgen bis zum Westen am Abend. In der Nacht drehen sie sich auf Position Ost zurück. Diese Fähigkeit, in Wachstum und Bewegung der Sonne zu folgen, nennen Wissenschaftler Heliotropismus.

Verantwortlich dafür sind sogenannte Motorzellen unterhalb der Blüte. Sie dehnen sich auf der Schattenseite stärker aus – die junge Blüte dreht sich somit – und nehmen nachts wieder ihre Originalgröße ein. Im Französischen wird die Sonnenblume aufgrund dieser Fähigkeit deshalb Tournesol genannt, im Italienischen trägt sie den Namen Girasole – auf Deutsch: die sich zur Sonne dreht.

Die langen, gelben Zungenblüten am Rand der Sonnenblume dienen vor allem dazu, Insekten anzulocken. Die kleinen braunen Röhrenblüten in der Mitte bilden nach der Befruchtung die Samen aus, die man im September ernten und im nächsten Frühjahr wieder aussäen kann. Immer mehr Menschen nutzen die Kerne in der schwarzen Schale mit den weißen Sprenkeln auch zum Knabbern, als Zugabe zu Müsli oder Broten, weil sie wertvolle Eiweiße und Vitamine enthalten.

Aus den Sonnenblumenkernen wird auch das für den menschlichen Körper wertvolle Sonnenblumenöl hergestellt. Es zeichnet sich durch den hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus, die der menschliche Körper dringend benötigt, aber nicht selber herstellen kann. In vielen Haushalten und Küchen gehört Sonnenblumenöl deshalb längst zur Standardausstattung: Es schmeckt im Salat, eignet sich zum Kochen und wird als Margarine gerne zum Backen verwendet.

Darüber hinaus wird es raffiniert und für technische Zwecke eingesetzt, z. B. in Farben und Kosmetika. Und weil die Sonnenblume die Fähigkeit besitzt, der Erde Schadstoffe zu entziehen, wird sie auch zur Entgiftung von Böden angepflanzt.

Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Zeitschrift Daheim in Deutschland (Ausgabe August/September) ist ab Montag, 18. Juli, am Kiosk erhältlich. Daheim in Deutschland ist der zweite Zeitschriftentitel von Reader’s Digest.