Neue Szenelokale in Berlin

Reservieren ist ein Muss in den neuesten Gastro-Hotspots der Hauptstadt, die durch eine gelungene Kombination aus Coolness und Kulinarik bestechen.

Bei Ivo Ebert geht es abends mit dem Fahrstuhl in den Keller, was seinem ersten Restaurant – Einsunternull – auch den Namen gegeben hat. Seit November 2015 überzeugt der geschulte Sommelier seine Gäste mit einem eigenwilligen Kochstil, der von Feld, Wald und Wiese inspiriert wird. Mit Respekt und Leidenschaft für das Produkt gelingt es Ebert und seinem Team ausgesuchten, möglichst einheimischen, Zutaten komplexe Aromen zu entlocken. Langsam und bewusst sollten die kunstvoll präsentierten Gerichte genossen werden. Auch einen Mittagstisch gibt es, allerdings im Erdgeschoss.

Mit dem Le Petit Royal eröffnete im März in einem sonnigen Charlottenburger Eckhaus aus der Gründerzeit ein kleiner Ableger des Promirestaurants Grill Royal. Das mit viel Kunst eingerichtete Restaurant zieht mit seiner modern interpretierten französischen Bistroküche ein breites Publikum vom Szenegänger bis zum Feinschmecker an. Die Betonung liegt auf fangfrischem Fisch – und auf gutem Wein. Über 500 edle Tropfen lagern in einem begehbaren Schrank, der gut zu den Kajuetenschwingtüren, den mit venezianischem Rubelli-Stoff gepolsterten Stühlen und der holzverkleideten Bar mit dunkelgrüner Pfauentapete passt.

Auch der Berliner 2-Sterne-Koch Tim Raue hat den Schritt in den Berliner Westen gewagt und im April hinter dem KaDeWe sein neues Restaurant, Brasserie Colette, eröffnet. Der Name basiert auf einer Kindheitserinnerung an eine Dame namens Colette, die an einem französischen Atlantikstrand einen kleinen Crêpe-Stand bewirtschaftete. Selbstverständlich darf auch ein „Madame Colette Crêpe“ nicht auf der Karte fehlen. Ansonsten setzt Raue auf ein klassisches Brasserie-Konzept, basierend auf hochwertigen Zutaten und kombiniert mit seiner typisch unkonventionellen Kochkunst. Ein Hingucker in dem gepflegten Interieur ist eine Wandverkleidung aus historischen Apotheker-Schränken, die gegenüber der Bar eingebaut wurde. Ansonsten setzen Mosaikböden, antike Spiegel und Vintage-Brasseriestühle stilvolle Akzente.

Auch wenn das Cecconi im Erdgeschoss des exklusiven Szeneclub Soho House liegt, muss man kein Mitglied sein, um dort eine Reservierung zu bekommen. Auf der Karte stehen vorwiegend italienische Klassiker wie Pasta, Pizza und Risotto, die oft mit Edelzutaten wie Trüffel oder Hummer aufgemotzt werden. Fans von Superfoods dürften die Quinoa- und Chia-Salate interessieren, während Fleischliebhaber sich auf gegrillte Steaks freuen können. Gutgekleidete Stadtmenschen, rote Lederbestuhlung und Tische mit Blick auf die offene Küche sorgen für ein trendig-urbanes Ambiente.

Ein gutes Pastrami-Sandwich ist immer noch eine Seltenheit in Berlin. Wen wundert es, dass Fans des jüdisch-amerikanischen Deli-Klassikers sich über die Eröffnung des Louis Pretty in Kreuzberg besonders gefreut haben. Oskar Melzer, ein Mitbegründer von Pastrami-Pioneer Mogg in Mitte, verwirklicht hier seit März sein eigenes Projekt. Für die perfekte Pastrami-Rezeptur wird Ochsenbrust vier Wochen lang nass gepökelt, dann geräuchert, gegart und schließlich mariniert. Das Interieur des Berliner Deli mit seinen orangefarbene Wänden und Tischen mit Swimmingpoolaufdruck soll von dem „A Bigger Splash“ des britischen Pop Art Künstler David Hockney inspiriert worden sein.

Im Hinterhof eines ehemaligen Fabrikgebäudes an der Potsdamer Straße eröffnete Ludwig Cramer-Klett im Sommer das Restaurant Panama mit südamerikanischem Ambiente. Die Küche überrascht mit einer neuen Form der deutschen kulinarischen Vielfalt. Einflüsse anderer Länder treffen auf zahlreiche neu kreierte Aromen. So verfeinert die Zimtblüte den Limonenseitling mit Schmorsalat. Neben hauptsächlich vegetarischen Gerichten werden Fisch und Fleisch als Highlights platziert. Auch die integrierte Bar setzt neue Akzente: Zutaten aus Berlins Umgebung werden mit Gewürzen und Kompositionen aus fernen Ländern kombiniert.

Das neue Restaurant acht & dreissig bringt frischen Wind in die Oranienburger Straße:
Auf der klein gehaltenen Speisekarte befinden sich hauptsächlich deutsche Köstlichkeiten kreativ abgewandelt. Somit sind Klassiker wie Currywurst mit fruchtiger Tomatensoße und Pommes vertreten oder auch das Wiener Schnitzel mit Gurkensalat, Dill und Bratkartoffeln. Die Speisen werden in einer offenen Küche zubereitet und stammen vorwiegend von regionalen Produzenten. Mit seinen schlichten, in grau gehaltenen Wänden und den rustikalen Eichenholztischen wirkt das acht & dreissig modern und einladend.

Bevor er Mitte 2015 als Küchenchef im Pauly Saal anlegte, arbeitete Arne Anker als Sous-Chef im kulinarischen Labor des holländischen 3-Sterne-Kochs Sergio Herman in Antwerpen. Da der Pauly Saal ebenfalls 2013 einen Stern eingeheimst hatte, erbte Anker eine entsprechend exponierte Plattform, um sich einen eigenen Namen zu schaffen. Der 30-Jährige Koch hat die Karte verjüngt und den Gerichten eine leichtere Note gegeben, ist aber dem saisonal-regionalen Motto treu geblieben. Auch an dem wunderbaren Ambiente in der mit viel Hingucker-Kunst dekorierten ehemaligen Turnhalle einer jüdischen Mädchenschule im Bauhausstil hat sich nichts geändert.

Mit der Eröffnung des Restaurants Crackers hat die Berliner Nachtleben Legende Heinz „Cookie“ Gindullis seinen ehemaligen Club Cookies in eine kosmopolitische Gastro-Kathedrale mit beeindruckender Deckenhöhe umfunktioniert. Für die Küche zeichnet Stephan Hentschel verantwortlich, der Gäste mit Seeteufelfilet oder Felsenoktopus mit Zitrusdressing verwöhnt und auch die Speisekarten für das weitere Restaurant von Gindullis – das über dem Crackers gelegene vegetarische Cookies Cream – konzipiert.

Im Dóttir, dem nordischen Restaurantprojekt des Teams hinter den Promi-Läden Grill Royal und Pauly, schwingt Victoria Elliasdottir, die Schwester des Künstler Olafur Eliason, den Kochlöffel. Der entspannt unrenovierte Raum in Mitte bildet eine passende Kulisse für die zeitgenössischen Fischgerichte, die mit für hiesige Gefilde ungewohnten Zutaten wie Bergkräutern, Hopfen und Algen verfeinert werden. Bis mindestens Ende 2016 soll das Restaurant aufbleiben.

Ein weiterer viel beachteter Neuzugang im „alten Westen“, genauer gesagt in Schöneberg, ist das Martha’s. Regie in der Küche führt der 26-jährige Manuel Schmuck, der bisher im 2-Sterne-Restaurant Reinstoff seine Talente zur Schau stellte. Bei Martha’s geht es zwar gehoben, aber auch erschwinglich zu – mit Gerichten, die manchmal die Grenzen des kulinarischen Globalismus ausreizen. So teilt sich beispielsweise eine Rotbarbe mit Zucchini, Pimientos de Padron, getrüffelten Kartoffeln und geräucherter Makrele den Teller. Am späteren Abend wird der schöne Raum vorwiegend zur Bar.

Sein mit Geschäftspartner Jesko Klatt betriebenes Club-Restaurant Spindler & Klatt zieht bereits seit über zehn Jahren Gäste in den Bann, doch seit Neuestem herrscht Frank Spindler auch über sein eigenes Reich: das Spindler Berlin in einem Gründerzeit-Gewerbekomplex am Paul-Lincke-Ufer. In der Küche zaubert Ex-Pauly-Saal-Souschef Nicolas Gemin feine, saisonale Hausmannskost. Das mit ausgesuchten Details ausgestattete, gemütlich-elegante Interieur hat Designerin Karolina Preis entworfen.

Im Trend: Von der Schnauze bis zur Schwanzspitze

Die Verwertung des ganzen Tieres und nicht nur seiner edelsten Teile steht im Mittelpunkt der Philosophie des Feinschmeckerlok
als Industry Standard in Neukölln. In der Tat werden hier auch weniger glamouröse Tierteile wie Zunge, Herz oder Knochenmark spannend und kreativ in Szene gesetzt. Selbst bei der Zubereitung von Gemüse, das jeden Tag frisch von einem Brandenburger Bauern geliefert wird, geht es um genussvolle Nachhaltigkeit. Zu den Gerichten gibt es eine Auswahl an passenden Naturweinen, also Tropfen die ohne Zusätze oder aufwendige Keltertechnik produziert werden. Eine hauseigene Weinbar namens Wild Things ist in Planung.

Im benachbarten Kreuzberg hat sich das Restaurant Herz & Niere in einem Souterrain mit kleinem Sommergarten niedergelassen. Auch hier können Gäste entdecken, welche geschmackliche Freuden abseits vom Filet auf sie warten. Zwar finden sich Innereien seit Jahrzehnten nur selten auf Speisekarten wieder, trotzdem beschreiben die jungen und mutigen Gastronomen Michael Koehler und Christoph Hauser ihren Stil als „moderne deutsche Küche“. Das dies zutrifft, lässt sich unschwer an den extravaganten Geschmackskombinationen und der dekonstruierten Darbietung der Speisen erkennen. Wer dennoch lieber auf Lunge, Leber oder Herz verzichten möchte, kann aus einer kleinen Auswahl fleischfreier Gerichte wählen.

Mitte 2015 eröffnete mit dem Salt ‘n Bone der erste Gastropub im Prenzlauer Berg, also eine rustikale Kneipe mit sehr guter Küche, in diesem Fall geführt von einem halben Dutzend Iren. Die Ausstattung gibt sich zeitgemäß schlicht: unpolierte Möbel, nackte Glühbirnen und alte Fotos. Auf der Karte steht moderne Hausmannskost aus der ganzen Welt, allerdings nachhaltig zubereitet mit Fleisch und Gemüse aus dem Berliner Umland. Zu den Klassikern zählen die Rum-Cola- Rippchen, die hausgemachte Würste und das aromatische Chipotle Chili. Heimwehkranke Briten schauen gerne auch mal auf den Sonntagsbraten vorbei.

Im Trend: Pizza aus Napoli

Pizza gibt es in Berlin zwar an jeder Ecke, aber selten ist sie wirklich authentisch und gut. Seit kurzem füllt eine neue Generation an Pizzabäckern diese Marktlücke. Sie fertigen ihre Pizzen von Hand, belegen sie ausschließlich mit frischen Zutaten und bringen sie in einem neapolitanischen Kuppelofen bei 450 Grad in 60 Sekunden zu knuspriger Perfektion.
Eine dieser neuen Pizzerien ist Zola, die sich in einem Hinterhof am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg versteckt. Wer den Weg hierhin findet, darf sich auf luftig-krosse Pizzen aus dem handgemauerten und mit Holz befeuerten Ofen freuen. Die Auswahl an Belägen ist reduziert, besticht aber durch ihre besonders hohe Qualität, von den San Marzano Tomaten bis zum handwerklich produzierten Fior di Latte.

Zola eröffnete nur wenige Wochen nach dem Konkurrenten Standard – Serious Pizza in Prenzlauer Berg. Der Name ist irreführend, denn die Pizzen sind alles andere als gewöhnlich. So werden z.B. die Tomaten, die am Fuße des Vesuvs wachsen, von Hand zu Sauce verarbeitet. Neben klassischen Versionen steht auch eine heimatliche Variante auf der Karte: die Pizza „Taste of Brandenburg“, belegt mit Kartoffelscheibchen, Wildschweinsalsiccia und frischem Rosmarin.

Brandenburg ist auch ein Fokus von Monella in Neukölln, denn hier werden die Pizzen nicht nur mit Produkten aus Italien sondern auch von Bioerzeugern aus der Umgebung herstellt. Später am Abend verwandelt sich die Location mit ihren stylisch-grauen Wände und schummeriger Beleuchtung in eine angesagte Bar.

Im Trend: Vom Street Food-Stand zum Restaurant

Seitdem 2013 der erste Street Food Thursday in der Markthalle Neun in Kreuzberg stattfand, sind die internationalen Snacks nicht mehr aus Berlin wegzudenken. Für viele Hobbyköche ist die wöchentliche Veranstaltung eine Art kulinarisches Labor, in dem sie locker neue Konzepte und Rezepte austesten können. Kein Wunder also, dass die erfolgreichsten unter ihnen den Sprung gewagt und ihre eigenen permanenten Restaurants eröffnet haben. Wir stellen vor:

Hinter dem Restaurant Fräulein Kimchi steckt Lauren Lee, eine junge Frau mit koreanisch-amerikanischen Wurzeln und einem abgeschlossenen Opernstudium. Als eine der ersten, die einen Stand in der Markthalle 9 eröffnete, wurde sie schnell für ihr originelles „Seoul-Food“ bekannt, das frische Produkte, Gewürze und Aromen aus der ganzen Welt miteinander verbindet. Seit neustem serviert sie ihre Crossover-Gerichte – darunter Kimchi Quesadillas, Ramenburger und Korean Tacos – auch in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Kollwitzplatzes im Prenzlauer Berg.

Nur ein paar Schritte von Fräulein Kimchi entfernt bringt der ebenfalls aus der Markhalle Neun bekannte Bun Bao asiatische Burger auf die Teller. Die coole Einrichtung erinnert auch wegen der Pixelkunst-Bilder an Hong Kong. Sieben Burger stehen auf der Karte, darunter eine vegane Variante mit gewürzter Mungbohnen-Patty und jungem Spinat. Auch ungewöhnlich: der „Tuna me On“ Burger mit frischem Thunfisch und Wasabi-Mayonnaise. Der Klassiker heißt schlicht „Original“ und ist eine geschmacksintensive Kombination aus Schweinefleisch, eingelegtem Rettich, Koriander und Erdnüssen. Alle Burger werden in einem gedämpften Reismehlbrötchen serviert. Dazu passt eine Portion Süßkartoffel-Pommes.

Koshary Lux spezialisiert sich auf Gerichte aus Nordafrika und dem Nahen Osten und macht sich jetzt in der Gastroszene rund um den Savignyplatz in Charlottenburg einen Namen. Zu dem exotischen Angebot zählen die algerische Chermoula-Bohnen-Linsen-Suppe, der marokkanische Oliven-Orangen-Salat und der jemenitische Chili Dip Zhuk. Der Name leitet sich ab von Koshari, dem ägyptischen Nationalgericht. Es besteht aus Linsen, Makkaroni und Reis, die mit karamellisierten Zwiebeln, Kichererbsen, Tomatensoße und einer Pistaziengewürzmischung aufgepeppt werden.

Der weltweite Siegeszug der modernen peruanischen Küche spiegelt sich auch in der Eröffnung von Chicha in einem bunt-minimalistisch eingerichteten Lokal in Neukölln wieder. Obwohl die Karte recht klein gehalten ist, gelingt es dennoch, ein recht breit gefächertes Spektrum der Küche aus den Anden anzubieten. Der Renner ist natürlich das Nationalgericht Ceviche: roher Fisch oder Meeresfrüchte, die in einer Marinade aus Limette, Chili und Gewürzen (Tigermilch genannt) „gegart“ werden. Ebenfalls beliebt ist Anticucho Corazon – gewürzte Rinderherz-Kebabs vom Lavagrill – sowie Tiradito Quemado, eine Art Thunfisch-Carpaccio mit japanischem Einfluss.

Die Street Food Stars von morgen kochen nicht nur auf dem Street Food Thursday, sondern bieten ihre Köstlichkeiten auch bei Pop-Up Veranstaltungen an, die von Frühling bis Herbst stattfinden. Dazu gehören auch Bite Club und Streetfood auf Achse.

Berlin: Vegan-Hauptstadt Europas

Wer immer noch Gerichte mit Fleisch ist, hinkt schwer dem neuesten Trend hinterher, will man den vielen Artikeln glauben, die über die Ethik des Essens von Tierprodukten philosophieren. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren vegane und vegetarische Restaurants regelrecht aus dem Boden geschossen sind. Weil ihre Dichte in Berlin besonders hoch ist, wird die Stadt sogar inoffiziell als Vegan-Hauptstadt Europas gehandelt. Auch Veganz, die weltweit erste vegane Supermarktkette, kommt aus Berlin. 2011 gegründet, betreibt sie jetzt zehn Filialen und plant eine Expansion in die USA.

„Make Hummus, Not Walls“ ist das erfrischende Motto von Hummus & Friends, einem veganen und koscheren Bistro neben der Neuen Synagoge in Mitte. Der Star des Menus ist natürlich Hummus, der hier mit besonderen Kichererbsen aus der Region Galiläa zubereitet wird. Ebenfalls beliebt ist der Friends Salat, ein gesunder Genuss aus Kräutern, Nüssen, Gemüse und Cranberries in
einer Orangenvinaigrette. Das Lokal selbst ist rustikal-urban eingerichtet und verfügt über eine offene Küche und Tische im lauschigen Innenhof.

Im Prenzlauer Berg haben der israelische Marketingstratege Oz Ben David und der palästinensische Koch Jalil Dabit gemeinsam das Restaurant Kanaan eröffnet. Mit einem großen Erfahrungsschatz und viel Energie wollen sie den Berlinern ihre heimische Küche näher bringen. Auf der Karte stehen neben Hummus auch Shakshuka und Sabich, Gerichte, die vielen hier noch unbekannt sein dürften. Bislang werden sie tagsüber in einer simplen Hütte und am Wochenende abends in dem Kneipenrestaurant Kohlenquelle serviert. Der Erfolg ist so groß, dass im März in Kreuzberg eine Dependance aufgemacht hat.

Ein Eckpunkt der veganen Szene im Prenzlauer Berg ist das Lucky Leek, in dem Josita Hartanto sich 2015 einen Eintrag in den Guide Michelin erkochte. Ihr Können zeigt sie mit innovativen Geschmackskompositionen wie Aprikosen-Walnuss Köfte, Kürbismaultaschen an roter Zwiebel-Emulsion und Zitronengras-Crème-Brûlée.

Mit dem Daluma in Mitte ist jetzt auch der Superfood Detox Trend in Berlin angekommen. In dem puristisch eingerichteten Ladencafé gibt es neben Power-Smoothies aus roter Bete, Gurke, Spinat, Limette, Kokoswasser, Spirulina-Algen und anderen entgiftenden Zutaten auch gesundes Frühstück und Hauptspeisen. Sie bestehen aus einer Basis aus Linsen, Pasta, Quinoa oder Reis sowie verschiedenen Toppings wie einer süßsauren Mandel-Limette-Kombination. Alle Speisen und Getränke gibt es auch zum Mitnehmen.

Neuer Trend: Rawfood. Im Rawtastic im Prenzlauer Berg, Berlins erstem rohveganen Restaurant, wird das Essen nicht über 42 Grad erhitzt. Durch den schonenden Umgang mit den Lebensmitteln behalten diesen nicht nur ihren Nährwert, sondern gewinnen sogar noch an Geschmack. Das funktioniert super mit solchen Leckereien wie die Zucchini-Lasagne mit Nusskäse, Pesto und Walnussbolognese. Auch Superfood-Smoothies wie der „Gojilicious“ und der „Chagatastic“ (mit Blaubeeren und Kokos) sind wahre Energiebomben.

Berliner Küchenklassiker

Auch wenn die deutsche Hauptstadt bei vielen kulinarischen Trends die Nase vorn hat, gibt es sie noch, die traditionelle Berliner Küche: kräftig, deftig, direkt. Eisbein mit Erbspüree, Kalbsleber „Berliner Art“, Sülze mit Bratkartoffeln oder Buletten mit Senf – sie alle gehören zu den Klassikern, die schon seit Jahrhunderten auf heimischen Herden zubereitet werden. Etwa auf dem Herd von Berlins ältester Gaststätte Zur Letzten Instanz, die seit 1621 im Geschäft ist und schon Napoleon und Goethe bewirtet haben soll.

Auch das Wirtshaus Henne, seit 1908 in Kreuzberg beheimatet, genießt Kultstatus. Leider musste John F. Kennedy während seines Staatsbesuches 1963 die Einladung ablehnen, das legendäre Grillhähnchen zu probieren. Immerhin schickte das Weiße Haus eine persönliche Entschuldigung. Noch ein bisschen älter (seit 1902) ist das in der Nähe gelegene Wirtshaus Max & Moritz, wo es das zur Hausmannskost besonders gut passende hauseigene Pils namens Kreuzberger Molle zu trinken gibt.

In Charlottenburg zählt das Diener Tattersall zu den berühmtesten Altberliner Etablissements. Nach der Übernahme durch den Schwergewichtsboxer Franz Diener in den 50er Jahren avancierte es zu einer Künstlerkneipe. Von Hildegard Knef über Harry Belafonte bis Harald Juhnke – sie alle kamen auf Bier und Bulette vorbei und hinterließen signierte Schwarz-Weiß-Fotos, die bis heute die Wände dekorieren.

„Wat für’n hohlen Zahn …“ – der schnelle Imbiss

Als Snack verspeisen die Berliner gern ihre geliebte Currywurst. Die wurde ja schließlich auch in ihrer Stadt erfunden, nämlich von Herta Heuwer, die sie zum ersten Mal 1949 an ihrem Imbissstand in Charlottenburg anbot. Den Imbiss gibt es nicht mehr, dafür verewigt aber eine Gedenktafel an der Kantstraße 101 die 1999 verstorbene „Grande Dame der Currywurst“.
Einige Wurstbuden haben im Laufe der Zeit Kultstatus erreicht, darunter auch Konnopke’s Imbiss in einem Kiosk unter der Hochbahn im Prenzlauer Berg. Schon 1930 verkauften Max Konnopke und seine Frau Charlotte Bockwürste, Knacker und Wiener in dem Kiez, 1960 boten sie die erste Currywurst Ost-Berlins an – und bis heute ist der Betrieb in Familienhand.

Das West-Berliner Pendant ist Bier’s Kudamm 195, wo seit 1965 Currywurst über die Ladentheke geht – gerne begleitet von einem Fläschchen Champagner. Auch viele Prominente zählen zu den Stammkunden, besonders in den frühen Morgenstunden. Nachteulen treibt es auch zu dem ebenfalls berühmten Curry 36, entweder zum Original in Kreuzberg oder zur neuen Filiale am Bahnhof Zoo.

Weitere Informationen auf visitBerlin.de

Christophe Moret

von Bernhard Steinmann

Am letzten Abend dieser Parisreise führt unser Weg in die Avenue d’Iéna, in das Shangri-La Hotel, Paris. Dort befindet sich das mit zwei Michelinsternen ausgezeichnete Restaurant L’Abeille,welches nach Napoleons Lieblings-Symbol, der Biene, benannt ist.
Der Herr mit dem großen Namen ist Roland Bonaparte (* 19. Mai 1858 in Paris; † 14. April 1924), Wissenschaftler, Anthropologe, Schriftsteller und wohlhabendes Mitglied des Hauses Bonaparte. Sein Pariser Palais beheimatet nun, natürlich nach reichlich Umbaumaßnahmen, das Hotel Shangri-La.

Das Hotel verfügt über zwei weitere Restaurants, u. a. das mit einem Michelinstern versehene Shang-Palace, welches authentische chinesische Gerichte von Samuel Lee anbietet.

Hauptküchenchef der drei Restaurants ist Christophe Moret.
Moret, dem das L’Abeille besonders am Herzen liegt, war u.a. im Grand Hotel Saint Jean-de-Luz bei Bruno Corono tätig. Interessant wird sein Werdegang, aus meiner Sicht, aber erst 1990. In diesem Jahr finden wir ihn an der Seite von Alain Ducasse im Louis XV in Monaco. Nach weiteren Stationen kommt er 2003 in das von uns am Vortag besuchte
Restaurant Alain Ducasse au Plaza Athénée. So schließt sich der Kreis. Jedoch nicht nur für ihn, auch für uns. Denn schon bei der Begrüßung im Restaurant werden wir gefragt, ob unser gestriger Besuch bei Ducasse zufriedenstellend verlaufen war. Tja, die Welt ist klein.

Das Restaurant entspricht genau dem, was man in einem Luxushotel erwarten darf.
Große Tische und komfortable Sitzgelegenheiten erwarten den Gast. Zuvorkommend werden wir an unserer Platz geleitet. Wie in letzter Zeit häufig, werden wir auch hier à la carte speisen.

Die Küche grüßt u.a. mit einem Reiscracker mit Roter Bete und einem Spinatcracker.

Danach erreicht uns eine feine und kunstfertige Fischcreme mit Kaviar.
Eine gelungene Idee mit hervorragender Aromatik. So kann es weitergehen.

Foie gras de canard
confit, figues au parfum de sureau, muesli avoine / amarante / raisin

Habe ich schon erwähnt, dass Christophe Moret, wie kann es auch anders sein, der  französischen Klassik huldigt?
Nun, wenn man sich diesen Teller betrachtet, kann man das unschwer erkennen.
Foie gras mit kandierten Feigen und dem „Wunderkorn der Inkas“,  Amaranth.
Es wird gerne als Getreide angesehen, ist aber keines. Das hirseähnliche Pseudogetreide hat eine große Fülle leicht verwertbarer Nähr- und Vitalstoffe.
Das solide wirkende Gericht ist im Geschmack tadellos.

Turbot de petit bateau,
chouxfleurs de Carrières-sur-Seine et brioche au berre du Ponclet

Der Steinbutt ist von erlesener Qualität und perfekt gegart. Blumenkohl und Brioche setzen Akzente. Eine verführerische Kombination, die ich so bisher noch nicht vorgefunden habe.

Grenouilles blondes et girolles dorées
poudrées de terre végétale de Gazette / cacao, émulsion torréfiée

Froschschenkel, noch ein Klassiker der französischen Küche.
Ein wunderbar leichtes, aromatisches Gericht.

Canard croisé de Challans
frotté d’épices / roti, peches jaunes et blanches, réduction d’une sangria

Die wegen ihrer Fettarmut geschätzte Ente aus Challans wird von gelben und weißen Pfirsichen begleitet. Die koalierende Sangriareduktion ist überaus schmackhaft und in dieser Kombination herausragend. Das Gericht ist dezent gewürzt, was vortrefflich zum saftigen und süßen Fruchtfleisch passt.

Die Desserts:

‘‘Mara des bois’’ strawberries, farm cream, herbal granita

Pure Origin Papua cocoa, raw / iced / smoked

Vanilla’s
from Raiatea / Madagascar infused and roasted

Alles war tadellos. Ein starker und kreativer Ansatz sowie handwerklich geschickt umgesetzt.

Wein und Service:

2006, Comptes de Champagne, Taittinger, Blanc de Blanc
2012, Chablis Grand Cru, Les Clos, Jean-Paul & Beniot Droin
2012, Cote-Rotie, Corinne & Jean-Paul Jamet
2011, Riesling, Alsace Grand Cru Zinnkopelé, Selection de Grains Nobles

Das Serviceteam ist freundlich, kompetent, überaus erfahren und auskunftsfreudig.

FAZIT:
Christophe Moret ist ein grandioser Vertreter der einst einflussreichsten Landesküche Europas. Als Vertreter der Klassik ist er eher ein Bewahrer und weniger ein Modernisierer. Das soll hier nicht als Kritik verstanden werden. Vielmehr ist es ein Glücksfall, dass Moret auf diesen Pfaden wandelt.
Er bietet eine wunderbare Gelegenheit, die klassische französische Klassik auf höchstem Niveau zu erleben. Ohne Experimente, ohne überflüssige Zumutungen und fragwürdiger Zutaten. Er orientiert sich klar am Produkt und verwendet nur erstklassige Waren.

Den vollständigen und bebilderten Bericht finden Sie auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Jean-François Piège

von Bernhard Steinmann

Unsere zweite Station auf der Parisreise ist das vor ziemlich genau einem Jahr eröffnete Grand Restaurant von Jean-François Piège in 7 rue d’Aguesseau, 75008 Paris. Dem Guide Michelin ist das Restaurant zwei Sterne wert.

Jean-François Piège erblickte im September 1970 in Valence im Département Drôme das Licht der Welt. Sein Vater war früh verstorben und so wuchs er allein bei seiner Mutter auf.
Ein Mittagessen im Restaurant von Jacques Pic, dem Vater von Anne-Sophie Pic, erschien ihm in Bezug auf seinen späteren Berufswunsch wie eine Offenbarung. Mit 14 Jahren besuchte er die Hotelfachschule in Tain-l’Hermitage. Falls Sie es noch nicht wussten, aber in Tain-l’Hermitage gründete der Konditor Alberic Guironnet im Jahr 1922 die bei Schokoladenliebhabern so bekannte Firma Valrhona.

Sein Debüt gab Piège in der Brigade von Küchenchef Bruno Cirino in Eze. Dann zog es ihn nach Paris zu Christian Constant im Hotel Crillon. Seinen Militärdienst absolvierte er in den Küchen des Élysée-Palastes. 1992 traf er auf Alain Ducasse für den er 12 Jahre tätig war. Nach einem Engagement im Louis XV in Monaco wurde er Küchenchef im Relais du Parc (1996-2000) und Executive Chef im Plaza Athénée (2000-2004). Es folgte ein Engagement im Restaurant Les Ambassadeurs im Hotel de Crillon.

Mit dem „Thoumieux“ begann das Experiment der Selbstständigkeit. Ein Jahr später folgte im Obergeschoss ein Gourmetrestaurant, welches zwei Michelinsterne erreichen konnte. Im September 2015 eröffnete er sein „Le Grand Restaurant“ das im Februar 2016 mit zwei Michelinsternen ausgezeichnet wurde.

Schon beim ersten Bericht dieser Parisreise, der sich mit dem Restaurant Le Gabriel auseinandersetzte, hatte ich auf die französische Klassik hingewiesen. Ich empfinde es als großes Glück, dass sich anscheinend immer mehr Menschen, vor allen Dingen junge Leute, für die Spitzengastronomie interessieren und sich für diese entscheiden. Die „neuen“ Gourmets erscheinen experimentierfreudiger und aufgeschlossener, wollen Gastronomie „erleben“, begeistern sich für avantgardistische Strömungen oder zeitgeistlichen Purismus und zeigen wachsendes Interesse an nordischer Regionalküche.  Noch immer, das ist zumindest meine bescheidene Meinung, erweist sich die französische Kochkunst in der westlichen Welt, und mittlerweile nicht nur dort, als kulinarische Referenz. Dabei geht es nicht darum die Klassik unverändert zu bewahren und auf einem bestimmten Niveau zu halten, sondern um eine zeitgerechte Anpassung. Was viele nicht für möglich halten, die französische Klassik ist vielfältig und entwickelt sich in erstaunliche Richtungen. Viele gut gemeinte Fortentwicklungen erwiesen sich als allzu flüchtig um Bestand zu haben. Die klassische Kochkunst nimmt neue Strömungen behutsam auf, sobald diese kulinarische für sinnvoll erachtet werden.
Piège ist ein hervorragender Vertreter dieser modernen Klassik. Deshalb sind wir heute hier.

Der Empfang ist freundlich und rasch wird die Speisekarte präsentiert. Mehrere Menüs werden angeboten. Wir entscheiden uns dafür à la carte zu speisen. Es werden selbstverständlich auch Menüs angeboten. Die Preisspanne liegt bei drei Menüs zwischen 80 und 245 €.

Das Menü:
Ma version du Gateau de foie blond selon Lucien Tendret, baigné d`une sauce aux queues d`écrevisses

Ein Signature dish. Piège zaubert eine ungewöhnlich leichte Version dieses an Zutaten wahrlich reichen Gerichtes. Die von Tendrot, einem Neffen von Jean Anthelme Brillat-Savarin, Rechtsanwalt und Gastronom, verwendeten Zutaten ergänzt er mit australischem Trüffel. Geflügelleber und Krebsschwänze stehen ebenso im Vordergrund wie der schmackhafte Sud. Davon hätte es gerne noch etwas mehr sein können.

Fleur de céleri rave cuit au four dans de la flouve odorante, beurre battu, bouillon infusé des peaux toastées, bergamote

Die „Sellerieblume“ oder besser ausgedrückt, die Rosette aus der Sellerieknolle ist von einer geschmacklich unglaublichen Balace.
Nach und nach findet die Bergamotte Eingang in die Haute Cuisine. Die eigentlich nicht zum Verzehr taugliche Frucht versteckt in der Schale bemerkenswerte Aromen. Sie kennen den Geschmack vielleicht schon vom Earl-Grey-Tee, säuerlich, leicht bitter und ätherisch.

Poularde de la cour d`Armoise cuite dans du riz, truffe sous la peau, légumes retour des jardins cuits dans une eau de céleri concentrée truffée

Nun kommen wir also zur Poularde. Perfekt gegart und aus der Reishülle befreit und von Trüffeln und Gemüse begleitet, bleiben keine Wünsche offen. Trüffelsauce und Walnuss-Mousse gefallen uns besonders. Auch vom Sellerie schien noch ein Rest vom vorherigen Gericht übrig.

Fine gavotte croustillante, jus de rhubarbe glacée, fraises Gariguette, marjolaine

Chocolat pure Origine de l`ile de Java, crousttillant-moelleux, assaisonné de vanille, ananas

Wir haben oft erlebt, dass mit den Desserts das gewohnte Niveau des Menüs verlassen wird. Diesmal werden wir positiv überrascht. Geschmack und Handwerk sind ebenso tadellos wie zuvor.

Am Ende des Menüs wird noch eine Schokoladenkugel präsentiert. Wir staunen nicht schlecht, dass diese auf den Tisch geworfen wird und weitere, darin versteckte Teile über den Tisch verstreut werden. Eine deutliche Inkongruenz zum bisher betont gepflegten Auftreten der Servicecrew.

Wein und Service:
Champagne Huré Frères, Invitation, Brut
sowie ein Chablis, 1er Cru, zu welchem ich leider keine weiteren Informationen habe.

Die Servicecrew ist professionell, freundlich und engagiert. Die Atmosphäre ist wohltuend entspannt.

FAZIT:
Der Zugang zur Küche von Jean-François Piège ist komplikationslos. Die lange und enge  Zusammenarbeit mit Ducasse hat ihn zwar geprägt, dennoch ist seine Handschrift klar erkennbar. Die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Techniken, die Verbindung von Tradition und Moderne, vor allen Dingen jedoch eine herausragende Produktqualität, gepaart mit Kreativität und gekonntem Handwerk, bilden die Grundlagen für einen kulinarisch äußerst zufriedenstellenden Abend.

Die rasche Auszeichnung mit zwei Michelinsternen scheint längst noch nicht das letzte Wort zu sein.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

St. Moritz Gourmet Festival 2017

USA – „Discover THE Best from the West“
30. Januar – 3. Februar 2017
Bekanntgabe der Gastköche aus den Vereinigten Staaten

Das St. Moritz Gourmet Festival 2017 findet vom 30. Januar bis zum 3. Februar 2017 unter dem Motto
USA – „Discover THE Best from the WEST“ statt. Die Spitzenköche aus den Vereinigten Staaten Tal
Ronnen, Daniel Humm, James Kent, Enrique Olvera, Dean Fearing, Kim Canteenwalla, Lee Wolen, Melissa Kelly und Rick Moonen sowie New Yorks American-Diner-Ikone Ron Silver werden eine Woche lang im
Oberengadin als Gastköche mit ihrer aufsehenerregenden Kochkunst die Festivalgäste verwöhnen. Mit
den traditionell beliebten und spannenden neuen kulinarischen Events sowie aussergewöhnlichen
Locations verspricht diese Woche ein besonderer Leckerbissen zu werden!

Mit der veganen Gourmetküche wird der amerikanisch-israelische Starkoch Tal Ronnen aus dem Restaurant Crossroads in Los Angeles die Festivalgäste vertraut machen. Mit seinen mediterran inspirierten Gerichten ist es
Ronnen gelungen, Veganer, Vegetarier und Alles-Geniesser für die vegane Küche auf hohem Niveau zu
begeistern. Dem Ruf ans Festival folgt Ronnen aufgrund seiner langfristigen Kooperation mit dem Baur au Lac in
Zürich. Hier zelebrierte er, erstmals überhaupt in der Schweiz, im Restaurant Rive Gauche zusammen mit
Küchenchef Olivier Rais seine vegan-mediterrane Gourmetküche, die nun unter dem Motto „Crossroads meets
Rive Gauche“ auch den Festivalgästen zuteilwird. Nicht von ungefähr ist der US-Starkoch zu Gast bei
Küchenchef Michel Jost im Badrutt’s Palace Hotel. Seit jeher besteht zwischen dem Baur au Lac und dem
Badrutt’s Palace eine enge Zusammenarbeit. Bereits die Gründerväter der beiden Traditionshäuser, Johannes Baur und Caspar Badrutt, haben zu ihren Zeiten die Synergien von Stadt und Land für ihre Gäste zu nutzen gewusst.

Weltstar Daniel Humm kommt als Gastkoch von Küchenchef Mauro Taufer im Kulm Hotel St. Moritz ans
Festival. Der gebürtige Schweizer und höchstausgezeichnete Koch in den USA freut sich schon sehr darauf, die
Festivalgäste mit seinen aussergewöhnlichen Kreationen aus dem Drei-Sterne-Restaurant Eleven Madison Park
in New York zu überraschen. Sein eigenständiger Stil ist eng mit seinen Schweizer Ursprüngen in der klassisch
französischen Haute Cuisine und mit seiner Heimat New York verknüpft. „Milch und Honig“, der „Humm-Dog“ mit
Trüffel-Mayonnaise und Gruyère sowie die in Lavendel und Honig marinierte gebratene Ente geniessen als
„Humm-Klassiker“ Kultstatus. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Will Guidara etablierte Humm in New York auch das Restaurant NoMad, wo James Kent sein Executive Chef ist. Der smarte New Yorker kommt als Gastkoch von Gero Porstein im Carlton Hotel St. Moritz ebenfalls ans Festival. Kent erkochte für das NoMad mit
Signature-Dishes, wie dem im Ganzen gebratenen Huhn, gefüllt mit schwarzen Trüffeln und Foie gras, bereits
einen Michelin-Stern und die James Beard Foundation nominierte ihn für den Best Chef NYC 2016. 2010 gewann
der Ausnahmekoch den Bocuse d’Or USA und erreichte Platz zehn bei der Weltmeisterschaft in Lyon.

Spitzenkoch Enrique Olvera aus dem Restaurant Cosme in New York ist der Gastkoch von Küchenchef Fabrizio
Piantanida im Grand Hotel Kronenhof, Pontresina. Der gebürtige Mexikaner wird als Wegbereiter der
mexikanischen Gourmetküche und als einer der kreativsten Spitzenköche weltweit gefeiert. Beim Chefs’ Choice
Award 2014 wählten ihn die Spitzenköche der World’s 50 Best Restaurants zu „Latin America’s Best Chef“. In
seinen Gerichten entfaltet sich geschmacklich eine intensive Auseinandersetzung mit dem Erbe der
mexikanischen Kochkunst. Dahinter stehen ein leidenschaftlicher Forscherdrang und Schlüsselerlebnisse als
Inspirationsquelle, wie zum Beispiel die Entdeckung einer mexikanischen Ameisenart als geschmacklich
wunderbare Zutat für die Gourmetküche.
Als der „Father of Southwestern Cuisine“ und Verfasser der „Texas Food Bible“ ist Dean Fearing bereits zu
Lebzeiten eine Legende in den Vereinigten Staaten. Ans Festival reist der vielfach ausgezeichnete Spitzenkoch
aus seinem Restaurant Fearing’s in Dallas an. Zu seinen Gästen zählen hier grosse Persönlichkeiten – vom
Rockstar bis zum Präsidenten und zur Queen. Dank seinem Gastspiel bei Küchenchef Markus Rose im Hotel
Giardino Mountain in Champfèr-St. Moritz kommen nun die Festivalgäste in den Genuss von Fearings berühmter
„Haute Southwest Cuisine“. Seine aromareichen Gerichte halten, was er verspricht: „Originelle Gaumenfreuden
ohne Grenzen. Wir lieben intensive Geschmacksnoten – und in Texas ist ja ohnehin alles eine Nummer grösser
und intensiver“, so Fearing.

Der für seine Kochkünste vielfach ausgezeichnete Starkoch Kim Canteenwalla, geboren in Pakistan und
aufgewachsen in Kanada, hat grossen Anteil daran, dass Las Vegas zu Amerikas „New Fine Food Dining
Destination“ aufgestiegen ist. Nach beruflichen Wanderjahren als Küchenchef in der ganzen Welt hat er sich hier
niedergelassen und führt, gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth Blau, insgesamt vier Restaurants in Las Vegas.
Als Gastkoch bei Küchenchef Matthias Schmidberger im Kempinski Grand Hotel des Bains, St. Moritz, wird er die
Festivalgäste mit seiner zeitgenössischen Interpretation einer traditionellen Steakhouse-Küche aus seinem
Restaurant Andiron Steak & Sea in Las Vegas begeistern. Seine Gerichte, wie das Blumenkohl-Steak mit
geröstetem Romanesco, Manchego-Käse und Rucola, zeichnen sich durch ein raffiniertes Aromen- und
Texturenspiel aus.
Als Gastkoch von Küchenchef Fabrizio Zanetti im Suvretta House, St. Moritz, kommt der gebürtige Clevelander
Lee Wolen ans Festival. Der sternegekrönte Küchenchef und Partner im Restaurant Boka in Chicago zählt zu
den aufsehenerregendsten „Rising Stars“ der USA. Gleich zweimal hintereinander wurde Wolen zum Koch des
Jahres gekürt und 2016 gewann er die Culinary Masters Competition, die höchste Anerkennung für einen
Youngster, verliehen von US-Masterchefs. Wolens faszinierende kulinarische Handschrift zeugt von beruflichen
Stationen u. a. im El Bulli bei Ferran Adrià in Spanien und von seiner dreijährigen Tätigkeit als Souschef bei
Daniel Humm im Eleven Madison Park. Der 18 Stunden gegarte Oktopus mit Kohlrabi und Sesam oder der Salat aus alten Karottensorten mit Pistazien, Bulgur und geräuchertem Ziegengouda gehören zu Wolens SignatureDishes.

Für Melissa Kelly, Gastköchin bei Küchenchef Florian Mainzger im Hotel Nira Alpina, Silvaplana-Surlej, ist
„Farm-to-Table“ kein Konzept, sondern ein Lebensstil. Die zweifache Gewinnerin des James Beard Awards „Best Chef: Northeast“ bewirtschaftet rund um ihr Restaurant Primo an der Küste von Maine einen Bauernhof mit grossen Ländereien und zahlreichen Tieren, die mit viel Achtsamkeit aufgezogen werden. 98 Prozent aller Gemüsesorten und Kräuter erntet Kelly mit ihrer gesamten Kochbrigade jeweils frisch vom Feld. An keinem Tag
wird im Primo dasselbe Menu serviert. „Unsere Gäste können diese fantastische Energie in meinen Gerichten schmecken“, ist Kelly überzeugt. Aufgewachsen in Long Island, prägte die Küche ihrer italienischen Grossmutter bis heute ihre hochausgezeichneten, farmfrischen Kochkünste mit mediterranen Akzenten.

Mit Rick Moonen aus Las Ve
gas kommt einer der weltbesten Seafood-Experten ans Festival als Gastkoch vonKüchenchef Dennis Brunner im Hotel Waldhaus, Sils-Maria. Seine beiden berühmten Restaurants „rm seafood“ und „Rx Boiler Room“ sind im Mandalay Bay Resort and Casino beheimatet. Hier begeistert der gebürtige New Yorker mit einzigartig innovativen und geschmacklich fein ausbalancierten Seafood-Gerichten auf höchstem
Niveau. Seine Kochkünste sind vielfach ausgezeichnet, wie ebenso sein unermüdliches Engagement für die nachhaltige Fischerei grosse Anerkennung erfährt. Schon 1991 wünschte sich Fussballlegende Pele, damals noch in seiner aktiven Zeit zu Gast in Moonens New Yorker Restaurant The Water Club, dass er so gut Fussballspielen könne wie der „Godfather of Sustainability“ kochen kann.

Ron Silver ist New Yorks berühmtester American-Diner-Koch und legendärer Konditor der köstlichsten Torten,
die heute ganz Amerika bei ihm bestellt. Sein Restaurant Bubby’s (jiddisch für „Grossmutters“) an der Ecke
Hudson und North Moore Street in Tribeca ist seit 25 Jahren der Inbegriff des familiären American Diners. Seine
grosse Fangemeinde reiht sich Tag für Tag in die langen Schlangen ein und alle rücken im Bubby’s an den kleinen Tischchen eng zusammen, um einen der unwiderstehlich köstlichen Burger oder luftig-lockeren BlaubeerPancakes
und vieles mehr zu geniessen. Silver pflegt wie kein anderer das „Traditional American Home Cooking“
und wird dieses auch in der Festivalwoche als Gastkoch von Küchenchef Christian Ott im Hotel Schweizerhof,
St. Moritz, zelebrieren. Seine Philosophie gilt hier genauso: „Jeder ist willkommen und soll sich wie ein Gast in meinem eigenen Haus fühlen.“

Die USA kulinarisch in vielfältigster Eventkultur erleben – Las Vegas Feelings and more im Oberengadin
Mit diesen zehn Gastköchen aus den Vereinigten Staaten und den ebenso vielfach ausgezeichneten
Küchenchefs der Partnerhotels erwartet Feinschmecker eine kulinarisch vielseitige Entdeckungsreise unter dem
Motto USA – „Discover THE Best from the West“, sowohl an den traditionell beliebten Official Events als auch bei vielen neuen kulinarischen Events – alle in aussergewöhnlichen Locations: Für das Grand Julius Bär Opening wird das Kempinski Grand Hotel des Bains in ein „Las Vegas Casino“ verwandelt, zur Kitchen Party lässt das Badrutt’s Palace Hotel die goldenen Zeiten „From Rock ’n’ Roll to Disco“ aufleben und das Kulm Hotel St. Moritz wird eine ebenso spektakuläre Kulisse im amerikanischen Look and Feel für das Great BMW Gourmet Finale bieten. Genauso aussergewöhnlich wie die Kochkünste der Gastköche aus dem Land der unbegrenzten
Möglichkeiten werden auch die Special Events diese Festivalwoche einzigartig bereichern.
Das Detailprogramm wird im November bekanntgegeben.

Der Vorverkauf für die Eventtickets startet am 1. Dezember 2016. Laufende News sind auf der Website
www.stmoritz-gourmetfestival.ch

Gastro-Gründerpreis 2016

Über 500 Teilnehmer mit innovativen Gründungsideen
Gewinner erhalten Förderprogramme im Gesamtwert von 50.000 Euro
Paneldiskussion mit Cynthia Barcomi, Felicitas Then, Heinz ‚Cookie’ Gindullis und Kolja Kleeberg

Am 4. Oktober wird der Gastro-Gründerpreis (www.gastro-gruenderpreis.de) auf der Berlin Food Week verliehen. Über 500 Bewerber reichten ihre Gründungsideen bei dem größten Nachwuchswettbewerb der Gastronomie ein. Spannend wird es auch dieses Mal, denn die Bewerber beweisen ein Höchstmaß an Kreativität und Handwerk: Vom Gin-Tasting-Dampfer über Ice-Cream-Roll-Foodtrucks ließen die Bewerber keine innovative Idee aus.

Gastronomie mit Gewissen – und Geschmack!
Ein Blick in die zahlreichen Bewerbervideos auf dem YouTube-Kanal des Gastro-Gründerpreises verrät: Viele Neugründer sehnen sich nach mehr Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung. Auch der richtige Umgang mit Lebensmittelunverträglichkeiten beschäftigt die Newcomerszene. Aber was zeichnet ein Gewinnerkonzept aus? “Es ist wichtig, dass die Idee fokussiert ist und man sich nicht verzettelt”, erklärt Jurorin Cynthia Barcomi. “Gleichzeitig muss man zeigen, dass man flexibel ist. Nur so können Gastronomen sich durchsetzen und auf dem Markt behaupten.”

Gewusst wie: vom Shootingstar zum Dauerbrenner
Zum ersten Mal veranstaltet der Gastro-Gründerpreis vor der Preisverleihung eine Paneldiskussion. Etablierte Gastronomiegrößen verraten Teilnehmern und geladenen Gästen ihre Geheimrezepte für den langjährigen Gastronomieerfolg. Mit dabei sind die Journalistin und The-Taste-Gewinnerin Felicitas Then, der TV- und Sterne-Koch Kolja Kleeberg und die “Queen of Baking” Cynthia Barcomi. Für die kulinarische Versorgung sorgen die Gastro-Gründerpreis-Gewinner der letzten Jahre. Auf der Speisekarte stehen unter anderem der Eiscocktail „Princess Mule“ der Eisprinzessinnen (www.eisprinzessinnen.de) und ein jamaikanisches Lachsfilet von Sterling’s Jamaican Catering (www.sterlings.de).

Folgende Experten stellen die Jury des Gastro-Gründerpreises:
Christian Rach, Gastronomieexperte
Cynthia Barcomi, Gastronomin, Queen of Baking und Autorin
Eva-Miriam Gerstner, Hospitality-Consultant
Sophia Hoffmann, vegane Köchin und Autorin
Erich Nagl, ETL ADHOGA
Ansgar Oberholz, Autor und Berliner Gastronomieikone vom St. Oberholz
Vanessa Koch, Gastronomie- und Service-Coach
Alexander van Hessen, Berlin Food Week
Marcus W. Mosen, Concardis
Alexander Thürer, fizzz Magazin
Heinz ‚Cookie’ Gindullis, Gastronom und Nachtclublegende
Frédéric Schumacher, METRO
David Klemm, MasterCard
Jakob Schreyer, orderbird

Die fünf Gewinner erhalten ein Komplettpaket im Wert von je über 10.000 Euro:
5.000 Euro Startkapital
Unterstützung durch eigenen Mentor aus dem Kreis der Jury
1-tägige Gründungsberatung durch die ETL ADHOGA
1.000 Euro Gutschein für ein Melitta-Kaffeesystem
Barista-Kompakt-Kurs der Berlin School of Coffee
iPad-Kassensystem von orderbird inklusive iPad Air und Jahreslizenz
Mediale Unterstützung durch Gründerportrait
Professionelles Foto-Shooting

Der Gastro-Gründerpreis prämiert seit 2014 die besten Gründungskonzepte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Gründungsinitiative ist initiiert von orderbird, dem Anbieter des Nr. 1 iPad-Kassensystems für die Gastronomie. Ermöglicht wird der Gastro-Gründerpreis von den Partnern Concardis, dem erfahrenen Spezialisten für bargeldlose Zahlungen, MasterCard, dem führenden Anbieter für Zahlungsverkehrslösungen, und METRO, einem führenden internationalen Handelsunternehmen. Als Sponsoren fördern die Gründerinitiative die ETL ADHOGA, die Steuerberatung für Hoteliers und Gastronomen, Melitta, der Experte für professionelle Kaffeezubereitung, und felix1.de, die Steuerberatung für Unternehmer und Privatpersonen. Weitere Sponsoren sind die Berlin School of Coffee, die Kaffeetrainer für Profis, die Berlin Food Week, die Plattform für Food-Interessierte und Branchenkenner, und die INTERGASTRA, die internationale Fachmesse für die Gastronomie und Hotellerie. Als Medienpartner des Gastro-Gründerpreis engagieren sich das Wirtschaftsmagazin brandeins und die Gastronomiezeitung fizzz.

Revolutionäres Programm zur Chefs (R)Evolution

It’s revolution time again!
 
Die dritte Ausgabe der Chefs(R)Evolution – the Dutch Avantgarde Cuisine Festival – findet statt am Sonntag 18. und Montag, 19. September 2016, in und rund um das Hotel Librije und das direkt angrenzende Theater De Spiegel in Zwolle.
Der Event wird organisiert von Jonnie and Thérèse Boer vom Restaurant De Librije in Zusammenarbeit mit Thomas & Carola Ruhl von Port Culinaire.
Die weltbesten Köche werden während des kulinarischen Festivals auf der Bühne präsentieren.
 
Freuen Sie sich auf das spektakuläre Line-up am Sonntag 18. und Montag, 19. September 2016 mit diesen international renommierten Chefs auf der Chefs(R)Evolution:
 
Sonntag 18. September 2016
• Eröffnung: Diskussion mit Thérèse Boer und weiteren Experten zum Thema:  “Zukunft der Gastfreundschaft in der Spitzengastronomie“
·  Jonnie Boer***, Restaurant De Librije, Niederlande –  Nr. 38 World’s 50 Best Restaurants
·  Mauro Colagreco**, Restaurant Mirazur, Frankreich – Nr. 6  World’s 50 Best Restaurants
·  Rasmus Kofoed***, Geranium, Dänemark  – Nr. 28 World’s 50 Best Restaurants
·   Magnus Ek**, Oaxen Krog, Schweden
 
Montag, 19. September 2016
· Virgilio Martinez*, Central, Peru – Nr. 4 World’s 50 Best Restaurants
· Eneko Atxa***, Azurmendi, Spanien – Nr. 16 World’s 50 Best Restaurants
·  Vladimir Mukhin, White Rabbit, Russland  – Nr. 18 World’s 50 Best Restaurants
·  Joachim Wissler***, Vendôme, Deutschland  – Nr. 35 World’s 50 Best Restaurants
·   Tanja Grandits**, Stucki, Schweiz  – Köchin des Jahres 2014
 
Die internationalen Köche werden auf der Chefs (R)Evolution ihre aktuelle Arbeit, ihre Ideen und ihre individuelle Qualität präsentieren und die Besucher mit ihren Demonstrationen inspirieren.
Die Moderation ist wiederum in den bewährten Händen von Hans Steenbergen, Trend Scout und Herausgeber von Food Inspiration.
 
BOERenmarkt XL (FARMers market)
Neben den internatinalen Kochvorführungen sind Besucher auf dem gratis zugänglichen Bauernmarkt “BOERenmarkt XL” herzlich eingeladen zu entdecken wie reichhaltig das niederländische Angebot ist. (Wein)-Bauern und verschiedene außergewöhnliche Lieferanten von Jonnie & Thérèse sind mit ihren Produkten vertreten ebenso wie eine feine Auswahl von Alliance-Köchen. Diese werden während des Festivals kleine wunderbare Gerichte mit passenden Weinen zu günstigen Preisen servieren. So kann man auf unaufdringliche Weise und in legerer Atmosphäre die natürlichen und traditionellen Produkte und Zutaten der Region genießen. Die Öffnungszeiten auf dem BOERenmarkt XL sind 12.00–20.00 Uhr.

Tickets
Tickets für die Kochdemonstrationen sind erhältlich über www.chefsrevolution.com  
Tagestickets kosten €49.95, Zweitagestickets sind erhältlich  für €79.95.  
Der Eintritt zum begleitenden BOERenmarkt XL ist kostenfrei.
 
Partner
Chefs (R)Evolution 2016 wird ermöglicht durch die Unterstützung unserer Partner:  AEG, Alliance Gastronomique, Big Green Egg, Buscaglione Espresso, Fine Dining Experience, Hanos, Henriot Champagne, Koninklijke Euroma, Lindenhoff BV, Rational, Schmidt Zeevis, VanDrie Group Kalfsvlees, Wensink Mercedes-Benz, Wijnkooperij De Lange, Zwolle Marketing, Vechtdal Overijssel, Salland Marketing und IJsseldelta.

Heiko Nieder

The Dolder Grand in Zürich bereitet den Himmel auf Erden für Feinschmecker

Chef Fine Dining Heiko Nieder lädt zur dritten Ausgabe von THE EPICURE in das Dolder Grand nach Zürich ein. Das Gourmetfestival wird aufgrund seiner hohen Popularität einen Tag länger dauern als bisher und findet vom 14. bis 18. September 2016 statt.

Heiko Nieder hat auch in diesem Jahr einige der besten Köche der Welt nach Zürich geholt: Die 3-Sterneköche Harald Wohlfahrt aus Deutschland, Curtis Duffy aus den USA, Andreas Caminada aus der Schweiz und Pascal Barbot aus Frankreich und die 2-Sterneköche Dani Garcia aus Spanien, Bobby Bräuer aus Deutschland, Nenad Mlinarevic aus der Schweiz, Anthony Genovese aus Italien, Sang Hoon Degeimbre aus Belgien, Yoshinori Ishii aus London, Georginna Hiliadaki und Nikos Rousos aus Griechenland sind Heiko Nieders Gastköche während THE EPICURE 2016.
 
Die Festivaltage „The Evenings“, „The Masterclasses“ und „The Final“ sind von beeindruckenden Gaumenerlebnissen geprägt und bieten Genuss auf höchstem Niveau – ein Konzept, welches sich innerhalb von zwei Jahren sowohl in der Kochszene als auch bei den Fans einen Namen gemacht hat.
 
Ein „Who is who“ internationaler Spitzenköche im Dolder Grand
THE EPICURE wird dieses Jahr einmal mehr ein unvergessliches Erlebnis werden. An den vier exklusiven Abenden im The Restaurant wird Heiko Nieder mit jeweils einem Gastkoch ein 8-Gang-Menü kreieren: mit dem Perfektionisten Harald Wohlfahrt von der Schwarzwaldstube in Baiersbronn, Deutschland (3 Michelin-Sterne, 19,5 Gault-Millau-Punkte), mit dem progressiven Curtis Duffy vom Grace in Chicago, USA (3 Michelin-Sterne), mit dem Tausendsassa Andreas Caminada vom Schauenstein Schloss Restaurant Hotel in Fürstenau, Schweiz (3 Michelin-Sterne, 19 Gault-Millau-Punkte) und mit dem Kosmopoliten Pascal Barbot vom L’Astrance in Paris, Frankreich (3 Michelin-Sterne).
 
Von Donnerstag bis Samstag finden im Dolder Grand von Experten geleitete Tastings statt – die sogenannten Masterclasses –, die die Gäste mit exklusiven Produkten wie Kaviar und Zigarren sowie Whisky, Cognac und Cocktails begeistern werden.
 
Diesjähriges Highlight für Schokoladenliebhaber ist die Masterclass von „Monsieur Chocolat“ Frédéric Bau, dem Gründer der L’École du Grand Chocolat Valrhona.
 
Allen Genussmenschen, die das Flair des Gourmetfestivals außerhalb von The Restaurant erleben möchten, bietet die Dolder Grand Bar eine besonders schmackhafte flüssige Alternative an. Unter dem Motto „World Class Drinks“ werden unter anderem zwei der besten Barkeeper der Schweiz ihre preisgekrönten Cocktailvariationen für die Besucher mixen.
 
Das große Finale wird am Sonntag, 18. September 2016, stattfinden. Dieses Jahr werden die Gäste auf eine kulinarische Reise mit diversen internationalen Einflüssen und großer Kochvielfalt entführt. Neben Heiko Nieder stehen mehrfach ausgezeichnete Meister aus ganz Europa mit von ihnen kreierten Gerichten an elf Live-Kochstationen in der Gallery und den Gallery Lounges des Dolder Grand. Erik Lorincz, Diageo World Class Champion von 2010 und Barkeeper der American Bar im The Savoy London mixt seine Drinks vor den Augen der Gäste. Einer der bekanntesten Maîtres Fromagers der Schweiz präsentiert einzigartige Käse. An zwei weiteren Stationen können sich die Gäste mit Kaffee und Zigarrenspezialitäten verwöhnen lassen.
Insgesamt wurden die eingeladenen Gastköche mit 30 Michelin-Sternen prämiert. Nähere Informationen und Fotos sind ab 25. Mai 2016 unter www.theepicure.ch zu finden.

Das Gesicht von THE EPICURE
Heiko Nieder, der kreative Virtuose aus Deutschland, der mit seinem vielfältigen Aromenspektrum Gäste und Kritiker bereits seit acht Jahren im The Restaurant des Dolder Grand verzückt, ist die treibende Kraft hinter THE EPICURE. Vor drei Jahren wurde Premiere gefeiert, und The Dolder Grand präsentierte erstmals sein eigenes Gourmetfestival. Heiko Nieder dazu: „Ich bin unglaublich stolz darauf, dass wir jedes Jahr so viele weltberühmte Köche nach Zürich bringen und ich gemeinsam mit ihnen unsere Gäste kulinarisch begeistern darf.“ Mit seinen 2 Michelin-Sternen und 18 Gault-Millau-Punkten ist The Restaurant weiterhin das am höchsten dotierte Restaurant Zürichs.

THE EPICURE – Days of Culinary Masterpieces: 14. bis 18. September 2016
Ticketanfragen unter www.theepicure.ch
The Evenings – The Restaurant – CHF 548.00
The Masterclasses – Diverse Räumlichkeiten – CHF 68.00 bis 498.00
The Final – Gallery und Gallery Lounges – CHF 348.00

Package THE EPICURE ab CHF 1’910.00 (für 2 Personen)
1 Übernachtung inklusive Frühstück
1 Epicure 8-Gang-Menü im The Restaurant inklusive Aperitif und Weinbegleitung
Unbegrenzter Zugang zum Dolder Grand Spa (4’000 m2)
1 Late Check-out bis 16.00 Uhr

Package THE EPICURE FINAL ab CHF 1’510.00 (für 2 Personen)
1 Übernachtung inklusive Frühstück
Teilnahme am The Final
Unbegrenzter Zugang zum Dolder Grand Spa (4’000 m2)
1 Late Check-out bis 16.00 Uhr    

 

www.theepicure.ch

Matthias Walter kocht sich ins große Finale

S.Pellegrino Young Chef 2016: Souschef des Burgrestaurants Staufeneck begeistert mit „Duck Shanghai“

Der Sieger des deutsch-österreichischen Vorentscheids zum „S.Pellegrino Young Chef 2016“ steht fest: Matthias Walter konnte am Montag das spannende Kochduell für sich entscheiden. Der 27-jährige Souschef des Restaurants „Burgrestaurant Staufeneck“ aus Salach (bei Göppingen) setzte sich mit seiner „Duck Shanghai“ gegen die starke Konkurrenz durch.
Zehn Nachwuchsköche, zehn sehr kreative Gerichte und ein großer Showdown in zwei Etappen: Der nationale Vorentscheid zum „S.Pellegrino Young Chef 2016“ hatte es am Montag in sich. „Bei allen zehn Gerichten konnten wir erkennen, dass die Teilnehmer mit einem hohen Anspruch an den Geschmack und die Präsentation ihrer ‚Signature Dishes’ herangegangen sind“, zeigte sich Jury-Sprecher und Spitzenkoch Karlheinz Hauser begeistert.

Dass Matthias Walter das Spiel mit Aromen und Texturen wie ein ganz Großer seiner Zunft beherrscht, zeigte sich bereits auf seinem bisherigen Karriereweg. So kochte der gebürtige Münchner unter anderem unter der Leitung der Sterneköche Christian Jürgens („Überfahrt“, Rottach-Egern) und Hans-Stefan Steinheuer („Steinheuers Restaurant“, Heppingen). Seit 2015 steht er nun als Souschef im „Burgrestaurant Staufeneck“ an den Töpfen. Dort leitet Matthias Walter die Kreativabteilung im Küchenteam von Sternekoch Rolf Straubinger.

Siegergericht im Vorentscheid: Ente auf Spitzenniveau
Und welchen Eindruck machte „Duck Shanghai“ auf dem Teller? Ganz klassisch steht bei Matthias Walter zwar die namensgebende Entenbrust im Fokus. „Sie bekommt allerdings mit einem raffinierten Sesamguss einen ganz besonderen Geschmack“, beschreibt der Gewinner seine Komposition. Ebenfalls auf dem Teller: ein Soja-Cannelloni, gefüllt mit Artischocken-Püree, gerösteten Artischocken-Ecken und Enoki-Pilze, ein kleines Bällchen aus Aubergine, Sojasoße und Tapioka, sowie mit Zucker und Salz veredelter Topinambur. Ein komplexes Gericht, mit dem sich Matthias Walter gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt hatte. Denn mehr als 100 Bewerber aus Deutschland und Österreich kämpften in diesem Jahr um den begehrten Platz im Weltfinale des Wettbewerbs. Aus ihnen hatte die renommierte italienische ALMA („International School of Italien Cuisine“) die zehn Teilnehmer des Vorentscheids ausgewählt.

Bewertungsgrundlage der ALMA waren fünf Kategorien („Die goldenen Kriterien“): Zutaten, Fertigkeit, Genialität, Schönheit und Botschaft. Mit denselben Kriterien prüfte am Montag die hochrangige Jury in Frankfurt die live zubereiteten ‚Signature Dishes’. Und Karl Obauer (Restaurant-Hotel „Obauer“, Werfen), Karlheinz Hauser (Restaurant „Seven Seas“, Hamburg), Nils Henkel (Sterne-Koch, Bergisch Gladbach) sowie Tobias Wussler (Finalist des „S.Pellegrino Young Chef 2015“, Restaurant „Waldgaststätte Ponyhof“, Gengenbach) mussten sogar gleich zweimal über die Leistung der Nachwuchsköche entscheiden.

Top 3: Sebastian Schinko, Ricky Saward und Matthias Walter
Zuerst bereiteten alle zehn Teilnehmer ihre ‚Signature Dishes’ in einem sechsstündigen Live- Kochen zu. Aus diesen zehn Gerichten wählte die Jury eine Top 3. Ricky Saward (Restaurant „Chairs“, Frankfurt am Main), Sebastian Schinko (Restaurant „Le Ciel“, Wien) und Matthias Walter („Burgrestaurant Staufeneck“, Salach) konnten im ersten Durchgang mit ihrer Kreativität und ihrem handwerklichen Geschick überzeugen.
Im zweiten Durchgang kochten die drei jungen Talente noch einmal ihre ‚Signature Dishes’.
 
 Vor 150 geladenen Gästen aus der Gastronomie präsentierten sie am Abend ihre Gerichte der Jury, welche Matthias Walter schließlich zum Gewinner kürte. „Wir haben das Gericht gewählt, das auch auf der internationalen Bühne beim Finale in Mailand den bestmöglichen Eindruck hinterlassen kann,“ begründet Nils Henkel die Entscheidung der Jury.

Finaljury: Higgs, Cracco, Anand, Arzak, Colagreco, Dufresne und Sudbrack
Am 13. Oktober trifft Matthias Walter nun auf 19 andere Nachwuchsköche aus aller Welt, die in ihren Ländern und Regionen die nationalen Vorentscheide für sich entscheiden konnten. Ein Bewerberfeld auf Spitzenniveau, das sich aus weltweit etwa 3.000 Einreichungen herauskristallisiert hatte.
In Mailand bewertet die internationale Jury (David Higgs, Carlo Cracco, Gaggan Anand, Elena Arzak, Mauro Colagreco, Wylie Dufresne und Roberta Sudbrack) das Können des 27- Jährigen. In den nächsten Monaten heißt es deshalb für Matthias Walter: Üben für das große Finale. Unterstützung bekommt er dabei von erfahrener Seite. Karlheinz Hauser wird Matthias Walter als Mentor betreuen und vor Ort in Mailand unterstützen.

Die zehn Teilnehmer des deutsch-österreichischen Vorentscheids
• Benjamin Fischer, Sous Chef, Restaurant „Hotel Fährhaus Sylt“, Munkmarsch
• Denis Brühl, Chef de Partie, Restaurant „Hotel Kronenschlösschen“, Hattenheim
• Falko Weiß, Chef, Restaurant & Catering „à la minute“, Trier
• Marcel Traber, Chef de Partie, Restaurant „Scharffs Schlossweinstube“, Heidelberg
• Marina Amann, Chef de Partie, „Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg“, Starnberg
• Markus Ihle, Sous Chef, „Feinkost & Restaurant Richter“, Chemnitz
• Martin Zeißl, Chef, Restaurant „Motto am Fluss“, Wien (Österreich)
• Matthias Walter, Sous Chef, „Burgrestaurant Staufeneck“, Salach
• Ricky Saward, Sous Chef, Restaurant „Chairs“, Frankfurt am Main
• Sebastian Schinko, Chef de Partie, Restaurant „Le Ciel“, Wien (Österreich)

Europas beste Restaurants gekürt

OAD veröffentlicht Top 100+ Rangliste 2016

„Opinionated About Dining“ stellt sein aktuelles Jahresranking der besten europäischen Restaurants in Kopenhagen vor: Platz eins geht 2016 an Alain Passards „L’Arpège“ in Paris, doch auch elf Spitzenköche aus Deutschland schafften mit ihrer innovativen Küche den Sprung in die „Top 100+ European Restaurants“-Auswahl.

Opinionated About Dining (OAD), eine der wichtigsten Referenzen, wenn es um weltweite Restaurant-Rankings geht, veröffentlicht die fünfte Ausgabe seiner „Top 100+ European Restaurants“. Die gut gewahrten Platzierungen der aktuellen Europa-Liste wurden am heutigen Montag in Kopenhagen vorgestellt. Den Spitzenplatz sichert sich erstmals Alain Passard vom mehrfach ausgezeichneten L’Arpège in Paris, der damit die baskischen Vorjahressieger aus dem Azurmendi auf Platz zwei verdrängt. Die visionäre Küche des Franzosen konnte die Jury, die die Meinungen von mehr als 4800 registrierten Restaurantgästen und Food-Bloggern wiedergibt, überzeugen: „Mit seinen produktorientierten Gemüsekreationen, bei denen die Zutaten meist aus eigenem Anbau stammen, brilliert Passard auf ganzer Linie“, würdigt der New Yorker OAD-Gründer Steve Plotnicki den Stil des Erstplatzierten. Seit 2011 honoriert das von ihm initiierte Bewertungssystem Jahr für Jahr herausragende Restaurants in verschiedenen Kategorien und erstellt welt- sowie landesweite Ranglisten.

In diesem Jahr wählten die Mitglieder der OAD-Community Restaurants aus insgesamt 16 europäischen Ländern in die Rangliste. Während Gourmetadressen in Frankreich (48), UK (28) und Italien (27) dominieren, finden sich auch elf deutsche Restaurants in der veröffentlichten 100+ Auswahl, die in Summe 200 Platzierungen ausweist. Als bestplatziertes Restaurant in Deutschland rückte das Vendôme in Bensberg von Platz 12 im Vorjahr auf Platz neun vor, gefolgt vom Osnabrücker La Vie auf Platz 19 sowie dem Schloss Berg in Perl-Nennig an Position 22. Tim Raue aus Berlin erreichte Platz 25, Gästehaus Klaus Erfort Platz 43, Andreas Caminada Platz 47, Sven Elverfelds Aqua auf Platz 54, Steirereck auf Platz 62, La Pergola Platz 64 und Taubenkobel Platz 82.

Neu ist die Vergabe von erstmals drei zusätzlichen Auszeichnungen: Als beste Neueröffnung wird das Disfrutar in Barcelona gewürdigt, welches sich gegen acht Mitbewerber in der Kategorie „Best New Restaurant“ durchsetzen konnte. Für den höchsten Neueinstieg von Null auf Platz 71 geht der entsprechende Award an das dänische Kadeau auf der Insel Bornholm, während René Redzepi mit der Auszeichnung „Special Culinary Achievement“ u.a. für seine gastronomischen Projekte in Japan und Australien geehrt wird. Auch die Auswirkungen der bereits im April erschienenen, neuen „Top 100 Classical and Heritage Restaurants“-Liste und die dadurch fortan getrennte Beurteilung von Traditionsrestaurants mit gleichgebliebener Stilistik sowie jenen, die konstante Innovation suchen, zeigen sich deutlich. „Durch die neue Organisation der Bestenlisten sind knapp 60 Plätze frei geworden, die es unserer Jury erlaubten, neue Restaurants in das ‚Top 100+ European Restaurants’-Ranking aufzunehmen“, erklärt Plotnicki.

Um die anerkannte Ehrung der Gastronomieszene entgegen zu nehmen, reisten viele der besten Köche Europas persönlich in die dänische Metropole. Kulinarisch wurde die Preisverleihung auf der Nimb Terrasse des Kopenhagener Tivoli von acht Gastköchen aus aller Welt begleitet – jedoch ausnahmsweise ohne Fine-Dining: Statt Gala-Menü gab es ein entspanntes Barbeque, bei dem neben skandinavischen Kochstars wie René Redzepi vom Noma, Christian Pugliesi vom Relae und Niccolai Norregrad vom Kadeau auch der Berliner Zwei-Sterne-Koch Tim Raue (selbst platziert auf 25) am Grill stand.

Top 10 der Top 100+ European Restaurants 2016

1 L’Arpège – Paris, Frankreich
2 Azurmendi – Larrabetzu, Spanien
3 In de Wulf – Heuvelland, Belgien
4 Fäviken – Järpen, Schweden
5 Noma – Kopenhagen, Dänemark
6 La Marine – Noirmoutier, Frankreich
7 Etxebarri – Axpe-Marzana, Spanien
8 Diverxo – Madrid, Spanien
9 Vendôme – Bensberg, Deutschland
10 Restaurant Quique Dacosta – Dénia, Spanien

Die 200 besten Restaurants in Europa: http://www.opinionatedaboutdining.com/2016/europe.html

Die 100 besten klassischen Restaurants der Welt

Erstmals ermittelt das amerikanische Restaurant-Ratingsystem „Opinionated About Dining“ (OAD) eine „Top 100 Classical and Heritage Restaurants“-Liste – angeführt vom französischen Grand Chef Michel Bras mit seiner Dependance „Toya“ in Japan. „Das neue Ranking ist vor allem entstanden, weil mir auffiel, dass die bestehenden Restaurantführer ihren Lesern nicht immer passend weiterhelfen. Es wird nicht unterschieden zwischen traditionsbewussten Restaurants und solchen, die innovativ sein wollen. Dabei sind diese zwei Kategorien kaum zu vergleichen. Unsere Top 100 Liste möchte genau diesen Umstand umgehen: Sie honoriert jene Küchenchefs, deren Handschrift in den vergangenen 25 Jahren stilistisch konsequent und auf einem herausragenden Niveau geblieben ist“, verdeutlicht Herausgeber Steve Plotnicki die Intention der neuen Liste, die fortan jährlich erscheinen soll. Grundlage ist eine Umfrage unter fast 5000 registrierten Gourmets, darunter einige der bekanntesten Food-Blogger weltweit.

Platz eins geht an die nördlichste Spitze Japans: Im Restaurant Toya überzeugt der Franzose Michel Bras mit seinem Küchenchef Simone Cantafios am Herd. „Ein Muss für jeden, der ein ungewöhnlich perfektes Essen in einer ebenso ungewöhnlich beeindruckenden Location erleben möchte“, lautet das Fazit der Umfrageteilnehmer über den Anführer der Bestenliste. Auf das Toya folgt die französische Institution Troisgros in Roanne, das seit seiner Eröffnung 1957 durch die Familie Troisgros seinem exzellenten Ruf gerecht wird.

Insgesamt ehrt die Bestenliste Restaurants und Küchenchefs aus zwölf verschiedenen Ländern. Mit 33 Platzierungen führt Frankreich das Länderranking zwar an; aber auch zehn deutsche sind vertreten: Als Bestplatzierter findet sich Harald Wohlfahrt mit der Schwarzwaldstube in Baiersbronn auf Rang sieben. Es folgen u.a. Helmut Thielges im Waldhotel Sonnora in Dreis auf Platz 12, Heinz Winkler mit seiner Residenz im Chiemgau auf Rang 25, Hans-Peter Lumpp im Bareiss auf 40 und Hans Haas im Münchner Tantris auf Platz 43. Dass eine lange Tradition keineswegs klassische Küche bedeuten muss, zeigt sich wiederum am Nürnberger Restaurant Essigbrätlein, das auf Platz 56 einsteigt. Bereits seit der Eröffnung 1989 konzentrieren sich Andree Köthe und Küchenchef Yves Ollech auf eine naturalistische Gemüse- und Gewürzküche. „Entscheidendes Kriterium ist einzig, dass die eigene Handschrift geradlinig und der Stil möglichst unverändert beibehalten wurde“, bekräftigt Plotnicki.

Opinionated About Dining
OAD wurde 2003 von dem gebürtigen New Yorker Steve Plotnicki ins Leben gerufen. Aus dem anfänglichen Blog zum kulinarischen Erfahrungsaustausch zwischen Food-Enthusiasten entwickelte sich eine weltweite Restaurant-Bewertungsumfrage, die die Meinungen von mehr als 4800 registrierten Restaurantgästen und Food-Bloggern wiedergibt. OAD ist die einzige Umfrage ihrer Art, die auch die persönliche Erfahrung des jeweiligen Voters miteinbezieht. Auf der Grundlage dieser Faktoren und der Auswertung von rund 150.000 eingesendeten Restaurantbewertungen entstehen so verschiedene welt- und landesweite Bestenlisten.

Weitere Informationen und alle Bestenlisten unter: http://www.opinionatedaboutdining.com 

TOP 100 CLASSICAL AND HERITAGE RESTAURANTS 2016

1. Michel Bras – Toya, Japan
2. Troisgros – Roanne, Frankreich
3. Alain Ducasse – Louis XV – Monte Carlo, Monaco
4. Régis et Jacques Marcon – St. Bonnet-les-Froids, Frankreich
5. Michel Guérard – Eugénie les Bains, Frankreich
6. Dal Pescatore – Canneto Sull’Oglio, Italien
7. Harald Wohlfahrt – Schwarzwaldstube – Baiersbronn, Deutschland
8. Per Se – New York, USA 9. L’Ambroisie – Paris, Frankreich
10. Robuchon au Dôme – Macau, China
11. Thomas Keller – French Laundry – Yountville, California, USA
12. Helmut Thieltges – Waldhotel Sonora – Dreis, Deutschland
13. Château Restaurant Joël Robuchon – Tokyo, Japan
14. L’Osier – Tokyo, Japan 15. Relais Bernard Loiseau – Saulieu, Frankreich
16. Cuisnine(s) Michel Troisgros – Tokyo, Frankreich
17. Søllerød Kro – Holte, Dänemark
18. Le Duc – Paris, Frankreich
19. Le Bernardin – New York, USA
20. Pierre Gagnaire – Tokyo, Japan
21. Côte St-Jacques – Joigny, Frankreich
22. Il Lugo di Aimo e Nadia – Mailand, Italien
23. Taillevent – Paris, Frankreich
24. Alain Ducasse au Le Meurice – Paris, Frankreich
25. Heinz Winkler – Aschau im Chiemgau, Deutschland
26. Château de la Chèvre d’Or – Eze, Frankreich
27. Patrick Guillbaud – Dublin, Irland
28. Château les Crayères – Reims, Frankreich
29. Auberge de l’Ill – Illhausern, Frankreich
30. Perbellini – Isola Rizza, Italien
31. Comme Chez Soi – Brüssel, Belgien
32. Kong Hans Kaelder – Kopenhagen, Dänemark
33. Michel Trama – Puymirol, Frankreich
34. Apiciius – Paris, Frankreich
35. Al Sorriso – Soriso, Italien
36. Peter Luger – Brooklyn, USA
37. Le Manoir aux Quat’Saisons – Great Milton, Großbritannien
38. De Karmeliet – Bruges, Belgien
39. Antica Corona Reale-da Renzo – Cervere, Italien
40. Hans-Peter Lumpp – Bareiss – Baiersbronn, Deutschland
41. Grand Véfour – Paris, Frankreich
42. Kaia Kaipe – Getaria, Spanien
43. Hans Haas – Tantris – München, Deutschland
44. Bacon – Cap d’Antibes, Frankreich
45. Alain Ducasse at the Dorchester – London, Großbritannien
46. La Mere Brazier – Lyon, Frankreich
47. Santceloni – Madrid, Spanien
48. Daniel – New York, USA
49. Bouley – New York, USA
50. Enoteca Pincchiori – Florenz, Italien
51. Paul Bocuse – Collonges-au-Mont-d’Or, Frankreich
52. Romano – Viareggio, Italien
53. L’Atelier de Joël Robuchon – Paris, Frankreich
54. Joël Robuchonat the Metropole – Monte Carlo, Monaco
55. Lorenzo – Forte dei Marmi, Italien
56. Essigbratlein – Nürnberg, Deutschland
57. Casa Gerardo – Prendres, Spanien
58. L’Ami Louis – Paris, Frankreich
59. Rias de Gallicia – Barcelona, Spanien
60. Oustaù de Baumanière – Les-Baux-de-Provence, Frankreich
61. Koffman’s – London, Großbritannien
62. Tétou – Golfe Juan, Frankreich
63. Antica Osteria del Ponte – Cassinetta di Lugagnano, Italien
64. Le Pré Catelan – Paris, Frankreich
65. The Ritz – London, Großbritannien
66. Varoulko Seaside – Athen, Griechenland
67. Fischers Fritz – Berlin, Deutschland
68. Le Chabichou – Courcheval, Frankreich
69. Gidleigh Park – Chagford, Großbritannien
70. Echaurren – Ezcaray, Spanien
71. La Ciau del Tornavento – Treiso, Italien
72. Jacobs – Hamburg, Deutschland
73. Le Chalet de la Forêt – Brüssel, Belgien
74. L’Amphitryon – Lorient, Frankreich
75. Hispania – Arenys de Mar, Spanien
76. Joël Robuchon at the Mansion – Las Vegas, USA
77. Spago – Beverly Hills, USA
78. Hameau Albert 1er – Chamonix, Frankreich
79. Georges Blanc – Vonnas, Frankreich
80. Colline Ciociare – Acuto, Italien
81. Haerlin – Ha
mburg, Deutschland
82. Le Gavroche – London, Großbritannien
83. Miramonti l’Altro – Consorzio, Italien
84. Kronenhalle – Zürich, Schweiz
85. Laurent – Paris, Frankreich
86. Zuberoa – Oiartzun, Spanien
87. Da Fiore – Venedig, Italien
88. Le Moissonier – Köln, Deutschland
89. Spiaggia – Chicago, USA
90. Caino – Montemerano, Italien
91. Combarro – Madrid, Spanien
92. Auberge de l’Île Barbe – Lyon, Frankreich
93. Rekondo – San Sebastian, Spanien
94. River Café – London, Großbritannien
95. Quattro Passi – Massa Lubrense, Italien
96. Carré des Feuillants – Paris, Frankreich
97. Christian Étienne – Avignon, Frankreich
98. Le Dôme – Paris, Frankreich
99. Le Cirque – New York, USA
100. Akelare – San Sebastian, Spanien