Selbermachen statt Fertigware!

Frische, gefüllte Pasta aus dem Supermarkt überzeugt gar nicht – Keimbelastung und Kennzeichnungsmängeln

Tortellini, Cannelloni oder Maultaschen: Frische Pasta aus dem Supermarktregal ist beim Verbraucher beliebt. Deshalb hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in seinem Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover nun 39 Proben frische, gefüllte Teigtaschen untersucht. Das Ergebnis: Bei zwei Proben waren die Keimbelastungen so hoch, dass der Grenzwert überschritten wurde; eine davon musste als gesundheitsschädlich beurteilt werden. Es folgte eine sofortige Schnellwarnung und der Hersteller hat die Produktcharge zurückgerufen. Bei der zweiten Probe besteht der Verdacht, dass die Hygienebestimmungen vom Lebensmittelunternehmer nicht eingehalten wurden. Die übrigen 37 Proben waren ohne auffälligen mikrobiologischen Befund.

Das weitere Ergebnis: Bei fünf Proben gab die Kennzeichnung Anlass zur Kritik – davon wurden bei vier Proben irreführende Angaben festgestellt. Der analytisch ermittelte Fettgehalt (2) sowie der Kochsalzgehalt (1) stimmten nicht mit der Nährwerttabelle überein. Und eine Probe mit der Werbung „mit Trüffeln“ enthielt laut Mengenangabe im Zutatenverzeichnis lediglich Spuren von Trüffel (3 mg/kg). Außerdem fiel eine Importprobe aus Italien durch diverse Kennzeichnungsmängel auf (die allergenen Zutaten Mehl und Nüsse waren nicht genau benannt, es fehlte die Angabe der botanischen Herkunft der verwendeten Öle und Fette, etc.)

Das Untersuchungsspektrum: Frische Teigwaren sind hygienisch sehr sensible Produkte, die auch bei kühler Lagerung nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. Es wurde auf Gesamtkeimzahl, Schimmelpilze und Hefen sowie auf verschiedene Bakterien, wie beispielsweise Listerien, Bacillus cereus oder Salmonellen untersucht. Zugrunde lagen die Richt- und Warnwerte für feuchte, verpackte Teigwaren, die die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) veröffentlicht hat. Außerdem wurden die Proben sensorisch begutachtet, auf Konservierungsstoffe überprüft und die Kennzeichnung wurde beurteilt.

Erhöhte Keimzahlen in frischen Lebensmitteln weisen darauf hin, dass die Hygiene bei der Herstellung oder weiteren Behandlung der betreffenden Produkte (z. B. Verpackung, Lagerung oder Transport) weiter verbessert werden muss. In diesen Fällen leiten die Lebensmittelüberwachungsbehörden entsprechende Maßnahmen ein, um Hygienemängel in den betreffenden Herstellerbetrieben zu beseitigen und sorgen insbesondere für eine angemessene Eigenkontrolle.
Die geschlossene Kühlkette ist das A und O: von der Herstellung bis zur Abgabe an den Verbraucher und bis zum eigenen Kühlschrank. Außerdem sollten frische, gefüllte Teigwaren grundsätzlich nicht rohverzehrt und nach den entsprechenden Verpackungsangaben erhitzt werden.

Verbraucher greifen verstärkt auf gefüllte Pasta in Fertigpackungen zurück. Diese werden mit immer unterschiedlicheren Füllungen in den Supermärkten angeboten. Aufgrund der Ergebnisse und um einen bundesweiten Überblick über den mikrobiologischen Status dieser hygienisch sehr sensiblen Warengruppe zu bekommen, werden im kommenden Jahr (2016) frische, gefüllte Teigwaren im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) überprüft.

Weitere ausführliche Informationen zu den Untersuchungen finden Sie auf www.laves.niedersachsen.de.

Milchshakes – wichtige Warnhinweise fehlen

Hochsommerliche Temperaturen am Wochenende und ein erfrischender Milchshake gehört dazu – das Angebot ist vielfältig und bunt. Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat das farbenfrohe Angebot genauer unter die Lupe genommen und zwölf Milchshakes auf den Gehalt von Zusatzstoffen und deren Kennzeichnung untersucht. Das Ergebnis: zwei stark eingefärbte Milchshakes mit künstlichen Farbstoffen mussten beanstandet werden, da der zusätzliche Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ fehlte. In keiner Probe wurden Konservierungs- oder Süßstoffe nachgewiesen.

In insgesamt drei Proben wurden künstliche Farbstoffe festgestellt. Der Zusatz von synthetischen Farbstoffen in Milchshakes ist zwar erlaubt, muss aber kenntlich gemacht werden. Bei einer der zwei beanstandeten Proben fehlte sowohl die Angabe „mit Farbstoff“ als auch der zusätzliche Warnhinweis. Bei der zweiten Probe fehlte der Warnhinweis.

Die beanstandeten Milchshakes enthielten sogenannte Azofarbstoffe. Diese Farbstoffe (Gelborange S (E110), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Allurarot (E122), Allurarot AC (E129), Tartrazin (E102) und Cochenillerot A (E 124) müssen mit dem zusätzlichen Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ versehen werden, da sie im Verdacht stehen, sich möglicherweise nachteilig auf das Verhalten hyperaktiver Kinder auszuwirken.

Im Labor wurden zwölf lose Proben aus Eisdielen und Cafés mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, wie Vanille, Erdbeere, Schokolade untersucht. Die Zusammensetzung von Milchshakes ist rechtlich nicht geregelt. Üblicherweise wird Milch mit Speiseeis, Obst, Schokolade oder Aromen verquirlt. Auch Sahne oder Joghurt werden verwendet, ebenso Nüsse, aromatisierte Sirupe oder Gummibärchen. Bei der Herstellung können synthetische Zusatzstoffe beigefügt werden, um zum Beispiel die Farbe zu verstärken, diese müssen aber kenntlich gemacht werden.

Die Beanstandungsquote von 17 Prozent hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (16 Prozent, 32 Proben, davon vier mit Beanstandungen) nicht verbessert.
Auch hier war mangelnde Kennzeichnung der Hauptbeanstandungsgrund, vor allem der fehlende Warnhinweis bei der Verwendung von Azofarbstoffen. Das LAVES wird deshalb weiterhin regelmäßig einmal im Jahr, vorzugsweise im Sommer, Milchshakes analysieren.

Die Untersuchungen für diesen Sommer sind angelaufen, bis August werden insgesamt 60 Proben aus allen niedersächsischen Kommunen erwartet.

www.laves.niedersachsen.de.

100 Punkte für Trockenbeerenauslese

Eine Riesling Trockenbeerenauslese aus Traben-Trarbach hat im Qualitätswettbewerb der Weinwerbung Mosel die Höchstnote erhalten. Die Jury gab dem edelsüßen 2011er Riesling, den Winzermeister Jörg Trossen im vergangenen Herbst in der Lage „Trabener Würzgarten“ geerntet hatte, 100 Punkte.

Den höchstmöglichen Wert von 100 Punkten vergaben die Juroren der Sommer-Auswahlprobe des Moselwein e.V. nur einmal. Unter den 620 Weinen, die von 50 Weinfachleuten im Steillagenzentrum in Bernkastel-Kues verdeckt bewertet wurden, waren viele weitere Spitzengewächse von trocken bis edelsüß. Neben rund 580 Rieslingweinen aus dem Jahrgang 2011 wurden 42 Rotweine, die im kleinen Holzfass lagerten, getestet.

Die Kategorie Superpremium Riesling trocken entschied das Weingut Steffen-Prüm aus Maring-Noviand mit seinem 2011er „S.G. Prüm S“ Riesling für sich. In dieser Gruppe wurden 66 trockene Rieslingweine der Spitzenklasse bewertet. In der Kategorie Riesling Spätlese trocken (114 Weine) siegte das Weingut Paulinshof aus Kesten mit der 2011er Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Riesling Spätlese trocken. Das Weingut Rosenhof aus Maring-Noviand belegte mit der 2011er Maringer Sonnenuhr Riesling Spätlese feinherb in der Kategorie „Spätlese halbtrocken/feinherb“ unter 108 Weinen den ersten Platz. Der erste Platz in der Gruppe „Spätlese lieblich/süß“, mit 127 Weinen stärkste Kategorie, ging nach Leiwen an das Weingut Blees-Ferber für einen Wein aus der Lage „Piesporter Goldtröpchen“.

Die beste Riesling Auslese unter 109 probierten Weinen kommt vom Weingut Lönartz-Thielmann in Ernst, das mit einer 2011er Valwiger Herrenberg Auslese die Juroren überzeugte. Der erste Platz bei den Beerenauslesen, mit 46 Proben sehr stark besetzt, ging an die 2011er Trittenheimer Altärchen Riesling Beerenauslese des Weingutes Ernst Eifel in Trittenheim. In der Kategorie Riesling Trockenbeerenauslese setzte sich das Weingut Jörg Trossen mit seinem 100-Punkte-Wein gegen eine starke Konkurrenz von 21 Weinen durch. Acht Weine in dieser Gruppe wurden mit mehr als 95 Punkten bewertet. Der Sieger in der Kategorie „Riesling Eiswein“ (sechs Weine) ist ein 2009er aus der Lage „Nehrener Römerberg“, erzeugt vom Weingut Theisen GbR in Nehren. Bester Rotwein der Probe wurde die 2010er Klüsserather Bruderschaft Spätburgunder Auslese trocken vom Weingut F.J. Regenery aus Klüsserath. In dieser Gruppe wurden rund 42 Weine eingereicht.

Rund 100 Weine der Probe haben es in die Bestenliste geschafft, die im Internet unter www.weinland-mosel.de in der Rubrik „Weinempfehlungen“ zu finden ist. Dort finden sich auch die Ergebnisse der Frühjahrsprobe, in der vor allem Qualitätsweine verschiedener Rebsorten sowie Kabinett und Winzersekt bewertet wurden. Aus den besten Weinen der Auswahlproben wählt der Moselwein e.V. die Weine für seine vielfältigen Werbemaßnahmen aus.

DB: Die Probe BahnCard 25

Verkauf vom 1. August bis 30. September 2012 – Vier Monate gültig

Mit der neuen Probe BahnCard 25 ‚1+4’ steht einer gemeinsamen Reise mit Freunden nichts mehr im Wege. Mit ihr kommen bis zu vier Mitfahrer ohne eigene BahnCard ebenfalls in den Genuss von 25 Prozent BahnCard-Rabatt. Sie müssen lediglich auf dem Fahrschein eingetragen sein.

Die Probe BahnCard 25 ‚1+4’ gewährt ab dem 1. Gültigkeitstag vier Monate lang 25 Prozent Rabatt auf den Normalpreis und die Sparangebote des Fernverkehrs. Sie kostet 29 Euro für die 2. Klasse und gilt deutschlandweit im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB). Darüber hinaus können Prämienpunkte bei bahn.bonus, dem Bonusprogramm der DB, gesammelt werden. Ein weiterer Vorteil: Mit einer Fernverkehrsfahrkarte und dem BahnCard-Rabatt können Reisende bei Strecken über 100 Kilometer in 120 deutschen Städten durch die City-Ticket-Funktion kostenlos innerstädtisch mit Bus, S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn bis zu ihrem Reiseziel weiterfahren.

„Mit der Probe BahnCard 25 ‚1+4‘ setzen wir unsere erfolgreichen Aktionskarten-Konzepte fort und wollen noch mehr Kunden davon überzeugen, wie günstig Bahn fahren ist. Sie ist zudem ein ideales Angebot für Ausflüge mit Freunden oder der Familie“, sagt Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der DB.

Die neue Aktionskarte ist vom 1. August bis 30. September in allen DB Reisezentren und DB Agenturen sowie auf deutsche Bahn Seite.
erhältlich. Nach Ablauf der vier Monate geht sie – ohne Rabatt für Mitfahrer – in ein reguläres BahnCard 25-Abo über, wenn sie nicht spätestens sechs Wochen vor Gültigkeitsende gekündigt wird. Ein Passfoto ist nicht erforderlich.

Bahn verlängert Probe BahnCard 25 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien

Aufgrund der großen Nachfrage bietet die Deutsche Bahn (DB) die Probe BahnCard 25 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien bis zum 31. Juli an.
„Wir freuen uns sehr, dass sich bis heute über 15.000 Kunden entschieden haben, CO2-frei zu reisen. Die Nachfrage übertrifft unsere Erwartungen und wir werden das große Interesse bei unseren Überlegungen zu nachhaltigen Angeboten selbstverständlich berücksichtigen“, so Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr.

Die Probe BahnCard 25 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien gewährt vier Monate lang 25 Prozent Rabatt auf den Normalpreis und die Sparpreise.
deutsche Bahn

Küchenkräuter im Test

Küchenkräuter enthalten in der Regel kaum Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Das ist das Resultat einer Untersuchung der Stiftung Warentest. Die Lebensmitteltester prüften 47 Kräuter im Topf, tiefgefroren und geschnitten verpackt auf insgesamt 500 Pflanzenschutzmittel. Im Fokus standen Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Rosmarin, Koriander und Minze. Erfreulicherweise waren die meisten Kräuter gar nicht oder nur gering mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln verunreinigt, wobei Schnittlauch die besten Noten bekam.

Bei einer frischen Minze aus Vietnam hingegen wurden die gesetzlich festgelegten Grenzwerte überschritten. Dieses Produkt aus einem asiatischen Supermarkt hätte nicht verkauft werden dürfen. Eine Petersilie aus Deutschland im Topf und ein geschnittenes Basilikum aus Spanien waren „deutlich belastet“. Das bedeutet, mindestens ein Pestizid schöpfte mehr als die Hälfte des zulässigen Höchstgehalts aus. Bis auf diese Ausnahmen wurden bei Basilikum und Petersilie aber kaum Verunreinigungen festgestellt. Beim Rosmarin im Topf fanden die Tester in zwei Erzeugnissen deutliche Kupferrückstände. Kupfer kann von Natur aus in höheren Gehalten im Boden vorkommen, aber auch gegen Pilzbefall gespritzt worden sein.

Bei insgesamt 17 Küchenkräutern wurden Mehrfachrückstände nachgewiesen, bis zu sieben Pestizide in einer Probe – meist in geringen Mengen. Die acht Bioprodukte im Test waren deutlich geringer belastet als konventionelle Ware und jedes zweite ökologische Kraut enthielt sogar überhaupt keine Rückstände.
Die meisten Kräuter im Test kamen aus Deutschland. Topfpflanzen werden meist in Gewächshäusern produziert. Schnittware stammt in der Regel vom Feld und wird daher im Winter meist importiert. Frische Kräuter sind am intensiven Duft, am satten Grün und den festen Stängeln zu erkennen. Kräuter im Topf gehören auf die Fensterbank und müssen regelmäßig gegossen werden. Schnittware hält sich in Gefrierbeuteln im Gemüsefach des Kühlschranks drei bis vier Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

ÖKO-TEST: Pestizide in Lebensmitteln

Unkrautvernichtungs- und Insektenmittel als Beilage
Obst und Gemüse abseits der großen Warenströme, wie Weinblätter, Linsen oder exotische Früchte, sind oftmals stark mit Pestiziden belastet, warnt ÖKO-TEST. Das Verbrauchermagazin fand in 14 der 56 untersuchten Produkte Rückstände über den Höchstmengen. Elf davon hätten gar nicht verkauft werden dürfen.

Die untersuchten Produkte enthielten nicht nur bis zu 22 unterschiedliche Pestizide pro Probe. Auch wurden die erlaubten Höchstmengen von bis zu elf Pestiziden überschritten – pro Probe. Zwei Weiblätter wiesen stark erhöhte Kupfermengen auf, in einer Marke lag der Kupfergehalt sogar über der gesetzlichen Höchstmenge. Kupfer schädigt die Umwelt, denn es reichert sich im Boden an und vergiftet Mikroorganismen und andere im Boden lebende Tiere. Beim Menschen kann eine Überdosis zu Leberschäden führen.

Schockierend sind auch die Untersuchungsergebnisse einer brasilianischen Feigenprobe, in der ein überhöhter Rückstand des Reifungsmittels Ethephon steckt. Das Spritzmittel gilt als nervenschädigend, ebenso wie das Insektenmittel Deltamethrin, das das Labor in Cherry-Tomaten aus dem Senegal in einem relativ hohen Gehalt gefunden hat. Isst ein Kind 150 g von diesen Tomaten, ist auch hier ein akutes Gesundheitsrisiko nicht auszuschließen.

Negativ aufgefallen sind auch Linsen aus der Türkei, Italien und Spanien sowie Limetten aus Mexiko und Chilischoten aus Uganda. Doch es gibt auch gute Nachrichten für Exoten: Prinzessbohnen, Zuckererbsen, Papayas, Mangos und Ananas waren gar nicht oder nur sehr gering belastet. ÖKO-TEST empfiehlt Verbrauchern, besser Bio-Ware zu kaufen, um auf der sicheren Seite zu sein. Ansonsten sollte man das frische Obst und Gemüse gründlich waschen und gegebenenfalls schälen. Auch durch das Garen von Gemüse werden Pestizide teilweise zerstört.

Das ÖKO-TEST-Magazin Mai 2012 gibt es seit dem 27. April 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

ÖKO-TEST Putenfleisch

Resistente Keime
Fast jede der von ÖKO-TEST im aktuellen Heft getesteten Puten wurde zumeist mehrfach mit Antibiotika behandelt, auch die meisten Bio-Puten. Dadurch entsteht die Gefahr, dass ein Teil der vorhandenen Krankheitskeime überlebt und sich resistente Keime entwickeln, gegen die im Ernstfall auch beim Menschen keine Mittel mehr helfen. Tatsächlich waren die meisten gefundenen Keime resistent gegen Penicillin, Tetracylin und andere Antibiotika. In einer Probe fand sich ein MRSA-Keim, der gegen fast alle Antibiotika resistent ist, in einer anderen Probe Salmonellen, die noch auf alle Medikamente ansprachen.

Das ÖKO-TEST-Magazin Januar 2012 gibt es seit dem 30. Dezember 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

ÖKO-TEST Putenfleisch

Vollgepumpt mit Antibiotika

Putenfleisch gilt als gesunde Alternative zu Schwein und Rind und kommt auch bei denen auf den Tisch, die Hähnchenfleisch wegen der unwürdigen Haltungsbedingungen ablehnen. Das ist jedoch eine Illusion, wie die aktuelle Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt. Fast jede der getesteten Puten wurde zumeist mehrfach mit Antibiotika behandelt, auch die meisten Bio-Puten.

Teilweise waren die Antibiotikagaben zudem zu kurz für eine effektive Krankheitsbehandlung. Dadurch entsteht die Gefahr, dass ein Teil der vorhandenen Krankheitskeime überlebt und sich resistente Keime entwickeln, gegen die im Ernstfall auch beim Menschen keine Mittel mehr helfen. Tatsächlich waren die meisten gefundenen Keime resistent gegen Penicillin, Tetracylin und andere Antibiotika. In einer Probe fand sich ein MRSA-Keim, der gegen fast alle Antibiotika resistent ist, in einer anderen Probe Salmonellen, die noch auf alle Medikamente ansprachen.

Schlimm sind auch die Lebensbedingungen der Tiere. Das Tierschutzgesetz verbietet das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen eines Wirbeltieres. Die Praxis sieht anders aus: Den konventionell aufgezogenen Küken werden kurz nach der Geburt die Schnäbel gekürzt. In der Folgezeit verursachen die durchtrennten Nervenbahnen bei jeder Berührung Schmerzen. Das Abschneiden der Schnäbel ist die Regel, weil die Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht werden. Üblich sind in der konventionellen Mast über 50 Kilogramm Lebendgewicht auf einem Quadratmeter, was fast drei ausgewachsenen Hähnen oder fast sechs weiblichen Hennen entspricht. Diese Enge macht die Tiere nicht nur krankheitsanfällig, sondern auch aggressiv – sich hacken sich gegenseitig tot.

ÖKO-TEST rät deshalb von konventionellem Putenfleisch ab. Bio-Putenfleisch kostet zwar deutlich mehr, dafür unterstützt man aber eine artgerechtere Tierhaltung. Diese Puten erhalten hochwertigeres Futter, leben in kleineren Beständen, haben mehr Stallfläche zur Verfügung und dürfen ins Freie. Außerdem werden ihnen die Schnäbel nicht beschnitten.

Das ÖKO-TEST-Magazin Januar 2012 gibt es seit dem 30. Dezember 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

BahnCard 25 für 25 Euro jetzt vier Monate testen

Verkauf vom 1. Februar bis 30. April • Bereits mit der Probe BahnCard 25 bahn.bonus-Punkte sammeln

Mit der Probe BahnCard 25 für die 2. Klasse zum Preis von 25 Euro können sich Einsteiger und Gelegenheitsfahrer vier Monate lang von den Vorteilen der BahnCard überzeugen. Bei jeder Bahnreise gibt es 25 Prozent Rabatt auf den Normalpreis. In Kombination mit den Sparpreisen des Fernverkehrs kann man noch günstiger reisen. Das lohnt sich oft schon ab der ersten Fahrt. Außerdem ist bei Reisen über 100 Kilometer in 118 Städten das City-Ticket für die Weiterfahrt im Nahverkehr am Zielort inklusive.
Bei Bahnreisen in 28 europäische Länder gibt es ebenfalls 25 Prozent Ermäßigung auf den regulären Fahrpreis der Auslandsstrecken. Darüber hinaus können mit der Probe BahnCard 25 Punkte bei bahn.bonus, dem Bonusprogramm der Deutschen Bahn, gesammelt werden.

Die Probe BahnCard 25 ist vom 1. Februar bis 30. April in allen DB Reisezentren, DB Agenturen und unter www.bahn.de erhältlich. Sie ist ab dem Ausstellungsdatum vier Monate gültig. Sie geht in ein reguläres BahnCard-Abo über, wenn sie nicht spätestens sechs Wochen vor Ende der Gültigkeit gekündigt wird.