Feinschmecker-Abend im Oberstdorf Haus, Kleinwalsertal

Zwölf Köche aus dem Oberallgäu und Kleinwalsertal laden zum zweiten „Walking-Dinner“ in das Oberstdorf Haus ein – 600 Gäste fordern Nachschlag

Unter Feinschmeckern gilt der Termin seit dem vergangenen Jahr als der absolute Höhepunkt des Jahres. Zwölf Köche kochen an ihren Ständen und präsentieren dadurch einen einmaligen Leistungsstand ihrer regionalen Küchen. Und genau das ist ihr Ziel: „Wir wollen damit für eine Küche demonstrieren, die in erster Linie unsere Essenskultur bewahrt, aber zweitens auch beweist, dass unsere Köche sehr wohl auch über den regionalen Tellerrand hinausschauen können,“ sagt einer der Sprecher der engagierten Köche, Ludger Fetz, vom Maximilians-Restaurant, Oberstdorf. Und wer die fast nicht enden wollende Speisekarte liest, der weiß, die Köche meinen es ernst.

Es war vergangenes Jahr eine ganz besondere Überraschung für die Feinschmecker des Oberallgäus und des Kleinwalsertals. Da luden plötzlich mehrere Köche gemeinsam zu einem Gourmetabend ein. An diversen Ständen kochten, brieten oder schmorten sie, was die Region an feinsten Lebensmitteln zu bieten hat. Dazu wurden an einem weiteren Stand die Weinfreunde mit leckersten internationalen Tropfen verwöhnt. Wie aus dem Nichts, entstand ein Festival der Genüsse für alle Sinne. Rund 600 Gäste kamen, staunten, schmeckten, probierten und schlemmten. Zum Ende hin forderten alle nur eines: Nachschlag! – Jetzt, ein Jahr danach, wird dieser serviert.

Nach dem phänomenalen Anklang beim Publikum legen die Köche in diesem Jahr noch einen schmackhaften Nachschlag oben auf. Zusätzlich bieten in diesem Jahr auch eigenständige Winzer vom Bodensee ihrer Erzeugnisse an, Peter Gerlach, vom Conditorei-Café Gerlach, verführt mit Nachtisch und die „Obere Mühle“ aus Bad Oberdorf serviert den über die Region hinaus bekannten Bio-Käse. Der Profi-Barmixer Walter Kaufmann verwöhnt die Gäste mit kreativen Cocktails. Kaffee, Cappuccino und Espresso wird serviert von Georg Beer, Fa. Eisenmann, Immenstadt.

Nachts, wenn alle anderen Feinschmecker schlafen…

In kleinen Gruppen finden sie sich zurzeit zusammen. Nachts, wenn längst alle anderen Feinschmecker im Bett liegen. Denn Köche haben ihre Freizeit erst nach 22 Uhr, wenn ihre Küchen geschlossen sind. Doch die Küchenmeister der Oberallgäu-Kleinwalsertal-Köche-Vereinigung haben in diesen Tagen auch nach 22 Uhr keine Freizeit. Denn sie tüfteln und probieren, stellen zusammen und schmecken ab. Zwölf Speisen plus Nachtisch und Käse müssen in eine Reihenfolge gebracht werden, ausgesucht und schließlich für gut befunden. Doppelungen sind ausgeschlossen, jeder Happen der während dem Feinschmeckerabend serviert wird muss einmalig sein. Dabei lassen sich die Köche nichts nachsagen. Von wegen, einfach servieren, was immer auf der Speisekarte steht. Der Ehrgeiz der Küchenchefs brennt. Klein aber fein ist das Credo, jedes Angebot gleicht einem kunstvollen Amuse Gueule und soll dies auch sein: Ein Gaumenschmeichler der ganz besonderen Art.

Bei Ludger Fetz, im „Maximilians Restaurant“ in Oberstdorf, laufen die Drähte zusammen. Er koordiniert, bis dass das Angebot stimmt: Zwei bis drei Vorspeisen, dann Zwischengerichte in überlegter Abwechslung zwischen Fisch- oder Fleischhäppchen, dann Nachspeisen und sowie Käse.

Run auf Karten

Vergangenes Jahr war die Erstveranstaltung ein Versuch. 600 Gäste waren die Bilanz. In diesem Jahr wird alles ein bisschen runder laufen. Das Prinzip „Walking Dinner“ bleibt, anders ist solch eine Veranstaltung kaum zu bewältigen. Schließlich müssen 600 Gäste betreut, d.h. rund 10.000 Teller, Löffeln, Gabeln usw. immer wieder abgeräumt, gespült und neu bereitgestellt werden; dies fordert hinter den Kulissen eine besondere logistische Leistung.

Der Vorverkauf bei den beteiligten Köchen hat begonnen, einen weiteren Vorverkauf ist möglich unter der Hotline 0172 742 1533. Der Eintrittspreis beträgt 38,- Euro.

Die beteiligten Köche

Jürgen Scharnagl, Scharnagls Alpenhof, Riezlern, Gemüse – Kartoffel – Gnocchi mit Trüffelkäse; Martin Jäger, Alpenhof Jäger, Riezlern, Wildpfeffer vom heimischem Rehbock mit gefüllter Pfannkuchenroulade und Steinpilzschaum; Jeremias Riezler, Walserstuba, Riezlern, Geschmortes Zwiebelfleisch vom Walser Milchkalb auf Pfifferlings-Polenta (auch vegetarisch ein Gedicht); Ludger Fetz, Maximilians, Oberstdorf, Lachsforelle – Karottenbrandat – Mohn-Karotten-Vinaigrette; Thomas Eisenhauer, Obere Mühle, Bad Oberdorf, Ochsenschwanzlasagne; Uli Alexa, Terrassenhotel Isny, Latte macchiato von Zuckererbsen und Parmesan mit Tomatensalsa; Ludwig Mittermeier, Traube Thalkirchdorf, Holunderblütenparfait mit Erdbeer-Minzragout; Axel Kulmus, Landgasthof Rössle, Wiesenschaumsüppchen mit Pfifferling und Hirschkalbsmaultasche, Stiefenhofen; Peter A. Strauss, Königliches Jagdhaus, Oberstdorf, Marinierte Spanferkelsülze, Beluga-Berglinsen, Petersilien-Wasabi Espuma, Wildkräuter; Peter Redlich, Oytalhaus, Oberstdorf, Bayrisches Weißbier-Tiramisu mit Almdudlerschaum und Chili-Himbeermark; Siegfried Hohenegg, Löwen, Burgberg; Anton Lanz, Krebsmaultäschle, Restaurant Lanz, Hergensweiler.

Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski veröffentlicht Chronik

Das „nobelste Hotel der Stadt“ – 150 Jahre Geschichte

Zum 150-jährigen Jubiläum veröffentlicht das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski jetzt eine eigene Chronik. Auf 160 Seiten beleuchtet das hochwertige Buch die spannende Geschichte des Fünf-Sterne-Hotels – von der Entstehung zurzeit Maximilians II bis heute. Zahlreiche historische Bilder, lustige Anekdoten und fundierte Hintergrundinformationen vervollständigen das Portrait, das sich wie ein aufregender Historienroman liest. Ein unterhaltsames und beeindruckendes Werk über eins der wohl bekanntesten und angesehensten Hotels Europas.

Das Vier Jahreszeiten wurde einst auf Wunsch König Maximilians II mit dem Ziel erbaut, auf seiner Prachtstraße das „nobelste Hotel der Stadt“ zu errichten – in direkter Nachbarschaft des Opernhauses und der Residenz, praktisch als Gästehaus des Hofes. Hotelier August Schimon eröffnete es am 25. Juli 1858 mit großem Pomp: Illustre Gäste entstiegen teuren Kutschen, Damen in Samt und Juwelen schwebten über die Schwelle, beflissene Diener rannten hierhin und dorthin – das Haus wurde zu einer Institution. Die Chronik lässt das glamouröse Ereignis wieder auferstehen, zeichnet farbenprächtige Bilder der vornehmen Gesellschaft und des schon damals prächtigen Hotels.

Es folgte das Goldene Zeitalter zwischen 1904 und 1914, eine Zeit der königlichen Gäste. Herzoge, Fürsten und Könige stiegen in der Maximilianstraße 17 ab und erfüllten das Vier Jahreszeiten mit majestätischer Atmosphäre. Sogar Kaiserin „Sissi“ residierte hier manchmal für Wochen. Der König von Siam reiste einst mit mehr als 1320 Koffern an. Bisher unbekannte Anekdoten, die das Buch auf charmante und überaus unterhaltsame Weise erzählt. Doch nicht nur die glitzernde Welt der Prominenz hat hier Platz: Auch die Zeit der Kriege wird beschrieben.

Während des ersten Weltkriegs verlor das Haus durch die Revolution all seine Stammgäste und wurde im zweiten Weltkrieg so schwer von einer Bombe getroffen, dass es fast bis auf die Grundmauern nieder brannte. Auch die glänzende Ära von 1921 bis 1931, in der die Gebrüder Walterspiel das Haus geprägt hatten und Gäste wie Clark Gable, Marlene Dietrich oder Greta Garbo ein und aus gingen, war vorüber. 1947 wurde das Hotel schließlich unter dem Namen „Exporthotel“ wieder aufgebaut. Doch schon 1952 verfügte es mit 82 Mark wieder über das teuerste Zimmer Deutschlands. Nach der Übernahme und einem großen Umbau durch Kempinski 1970 rangierte das Vier Jahreszeiten wieder unter den nobelsten Hotels der Welt. Zu den Gästen zählten Elisabeth Taylor, Heinz Rühmann, Hans-Dietrich Genscher oder Yehudi Menuhin.

Das Flair des Besonderen ist dem Hotel bis heute geblieben. Das Haus verfügt nun über 303 luxuriöse Zimmer in verschiedenen Kategorien – darunter 65 Suiten. Galerien, Theater, und edelste Mode-, Schmuck- und Accessoire-Geschäfte liegen nur wenige Schritte entfernt. Die gemütliche Lobby mit ihrer kunstvollen Glaskuppel wird als „schönstes Wohnzimmer der Stadt“ bezeichnet und ist auch bei Münchnern sehr beliebt.

Ob damals oder heute – die Chronik gibt auf unterhaltsame Weise einen facettenreichen Überblick über die 150-jährige Geschichte des Hotels Vier Jahreszeiten Kempinski, die Geschichte einer Legende. Das Buch gibt es für 29,99 Euro im Hotel oder im Buchhandel.

1897 wurde der Grundstein für Kempinski Hotels gelegt. Einzigartige Häuser in Europa, dem Mittleren Osten, in Afrika, Südamerika und Asien zählen zum auserlesenen Portfolio der Luxushotelgruppe. Kempinski Hotels steht für exklusive Qualität und erstklassigen Service. Mehr als 60 Fünf-Sterne-Hotels zählen derzeit zum Portfolio. Als Gründungsmitglied der Global Hotel Alliance (GHA) zählt die Gruppe zu einem weltweit operierenden Hotelnetzwerk, bestehend aus über 160 Hotels in 41 Ländern. Details zum Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski bietet die Seite www.kempinski-vierjahreszeiten.de

Hoffnungsträger für einen Stern in 2008

Ort Haus Küchenchef Bundesland

Berlin Rutz Müller, Marco B
Langenau Rom. Hotel Landgasthof Adler Buderath, Klaus BW
München Dallmayr Urbansky, Diethard BY
Oberstdorf
Maximilians Restaurant –
Landhaus Freiberg Bolkart-Fetz, Ludger BY
Rottach-Egern Maiwerts Fährhütte Maiwert, Dieter BY
Düsseldorf Tafelspitz 1876 Dal-Ben, Daniel NW
Köln L’escalier Dannenfeld, Jens NW
Mainz Buchholz Buchholz, Frank RP