Lebkuchen enthalten weniger Acrylamid

Lebkuchen enthalten weniger Acrylamid – Unterschiede in den Gehalten herstellungs- und rezepturbedingt

Erhöhte Acrylamidgehalte in Weihnachtsgebäck haben vor einigen Jahren Verbraucher verunsichert. Die dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin für die vergangenen Jahre vorliegenden Untersuchungsergebnisse der Bundesländer zeigen eine positive Entwicklung: die Acrylamidgehalte wurden deutlich reduziert.

So lag der Arcylamidgehalt bei der Hälfte von 450 in den Jahren 2013 und 2014 untersuchten Proben unterhalb von 200 µg/kg. Damit unterschritt dieser Mediangehalt deutlich den aktuell geltenden EU-Richtwert von 1000 µg/kg. In den Jahren 2003 bis 2008 hatte der Mediangehalt noch im Bereich von 230 bis 430 µg/kg und damit auf einem deutlich höheren Niveau gelegen.
Die niedrigsten Acrylamidgehalte wurden bei „braunen Lebkuchen“ gefunden. Hier betrug der Mediangehalt mit rund 100 µg/kg nur ein Zehntel des EU-Richtwertes. In etwa 30 Prozent der Proben lagen die Gehalte sogar unterhalb der Nachweis- bzw. Bestimmungsgrenze.

In etwa 10 Prozent aller Lebkuchenproben wurde der EU-Richtwert überschritten. Dabei handelt es sich oftmals um Spezialitäten, die aufgrund ihrer Herstellung bzw. Rezeptur höhere Acrylamidgehalte aufweisen können. Auch hier konnten die Gehalte jedoch deutlich reduziert werden: Traten noch vor einigen Jahren maximale Acrylamidgehalte von über 5000 µg/kg auf, so lagen die höchsten Werte nunmehr bei etwa 1500 g/kg.

Sonderfall: Honiglebkuchen
Die höchsten Acrylamidgehalte wurden bei „Honiglebkuchen“ festgestellt. Bei drei von sechs Proben lagen die Gehalte oberhalb des Richtwertes. Dies entspricht Untersuchungen in der Vergangenheit: Auch in den Jahren 2002 bis 2012 war bei einem Anteil von 36 Prozent der untersuchten Proben von Honiglebkuchen (103 Proben) der aktuelle EU-Richtwert bzw. der damals gültige nationale Signalwert in Höhe von 1000 µg/kg überschritten. Die hohen Arcylamidgehalte sind auf die charakteristische und geschmacksgebende Zutat Honig zurückzuführen. Honig enthält auch einen hohen Anteil an Fruktose und Glukose. Diese beiden Zuckerarten sind wesentliche Vorläufersubstanzen bei der Entstehung von Acrylamid in Lebensmitteln.

Verzicht auf bestimmte Backtriebmittel
Einen besonders großen Einfluss auf die Acrylamidbildung hat bei Lebkuchen das verwendete Backtriebmittel. In der Vergangenheit wurden für Lebkuchen traditionell Ammoniumsalze (Hirschhornsalz) verwendet. Durch Verzicht auf Ammoniumsalze und deren Ersatz durch handelsübliches Backpulver oder Natron konnte die Acrylamid-Bildung bei der Lebkuchenherstellung deutlich reduziert werden. Außerdem werden zunehmend weichere und feuchtere Lebkuchensorten angeboten, die herstellungs- und rezepturbedingt deutlich niedrigere Acrylamidgehalte aufweisen als trockenere, relativ harte Sorten.

Plätzchenbacken zu Hause
Beim Plätzchenbacken am eigenen Herd sollten Verbraucher darauf achten, nicht zu hohe Backtemperaturen zu verwenden. Bei Temperaturen über 180 Grad entstehen höhere Mengen an Acrylamid als bei niedrigen Temperaturen. Je dunkler ein Plätzchen ist, desto mehr Acrylamid enthält es. Allgemein gilt daher die Faustregel: „vergolden statt verkohlen“.

Minimierung von Acrylamidgehalten
Acrylamid hat sich im Tierversuch als krebserregend gewiesen. Dass es auch im menschlichen Körper krebserregend sein kann, hat sich bisher nicht bestätigt. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeinsam mit den Bundesländern, der Wirtschaft und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bereits 2002 ein nationales Acrylamid-Minimierungskonzept entwickelt, das 2011 auf europäischer Ebene übernommen wurde. Für jede Warengruppe – wie Kaffee, Chips oder Lebkuchen – wurden nationale Signalwerte festgelegt. Dafür wurden regelmäßig Lebensmittel auf ihre Acrylamidgehalte untersucht und die am höchsten belasteten Produkte identifiziert. Der unterste Acrylamidwert dieser zehn Prozent am höchsten belasteten Lebensmittel wurde dann als Signalwert festgelegt. Insgesamt wurden seit 2002 acht solcher Signalwertberechnungen durchgeführt und die Signalwerte so kontinuierlich gesenkt. Seit 2011 gelten europaweite Richtwerte, die ebenfalls auf Basis der tatsächlich gemessenen Acrylamidgehalte berechnet werden. Wird eine Überschreitung des Richtwerts festgestellt, treten die Lebensmittelüberwachungsbehörden der EU-Mitgliedstaaten mit den Lebensmittelunternehmen in einen Minimierungsdialog, um gemeinsam technologische Maßnahmen zur Acrylamidminimierung im Herstellungsprozess zu erörtern. Einen Grenzwert oder Höchstgehalt, wie sie für Pflanzenschutzmittel- oder Tierarzneimittelrückstände festgelegt sind, gibt es für Acrylamid derzeit nicht. Die Aufnahmemenge sollte jedoch so gering wie vernünftigerweise erreichbar gehalten werden.

Gunnar Tietz

Mosel vs. Toskana – Winzerabend im Sternerestaurant „first floor“ –

„first floor“-Chefsommelier Gunnar Tietz präsentiert zwei Spitzenwinzer und ihre Spitzenweine.

Am 10. Mai 2014 werden Weine von der Mosel und der Toskana mit einem 5-Gänge-Menü von Sternekoch Matthias Diether vermählt. Nik und Daniela Weis vom St. Urbans-Hof präsentieren elegante Mosel-Rieslinge mit charakteristischer Restsüße, und Martin Kronenberg von der Casa BRANCAIA zeigt mit gehaltvollen Roten, warum Brancaia zur Rotwein-Avantgarde der Toskana zählt.

Im Menüpreis von € 149,00 pro Person sind das 5-Gänge-Menü, Pol Roger Champagner zur Begrüßung, Weinbegleitung, Grappa, Mineralwasser und Kaffee bereits enthalten.

Die Plätze sind begrenzt. Reservierungen unter der Rufnummer 030-2502 1020 oder via E-Mail firstfloor@palace.de

Über das Weingut St. Urbans-Hof:
Nik Weis’ Weingut St. Urbans-Hof verfügt über Besitz in einigen der besten Lagen an Mosel und Saar – 33 ha Rebfläche sind ausschließlich mit Riesling-Reben bestockt. Seine Philosophie ist herkunftsorientiert. Kein Wein ist wie der andere. Der authentische Mosel- und Lagen-Charakter sowie das große Reifepotential stehen im Vordergrund.

Über das Weingut Casa BRANCAIA:
Das 65 ha große Weingut BRANCAIA gehört zu den Spitzenweingütern der Toskana und wird von Barbara und Martin Kronenberg-Widmer geführt. Alle BRANCAIA Weine werden für mindesten 12 bis zu 20 Monate in französischen Barriques und Tonneaux ausgebaut. Der Rotwein „IL BLU“, mit einer weitgefächerten Aromenvielfalt, gehört zu dem Aushängeschild des Weingutes.

www.palace.de

Weniger Deutsche Enten 2013

Die Produktion von Enten ist im Jahr 2013 deutlich gesunken: Von Januar bis Oktober lagen die Schlachtungen bei 35.819 Tonnen – knapp 25 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung sei auf stagnierende Schlachtereiabgabepreise und die hohen Kosten für Futtermittel zurückzuführen, vermutet Marktinfo Eier und Geflügel (MEG). Infolge der geringeren Produktion haben die Importe um 13 Prozent zugenommen, während die Exporte um über 40 Prozent gesunken sind.

Enten und Ententeile kommen gerne als Festtagsbraten auf den Tisch. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt seit dem Jahr 2010 konstant bei etwa 900 Gramm. Rund 60 Prozent der Einkäufe werden in den Monaten Oktober, November und Dezember getätigt. Aber auch zu Ostern greifen Feinschmecker häufiger zum edlen Geflügel. Insgesamt gesehen ist die Käuferreichweite aber gering: Weniger als jeder zehnte Haushalt hat im Jahr 2012 einmal frisches Entenfleisch eingekauft, bei gefrorener Ware waren es knapp 13 Prozent.

Die Barbarie-Ente, auch Fleisch- oder Flugente genannt, hat ein mageres festes Fleisch. Die weiblichen Tiere sind 1,8 bis 2 Kilogramm, die männlichen 3-4 Kilogramm schwer. Im November 2013 mussten Verbraucher beim Erzeuger für ein Kilogramm Barbarie-Ente 8,86 Euro zahlen. Das waren 20 Cent mehr als im November 2012. Beim Verkauf an Einzelhandel, Metzger und Gastronomie lagen die Preise bei 6,24 Euro und damit 15 Cent höher als im Vorjahr.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „Geflügelfleisch“, Bestell-Nr. 1006, Preis: 3,00 Euro, www.aid-medienshop.de

Dieter B. Schmidt

Am 21. Juni 2013 lädt der Hellhof in Kronberg zur langen Künstler-Nacht ein. Serviert wird ein Fünf-Gang-Menü, begleitet von korrespondierenden Weinen und Getränken. Auf Kunstliebhaber warten die imposanten Werke der Gebrüder Wirth. Der Erlös des Events geht an die Stiftung Kinderherz.

Der Promi-Koch und Gastgeber Dieter B. Schmidt kreiert am 21. Juni 2013 mit einem fünf-Gang-Menü ein wahres Feuerwerk der Gaumenfreuden. Fein abgerundet wird die Speisenfolge durch edle Tropfen aus dem Prädikats- und Bio-zertifizierten Weingut Hans Lang / Hattenheim-Rheingau. Das Weingut hat eine über 250 Jahre alte Familientradition im Weinbau. Die Trauben des Familienunternehmens reifen auf den Lagen Hattenheim und Hallgarten, die großen Weine stammen von den Lagen Hassel und Wisselbrunnen. Das Sahnehäubchen bekommt das Charity-Dinner durch einen der weltbesten Zuckerbäcker, Georg Maushagen aus Düsseldorf. In seinem traditionellen Handwerksbetrieb entwirft und produziert er süße Kunstwerke unter anderem auch für Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft.

Alain Langlois, Geschäftsführer der Ziegler Obstbrennerei, wird die Gäste persönlich in die Welt der edlen Tropfen einführen. Die Edelobstbrennerei Ziegler steht für Destillationskunst auf höchstem Niveau und ist heute wohl eine der besten Obstbrennereien Deutschlands. Auch Kunstliebhaber kommen in der langen Künstler-Nacht voll auf Ihre Kosten. Dafür sorgen die Werke der Brüder Kai Helge Wirth und Ingo Wirth. Bereits seit 20 Jahren bieten die beiden internationale Ausstellungen auf höchstem Niveau. Die musikalische Begleitung des Abends übernimmt das Duo Blue Orpheus.

Der Erlös des Dinners geht an die Stiftung Kinderherz. Die Arbeit der Stiftung konzentriert sich auf herzkranke Kinder und die Möglichkeit, jedem einzelnen Kind eine Behandlung in einem hochspezialisierten Kinderherz-Kompetenzzentrum zu ermöglichen. Als Interessenvertreter, Sprachrohr und Mittler der Betroffenen wird in gezielten Aktionen über die Häufigkeit und die oftmals komplizierten Herzfehler bei Kindern aufgeklärt.

Das Fünf-Gang-Überraschungs-Menü inklusive aller korrespondierenden Getränke ist für 119 Euro pro Person buchbar.

Reservierungen und weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Interessierte telefonisch unter 06173/4724, per Mail an genuss@hellhof-kronberg.de und auf www.hellhof-kronberg.de.

Geisenheimer Rothenberg gehört zu den schönsten Wein-Aussichtspunkten in Deutschland

Das Deutsche Weininstitut DWI und die regionalen Gebietsweinwerbungen zeichnen erstmals in allen 13 deutschen Weinanbau-Gebieten die schönste Weinsicht aus. Im Rheingau fiel die Wahl auf den Blick vom Geisenheimer Rothenbergkreuz, das hoch oben auf dem Gipfel des Geisenheimer Rothenbergs steht. Von hier aus erblickt man im Norden den Taunus, im Süden den Rhein sowie im Osten Schloss Johannisberg und im Westen Rüdesheim mit dem Kloster Eibingen und den spektakulären Eingang ins Mittelrheintal. Weiter reicht der Blick über den Rhein nach Bingen bis hin zum Nahebergland und dem Hunsrück. Was für ein Ausblick! Mit der Auszeichnung „Schönste Weinsicht im Rheingau“ bewies das DWI nicht nur Weinblick sondern auch Weitblick, denn der Geisenheimer Rothenberg gehört zu den Top-Lagen im Rheingau. Doch erst seit kurzem kommt diesem Weinberg (wieder) Kult-Status zu.

Lange Zeit war die Weinbergslage über Geisenheim nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem sensationellen Fund der ältesten Weinklassifikationskarte macht jetzt der Geisenheimer Rothenberg kräftig von sich reden. In dem Dokument von 1867 wird der Rothenberg neben den bekannten Filetstückchen wie Marcobrunn, Steinberg, Gräfenberg, Schloss Johannisberg und Rüdesheimer Berg als Weinbergslage der Klasse 1 genannt. Somit steht fest, dass der Geisenheimer Rothenberg bereits vor 150 Jahren zu den großen Lagen zählte.

Ein glückliches Händchen bewiesen die Weingüter Wegeler, die den Weinberg bereits seit 30 Jahren als Pächter bewirtschaften. Mit gut 6 Hektar sicherten sie sich jetzt einen Großteil der zukunftsträchtigen Lage. Dabei handelt es sich um die als Erstes Gewächs ausgewiesene Abbruchkante, eine nach Süden ausgerichtete Steillage mit großem Potential.

Ein weiterer Teil des Rothenbergs wird von der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau zu Forschungszwecken genutzt. Für die Wegelers ist die Zeit der Experimente im Rothenberg längst vorbei. „Wir wussten, da schlummert ein Schatz“, sagt Wein
gutschef Dr. Tom Drieseberg. „Die Lagenklassifikationskarte von 1867 ist daher für uns eine erfreuliche Bestätigung“ führt er weiter aus.

Test: Dampfgarer

Dampfgaren ist gesund – Vitamine und Mineralstoffe der gegarten Speisen bleiben weitgehend erhalten, ebenso ihr Eigengeschmack. Die Stiftung Warentest hat für die Februar-Ausgabe der Zeitschrift test Tischgeräte für 30 bis 150 Euro sowie Einbaugeräte für ca. 1.000 bis 1.700 Euro geprüft. Das Ergebnis: Alle garen „gut“ – doch die Gesamtnoten reichen von „Gut“ bis „Ausreichend“. Manchmal hapert es auch an der Handhabung.

Das Prinzip ist einfach: Im Dampfgarer werden die Speisen im Wasserdampf gegart. Bei Tischgeräten kann man meist zwei oder drei Dampfkörbe übereinander stapeln und so Gemüse, Kartoffeln und Fisch gleichzeitig zubereiten. Viele Tischgeräte konnten sich sehen lassen. Sechs der neun Geräte im Test bekamen die Note „Gut“. Drei waren „befriedigend“, einer „ausreichend“ – bei diesen waren vor allem Mängel wie zum Beispiel heiße Griffe verantwortlich für die schlechteren Noten. Für kleinere Haushalte eignet sich der Braun FS20, für große Familien der Severin DG 2428, der Gastroback Design Dampfgarer und der Philips HD 9140/9.

Bei den Einbaugeräten lagen der Bosch HBC24D553 und die baugleichen Geräte von Neff und Siemens vorn. Es gab aber auch nur „ausreichende“ Einbaugeräte: Der AEG KS7415001M und der Küppersbusch EDG 6400.1E garten wie alle Geräte zwar „gut“, sie waren aber in der Handhabung nur „ausreichend“. Ihre horizontalen Wasserbehälter lassen sich bis obenhin gefüllt kaum tragen, ohne zu tropfen, ihre Deckel schließen nicht fest ab. Der Küppersbusch-Dampfgarer war mit 1.700 Euro das teuerste Gerät im Test.

Der ausführliche Test Dampfgarer ist in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/dampfgarer veröffentlicht.

10 Methoden zur Raucherentwöhnung im Test

Das Angebot an Hilfsmitteln, um vom blauen Dunst loszukommen, ist vielfältig. Es
reicht von rezeptpflichtigen Medikamenten bis hin zu Akupunktur, Hypnose,
Bioresonanz & Co. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat zehn – nicht
medikamentöse – Methoden zur Nikotinentwöhnung unter die Lupe genommen. 18
aufhörwillige Raucherinnen und Raucher stellten sich der Herausforderung, teils mit
Erfolg: Sechs Monate nach Therapiebeginn war die Hälfte der Probanden noch immer
abstinent, u.a. mithilfe von Akupunktur, Mesotherapie und Softlaser.

Neun
Testpersonen brachen die Raucherentwöhnung hingegen vorzeitig ab oder wurden
rückfällig. So gelang den Testpersonen etwa bei der Raucherentwöhnung mittels
Audio-CD oder MP3, die auf Suggestion basiert, sowie der Nikotinersatztherapie
(Kaugummi, Pflaster, Inhalator) der Ausstieg nicht.

Gleich welche Methode gewählt
wurde: Für die Testteilnehmer am entscheidendsten war jeweils der tatsächliche Wille
aufzuhören. Methoden, die zur Entwöhnung angeboten werden, haben damit lediglich
unterstützenden Charakter.
Die Kosten sind ein nicht zu vernachlässigender Faktor, da sie in der Regel nicht von der
Krankenkasse übernommen werden. Diese lagen z.B. im Fall der Behandlung mittels
Akupunktur bei 60 Euro pro Sitzung – mit ca. fünf bis sechs zu absolvierenden Einheiten ist
zu rechnen. Bei der Bioresonanztherapie wurden 150 Euro pro Sitzung fällig, bei insgesamt
vier geplanten Sitzungen.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Kosten für eine
Nikotinersatztherapie: Hier kommt eine Packung Kaugummis à 105 Stück auf 29,50 Euro.
Eine ausreichende Dosierung liegt beim Kaugummi üblicherweise bei 8 bis 12 Stück pro
Tag, die empfohlene Behandlungsdauer beträgt drei Monate.
Details zum Test gibt es auf www.konsument.at

Einzigartige Verkostung: Hundert Riesling Auslesen aus hundert Jahren

„Kulturelles Erbe von europäischen Rang“

In einer von Experten als historisch eingeschätzten Verkostung präsentierten am vergangenen Wochenende auf Einladung von FINE Das Weinmagazin und großzügig unterstützt von der UBS Deutschland AG die Hessischen Staatsweingüter im Kloster Eberbach einen stets sorgsam gehüteten Schatz ihrer Keller: einhundert Riesling Auslesen aus einhundert Jahrgängen. Die kostbaren Flaschen der im Rheingau bei Kiedrich beheimateten Staatsdomäne entstammten sechs erstrangig klassifizierten Lagen des Weinguts (Rauenthaler Baiken, Erbacher Marcobrunn, Hochheimer Domdechaney, Rüdesheimer Rottland, Heppenheimer Centgericht, Steinberg) und repräsentierten die Jahrgänge von 1911 bis 2010.

Sechzehn Weinjournalisten und -experten aus sechs Ländern ließen sich in der Hospital-Stube des Klosters von der über ein Jahrhundert gehaltenen klaren stilistischen Linie beeindrucken, wobei, so Dieter Greiner, Geschäftsführer der Staatsweingüter, eine „gewisse Nervosität“ in den siebziger und achtziger Jahren nicht verkannt wurde. Erstaunlich erschien auch die prägnante Unterschiedlichkeit des jeweiligen Terroircharakters der sechs Lagen.

Höhepunkt der Verkostung waren die 29 Auslesen der Paradelage Steinberg, wobei die Weine des letzten Durchgangs, der historische Jahrgänge konzentriert versammelte, das äußerste Interesse beanspruchte. Nach der Verkostung so glorreicher Jahrgänge wie 1911, 1920, 1929, 1934, 1947, 1951, 1959 und 1964 bekundete Angelo Gaja, die Piemonteser Winzerlegende, diese Weine seien „ein wichtiger Teil des europäischen Kulturerbes, terroirgeprägt und mit einer einzigartigen Signatur versehen.“ Sie getrunken zu haben, erscheine ihm „als ungewöhnlich beeindruckende Erfahrung, die man wohl nur einmal im Leben macht.“

In seiner Rede auf dem festlichen Gala-Diner in der modernen Kelterhalle des Steinberg-Kellers bekannte sich der Gastgeber des Abends, der frühere hessische Ministerpräsident und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Staatsweingüter, Roland Koch, vor mehr als sechzig prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien zur Verantwortung, dieses historische Erbe zu pflegen. Sein Bekenntnis zum Qualitätswein schloss er mit der Feststellung nur so könne der frappante Aufschwung, den der deutsche Wein in den letzten zwanzig Jahren genommen habe, genutzt werden, damit das internationale Interesse an Weinen aus Deutschland, Weißen wie Roten, weiter wachse.

FINE Das Weinmagazin wird sich in seiner Dezember-Ausgabe ausführlich mit dieser Verkostung befassen.

Der Berg ruft: Geisenheimer Rothenberg

Ein verborgener Schatz wird gehoben:
Älteste Lagenklassifikationskarte der Welt adelt Geisenheimer Rothenberg

Jetzt ist es amtlich! Der Geisenheimer Rothenberg gehört zu den Top-Lagen im Rheingau. Lange Zeit war die Weinbergslage über Geisenheim nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem sensationellen Fund der ältesten Weinklassifikationskarte macht nun auch der Geisenheimer Rothenberg öffentlich kräftig von sich reden. In dem Dokument von 1867 wird der Rothenberg neben den bekannten Filetstückchen wie Marcobrunn, Steinberg, Gräfenberg, Schloss Johannisberg und Rüdesheimer Berg als Weinbergslage der Klasse 1 genannt. Somit steht fest, dass der Geisenheimer Rothenberg bereits vor 150 Jahren zu den großen Lagen zählte.
Ein glückliches Händchen bewiesen die Weingüter Wegeler, die den Weinberg bereits seit 30 Jahren als Pächter bewirtschaften. Mit gut 6 Hektar sicherten sie sich jetzt einen Großteil der zukunftsträchtigen Lage. Dabei handelt es sich um die als Erstes Gewächs ausgewiesene Abbruchkante, eine nach Süden ausgerichtete Steillage mit großem Potential.

Ein weiterer Teil des Rothenbergs wird von der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau zu Forschungszwecken genutzt. Für die Wegelers ist die Zeit der Experimente im Rothenberg längst vorbei. „Wir wussten, da schlummert ein Schatz“, sagt Weingutschef Dr. Tom Drieseberg. „Die Lagenklassifikationskarte von 1867 ist daher für uns eine erfreuliche Bestätigung“ führt er weiter aus.

Der Berg ruft
Während die Weine aus dem Geisenheimer Rothenberg in den 80er und 90er Jahren die Grundlage für den legendären trockenen Riesling „Geheimrat J“ darstellten, sind mit Beginn des Milleniums edelsüße Wein von internationalem Format dazu gekommen. Auf der New York Wine Experience 2003 konnten die Weingüter Wegeler dann erstmals mit einem Wein aus dem Geisenheimer Rothenberg punkten. Der 2001 Geisenheimer Rothenberg Eiswein sorgte für Begeisterungsstürme bei dem handverlesenen, weinaffinen Publikum. Ein Durchbruch!

In den folgenden Jahren des neuen Jahrtausends ging es dann Schlag auf Schlag. Außergewöhnlich hohe Mostgewichte jenseits der 300 Grad Oechsle wurden in 2003, 2005 und 2007 verzeichnet.

Achtundneunzig von 100 erreichbaren Punkten vergab der „Wine Spectator“, die Bibel für Weinnasen in aller Welt, für Wegelers Geisenheimer Rothenberg Riesling Beerenauslese des Jahrgangs 2005. Damit war klar: Das ist einsame Spitze. Im Rheingau, an der Nahe, in Rheinhessen und in der Pfalz gab es keine höhere oder gleichwertige Bewertung. Seine volle Trinkreife erreicht der Starwein übrigens in diesem Jahr!

Lange Zeit schon gelten die Weingüter Wegeler als einer der Qualitätsführer im Bereich trockene Rieslinge. Seit vergangenem Jahr gibt es nun auch einen großen trockenen Kultriesling aus dem Rothenberg. Dieser war nach drei Monaten bereits restlos ausverkauft – und das bei circa EUR 50,- pro Flasche. Der neue Jahrgang 2010 wird ab September vorgestellt und wird im guten Fachhandel zum gleichen Preis erhältlich sein.

Kreta-Urlaub am teuersten

Die Griechenland-Krise macht Urlaube nicht billiger, sondern teurer. Wer derzeit Ferien in Griechenland bucht, muss dafür 11,4 Prozent mehr bezahlen. Dies zeigt das aktuelle Urlaubspreis-Barometer des Reiseportals HolidayCheck.de. Doch auch insgesamt werden Pauschalreisen teurer: Alle im Mai 2011 gebuchten Pauschalreisen kosteten im Durchschnitt 5,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Preistreiber bei Griechenland-Urlauben ist die Insel Kreta: Hier verteuerten sich Reisen sogar um 17,8 Prozent. Wer dagegen ein Reiseschnäppchen landen will, fährt nach Ägypten. Das krisengeschüttelte Land war bei Buchungen im Mai 2,4 Prozent günstiger als im Vorjahr. Auffallend viele Urlauber buchten wieder eine Reise an den Nil oder ans Rote Meer: Die Zahl der abgeschlossenen Verträge übertraf die Zahl des Vorjahres um 22 Prozent. Auch Tunesien erholt sich: Hier liegt das Buchungsniveau bereits bei 83,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Über dem Teuerungsdurchschnitt von 5,2 Prozent lagen Ziele wie Mallorca und die Türkei. Reisende mussten hier 8,3 und 6,1 Prozent mehr hinlegen. Viele freie Kapazitäten gibt es hier nicht mehr. Restplätze sind heiß begehrt. Preissteigerungen auf den Kanaren zeigten sich sehr unterschiedlich: Fuerteventura legte um 4,4 Prozent zu, Gran Canaria um 5,7 Prozent und Teneriffa sogar um 9,2 Prozent.

Das monatlich veröffentlichte Urlaubspreis-Barometer basiert auf den Daten von weit mehr als 20.000 tatsächlich gebuchten Reisen.