Kirschenzeit

Ob süß oder sauer – Kirschen eignen sich ideal als fruchtiger Snack, zum Einwecken, Kochen oder Backen. Während der Großteil der Kirschen in Baden-Württemberg geerntet wird, sind sie in Bayern besonders beliebt: Dort landen sie überdurchschnittlich oft im Einkaufswagen.* Doch welche Arten gibt es? Wie bereitet man Kirschen am besten zu? Und was gibt es beim Einkauf zu beachten?

Was ist der Unterschied zwischen Süß- und Sauerkirschen?
Obwohl Süß- und Sauerkirschen botanisch unterschiedlichen Arten angehören, sind sie eng miteinander verwandt: Beide zählen zum Steinobst aus der Familie der Rosengewächse. Der wichtigste Unterschied liegt im höheren Fruchtsäuregehalt der Sauerkirschen und ihrem dadurch säuerlichen Geschmack. Zudem wird bei dieser Art zwischen den dunklen Weichseln und den gelblichen Amarellen unterschieden. Herz- und Knorpelkirschen zählen hingegen zu den Süßkirschen. Sie zeichnen sich durch ihre dunkelrote bis schwarze Farbe und ihre süße Note aus.

Wie bereite ich die Früchte am besten zu?
Süßkirschen eignen vor allem als purer Fruchtsnack. Für Kuchen, Marmelade, Saft und Co. sollte die Wahl dagegen auf Sauerkirschen fallen. Denn sie schmecken aromatischer und werden mit etwas Zucker, Süßstoff oder Honig ebenfalls zur süßen Verführung. Sauerkirschen sind sehr vielfältig: Wild, Geflügel, Chutneys und andere herzhafte Gerichte bekommen durch die sauren Früchtchen eine besondere Note. Tipp: Egal, ob süß oder herzhaft – frische Kräuter geben Kirschspeisen einen besonderen Frischekick. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit einem Sauerkirsch-Basilikum-Eis?

Worauf sollte ich beim Einkauf von Kirschen achten?
Reife, leckere Kirschen zeichnen sich durch ihre pralle Form aus. Die Farbe ist hingegen kein eindeutiger Qualitätshinweis. Je nach Sorte können sowohl dunkle als auch helle Kirschen besonders süß und aromatisch schmecken.

Wie entsteine ich Kirschen richtig?
Die Zubereitung von Kirschen ist im Grunde kinderleicht. Am einfachsten ist es, die Frucht mit einem spitzen, scharfen Messer zu halbieren und anschließend den Stein herauszutrennen. Tipp: Kirschen zuvor einige Minuten ins Gefrierfach legen. Aus leicht gefrorenem Fruchtfleisch lässt sich der Stein besser lösen. Wer größere Mengen verarbeiten möchte, kann auch auf einen Kirschentsteiner zurückgreifen.

Wie bewahre ich Kirschen am besten auf?
Im Gegensatz zu anderen Obstsorten reifen Kirschen nicht nach. In einem Plastikbeutel verpackt halten sie sich bis zu zwei Tagen im Kühlschrank. Wichtig: Kirschen erst kurz vor dem Verzehr waschen – so bleiben sie länger frisch.

Darf ich nach dem Verzehr von Kirschen wirklich kein Wasser trinken?
„Nach Steinobst wie Kirschen sollst du kein Wasser trinken“, hat Oma schon immer gepredigt. Hintergrund: Das Trinkwasser war früher so stark mit Bakterien belastet, dass es zusammen mit Steinobst einen Gärungsprozess in Gang setzte und Bauchkrämpfe auslöste. Doch keine Sorge – mit dem heutigen Wasser ist gut Kirschen essen.

* Quelle: Agarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) 2015

www.deutsches-obst-und-gemuese.de

Kirschen

2,1 Kilogramm Kirschen verbrauchte jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch, bei dem auch alle Kirscherzeugnisse, wie Säfte oder Marmeladen, eingerechnet werden, bewegt sich seit einigen Jahren auf stabilem Niveau (2012: 2,3 Kilogramm, 2011: 2,1 Kilogramm, 2010: 2,3 Kilogramm). Süß- und Sauerkirschen wurden 2013 in Deutschland auf rund 7.400 Hektar angebaut. Der Süßkirschenanbau machte mit rund 5.200 Hektar den größeren Anteil aus. Mit über 2.000 Hektar ist Baden-Württemberg mit Abstand Hauptanbaugebiet von Süßkirschen, gefolgt von Niedersachsen mit rund 500 Hektar. Sauerkirschen wurden 2013 in Deutschland auf einer Fläche von auf rund 2.200 Hektar geerntet. Die größten Anbauregionen lagen in Rheinland-Pfalz (über 600 Hektar) und Sachsen (mehr als 500 Hektar).

Die Kirschernte ist zur Zeit in vollem Gange. Obstbauern rechnen für 2014 mit einer guten Ernte: Wegen des milden und trockenen Frühjahrs werden schätzungsweise 51.900 Tonnen Kirschen erwartet. Das sind rund 38 Prozent mehr als in der Saison zuvor – allerdings fiel die Ernte 2013 mit 37.523 Tonnen wetterbedingt schwach aus. Erntezeit für Kirschen ist meist Juni bis August. Da Kirschen nach der Ernte nicht nachreifen, werden sie reif gepflückt und sollten dann möglichst rasch verzehrt werden.

Genuss-Radweg

Feinschmecker „erfahren“ auf zwei neuen geführten E-Bike-Touren rund um Innsbruck, was die Tiroler Beerenbauern aus ihrer Ernte herstellen und wie aus Kirschen ein feiner Edelbrand wird

„Zeni’s Erdbeerfeld“, „Mair’s Beerengarten“ und das „Kirschland Oberhofen“: Die Tiroler Beerenbauern aus Innsbrucks Feriendörfern verarbeiten ihre Ernte neben Säften und Marmeladen zu feinen Edelbränden und Likören. Wie aus den reifen Beeren heimische Produkte entstehen, erfahren Genussradler auf dem E-Bike. Gemeinsam mit einem Guide geht es wahlweise von Stams oder Hatting auf eine viereinhalbstündige Reise zu fünf Genussstationen, wo sie über die Herkunft und Herstellung von regionalen Produkten informiert werden. Dazu gibt es eine kleine Einführung in die Kunst des Schnapsbrennens. Wer lieber Honig statt Marmelade auf sein Frühstücksbrötchen möchte, kann bei der „Imkerei Gritsch“ Gebirgsblüten- und Alpenrosenhonig erwerben. Auf beiden Touren werden neben Tiroler Spezialitäten auch Köstlichkeiten aus dem Fischteich angeboten. Probiertipp: Die Regenbogenforelle vom „Forellenhof Oettl“ aus eigener Fischzucht. Das Ausleihen eines E-Bikes kostet fünf Euro pro Person. Die Touren finden ab vier Teilnehmern jeden Samstag ab 10.00 Uhr abwechselnd in Stams mit 25,5 Kilometern und Hatting mit 23,5 Kilometern Länge statt und sind mit Gästekarte kostenlos. Anmeldung erforderlich.

Genuss-Radweg entland des Inns
Die neuen geführten E-Bike-Touren nach Stams und Hatting sind Teil des Genuss-Radwegs entlang des Inns, der letzten Sommer von den Feriendörfern Sonnenplateau Mieming & Tirol Mitte eröffnet wurde. Auf einer Gesamtlänge von 40 Kilometern erwartet Gäste eine kulinarische Reise durch die Region. Insgesamt 29 Stationen verteilen sich entlang der Strecke, die als Tagestour oder auch etappenweise zurückgelegt werden kann. Gäste können den Bauern bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter schauen, die biologisch angebauten Produkte verkosten und nebenbei die Zutaten für ein Picknick zusammenstellen.

Weitere Informationen gibt es unter www.sonnenplateau.net

12. Kirschenfest in Lovran

Im milden Klima der kroatischen Ferienregion Kvarner gedeiht eine ganz spezielle Kirschsorte, die im Frühsommer mit einem großen kulinarischen Fest gefeiert wird.

Eine besondere Süße zeichnet diese dunklen Kirschen aus, die im Mikroklima der Kvarner Bucht mit den nächtlichen kühlen Winden vom Ucka-Gebirge optimal heranreifen. Die traditionellen „Kirschtage“ Anfang Juni verwandeln den historischen Villenort Lovran bei Opatija zur Pilgerstätte für Naschkatzen. Einwohner des bezaubernden Ortes bieten auf den Plätzen der Altstadt, in Cafés und Restaurants saftige Kirschen, Kirschkuchen und zahlreiche weitere regional-typische Kirschgerichte an.

Den Höhepunkt bildet am Eröffnungstag das große „Fest der Kirschen von Lovran“ auf dem feierlich geschmückten Hauptplatz, dessen abschließenden Höhepunkt der Genuss eines gigantischen, 20 m langen „Lovran-Strudels“, begleitet von Aufführungen heimischer Folklore-Ensembles, darstellt.
www.tz-lovran.hr

Kirschenfest an der Kvarner Adria

12. Kirschenfest in Lovran
Im milden Klima der kroatischen Ferienregion Kvarner gedeiht eine ganz spezielle Kirschsorte, die im Frühsommer mit einem großen kulinarischen Fest gefeiert wird.

Eine besondere Süße zeichnet diese dunklen Kirschen aus, die im Mikroklima der Kvarner Bucht mit den nächtlichen kühlen Winden vom Ucka-Gebirge optimal heranreifen. Die traditionellen „Kirschtage“ Anfang Juni verwandeln den historischen Villenort Lovran bei Opatija zur Pilgerstätte für Naschkatzen. Einwohner des bezaubernden Ortes bieten auf den Plätzen der Altstadt, in Cafés und Restaurants saftige Kirschen, Kirschkuchen und zahlreiche weitere regional-typische Kirschgerichte an.

Den Höhepunkt bildet am Eröffnungstag das große „Fest der Kirschen von Lovran“ auf dem feierlich geschmückten Hauptplatz, dessen abschließenden Höhepunkt der Genuss eines gigantischen, 20 m langen „Lovran-Strudels“, begleitet von Aufführungen heimischer Folklore-Ensembles, darstellt. www.tz-lovran.hr

Rezept: Lamm in Rotweinsauce mit Ofenkartoffeln

Barbarella (Mozzarella) im Zucchinimantel
Zutaten für 4 Personen
1 großer Zucchino
Salz • Pfeffer aus der Mühle
1 Knoblauchzehe
ca. 100 g Mozzarella
1 EL Olivenöl
8 Schnittlauchhalme
8 dünne Scheiben Speck
1–2 EL Aceto balsamico

1 Den Zucchino putzen, waschen und der Länge nach in 8 Scheiben schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen.
2 Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Den Mozzarella in 8 Stücke schneiden.
3 Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchinischeiben darin auf beiden Seiten etwa 4 Minuten braten. Den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten. Die Zucchinischeiben herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
4 Schnittlauch waschen und trocken schütteln. Je 1 Scheibe Speck und 1 Stück Mozzarella auf die Zucchinischeiben legen, aufrollen und mit 1 Schnittlauchhalm zusammenbinden. Den Mozzarella im Zucchinimantel auf einer Platte anrichten und mit dem Essig beträufeln.
 

Lamm in Rotweinsauce mit Ofenkartoffeln
und Rucolasalat

Zutaten für 4 Personen
Für den Lammbraten:

800 g Lammschulter (ohne Knochen; vom Metzger
flach schneiden lassen)
2–3 TL Senf
3 EL gehackte gemischte Kräuter (z.B. Rosmarin, Thymian, Schnittlauch Petersilie)
Salz • Pfeffer aus der Mühle
2 Karotten
1 Stück Knollensellerie
1 Stange Lauch
1–2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
3 EL Öl
1/4 l Rotwein
1/4 l Gemüsebrühe
Für die Ofenkartoffeln:

600 g festkochende Kartoffeln
etwas Olivenöl
Salz • Pfeffer aus der Mühle
2 Knoblauchzehen (in Scheiben)
4–5 Zweige Rosmarin (gewaschen)
Für den Rucolasalat:

2–3 Bund Rucola
150 g Austernpilze
3 EL Aceto balsamico
1 EL Walnussöl
1 EL Sherry (oder Portwein)
Salz • Pfeffer aus der Mühle
3 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
75 g alter Bergkäse (am Stück)

1 Für den Lammbraten die Lammschulter mit Senf einreiben und mindestens 4 Stunden einziehen lassen. Die Kräuter auf dem Fleisch verteilen, das Fleisch aufrollen und mit kleinen Holzspießen feststecken oder zusammenbinden. Mit Salz und Pfeffer würzen.
2 Karotten, Sellerie und Lauch putzen, schälen bzw. waschen und klein schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und in große Würfel schneiden. Das Öl in einem Bräter erhitzen und den Lammbraten darin rundum anbraten. Herausnehmen.
3 Das Gemüse, die Zwiebeln und den Knoblauch in das verbliebene Bratfett geben und kurz anbraten. Mit 100 ml Wein ablöschen. Das Fleisch wieder hineinlegen, den restlichen Wein und die Brühe dazugießen und den Braten zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 1 1/2 Stunden schmoren.
4 Für die Ofenkartoffeln den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Kartoffeln gründlich waschen und vierteln. Auf einem Backblech verteilen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauch und Rosmarinzweige zwischen den Kartoffeln verteilen und die Kartoffeln im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 1 Stunde garen, dabei einmal wenden.
5 Für den Salat den Rucola verlesen, waschen, trocken schleudern und auf Teller verteilen. Die Austernpilze putzen, trocken abreiben und in Streifen schneiden.

6 Den Essig, das Walnussöl und den Sherry verrühren und mit  Salz und Pfeffer würzen. Den Knoblauch schälen, 2 Zehen durch die Presse dazudrücken und unterrühren. Die Marinade nochmals abschmecken. Die übrige Knoblauchzehe in feine Würfel schneiden.
7 Die Pilze in einer Pfanne im Olivenöl etwa 3 Minuten braten. Knoblauchwürfel dazugeben und kurz mitbraten. Pilze mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Rucola verteilen. Mit der Marinade beträufeln und den Käse darüberhobeln.
8 Den Lammbraten aus dem Bräter nehmen und in Scheiben schneiden. Bratensauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch mit der Sauce neben dem Rucolasalat anrichten. Ofenkartoffeln dazu servieren.

Kirschkuchen im Glas
Zutaten für 4 Personen
Für den Biskuitteig:

3 Eier
75 g Zucker
Salz
90 g Mehl
 
Außerdem:

1 Glas Sauerkirschen
(ca. 360 g Abtropfgewicht)
100 g Zucker
100 ml Rotwein
1 Msp. Zimtpulver
1 TL abgeriebene unbehandelte Zitronenschale
1 EL Speisestärke
4–5 EL Kirschgeist
150 g Speisequark (20% Fett)
250 g Sahne
Schokospäne und in Schokolade getauchte Kirschen für die Deko

1 Für den Biskuitteig den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Eier trennen. Die Eigelbe und 50 g Zucker hellschaumig schlagen. Die Eiweiße und 1 Prise Salz steif schlagen, dabei nach und nach den restlichen Zucker einrieseln lassen.
2 Einen Teil des Eischnees unter die Eigelbmasse heben. Den restlichen Eischnee dazugeben, das Mehl und nach Belieben 1 EL Kakaopulver auf den Eischnee sieben, vorsichtig unterheben. Teig in eine gefettete Springform (26 cm Durchmesser) füllen und glatt streichen. Im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 18 Minuten backen. Herausnehmen, auskühlen lassen.
3 Den Biskuit einmal quer durchschneiden und Kreise in Größe der Dessertgläser (etwa 7 cm) ausstechen.
4 Die Kirschen auf einem Sieb abtropfen lassen, den Saft dabei auffangen. 50 g Zucker und etwas Kirschsaft in eine Pfanne geben und erwärmen. Sobald der Zucker geschmolzen ist, den restlichen Kirschsaft und den Wein dazugießen. Den Zimt und die Zitronenschale hinzufügen und aufkochen lassen. Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und den Kirschsud damit binden. Die Kirschen und 2 EL Kirschgeist dazugeben.
5 Den Quark und den restlichen Kirschgeist verrühren. Die Sahne und den übrigen Zucker steif schlagen und unter den Quark heben. Alle Zutaten schichtweise in die Gläser füllen und mit Schokospänen und Schoko-Kirschen verzieren.

Deutschland entdeckt Noahs Früchte

Die Firma A&D Food (Armenien und Deutschland) aus Brühl präsentiert den deutschen Feinschmeckern seit kurzem Konfitüren und süß eingelegte Früchte aus dem biblischen Ararat Tal in Armenien. Früchte, die weder genetisch verändert noch gezüchtet wurden – Noahs Früchte.

Weit im fernen Kaukasus unter den Füßen des stattlichen Berges Ararat breitet sich das gleichnamige Tal in Armenien aus. An dieser Stelle hat Noah einst die Erde nach der Sintflut mit den geretteten Tieren und Pflanzen wiederbelebt. Ein Tal, das paradiesische Voraussetzungen für die natürliche Reifung der Noahs Früchte bietet. Die vulkanische Erde, die frische Bergluft auf 2000m Höhe über dem Meeresspiegel, das Bergquellwasser und die über drei hundert Sonnentage im Jahr verleihen den Früchten einen unvergleichbaren Geschmack.

Deshalb werden Obst und Gemüse in Armenien wie ein Heiligtum geschätzt und ohne Zusatzstoffe verwendet. Durch Nichts darf der einmalige Geschmack der Früchte überschattet werden. Eine Aprikosenkonfitüre soll den Geschmack der prunus armeniaca (lateinisch für Aprikose, wortwörtlich armenische Pflaume) unmittelbar wiedergeben und die Pfirsichkonfitüre den Pfirsichgeschmack. Deswegen brauchen und enthalten diese Konfitüren keine zusätzliche Aromen oder künstliche Farbstoffe.
Eine Besonderheit ist auch der Verzicht auf Pektin – das für Konfitüren übliche Geliermittel. Stattdessen werden die Früchte in Armenien traditionell nur lange geköchelt. Dadurch erhalten sie eine ungewöhnlich zarte Konsistenz.

Alles beginnt mit der sommerlichen Erntezeit, wenn die Früchte sonnengereift sind und von den Obstbauern bei traditionellem Gesang eingesammelt werden. Jede Frucht wird handverlesen und sorgfältig selektiert. Nur die besten Früchte dürfen ins Glas. Sie werden mit der Hand gewaschen, geschnitten und in kleinen Mengen eingekocht.

Die Vielfalt der Noahs Früchte spiegelt sich in der bunten Geschmackswelt der A&D Konfitüren wieder. Neben den ungewöhnlichen Walnuss-, Kürbis- und hellen Kirschen- glänzen die Klassiker wie Feigen- oder Quittenkonfitüren mit ihrem unschlagbaren Geschmack. Gepaart mit bestimmten Käsesorten bieten sie eine unvergessliche Gaumenfreude: wie zum Beispiel Aprikosen mit Parmesan, Feigen, Walnüsse mit Roquefort, Pfirsiche mit Cheddar oder helle Kirschen mit Emmentaler. Auch zum Kuchen backen eignen sich die Konfitüren hervorragend. Sie verleihen dem Kuchen einen Hauch der sommerlichen Frische.

www.ad-food.de

Rezept: Nussschnitzel vom Reh

„2 Mann für alle Gänge“ – Harald Rüssel und Manuel Andrack kochen wieder für Sie am  Samstag, 04. Februar 2012 um 18:15 Uhr im SR Fernsehen . Diesmal wird serviert:

 

Nussschnitzel vom Reh mit Kartoffelmaultaschen und Kirschen


Für die Kirschen

  • 30 g Zucker

  • 100 ml Spätburgunder

  • 100 ml Kirschsaft

  • 10 Körner Kaveri-Pfeffer, im Mörser fein zerstoßen

  • 1 Zweig Thymian

  • 3 g Speisestärke

  • 12 Schattenmorellen, halbiert und entsteint

  • 1 cl Kirschwasser

  • 1 cl Balsamessig

  • 1 Prise Vanillepulver

Den Zucker in einem kleinen Topf hellbraun karamellisieren. Den Karamell mit dem Spätburgunder ablöschen, dann mit dem Kirschsaft auffüllen. Den Kaveri- Pfeffer, 1 Prise Vanillepulver und den Thymian in den Kirschfond geben und den Fond um die Hälfte reduzieren und 1 cl Balsamessig und 1 cl Kirschbrand hinzugeben. Den Fond mit der in kaltem Wasser angerührten Speisestärke binden, dann die Kirschen hinzufügen und einmal aufkochen.


Für die Kartoffelmaultasche

Füllung

  • 20 g Butter

  • 1 Schalotte, fein gewürfelt

  • 2 Champignons, fein gewürfelt

  • 30 g Pfifferlinge, fein gewürfelt

  • Salz

  • frisch gemahlener Pfeffer

  • 1 TL gehackte Petersilie

  • 1 Spritzer Zitronensaft

Die Butter in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Die Pilzwürfel hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die gehackte Petersilie hineinrühren und mit 1 Spritzer Zitronensaft abschmecken.
 

Maultaschenteig

  • 1 kg gegarte mehlig kochende Kartoffeln

  • 200 g Kartoffelstärke

  • 1 Ei

  • 4 Eigelb

  • 40 g flüssige Butter

  • Salz

  • frisch gemahlener Pfeffer

  • 1 Prise gemahlene Muskatnuss

Die Kartoffeln zweimal durch die Kartoffelpresse drücken und mit der Kartoffelstärke, dem Ei, 3 Eigelb und der flüssigen Butter rasch zu einem glatten Teig kneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Den Kartoffelteig zwischen zwei Lagen Backpapier vorsichtig zu einer 0,5 cm dicken Platte ausrollen. Die Platte in Quadrate von 8 cm Kantenlänge schneiden.
In Mitte jedes Quadrats 1 TL Pilzfüllung setzen. Die Ränder mit verquirltem Eigelb bepinseln und die Quadrate zusammenklappen. Die Ränder vorsichtig mit einer Gabel andrücken.
Die Maultaschen in leicht wallendem und mit etwas Speisestärke abgezogenem Salzwasser 3 bis 4 Minuten gar ziehen lassen.

 

Für die Nussschnitzel

  • 600 g (4 Schnitzel) pariertes Rehkeulenfleisch

  • Salz

  • frisch gemahlener langer Pfeffer

  • 70 g Haselnussgrieß (gemahlene Haselnusskerne)

  • 30 g Paniermehl

  • 40 g Weizenmehl (Type 405)

  • 1 Ei

  • 30 g Butter

  • 6 EL Rapsöl

Das Rehkeulenfleisch zu 4 gleich großen Schnitzeln schneiden. Die Schnitzel leicht plattieren auf ca. 1 cm Dicke und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Haselnussgrieß und das Paniermehl zu einer Haselnusspanade vermengen.
Die Schnitzel mehlieren, dann erst in das verquirlte Ei tauchen, anschließend in der Haselnusspanade wälzen. 
Die Butter und das Rapsöl in einer Pfaffe erhitzen und die Nussschnitzel darin goldgelb ausbacken.

Anrichten

Je 1 Nussschnitzel jeweils in die Mitte von 4 Tellern legen, die Kirschen halbkreisförmig darum setzen und je 1 Maultasche daneben setzen.

Etwas Rehfond angießen.


 
Samstag, 04. Februar 2012 um 18:15 Uhr im SR Fernsehen

Franz Keller

Wäre doch die Küchenleistung in jedem Haus nur so beständig und das Preis-Leistungs-Verhältnis so reell wie bei Franz Keller in Hattenheim. Die renommierte „Adler Wirtschaft“ gehört zweifelsohne zu den zuverlässigsten Adressen im Rheingau. Gemäß seinem Motto „Vom Einfachen das Beste“ offeriert der erfahrene Patron, der sein Handwerk bei Spitzenköchen in Italien und Frankreich gelernt hat, seit Jahren eine solide zubereitete Frischmarktküche ohne Schnickschnack drumherum – und das zu äußerst fairen Preisen.

In der herrlich ländlichen Gaststube dieses sympathischen Restaurants fühlt man sich sogleich wohl. Runde, schlicht eingedeckte Eichenholztische, liebevoll arrangierte Accessoires und ein Kamin sorgen für ein warmes, behagliches Ambiente. In den wärmeren Monaten sitzt man besonders schön auf der großzügigen Sommerterrasse.

Einfach, sinnlich und bodenständig präsentiert sich die Küche, die stets von der Sorgfalt und dem großem Ehrgeiz des Patrons geprägt ist. Franz Keller kommt zugute, dass er strenge Anforderungen an die Qualität seiner Grundprodukte stellt. Hier stammt das Fleisch von Charolais-Rindern oder Bunten Bentheimern, die auf dem eigenen Falkenhof aufwachsen. Auch sonst verwendet der rührige Küchenchef ausschließlich heimische Viktualien aus kontrolliertem Anbau.

Wie so oft sind wir auch diesmal wieder voll des Lobes über ein tadellos gekochtes Adleressen. Vom gebeizten Label Rouge Lachs auf aromatischer Joghurt-Wasabicreme – garniert mit Blattsalaten über Navette vom Müritzlamm bis zu den gratinierten Frauensteiner Kirschen mit einer selbstverständlich hausgemachten Vanilleeiscreme zeigte sich jeder Gang par excellence.

Zu alldem werden gute und durchaus erschwingliche Tropfen aus dem Rheingau kredenzt, aber auch aus anderen deutschen und europäischen Weinanbaugebieten ist viel Gutes zu haben. Den Service erlebten wir effizient und freundlich. Eine Tischreservierung ist empfehlenswert.

Die Adler Wirtschaft
Hauptstraße 31
65347 Eltville / Hattenheim
Web: www.franzkeller.de

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Mythen rund ums Trinkwasser

Prof. Dr. Helmut Heseker beantwortet Fragen zum wichtigsten Lebensmittel

Zu kaum einem Lebensmittel finden sich mehr Weisheiten, Ratschläge und Belehrungen als zum Wasser aus dem Hahn. Im Auftrag des Forum Trinkwasser e.V. ist Prof. Dr. Helmut Heseker, Ernährungswissenschaftler und Leiter der Fachgruppe Ernährung und Verbraucherbildung der Universität Paderborn, den häufigsten Fragen auf den Grund gegangen.

Darf man zu Kirschen Wasser trinken?
Fast jedes Kind kennt diese Weisheit: „Nach dem Kirschen essen darf man kein Wasser trinken.“ Aber Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Helmut Heseker gibt Entwarnung: „Magenprobleme entstehen durch Gärungsprozesse in Magen und Darm. Auf den Schalen von Kirschen sitzen unter anderem Hefepilze, die Blähungen verursachen. Diese Hefepilze können mit dem Obst durchaus in den Magen gelangen, werden dort aber normaler Weise von der reichlich vorhandenen Magensäure rasch vernichtet und unschädlich gemacht“, so der Experte. Da sich früher auch im Trinkwasser Hefepilze befinden konnten, die den beschriebenen Effekt verstärkten, riet man von der Kombination ab. Heute ist das Trinkwasser in Deutschland von so hoher Qualität, dass Wasser auch nach dem Genuss von Steinobst bedenkenlos getrunken werden kann.

Zum Essen trinkt man nicht!
Seit über hundert Jahren ist diese Empfehlung zu hören und hat es sogar in Schulbücher geschafft. Doch dieser Ratschlag ist schlichtweg falsch. Mikrobiologen glaubten damals, dass die Magensäure durch das Trinken während des Essens zu sehr verdünnt wird und es dadurch zu Infektionen und Erkrankungen kommt. Heute weiß man, dass dies nicht der Fall ist und empfiehlt Trinken und Essen zu kombinieren: „Wer zum Essen trinkt, trägt zur Deckung des Wasserbedarfs bei. Auch hilft das Trinken von Wassers, die oft durch Verarbeitungs­prozesse konzentrierte Nahrung zu verdünnen. So kann beispielsweise ein regelmäßiger und hoher Verzehr von trockenen Frühstückscerealien ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr zur Entstehung einer Divertikulitis, also einer krankhaften Veränderung der Darmschleimhaut, beitragen“, erläutert Prof. Heseker.
Ein zusätzlicher Effekt bei Diäten: Eine Studie der Berliner Charité im Auftrag des Forum Trinkwasser ergab, dass schon das Trinken von eineinhalb bis zwei Liter Wasser den Energieumsatz um 100 Kilokalorien pro Tag erhöhen kann.

Führt hartes Wasser zu Arterienverkalkung und Nierensteine?
Hartes Wasser ist ein Wasser mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen, besonders an Magnesium- und Calcium-Ionen – es hat demnach einen hohen Kalkgehalt. Die Hypothesen, dass eine erhöhte Wasserhärte das Risiko für Arteriosklerose und/oder Nierensteinen steigen lässt, sind mehr als 40 Jahre alt. Hierzu stellt Prof. Dr. Heseker fest: „Langzeitstudien in England und Wales haben keine Beweise für diese Annahme geliefert. Auch die Weltgesundheitsbehörde hat die Schlussfolgerung gezogen, dass keine überzeugenden Belege vorliegen, die für einen Einfluss der Wasserhärte auf die Gesundheit – weder im positiven noch im negativen Sinne – sprechen.“ In einer neuen Analyse von Studien, die an Nierensteinpatienten durchgeführt wurden, konnte außerdem gezeigt werden, dass eine höhere Flüssigkeitszufuhr das Risiko für erneute Nierensteine reduziert. Auch ein geringerer Verzehr von süßen Erfrischungsgetränken reduzierte das Risiko für erneute Nierensteinerkrankungen.

Ist Sauerstoff-Wasser ein Power-Elixier?
Die Werbung verspricht, dass sauerstoffangereichertes Wasser für Vieles gut ist. Ernährungsexperten können das nicht bestätigen. Prof. Dr. Helmut Heseker erklärt, warum es wenig Sinn macht, Sauerstoff zu „trinken“: „Unsere Lunge verfügt über eine große Überkapazität, um uns mit lebensnotwendigem Sauerstoff zu versorgen. Dazu brauchen wir unseren Darm nun wirklich nicht.“ Auch bei Hochleistungssportlern wird die Leistungsfähigkeit nicht durch die Zufuhr von Sauerstoff in den Körper limitiert, sondern von der begrenzte Fähigkeit den vom Körper aufgenommenen Sauerstoff mit Hilfe der roten Blutkörperchen in die Muskelzellen zu transportieren.

Gibt es rechts- und linksdrehendes Wasser?
Die Begriffe rechts- und linksdrehend man aus dem Bereich der Milchprodukte, denn hier gibt es zum Beispiel in Joghurt rechts- und linksdrehende Milchsäure, die der Körper unterschiedlich gut verwertet. Aber funktioniert dieser Effekt auch bei Wasser? Herr Prof. Dr. Heseker: „Bei Wasser kann es aufgrund seiner chemischen Struktur nicht zu den Effekten rechts- und linksdrehend kommen und demnach auch nicht zu einer unterschiedlich guten Verwertung von Wasser im Körper.“