Speiseeis und Sahne oftmals keimbelastet

Jede sechste Probe Speiseeis und über 60 Prozent der Sahne aus Aufschlagautomaten beanstandet

Gut acht Liter Speiseeis verzehrt der Deutsche pro Kopf und Jahr, gerne auch mit Sahne. Damit der Eisgenuss im Sommer auch ein Genuss bleibt, werden Hessens Eisdielen oder Eisverkaufsstellen wie Cafés regelmäßig von den kommunalen Ämtern oder Fachdiensten für Lebensmittelüberwachung kontrolliert; Eis- sowie Sahneproben werden aus dem Sortiment entnommen und ins Hessische Landeslabor zur Untersuchung gebracht.

Matcha Eiskrem – bestimmt NICHT belastet

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Fleisch aus fernen Ländern

Reisende, die illegal Fleisch aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland einführen, können zur Verbreitung von potentiell gefährlichen Krankheitserregern beitragen: In Proben von zwei deutschen Flughäfen wurden jetzt multiresistente Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus nachgewiesen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Forschern der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und des InfectoGnostics Forschungscampus, die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE (DOI: 10.1371/journal.pone.0167864) veröffentlicht wurde.

Die unkontrollierte Einfuhr von Fleisch kann eine große Gefahr für die Gesundheit bedeuten und die Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien begünstigen. Forscher der TiHo und des InfectoGnostics Partners Alere Technologies GmbH, Jena, konnten zeigen, dass Fleischwaren, die von Flugpassagieren illegal importiert wurden, mit multiresistenten Bakterien kontaminiert waren. Die Wissenschaftler identifizierten Bakterien-Stämme, die bereits gegen mehrere Antibiotika resistent waren und verschiedene Virulenzfaktoren – also krankmachende Merkmale – aufwiesen. Das Forscherteam stellte zudem fest, dass die Keime nicht vom Tier selbst stammten, sondern menschlichen Ursprungs waren und somit auf mangelnde Hygiene-Standards bei der Schlachtung und Verarbeitung hindeuten.

Bakterien tauschen genetische Informationen aus
Werden kontaminierte Nahrungsmittel aus Nicht-EU-Staaten importiert, können sich Menschen und Tiere auch in der EU mit diesen Bakterienstämmen infizieren, die mit vielfältigen Resistenz- und Virulenzfaktoren ausgestattet sind. Diese Faktoren können sie dann außerdem auf hiesige Erreger übertragen. Eine besondere Rolle spiele dabei der sogenannte horizontale Gentransfer, erläutert Dr. Ralf Ehricht, Leiter für Machbarkeitsstudien in Forschung und Entwicklung bei Alere Technologies: „Viele Bakterien sind in der Lage, genetische Informationen nicht nur durch Vermehrung, sondern auch innerhalb einer Generation – sozusagen mit ihren Nachbarn – auszutauschen. Sobald ein solcher übertragbarer Resistenzfaktor etabliert wurde, kann er auf diese Weise sehr rasch auf andere Bakterienstämme übertragen werden.“

Für ihre Untersuchung isolierten die Wissenschaftler die Bakterien und bestimmten anschließend durch Gen-Analysen deren Abstammung, Virulenzfaktoren sowie vorhandene Antibiotika-Resistenzdeterminanten. Für die Erfassung und Analyse der genetischen Eigenschaften der Bakterien nutzten die Forscher ein spezielles Alere-Microarray. Mit diesem molekularbiologischen Testverfahren lassen sich mehrere hundert molekulare Parameter gleichzeitig auf einer winzigen Testfläche bestimmen.

Flughäfen Frankfurt und Berlin-Schönefeld: 2,8 Tonnen illegal importiertes Fleisch in einem Jahr
Grundlage für die Studie waren Proben von den Flughäfen Frankfurt und Berlin-Schönefeld. Allein im Jahr 2014 wurden an diesen beiden Flughäfen insgesamt 2,8 Tonnen Fleisch illegal von Passagieren mitgeführt. Solche illegalen Importe – oftmals unter mangelnden Hygiene-Standards außerhalb der EU produziert und ungekühlt im Gepäck transportiert – erhöhen nach Ansicht der Forscher das Risiko einer aktuellen Verbreitung multiresistenter Bakterien in Europa.

http://www.infectognostics.de/infektionsdiagnostik/aktuelles/details/news/fleisch-aus-fernen-laendern-multiresistente-keime-reisen-mit.html

Selbermachen statt Fertigware!

Frische, gefüllte Pasta aus dem Supermarkt überzeugt gar nicht – Keimbelastung und Kennzeichnungsmängeln

Tortellini, Cannelloni oder Maultaschen: Frische Pasta aus dem Supermarktregal ist beim Verbraucher beliebt. Deshalb hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in seinem Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover nun 39 Proben frische, gefüllte Teigtaschen untersucht. Das Ergebnis: Bei zwei Proben waren die Keimbelastungen so hoch, dass der Grenzwert überschritten wurde; eine davon musste als gesundheitsschädlich beurteilt werden. Es folgte eine sofortige Schnellwarnung und der Hersteller hat die Produktcharge zurückgerufen. Bei der zweiten Probe besteht der Verdacht, dass die Hygienebestimmungen vom Lebensmittelunternehmer nicht eingehalten wurden. Die übrigen 37 Proben waren ohne auffälligen mikrobiologischen Befund.

Das weitere Ergebnis: Bei fünf Proben gab die Kennzeichnung Anlass zur Kritik – davon wurden bei vier Proben irreführende Angaben festgestellt. Der analytisch ermittelte Fettgehalt (2) sowie der Kochsalzgehalt (1) stimmten nicht mit der Nährwerttabelle überein. Und eine Probe mit der Werbung „mit Trüffeln“ enthielt laut Mengenangabe im Zutatenverzeichnis lediglich Spuren von Trüffel (3 mg/kg). Außerdem fiel eine Importprobe aus Italien durch diverse Kennzeichnungsmängel auf (die allergenen Zutaten Mehl und Nüsse waren nicht genau benannt, es fehlte die Angabe der botanischen Herkunft der verwendeten Öle und Fette, etc.)

Das Untersuchungsspektrum: Frische Teigwaren sind hygienisch sehr sensible Produkte, die auch bei kühler Lagerung nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. Es wurde auf Gesamtkeimzahl, Schimmelpilze und Hefen sowie auf verschiedene Bakterien, wie beispielsweise Listerien, Bacillus cereus oder Salmonellen untersucht. Zugrunde lagen die Richt- und Warnwerte für feuchte, verpackte Teigwaren, die die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) veröffentlicht hat. Außerdem wurden die Proben sensorisch begutachtet, auf Konservierungsstoffe überprüft und die Kennzeichnung wurde beurteilt.

Erhöhte Keimzahlen in frischen Lebensmitteln weisen darauf hin, dass die Hygiene bei der Herstellung oder weiteren Behandlung der betreffenden Produkte (z. B. Verpackung, Lagerung oder Transport) weiter verbessert werden muss. In diesen Fällen leiten die Lebensmittelüberwachungsbehörden entsprechende Maßnahmen ein, um Hygienemängel in den betreffenden Herstellerbetrieben zu beseitigen und sorgen insbesondere für eine angemessene Eigenkontrolle.
Die geschlossene Kühlkette ist das A und O: von der Herstellung bis zur Abgabe an den Verbraucher und bis zum eigenen Kühlschrank. Außerdem sollten frische, gefüllte Teigwaren grundsätzlich nicht rohverzehrt und nach den entsprechenden Verpackungsangaben erhitzt werden.

Verbraucher greifen verstärkt auf gefüllte Pasta in Fertigpackungen zurück. Diese werden mit immer unterschiedlicheren Füllungen in den Supermärkten angeboten. Aufgrund der Ergebnisse und um einen bundesweiten Überblick über den mikrobiologischen Status dieser hygienisch sehr sensiblen Warengruppe zu bekommen, werden im kommenden Jahr (2016) frische, gefüllte Teigwaren im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) überprüft.

Weitere ausführliche Informationen zu den Untersuchungen finden Sie auf www.laves.niedersachsen.de.

Restaurant-Toilette

Örtchen der Entscheidung

Der Zustand der Toiletten ist für viele Gäste ein Indikator, wie es hinter den Kulissen eines Restaurants oder Hotels um Hygiene und Sauberkeit bestellt ist. Rund 46 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie gaben an, eine Gaststätte wegen mangelhafter sanitärer Einrichtung bereits bewusst gemieden zu haben.

Bei (halb-)öffentlichen WCs ist ein ansprechender Zustand in den Waschräumen eine tägliche Herausforderung. In „Schuhbecks Orlando“, dem „Pauly-Saal“ in Berlin oder „Die Bank“ in Hamburg gehören überfüllte Mülleimer und über den Boden verstreute Papierhandtücher der Vergangenheit an. Um auch außerhalb des Speisesaals ein ästhetisches Erlebnis zu bieten, rüsteten die Top-Gastronomen kürzlich auf den Dyson Airblade V Händetrockner um. Er trocknet die Hände durch zwei 690 km/h schnelle Luftströme binnen 10 Sekunden – dank HEPA-Filtration und berührungsloser Bedienung auf hygienische Weise.

Da das schmale Modell nur 10 Zentimeter von der Wand absteht, kann es ohne kostspieligen Einbau nachgerüstet werden. Mit Betriebskosten, die nach Herstellerangaben um 97 Prozent geringer sind als bei Papierhandtüchern, ist der Händetrockner für Gastronomen auch eine betriebswirtschaftlich interessante Alternative.

Mit einer Aktion schafft der Hersteller Dyson derzeit einen weiteren Anreiz zum Umstieg: Wer seine bisherige Händetrocknungslösung durch den Dyson Airblade V ersetzt, erhält einen Bonus von 50 Euro für jedes ausgetauschte und installierte Gerät. Die Aktion läuft noch bis zum 31.12.2014. Alle Infos unter www.dysonairblade.de.

Hygiene-Smiley in Deutschland

Transparenzsystemen fehlt die gesetzliche Grundlage

Hygiene-Smiley, Hygiene-Ampel, Kontrollbarometer – seit einigen Jahren versuchen Länderbehörden ein Transparenzsystem zur Darstellung der amtlichen Kontrollergebnisse aus der Lebensmittelüberwachung einzuführen. Doch das Thema ist offenbar explosiv.

Bislang scheiterten alle Versuche, entsprechende Modelle zu etablieren am hinlänglichen Widerstand von Verbänden. Gastronomie und Handwerk fühlen sich durch die Veröffentlichung amtlicher Kontrollergebnisse an den Pranger gestellt und lehnen bisherige Systeme kategorisch ab. Verbrauchervertreter und lebensmittelüberwachende Behörden hingegen wünschen und fordern ein solches Instrument zur besseren Transparenz. Die Atmosphäre scheint vergiftet, die Fronten sind verhärtet und die Positionen festgefahren. Verbände erwirken, dass die Veröffentlichung von Kontrollergebnissen aufgrund unzureichender gesetzlicher Grundlagen gerichtlich untersagt wird.

Ganz ähnlich ist die Einstellung der Beteiligten im Nachbarland Frankreich, wo die Zeitung „Le Figaro“ jüngst wieder einmal titulierte, die Einführung eines Restaurant-Hygiene-Smileys sei illusionär. In Dänemark und Großbritannien haben sich unterschiedliche Transparenzsysteme dagegen längst etabliert und funktionieren unaufgeregt als Informationsinstrument in der Praxis. So können sich dänische Verbraucher mittels eines Smileys, britische Konsumenten mit Hilfe eines Fünf-Punkte-Barometers im Internet oder an der Laden- bzw. Gaststättentür über die Ergebnisse der amtlichen Kontrollen informieren.

Von den deutschen Transparenzsystemen existiert derzeit nur noch ein einziges, zeitlich befristetes Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen: ein Kontrollbarometer in den Städten Duisburg und Bielefeld für Gastronomiebetriebe. Über eine sogenannte „appetitlich App“ können die Bürger derzeit am Smartphone oder im Internet die Bewertung und das Ergebnis der letzten betrieblichen Prüfung einsehen. Ins Leben gerufen und betrieben wird die App als Modellprojekt mit dem klangvollen, ein wenig gefährlich klingenden Namen „KOBRA“ von der Verbraucher Zentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen. Seit Dezember 2013 werden dort die Kontrollergebnisse mit der Punktbewertung aus den amtlichen Betriebskontrollen gesammelt und veröffentlicht.

Rund 235.000 Mal wurde auf die Daten des Kontrollbarometers via App und Internetseite zwischen Dezember 2013 und August 2014 zugegriffen. Die Rückmeldungen von Verbrauchern zu diesem Projekt seien überwiegend positiv, diese Zwischenbilanz zog Dr. Andrea Bokelmann, vom Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen, auf einem Kongress des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure in Köln Ende September 2014.

Auch Gastronomen könnten das Gastro-Kontrollbarometer zur Eigenwerbung verwenden und würden davon profitieren. Auf diesen Nutzen wies Bokelmann mit einem Praxisbeispiel hin. Hierbei hatte ein Gastronom seine positive Kontrollbewertung werbewirksam an der Tür seines Lokals aufgehängt.

Das Pilotprojekt schaffe Transparenz, fördere den Wettbewerb und sichere Wettbewerbsvorteile, so Bokelmann. Berechtigte Kritikpunkte bestünden unter anderem aber noch in der Zeitverzögerung, die sich bei der Veröffentlichung der Kontrollergebnisse ergebe und darin, dass es noch nicht möglich sei, den Kontrollbericht zur Dokumentation der festgestellten Mängel zu hinterlegen. Bis Ende August 2014 seien in Duisburg fast 850, in Bielefeld rund 500 gastronomische Betriebe erfasst gewesen. Das entspricht rund Dreiviertel aller Gastronomen in beiden Städten. Die meisten Kontrollergebnisse in diesen Betrieben liegen im grünen, ganz wenige im gelben Bereich. Nur bei zwei Betrieben in Bielefeld und einem Betrieb in Duisburg zeige das Kontrollbarometer den roten Bereich an, fasste Bokelmann die bisherigen Kontrollergebnisse zusammen.

Das Pilotprojekt endet zum Jahresende 2014. Danach werde eine Auswertung erfolgen. Eine Ausweitung auf andere Städte, weitere Bundesländer und andere Betriebsarten (Bäckereien, Metzgereien etc.) werde überlegt. Ob es dazu komme und das Modellprojekt nach Jahresende noch fortbestehen werde, sei jedoch ungewiss. Gegen das Modellprojekt KOBRA wurden in Duisburg acht Einzelklagen, in Bielefeld zwei Sammelklagen mit mehr als insgesamt 40 Beteiligten und sechs Einzelklagen eingereicht. Die Erfolgsaussichten für die eingereichten Klagen seien gut, da das Verbraucherinformationsgesetz keine ausreichende Rechtsgrundlage für das Kontrollbarometer darstellt, so Bokelmann.

Ute Gomm, www.aid.de

Länder pokern bei Hygiene-Ampel

Am Dienstag hatte die Verbraucherschutzminister- konferenz (VSMK) das Bundesverbraucher- schutzministerium aufgefordert, eine Rechtsgrundlage für ein bundesweit einheitliches Modell der Hygiene-Ampel zu schaffen. Dort verwies man auf die Uneinigkeit der Länder. Das Hin und Her muss ein Ende haben: Verbraucher wollen die Ampel.

„Die Verbraucherschutzminister der Bundesländer fordern zwar eine einheitliche Hygiene-Ampel, aber ihre Wirtschaftsminister lehnen eine gesetzlich verbindliche Kennzeichnung ab“, kritisiert vzbv-Vorstand Gerd Billen. Gestern hatte die Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) das Bundesverbraucherschutzministerium aufgefordert, eine Rechtsgrundlage für ein bundesweit einheitliches Modell der Hygiene-Ampel zu schaffen. Dort verwies man auf die Uneinigkeit der Länder.

Das Verbraucherinteresse ist da

Billen bekräftigt das Verbraucherinteresse an einer einheitlichen Lösung: „Obwohl die von den Wirtschaftsministern durchgesetzte Freiwilligkeit für die Länder für die Verbraucher unbefriedigend ist, sollte ein Rechtsrahmen für ein einheitliches Modell ein erster Schritt zu einer verbindlichen Regelung sein, die dann in Zukunft klare Verhältnisse für alle Verbraucher schafft.“

Die Ampel im Internet und am Eingang gastronomischer Betriebe soll Verbraucher mittels der Farben Grün, Gelb und Rot über die Hygiene informieren. Das System soll zunächst für die Gastronomie eingeführt und dann auf andere Lebensmittelunternehmen ausgeweitet werden. Im Vorfeld war keine Einigkeit zwischen Verbraucherschutzministern und Wirtschaftsministern der Länder für eine verbindliche Regelung zustande gekommen, nun sollte ein Kompromiss gefunden werden.

Jörg Rauschenberger

30 Jahre Rauschenberger-Gastronomie:
Vom Spaghetti-House in
die Top 100 Deutschlands
„Wir wollen Gästen wir Freunden begegnen.“

Die Rauschenberger Catering & Restaurants GmbH & Co. KG, Waiblingen, schaffte im Jahr 2011 den Sprung in die Top 100 der deutschen Gastronomen auf den 97. Platz und blickt in diesem Jahr auf eine 30-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Aus den bescheidenen Anfängen Jörg Rauschenbergers im Spaghetti-House in Winnenden ist inzwischen eine Gastronomie-Gruppe gewachsen, deren über 200 Beschäftigte einen Umsatz von 18,6 Mio. Euro erwirtschaften in den drei Restaurantbetrieben Cube Restaurant, Goldberg Restaurant & Winelounge und Pier 51 & Cocktailbar, sowie im Catering mit rund 800 Veranstaltungen.

Mit einer Steigerung von 28,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 (14,5 Mio. Euro Umsatz) belegt die Unternehmensgruppe sogar Platz 7 unter den am stärksten expandierenden Gastronomen. Wichtiger als die schiere Größe ist für den Inhaber Jörg Rauschenberger, dass sie ihre Position im Bereich „Fine Dining“ erreichten und weiter eine führende Rolle anstreben bei der Qualität der gastronomischen Gesamtleistung: „Jeder bei uns versucht, Gästen wie Freunden zu begegnen. Wir erheben dabei nicht den Anspruch perfekt zu sein, streben aber nach ständiger Verbesserung“, beschreibt er die Philosophie seines Unternehmens. Nur so sei es möglich gewesen, innerhalb von 30 Jahren aus kleinen Anfängen in Deutschlands Elite aufzusteigen. Und ein Ende der Entwicklungen ist für ihn noch nicht in Sicht: „Wir registrieren immer mehr nationalen Zuspruch für unsere Art des Event-Caterings“, formuliert er zurückhaltend die Aussicht, dass im Markt noch ausreichend Platz sei neben Kofler aus Berlin, oder Käfer aus München.

Seit Jahren feilen Jörg Rauschenberger und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „permanent an Verbesserungen unserer Leistungen“, erläutert er sein Prinzip, alle Beschäftigten in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Wir beteiligen die Führungskräfte am Erfolg, pflegen eine feste Kommunikationsmatrix und fördern ein konsequentes Verbesserungs-Vorschlagswesen“, erläutert Rauschenberger das Fundament der Unternehmenspolitik. Jeder Mitarbeiter habe sich auf die Grundsätze verpflichtet, „wie wir die Dinge tun“. Die Kunst sei, hehre Ansprüche wie „die Firma sind Sie, die Mitarbeiter“, „nicht nur miteinander zu reden, sondern sich wirklich zu verstehen“ oder „betrachten Sie einen Gast wie einen Freund“ nicht nur zu formulieren, sondern sie in der täglichen Praxis umzusetzen.

Wie sehr dies Rauschenberger gelingt, lässt sich einerseits am kontinuierlichen Erfolg und andererseits an Auszeichnungen ablesen: Gastronom des Jahres 2006 und aktuell TOP JOB 2012 für „vorbildliches Personalmanagement“. Entsprechend vermeldet Rauschenberger weniger Probleme als manche Kollegen, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Und am liebsten bildet das Unternehmen sie selbst aus: Über 40 Auszubildende lernen bei Rauschenberger vor allem in den Berufen Restaurantfachfrau/-mann, Koch/Köchin, Veranstaltungskauffrau/-mann, sowie Fachkräfte für Lager und Logistik. Pro Jahr investiert die Unternehmensgruppe rund 5.800 Stunden in die Schulung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Teil in der eigenen „Rauschenberger Hospitality Academy“. Hier stehen neben Qualitätsmanagement in Bezug auf die Prozesse und Hygiene-Standards zunehmend die sogenannten Softskills im Fokus: persönliche, auch charakterliche Eigenschaften, die in der Wahrnehmung der Gäste letztendlich den Unterschied machen.

Insofern lasse ihn die Debatte um die „Hygiene-Ampel“ relativ kalt, betont Rauschenberger: „Wir unterziehen uns permanent in Zusammenarbeit mit unabhängigen Instituten freiwilligen Qualitäts- und Hygiene-Prüfungen und sind entsprechend zertifiziert.“ Das intensiv von allen wach gehaltene Augenmerk auf die Qualität in allen Stufen der internen Prozesse, vom Einkauf über die Verarbeitung, die Gästebetreuung bis hin zur Ausbildung, führe zu einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit ihren Aufgaben und dem Unternehmen und beschere den Azubis ständige Bestnoten bei ihren Abschlüssen“, sagt Rauschenberger nicht ohne Stolz.

Bei so viel Akribie wundert es kaum, dass Jörg Rauschenberger als inzwischen 56-Jähriger bereits für seine Nachfolge Sorge trägt. Mit Natascha Müllerschön, die sich aus der Belegschaft heraus empfahl, und seinem Sohn Andreas arbeitet die nächste Generation schon im Unternehmen, verantwortlich für den Event-Verkauf beziehungsweise das Marketing der Gruppe. „Beide müssen sich ihre Sporen und ihre Beteiligungen an der Gesellschaft selbst finanzieren und verdienen“, betont Jörg Rauschenberger. Wenn alles gut geht, werde er sich voraussichtlich in drei Jahren zurückziehen. „Aber so weit bin ich noch lange nicht“, sagt der Unternehmer, der immer die nächsten Ziele vor Augen hat.

Staubsauger

Auf den Teppich der Tatsachen zurück: Ein Staubsauger, der den Staub nicht bei sich behalten kann und Saugroboter, die über Kabel stolpern. Die hat in der April-Ausgabe der Zeitschrift test zehn energiesparende Bodenstaubsauger zu Preisen zwischen 130 und 250 Euro getestet. Zusätzlich prüfte sie noch zwei Saugroboter und zwei Akkuhandstaubsauger.

Insgesamt am besten schnitt der Miele S5381 EcoLine ab. Sechs Staubsauger bekamen die Gesamtnote „Gut“. Auf dem Veloursteppich konnten vier davon am effektivsten den Prüfstaub aufsaugen. Ein Sauger war insgesamt „befriedigend“ und drei schnitten mit der Note „Ausreichend“ ab. Schlusslicht Hoover Xarion TXG 1210 Greenray ging nach dem Dauertest kaputt und saugt nur ausreichend.

Allergiker müssen sich vor dem Thomas Hygiene T2 in Acht nehmen: der einzige Nasssauger im Test hat keinen Hepa-Abluftfilter und bläst eine Menge Feinstaub wieder in den Raum. Außerdem ist er mit einem mittleren Preis von 335 Euro auch noch am teuersten.

Staubsauger-Roboter scheinen auf den ersten Blick ein Traum für den Haushalt zu sein, sind aber noch nicht ganz ausgereift. Die Saugkraft der kleinen Helfer reicht nicht für richtiges Entstauben von Teppichböden, wohl aber für Krümel auf hartem Untergrund. Für die automatischen Saugmaschinen muss man über 400 Euro ausgeben.

Der ausführliche Artikel zu Staubsaugern ist in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/staubsauger veröffentlicht.