Das Museum für die Westentasche

Museen aus der ganzen Welt, darunter allein über 5000 in Deutschland, präsentieren sich in einer neuen App für Andriod-Handys, iPhone und iPad. Sie kann kostenlos in den Stores unter dem Suchbegriff museum.de heruntergeladen werden. Das „Museum in der Westentasche“ informiert den Anwender zum Beispiel über aktuelle Ausstellungen, News, Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Adresse. Viele Museen zeigen darüber hinaus ausführliche Bilderstrecken, die einen guten Eindruck vermitteln, was den Besucher erwartet.

Nach dem Start der App wird sofort das nächst gelegene Museum mit Bild angezeigt. Es erscheint zudem eine Karte der Umgebung. Selbstverständlich lässt sich über die Suchfunktion auch jedes andere Museum aufrufen. Eine weitere Besonderheit: Reisenden können Informationen zu Museen am Zielort schon zu Hause abfragen und so speichern. Das erspart teure Roaminggebühren im Ausland.

Die Museen sind unter http://www.museum.de vertreten und pflegen dort zentral ihre Informationen ein. Nun ist über die App von museum.de dieser multimediale Inhalt für den User auch unterwegs online zugänglich.

Stiftung Warentest: Smartphones

Man könnte sie Riesen-Handys oder Mini-Tablets nennen: 21 Smartphones hat die Stiftung Warentest in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test verglichen. Der Trend geht zu immer größeren Displays. Das Samsung Galaxy Note mit seinem etwa 13-Zentimeter-Bildschirm teilt sich den ersten Platz mit dem auch nicht kleinen Motorola Razr.

Der Handymarkt entwickelt sich ständig weiter: Es gibt inzwischen schnellere Prozessoren, größere Displays und mehr Funktionen. Deshalb hat die Stiftung Warentest für den aktuellen Test ihr Prüfprogramm überarbeitet und bewertet zum Teil strenger als in der Vergangenheit. Trotzdem haben fünf der 21 getesteten Smartphones die Note „Sehr gut“ für ihren Bildschirm bekommen. Das hilft beim Surfen im Internet, E-Mailen und vereinfacht die Navigation.

Einer der beiden Testsieger mit der Gesamtnote „Gut“, das Motorola Razr XT910, bietet die beste Telefonfunktion, hat ein „sehr gutes“ Display und die eingebaute Kamera eignet sich für Videos. Eine Besonderheit ist der HDMI-Ausgang zum Anschluss an den Fernseher. Die Schwäche des Razr ist der nur „befriedigende“ Akku, der zudem vom Nutzer nicht gewechselt werden kann.

Der zweite Testsieger mit dem riesigen Display, das Samsung Galaxy Note, bietet einen „sehr guten“ und hochauflösenden Bildschirm, der sich von allen getesteten Geräten am besten zum Surfen und E-Mail-Schreiben eignet. Allerdings ist es auch unhandlich und schwer, in jede Hosentasche passt das Gerät nicht.

Ein Schnäppchen mit „sehr guter“ Navigation und GPS ist das Sony Ericsson Xperia neo V. Mit 220 Euro ist es das günstigste Smartphone in der Spitzengruppe der getesteten Handys.

Den passenden Prepaid-Tarif für das Smartphone findet man ebenfalls in der aktuellen test-Ausgabe. Handynutzer müssen vor allem darauf achten, nicht auf einen „unechten Prepaid-Tarif“ hereinzufallen, mit dem man tief ins Minus rutschen kann. Denn manche Prepaid-Anbieter lassen trotz leerer Karte noch Telefonate zu, die sie dann im Nachhinein berechnen.

Der ausführliche Test Smartphones ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/smartphones veröffentlicht.

Stiftung Warentest: Smartphones

Es muss kein iPhone sein: Im aktuellen Test der Stiftung Warentest teilt sich das Motorala Atrix den Sieg mit Apples iPhone 4S. Dabei kostet es nur etwas mehr als die Hälfte. Das Atrix hat eine längere Akkulaufzeit und eine bessere GPS-Funktion, aufgrund der deutlich schlechteren Kamera reicht es allerdings nicht zum alleinigen Sieg.

Im Vergleich zum iPhone 4 schneidet die neuere 4S-Version von Apple nicht besser ab. Dies zeigt ein Blick in den Produktfinder Handys unter www.test.de/handys , der 78 Modelle vergleicht. Dort landet das iPhone 4S zusammen mit dem iPhone 4 und drei weiteren Smartphones hinter dem Samsung Galaxy S II auf dem zweiten Rang.

Wer mit seinem Handy vor allem telefonieren und SMS schreiben möchte und keinen Wert auf Internet und Apps legt, ist mit einem Multimedia­handy besser bedient. Die Gattung punktet mit längeren Akku­lauf­zeiten. Ganz vorne platziert sich hier das Nokia C5–00 5MP.

Neben Handys hat die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test auch passende Hand­ytarife verglichen. Für Dauer­nutzer, die sehr viel telefonieren und surfen, empfiehlt sich der Tarif Fonic Smart. Für monatlich 30 Euro bietet er insgesamt 500 Freiminuten und Frei-SMS sowie 500 MB Surfvolumen.

Wenigtelefonierer sind bei n-tv am besten aufgehoben. Mit 6 Cent pro Minute knackt der Tarif n-tv Go! die sonst gängige Preis­grenze von 8 Cent. Zwar ist eine SMS mit 10 Cent etwas teurer, unterm Strich hat n-tv in diesem Segment aber die Nase vorn.

Tipps und Tricks fürs Weihnachtsshopping

Auf zur sicheren Schnäppchenjagd mit AVG

In der Adventszeit kaufen viele Kunden ihre Geschenke online ein. „Der schnellste und einfachste Weg, ein super Schnäppchen zu machen, geht heute über das Internet. Aber leider ist das Shoppen per Computer, Tablet oder Smartphone nicht ungefährlich“, so Dr. Susanne Mildner, Pressesprecherin bei AVG DACH, einem der Global Player für Internet-Sicherheit ( www.avg.de ). „Die Zeit der Weihnachtseinkäufe ist die beste Zeit für Hacker, um Gelder umzuleiten, persönliche Daten zu stehlen oder Verbraucher durch Online-Betrug zu schädigen.“

Mildner schlägt fünf Tipps vor, um sich gegen Malwareattacken und Identitätsdiebstahl zu wappnen:

1. Vermeiden Sie das Einloggen in öffentliche Drahtlosnetzwerke: Jeder kann Software herunterladen, die Ihre persönlichen Daten aus öffentlichen Netzwerken klaut. Wenn Sie online auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken sind, warten Sie, bis Sie zu Hause sind oder Zugang zu einem sicheren Netzwerk haben. Generell sollten Sie öffentliche Drahtlosnetzwerke meiden, wenn Sie Finanzdaten oder sensible Daten austauschen.

2. Böse oder gut? Checken Sie die URL: Handys haben sehr kleine Bildschirme, die nicht die gesamte Webadresse zeigen. Hacker können am Ende der URL Adressen hinzufügen, die den Einkäufer zu verseuchten Seiten führen. Verbraucher sollten die URL checken, bevor sie diese anklicken. Stellen Sie sicher, dass die URL mit „https“ beginnt, bevor Sie Kreditkartendaten eingeben. Dies bestätigt, dass die Seite sicher ist.

3. Vorsicht bei Schnäppchen: Seien Sie vorsichtig bei Online-Anzeigen, die kostenlose Produkte oder extrem günstige Rabatte versprechen. Verbraucher sollten vor dem Einkauf der Weihnachtsgeschenke entsprechende Software von AVG (www.avg.de) herunterladen. Diese verhindert, dass die User Seiten besuchen, die darauf abzielen, Finanzdaten und andere persönliche Informationen zu stehlen.

4. Sensibilisieren Sie Ihre Kinder für die Gefahren des Internets: Die meisten Eltern wissen, dass auch ihre Kinder online sind und die Webseiten der Kaufhäuser durchstöbern, um ihren Wunschzettel zu schreiben. Eine im Auftrag von AVG durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Onlineaktivitäten der meisten 11-13-Jährigen diejenigen der Eltern widerspiegeln – und dies lange, bevor sie in der Lage sind, mit den damit verbundenen Gefahren umzugehen.

5. Jetzt haben Taschendiebe Hochkonjunktur: Wenn Sie sich in das Einkaufsgetümmel wagen, sollten sie Ihre Handydaten sichern. Die Sicherheitssoftware von AVG für Computer und Handys schützt den Verbraucher vor Viren, Phishing Scam und Identitätsdiebstahl. Sogar Taschendiebe können ausgebremst werden, denn die Nutzer können ihre persönlichen Daten selbst aus der Entfernung von jedem verloren gegangenen oder gestohlenen Gerät löschen.

Smartphones und Handytarife

Zwei Smartphones versagten im Regentest

E-Mails oder Internet-Videos immer und überall abrufen und schnell das nächste Kino oder Restaurant finden – mit Smartphones kein Problem. Doch dass es noch große Qualitätsunterschiede gibt, zeigt die Stiftung Warentest in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift test: So überlebten das Blackberry Bold 9780 und das Samsung Omnia 7 den Regentest nicht, und nur zwei von dreizehn getesteten Handys hatten eine „gute“ Kamera. Auch das Betriebssystem ist ein wichtiges Auswahlkriterium.

Testsieger und mit der Note „Gut (2,0)“ gleichauf mit Apples iPhone 4 und dem im Januar getesteten Samsung Galaxy S I9000 ist das HTC Desire HD für 550 Euro, das mit dem Google-Betriebssystem Android arbeitet. Für dieses System sind bereits weit über 100.000 Apps verfügbar, mit denen sich der Funktionsumfang erheblich erweitern lässt. Noch mehr Zusatzprogramme – weit über 300.000 – gibt es nur fürs iPhone-Betriebssystem iOS.

Drei weitere Handys mit anderen Betriebssystemen waren ebenfalls „gut“: Das Blackberry Torch 9800, das Windows-7-Smartphone LG E900 Optimus 7 und Nokias C7-00 mit Symbian^3. Das Symbian-Betriebssystem bietet beispielsweise eine vollwertige Onboard-Navigation ohne Aufpreis. Der Nutzer muss bei der Routenführung dann nicht ständig online sein. Je nach Handytarif spart das Kosten.

Ohne eine günstige Kombination aus Sprach- und Datentarif wird das mobile Surfen schnell sehr teuer. Schon eine einzige Fahrplanauskunft kann dann 5 Euro oder mehr kosten. Wenignutzer können mit dem Tarif friends4free der Billiganbieter hellomobil, maxxim, simply und Weltbild etwa schon für 4,90 Euro monatlich telefonieren und surfen. Dieser Tarif ist jedoch nur online erhältlich.

Bei den vier Netzbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 zahlen Wenignutzer mitunter mehr als das Vierfache für dieselbe Leistung. Für Dauernutzer bieten Cosmo Mobile für 35,10 Euro und Edeka für 37,70 Euro in der Modellrechnung die günstigsten Tarife an.

Hilfe bei der Smartphone- und Tarifwahl bietet die Mai-Ausgabe der Zeitschrift test. Alle getesteten Smartphones im Vergleich liefert der Produktfinder www.test.de/handys. Infos zu den Handytarifen werden online unter www.test.de/downloads regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht – übersichtlich nach sieben verschiedenen Nutzerprofilen gegliedert.

Handy weg – was nun?

Kaum jemand mag sich ein Leben ohne Handy noch vorstellen. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass noch nicht jeder immer und überall erreichbar war. Wie unentbehrlich das Handy längst für viele geworden ist, realisiert man häufig erst, wenn es verloren geht oder gestohlen wird. Oft befinden sich auf dem Gerät auch noch persönliche Daten und Bilder. Ist das Handy futsch, gilt es daher schnell zu handeln. ARAG Experten sagen, was zu beachten ist.

Vorsorgen!

Damit Adressen, Termine und Geburtstage nicht verloren gehen, sollten die Daten regelmäßig außerhalb des Mobiltelefons gesichert werden. Dafür gibt es eine spezielle Software, die persönliche Daten zwischen Handy und Computer synchronisiert. Zudem gibt es Online-Dienste, bei denen die Sicherheitskopie der Daten dann in einer Internet-Datenbank abgespeichert wird. Eine weitere Information, die man am besten direkt nach dem Kauf notieren sollte, ist die „International Mobile Equipment Identity“ (IMEI). Diese Seriennummer ermöglicht es, ein GSM oder UMTS Endgerät einwandfrei zu identifizieren und seinem Nutzer zurückzugeben. Etwa dann, wenn das Handy im Fundbüro oder bei Polizeiermittlungen auftaucht. Dafür muss man den Handy-Diebstahl allerdings bei der Polizei anzeigen. Die IMEI, eine 15-stellige Seriennummer, ist auf dem Typenschild des Handys zu finden. Das befindet sich meist unter dem Akku. Man kann auch die Tastenkombination „Stern-Raute-Null-Sechs-Raute“ eintippen. Dann erscheint die IMEI im Display des Mobiltelefons.

Die Suche

Als erstes sollte man das vermisste Handy anrufen. Klingelt es dann in der Nähe, war die ganze Aufregung umsonst. Sollte das Handy verloren gegangen sein, besteht immer noch die Chance, dass ein ehrlicher Finder das Gespräch entgegennimmt. Dann kann man direkt einen Übergabe-Termin und eventuell einen Finderlohn vereinbaren. Falls der Rufton des Handys auf lautlos eingestellt ist, bringt der Trick mit dem Anruf einen natürlich nicht weiter. In diesem Fall könnte eine Suche per Bluetooth-Funkverbindung klappen, wenn diese Funktion beim Handy aktiviert ist. Mit einem Computer, der über Bluetooth verfügt, durchsucht man die Umgebung nach weiteren Bluetooth-Geräten. Erscheint das Handy, kann es nur wenige Meter entfernt sein.

Die SIM-Karte

Falls die ersten beiden Versuche fehlschlagen, lassen Sie die SIM-Karte Ihres Handys sofort sperren. Dann können Unbefugte nicht über Ihren Anschluss telefonieren. Die Maßnahme kann zudem Ärger ersparen, denn Diebe könnten das Telefon auch für kriminelle Zwecke verwenden. Die Mobilfunkanbieter haben für das Sperren der SIM-Karte Service-Rufnummern eingerichtet. Diese Nummern findet man etwa auf der Internetseite der Anbieter oder in den Vertragsunterlagen. Man kann seine Karte auch über das Online-Kundenportal selbst sperren. Zum Sperren benötigt man meist die folgenden Angaben: Handyrufnummer, SIM-Kartenrufnummer, Kundennummer und Kundenkennwort. Es ist ratsam, die notwendigen Daten aus den Vertragsunterlagen zu notieren und für den Notfall griffbereit zu halten. Die SIM-Kartennummer ist ebenfalls auf der SIM-Karte vermerkt, die im Handy steckt. Laut ARAG Experten bleiben durch den Verlust eines Handys aber sowohl die Handynummer als auch das Guthaben einer Prepaid-Karte erhalten. Diese Informationen sind beim Mobilfunkanbieter gespeichert, nicht auf dem Handy selbst.

Die Versicherung

Wenn das Handy bei einem Einbruch in den eigenen vier Wänden gestohlen wurde oder wenn die Herausgabe des Handys bei einem Raubüberfall mit Gewalt erzwungen wurde, zahlt in der Regel die Hausratversicherung. Ein Überfall muss umgehend der Polizei gemeldet werden, erinnern die ARAG Experten. War allerdings Leichtsinn im Spiel, springt die Hausratversicherung nicht ein. Einige Mobilfunkunternehmen und Versicherungsgesellschaften bieten mittlerweile auch spezielle Handyversicherungen an.

Sperrfunktionen

Ein zusätzlicher Schutz vor Missbrauch durch Unbefugte ist die automatische Tastensperre mit Geheimnummer. Mit ihr sperrt sich das Handy selbst und kann nur durch Eingabe einer Geheimnummer wieder genutzt werden. Unbefugte können das Handy so nicht ohne nutzen. Viele Geräte bieten eine weitere Funktion, die das Telefon verriegelt, wenn es ausgeschaltet oder eine fremde SIM-Karte eingelegt wurde. Entsperren kann es dann nur eine vom Nutzer festgelegte Geheimnummer. Das macht das Handy für den Dieb wertlos, wenn er eine andere SIM-Karte einlegt.

COMPUTERBILD-Test Smartphones

Günstige iPhone-Konkurrenten holen auf

Im COMPUTERBILD-Test: Sechs preiswerte Alternativen zum Apple iPhone 3GS und Nokia N97 mit Touchscreen oder Volltastatur – Testsieger Nokia 5230 mit guter Ausstattung – Aber: iPhone und Co. bei Internettempo und Bedienung vorne

Wenn es ein neues Handy mit Touchscreen oder Schreibtastatur sein soll, denken viele an sündhaft teure Geräte – beispielsweise an das derzeit beste Handy mit Volltastatur Nokia N97 oder das beste Touchscreen-Handy iPhone 3GS von Apple. Dabei gibt es Modelle mit Bildschirm zum Drauftippen oder Volltastatur schon ab 100 Euro. Ob sechs günstige Handys eine Alternative zu den beiden teuren Geräten sind, hat die Zeitschrift COMPUTERBILD getestet (Heft 8/2010, zur Zeit im Handel).

Auf den ersten Blick können einzelne Geräte ab 100 Euro mit den Top-Handys mithalten: So schneidet das Touchscreen-Handy Nokia 5230 (179 Euro) bei den reinen Telefonfunktionen besser ab als die Vergleichsgeräte Apple iPhone 3GS und Nokia N97 für mindestens 569 Euro. Außerdem punktet das Nokia 5230 mit einem großen Touchscreen sowie GPS-Navigation. Im Test erreichte das Handy bei Klangqualität, Sende- und Empfangsempfindlichkeit die besten Noten.

Doch wer ein Handy mit Touchscreen oder Volltastatur kauft, will damit längst nicht nur telefonieren, sondern auch im Internet surfen, E-Mails abrufen und schreiben sowie Foto-, Musik- und Videofunktionen nutzen. Das macht nur Spaß, wenn beim Surfen die Internetgeschwindigkeit flott genug ist und die Bedienung des Mobiltelefons grundsätzlich einfach von der Hand geht. In diesen Punkten zeigen sich jedoch deutliche Schwächen der günstigen Handys im Vergleich zu ihren teureren Vorbildern. So ist beim Nokia 5230 der Internet-Browser zwar deutlich besser als bei den anderen Testkandidaten, aber dennoch langsamer als beim iPhone. Zudem bieten nur zwei der sechs getesteten Handys UMTS für schnelles Internet unterwegs. Eine WLAN-Funktion, womit sich der DSL-Anschluss zu Hause oder im Büro nutzen lässt, hat sogar nur das Volltastatur-Handy BlackBerry Curve 8520 (200 Euro) von RIM. Damit eignen sich die sechs Testkandidaten für E-Mail oder Internet-Chats, Internetseiten zeigen alle dagegen recht langsam und nicht immer im vollständigen Layout an.

Auch in Sachen Bedienung kann kein Testkandidat dem iPhone das Wasser reichen. Zwar ähneln viele Handy-Menüs auf den ersten Blick dem des Apple-Handys, doch keines der preiswerten Geräte lässt sich genau so einfach und intuitiv bedienen. Die Touchscreen-Steuerung bei zwei getesteten Samsung-Handys und beim LG GD510 Pop (169 Euro) reagiert besonders träge auf Eingaben, zudem fehlt eine clevere Suchfunktion um auf dem Handy gespeicherte Inhalte schneller zu finden. Fehlbedienungen und umständliche Klickfolgen können somit an der Tagesordnung sein. Beim Nokia 5230 können Nutzer immerhin wie beim iPhone per „Schubsen“ mit dem Finger blättern. Verwirrend ist allerdings, dass der Nutzer mal einmal, mal doppelt auf einen Menüpunkt tippen muss. Den Kürzeren ziehen die günstigen Handys ebenso bei Foto, Video und Musik: Keines der getesteten Geräte übertrumpft in diesem Bereich das teurere Vergleichsgerät Nokia N97.

Fazit: Der COMPUTERBILD-Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger Nokia 5230 (Testergebnis: 2,53) kommt den großen Vorbildern Apple iPhone (2,17) und Nokia N97 (2,18) vergleichsweise nahe. Für einen sehr günstigen Preis von 179 Euro (Marktpreis ab 128 Euro) bietet das Handy mit seinem großen Touchscreen, Internet per UMTS sowie kostenloser GPS-Navigation fürs Auto sogar jede Menge Ausstattung. Bei Internettempo, Bedienung und Bildschirmgröße liegt die preiswertere Konkurrenz im Vergleich zu den Top-Handys jedoch deutlich hinten. Allerdings leeren sich die Akkus von iPhone und Co. meist schneller als bei den Günstighandys.

Aktuelle Handys im Test finden Sie auch unter www.computerbild.de/tests/handys

Betrug!

Werbetricks: COMPUTERBILD warnt vor falschen Versprechen

Flunkereien, Übertreibungen, Falschaussagen in Werbung für Handys, PCs und Unterhaltungselektronik – Die 43 schlimmsten Werbetricks: COMPUTERBILD zeigt, was hinter den Sprüchen der Anbieter steckt

In der Werbung ist alles erlaubt – das glauben anscheinend viele Hersteller und Händler von Handys, Computern und Unterhaltungselektronik. Um ihre Produkte an den Mann zu bringen, werben sie mit dreisten Flunkereien und miesen Tricks. COMPUTERBILD hat Hunderte Prospekte und Internetseiten gesichtet und zeigt in der aktuellen Ausgabe, wie Verbraucher übers Ohr gehauen werden (Heft 21/2009, seit Montag im Handel).

Anbieter von Audio-, Video- oder Fotoprodukten greifen gerne in die Trickkiste. Beispielsweise Panasonic: Der Fotoapparat „Lumix G1“ ist laut Werbung mit 385 Gramm „extrem kompakt und leicht“. Doch das genannte Gewicht gilt nur ohne Akku und Objektiv – ein beliebter Trick, den fast alle Hersteller anwenden. Auch gern verwendet: „Bis zu“-Formulierungen, sobald es um Zahlen geht. Kamera-Akkus, die „bis zu“ 1.700 Aufnahmen ermöglichen, erreichen diese Werte in der Praxis so gut wie nie.

In der Handy-Werbung wird ebenso fantasievoll geflunkert. Beispielsweise scheitert flottes „endlos surfen“ in den günstigen iPhone-Tarifen daran, dass T-Mobile bei Dauer-Surfern nach einer Weile die Datenübertragung deutlich ausbremst. Und Nokia wirbt für sein Musikhandy 5310 Xpress Music damit, dass sich 3.000 Musikstücke im Handy speichern lassen. Allerdings geht das nur, wenn es sich um ganz kurze Stücke in schlechter Qualität handelt (64 kbps) – Musik aus dem Nokia-Music-Store gibt es aber nur ab 128 kbps. Beliebt sind auch Abkürzungen hinter denen sich veraltete Technik versteckt: So weiß nur ein Experte, dass ein Handy mit „HSCSD“ deutlich langsamer im Internet surft als ein Gerät mit dem UMTS-Datenturbo „HSDPA“. Dazu passt ein Trick von E-Plus: Der Mobilfunkanbieter preist einen USB-Funkstift zum Internetzugang mit „HSDPA-Datenübertragung“ an, obwohl E-Plus die HSDPA-Technik nur punktuell im Testbetrieb hat.

Mit viel Fantasie kämpfen auch Anbieter von Computern und Zubehör um Kunden. Laut Karstadt-Prospekt schafft der Epson-Drucker Stylus SX100 34 Seiten pro Minute – schwarz-weiß und in Farbe. So schnell ist er aber nicht mal laut Epson-Datenblatt. COMPUTERBILD-Tester mussten bereits auf einen einseitigen Farbausdruck zwischen 20 Sekunden und neun Minuten warten.

COMPUTERBILD rät getäuschten Verbrauchern, sich zu wehren. Wenn dem gekauften Gerät eine in der Werbung zugesicherte Eigenschaft fehlt – beispielsweise das versprochene Bluetooth bei einem Handy – muss es der Händler zurücknehmen. Leistungsangaben mit „bis zu“ muss der Anbieter jedoch nicht einhalten. Es reicht, wenn der Wert annähernd erreicht wird und nicht zu stark abweicht.

www.computerbild.de

Test: MP3 Player

Multimediaplayer & Co im Test: schwer in Ordnung

„Konsument“: Wirklich guter Klang meist nur mit neuen Kopfhörern.

MP3-Player haben sich zum Multimediagerät gewandelt, das Videos spielt, als
Diktiergerät, Wecker, Telefon, Digicam oder Freisprecheinrichtung dient. Wie gut sich
diese bei der Ton- und Bildqualität schlagen, zeigt ein aktueller „Konsument“-Test von
insgesamt 18 Geräten – darunter Multimediaplayer, Handys mit Multimediaplayer und
MP3-Player. In puncto Tonqualität können die Player nur wenig punkten. Das liegt
allerdings nicht an den Geräten selbst, sondern wie bereits in früheren Tests an den
Kopfhörern. Auch bei der Bildqualität gibt es Abstriche, besonders die Handys haben
hier noch Nachholbedarf. Gesamt wurde acht Mal ein „gut“ und zehn Mal ein
„durchschnittlich“ vergeben.

„Wer wirklich guten Klang möchte, kommt um neue Kopfhörer kaum herum. Ausnahmen sind
die zwei getesteten Multimediaplayer von Samsung und der Apple iPod shuffle, wobei
letzterer ohnehin nur über die Original-Kopfhörer bedient werden kann“, resümiert
„Konsument“-Technikexperte Peter Gradauer. Wer auf hochwertige Bildqualität setzt, hat
abgesehen von einigen Geräten wenig Grund zur Freude. Mit „sehr gut“ schneiden aber
zumindest die beiden Testsieger (jeweils von Archos) und der Cowon O2 ab, wobei die
Modelle von Archos mit mehr als einem halbem Kilogramm zugleich die schwersten
Produkte im Test sind. Zumindest für sportliche Aktivitäten sind sie daher wenig geeignet.

Die Preisskala reicht von 74 Euro bis 508 Euro – das billigste „gute“ im Test kostet 231 Euro.

Die drei getesteten Handys mit Multimediaplayer können bei der Klang- und Bildqualität
weniger überzeugen. Eine geringe Betriebsdauer, lange Uploadzeiten und eine scheinbar
endlose Wartezeit vom Einschalten bis zur Wiedergabe trüben den Musikgenuss zusätzlich.

Bei der Vielseitigkeit räumen sie hingegen allesamt ein „gut“ ab. Die reinen MP3-Player ohne
Videofunktion sind zwar keine Allroundgenies, dafür aber kompakt, leicht und mit 45 bis 86
Euro vergleichsweise preisgünstig, während die getesteten Handys ab 320 Euro aufwärts
kosten.

Positiv aufgefallen im Test: Die Produzenten haben dazugelernt, womit alle Produkte – bis
auf den getesteten MP3-Player von Sony – vom Computer als eigenes Laufwerk erkannt
werden und so leichter mit Musik bespielt werden können. Und: Die Betriebsdauer ist im
Vergleich zu früheren Tests bedeutend länger geworden.

Den gesamten Test gibt es ab dem 30.7. im August-„Konsument“ sowie ab sofort auf
www.konsument.at.

Multimediaplayer: Ernst zu nehmende Konkurrenz durch Handys

Multimediaplayer: Ernst zu nehmende Konkurrenz durch Handys

Multimediaplayer sind heute wahre Alleskönner: Sie geben Videos wieder, können
sich ins Internet einloggen, Fotoshows abspielen und Radio empfangen. Im Bereich
Mobilfunk erwächst jedoch eine ernst zu nehmende Konkurrenz. Die Handys sind
nämlich dabei, nicht nur den Digitalkameras den Rang abzulaufen, sie machen auch
zunehmend als Musicplayer Furore. Das Testmagazin „Konsument“ hat für seine
aktuelle Ausgabe einfache MP3-Player, Multimediaplayer sowie Handys mit
Multimediaplayer getestet. Fazit: Die Handys sind auf der Überholspur.
Die hochpreisigen Produkte versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen, vor allem mit dem
kabellosen Zugang ins Internet via WLAN. Zu einem Preis von rund 200 Euro aufwärts
bekommt der Hightech-Fan bei Apple und Archos beispielsweise auch einen Touchscreen
mit ins Gepäck. Darüber hinaus werden von den meisten Herstellern Radioempfang und
Foto-Diashow angeboten, viele Multimediaplayer bieten zudem bekannte Features wie
Diktiergerät, Stoppuhr, Kalender oder Timer. „Ein Wermutstropfen ist, dass gerade die guten
Produkte – mit Ausnahme des Testsiegers Archos 5 – vom Computer nicht als externe
Festplatte erkannt werden können. Das macht den Transfer der gespeicherten Daten
mühsamer“, kritisiert „Konsument“-Technikexperte Peter Gradauer.
Die Mehrzahl der getesteten Geräte verfügt über eine Foto- und Videofunktion. Doch wer
sich von den Playern Kinoerlebnis im Taschenformat erwartet, wird enttäuscht: Abgesehen
von den Stockerlplätzen gibt es kein Gerät, das ein gutes Ergebnis liefern kann.
Aber auch einfache MP3-Player haben nicht ausgedient. Sie sind preisgünstig, kompakt und
leicht. Allerdings schmälern einfarbige oder gar keine Displays, geringe Speicherkapazität,
lange Ladezeiten beim Musiktransfer und kurze Betriebsdauer pro Akkuladung den Genuss.
Eines haben die meisten Video- und die Musicplayer gemein: den wenig berauschenden
Ton. Schuld dran sind die mitgelieferten Kopfhörer. Wer Wert auf den Klang legt, kommt um
hochwertige Kopfhörer nicht herum.
Die Handyplayer können mittlerweile locker mit den Multimediaplayern mithalten. Wer also
vor einer Neuanschaffung steht, könnte auch eine All-in-one-Lösung in Erwägung ziehen.
„Wer das Telefon den ganzen Tag als MP3-Player nutzt, ist mangels Akkuleistung für
Telefonate eventuell nicht mehr erreichbar“, gibt Gradauer aber abschließend zu bedenken.
Die detaillierten Testergebnisse erhalten Leser in der aktuellen Jänner-Ausgabe von
„Konsument“ sowie online auf www.konsument.at