Gastro-Gründerpreis 2015

Aus alt mach neu: Am 28. September 2015 wurden die sechs Gewinner des Gastro-Gründerpreis 2015 auf der Berlin Food Night ausgezeichnet. Mehr als 325 Gastronomiegründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bewarben sich um den begehrten Preis. Die 12-köpfige Expertenjury wählte die besten Gründungsideen, die sie mit Innovation, Know-how, Gründergeist und solidem Unternehmertum überzeugten. Die Gewinnerkonzepte vereinen Tradition und Innovation. Dabei gehen viele der Gründer zurück zu den Wurzeln und verleihen Klassikern wie Eiscreme, Haferbrei, Stulle & Co. den Aha-Effekt, der Appetit auf mehr macht:

Woop Woop Icecream
Friedrichstraße 48, 10117 Berlin – www.woopwoopicecream.de
Link zum Film: http://youtu.be/iwQb2jClWvY
Die traditionelle Speiseeisherstellung revolutionieren und neu erfinden? Woop Woop Icecream hat es geschafft! Mit -196 °C kaltem Flüssigstickstoff zaubern der Physiker Boris König und der Betriebswirt Philipp Niegisch vor den Augen ihrer Gäste innerhalb weniger Sekunden die frischesten Eiskreationen aller Zeiten. Über das spektakuläre und einzigartige Live-Erlebnis mit Charme staunen nicht nur ihre Kunden, sondern auch die Jury des Gastro-Gründerpreis.

Stullenbüro
Görlitzer Straße 37, 01099 Dresden – www.stullenbüro.de
Link zum Film: http://youtu.be/cQ_g5hZWVYw
“Warum gibt es keine Stulle to go?”, grübelte Kommunikationsdesignerin Luisa Dlugay mit ihrer Mutter bereits vor vielen Jahren. Im Stullenbüro schmiert die junge Gastronomin nicht nur Butter aufs Brot. Mit ausgefallenen, selbst kreierten Aufstrichen wie Blaubeer-Pinienkern-Pesto oder Rhabarber-Chutney macht sie die Stulle zum gesunden, salonfähigen „Feel good Fast Food“ – hochwertig, frisch und zeitgemäß. Die schnöde Stulle als kulinarischer Leckerbissen? Kaum zu glauben, aber wahr!

Sterling’s Jamaican Catering
Am Wiesenweg 29, 97262 Erbshausen – www.sterlings.de
Link zum Film: http://youtu.be/tPsqOkxe6XQ
Karibische Küche gepaart mit kühlem Craft Beer – eine prickelnde Kombination. Genau damit trifft Sterling’s Jamaican Catering den Geschmack der Jury. Die Biersommeliere Ines Bergauer und der Koch Vinroy Sterling aus Erbshausen kombinieren internationales Craft Beer mit traditionellem jamaikanischen Essen zum karibischen Erlebnis. Das sympathische Gründerteam vereint damit verschiedene Kulturen und bricht mit der Tradition, Wein als klassisches Beigetränk zu servieren.

Lucky Lunch
In den Rohwiesen 23 b, 63303 Dreieich – www.luckylunch.de
Link zum Film: http://youtu.be/wSOobpfWows
Food Trucks aufgepasst: Die Food Bikes von Lucky Lunch erobern die Straßen! Umweltfreundlich, ohne Lärm und Abgase rollen die Räder von Dirk Quasten durch die Frankfurter Straßen und beliefern ihre Gäste mit einem Mittagsessen, das jede noch so schlechte Stimmung aufhellt. Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, hält Lucky Lunch trotz des begrenzten Platzes für jeden etwas Passendes parat: Die wandelbaren Fahrräder tragen unterschiedliche Gerichte auf den Gepäckträgern.

Haferkater
Boxhagener Straße 76 – 78, 10245 Berlin – www.facebook.com/Haferkater
Link zum Film: http://youtu.be/eU9Im1M69Zw
Gegen den Einheitsbrei beim Frühstück: Für die drei Jugendfreunde Leandro Burguete, Anna Schubert und Levin Siert ist Porridge ihr täglich Brot. Das Gründerteam befreit den Haferbrei vom verstaubten Image und verfeinert ihn mit kunterbunten, gesunden Zutaten. Von wegen geschmacklos – Haferbrei wird zum Trendgericht! Den Gästen schmeckt’s. Auch die Jury des Gastro-Gründerpreis hat das sympathische Team mit seiner Expertise und Leidenschaft überzeugt.

HavelGut
Kladower Damm 217, 14089 Berlin – www.havelgut.de
Link zum Film: http://youtu.be/yROWiU3s3xU
Bauer sucht Frau einmal andersrum: Die erfahrene Gastronomin Antje Matthes träumte schon lange von einem eigenen, nachhaltigen Restaurant. Bei ihrer Suche trifft sie auf den Bauern Christian Heymann und seinen Acker. Die Idee zum HavelGut ergibt sich fast von selbst. Das sympathische Team bringt Speisen direkt vom Acker auf den Teller. Alles, was die eigene Ernte hergibt, wird verwertet. In idyllischem Ambiente setzt das HavelGut Nachhaltigkeit auf sympathische Weise konsequent um.

Jedem Gewinner steht ein eigener Mentor aus dem Kreis der Jury mit Rat und Tat zur Seite. In diesem Jahr engagieren sich folgende Jurymitglieder:
Christian Rach, Gastronomieexperte
Enie van de Meiklokjes, Moderatorin und Backexpertin
Heinz ‚Cookie’ Gindullis, Gastronom und Nachtclublegende
Vanessa Koch, Gastronomie- und Service-Coach
Sophia Hoffmann, Vegane Köchin und Food Bloggerin
Alexander van Hessen, Berlin Food Week
Marcus W. Mosen, ConCardis
Werner-Ulrich Lange, Melitta Professional
Erich Nagl, ETL ADHOGA
Alexander Thürer, fizzz Magazin
Pawel Rychlinksi, MasterCard
Jakob Schreyer, orderbird

Die Sieger erhalten ein pralles Komplettpaket für Gründer im Wert von je über 10.000 Euro:
5.000 Euro Startkapital

Unterstützung durch den eigenen Mentor
Gründungsberatung durch die ETL ADHOGA
iPad-Kassensystem von orderbird inklusive iPad Air und Jahreslizenz
Gutschein für ein Melitta-Kaffeesystem im Wert von 1.000 Euro
Barista-Kompakt-Kurs an der Berlin School of Coffee
Mediale Unterstützung, u.a. durch Gründerportrait im fizzz Magazin
Professionelles Foto-Shooting

Stimmen aus der Jury
Sophia Hoffmann
„Ein innovatives Konzept mit Machern, die Lust haben, ihre Gäste
täglich aufs Neue zu begeistern – diese Kombination gehört für mich zu einem Gründungskonzept, das der Gastro-Gründerpreis unbedingt fördern sollte“, beschreibt Vanessa Koch, Gastronomie-Coach ihre Erwartungen an die Gewinner.

Christian Rach
Gastronomieexperte Christian Rach betont die unternehmerische Seite einer Gastronomiegründung: „Ein Koch, der nur Liebe zum Essen, aber kein Unternehmer-Gen mitbringt, sollte die Finger von der Selbstständigkeit lassen. Wenn man nicht in der Lage ist, unternehmerisch zu denken und zu handeln, braucht man unbedingt einen Partner, der die wirtschaftliche Seite perfekt abdeckt. Ansonsten ist Scheitern vorprogrammiert.“

Vanessa Koch
„Mit einfachen aber grandiosen Ideen, die nicht nur wirtschaftlich gut durchdacht sind, sondern auch die Themen Nachhaltigkeit, Originalität und Service großschreiben, konnten mich die Teilnehmer des Gastro-Gründerpreis dieses Jahr beeindrucken“, ergänzt die vegane Köchin und Food Bloggerin Sophia Hoffmann.

Erich Nagl
Erich Nagl von der ETL ADHOGA fasst die Zutaten für einen erfolgreichen Start in der Gastronomiebranche zusammen: „In erster Linie ist es der unbedingte Glaube an sich selbst und an die eigene Vision, gefolgt von der Bereitschaft, Entbehrungen hinzunehmen und viel zu arbeiten. Erst an dritter Stelle kommt das notwendige Kapital. Es geht nicht ohne, aber es ist nicht das Wichtigste.“

Über den Gastro-Gründerpreis
Der Gastro-Gründerpreis prämiert seit 2014 die besten Gründungskonzepte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Gründungsinitiative wird initiiert und veranstaltet von orderbird, dem Anbieter des Nr. 1 iPad-Kassensystems für die Gastronomie. Ermöglicht wird der Gastro-Gründerpreis von den Partnern ConCardis, dem erfahrenen Spezialist für bargeldlose Zahlungen, MasterCard, dem führenden Anbieter für Zahlungsverkehrslösungen, Melitta Professional, dem Experten für professionelle Kaffeezubereitung und ETL ADHOGA, der Steuerberatung für Hoteliers und Gastronomen. Als Sponsoren fördern Vöslauer Mineralwasser, die Berlin School of Coffee, die Kaffeetrainer für Profis, die Berlin Food Week, sowie der Medienpartner fizzz die Gründerinitiative für die Gastronomie.

Studie zu Urlaubserinnerungen

Wissenschaftliche Studie findet heraus, wie Urlaubsmomente zu lebenslangen Erinnerungen werden

Bei Urlaubserinnerungen sind Männer emotionaler als Frauen
Ein Film über Urlaubserinnerungen der Deutschen wäre 104 Minuten lang
Zwei von drei Deutschen genieβen Momente nicht richtig – weil sie zu sehr damit beschäftigt sind, darüber auf Social Media zu posten

Wissenschaftler haben den Code geknackt, der dafür sorgt, dass man einen magischen Urlaubsmoment nicht nur genieβt, sondern zu einer lebenslangen Erinnerung macht. Und es kommt vor allem auf die Menschen an, mit denen man verreist: Die Formel lautet Begleitung (22%) + Zeit (17%) + Ort (15%) + Aktivität (11%) + Einmaligkeit (10%) + Geräusche (9%) + Wetter (6%) + visuelle Eindrücke (5%) + Gerüche und Geschmäcker (5%). Es ist diese Formel, die garantiert, so Laboruntersuchungen, dass ein Urlaub in der Erinnerung länger hält als die Sonnenbräune auf der Haut.

Die „Studie des Moments“, die erste ihrer Art, wurde in Auftrag gegeben von lastminute.de, um zu ermitteln, was einen Urlaubsmoment unvergesslich macht. Die Studie wurde durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Neuropsychologen Dr. David Lewis und Mindlab International auf Basis einer wissenschaftlichen Laboruntersuchung sowie einer repräsentativen Umfrage mit 6.000 Europäern.

Demnach ist jetzt die richtige Zeit, das Leben voll zu genieβen, denn mehr als die Hälfte (56 Prozent) der liebsten Erinnerungen der Deutschen fanden im Sommer statt.

Die Untersuchung fand auch heraus, dass Frauen und Männer sich ganz unterschiedlich an besondere Momente erinnern. Überraschenderweise sind es Männer, die eher emotional werden, wenn sie sich an die unmittelbaren und sinnlichen Details wie visuelle Eindrücke und Geräusche erinnern – sie bemerken Vogelgezwitscher und Musik als zwar kleine aber wichtige Komponenten einer bleibenden Erinnerung. Frauen hingegen messen den wesentlichen Merkmalen, wie zum Beispiel dem Ort des Geschehens und der Aktivität, viel mehr Bedeutung bei. Für das weibliche Geschlecht geht es also mehr um das Erinnern eines feurigen Tangos in einem versteckten Gässchen, für Männer mehr um den salzigen Meeresgeruch oder das Geräusch von Wellen.

Urlaubsmomente der Deutschen – ein Film von über sieben Milliarden Minuten

Aus dem Flugzeug in die sonnige Wärme des Ferienortes treten oder ein Urlaub mit einem geliebten Menschen sind laut der Studie weit emotionalere Erlebnisse, als die Vorstellung eines Lottogewinns oder einer Beförderung. Tatsächlich haben beinahe zwei von fünf (38 Prozent) der kostbarsten Erinnerungen der Deutschen mit ihren Reisen zu tun, was zeigt, wie wichtig diese Zeit ist, auch wenn sie schon lange zurückliegt. Und würde ein Film gemacht über die besten Lebensmomente der Deutschen – einschlieβlich erster Kuss, Familienfeste, neuer Job oder neues Zuhause – wäre dieser 201 Minuten lang (so lang wie ‚Der Herr der Ringe (3)‘). Ein Film nur über ihre Reiseerlebnisse wäre 104 Minuten lang (so lang wie ‚X-Men‘) – umgerechnet auf die deutsche Bevölkerung ist das Urlaubs-Filmmaterial von über sieben Milliarden Minuten.

Dr. David Lewis über die Studie: “Die Erinnerungen eines jeden Menschen sind einzigartig – aber es gibt eine Sache, in der sie sich kaum voneinander unterscheiden und das sind die Bestandteile, die diese Erinnerungen letztendlich ausmachen. So hatten die wertvollsten Erinnerung in unseren Laborunterstuchungen fast immer etwas mit den wichtigsten Personen im Leben der Probanten zu tun, wie etwa dem Partner, der Familie oder guten Freunden. Menschen also sind beim Kreieren von Erinnerungen ausschlaggebend. Es ist wichtig, in diese wertvollen Erinnerungen zu investieren, damit man in schlechten Zeiten von ihnen zehren kann.“

Perfekter Urlaub: Sonnenuntergänge, Sand zwischen den Zehen und Salz auf der Haut

Die unvergesslichsten Urlaubsmomente der Deutschen sind laut der lastminute.de-Studie: ein wunderschöner Sonnenuntergang (37 Prozent), der Sprung ins Meer (29 Prozent), und das erste Mal den Sand zwischen den Füßen spüren (26 Prozent) – all das schlägt bei weitem, den ganzen Tag nur faul am Pool abzuhängen (sieben Prozent). Tatsächlich ist es für mehr als jeden zweiten Deutschen (53 Prozent) der Mix aus Entspannen und Erkunden, der am ehesten regeneriert und glücklich am Ende eines Urlaubs macht.

Superurlaub statt Superman

Und was, wenn morgen – ganz ohne Gegenleistung – ein ganz persönlicher Traum in Erfüllung gehen würde? Neben dem Wunsch, den kostbarsten Moment noch einmal zu erleben (43 Prozent) und Zeit mit der Familie zu verbringen (38 Prozent), ist es eine Reise an einen Ort, an dem man niemals zuvor gewesen ist (28 Prozent). Deutsche würden all das sogar einer Superkraft (21 Prozent), einem neuen Auto (20 Prozent) oder Sex (15 Prozent) vorziehen.

Folgen, sharen, liken statt zurücklehnen und den Moment genießen

Um das Beste aus jedem Moment im Urlaub zu machen, ist es essentiell, so 58 Prozent der Deutschen, entspannt zu sein und abzuschalten. Aber genau das ist nicht so einfach: Fast Zweidrittel (63 Prozent) sind zu beschäftigt, um Momente genieβen zu können. Beinahe die Hälfte (46 Prozent) verpasst sogar wahre Schlüsselmomente, weil sie sie direkt auf Social Media posten wollen, statt sie zu genieβen – unter den 25- bis 34-jährigen sind es ganze 54 Prozent. Fast Dreiviertel der Befragten (74 Prozent) bereuen dies.

Paco Perez

Kulinarisches Kino: Das Geheimnis des Sherry

Paco Pérez kocht auf der Berlinale zu einer filmischen Hommage an den fast vergessenen Wein aus Spaniens Süden. Doch nicht nur der Sherry inspiriert den katalanischen Spitzenkoch – auch das Kino prägt seine Gerichte im Sternerestaurant „Cinco“.

Er ist der Wein Andalusiens. Er inspirierte Shakespeare zu Versen, britische Piraten zu Raubzügen und Orson Welles zum Trinken. Doch sein Image ist im Laufe der Jahre eingestaubt, der vielseitige Geschmack nahezu in Vergessenheit geraten. Nun entdeckt eine neue Generation das Traditionsgetränk Spaniens wieder und der Sherry kehrt zurück an den Esstisch. Den Verfall und die Renaissance des charaktervollen Weins sowie seiner seltenen Variante, dem Palo Cortado, dokumentiert ein neuer Film von Regisseur José Luis López Linares. Am 11. Februar wird „Jerez & El misterio del Palo Cortado“ in der Berlinale-Reihe „Kulinarisches Kino“ uraufgeführt. Begleitet wird die Weltpremiere von einem Menü des Katalanen Paco Pérez, der neben der Küche im Berliner Boutiquehotel Das Stue zwei Zwei-Sterne-Restaurants in seiner Heimat betreibt.

Passend zum Film greifen die Gerichte des Abends unterschiedliche Sherry-Sorten auf. Nach Manzanilla-Sherry-Gelee mit Seespinne und Sherry-Luft zur Vorspeise, folgen wild gefangener Zackenbarsch mit einer Palo Cortado Reduktion und eine Moskatel-Eiscreme mit Fassgeschmack und Rosinen. „Wir wollen die vielen Facetten des Weins erlebbar machen – seine Frische und Vitalität, aber auch die oxidativen Noten. Darin ist das Menü wie der Film“, so Pérez. Was die Dokumentation indes sehenswert macht, liegt für ihn auf der Hand: „Für mich ist das Besondere, wie authentisch die Charaktere des Films vermitteln, was der Wein aus Jerez ihnen bedeutet. Wie er die Gegend und ihre Kultur geprägt hat. Diese kleinen und großen Geschichten berühren und die Menschen, die den Wandel der Weingüter durch die Zeit persönlich miterlebt haben, bringen den Zuschauer dazu, den Sherry lieben zu lernen.“

Aber auch abseits der Festivalbühne fasziniert das Kino den Katalanen. „Filme sind eine wundervolle Kunst. Dieses wohl dosierte Zusammenspiel aus Realität und Fiktion begeistert mich schon immer“, schwärmt der 52-Jährige. Selbst für neue Gerichte dienen seinem Team ab und an Leinwandklassiker als Ideenquelle. „Eines unserer Desserts im Cinco ist von Regisseur Quentin Tarantino und seinem Erfolgsfilm Kill Bill inspiriert“, verrät Küchenchef und Patissier Andreas Rehberger, der zusammen mit seinen beiden Kollegen Monty Aguiló und Patricio Pato Zucarini die Geschicke der Berliner Dependance von Paco Pérez leitet. „Die Tarta Nevada ist ein weißes Törtchen aus Schokolade und Joghurt, gefüllt mit flüssiger Himbeere. Sobald der Gast es ansticht, erinnert der Teller an die kunstvoll-blutigen Kampfszenen der Hauptdarsteller im Schnee“, erklärt der Österreicher.

Das Kulinarische Kino gehört mit 16 Filmen zu einem der Publikumsfavoriten während der Berlinale. Karten für Filme mit Menü kosten 85 Euro. Vorverkauf ab sofort an den Vorverkaufsstellen in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Haus der Berliner Festspiele, im Kino International, der Audi City Berlin sowie online unter www.berlinale.de

Istrien

ORF sucht „Geschmack Europas“ in Istrien: Präsentation der neuen Folge der TV-Kulturreihe mit Lojze Wieser – Am 23. November in der „matinee“

Wie schmeckt Europa? Antworten auf diese Frage sucht und findet die ORF-TV-Reihe „Der Geschmack Europas“, die anhand der Geschichte des Essens die Geschichte unseres Kontinents, seiner Kulturen, Sprachen und Menschen erzählt. Sechs Dokumentarfilme sind seit ihrem erfolgreichen Start im Herbst 2013 bereits ausgestrahlt, die jüngste und siebente Folge dieser Produktion der ORF-TV-Kulturabteilung führt nach Istrien und feiert am Sonntag, dem 23. November 2014, TV-Premiere (um 9.05 Uhr im Rahmen der „matinee“ in ORF 2; Dakapo um 12.00 Uhr in ORF III).

Martin Traxl: „Einer der großartigsten Landstriche Europas überhaupt!“

„Das Interessante an Istrien ist das Grenzüberschreitende, was auch dem Charakter unserer TV-Reihe entspricht“, sagt Martin Traxl. „‚Der Geschmack Europas‘ ist eine kulinarische Vermessung von Regionen und Kulturräumen. Es geht darum, die historischen Hintergründe zu erkären, Mentalitäten zu entdecken, ihre kulturellen Ursachen zu erkunden. Das versuchen wir hier über die Kochtöpfe und haben dafür mit Lojze Wieser als Präsentator einen ausgesprochenen Kenner und Gastrosophen.“

Wie schmeckt Istrien für Traxl: „Salzig und süß, bitter und sauer, nach Meer und nach Bergen, nach der roten Erde, die man überall sieht, es schmeckt einfach einzigartig. Diese Einzigartigkeit resultiert aus einer außergewöhnlichen Durchmischung der Kulturen. Und das meiste hat sich aus einer Einfachheit heraus entwickelt, aber die Grundprodukte sind einfach so gut – vom Öl über die Trüffeln bis hin zum Wein -, dass es einem lukullischen Paradies gleichkommt. Ich halte Istrien für einen der großartigsten Landstriche Europas überhaupt“, so Traxl.

Lojze Wieser: „Verführerisch, lustvoll und zum nie Aufhören!“

TV-Reiseführer der kulturellen Gaumenreisen ist Lojze Wieser – seines Zeichens Gourmet, Gastrosoph, Autor und Verleger mit Schwerpunkt auf südosteuropäischer Literatur. Für ihn ist Istrien ebenso eine ganz besondere Region: „Ein Land, in dem sich die Sprachen und die Kulturen die Hand gegeben haben, weil es immer wieder entsiedelt und neu besiedelt wurde. Ein widerständiges Land, dessen Menschen gelernt haben, mit Armut zurechtzukommen und daraus ihren Reichtum schöpfen.“ Wie schmeckt Istrien für ihn? „Süß, herb, mild, aromatisch, verführerisch, lustvoll und zum nie Aufhören!“

Ranko Vlatkovic: „Wir hoffen, dass dieser Film viele Menschen anspricht“

Tourismusdirektor Ranko Vlatkovic setzt große Hoffnungen in die Istrien-Dokumentation der Reihe „Der Geschmack Europas“, denn „die Österreicher sind bisher bereits unter den Top 3 der internationalen Gäste zu finden. 2014 hatte Istrien bisher 22 Millionen Nächtigungen, davon entfielen gut 10 Prozent, genauer 2,6 Millionen, auf Gäste aus Österreich.“ Die Entwicklungen sind positiv, wie der Touristiker betont, könne das Land und auch Istrien, das ganze Jahr lang bereist werden – entsprechend dem aktuellen Werbemotto „Kroatien 365“. „Wir hoffen, dass dieser Film viele Menschen anspricht und uns viele Gäste aus dem deutschsprachigen Raum bringt.“

Mehr zum Inhalt von „Der Geschmack Europas – Istrien“:

Nach dem slowenischen Karst, der Innerschweiz, Siebenbürgen, der toskanischen Maremma, der Lausitz und dem spanischen Galicien führt nun die bereits siebente Ausgabe von „Der Geschmack Europas“ nach Istrien, die berühmte Halbinsel an der nördlichen Adria, auf der in den vergangenen Jahrtausenden zahlreiche Völker und Kulturen ihre eindrucksvollen Spuren hinterlassen haben.
Istrien reicht von Triest bis nach Rijeka, von Piran bis Pula. Die Halbinsel war Zufluchtsort für Piraten, Wanderer und müde Touristen. Viele haben hier ihre Spuren hinterlassen: von den Histriern, Illyrern und Römern bis hin zu den Kroaten; außerdem Slowenen, Italiener, Istrorumänen und die österreich-ungarische Monarchie. Lojze Wieser begibt sich mit dem Filmteam auf die Suche nach dem wohl besten Trüffel der Welt, fischt nach Austern, entdeckt auf Fresken mittelalterliche Totentänze und staunt über die geheimnisvollen Schriftzeichen der Glagoliten. Er lüftet das Geheimnis des steinernen Kazun und findet die alten Lagerstätten der Apachen aus den Winnetou-Filmen der Kindheitstage.

Entstanden ist ein Film über den Wilden Westen Kroatiens und Sloweniens, wo mit den Weinen Teran und Malvazija der Staub des Tages weggespült wird. Ein weiterer poetischer Reisebericht, der berührt und zeigt, dass eine Speise weit mehr ist als nur Gaumenfreude und Kochrezept.
Als Sprecher fungiert u. a. auch Schauspieler Cornelius Obonya.

„Der Geschmack Europas – Istrien“ ist nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Disney wird feinschmeckerisch!

Die Welt von Ratatouille kommt ins Disneyland Paris

Das Disneyland Paris wird um eine aufregende Attraktion reicher: Ab Sommer 2014 erwartet Besucher ein vom Disney/Pixar-Film Ratatouille inspiriertes Mini-Land, in dem die Ratte Rémy die Besucher auf seine kulinarischen Abenteuerreisen mitnimmt. Die einzigartige Attraktion führt Gäste dabei in eine animierte Welt, die ihnen das Leben als kleine Ratte in der Welt der Menschen veranschaulicht.
Leider kommt aber keine Gourmet Imbissbude dazu, das wäre aber eine tolle Idee, denn das essen bei Disney wäre nichts für Remy (oder uns).

Der Oskar-prämierte Film Ratatouille erzählt die Geschichte von der jungen Ratte Rémy, die davon träumt, eines Tages ein großer Koch zu sein. Auf riskanten Umwegen avanciert das Küchentalent schließlich zum Chefkoch in einem der besten Restaurants in Paris.

In der neuen Attraktion schrumpfen Besucher auf die Größe einer Ratte, um Rémy und seine Freunde bei ihren abenteuerlichen Reisen durch die Küche, den Essbereich und die Wände des berühmten Pariser Restaurants Gusteau zu begleiten – immer auf der Hut vor dem gefürchteten Koch Skinner.

Die Ratatouille-Attraktion befindet sich in einem neuen Bereich des Toon Studio, der eigens in eine an den Film angelehnte Version von Paris umgestaltet wurde. Neben dem Mini-Land gibt es auch einen Shop mit Souvenirs und das Restaurant Bistrot Chez Rémy, das einzige seiner Art in den Disneyparks weltweit. Hier speisen die Gäste, geschrumpft auf Rattengröße, Rémys berühmtes Gericht Ratatouille. Wir sind gespannt, ob das angeschlossene Restaurant dann auch ordentliche Küche anbietet!

Nach Crush’s Coaster (Findet Nemo), Cars Race Rally (Cars) und Toy Story Playland (Toystory) ist Ratatouille bereits die vierte Attraktion im Walt Disney Studios Park, die von einem Disney/Pixar-Film inspiriert wurde. Dank der einzigartigen Kombination aus erzählerischem Talent und neuester Technik bietet das Disneyland Paris den Besuchern auch mit Ratatouille ein unvergessliches Erlebnis.

www.disneylandparis.com/

Zu viel Chips vor dem Fernseher?

Pessimisten sind eher gefährdet

Emotionen wie Trauer und Freude können das Geschmacksempfinden und damit auch das Essverhalten beeinflussen. Das lässt ein Experiment der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vermuten, an der 80 Probanden im Alter von 19 bis 47 Jahren teilnahmen. Zunächst schätzten die Wissenschaftler mit psychologischen Tests die allgemeine Stimmungslage der Teilnehmer ein und prüften, ob sie etwa unter leichten, nicht krankhaften Depressionen litten. Dann zeigten sie den Probanden zweiminütige Filmausschnitte mit einer lustigen, traurigen und neutralen Szene, um die entsprechenden Emotionen hervorzurufen. Davor und danach sollte die Intensität des Geschmacks von fünf verschiedenen Flüssigkeiten (süß, sauer, bitter, umami, fettig) in fünf Konzentrationen bewertet werden.

Interessanterweise konnten eher pessimistische Menschen nicht mehr zwischen fettiger und fettarmer Milch unterscheiden, wenn sie zuvor lustige oder traurige Filmszenen gesehen hatten. Vor dem Experiment und nach einer neutralen Sequenz war die Beurteilung der unterschiedlichen Fettkonzentrationen kein Problem. Das könnte erklären, warum manche Menschen vor dem Fernseher bei einem rührseligen Spielfilm mehr fettige Snacks wie Chips verdrücken als andere. Möglicherweise wird bei einer negativen Stimmungslage die Aufmerksamkeit viel stärker auf den Film gelenkt. Die Kontrolle über das Essverhalten versagt, sodass man unbewusst isst und leicht zu große Mengen verzehrt. Vor allem Menschen mit leichten Depressionen und Gewichtsproblemen könnten betroffen sein, meinen die Wissenschaftler.

Bittere und süße Geschmacksproben beurteilten leicht depressive und eher ängstliche Studienteilnehmer dagegen intensiver als positiv gestimmte Probanden. Das könnte daran liegen, dass sie generell sensibler auf Sinneseindrücke reagieren. Die genauen Zusammenhänge zwischen Gemütszustand, Emotionen und Geschmacksempfinden sind aber bislang noch nicht wissenschaftlich geklärt. Da ist offenbar noch viel Forschungsarbeit notwendig.
Heike Kreutz, www.aid.de

Außergewöhnliche Hotels

Manches Hotel ist mehr als nur Schlafplatz oder Wellnessoase sondern eine Sehenswürdigkeit für sich selbst. Wer auch im Hotel Abwechslung sucht, für den hat Renego ein paar außergewöhnliche Vorschläge. Diese Hotels sind alleine schon eine Reise wert. Ob das der Geldbeutel auch so sieht, lässt sich bei Renego gleich im Suchergebnis sehen.

Extravaganz Made in Germany
Skurrile oder extravagante Hotels vermutet man vielleicht nicht unbedingt in Deutschland. Dabei bietet das Land von Baumhaushotels bis zu schwimmenden Bungalows einiges. Ein besonderes Highlight ist das Alcatraz am Japanischen Garten in Kaiserslautern

.

Wie der Name erwarten lässt, wurde das Hotel in ein ehemaliges Gefängnis gebaut, ohne, dass dabei der authentische Charme der „Vormieter“ verloren ging. Die Übernachtung in einer der fast originalgetreuen Zellen ist nicht zwingend notwendig. Es gibt ebenso aufwendig ausgebaute Zimmer. Sie sind mit allen sanitären Annehmlichkeiten ausgestattet. Der Gast kann so das Gefängniserlebnis genießen, ohne dass es ihm an etwas mangelt. (Ab ca. 59 Euro)

Schnee im Sommer
Das Icehotel in Jukkasjärvi

ist das größte aus Eis und Schnee gefertigte Hotel der Welt und diente schon für das Eishotel in James Bonds „Stirb an einem anderen Tag“ als Vorlage. Bei – 5 Grad mit Felldecken in einem überdimensionalen Iglu zu übernachten, in dem Bar, Betten und Einrichtung aus gefrorenem Wasser sind, bedeutet Abenteuer pur. Von hier aus lassen sich auch Exkursionen und Touren ins Lappland organisieren. Das Personal des Hotels ist auch gerne behilflich, um die berühmten Nordlichter vom besten Platz aus zu erleben. (Ab ca. 190 Euro)

Stay in Schweden
Wir bleiben in Schweden. Am Stockholmer Flughafen Arlanda steht das Jumbo Stay

.
Das „Hostel“ bietet moderne Ausstattung und besten Service – und das alles in einer ausrangierten Boeing 747. Nach dem das Flugzeug komplett entkernt wurde, bauten die kreativen Schweden alle Zimmer auf unterschiedliche Weisen in den Jumbo wieder ein. Beim Einbau versuchten sie, so viele Originalbauteile wie möglich wiederzuverwenden. Bemerkenswert ist das in die Pilotenkabine eingebaute Zimmer mit bester Aussicht in „Flugrichtung“. (Ab ca. 47 Euro)

Seit 1990 der Inbegriff von Romantik

Komfort und Luxus mit einem großen Hauch von Hollywood findet sich im Beverly Wilshire Hotel

.
Bekannt geworden 1990 durch den Film „Pretty Woman“, ist es heute eines der berühmtesten Hotel der Welt. Es befindet sich inmitten des Century City Los Angeles-Quartier, das im Herzen von Beverly Hills liegt. Das Beverly Wilshire ist der perfekte Ort für Geschäfts- und Urlaubsaufenthalte – wie der Film zeigt, auch für eine Kombination aus beidem. Zum Hotel gehören unter anderem ein Golfplatz und ein eigenes Schönheitscenter. Wie Lobby und Präsidentensuite aussehen, kann man auf Renego.de

oder DVD bestaunen. (Ab ca. 245 Euro)

Luxus wie aus einer anderen Welt

Getoppt werden kann das nur noch durch das Rangali Island

auf den Malediven. Auf dem South Ari Atoll urlauben hier fast schon surreal die Schönen und Reichen, um den Alltagsstress meilenweit hinter sich zu lassen. Absoluter Höhepunkte sind die Unterwasserzimmer und –restaurants, in denen neben Fischschwärmen gespeist und geschlafen werden kann: Barfüßiger Luxus, den die englische Elle einst als den „Inbegriff jeder tropischen Paradiesfantasie“ beschrieb. (Ab ca. 580 Euro)

Bei der Suche der Hotels endet Renegos Service keineswegs. Über die Meta-Suchmaschine lassen sich auch gleich passende Flüge finden. In knapp 14 Stunden wäre man von maledivisch-türkisenem Meer umgeben.
www.renego.de

Entre Les Bras ­ 3 Sterne. 2 Generationen. 1 Küche

ENTRE LES BRAS ist ein Film über die Beziehung von Kochkunst und Geist. Er
dokumentiert die Arbeit des Sternekochs Michel Bras und seines Sohnes
Sébastien sowie die Region Aubrac, der dritten Figur des Films. Ein Vater
übergibt sein Restaurant dem Sohn. Ein einschneidender, wenn auch äußerst
unterschiedlich erfahrener Moment im Leben beider.

Im Jahr 2009 entscheidet
sich Drei-Sterne-Koch Koch Michel Bras sein Restaurant an den Sohn zu
übergeben, der 15 Jahre für ihn gearbeitet hat. Entre les Bras erzählt die
Geschichte wunderbarer Gerichte, zubereitet von einem Vater und einem Sohn
in der Hügellandschaft der Region Aubrac. Den gastronomischen
Generationswechsel verfolgend werden uns persönliche Einblicke in die Familie
gewährt.

Zwischen Jonathan Nossiters Mondovino und Raymond Depardons La
Vie Moderne ist dieser Film ein bewegendes Porträt einer außergewöhnlichen
Familie, die sich seit drei Generationen der Haute Cuisine verschrieben hat.

Frühstück einmal anders bei „eat & meet“

Ein gutes, frisches und abwechslungsreiches Frühstück ist der beste Start in den Tag. Das wissen auch die GastronomInnen in der Salzburger Altstadt und lassen sich deshalb im Rahmen des vierten Kulinarik-Festivals „eat & meet“ etwas ganz Besonderes einfallen: Cosmopolitan Brunch und Batuca Brunch im republic, Film:Genuss im Café Wernbacher, ein „giftiges“ Frühstück im Stadtcafé oder Film & Frühstück im Coffee Symphony laden Genießer zu kulinarischen Höhenflügen.  

Frühstück einmal anders: Warum nicht einmal ein ausgedehntes Frühstück am Wochenende mit Musik, Kultur oder Film kombinieren? Das beliebte republic Café überrascht seine Gäste an den Wochenenden im März mit einem aufregenden Mix aus Frühstück und verschiedensten musikalischen Einflüssen. Klassiker der österreichischen und mediterranen Küche wurden von den KöchInnen im republic überarbeitet, verfeinert und modern interpretiert. Dampfender Kaffee, Croissants und frisches Obst hüllen sich jeden Samstag und Sonntag in ein eigenes Flair aus afrikanischen, südamerikanischen, cosmopolitischen, rockigen und bluesig-jazzigen Klängen und Rhythmen.  

Film:Genuss  
Bernhard Huemer und Das Kino laden am 4., 11., 18. und 25. März zu einem Sonntag, wie er sein soll: Vorher ein herzhaftes Frühstück im Café Wernbacher und dann ins Kino oder für Spätaufsteher – zuerst ins Kino und dann zum Café Wernbacher – ganz nach Belieben. Aktuelle Kinofilme wie „Sommer in Orange“, „Eine dunkle Begierde“ oder „Rubbeldiekatz“ sorgen für jede Menge Spaß und Unterhaltung und machen Appetit auf herzhafte Frühstücksvariationen.  
Dass man sich bei Marmelade, Cornflakes & Co bestens von aktuellen Filmen berieseln lassen kann, weiß auch Claudia Reinthaler vom Coffee Symphony und bietet deshalb am 11., 18. und 25. März ein Film-Frühstück der besonderen Art. Zu den Filmen „Ratatouille“, „Zimt & Koriander“ und „Charlie und die Schokoladenfabrik“ werden süß und saure Köstlichkeiten wie Prosciutto Crudo, Käse, Schinken, Nutella, Tomaten, Früchte- und Schokomüsli, Joghurt, verschiedene Gebäcke, Heißgetränke, ein Glas Sekt und vieles mehr aufgetischt.  

Ein „giftiges“ Frühstück  
Spannend und genüsslich zugleich wird es am 4. März im Stadtcafé und im Haus der Natur. Nach einem köstlichen Schlemmerfrühstück mit frisch gepresstem Orangensaft, kann man bei der anschließenden Führung durch den Reptilienzoo im Haus der Natur Boa, Mamba, Agame & Co hautnah erleben. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie sich die Haut einer Schlange oder der lustige Bart einer Bartagame anfühlt, darf dieses „giftige“ Frühstück nicht verpassen – auch für Kinder ab 3 Jahren geeignet!  
Wer lieber mehr über bunte Fische anstatt über schaurige Schlangen erfährt, darf sich auf das Submarine Frühstück am 17. März im Stadtcafé freuen. Hinter den Kulissen des Aquariums des Haus der Natur mit dem artenreichen Süßwasser- und Meeresbecken erzählt die Aquarienleiterin Inge Illich bemerkenswerte Geschichten…  

Um Reservierung wird erbeten:  
– Samstag, 3. März 2012, 11.00 Uhr:   Brunch & more  
Samstag, 10. März 2012, 11.00 Uhr:   Cosmopolitan Brunch  
Samstag, 17. März 2012, 11.00 Uhr:   Worldmusic Brunch  
Samstag, 24. März 2012, 11.00 Uhr:   Batuca Brunch  
Samstag, 31. März 2012, 11.00 Uhr:   Zulu Brunch  
Ort: republic café, Anton-Neumayr-Platz 2  
– Sonntag, 4. März 2012, 9.00 Uhr:   Ein „giftiges“ Frühstück  
Ort: Stadtcafé & Haus der Natur, Museumsplatz 5  
– Sonntag, 4. März 2012, ab 9.00 Uhr:   Film:Genuss  
Ort: Café Wernbacher & Das Kino, Franz Josef Straße 5  
Folgetermine:   11.03.2012, 18.03.2012 und 25.03.2012, ab 9.00 Uhr  
– Sonntag, 4. März 2012, 10.00 Uhr:   Singer-Songwriter-Frühstück  
Sonntag, 11. März 2012, 10.00 Uhr:   Blueswuzln – Blues Frühstück  
Sonntag, 18. März 2012, 10.00 Uhr:   Silke Stein & The Spintmen – Let it Swing Frühstück  
Sonntag, 25. März 2012, 10.00 Uhr:   Cheap Wine Band – Rock & Blues Frühstück  
Ort: republic café, Anton-Neumayr-Platz 2  
– Sonntag, 11. März 2012, 10.00 Uhr: Film & Frühstück  
Ort: Coffee Symphony, Griesgasse 13  
Folgetermine:   18.03.2012 und 25.03.2012, 10.00 Uhr  
– Samstag, 17. März 2012, 9.00 Uhr:   Submarine Frühstück  
Ort: Stadtcafé & Haus der Natur, Museumsplatz 5  

http://www.salzburg-altstadt.at/

Berlinale: Kulinarisches Kino 2012

„Trust in Taste“ lautet das Motto des 6. Kulinarischen Kinos der 62. Berlinale, das vom 12. bis 17. Februar 2012 stattfindet. Fünfzehn Filme über Essen und Umwelt laufen im Kino des Martin-Gropius-Baus. Nach den Filmen um 19:30 Uhr servieren die Spitzenköchin Sonja Frühsammer und die Sterneköche Michael Kempf, Christian Lohse, Marco Müller aus Berlin sowie Andoni Luis Aduriz aus dem Baskenland im Spiegelzeltrestaurant „Gropius Mirror“ jeweils ein Menü, das von den Filmen inspiriert ist.

„Essen ist Vertrauenssache“, erläutert Dieter Kosslick das diesjährige Motto. „Der Verbraucher sollte sich nicht nur nach Bio-Siegeln und klein gedruckten Etiketten richten, sondern vor allem seinem Geschmacksinn vertrauen. Erfahrene Köche können schmecken, ob Lebensmittel aus industrieller Massenproduktion stammen, ob Bindemittel, Geschmacksverstärker oder andere Zusatzstoffe verwendet wurden. Geschmack ist eine Sache der Erfahrung, die man auch im Kulinarischen Kino der Berlinale machen kann“.

„Vor den kulinarischen Genüssen präsentieren wir wieder aktuelle filmische Feinkost, in der Nahrung und Geschmack aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden“, beschreibt Kurator Thomas Struck das Programm. Den Auftakt macht Comme un chef (The Chef) von Daniel Cohen, eine französische Komödie, die so locker und lecker ist, wie die Brioches, die Chefkoch Lagarde (Jean Reno) für seine Tochter zubereitet, um den Familienfrieden und außerdem die französische Haute Cuisine vor der Molekularküche zu retten. Sonja Frühsammer wird nach dem Film ein Menü servieren.

Dieses Jahr gibt es auffällig viele Premieren im Kulinarischen Kino. Nach fünf Jahren hat sich das Programm etabliert.

In Mugaritz B.S.O. von Juantxo Sardon übersetzt der Musiker Felipe Ugarte die kulinarisch und visuell delikaten Gerichte des baskischen Starkochs Andoni Luis Aduriz aus San Sebastián in Musik. Musiker und Koch zeigen, wie überall auf der Welt die Zutaten eines Gerichts und die Musik in einer Konstellation aus Landschaft und Tradition entstehen. Andoni Luis Aduriz wird extra nach Berlin anreisen und das Menü zu seinem Film vorbereiten.

Entre les Bras (Step Up to the Plate) von Paul Lacoste dokumentiert den spannenden Generationswechsel in dem französischen 3-Sterne Restaurant Bras aus Laguiole, Aubrac. Der Vater Michel Bras glaubt, dass der Weg nach oben leichter ist, als der Kampf, um an der Spitze zu bleiben. Michael Kempf hat die delikate Aufgabe, nach dieser Dokumentation ein französisch inspiriertes Menü zu kreieren.

Im Dokumentarfilm Last Call at the Oasis von Oscar-Preisträgerin Jessica Yu kämpfen Experten und unerschrockene Aktivisten, wie die reale Erin Brockovich, gegen den lokalen und globalen Missbrauch des Wassers. Die Filmemacher und Experten diskutieren überraschende Lösungen, um den Mangel an Trinkwasser zu beheben. Ein Vorschlag besteht darin, Abwasser zu recyclen. Christian Lohse wird anschließend ein Menü kochen.

Ein Spitzenkoch der vegetarischen Küche muss in TSAO Jui-Yuans Spielfilm Joyful Reunion sein Restaurant aufgeben, weil er das Gedächtnis verliert. Mit einem Gericht aus seiner Jugend kehrt die Erinnerung zurück und er erkennt seine erste Liebe wieder. Marco Müller, vom Magazin „Der Feinschmecker“ zum Koch des Jahres gekürt, überträgt das Melodrama auf sein Menü.

In den Spätvorstellungen um 22:00 Uhr stehen soziale und ökologische Themen im Mittelpunkt. In Das Rohe und das Gekochte (The Raw and the Cooked) dokumentiert Monika Treut das erwachende „green movement“ in Taiwan. Canned Dreams porträtiert auf einer bildgewaltigen Reise um die Welt die Schicksale einfacher Arbeiter, die an der Herstellung einer Dose Ravioli beteiligt sind. Lupe el de la Vaca (Lupe of the Cow) zeigt mexikanische Kleinbauern, die mit Witz und Musik ihr hartes Leben meistern. In dem koreanischen Gangsterfilm Hindsight verliebt sich ein Bandenboss bei einem Kochkurs in seine Mitstudentin. Alexa Karolinski zeigt in Oma & Bella wie ihre Oma und deren Freundin in Charlottenburg jüdische Traditionen pflegen.

Begleitend zum Programm werden Kurzfilme präsentiert: Should The Wife Confess? (Bernardo Camisão), Asparragos (Laura Zuallaert), Lepokoa (Safy Nebbou) und Pokot Ash Yoghurt (Francesco Amato, Stefano Scarafia).

Beim „Youth Food Cinema“ am 17.2. um 9:30 Uhr wird die Bedeutung von Traditionen in der Familie thematisiert. Der mexikanische Film Canela (Cinnamon) von Jordi Mariscal erzählt die Geschichte eines Mädchens, ihrer Großmutter und der Liebe beider zur Küche. Anschließend bereitet der Koch der mexikanischen Botschaft Armando Hernández mit SchülerInnen ein mexikanisches Menü vor, denn wie die Großmutter Tere im Film sagt „Gut zu kochen ist keine Frage des Alters, sondern des Talents.“

Zur „TeaTime“ um 17:00 Uhr finden im Spiegelzeltrestaurant „Gropius Mirror“ Lesungen, Diskussionen und Tastings statt. Am 14.2. präsentiert Michael Hoffmann sein neues Kochbuch für Blinde und Sehende „Trust in Taste“. Im Anschluss serviert er Fingerfood mit Gerichten aus dem Buch (in deutscher Sprache, Eintritt € 10,00).

Am 15.2. findet die Diskussion „The Real Erin Brockovich“ mit der Umwelt-Aktivistin Erin Brockovich statt. Sie wird über ihre aktuellen Erfahrungen im Kampf für eine saubere Umwelt sprechen (in englischer Sprache, Teilnahme nur mit Anmeldung unter kulinarisches.kino@berlinale.de). 25 Millionen Menschen sahen Steven Soderberghs Film Erin Brokovich – Eine wahre Geschichte mit Julia Roberts in der Titelrolle.

Der Vorverkauf für das Kulinarische Kino beginnt am 6. Februar 2012 um 10:00 Uhr an den Zentralen Vorverkaufsstellen in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Kino International und im Haus der Berliner Festspiele sowie online unter www.berlinale.de und an allen an das Eventim-Netz angeschlossenen Theaterkassen.