Gault Millau 2017 – Sachsen

Wie zuvor in Berlin bietet der zu Jahresbeginn 2016 umgezogene Philipp Liebisch auch im „Juwel“ in Schirgiswalde-Kirschau „eine ausgefeilte, geschmacksstarke Küche“ lobt die französische Gourmetbibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017. Der „Aromenkünstler lässt es in dem Luxusrestaurant mit kostspieligen Accessoires nicht an Edelviktualien fehlen. Sehr schön präsentiert bietet er getauchte Jakobsmuschel, ringförmig gefächert als Carpaccio angerichtet, farbenfroh mit Wildkräutern und -blüten bestreut und in einem erfrischend fruchtigen Ahorn-Limettensud von leichter Süße oder den gebratenen Stör mit Osietra-Kaviar, Salzbirne und Bauchspeck“. Dafür erhält er im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, weiterhin 16 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „hohe Kochkunst und Kreativität”.

Dieselbe Note erreicht erstmals Marcel Kube vom „Atelier Sanssouci“ in Radebeul. „Er lässt dem Gast die Wahl, ob er das Menü im Stil klassischer Landhausküche oder in modern-kreativer Ausrichtung zubereitet haben möchte. In der Landhaus-Version bekommt man den Wolfsbarsch  gebraten mit geschmorten und durch Basilikum und Safranschaum dezent bereicherten Ochsen- und Flaschentomaten, in der Alternative als sanft gar gezogene Würfel in würziger Tomatencreme mit kleinen Tomaten-Gel-Würfeln von toller Aromentiefe und gepufftem Safranknusper.“

Sachsens beste Köche
Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Sachsen verteidigt souverän und unangefochten Peter Maria Schnurr vom Leipziger Restaurant „Falco“: „Die Gerichte des Temperamentsbündels, das kräftige Aromen, überraschende Kombinationen und ausgefeilte Tellerarrangements liebt, sind kraftvoll und laut, bleiben aber stets im Rahmen des Harmonischen. Butterzart geschmorten Schweinebauch, der als dünne Scheibe auf dem Teller liegt, und mit roher Jacobsmuschel belegt ist, die für einen schönen Schmelz sorgt, aromatisiert Schnurr mit Kokosspänen, rohem Rotkohl, feinen Apfelwürfelchen, knuspriger Schwarte, gehackten Pistazien, Sauerklee und Pistazienöl. Die reinste mediterrane Aromenbombe ist der auf der Haut gebratene Knurrhahn, der mit einem Püree aus gegrillter Pimiento, Palourdemuscheln, einer mit Tomatenkernöl aufgeschlagenen Mayonnaise und Essigbutter serviert wird – alles höchst subtil austariert.“

Für solche Gerichte erhält Schnurr wieder 19 Punkte und kommt damit in den Rang der „weltbesten Restaurants”.

Platz 2 teilen sich wie im Vorjahr mit jeweils 17 Punkten für ihre inspirierten Gerichte
Benjamin Unger vom „St. Andreas“ in Aue dank „seiner für die Region außergewöhnlichen Aromenküche. Saucen, Gelees, Schäume und Gemüse-Mosaike lassen die Teller als Kunstwerke erscheinen. Taube gurrt mal als Filet mit Sternanis und Trockenaprikose, mal seziert in Brust, Schenkel und Leber mit Artischocken und anderem Gemüse“);
Benjamin Biedlingmaier vom „Caroussel“ in Dresden, der „dem Luxus der Großen Küche ohne preistreibende Edelprodukte huldigt. Der Rücken und das in seinem Fett confierte Filet vom Lamm kommen mit Miniauberginen in ihrer Creme, die apart mit Miso abgeschmeckt ist, und als Marmelade, die mit frischer Kamille parfümiert ist, sowie mit Bohnen, die als Spaghetti geschnitten sind, und Bohnensud mit dem feinen Säure-Touch eines Schafsmolkeschaums“;
Marcus Langer vom „Bean & Beluga“ in Dresden, dessen „Tellerarrangements allesamt Augenweiden sind und selbst kleine Applikationen großen Geschmack haben. Die zarte Königskrabbe ruht auf Erbsensprossen, Erbsencouscous und einer Mousse von rohen Erbsen; dazu gibt‘s einen knusprigen kleinen Krabbenburger auf getrockneten Erbsen in Holunderblüten-Kapernvinaigrette“;
Detlef Schlegel vom „Stadtpfeiffer“ in Leipzig, der „als bildschöne Bescherung einen bunten Teller mit gemüsereichen Ravioli (geröstete Artischocke, grüner Spargel, gebackene Petersilie) in der dekorativen Pracht von Trüffeln, gebackenem Eigelb, Kräuterbläschen und Lärchensorbet bot“.

Dem Quartett folgt mit 16 Punkten, gemeinsam mit Liebisch und Kube, André Oelsner vom „Heine“ in Leipzig, bei dem es „rosa gebratenen Kalbstafelspitz überraschend fruchtig, aber angenehm mit Himbeeren und Apfelperlen sowie Zitronen-Sauerrahm-Krapfen und Roter Bete gab“.

15 Punkte erreichen wieder Stephan Mießner vom  „Elements“ in Dresden dank „stets ideenreicher Küche wie Sashimi vom Kaiserschnapper mit Fencheljoghurt und süß-sauer eingelegtem Fenchelsamen“ und Olav Seidel vom „Gasthof Bärwalde” in Radeburg bei Dresden, „in dessen unscheinbarem Gasthof Gerichte voller Wohlgeschmack und Saucen zum Niederknien verblüffen”.

Besondere Ehre für Stefan Hermann
Der gebürtige Schwabe Hermann, schon seit 20 Jahren in Dresden und mit seinem „Bean & Beluga“ bekanntgeworden, wird zum „Gastronom des Jahres“ gekürt, weil er „mit besonnener Kreativität und unternehmerischem Mut in und um Dresden ein Gastro-Imperium mit mittlerweile sechs Outlets aufbaute – vom Gourmetrestaurant bis zum Boutiquehotel“ (der Villa Sorgenfrei in Radebeul).
Die Tester beschreiben und bewerten insgesamt 32 Restaurants in Sachsen. 23 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus.

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Sachsen
19 Punkte
Falco in Leipzig
17 Punkte
St. Andreas in Aue
Bean & Beluga und Caroussel in Dresden
Stadtpfeiffer in Leipzig
16 Punkte
Heine in Leipzig
**Atelier Sanssouci in Radebeul
*Juwel in Schirgiswalde-Kirschau
15 Punkte
Elements in Dresden
Gasthof Bärwalde in Radeburg bei Dresden
14 Punkte
Villa Esche in Chemnitz
Feengarten in Hartenstein
**Campus, Die Brennerei und Stelzenhaus in Leipzig
Schillerstuben in Schkeuditz

*Newcomer  **Aufsteiger  

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

Das Geheimnis des Küchengartens

Schon in der Antike waren die Früchte in der Gegend des heutigen Umbrien, wo das Castello di Reschio seine Ländereien hat, aus der feinen kulinarischen Kunst der echten mediterranen Küche nicht wegzudenken. Um die Gunst der Natur biodynamisch in die Küche einzubinden, unterhält die Osteria des Castello di Reschio einen Küchengarten, der an das organische Wachstum der Kräuter, Gemüse- und Obstsorten ebenso hohe Maßstäbe setzt wie an die Zubereitung der frischen Zutaten.

Die weitläufigen Gartenanlagen des Castello di Reschio fügen sich in perfekter Harmonie in die Umgebung ein. Thymian, Rosmarin, Lavendel und natürlich Rosen sowie Fichten und Maulbeerbäume gedeihen prächtig in der sanften grünen Hügellandschaft, in die sich auch die exklusiven Ferienvillen so malerisch einbetten. Die Temperaturen des mediterranen Klimas bieten mit ihrem Mix aus kühlen Tagen und heißen Sonnenstunden den optimalen Nährboden für die mannigfaltigen regionalen Pflanzen.

Der Küchengarten
Wenige hundert Meter entfernt von der typisch italienischen Osteria des Castello di Reschio findet sich ein Kräuter- und Gemüsegarten, der eigens für die Küche angelegt wurde. Die Küchenchefs der Osteria lieben es, die Zutaten frisch auf dem Feld anzuschneiden, bevor sie nach allen Regeln der italienischen Kochkunst zubereitet werden. Eine Frucht ist besonders beliebt in dieser Saison: die Artischocke. Sie verdankt ihre Beliebtheit ihrem einzigartigen Geschmack, den grenzenlosen Möglichkeiten der Zubereitung und ihren wohltuenden entgiftenden Eigenschaften, die sie zur Heilpflanze machen.

‚Synergistic Gardening‘
Die Beete des Küchengartens wurden nach dem System des ‚Synergistic Gardenings‘ angelegt, mit dem Ziel, die Küche mit Gemüse, Früchten und Blumen bester Qualität zu versorgen. Die besonders nachhaltige Methode wird höchsten Ansprüchen an biologisch-organischen Anbau gerecht. Ein Geheimnis besteht darin, den Boden in seiner natürlichen Entwicklung nicht zu stören und den Austausch mit der Bodenlebewelt in der Rhizosphäre zu fördern. Die über Jahre aufgebauten Hügelbeete werden gemischt angepflanzt, so dass Tomaten, Auberginen und Zucchini zwischen Blumen, Salat und Kräutern nicht nur einen intensiven Geschmack entwickeln, sondern auch ein wild romantisches Bild ungestörter Schönheit der Natur abgeben.

Zu Gast in einer Ferienvilla
Einige auserwählte Villen des Castello di Reschio stehen als großzügiges, aufwendig renoviertes Feriendomizil mit bis zu sieben Schlafzimmern zur Verfügung.
Auf Wunsch wird für die Gäste der exklusiven Ferienvillen eine Kochstunde mit einem der talentierten Haus-Köche arrangiert. Wer sich einfach nur zurücklehnen möchte, lässt sich jedoch in der Osteria oder privat in der Villa bekochen.

Schon Gwyneth Paltrow war hier zu Gast und schrieb begeistert über die ’synergic gardens‘ der Nencia Bolza, die hier im Familienbesitz Castello di Reschio ihre Garten-Philosophie jedes Jahr aufs Neue plant und umsetzt.

Castello di Reschio, ein privates Anwesen auf 1200 Hektar mit 50 mittelalterlichen Farmhäusern und einer Burg, befindet sich im Herzen der Natur-Kulisse Umbriens. 20 Häuser wurden bereits verkauft und von Architekt und Interior Designer Benedikt Bolza, zusammen mit seinem Team gemäß der Wünsche ihrer neuen Eigentümer zu originellen Villen restauriert. Sechs der bereits verkauften Häuser werden als luxuriöse Ferienvillen, deren Größe von zwei bis hin zu sieben Schlafzimmern variiert, zur Miete zur Verfügung gestellt. Die verbleibenden Häuser stehen zum Verkauf, in Kombination mit dem exklusiven Design- und Turnkey-Restaurierungsservice, das Reschio weltweit renommiert macht. Sicherheit und Privatsphäre gehören zu den Vorzügen, in deren Genuss sowohl die einzelnen Villeneigentümer als auch die Mietgäste von Castello die Reschio kommen. Es stehen Annehmlichkeiten wie etwa private Haushälter und Fahrservice zur Verfügung.

Das Angebot an Aktivitäten und Unternehmungen auf und rund um Reschio verspricht Abwechslung: Schwimmen im privaten Pool, Joggen, Mountainbiken, Tennis, Jagen, Fischen, Reiten uvm. Die Städte Assisi, Arezzo, Siena, Cortona und Perugia sind etwa eine Stunde Autofahrt entfernt. Mitten auf dem Gelände liegt das Andalusier-Gestüt der Eigentümerfamilie Bolza, auf dem einige der besten, reinrassigen andalusischen Pferde der Welt gezüchtet und trainiert werden. Das Architectural Digest Magazine zählt Benedikt Bolza zu den 100 einfallsreichsten und inspirierendsten Architekten unserer Zeit. Unter der Marke „BB for Reschio“ entwirft Benedikt Bolza ebenfalls Möbel- und Beleuchtungsstücke, die in den Castello di Reschio Interiors zu finden sind und vor Ort erworben werden können.

www.reschio.com

Rapunzel: So gesund ist Feldsalat

Im Mai ist der erste Feldsalat aus dem Freiland
erhältlich. Die Blätter von heimischen Äckern sind besonders
knackig und intensiv im Aroma. Feldsalat schmeckt solo, aber auch
gemischt mit anderen Blattsalaten und Früchten der Saison wie
Erdbeeren. Wer es deftig mag, kombiniert ihn mit feinen Speckwürfeln
und Walnüssen. Was viele nicht wissen – das Blattgemüse ist auch
ideal für Smoothies. Auch optisch ist das Getränk ein Hingucker, da
beim Zerkleinern ein satter Grünton entsteht.

Feldsalat zählt zu den gesündesten Salatsorten. Der Vitamin
C-Gehalt ist mit 35 mg pro 100 g dreimal so hoch wie beim Kopfsalat.
Zudem enthalten die Blättchen nennenswerte Mengen Beta-Carotin (3,9
mg pro 100g), Folsäure (145 µg), Eisen (2 mg), Phosphat (50 mg),
Magnesium (10 mg), Kalium (420 mg) und Kalzium (35 mg). Ätherische
Öle verleihen ihm den typisch nussigen Geschmack. Ein weiterer
Vorteil: Feldsalat ist mit 14 Kilokalorien pro 100 g äußerst
kalorienarm.

Der Feldsalat hat viele Namen wie Rapunzel, Ackersalat oder
Mauseöhrchen und ist in ganz Europa verbreitet. Die Pflanze
(/Valerianella locusta/) gehört zur Familie der Baldriangewächse und
erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 15 Zentimetern. Die Blätter sind
spatelförmig und stehen in einer Rosette zusammen. Erst seit rund 100
Jahren nutzt man den Feldsalat als Kulturpflanze. Noch bis Anfang des
18. Jahrhunderts wurde er lediglich als „Unkraut“ am Acker- oder
Wiesenrand gesammelt.

Vor dem Essen sollte Feldsalat gründlich gewaschen werden, damit
vorhandener Sand nicht zwischen den Zähnen knirscht. Zunächst werden
die kleinen Wurzeln von den Stielen abgeschnitten, ohne dass die
Rosetten auseinanderfallen. In einer Schüssel mit kaltem Wasser
entfernt man Sand und Erde und lässt die Blätter in einem Sieb
abtropfen. In einer Salatschleuder befreit man sie schonend von dem
restlichen Wasser. So fallen die Blätter nicht zusammen, und das
Dressing kann besser anhaften.

Feldsalat ist empfindlich und sollte möglichst rasch gegessen
werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt er einige Tage frisch.
Am besten werden die Rosetten noch etwas feucht in einem
Frischhaltebeutel mit Luftlöchern gelagert. Heike Kreutz

www.aid.de/inhalt/feldsalat-3081.html

Günther Grahammer

Günther Grahammer, leidenschaftlicher Koch und Chef der Salzburger Kochschule „Cook&Wine“ in der Bachstraße machte nach 2monatiger Umbauphase in den Gewölben am Mozartplatz 5 seinen nächsten Traum wahr und eröffnete die Genussmanufaktur.

Genießen mit allen Sinnen lautet sein Motto. Handgemachte Produkte sind sein Credo und so kommen nur Eigenerzeugnisse kleiner Manufakturen bei ihm ins Regal. Er selbst produziert Pestos, Chutneys und verschiedene Salatdressings, und weiß daher ganz genau, wieviel Leidenschaft in jedem Produkt steckt.

Auf rund 100 m2 findet man bei ihm die Schmankerl von Kleinstproduzenten, die er auf diversen Märkten aufspürte: Wie Senf vom Bio-Bauer Rohrauer aus dem Burgenland, Caros Verrührung aus Salzburg, Edelbrände von Christon aus Munderfing, Gewürze von Spiceworld, dem Weltmeister der Gewürze, Marmeladen von Jamsession aus Graz, Produkte der Mühlviertler Ölmühle aus Haslach, Bio-Tee aus dem Chiemgau, Fruchtessige aus Wien, verschiedene Weine aus Österreich, Whisky aus Offenhausen oder Honig vom kleinen Honigbauer Gierbl aus Pöndorf. Grahammer legt auch Wert darauf, dass seine Kunden die Produkte vor Ort verkosten können. So gibt es Antipasti-Teller, die ausschließlich mit Produkten der kleinen feinen Erzeuger bestückt sind. Natürlich kann man bei ihm auch für die Mittagspause oder fürs Büro Vorbestellungen abgeben.

Gemeinsam mit seinem Bruder Gerd versucht er, eine Genusswelt jenseits der Supermarktregale zu kreieren und die Kunden zu überzeugen, dass Produkte regionaler Produzenten eine ganz andere Zufriedenheit hervorrufen.

Der Laden ist größtenteils mit Birnenkisten gestaltet und wurde vom Ausmalen bis zum Einrichten vom Brüderpaar Grahammer selbst gefertigt.
Für die Zukunft plant Günther Grahammer immer wieder Verkostungen mit den Erzeugern seiner Produkte, um den Kunden die Möglichkeit zu geben noch mehr über die Manufakturen und deren Produkte zu erfahren.

www.genussmanufaktur.co.at

Matcha

Das edle Grünteepulver aus Japan

Ob als „Green Chai“ oder „Matcha on the rocks“ – das Grünteepulver aus Japan hat sich zu einem Trend entwickelt. Genießer trinken Matcha nicht nur als Tee, sondern auch als „Matcha Latte“ mit Milch, in grünen Smoothies oder Cocktails. Selbst Eis, Pralinen, Salat- und Nudelsoßen werden mit dem grünen Pulver verfeinert. Das Wort Matcha heißt dabei aber nichts anderes als „gemahlener Tee“. Matcha hat eine herb-bittere bis fruchtige Note mit einer angenehmen Frische. Je höher die Qualität, desto feiner und edler ist das Aroma. Das hat mit 20 bis 50 Euro für 30 Gramm Pulver aber auch einen stolzen Preis.

Matcha wirkt belebend. Mit anderthalb Teelöffeln des Pulvers nimmt man eine Koffeinmenge zu sich, vergleichbar mit einem Espresso. Die buddhistischen Mönche nutzen den Tee, um länger und intensiver meditieren zu können. Matcha ist ein Extrakt aus frischen Teeblättern und enthält daher mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe als ein Aufguss. Dazu gehören unter anderem Antioxidanzien, Kalzium, Eisen, Kalium, B-Vitamine, Vitamin A und K.

Zur Gewinnung des Matcha-Tees werden die Sträucher der grünen Teesorte „Tencha“ drei bis vier Wochen vor der Ernte mit schwarzen Netzen oder Bambusmatten beschattet. Dadurch bildet die Pflanze mehr Koffein, Aminosäuren und bestimmte Bitterstoffe. Nur die zarten Sprosse werden gepflückt, schonend mit Wasserdampf behandelt, getrocknet und in Granitsteinmühlen zu einem feinen Pulver verarbeitet. Dieser Schritt kostet sehr viel Zeit. Es entstehen in einer Stunde nur etwa 30 g, was zumindest teilweise die hohen Preise erklärt.

Für die Zubereitung von Matcha-Tee werden ein bis zwei Gramm mit heißem Wasser von 80 Grad in einer Schale aufgebrüht und mit einem feinen Bambusbesen (Chasen) schaumig geschlagen. Das Pulver gibt es in kleinen Packungsgrößen von 20 bis 40 g, da es möglichst frisch verzehrt werden sollte. Beim Einkauf sind Bio-Produkte zu bevorzugen. Im Kühlschrank gelagert, hält sich Matcha nach der Öffnung etwa drei bis vier Wochen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Dos und Don’ts beim Champagnergenuss

Wenn es um die Lagerung, das Servieren und die feinen Unterschiede beim Champagner geht, ist selbst der enthusiastischste Genießer schnell überfragt. Welcher Champagner kommt bei sechs, welcher bei zwölf Grad ins Glas, und trinkt man aus der Tulpe oder lieber aus dem Weißweinglas? Wie sollte Champagner lagern, und schmeckt er wirklich anders, wenn er aus der Magnumflasche kommt? Diesen und weiteren Fragen geht Piper-Heidsieck gemeinsam mit fünf Sommeliers aus renommierten Häusern wie den Zwei-Sterne-Restaurants Lorenz Adlon Esszimmer in Berlin und Haerlin in Hamburg oder dem Sterne-Gourmetrestaurant First Floor nach.

Piper-Heidsieck: hinter diesem Namen verbirgt sich erstklassige Qualität. Nicht umsonst wurde Kellermeister Régis Camus, der seit 2002 für die Produktion verantwortlich zeichnet, von der anspruchsvollen Jury der IWC London bereits sieben Mal in Folge als Sparkling Winemaker of the Year ausgezeichnet – eine weltweit bisher einzigartige Ehre. Hat man so etwas Gutes im Glas, lohnt es sich, ein paar einfache Tipps zu beherzigen.

Der Grundstein wird beim Jahrgang gelegt
Wie ein Champagner sich später im Glas präsentiert, wird bereits bei Produktion und Abfüllung bestimmt. Während jahrgangsloser Champagner einen immer wiederkehrenden, gleichbleibenden Geschmack aufweist und den Stil des jeweiligen Champagnerhauses ausdrückt, ist Jahrgangschampagner eine komplexere und aufwändigere Angelegenheit. Er reflektiert in erster Linie den Jahrgang in Kombination mit dem Stil des Hauses. Marco Franzelin, Sommelier des Zwei-Sterne-Restaurants Haerlin in Hamburg, erklärt: „Jahrgangschampagner stellt eine größere Herausforderung für den Kellermeister dar, denn bei der Produktion kann er nicht auf Reserveweine zurückgreifen, um die perfekte Balance zu finden. Während für jahrgangslosen Champagner verschiedene Jahrgänge zusammenkommen, besteht Jahrgangschampagner immer nur aus der Charge des jeweiligen Jahres“. Ob ein Champagner ein Jahrgangschampagner wird, entscheidet jedes Haus für sich. Ein guter Jahrgangschampagner muss verschiedene Kriterien erfüllen: Er braucht ein hohes Lagerpotential, eine dichte Komplexität und einen Wiedererkennungswert des jeweiligen Jahrgangs. „Es ist die Krönung eines jeden Hauses, einen Vintage Champagner zu machen, der das Terroir und die klimatischen Bedingungen ebenso wiedergibt wie eine persönliche, unverwechselbare Handschrift“, so Franzelin.

Unterschiede zwischen Magnum- und regulärer Flasche
Bei der Abfüllung stellt sich die Frage nach der Flaschengröße. Champagner aus Magnumflaschen entwickelt aufgrund der harmonischeren Reifung einen nachhaltigeren Geschmack und ein höheres Alterungspotential. „Die größere Abfüllmenge sorgt dafür, dass das Produkt resistenter gegen Umwelteinflüsse wie Temperaturschwankungen und Lichteinfall ist“, erklärt Gunnar Tietz, Sommelier des Sterne-Gourmetrestaurants First Floor in Berlin und Gault Millau Sommelier des Jahres 2011. „Champagner entwickelt – wie andere Schaumweine auch – durch die Freisetzung von Schwefelverbindungen bzw. Schwefelwasserstoff den so genannten ‚Lichtgeschmack‘. Deshalb sollte man Champagner, egal in welcher Flaschengröße, am besten im Dunkeln lagern.“

Shahab Jalali, Sommelier des Zwei-Sterne-Restaurants Lorenz Adlon Esszimmer in Berlin, bestätigt: „Man wählt einen geschützten Platz im Keller und legt die Flaschen dort ab. Das ist wichtig, Champagner sollte nie stehend aufbewahrt werden, damit der Korken nicht durch Austrocknung schrumpft. Der Ort sollte dunkel und trocken sein, idealerweise herrscht dort eine Temperatur von zehn bis zwölf Grad.“

Wie lange Champagner gelagert werden kann, hängt vom Jahrgang, der Herstellung und den Trauben ab. So kann ein Blanc des Blancs länger reifen, und auch Jahrgangschampagner lassen sich vergleichsweise über einen größeren Zeitraum lagern. „Die Trauben sind hier von höherer Qualität und bilden ausreichend Fructose. Bei Flascheninhalten, die länger als 24 Monate gären, erfolgt im Laufe des Alterungsprozesses eine bessere Verbindung mit den Hefen“, so Jalali.

Öffnen und Einschenken
Ist der Champagner aus der Lagerung genommen, sollte er langsam gekühlt und vorsichtig geöffnet werden. „Aufgrund des enthaltenen Kohlendioxids stehen Schaumweinflaschen unter Druck. Daher ist es besonders wichtig, dass die Flasche vor dem Öffnen keinen Erschütterungen ausgesetzt wird“, präzisiert Nils Hoyer, Sommelier des Sternerestaurants Bodendorf’s im Relais & Châteaux Hotel Landhaus Stricker auf Sylt. „Beim Servieren hält man das Glas leicht schräg, dabei sollte der Champagner ins Glas fließen, nicht fallen. Auf keinen Fall darf das Glas überlaufen. Schäumt ein Champagner beim Öffnen trotz richtiger Lagerung und Temperatur über, kann das ein Hinweis auf mangelnde Qualität sein.“ Außerdem muss Champagner vor dem Servieren immer verkostet werden. Die Flaschen sind mit Naturkorken verschlossen, und nur so lässt sich ein Korkschmecker ausschließen. Bei feinen, filigranen Champagnern mit geringer Perlage empfiehlt Hoyer ein herkömmliches Champagnerglas, bei fruchtigen und opulenteren Sorten finden im Bodendorf’s Chardonnayglas und Bordeauxpokal Verwendung.

Die Temperatur bestimmt das Aroma
Die Trinktemperatur ist enorm wichtig für die Entfaltung der Aromen. Wie kühl ein Champagner serviert wird, hängt vor allem von der dominierenden Rebsorte ab. „Leichte, junge Champagner, die zum Aperitif oder als Einstieg in ein Menü gereicht werden, haben meist einen hohen Anteil an Chardonnay-Trauben“, so Gerhard Retter, Sommelier der Fischerklause am Lütjensee bei Hamburg. „Hier empfehle ich eine Trinktemperatur von sechs bis acht Grad. Reife, kraftvolle Champagner aus Pinot-Trauben hingegen dürfen auch gerne zehn bis zwölf Grad haben.“ Wird ein Champagner zu kalt serviert, wirkt sich das hemmend auf das Aroma aus. Die Weine erscheinen plump und breit, die Kohlensäure hat einen fast aggressiven Charakter, und der Alkohol schmeckt deutlich hervor. „Speziell gereifte Champagner und im Holz ausgebaute Typen entfalten ihr Aroma bei etwas höheren Temperaturen meist am besten, wobei ich persönlich finde, dass es kein größeres Verbrechen am Wein gibt als zu warmen Champagner.“

Für den Fall, dass es mit der Kühlung einmal schnell gehen muss, hat Retter einen besonderen Tipp: „Schichten Sie abwechselnd Salz und Eiswürfel in einen Sektkühler und stellen Sie die Flasche hinein. Das Salz ‚frisst‘ das Eis auf, wobei sehr schnell extreme Kälte freigesetzt wird. Diese Technik nennt man ‚Frappieren‘.“

www.piper-heidsieck.com

Morgen Kochen mit Martina und Moritz

Neue Kartoffeln: Frisch geerntet – heiß geliebt

Jetzt kommen die ersten heimischen Kartoffeln auf den Markt. Sie schmecken eben doch am besten, eben viel „kartoffeliger“ als all die frühen Importe. Gelbfleischige, herzhafte, wunderbare Kartoffeln. Darauf haben sich die WDR-Fernsehköche Martina und Moritz schon die ganze Zeit gefreut. Und sie zeigen, wie sie sie am liebsten essen: Mit Radieschen, Schnittlauchquark und Butter. Oder mit dem ersten zarten Matjes und feinen grünen Bohnen. Herzhaft, mit Kümmel und Hackepeter. Frühlingshaft mit weißem und grünem Spargel. Oder mediterran mit Pasta und Pesto. Dazu gibt’s natürlich wie immer das Passende zu trinken und jede Menge wertvolle Tipps.

Redaktion: Klaus Brock

WDR Fernsehen, Samstag, 31. Mai 2014, 17.20 – 17.50 Uhr in HD mit Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

www.martinaundmoritz.wdr.de
www.apfelgut.de

Kochen mit Martina und Moritz

WDR Fernsehen, Samstag, 26. April 2014, 17.20 – 17.50 Uhr in HD

Moderation: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Niedersächsische Küche – von bäuerlich-schlicht bis höfisch-fein
Diesmal machen die beiden WDR-Fernsehköche Martina und Moritz auf ihrer kulinarischen Tour durch deutsche Regionen in Niedersachsen halt. Das nach Bayern zweitgrößte Bundesland zwischen Ostfriesland und der Nordsee bis in den Osten hinein nach Thüringen hat so auch eine große Bandbreite von Spezialitäten. Sie reichen von sehr bodenständigen, bäuerlichen Gerichten bis zu feinen Rezepten aus der bürgerlichen, fast schon höfischen Küche. Häufig werden in dieser Küche sämtliche Zutaten verwertet, die die Landwirtschaft zu bieten hat. Martina und Moritz haben darunter wunderbare Köstlichkeiten entdeckt: ein würziger Brotaufstrich aus Harzer Roller, den Schnüsch, eine kunterbunte Gemüsesuppe, in der Milch eine Rolle spielt. Sie servieren ein feines Ragout aus Kalbszunge mit Madeira und einen saftigen Heidschnuckenbraten mit Wacholdercremesauce. Zum Dessert zaubern die beiden noch einen Flammeri aus Buchweizen.

Redaktion: Klaus Brock

www.martinaundmoritz.wdr.de

Giovanni Arias

Gourmets sprechen von gesundheitlicher Gourmetküche, wie sie zum Beispiel im Canyon Ranch Hotel Miami Beach von Küchenchef Giovanni Arias und seinen feinen, organischen Rezepten gezaubert wird. In den drei Restaurants Canyon Ranch Grill, Carillon Lounge und The Cabana verbindet er das ganzheitlich gesunde Konzept des All-Suite-Hotels mit prämierter Fünf-Sterne-Küche.

Küchenchef Giovanni Arias bringt einen neuen Ansatz in die gesundheitliche Küche und verwöhnt die Gäste mit ausgezeichneten Gourmetgerichten, wie beispielsweise Avocado-Tartar, Vollkorn-Pancakes mit frischen Beeren oder Grünkohl-Erdnusssalat. Das Hauptaugenmerk seiner Gerichte liegt auf leichter Schonkost, die mit frischen Meeresfrüchten und ausgesuchten Fleischwaren ergänzt wird. Dabei wird darauf geachtet, dass die Zutaten nur dann verwendet werden, wenn sie Saison haben und deshalb immer frisch serviert werden können. Im Luxushotel werden besonders biodynamische sowie organische Speisen und Getränke zubereitet, die einen gesunden Lebenswandel unterstützen. Jedes Gericht ist auf der Speisekarte mit seinen Nährwerten und Kalorien gekennzeichnet, so dass die Gäste ganz einfach ihre individuellen Ernährungsratschläge befolgen können.

Die Zutatenliste der Gourmetküche entspricht einer ausgewogenen und gesundheitsfördernden Ernährung und sieht beispielsweise viele Proteine, wie beispielsweise Soja, Eier und Hülsenfrüchte ebenso wie die fettärmsten Filets von Tier und Fisch vor. Hinzu kommen bei wenig Salz viele frische Kräuter und faserreiche Lebensmittel, wie ganze Früchte, Gemüse und Vollkorn. Die Küchenchefs meiden darüber hinaus ungesättigte Fettsäuren und künstliche Süßungsmittel bei der Zubereitung. So kommen beispielsweise die Artichoke Fries aus dem Backofen und nicht aus der Fritteuse.

Im Canyon Ranch Grill speisen die Gäste direkt am Strand mit Blick auf den Atlantik. In der Carillon Lounge neben der Hotellobby werden Drinks für den gesundheitsbewussten Gast kreiert. Die Barista servieren sowohl biodynamische Weine und Biere, als auch klassische und innovative Cocktails, wie beispielsweise den „Purple Pillow“ mit Lavendelwodka, Heidelbeeren, Brombeeren und Limette. Gäste, die selbst eine Cocktailidee haben, können diese mit den passenden Zutaten gleich an der Bar umsetzen. Das Poolcafé The Cabana serviert Canyon Ranch-Gästen Fruchtsäfte, biologische Mix-Getränke und kühlende Smoothies an die vier Außenpools des Strandhotels.

Das Canyon Ranch Hotel & Spa Miami Beach gehört zu den Canyon Ranch Health Resorts, die weltweit seit mehr als dreißig Jahren zu den führenden Wellness-Lifestyle-Resorts zählen. Bis November 2008 wurde in Miami Beach das legendäre Carillon Hotel saniert und als Canyon Ranch Resort mit einem 7.000 Quadratmeter großen Wellness Spa wieder eröffnet. Heute erholen sich die Gäste mit einem umfassenden Wellness-Programm und einer Auswahl an täglich über 40 Wellness- und Fitnessangeboten in den 150 Suiten des All-Suite-Hotel, die auf den weißen Sandstrand und den Atlantik blicken. Das ganzheitliche Spa wurde bei Tripadvisor auf den dritten Platz der besten Hotel-Spas der Vereinigten Staaten gewählt.

www.canyonranch.com/miamibeach

Dieter Moor und Sternekoch Matthias Diether

Morgen, Do 09.05.13 18:40 im rbb Fernsehen: Köche und Moor: Unterwegs mit Sternekoch Matthias Diether

In einer neuen Ausgabe von „Köche und Moor“ trifft Dieter Moor den Sternekoch Matthias Diether. Gemeinsam suchen sie in Brandenburg nach den besten Zutaten für ihr Frühjahrsgericht: „Lammrücken, Tanne und Rübengemüse“.

In Altlandsberg werden sie bei einem der letzten Wander-Schafhirten der Region fündig: Kurt Kucznik, ein wettergegerbter, wortgewaltiger Mann, der seine Herde über Äcker und Wiesen bis heran an die Stadtgrenzen Berlins führt. 500 Schafe zählt Kuczniks Herde, die bei jedem Wetter wandert, begleitet von ihm, zwei Hirtengesellen und Hütehunden. Trotz Bewachung gelingt es nachts Wölfen immer wieder ein Schaf zu reißen. Dies gehört neuerdings wieder zu den Risiken seines uralten Berufes. Trotzdem steht Kucznik fest zu seiner Hirtentradition: „Gutes Fleisch muss wandern“, sagt er. Und tatsächlich erzielt er mit seiner ganzjährigen Weidewirtschaft eine ausgezeichnete Fleischqualität.

Den Geschmack und die Zartheit prüft Sternekoch Matthias Diether in seiner Restaurantküche des „First Floor“ in Charlottenburg – eines der ältesten bestehenden Sternerestaurants in Berlin. Gemeinsam mit Dieter Moor zaubert er aus den mitgebrachten Zutaten einen feinen Lammrücken, der zum Nachkochen einlädt.

Ausblick auf die nächste Ausgabe:
Pfingstsonntag 19.05.13 18:40, rbb Fernsehen –
Köche und Moor: Unterwegs mit Sternekoch Thomas Kammeier

Die Suche nach den besten Zutaten für das Gericht „Geschmortes Hochland-Rind mit Spargel und Morcheln“ führt Dieter Moor und den Berliner Sternekoch Thomas Kammeier („Hugos“) über die Beelitzer Spargelfelder nach Melchow – zu einer Herde von Hochland-Rindern.
Diese werden wegen ihrer Robustheit auch in Brandenburg in ganzjähriger Freilandhaltung gezüchtet. Auf dem „Melchhof“ treffen sie Züchter Piet Lembke.

www.rbb-online.de/koecheundmoor/index.html