Verbotener Wein

Internet-Weinmagazin testet umstrittene Weine aus Israel nach Wiederaufnahme ins KADEWE-Sortiment. Fazit: Ordentlich gemacht, aber nichts Besonderes.

Das Berliner Kaufhaus KADEWE verbannte im November 8 Weine von den israelisch besetzten Golanhöhen aus seinem Sortiment. Anlass war eine von der EU beschlossene Kennzeichnung für Gemüse, Obst und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Kosmetika aus Siedlungen im Westjordanland, auf den Golanhöhen und aus Ost-Jerusalem. EU-Verbraucher sollen die Möglichkeit haben, israelische Siedlerprodukte aus besetzten arabischen Gebieten zu kaufen oder bewusst zu boykottieren.

Ein internationaler Proteststurm brach los. Sogar Israels Ministerpräsident Netanjahu schaltete sich ein. Seit zwei Wochen sind die KADEWE-Weine wieder im Angebot.

CaptainCork.com – Deutschlands großes digitales Weinmagazin – fragte sich: waren die 8 Flaschen die ganze Aufregung wert?

In ihrem Verkostungsbericht schreiben die Weintester von www.CaptainCork.com:
Diese Tropfen sind für sich genommen nichts Besonderes. Sauber gemacht und aromenstark. Aber das kann man über viele Weine sagen. Muss man die trinken? Nein. Außer es kommt einer, der sagt: „Das dürft ihr nicht trinken!“ Wir finden, dann soll man sich erst recht ein Gläschen einschenken.

Den gesamten Verkostungsbericht finden Sie unter:
http://www.captaincork.com/aufregung-viel-laerm-um-8-weine-aus-israel-aber-wie-schmecken-die-eigentlich

TEST: Bio- versus konventionelle Lebensmittel

Das Fazit der Stiftung Warentest aus 50 Lebensmitteltests mit Bio- und konventionellen Lebensmitteln: Bei der Qualität sowie in Aussehen, Geruch und Geschmack liefern sich Bio- und herkömmliche Kost ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bioobst und Biogemüse sind aber selten mit Pflanzenschutzmitteln belastet, außerdem engagieren sich Bioanbieter meist stark für Tierschutz.

Insgesamt ist die Qualität sowohl von Bio- als auch von konventionellen Lebensmitteln gestiegen. Die getesteten Produkte bekamen in beiden Gruppen häufiger „gute“ und „befriedigende“ Gesamturteile und weniger „ausreichende“ und „mangelhafte“. Bio ist aber nicht automatisch besser, schmackhafter oder gesünder als herkömmliche Lebensmittel. Das zeigt der Vergleich von 1020 herkömmlichen Lebensmitteln mit 217 Bioprodukten.

Was die Belastung mit Pflanzenschutzmitteln anbelangt, ist Bioware mit Abstand am saubersten. Sie ist jedoch nicht vor Schadstoffen gefeit. Die Tester fanden sogar potenziell krebserregende Substanzen, zum Beispiel in schwarzem und grünem Tee und in Leinöl, beides aus dem Bioladen. Bio-Nudeln überschritten den Höchstgehalt für ein Schimmelpilzgift, in Bio-Sonnenblumenöl wiesen die Tester kritische Mineralöle nach.

Im Geschmack steht es unentschieden. Blinde Verkostungen zeigen, dass Bio nicht besser abschneidet als andere Ware. Bioanbieter arbeiten aber oft transparent und kennen ihre Lieferanten gut. Sie setzten sich mehr für das Tierwohl ein, obwohl auch im Biosektor industrielle Großbetriebe entstanden sind, z.B. für Legehennen. Doch insgesamt ist Biofleisch für Tierfreunde die bessere Wahl. Die aufwendige Tierhaltung nach Ökokriterien hat aber ihren Preis. Auch bei anderen Produkten kostet Bioware meist mehr als herkömmlich produzierte.

Der ausführliche Artikel Biolebensmittel erscheint in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test und ist auch unter www.test.de/bio-oder-konventionell abrufbar.

Versteckte Fette in vermeintlich Gesundem

Auch Lebensmittel, die als gesund gelten, können einen hohen Fettgehalt aufweisen. Das ist das Fazit einer stichprobenartigen Untersuchung des VKI an insgesamt 31 Produkten. Geprüft wurden u.a. vegetarische Aufstriche, Salate, Bio-Knabbereien, Müsliriegel und Sandwiches. Bei rund einem Drittel der getesteten Nahrungsmittel lag der Fettgehalt dabei über 20 Prozent. „Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr, wie wichtig konsumentenfreundliche Nährwertangaben sind“, erklärt VKI-Projektleiterin Birgit Beck. „Leider wurde eine klare Kennzeichung – etwa in Form der Lebensmittelampel – in Österreich bisher nicht umgesetzt.“ Sämtliche Testergebnisse im Detail und weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.konsument.at sowie ab 28.08. in der Septemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.
Schon ein Blick auf die Zutatenliste zeigt: Fett steht bei vielen Lebensmitteln erstaunlich weit oben. „Und zwar auch bei Produkten, bei denen man das nicht von vornherein vermuten würde“, informiert VKI-Expertin Beck. Bio-Bananenchips von Spar natur pur etwa enthalten einen Fettanteil von rund 32 Prozent. Viel Fett fanden die Tester aber z.B. auch im Bio Vitalgebäck mit Kürbiskernen von Hofer, in der Magermilchjoghurt-Erdbeer Schokolade von Yogurette, im Müsli-Mix von Balisto sowie mehreren anderen Produkten.

„Als Faustregel gilt, dass nicht mehr als 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Fett gedeckt werden sollten“, erklärt Birgit Beck. „Doch oft nehmen wir Fett zu uns, ohne es richtig zu merken.“ Rund zwei Drittel der Tagesration, so die Expertin, werde in Form von versteckten Fetten konsumiert. „Das heißt, in Form von Fetten, die für Konsumentinnen und Konsumenten mehr oder weniger ‚unsichtbar’ sind.“

Umso wichtiger sei eine einfach verständliche Kennzeichnung auf der Verpackung, meint die Ernährungswissenschaftlerin. Doch wer auf eine fettarme Ernährung achten möchte, dem wird es derzeit nicht leicht gemacht. So müssen etwa die Angaben auf der Packung erst auf die tatsächlich konsumierte Portionsgröße umgerechnet werden. Nicht nur werden diese auf den Produkten oft nicht angegeben – häufig werden sie auch künstlich klein bemessen. „So lassen sich auch fette Produkte gesünder rechnen, als sie sind“, erklärt Beck.

Eine mögliche Lösung für dieses Problem ist die in Großbritannien bereits erfolgreich eingeführte Lebensmittelampel. Durch ein simples Farbleitsystem wird dabei angegeben, wie hoch der Anteil an Fett, gesättigten Fettsäuren, Salz und Zucker in einem bestimmten Produkt ist. „Die Ampel ist auch wissenschaftlich gut abgesichert und hat sich in der Praxis bewährt“, berichtet Birgit Beck. „Dennoch hat man sich in Österreich bedauerlicherweise bis heute nicht dazu durchringen können, sie umzusetzen.“

Den ausführlichen Test Versteckte Fette gibt es unter www.konsument.at sowie in der Septemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT

Markus Semmler

Der Berliner Foodblogger Bernhard Steinmann vermittelt den Lesern des Gourmet-Reportes diesmal den vollständigen Bericht zum Besuch bei Markus Semmler, Berlin.
Fotos wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Berlin hat mittlerweile ein stattliches Angebot an Restaurants im Sternebereich.
Viele davon habe ich Ihnen auf dieser Seite bereits vorgestellt.
Doch klassische Kochkunst oder kreative Avantgarde findet man auch anderswo, man muss nur genau hinsehen.

In der Sächsischen Straße in Berlin-Charlottenburg ist das Restaurant von Markus Semmler beheimatet. Semmler ist in Berlin kein Unbekannter. 1996 wurde er von den Lesern des Magazins „DER FEINSCHMECKER“ zum Aufsteiger des Jahres gewählt und 1998 von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der „Berliner Meisterkoch“ – Reihe geehrt. In diesem Jahr ist er dort gar für den Titel „Berliner Meisterkoch“ nominiert worden.

Bis er in der Sächsischen Straße ankam, hat er zahlreiche Stationen hinter sich gebracht.
Uns interessiert vor allen Dingen die Gegenwart und die zu erwartende Zukunft.
Daher wenden wir uns dem Restaurantbesuch zu.

Nach freundlichem Empfang und einem gelungenen Einstieg mit einem Glas Champagner, Gosset aus der Magnum, wählen wir – Mein „kohlenhydratarmes“ Menü -. Na gut.

Der Gruß aus der Küche:
Scharf angeröstete Melone, Melonensalat mit Schafskäse und ein Melonensorbet.
Leicht, mit Olivenöl verfeinert, startet das Menü süß, kalt und fruchtig. Einfach wunderbar.

Schwertfischcarpaccio, Wildkräuterdrops schwarzer Knoblauch.
Hauchdünne Scheiben von Radieschen auf einem erlesenen Schwertfischcarpaccio.
Die hohe Qualität der Komponenten bestimmt auch das weitere Menü.

Ein wirklich kleiner Wildkräutersalat und ein beeindruckender Wildkräuterdrops runden den Gang ab. Genial, schwarzer Knoblauch als Paste.

Wildwassergarnele, Topinamburcreme, Enokipilze, Sojareduktion
Das feste Fleisch der Garnele harmoniert mit der dezenten Süße der Topinamburcreme.

Der Gemeine Samtfußrübling kommt in kalten und gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vor und ist ein typischer „Winterpilz“. Schon in der Tang-Dynastie wurde er in China angebaut. Die japanische Küche hat er unter dem Namen Enoki erobert.
Sein nussiges Aroma veredelt die Garnele, während die Würze der Sojareduktion das Geschmacksbild vollendet.

Rochenflügel, geschmolzene Tomate, Kapern, Kartoffel – Kräuter – Kräcker
Der magere Knorpelfisch ist mit dem Hai verwandt und im Geschmack, na ja, eher unauffällig. Bei zahlreichen Gelegenheiten durfte ich diesen Raubfisch schon genießen. Markus Semmler begleitet den Rochenflügel mit einem Petersilienpüree und Petersiliencräckern. Die angegossene Tomatenessenz verleiht dem Gericht eine milde und elegante süße Note.

Wildperlhuhnbrust, Pfifferlinge, Lardo, Schnittlauch
Wunderbar zartes Fleisch, welches durch hauchdünne, fast durchsichtige Lardoscheibchen den besonderen Kick erhält.
Erneut eine süße Note, diesmal von den Karotten und als Gegenpol die intensiven, leicht erdigen Pilze. Nicht nur der Optik wegen sind, äußert sparsam zwar, einige wohlschmeckende Schnittlauchtupfer (Creme) zur Begleitung auserkoren.

Rehrücken, geräucherter Sellerie, wilder Brokkoli Pfifferlinge, Kirschgel
Das Wild schmeckt, wie erwartet, herzhaft und kräftig.
Die Gelegenheit, den Oberlehrer wieder einmal zu Rate zu ziehen.
Um den Fleischgeschmack zu beschreiben, greifen wir auf den Japaner Kikunae Ikeda zurück, der 1908 die Bezeichnung „Umami“ als Erster beschrieben hat. Der Geschmack wird durch Glutaminsäure verursacht, welche in proteinhaltiger Nahrung in kleinen Mengen vorkommt. (z.B. in Fleisch, aber auch in Tomaten).
Umami bekommt in diesem Gericht einen kongenialen Koalitionspartner: Kirsche.
Die intensiven Fruchtnoten, die erdigen Pfifferlinge, der geräucherte Sellerie und der schon mal als „Weibergemüse“ bezeichnete Brokkoli ergeben ein interessantes Geschmacksbild. Eine auf den ersten Blick kompliziert wirkende Kreation ist letztlich auf Beste kombiniert.

Pfirsich, Himbeere, Ziegenfrischkäse, geräucherter Tee
Im Fazit dieses Berichts sollte die Tatsache Erwähnung finden, dass Markus Semmler Opulenz eigentlich fremd ist. Doch bei diesem Dessert, trifft dies letztlich nicht zu.
In Erinnerung bleibt der ausgeprägte Geschmack der aufgeführten Komponenten, die zu meiner Freude mit gerade mal dezenter Süße auffallen.

Service und Wein:
Andrea Güttes, 2013 als Berliner Gastgeber von Berlin Partner ausgezeichnet, moderiert den Abend kundig, freundlich und professionell.
Die Weinbegleitung ist passend zum Menü ausgewählt.

2012 Dittelsheimer Riesling „Kalkstein“, Weingut Winter, Rheinhessen
2012 Grüner Veltliner Sand 1, Weingut Anton Zöhrer, Kremstag
2013 Binger Weißburgunder „Tommergel“, Weingut Riffel, Rheinhessen
2009 Brunello di Montalcino DOCG, Angelo Gaja, Italien

Fazit:
Deutlich liegt das Augenmerk der Küche auf allen, auch noch so kleinen, Details. Nichts geschieht zufällig oder impulsiv. Semmler adelt die Hauptkomponente mit schmackhaften Begleitungern, welche gustatorisch unterstützen, aber auch aromatisch eigenständig auftreten.

Eine Nähe zur bürgerlichen Küche würde ich ihm gerne attestieren, jedoch dürfte dies schnell missverstanden werden. Bürgerlich, im französischen Sinne, dürfte zumindest von erfahreneren Gourmets verstanden werden.
Semmler kocht modern, auch avantgardistisch, richtet puristisch an und bleibt nachhaltig in Erinnerung.

Weitere Fotos älterer Semmler Menüs finden Sie auf dem Gourmet Report auf Facebook: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151719543498124.1073741869.168996673123&type=3

La Degustation Boheme Bourgeoise, Prag

Es sollte der krönende Abschluss einer Geschäfts- und Familienreise nach Prag sein – Kulinarisch gingen wir von einem Reinfall zu anderen –
Glücklich machte uns nur das Bier: Pilsener Urquell und noch besser Staropramen Granat – Fazit: In Prag ernährt man sich am besten flüssig

Im exklusiven 1.Prager Stadtbezirk liegt das Restaurant „La Degustation Boheme Bourgeoise“. Es ist nett eingerichtet, man sitzt sehr gut. Modern ohne Tischdecken. Gut beleuchtet. Man kann sehen, was man isst.
Wir haben bequem über die Webseite reserviert. Uns hatte die Webseite als Termin 19.52 Uhr gegeben.
Die Kellner machten von Anfang an einen sehr „entspannten“ Eindruck. Der Chefkoch war auch nicht im Haus.
Man kann zwischen einem 6 Gang und 11 Gang Menü wählen. Wir wählten das 6 Gang Menü zu 85 Euro. Was auf den Tisch kam, hatte 12 – 13 Punkte Gault Millau Qualität. Das Brot war grauenhaft. Tags zuvor hatten wir deutlich besseres Brot an der Wurstbude an der Tramhalte Malostranke Namesti (auf dem Parkplatz ganz hinten) zu unserer Grillwurst bekommen! Da wäre es eigentlich auch nicht schlimm, dass nie Brot nachgelegt wurde. Auch nicht Butter auf Nachfrage. Aber die Gänge waren so klein, dass wir stets hungrig waren. Inkl. Junior.
Für den sechsjährigen Junior empfahl der Kellner drei Gänge und berechnete auch nur die Hälfte. Das er aber keine Ameuse Bouche bekam, war schäbig. Natürlich mochte Junior die Gänge, die er nicht bekam, besser, als die er bekam. Juniors Favorit war der Fisch in Wirsing, perfekt gekocht, aber langweilig wie im Krankenhaus.

Die Gattin hatte bei der als „Signature dish“ angekündigten Zunge ein sehr gutes Stück und ein Stück Fett erwischt. Die Zunge schmeckte Junior auch, die hatte er aber nicht. Das Tenderloin schmeckte ihm sehr, meins fand er auch etwas zäh.

Der Service kam gerne auch mal zwischendrin von der falschen Seite, lieferte bekleckerte Teller ab, war nicht aufmerksam. Sehr enttäuschend. Der Michelin sollte die Serviceleistungen doch wieder mitbewerten oder zumindest eine extra Bewertung geben.

Schön war, dass es WIFI gab. So konnte man auch unbekannte Teile der Karte übersetzen.

Unsere Fotos finden Sie wie immer auf der Facebook Seite vom Gourmet Report: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151069987308124.422383.168996673123&type=3

Prager Freunde verrieten uns nun, wir sollten lieber ins Terasa u Zlate Studne gehen, das wäre derzeit besser. Können wir nicht beurteilen. Alle Restaurants, die wir in Prag besuchten, waren schlecht, bis auf das Dachrestaurant eines Kaufhauses. Die hatten einen Grill, da gab es Nackensteak oder Lamm-Hamburger. Schmeckte alles richtig gut, war warm, der Service liebevoll, die Location cool, das Bier kalt und lecker und wir zahlten keine 10 % vom La Degustation. Das Restaurant heisst „Bohe(my)a und befindet sich auf dem Dach des „MY“ shopping Centers. Nicht missverstehen: Es war nichts Besonderes, aber nett.

La Degustation Boheme Bourgeoise Restaurant im Internet: www.ladegustation.cz/en/

Hoteltest Dorint Hotel Pallas Wiesbaden

Top Hotel testet das Dorint Hotel Pallas Wiesbaden – Fazit: Extrem in jeder Hinsicht – Ausgestattet wurde das Zimmer mit Möbeln aus billigen Materialien – vor allem das verwendete Holz gehört höchstens in Jugendherbergen – Fernseher und Telefone scheinen aus dem Technikmuseum zu kommen

Der Empfang im Zimmer ist ausgesprochen nüchtern: kein Grußwort des Hotels in schriftlicher Form oder via TV-Monitor, kein Obstkorb, kein Blumenschmuck. Darüber hinaus könnte das Zimmer weit besser gelüftet, gereinigt und weniger abgenutzt sein. Einen nicht mehr ak­- zeptablen, schmuddeligen Eindruck machen dabei die Telefone, die Lampenschirme, der Kaffeekocher, der Fernseher, die Minibar, die Minibarkarte, das Tablett sowie der Einband der Hotelinformationen. Insbesondere der Kaffeekocher ist ein Ekelpaket: Er ist schmutzig, völlig verkalkt, funktioniert nicht mehr einwandfrei und beim Kochen rieseln Kalkreste ins Wasser. Zudem macht es überhaupt keinen Sinn, zu einem Kaffeekocher, bei dem alles, wirklich alles nach Kaffee riecht, Teebeutel dazuzustellen.Sowohl auf den Bilderrahmen als auch auf dem Rundlaufrahmen oberhalb des Zimmerschranks befinden sich zu viel Staub und eine fettige Schmutzschicht. Gleiches gilt für den Spiegelrahmen und die Lampe über dem Flurspiegel. Der Türrahmen im Bad müsste ebenso dringend einmal gründlich gesäubert werden wie der Teppichboden an dieser Stelle. Die Schranktür ist abgesplittert; die ohnehin nicht schönen, speckigen Filzbezüge des Stuhls und Sessels sind stellenweise abgewetzt. Der alte zerkratzte Müllbehälter gehört in einen solchen.

Lesen Sie den gesamten, schrecklichen Test, bei dem man großes Mitleid mit dem Tester haben muss: www.tophotel.de/index.php?4df749768899e|1

Universalkameras: „Gut“ auch ohne Spiegelreflex

Wer „gute“ Fotos machen will, muss sich nicht gleich eine teure Spiegelreflexkamera kaufen, so das Fazit der Stiftung Warentest. Im Test waren sieben Universalkameras in der Preiskategorie von rund 400 bis 750 Euro. Fünf schnitten „gut“ ab. Der ausführliche Test Universalkameras erscheint in der Juni Ausgabe der Zeitschrift test.

Manche handliche und leichte Universalkameras werden sogar den Ansprüchen ambitionierter Fotografen gerecht. So haben sie zum Teil sehr lange Brennweiten. Damit spart man sich die verschiedenen Wechselobjektive. Und trotzdem lassen sich viele Einstellungen bei Bedarf per Hand justieren, etwa die Blende oder die Belichtungszeit. Einziger Nachteil der Universalkameras: Die Qualität der Bilder lässt bei schlechten Lichtverhältnissen stark nach.

Die besten Universalkameras im Test sind die Canon PowerShot G12 für 505 Euro und die Nikon Coolpix P7000 für 490 Euro. Wer weniger Geld ausgeben will, ist auch mit der Canon PowerShot SX30 IS für 405 Euro gut beraten.

Der ausführliche Test ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de veröffentlicht

Lebensmittel bei Amazon

15 Lieferungen für 20 Produkte


Erst Bücher, dann CDs, jetzt Salat. Bei Amazon können Kunden nun auch Lebensmittel und Getränke ordern – über 50.000 Produkte hat der Onlinehändler im Angebot. Doch es gibt Probleme beim Sortiment, mit der Produktinformation, dem Versand und den Versandkosten, wie ein Schnelltest der Stiftung Warentest für das Online-Portal test.de zeigt.

Das große Sortiment, bei dem es schwierig ist, einzelne Produkte zu finden, erweist sich als lückenhaft und etwas extravagant. Nahezu alle bekannten Mineralwassermarken fehlen, dafür können Kunden eine 0,7 Liter-Flasche Regenwasser aus Tasmanien für 7,90 Euro bestellen. Bei den Produkten fehlen in den meisten Fällen die Angaben zur Haltbarkeit, zu Nährwerten und Mengen der Inhaltsstoffe.

Die Tester bestellten 20 frische Produkte, die etwa 20 Euro kosteten. Die Versandkosten hierfür betrugen aber 25 Euro. Das Problem: bei frischen Waren ist Amazon oft nur Vermittler, eingekauft wird bei Handelspartnern, die alle jeweils eigene Versandkosten berechnen. Für die Testbestellung von drei Warenkörben waren 15 Lieferungen notwendig. Zehn davon trafen innerhalb von zwei Tagen ein, vier weitere am dritten Tag.

Das letzte Paket, mit Bio-Eiern und Bio-Butter, war auch am vierten Tag noch nicht da. Nach einer Reklamation dauerte es weitere drei Werktage, bis das Paket ankam. Wer also nicht permanent zu Hause ist, erhöht das Risiko, dass die Pakete beim Nachbarn landen.

Die Lebensmittel kamen größtenteils unversehrt und in gewünschtem Zustand an. Ausnahmen: Eine Lieferung war vom falschen Hersteller, ein Ei angeschlagen, ein Salat an der Schnittstelle braun, ein Paket Butter geschmolzen und eine Bratwurst in der mikrobiologischen Qualität noch zufriedenstellend.

Fazit der Tester: In der jetzigen Form ist das Lebensmittelangebot von Amazon wenig brauchbar. Der Onlinehändler selbst hat angekündigt, sein Angebot nachzubessern.

Der ausführliche Schnelltest ist online unter www.test.de/amazon-lebensmittel veröffentlicht.

Stevia

Süßungsmittel aus Stevia – EFSA-Gutachten stuft sie als unbedenklich ein

Süßungsmittel, die aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen werden, sind für die Gesundheit unbedenklich – vorausgesetzt, eine bestimmte Tagesdosis wird nicht überschritten. So lautet das Fazit eines Gutachtens der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Stevia ist eine in Südamerika beheimatete Pflanze, in deren Blättern verschiedene süß schmeckende Verbindungen vorkommen. Die so genannten Steviolglycoside sind bis zu 300mal süßer als üblicher Haushaltszucker und können beispielsweise kalorienreduzierten Erfrischungsgetränken, Desserts und Süßwaren zugesetzt werden. Toxikologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Steviolglykoside weder genotoxisch noch Krebs erregend sind. Sie haben keinen negativen Einfluss auf die Fortpflanzung und das ungeborene Kind. Anhand der vorliegenden Daten wurde eine tägliche tolerierbare Aufnahmemenge (ADI) von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Der ADI ist die Menge einer Substanz, die lebenslang pro Tag ohne gesundheitliche Auswirkungen verzehrt werden kann. Dieser Wert kann laut EFSA aber überschritten werden, wenn die Süßstoffe in den von den Herstellern vorgeschlagenen Höchstmengen aufgenommen werden. Süßungsmittel sind Lebensmittelzusatzstoffe und müssen zugelassen werden, bevor sie auf den Markt kommen. Das Gutachten gilt als Türöffner für den Einsatz von Stevia auf dem europäischen Markt. Die Europäische Kommission muss aber auf Basis des EFSA-Gutachtens noch entscheiden, ob Steviolglycoside in Zukunft europaweit verwendet werden dürfen. Bislang sind nur Einzelgenehmigungen in der Schweiz und in Frankreich erteilt worden.
aid, Heike Kreutz

Weitere Informationen:
Mehr über Novelfood – Stevia, Noni & Co. unter www.was-wir-essen.de , Rubrik „Verbraucherschutz“.

Chips beim Fernsehen, Süßes vor dem PC

Chips beim Fernsehen, Süßes vor dem PC

Beim Frühstück bevorzugen Deutsche Brot und Brötchen, Marmelade, Honig oder Schokocreme.

Viele Menschen essen vor dem Computer Süßigkeiten, während vor dem Fernseher salzige Knabbereien gefragt sind. So lautet ein Fazit der Studie „Essen und Trinken in Deutschland“ der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Für die Untersuchung wurden mehr als 4.500 Verbraucher ab 16 Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt.

Zum Frühstück greifen die Deutschen bevorzugt zu Brot und Brötchen, Marmelade, Honig oder Schokocreme. Bei rund zehn Prozent kommen auch Käse, Wurst oder Cerealien auf den Tisch. Während der morgendlichen Mahlzeit informiert sich ein Großteil der Bürger mit Zeitung und Hörfunknachrichten über das aktuelle Tagesgeschehen. Nur ein Drittel unterhält sich am Frühstückstisch. Beim Mittag- und Abendessen hingegen spielen Gespräche mit der Familie beziehungsweise den Arbeitskollegen eine wichtige Rolle.

Mehr als ein Drittel der Deutschen lässt sich beim Abendessen vom Fernsehprogramm berieseln. Wer auch in den Stunden danach vor dem Bildschirm sitzt, greift nicht selten zu Naschereien. In sechzig Prozent aller Fälle, in denen Salziges geknabbert wird, läuft auch der Fernsehapparat. Bei Schokolade sind es 36 Prozent und bei Pizza immerhin 32 Prozent. Vor dem Computer hingegen werden Schokolade und Zuckerwaren bevorzugt.

Dabei kann auch Rohkost wie Gurke und Paprika mit Quark-Dip oder klein geschnittenes Obst den Fernsehabend versüßen, empfiehlt der aid infodienst.