Weinprobe: Pomerol

ZDF Dokukanal, Samstag, 31.10. um 08:30 Uhr

Weinprobe: Pomerol

Die kaum 800 Hektar große Appellation Pomerol, vierzig Kilometer östlich von Bordeaux gelegen, bietet nur flaches Land, soweit das Auge reicht. Die Weine, die hier gekeltert werden, meist sogenannte Chateaux-Weine, gehören international zur Spitzenklasse.

Pomerol-Weinen sagt man zudem nach, sie hätten weibliche Züge. Doch warum attestiert man ausgerechnet diesen Tropfen „Weiblichkeit“? Ist dafür die Merlot-Traube verantwortlich oder doch eher der besondere Boden, auf dem die Trauben wurzeln? Oder sind es die Winzer, die ihren Wein „femininer“ machen? Keltern Frauen ihren Wein anders als ihre männlichen Kollegen? Mit dem Prestige der Weine aus dem Pomerol, dem kleinsten unter den großen Rotweingebieten von Bordeaux, können international nur wenige Weinanbaugebiete mithalten. Dabei trumpft die Region nicht gerade mit landschaftlichen Reizen auf. Im Spätsommer fallen höchstens die vollen Merlot-Trauben ins Auge, die fein aufgereiht, schwer wie Euter, in den Rebstöcken hängen. Einziger Blickfang der Kommune Pomerol ist der hohe Kirchturm. Ein wirkliches Dorf gibt es nicht, allenfalls ein paar verstreute Häuser und jede Menge Chateaux – so zumindest nennt sich der Großteil der Weingüter, auch wenn das „Schloss“ aus vier Kalksteinquadern besteht. Mehr als 150 gibt es davon, von denen selbst die in der Weinwelt bekanntesten weniger als zehn Hektar bewirtschaften. Der spanische Sherry ist ein seit Jahrhunderten bekannter Wein – das verdankt er neben dem Meeresklima im Süden Andalusiens einer ganz speziellen Entstehungsweise: dem so genannten „Solerasystem“, bei dem junge und alte Weine nach genau festgelegten Regeln miteinander vermischt werden.

Weinprobe: Pomerol

ZDF Dokukanal, Donnerstag, 29.10. um 13:15 Uhr

Weinprobe: Pomerol

Die kaum 800 Hektar große Appellation Pomerol, vierzig Kilometer östlich von Bordeaux gelegen, bietet nur flaches Land, soweit das Auge reicht. Die Weine, die hier gekeltert werden, meist sogenannte Chateaux-Weine, gehören international zur Spitzenklasse.

Pomerol-Weinen sagt man zudem nach, sie hätten weibliche Züge. Doch warum attestiert man ausgerechnet diesen Tropfen „Weiblichkeit“? Ist dafür die Merlot-Traube verantwortlich oder doch eher der besondere Boden, auf dem die Trauben wurzeln? Oder sind es die Winzer, die ihren Wein „femininer“ machen? Keltern Frauen ihren Wein anders als ihre männlichen Kollegen? Mit dem Prestige der Weine aus dem Pomerol, dem kleinsten unter den großen Rotweingebieten von Bordeaux, können international nur wenige Weinanbaugebiete mithalten. Dabei trumpft die Region nicht gerade mit landschaftlichen Reizen auf. Im Spätsommer fallen höchstens die vollen Merlot-Trauben ins Auge, die fein aufgereiht, schwer wie Euter, in den Rebstöcken hängen. Einziger Blickfang der Kommune Pomerol ist der hohe Kirchturm. Ein wirkliches Dorf gibt es nicht, allenfalls ein paar verstreute Häuser und jede Menge Chateaux – so zumindest nennt sich der Großteil der Weingüter, auch wenn das „Schloss“ aus vier Kalksteinquadern besteht. Mehr als 150 gibt es davon, von denen selbst die in der Weinwelt bekanntesten weniger als zehn Hektar bewirtschaften. Der spanische Sherry ist ein seit Jahrhunderten bekannter Wein – das verdankt er neben dem Meeresklima im Süden Andalusiens einer ganz speziellen Entstehungsweise: dem so genannten „Solerasystem“, bei dem junge und alte Weine nach genau festgelegten Regeln miteinander vermischt werden.

Weinprobe: Porto

ZDF Dokukanal, Dienstag, 27.10. um 13:15 Uhr

Weinprobe: Porto

Die Stadt Porto hat nicht nur einem Land, sondern auch einem der großen Süßweine dieser Welt ihren Namen gegeben: Dem Portwein, der seit Jahrhunderten in den Kellereien der nordportugiesischen Stadt lagert.

Die Welt des Portweins ist recht verwirrend – unzählige Sorten, Jahrgänge, und Verschnitte, unterschiedlichste Trinkempfehlungen – alles, was für andere große Weine gilt, kann der Liebhaber beim Portwein getrost vergessen. Das fing früher bereits in den Weinbergen an: An den Steilhängen des Flusses Douro wuchsen bis zu achtzig verschiedene Rebsorten wild durcheinander. Doch seit 1986, seit Portugals EU-Beitritt, hat sich auch diese so urtümliche Weinlandschaft stark verändert: Monokulturen prägen immer mehr das Landschaftsbild. Die Kontrolle über wenige und sortenrein angepflanzte Weinstöcke gilt als fortschrittlich und modern. Eine Ausnahme macht da Dirk van der Niepoort, Portweinproduzent in der fünften Generation – der junge Portugiese mit holländischem Pass kehrte zurück zum Althergebrachten und hat es damit mittlerweile auch international zu Anerkennung gebracht: Er setzte auf Wildwuchs in den Weinbergen, ließ die Trauben in den traditionellen Lagares wieder mit den Füssen stampfen und arbeitet bis heute nicht mit Önologen, sondern mit seinem guten alten „Provador“, einem Meister der Weinverschnitte – ein uralter Beruf, für den es im Deutschen keine wirkliche Übersetzung gibt.

Weinprobe: Mosel

ZDF Dokukanal, Samstag, 24.10. um 13:15 Uhr

Weinprobe: Mosel

Die Mosel steckt voller Geschichte und Geschichten rund um den Wein: ein Anbaugebiet mit einer 2000 Jahre alten Tradition.

Winzer wie Wilhelm Haag genießen Weltruf. Der große alte Mann aus Brauneberg steht für klassische Moseltugenden und Rieslinge mit viel Leichtigkeit. Doch „Weinprobe“ nimmt nicht nur Legenden unter die Lupe. Auch „Newcomer“ wie die junge Eva Clüsserath aus Trittenheim oder Querdenker wie Reinhard Löwenstein prägen die Mosel. Der Winninger Winzer will weg von den „süßen Möselchen“ und falsch verstandener Nostalgie. Sein Zauberwort heißt Terroir. War der Moselwein früher noch Inbegriff deutscher Rieslingtugenden, so steckt die Region heute mitten in einer Phase des Umbruchs. Immer weniger junge Moselaner nehmen die Plackerei in den Steillagen auf sich, immer mehr Flächen fallen brach. Dennoch beweisen Winzer wie Wilhelm Haag, Reinhard Löwenstein oder Eva Clüsserath Jahr für Jahr was in der Mosel steckt: Weine mit unverwechselbarem Charakter.

Wein.Gut – Fritz Keller

ZDF Dokukanal, Freitag, 23.10. um 13:00 Uhr

Wein.Gut – Fritz Keller

Fritz Keller (52) führt das Weingut der Familie in Vogtsburg-Oberbergen (Kaiserstuhl) und

eines der ersten Sternerestaurants Deutschlands, den „Schwarzen Adler“. In Sachen Weinbau und Gastronomie war die Familie seit Kriegsende immer schon am nahen Frankreich orientiert – was eine lang anhaltende Zeit an Erfolgen begründet. Qualität gilt etwas in der Familie Keller. Umso erstaunlicher klang da Fritz Kellers neueste Unternehmung im Jahr 2006. Der Spitzenwinzer verhandelte mit einem großen deutschen Discounter die Lieferung von Badischem Qualitätswein. Das Projekt hatte riesige Dimensionen. Vom Weißwein wurden 2008 etwa zwei Millionen Flaschen produziert. Das leistet Fritz Keller natürlich nicht allein: Er hat für diese Idee fast 500 badische Winzer gewinnen können, die gemeinsam diese riesige Menge Wein (einen badischen Roten gibt es auch) herstellen. Für viele Weinbaubetriebe erschloss sich hier eine neue Erwerbsquelle, die zum Überleben der Betriebe beitrug.

Wein.Gut

ZDF Dokukanal, Donnerstag, 22.10. um 13:00 Uhr

Wein.Gut – Martin Tesch

Dr. Martin Teich (40) ist sowohl Querkopf wie auch Quereinsteiger. Der promovierte Mikrobiologe arbeitete schon einige Jahre in seinem studierten Beruf an bedeutenden Forschungseinrichtungen in Deutschland, bis er sich überreden ließ das elterliche Weingut

in Langenlonsheim an der Nahe zu retten. Und das tat er, wie er alles tut: radikal. Er halbierte die bewirtschaftete Rebfläche, riss alles aus dem Berg, was kein Riesling war und verschreckte mit seiner ersten Angebotsliste die Hälfte seiner Kunden so sehr, dass sie nicht mehr bei Teichs bestellten. Denn wie in den Weinbergen stand auf der Weinkarte fortan auch nur noch Riesling. Teich ist ein kantiger Typ, der keine Mode mitmacht. Das Gerede vom „Terror“ lässt ihn ebenso kalt, wie Brauchtumspflege in Winzervereinen. Mit einem intelligenten Marketingkonzept und einem Etikettendesign, mit dem Teich schon mehrere renommierte Designpreise gewonnen hat, sorgt er auf seine Weise für eine auch unter jungen Konsumenten zunehmende Lust an Riesling. Sein Riesling „Unplugged“ brachte den Gitarrenhersteller Gibson auf die Idee, Teich und Rock’n’Roll gemeinsam zu vermarkten. So sind die Weine von Teich in den Tourbussen weltberühmter Rockbands wie auch auf Festivals wie „Rock am Ring“ zu finden. Keiner ist besser geeignet zu zeigen, dass kantige Charaktere kantige Weine machen.

Wein.Gut

ZDF Dokukanal, Mittwoch, 21.10. um 13:00 Uhr

Wein.Gut – Fritz Haag

Es gibt nur wenige Namen, die ein Kenner internationaler Weine im Ausland sofort und ohne zu zögern als Assoziation zum Begriff „Der deutsche Wein“ nennen würden. Ein Name jedoch wäre gewiss darunter: Als prominenter Botschafter für deutschen Wein in der Welt ist das Weingut „Fritz Haag“ aus Brauneberg an der Mosel ein Inbegriff.

Schon über Jahrhunderte zählen die Rieslinge von der Mosel zu den weltweit geschätzten Spitzengewächsen. Das Weingut „Fritz Haag“ spielt seit den Fünfzigern in dieser Spitzenliga mit. Seit fünf Jahren zeigt hier ein Generationenwechsel vom Vater Wilhelm auf den Sohn Oliver, wie Arbeit auf höchstem Niveau kontinuierlich fortgesetzt wird. Der Vater Wilhelm übernahm den Betrieb in den Fünfzigern. Nun hat sein Sohn Oliver übernommen und sofort eine „Kollektion des Jahres“ produziert. Anders als bei den übrigen Kandidaten der Serie ist hier der Wechsel noch aufzeigbar, greifen Traditionen ineinander über. Gleichzeitig wird eine der beeindruckendsten Weinbaulandschaften Deutschlands porträtiert: die Mosel mit ihren fast senkrechten Steillagen.

Wein.Gut

ZDF Dokukanal, Freitag, 16.10. um 06:00 Uhr

Wein.Gut – Klaus Peter Keller

Die jungen und neuen Winzer von heute haben kaum noch etwas mit den romantischen Vorstellungen von Weinbau gemein. Längst haben sie im Gegensatz zur Vorgängergeneration einen anderen Weg eingeschlagen: sie gestalten Traditionen neu, bringen eigene Ideen ein und haben damit Erfolg.

Die dritte Folge von „Wein.Gut“ stellt den rheinhessischen Winzer Klaus-Peter Keller vor. Der „Gault Millau“ zeichnete ihn 2006 mit dem Preis „Kollektion des Jahres“ aus und urteilte: „Keller hat als einziger Winzer in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüßen Weinen in den Top Ten mitzumischen“. Voller Enthusiasmus führt Keller das erfolgreiche Erbe seines Vaters fort und entwickelt es zu immer höheren Qualitäten. Seine außergewöhnlichen Weine werden deshalb weltweit zu Rekordpreisen gehandelt.

Wein.Gut – Fritz Keller

ZDF Dokukanal, Donnerstag, 15.10. um 21:00 Uhr

Wein.Gut – Fritz Keller

Fritz Keller (52) führt das Weingut der Familie in Vogtsburg-Oberbergen (Kaiserstuhl) und

eines der ersten Sternerestaurants Deutschlands, den „Schwarzen Adler“. In Sachen Weinbau und Gastronomie war die Familie seit Kriegsende immer schon am nahen Frankreich orientiert – was eine lang anhaltende Zeit an Erfolgen begründet. Qualität gilt etwas in der Familie Keller. Umso erstaunlicher klang da Fritz Kellers neueste Unternehmung im Jahr 2006. Der Spitzenwinzer verhandelte mit einem großen deutschen Discounter die Lieferung von Badischem Qualitätswein. Das Projekt hatte riesige Dimensionen. Vom Weißwein wurden 2008 etwa zwei Millionen Flaschen produziert. Das leistet Fritz Keller natürlich nicht allein: Er hat für diese Idee fast 500 badische Winzer gewinnen können, die gemeinsam diese riesige Menge Wein (einen badischen Roten gibt es auch) herstellen. Für viele Weinbaubetriebe erschloss sich hier eine neue Erwerbsquelle, die zum Überleben der Betriebe beitrug.

Wein.Gut

ZDF Dokukanal, Mittwoch, 14.10. um 21:00 Uhr

Wein.Gut – Martin Tesch

Dr. Martin Teich (40) ist sowohl Querkopf wie auch Quereinsteiger. Der promovierte Mikrobiologe arbeitete schon einige Jahre in seinem studierten Beruf an bedeutenden Forschungseinrichtungen in Deutschland, bis er sich überreden ließ das elterliche Weingut

in Langenlonsheim an der Nahe zu retten. Und das tat er, wie er alles tut: radikal. Er halbierte die bewirtschaftete Rebfläche, riss alles aus dem Berg, was kein Riesling war und verschreckte mit seiner ersten Angebotsliste die Hälfte seiner Kunden so sehr, dass sie nicht mehr bei Teichs bestellten. Denn wie in den Weinbergen stand auf der Weinkarte fortan auch nur noch Riesling. Teich ist ein kantiger Typ, der keine Mode mitmacht. Das Gerede vom „Terror“ lässt ihn ebenso kalt, wie Brauchtumspflege in Winzervereinen. Mit einem intelligenten Marketingkonzept und einem Etikettendesign, mit dem Teich schon mehrere renommierte Designpreise gewonnen hat, sorgt er auf seine Weise für eine auch unter jungen Konsumenten zunehmende Lust an Riesling. Sein Riesling „Unplugged“ brachte den Gitarrenhersteller Gibson auf die Idee, Teich und Rock’n’Roll gemeinsam zu vermarkten. So sind die Weine von Teich in den Tourbussen weltberühmter Rockbands wie auch auf Festivals wie „Rock am Ring“ zu finden. Keiner ist besser geeignet zu zeigen, dass kantige Charaktere kantige Weine machen.