Zu viel Chips vor dem Fernseher?

Pessimisten sind eher gefährdet

Emotionen wie Trauer und Freude können das Geschmacksempfinden und damit auch das Essverhalten beeinflussen. Das lässt ein Experiment der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vermuten, an der 80 Probanden im Alter von 19 bis 47 Jahren teilnahmen. Zunächst schätzten die Wissenschaftler mit psychologischen Tests die allgemeine Stimmungslage der Teilnehmer ein und prüften, ob sie etwa unter leichten, nicht krankhaften Depressionen litten. Dann zeigten sie den Probanden zweiminütige Filmausschnitte mit einer lustigen, traurigen und neutralen Szene, um die entsprechenden Emotionen hervorzurufen. Davor und danach sollte die Intensität des Geschmacks von fünf verschiedenen Flüssigkeiten (süß, sauer, bitter, umami, fettig) in fünf Konzentrationen bewertet werden.

Interessanterweise konnten eher pessimistische Menschen nicht mehr zwischen fettiger und fettarmer Milch unterscheiden, wenn sie zuvor lustige oder traurige Filmszenen gesehen hatten. Vor dem Experiment und nach einer neutralen Sequenz war die Beurteilung der unterschiedlichen Fettkonzentrationen kein Problem. Das könnte erklären, warum manche Menschen vor dem Fernseher bei einem rührseligen Spielfilm mehr fettige Snacks wie Chips verdrücken als andere. Möglicherweise wird bei einer negativen Stimmungslage die Aufmerksamkeit viel stärker auf den Film gelenkt. Die Kontrolle über das Essverhalten versagt, sodass man unbewusst isst und leicht zu große Mengen verzehrt. Vor allem Menschen mit leichten Depressionen und Gewichtsproblemen könnten betroffen sein, meinen die Wissenschaftler.

Bittere und süße Geschmacksproben beurteilten leicht depressive und eher ängstliche Studienteilnehmer dagegen intensiver als positiv gestimmte Probanden. Das könnte daran liegen, dass sie generell sensibler auf Sinneseindrücke reagieren. Die genauen Zusammenhänge zwischen Gemütszustand, Emotionen und Geschmacksempfinden sind aber bislang noch nicht wissenschaftlich geklärt. Da ist offenbar noch viel Forschungsarbeit notwendig.
Heike Kreutz, www.aid.de

Axel Milberg und Anibal Strubiger

Davidoff Tour Gastronomique mit Axel Milberg und Anibal Strubinger im Schwarzen Adler in Vogtsburg-Oberbergen

«Aber kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist
bleibend.» Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe passt zu allen Stationen
der «Davidoff Tour Gastronomique», die 2012 zum fünften Mal stattfindet. Es passt
zu dieser kulinarischen Entdeckungsreise zu den besten Köchen des Landes, zu der
Davidoff gemeinsam mit Jaguar Deutschland seine Gäste dieses Jahr wieder viermal
entführt. Es passt zu den großen Publikumslieblingen, die jedem Abend eine
persönliche Note verleihen. Es passt auch zu dem charismatischen
Cigarrenconnaisseur Zino Davidoff, denn er war der Inbegriff von Genuss und
Lebensart und liebte es, mit Gefühl und Geist die schönen Momente des Lebens zu
erfahren.

Vor allem passt es zu Axel Milberg, der den Abend im Schwarzen Adler als
gemeinsamer Gastgeber mit Sternekoch Anibal Strubiger zum unvergesslichen
Erlebnis machte. Selten, dass man an den Lippen eines Menschen hängt, wenn auf
dem Teller so herausragende Qualität wartet wie Carpaccio vom Vorwälder
Weiderind mit Wildkräutersalat und Filet von der Atlantik-Seezunge auf
Champagnersauce und Karotten-Ingwerpüree. Axel Milberg, der im Auto-Quartett
schon als kleiner Junge dafür sorgte, dass er immer den Jaguar E-Type zieht, las mit
ausdrücklicher Genehmigung und Freude des Autors Texte des Kultkolumnisten
vom ZEITmagazin und vom Berliner Tagesspiegel, Harald Martenstein. Martenstein
pflegt den schrägen Blick auf Dinge, die wir irgendwie alle erleben, aber eben nie so
sehen wie er. Zum Beispiel folgenden Auszug aus «Männer sind wie Pfirsiche»:
«Mein Arzt meint, ich leide unter Depressionen. Ich sagte, mein Job besteht darin,
lustige Kolumnen zu schreiben. ‚Geben Sie mir die rosa Pille. Give me daddy’s little
helper.’ Der Arzt antwortete, Depressionen seien bei Humoristen die
Berufskrankheit Nummer eins, ähnlich wie der Muskelfaserriss bei den
Gewichthebern. ‚Machen Sie Pause’, sagte der Arzt. ‚Tun Sie sich was Gutes. Essen
Sie Obst, trinken Sie viel Wasser’. Ich sagte, ‚Ihr Ärzte verdient zu viel’. Da war er
sauer.»

Obst essen und viel Wasser trinken war tatsächlich nicht auf der Menükarte
vorgesehen. Statt Obst gab es «Cigarre mit Caraibe-Valrhona-Schokolade & Irish
Coffee» und statt Wasser degustierte die fränkische Sommelière Melanie Wagner,
die 2010 vom Gault Millau zum Sommelier des Jahres gekürt wurde und diesen
Titel eigentlich jährlich verdient hätte, die hauseigene Grauburgunder Spätlese
Oberbergener Bassgeige und den Bordeaux Chateau Smith Haut Lafitte blanc vom
Weingut Pessac-Léognan. Auf Wagner ist der Hausherr Fritz Keller, der als
Gastronom, Winzer und Hotelier das Traditionshaus mit all seinem Charme in die
Moderne führte, besonders stolz, denn ihr hört man einfach zu. Frauen spielten im
Schwarzen Adler immer schon eine bedeutende Rolle, denn seine Mutter Irma
Keller erkochte 1969 den ersten Stern in Deutschlands zweitältestem
Sternerestaurant, der seither über dem Haus leuchtet, unter Küchenchef Anibal
Strubinger seit 1994.

Ganz sicher ist der Schwarze Adler im idyllischen Weinort Oberbergen, im Schutz
der malerischen Rebhänge des Kaiserstuhls, so eine Art Insel der Seligen. Wer
exklusive Küche und große Weine schätzt, immerhin stehen 2.500 auf der
Weinkarte, der fühlt sich wohl in dem fast 500 Jahre alten Gemäuer der Familie
Fritz Keller. Die hier mit viel Geduld und Liebe im klassischen Stil ausgebauten
Weine werden regelmäßig bei nationalen und internationalen Verkostungen hoch
prämiert. Das Restaurant, das seit Jahrzehnten zu den besten Deutschlands zählt,
vereint seit Generationen die klassisch französische mit der badischen Küche.
Maître Anibal Strubinger, der mit 17 Jahren bei dem inzwischen verstorbenen
Seniorchef Franz Keller zum Koch ausgebildet wurde, steht bis heute hinter dem
Herd. Schon der Name «Anibal» lässt vermuten, dass der 56-Jährige nicht zwischen
den Weinbergen aufgewachsen ist. Er lebt im Elsass, arbeitet am Kaiserstuhl und ist
in Venezuela geboren, wo er jedes Jahr drei Wochen verbringt. Strubingers
Wurzeln liegen in Colonia Tovar, jenem Schwarzwalddorf in den Tropen, das 1843
von knapp 400 Auswanderern aus dem damals von Hungersnöten geplagten
Kaiserstuhl gegründet wurde. Auch Strubingers Ururgroßvater gehörte zu ihnen,
und so wuchs Anibal auf einer Kaffeeplantage auf und lernte schon als Kind, für
mehrere Personen in Töpfen und Pfannen zu rühren. In der Küche beruft er sich auf
die französische Tradition des Hauses und auf frische Produkte. Der Fisch etwa, den
er penibel zubereitet, kommt direkt aus La Rochelle. Seine Philosophie: «Ein Gast,
der nur einen Salat isst, soll genauso zufrieden sein, wie der, der ein Menü
bestellt.»

Natürlich besuchte Axel Milberg, der zur nahegelegenen Stadt Freiburg eine
familiäre Beziehung hat, Chef Anibal in der Küche, denn er kocht nicht nur selbst
gerne, er schaut anderen auch gerne dabei zu. «Menschen sind in dem Moment,
wo sie kochen, besonders liebenswert, weil sie etwas mit Konzentration und Liebe
machen. Ich beobachte gerne, wenn jemand sowas pusselt, liebevoll verändert und
zubereitet, das ist charmant, das ist schön. Da ist es schwer, als Angeber unterwegs
zu sein, eine Rolle zu spielen, das ist ein privater Augenblick.» Neben seiner Liebe
zum Beruf ist Milberg vor allem ein Familienmensch, der mit seiner Frau und vier
Kindern in München lebt. Er reist gerne und am liebsten mit der ganzen Familie.
«Gerade Dinge, die mir Freude machen, möchte ich mit anderen teilen. Ich bin
lieber dann alleine, wenn ich unglücklich bin, als wenn ich glücklich bin. Das Glück
teile ich gerne, indem ich zu meiner Frau oder meinen Kindern sage, wenn ich
etwas Neues kennenlerne ‚Du schau mal, das ist ja irre’». Leider konnte er sein
«irres» Küchenerlebnis im Schwarzen Adler und seine Entdeckungsreise durch das
Kellersche Weingut nicht mit Ehefrau Judith teilen, denn Sohn August, der sich als
einziger der Milberg-Söhne zum Beruf des Vaters hingezogen fühlt und dies mit
neun Jahren zu Hause oft unter Beweis stellt, musste am nächsten Morgen in die
Schule.

Alle waren begeistert von der komödiantischen Ausstrahlung des Kieler Tatort-
Kommissars und von der Küche Anibal Strubingers im gut gefüllten Sternelokal von
Hausherr Fritz Keller, der die Gäste in die Welt seines Weingutes und seiner
«Lieblingskneipe» einführte. Dazu gehörten Hans Bockhop von Arnold André, dem
neuen deutschen Distributor der Davidoff Cigarren, Klaus Kugler, Vertriebsleiter
von Jaguar Deutschland, und Petra Lindenschmidt, Brand Manager von Arnold
André, die sagte «Essen Sie weniger, aber im Schwarzen Adler, rauchen Sie
weniger, aber nur Davidoff, fahren Sie weniger, aber immer Jaguar.»

Eine Station der «Davidoff Tour Gastronomique» steht noch aus in diesem
Jahr:
18. August 2012 Erik Brack, Johann Lafer und Norbert Niederkofler
mit Ulrike Folkerts und Katharina Schnitzler
15 Punkte Gault Millau
18 Punkte Gault Millau
15 Punkte Gault Millau
Restaurant Vierjahreszeiten auf dem Traumschiff MS
Deutschland
Preis: 220 Euro inkl. Aperitif, Gourmetmenü, Weine und Cigarren
Reservationen unter: gou
rmetdeutschland@davidoff.com
Telefon: +49 5223 163 220
Mehr Informationen auch unter www.davidoff.com

Übergewicht auch ein Stressproblem?

Frustrierende Situationen kennt jeder. Doch während sich manche zu Frustessern entwickeln, die mit Übergewicht und einem schwer kontrollierbaren Hungergefühl kämpfen, verlieren die anderen den Appetit und verfallen in Depressionen. Schuld daran könnten zwei unterschiedliche Strategien des Körpers sein, mit den uns umgebenden Stressfaktoren umzugehen.

Was für schlanke Menschen als mangelnde Disziplin erscheint, ist für Übergewichtige ein scheinbar unüberwindbares Problem: das ständige Hungergefühl. Für viele ist dieses der Saboteur eines jeden Abnehmversuches, der sich mit jeder Diät noch verschlimmert. Dabei mag es für den erfolglosen Abnehmwilligen wie eine verbale Ohrfeige erscheinen, wenn ihm schlanke Zeitgenossen berichten, dass ihr aktueller Gewichtsverlust vom Stress herrührt. Er selbst neigt schließlich in frustrierenden Situationen dazu, seine selbst auferlegten Lebensmittelverbote über Bord zu werfen und mehr zu essen, als er sich sonst zugesteht. Was paradox zu sein scheint, ist nach den Erkenntnissen des Adipositas-Forschers Achim Peters das Ergebnis zweier unterschiedlicher Anpassungsstrategien an chronischen Stress.

Das Gehirn als unser wertvollstes Organ steht in der Versorgungshierarchie an erster Stelle. Signalisiert es Energiemangel, setzt der Körper alles in Bewegung, um Glukose aus den Energiespeichern Richtung Zentralnervensystem zu mobilisieren. In Stresssituationen verbraucht das Gehirn mehr Energie, wodurch ein Stresssystem in Gang gesetzt wird, das entsprechend mehr Glukoseenergie aus den Speichern ordert. Anhaltender Stress, dem wir mittlerweile nahezu täglich ausgesetzt sind, seien es finanzielle Engpässe, familiäre Probleme, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz oder der Drang um soziale Anerkennung, würde folglich zu einem permanenten Gewichtsverlust führen. Bei einigen Menschen ist das auch der Fall, wie Peters beschreibt. Diese stehen ständig unter Strom, vergessen über ihren Problemen häufig das Essen und nehmen ab. Was aus Adipositassicht erfreulich klingt, birgt auf Dauer allerdings die Gefahr für ernstzunehmende Depressionen.

Demgegenüber reagiert ein beträchtlicher Teil der Menschen entgegengesetzt. Hier dämpft der Körper die permanente Stressbelastung durch Aktivierung seines körpereigenen Beruhigungssystems. Diese Menschen begegnen frustrierenden Situationen mit einer höheren inneren Ruhe. Dennoch benötigt auch hier das Gehirn vermehrt Energie. Da das gehemmte Stresssystem die Versorgung nicht mehr aus den Körperreserven ausgleicht, muss das Gehirn seine Glukosezufuhr über andere Wege sichern. Die Lösung ist ein vermehrtes Hungergefühl. Typischerweise ist dieses häufig mit Appetit speziell auf kohlenhydratreiche Lebensmittel verbunden, wie Schokolade, Chips oder Nudeln. Menschen mit dieser körpereigenen Stressbewältigungsstrategie nehmen folglich kontinuierlich zu.

Das Hinterfragen des Essverhaltens ist folglich ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung von Übergewicht. Wer in belastenden Situationen mit „Mehressen“ reagiert, sollte möglichst Strategien suchen, dem Stressauslöser entgegenzuwirken. Eine strenge Diät mit Verzicht und Verboten stresst in diesem Fall zusätzlich und fördert Hungerattacken. Sinnvoller ist es, Maßnahmen zu ergreifen, den Stress zu bewältigen, wie etwa das Erstellen von Prioritäten, das bewusste Einhalten von Entspannungsphasen, die Abkehr von überzogen Ansprüchen an sich selbst oder der Aufbau eines unterstützenden sozialen Umfeldes. Auf diesem Wege gelingt die Rückkehr zu einem normalen Essverhalten leichter und die Erfolgsaussichten für eine langfristige Gewichtsabnahme steigen.

Magnesium kann Depressionen verhindern

Den Herbstblues kennen viele, und manchmal kann das trübe Wetter sogar Depressionen fördern. Wissenschaftler haben eine weitere Ursache für das Entstehen von Depressionen gefunden: zu wenig Magnesium. Wer mehr von diesem wichtigen Mineralstoff aufnimmt, leidet weniger unter depressiven Symptomen, so das Ergebnis einer norwegischen Studie, in der Daten von 5.708 Personen ausgewertet wurden.

Um Depressionen zu verhindern oder zumindest abzumildern, empfehlen die Wissenschaftler, sich magnesiumreich zu ernähren. Neben magnesiumreichen Nahrungsmitteln wie Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Bananen trägt auch magnesiumreiches Heilwasser wesentlich zur Versorgung mit Magnesium bei – ganz ohne Kalorien. Als magnesiumreich gelten Heilwässer mit mindestens 100 mg Magnesium pro Liter. Welche Heilwässer viel Magnesium enthalten, zeigt das Verzeichnis der Heilbrunnen auf www.heilwasser.com

Je weniger Magnesium, desto stärker die depressiven Symptome

Immer mehr Studien zeigen, dass ein Magnesiummangel neurologische und psychische Erkrankungen begünstigen kann. So befragten Wissenschaftler aus Norwegen und Australien 5.708 Norweger nach ihren Ernährungsgewohnheiten und erfassten ihre depressiven Symptome. Dabei zeigte sich, dass Personen, die mehr Magnesium aufnahmen, seltener und geringer ausgeprägte Anzeichen einer Depression aufwiesen. Patienten mit einer vom Arzt festgestellten Depression hatten umso stärkere Symptome, je weniger Magnesium sie täglich aufnahmen. Ernährten sich die Patienten magnesiumarm, war das Risiko, eine Depression zu entwickeln sogar höher als bei anderen anerkannten Risikofaktoren wie beispielsweise zu wenig Bewegung.

Magnesium fördert die Glückshormon-Bildung

Doch was hat Magnesium mit der Entstehung von Depressionen zu tun? Die Ursache könnte nach Ansicht der Wissenschaftler darin liegen, dass Magnesium an vielen Stoffwechselreaktionen beteiligt ist. So spielt Magnesium unter anderem bei der Bildung des „Glückshormons“ Serotonin eine wichtige Rolle. Auch klassische Medikamente gegen Depressionen erhöhen den Serotoninspiegel im Gehirn und machen damit quasi die Folgen eines Magnesiummangels rückgängig.

Magnesiumgabe ebenso wirksam wie Medikamente

In Tierversuchen konnten Depressionen bereits erfolgreich mit Magnesium behandelt werden. Auch eine klinische Studie mit Diabetikern zeigte positive Ergebnisse: Erhielten sie 12 Wochen lang täglich 450 mg Magnesium, half dies gegen die depressiven Symptome ebenso wirkungsvoll wie ein klassisches Medikament. Mit dem Vorteil, dass die Nebenwirkungen unter Magnesium deutlich geringer ausfielen.

Heilwässer liefern gut verfügbares Magnesium

Nach Ansicht der Forscher weisen diese Ergebnisse einen einfachen Weg, um depressiven Erkrankungen entgegenzuwirken: eine magnesiumreiche Ernährung. Empfohlen werden 350 bis 400 mg Magnesium täglich. Bei manchen Erkrankungen können jedoch in Einzelfällen 1.000 mg Magnesium oder mehr pro Tag erforderlich sein. Viel Magnesium steckt beispielsweise in Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide. Eine besonders gute Quelle für Magnesium ist auch magnesiumreiches Heilwasser mit einem Gehalt von mindestens 100 mg Magnesium pro Liter. Darin liegt Magnesium in gelöster Form vor und ist so für den Körper besonders gut verfügbar.

4 Millionen Deutsche leiden an Depressionen

Depressionen gehören zu den am häufigsten unterschätzten Erkrankungen. Insgesamt leiden in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Jeder fünfte Erwachsene erlebt einmal in seinem Leben eine depressive Phase. Allerdings ist eine Depression mehr als eine vorübergehende niedergeschlagene Stimmung. Betroffene fühlen sich meist antriebslos, haben Konzentrationsstörungen und leiden unter Schuld- oder Angstgefühlen. Dieser Zustand dauert in der Regel länger an.
Die Ursachen einer Depression sind vielfältig: Experten gehen heute davon aus, dass ein Ungleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn die Basis für Depressionen ist. Kommen dann externe Auslöser hinzu, wie beispielsweise starke Belastungen am Arbeitsplatz, Verlust von Freunden oder Angehörigen etc., kann sich eine Depression ausbilden.

Gesunde Ernährung macht glücklich

Die richtige Ernährung kann die Psyche positiv beeinflussen und sogar Depressionen lindern. Über diese neuen Forschungsergebnisse berichtet die aktuelle ZEIT WISSEN-Ausgabe. „Vielleicht werden wir in Zukunft psychiatrische Probleme nicht mehr nur im Gehirn, sondern auch im Verdauungstrakt behandeln“, sagt Emeram Mayer, Neurogastroenterologe von der University of California in Los Angeles gegenüber dem Wissensmagazin des ZEIT Verlags.

Besondere Beachtung findet bei den Forschern neuerdings das „zweite Gehirn“, ein Nervensystem in den Darmwänden, das dem Gehirn wie ein Zwilling ähnelt. Kopf und Bauch stehen in ständigem Austausch – überraschenderweise gehen aber 90 Prozent aller Signale vom Darm aus und landen in den Hirnarealen, die für unsere Gefühle und Stimmungen zuständig sind. „Unsere Gemütslage wird vom Darm viel stärker beeinflusst, als wir uns das bisher träumen ließen“, sagt Peter Holzer, Professor für Experimentelle und Klinische Pharmakologie an der Universität Graz.

Egal, ob Kurzzeitfasten, Low-Carb-Diät oder Fastfood-Ernährung – die Studien deuten darauf hin, dass sich jede Ernährungsweise anders auf unsere Psyche auswirkt. In der aktuellen ZEIT WISSEN-Ausgabe erklären Forscher, was wie wirkt – und fünf Leser testen verschiedene Ernährungsweisen im Selbstversuch.

Volle Kanne – Service täglich

ZDF, Freitag, 13.11., 09:05 – 10:30 Uhr

Top-Thema: Aktuelle Verbraucherthemen der Woche – noch nicht bekannt
Einfach lecker: Teigtaschen mit Kürbis-Ricottafüllung – Kochen mit Armin Roßmeier
PRAXIS täglich: Diabetes und Depressionen
Wohnen & Design: Aufbau Ost – Teil 5: Ehemaliges DDR-Gefängnis

Lebensmittelunverträglichkeit – Wenn Essen krank macht

Lebensmittelunverträglichkeit – Wenn Essen krank macht

„Essen Sie doch mehr Obst und Gemüse!“ Diesen Satz hört man gerne vom behandelnden Arzt, wenn man wegen Verdauungsproblemen wie Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen und Übelkeit Hilfe sucht. Doch bei einem Viertel der Bevölkerung ist dieser Rat der falsche. Sie leiden an einer sogenannten intestinalen Fruktoseintoleranz, oder auch Fruktosemalabsorption.

Bei dieser Erkrankung des Darmes, kann der gegessene Fruchtzucker – die Fruktose – nicht oder nur in sehr geringen Mengen vom Darm aufgenommen werden. Die Bakterien im Verdauungstrakt verdauen stattdessen die Fruktose, wodurch es zu wässrigen Durchfällen und anderen Symptomen wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Krämpfen, Schwindel und kaltem Schweiß kommen kann. Bleibt die intestinale Fruktoseintoleranz über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann es sogar zu Depressionen und Leberschädigungen kommen.

Unverträglichkeiten werden oft nicht erkannt und führen zu sozialer Isolation

Neben der Fruktosemalabsorption gibt es noch weitere Unverträglichkeiten. Beispielsweise die Laktoseintoleranz, bei der der Milchzucker nicht verdaut werden kann. Die Problematiken der Unverträglichkeiten sind vielfältig. Zum einen zeigen Sie eine steigende Tendenz, zum anderen werden diese Krankheitsbilder immer noch sehr stiefmütterlich von der Schulmedizin behandelt. Erst langsam beginnt die Medizin diese Symptomatik zu erkennen und richtig zu behandeln. Die Betroffenen müssen oft mehrere Jahre mit den Symptomen leben, bevor die Unverträglichkeit richtig diagnostiziert wird. Nicht selten werden die Patienten über einen langen Zeitraum erfolglos auf Gastritis behandelt oder werden gar zum Psychiater geschickt. Vor allem wenn zusätzlich depressive Zustände auftreten.
Der Innsbrucker Biologe und Gründer des NMI-Portals ( www.nahrungsmittel-intoleranz.com ) Michael Zechmann kennt dies aus eigener Erfahrung. „Man beginnt seinen Tagesablauf nach der Verfügbarkeit von brauchbaren Toiletten zu planen. Einladungen zum Essen oder anderen sozialen Events schlägt man aus Angst vor plötzlicher Übelkeit oder Durchfall prinzipiell aus.“ Eine soziale Isolation ist nur eines der vielen Folgesymptome. Und dabei wäre die Behandlung so einfach: Verzicht auf Fruchtzucker. Durch eine fruktosearme Diät verschwinden die Symptome in kürzester Zeit und der Patient kann ein völlig normales Leben führen.

Es empfiehlt sich übrigens, ein Ernährungstagebuch zu führen und dieses dann bei der Untersuchung mit zu bringen. Dadurch kann dem behandelnden Arzt die Diagnose erleichtert werden. Einen Vordruck eines solchen Tagebuches findet man am NMI-Portal.

Informationen für Betroffene gibt es

Als bei Zechmann 2004 die richtige Diagnose gestellt wurde, gab es praktisch noch keine Patienten-Informationen zu diesem Thema. Auch die meisten Ärzte kannten dieses
Krankheitsbild nicht. Der Biologe las sich ein Jahr lang in die wissenschaftliche Literatur ein. Dieses Wissen bereitete er populärwissenschaftlich auf und gründete 2005 das NMI-Portal. Diese Plattform versteht sich als Brücke zwischen Arzt und Patient, mit dem Ziel beide Seiten zu informieren und so den ÄrztInnen eine schnellere Diagnose und den PatientInnen ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Durch die Hilfe zahlreicher ExpertInnen hat sich das NMI-Portal bis zum Jahr 2009 zum umfangreichsten Informationsangebot in diesem Themengebiet entwickelt und konnte mittlerweile tausenden Betroffenen in ganz Europa helfen.

Durch die populärwissenschaftliche Aufbereitung der wissenschaftlichen Publikationen kann schnell der neueste Erkenntnisstand einer breiten Öffentlichkeit zugeführt werden. Je schneller eine Unverträglichkeit erkannt wird, desto weniger dauerhafte Schäden können entstehen. So kann eine früh diagnostizierte Fruktosemalabsorption Depressionen und Leberschäden vorbeugen. Auch Elektrolytstörungen und Mangelerscheinungen können verhindert werden.

Gut leben trotz Fruktosemalabsorption

„Das schöne ist“, freut sich Zechmann, „dass man trotz einer Unverträglichkeit gut leben kann. Auch einer gesunden Ernährung steht nichts im Wege, man muss nur wissen was man essen kann!“ So ist nicht prinzipiell jedes Obst und Gemüse problematisch, gewisse Sorten wie Bananen, Papaya, Spinat, Kohlrabi oder Zucchini können meist ohne Probleme verzehrt werden. Achtet man bei seiner Ernährung auf ein paar Grundregeln, so kann man wieder unbeschwert leben.

Das Internet bringt Lebensqualität für depressive Menschen

Jeder Fünfte leidet im Laufe des Lebens an Depressionen
Das Internet bringt Lebensqualität für depressive Menschen

Etwa acht Millionen Deutsche sind von einer Depression betroffen, infomiert die Redaktion des Gesundheitsportals www.imedo.de . Die Zahl der Diagnosen steigt stetig an. Depressionen werden auch depressive Störung, depressive Episode oder Melancholie genannt und zählen wohl zu den ältesten Krankheiten der Menschheit. Eine Depression unterscheidet sich von der natürlichen und auch gesunden Trauer durch ihre Intensität und ihren anhaltenden Charakter. Neben der ärztlichen Therapie tauschen sich Betroffene zunehmend im Internet über ihre Krankheit aus. Eine vorbildliche Plattform dafür ist das offene Forum www.kompetenznetz-depression.de . Das Forum ist Preisträger des imedo-GesundPreises 2009. Der Facharzt für Psychotherapeutische Medizin Dr. Nico Niedermeier betreut die Betroffenen und ihre Angehörigen in dem Forum und erklärt, wie eine Hilfe von Mensch zu Mensch im Internet funktionieren kann.

imedo: Herr Dr. Niedermeier, wie viele Betroffene sind momentan in Ihrem Forum kompetenznetz-depression.de angemeldet?
Niedermeier: Es sind etwa 9000 User, jeden Tag kommen circa 20 Neuanmeldungen hinzu.

imedo: Wie viele von Depression betroffene Menschen gibt es deutschlandweit?
Niedermeier: Ungefähr 8 Millionen Deutsche sind betroffen. Man kann davon ausgehen, dass rund 16 Millionen Menschen im Laufe ihres Lebens eine Depression erleiden, von der es viele unterschiedliche Arten gibt.

imedo: Welche unterschiedlichen Arten der Depression gibt es?
Niedermeier: Es gibt neben zahlreichen Unterformen drei große Formen der Depression: die agitierte, die gehemmte und die somatisierte Depression. Die agitierte Form ist gekennzeichnet durch Anspannung, Unruhe, Konzentrationsstörungen und intensive Gefühle wie Angst oder Traurigkeit. Die gehemmte Form äußert sich im Gegensatz dazu eher durch einen Verlust von Gefühlen, Antriebsstörungen und Denkstörungen. Die Betroffenen erleben sich eher so, als ob man ihnen jede Energie entzogen hätte. Die somatisierte Depression versteckt sich primär hinter zahlreichen körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauch- und Rückenschmerzen oder Syndromen wie Fibromyalgie.

imedo: Was sind die Ursachen von Depressionen?
Niedermeier: Es gibt Depression im Rahmen oder in Folge körperlicher Erkrankungen. Sie können aber auch durch längere Medikamenteneinnahme entstehen – eine Ursache, die oft unterschätzt wird. Die häufigsten Ursachen der Depression sind besondere Lebensereignisse. Neue Erkenntnisse bestätigen, dass Depressionen auch durch körperliche Stoffwechselstörungen entstehen können, ohne dass äußere Faktoren einwirken.

imedo: Herr Dr. Niedermeier, Sie sind schon viele Jahre Experte in diesem Gebiet, sind Entwicklungen und Trends bei Depressionserkrankungen erkennbar?
Niedermeier: Es ist in der Tat so, dass immer mehr Depressionen diagnostiziert werden. Ob dies allerdings darauf zurückzuführen ist, dass tatsächlich immer mehr Menschen unter Depressionen leiden oder ob die Diagnose besser erkannt und diagnostiziert wird, kann man nicht genau sagen. Wahrscheinlich erscheint aber, dass Krisenzeiten und damit verbundene Unsicherheiten und Ängste dazu beitragen, dass depressive Verstimmungen ansteigen werden.

imedo: Welche Möglichkeiten bietet das Internet den Betroffenen? Viele Leute stehen dem eventuell skeptisch gegenüber.
Niedermeier: Es dient dazu, beim ersten Verdacht nähere Informationen über die Krankheit zu finden. Sollte sich der Verdacht einer Depression erhärten, ist eine ärztliche Therapie notwendig. Im weiteren Verlauf dienen Foren im Internet dem emotionalen Austausch. Sie unterstützen dadurch die Therapie und helfen auch Angehörigen.

imedo: Was sind die wichtigsten Themen, die in Ihrem Forum kompetenznetz-depression.de diskutiert werden?
Niedermeier: Drei Viertel der Beiträge handeln vom Umgang mit Depressionen im Alltag. Die Betroffenen geben sich gegenseitig die Tipps, die sie vom Therapeuten eventuell nicht bekommen. Wie gesagt, kann der Austausch mit anderen Betroffenen die Therapie unterstützen.

imedo: Gibt es speziell für die Angehörigen in Ihrem Forum die Möglichkeit zum Austausch?
Niedermeier: Ja, es gibt eine eigene Rubrik für Angehörige, diese wird aber leider noch von zu wenigen Menschen benutzt. Da wünschen wir uns mehr Zulauf.

imedo: Warum folgen Betroffene eigentlich häufiger dem Rat von unbekannten anderen Betroffenen im Internet als dem von Angehörigen?
Niedermeier: Hinter Ratschlägen von Angehörigen steht auch immer ein Eigeninteresse. Die Betroffenen im Forum verfolgen keine eigenen Ziele, wenn sie anderen Tipps geben. Die Ratschläge sind neutraler, da keine langjährige Beziehung zwischen den Betroffenen existiert, und werden daher besser akzeptiert. Außerdem sind die „anderen Betroffenen“ ja (durch ihre eigene Erkrankung) Experten für diese Erkrankung und können damit viele Emotionen und Bedrängnisse von Betroffenen besser einschätzen als es jemand vermag, der noch nie unter einer solchen Erkrankung gelitten hat.

Depressive Menschen finden Rat, Hilfe und Austausch mit Betroffenen sowie mit ausgewählten Experten unter www.kompetenznetz-depression.de. Das Gesundheitsportal imedo.de bietet ebenfalls Gruppen für Menschen, die unter Depressionen leiden: http://www.imedo.de/group/overview/index/48-depressionen

Kava

Südsee-Pflanze Kava wirkt gegen Angstzustände – Australische Studie widerlegt Zweifel an Gefährlichkeit des Sedativums

Wissenschaftler der University of
Queensland http://www.uq.edu.au haben festgestellt, dass Medikamente mit
dem Pflanzenextrakt Kava gute Wirksamkeit bei der Behandlung von
Angstzuständen zeigen. Im Fachmagazin Psychopharmacology berichten die
Forscher davon, dass das natürliche Sedativum besser abschnitt, als
andere chemisch-pharmazeutische Produkte. Die getrocknete zerstoßene
Wurzel der Kava-Pflanze (Piper methysticum) wird in Melanesien und
Teilen Polynesiens seit Jahrhunderten mit Wasser verdünnt getrunken. In
Europa und den USA wurde der Extrakt als Sedativum in Pillenform
verkauft und 2002 aufgrund angeblicher Lebertoxizität verboten.

Die Plazebo-kontrollierte Studie hat Kava als effektives und sicheres
Behandlungsmittel bei chronischen Angstzuständen und Depressionen
ausgewiesen, erklärt Studienleiter Jerome Sarris von der School of
Medicine. „Wir konnten auch nachweisen, dass Kava eine natürliche
Alternative bei der Behandlung solcher Angstzustände ist. Anders als
zahlreiche Anti-Depressiva verursacht der Pflanzenextrakt weniger
Abhängigkeit und weist deutlich weniger Nebenwirkungen auf“, so der
Forscher. In den dreiwöchigen Untersuchungen konnten die Wissenschaftler
keine Hinweise auf eine Unsicherheit des Pflanzenextrakts finden.
Allerdings räumen die Forscher auch ein, dass dazu größere Studien
notwendig wären.

„Wir haben auch entdeckt, dass Kava zur Verminderung der
Depressionslevels führte. Das wurde bisher nicht festgestellt“, erklärt
Sarris. Wenn das Extrakt sachgemäß angewendet werde, stelle es ein sehr
geringes Risiko für Leberprobleme dar. „Wir hoffen, dass dies auch die
Regierungen der Länder, die Kava verboten haben, überzeugen wird“,
schreint der Wissenschaftler. Die von den europäischen
Zulassungsbehörden argumentierten Risiken einer Lebertoxizität hatten
vor wenigen Jahren immer wieder zu Protesten seitens der Forscher
geführt. Rolf Teschke, Gastroenterologe am Klinikum Hanau hatte die
Entscheidung des Deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) http://www.BfArM.de kritisiert. „Ich habe alle
26 Fälle, in denen eine Leberschädigung aufgrund der Einnahme von Kava
vermutet wurde, nochmals genau aufgerollt“, so Teschke. In nur acht oder neun Fällen habe eine Kausalität
zu Kava bestanden. „Wir sind zum Schluss gekommen, dass das BfArM
schlecht recherchiert hat“, so der Mediziner.

Teschke hat in seinen Arbeiten immer wieder gefordert, dass es eine
Qualitätskontrolle bei Kava geben muss. „Es ist nicht genau definiert,
welche Sorte von Kava hohe und welche schlechtere Qualität hat“,
kritisiert der Wissenschaftler. Das müsse allerdings höchste Priorität
haben. Seit dem Verbot der Anwendungen der Kava-Produkte in vielen
Staaten Europas ist der Export der Kava-Wurzel-Extrakte aus den Inseln des Pazifiks
quasi zum Erliegen gekommen.

Wissenschaftler der University of Aberdeen http://www.abdn.ac.uk und dem
Laboratoire de Biologie Moleculaire du Cancer in Luxemburg
http://www.lbmcc.lu haben 2006 festgestellt, dass Kava auch gegen
Leukämie und Eierstockkrebs wirkt. Wolfgang Weitlaner

Essen wir uns krank?

BR, Dienstag, 05.05. um 12:30 Uhr

Planet Wissen

Thema: Essen wir uns krank? – Durchblick durch den Ernährungsdschungel

Wir werden zu dick, sind hyperaktiv, haben Diabetes, Alzheimer und Allergien, Depressionen und Darmprobleme. Wir leben in einem Luxus, den wir mit unserer Gesundheit bezahlen. Denn dass wir essen können, was wir wollen, hat seinen Preis. Kaum ein Lebensmittel, das noch naturbelassen konsumiert wird. Ob Süßstoffe, Geschmacksverstärker oder Hormone, mit jedem Bissen führen wir uns chemische Zusätze in Mengen zu. Und das macht krank, sagen Ernährungswissenschaftler und schlagen Alarm: Unzählige Zusatzstoffe sorgen dafür, dass unsere Lebensmittel lange frisch bleiben, besonders intensiv schmecken und auch noch optisch Appetit machen. Doch unser Appetit zielt längst nicht nur mehr auf das, was wir wirklich zum Leben brauchen. Wir essen maßlos, nach Lust und Laune – und Gelüsten. Längst steuern uns nicht mehr die wirklichen Bedürfnisse unseres Körpers, sondern die Verlockungen der Lebensmittelindustrie. Selbst wenn wir glauben, uns im Ernährungsdschungel zurechtzufinden und uns einigermaßen gesund zu ernähren, tun wir es oft trotzdem nicht. Essen wir uns krank? Zusammen mit dem Ernährungsmediziner Prof. Maximilian Ledochowski und dem Food-Detektiv und Nahrungskritiker Dr. Hans-Ulrich Grimm geht Planet Wissen auf Spurensuche.

Die Deutschen werden zu dick, sind hyperaktiv, haben Diabetes, Alzheimer und Allergien, Depressionen und Darmprobleme. Sie leben in einem Luxus, den sie mit ihrer Gesundheit bezahlen. Denn dass man essen kann, was man will, hat seinen Preis. Kaum ein Lebensmittel, das noch naturbelassen konsumiert wird. Ob Süßstoffe, Geschmacksverstärker oder Hormone, mit jedem Bissen führt man sich chemische Zusätze in Mengen zu. Und das macht krank, sagen Ernährungswissenschaftler und schlagen Alarm: Unzählige Zusatzstoffe sorgen dafür, dass Lebensmittel lange frisch bleiben, besonders intensiv schmecken und auch noch optisch Appetit machen. Doch der Appetit zielt längst nicht nur mehr auf das, was man wirklich zum Leben braucht. Man isst maßlos, nach Lust und Laune – und Gelüsten. Längst steuern nicht mehr die wirklichen Bedürfnisse des Körpers, sondern die Verlockungen der Lebensmittelindustrie. Selbst wenn man glaubt, sich im Ernährungsdschungel zurechtzufinden und sich einigermaßen gesund zu ernähren, tut man es oft trotzdem nicht. Essen wir uns krank? Zusammen mit dem Ernährungsmediziner Prof. Maximilian Ledochowski und dem Food-Detektiv und Nahrungskritiker Dr. Hans-Ulrich Grimm geht „Planet Wissen“ auf Spurensuche.