Neue Szenelokale in Berlin

Reservieren ist ein Muss in den neuesten Gastro-Hotspots der Hauptstadt, die durch eine gelungene Kombination aus Coolness und Kulinarik bestechen.

Bei Ivo Ebert geht es abends mit dem Fahrstuhl in den Keller, was seinem ersten Restaurant – Einsunternull – auch den Namen gegeben hat. Seit November 2015 überzeugt der geschulte Sommelier seine Gäste mit einem eigenwilligen Kochstil, der von Feld, Wald und Wiese inspiriert wird. Mit Respekt und Leidenschaft für das Produkt gelingt es Ebert und seinem Team ausgesuchten, möglichst einheimischen, Zutaten komplexe Aromen zu entlocken. Langsam und bewusst sollten die kunstvoll präsentierten Gerichte genossen werden. Auch einen Mittagstisch gibt es, allerdings im Erdgeschoss.

Mit dem Le Petit Royal eröffnete im März in einem sonnigen Charlottenburger Eckhaus aus der Gründerzeit ein kleiner Ableger des Promirestaurants Grill Royal. Das mit viel Kunst eingerichtete Restaurant zieht mit seiner modern interpretierten französischen Bistroküche ein breites Publikum vom Szenegänger bis zum Feinschmecker an. Die Betonung liegt auf fangfrischem Fisch – und auf gutem Wein. Über 500 edle Tropfen lagern in einem begehbaren Schrank, der gut zu den Kajuetenschwingtüren, den mit venezianischem Rubelli-Stoff gepolsterten Stühlen und der holzverkleideten Bar mit dunkelgrüner Pfauentapete passt.

Auch der Berliner 2-Sterne-Koch Tim Raue hat den Schritt in den Berliner Westen gewagt und im April hinter dem KaDeWe sein neues Restaurant, Brasserie Colette, eröffnet. Der Name basiert auf einer Kindheitserinnerung an eine Dame namens Colette, die an einem französischen Atlantikstrand einen kleinen Crêpe-Stand bewirtschaftete. Selbstverständlich darf auch ein „Madame Colette Crêpe“ nicht auf der Karte fehlen. Ansonsten setzt Raue auf ein klassisches Brasserie-Konzept, basierend auf hochwertigen Zutaten und kombiniert mit seiner typisch unkonventionellen Kochkunst. Ein Hingucker in dem gepflegten Interieur ist eine Wandverkleidung aus historischen Apotheker-Schränken, die gegenüber der Bar eingebaut wurde. Ansonsten setzen Mosaikböden, antike Spiegel und Vintage-Brasseriestühle stilvolle Akzente.

Auch wenn das Cecconi im Erdgeschoss des exklusiven Szeneclub Soho House liegt, muss man kein Mitglied sein, um dort eine Reservierung zu bekommen. Auf der Karte stehen vorwiegend italienische Klassiker wie Pasta, Pizza und Risotto, die oft mit Edelzutaten wie Trüffel oder Hummer aufgemotzt werden. Fans von Superfoods dürften die Quinoa- und Chia-Salate interessieren, während Fleischliebhaber sich auf gegrillte Steaks freuen können. Gutgekleidete Stadtmenschen, rote Lederbestuhlung und Tische mit Blick auf die offene Küche sorgen für ein trendig-urbanes Ambiente.

Ein gutes Pastrami-Sandwich ist immer noch eine Seltenheit in Berlin. Wen wundert es, dass Fans des jüdisch-amerikanischen Deli-Klassikers sich über die Eröffnung des Louis Pretty in Kreuzberg besonders gefreut haben. Oskar Melzer, ein Mitbegründer von Pastrami-Pioneer Mogg in Mitte, verwirklicht hier seit März sein eigenes Projekt. Für die perfekte Pastrami-Rezeptur wird Ochsenbrust vier Wochen lang nass gepökelt, dann geräuchert, gegart und schließlich mariniert. Das Interieur des Berliner Deli mit seinen orangefarbene Wänden und Tischen mit Swimmingpoolaufdruck soll von dem „A Bigger Splash“ des britischen Pop Art Künstler David Hockney inspiriert worden sein.

Im Hinterhof eines ehemaligen Fabrikgebäudes an der Potsdamer Straße eröffnete Ludwig Cramer-Klett im Sommer das Restaurant Panama mit südamerikanischem Ambiente. Die Küche überrascht mit einer neuen Form der deutschen kulinarischen Vielfalt. Einflüsse anderer Länder treffen auf zahlreiche neu kreierte Aromen. So verfeinert die Zimtblüte den Limonenseitling mit Schmorsalat. Neben hauptsächlich vegetarischen Gerichten werden Fisch und Fleisch als Highlights platziert. Auch die integrierte Bar setzt neue Akzente: Zutaten aus Berlins Umgebung werden mit Gewürzen und Kompositionen aus fernen Ländern kombiniert.

Das neue Restaurant acht & dreissig bringt frischen Wind in die Oranienburger Straße:
Auf der klein gehaltenen Speisekarte befinden sich hauptsächlich deutsche Köstlichkeiten kreativ abgewandelt. Somit sind Klassiker wie Currywurst mit fruchtiger Tomatensoße und Pommes vertreten oder auch das Wiener Schnitzel mit Gurkensalat, Dill und Bratkartoffeln. Die Speisen werden in einer offenen Küche zubereitet und stammen vorwiegend von regionalen Produzenten. Mit seinen schlichten, in grau gehaltenen Wänden und den rustikalen Eichenholztischen wirkt das acht & dreissig modern und einladend.

Bevor er Mitte 2015 als Küchenchef im Pauly Saal anlegte, arbeitete Arne Anker als Sous-Chef im kulinarischen Labor des holländischen 3-Sterne-Kochs Sergio Herman in Antwerpen. Da der Pauly Saal ebenfalls 2013 einen Stern eingeheimst hatte, erbte Anker eine entsprechend exponierte Plattform, um sich einen eigenen Namen zu schaffen. Der 30-Jährige Koch hat die Karte verjüngt und den Gerichten eine leichtere Note gegeben, ist aber dem saisonal-regionalen Motto treu geblieben. Auch an dem wunderbaren Ambiente in der mit viel Hingucker-Kunst dekorierten ehemaligen Turnhalle einer jüdischen Mädchenschule im Bauhausstil hat sich nichts geändert.

Mit der Eröffnung des Restaurants Crackers hat die Berliner Nachtleben Legende Heinz „Cookie“ Gindullis seinen ehemaligen Club Cookies in eine kosmopolitische Gastro-Kathedrale mit beeindruckender Deckenhöhe umfunktioniert. Für die Küche zeichnet Stephan Hentschel verantwortlich, der Gäste mit Seeteufelfilet oder Felsenoktopus mit Zitrusdressing verwöhnt und auch die Speisekarten für das weitere Restaurant von Gindullis – das über dem Crackers gelegene vegetarische Cookies Cream – konzipiert.

Im Dóttir, dem nordischen Restaurantprojekt des Teams hinter den Promi-Läden Grill Royal und Pauly, schwingt Victoria Elliasdottir, die Schwester des Künstler Olafur Eliason, den Kochlöffel. Der entspannt unrenovierte Raum in Mitte bildet eine passende Kulisse für die zeitgenössischen Fischgerichte, die mit für hiesige Gefilde ungewohnten Zutaten wie Bergkräutern, Hopfen und Algen verfeinert werden. Bis mindestens Ende 2016 soll das Restaurant aufbleiben.

Ein weiterer viel beachteter Neuzugang im „alten Westen“, genauer gesagt in Schöneberg, ist das Martha’s. Regie in der Küche führt der 26-jährige Manuel Schmuck, der bisher im 2-Sterne-Restaurant Reinstoff seine Talente zur Schau stellte. Bei Martha’s geht es zwar gehoben, aber auch erschwinglich zu – mit Gerichten, die manchmal die Grenzen des kulinarischen Globalismus ausreizen. So teilt sich beispielsweise eine Rotbarbe mit Zucchini, Pimientos de Padron, getrüffelten Kartoffeln und geräucherter Makrele den Teller. Am späteren Abend wird der schöne Raum vorwiegend zur Bar.

Sein mit Geschäftspartner Jesko Klatt betriebenes Club-Restaurant Spindler & Klatt zieht bereits seit über zehn Jahren Gäste in den Bann, doch seit Neuestem herrscht Frank Spindler auch über sein eigenes Reich: das Spindler Berlin in einem Gründerzeit-Gewerbekomplex am Paul-Lincke-Ufer. In der Küche zaubert Ex-Pauly-Saal-Souschef Nicolas Gemin feine, saisonale Hausmannskost. Das mit ausgesuchten Details ausgestattete, gemütlich-elegante Interieur hat Designerin Karolina Preis entworfen.

Im Trend: Von der Schnauze bis zur Schwanzspitze

Die Verwertung des ganzen Tieres und nicht nur seiner edelsten Teile steht im Mittelpunkt der Philosophie des Feinschmeckerlok
als Industry Standard in Neukölln. In der Tat werden hier auch weniger glamouröse Tierteile wie Zunge, Herz oder Knochenmark spannend und kreativ in Szene gesetzt. Selbst bei der Zubereitung von Gemüse, das jeden Tag frisch von einem Brandenburger Bauern geliefert wird, geht es um genussvolle Nachhaltigkeit. Zu den Gerichten gibt es eine Auswahl an passenden Naturweinen, also Tropfen die ohne Zusätze oder aufwendige Keltertechnik produziert werden. Eine hauseigene Weinbar namens Wild Things ist in Planung.

Im benachbarten Kreuzberg hat sich das Restaurant Herz & Niere in einem Souterrain mit kleinem Sommergarten niedergelassen. Auch hier können Gäste entdecken, welche geschmackliche Freuden abseits vom Filet auf sie warten. Zwar finden sich Innereien seit Jahrzehnten nur selten auf Speisekarten wieder, trotzdem beschreiben die jungen und mutigen Gastronomen Michael Koehler und Christoph Hauser ihren Stil als „moderne deutsche Küche“. Das dies zutrifft, lässt sich unschwer an den extravaganten Geschmackskombinationen und der dekonstruierten Darbietung der Speisen erkennen. Wer dennoch lieber auf Lunge, Leber oder Herz verzichten möchte, kann aus einer kleinen Auswahl fleischfreier Gerichte wählen.

Mitte 2015 eröffnete mit dem Salt ‘n Bone der erste Gastropub im Prenzlauer Berg, also eine rustikale Kneipe mit sehr guter Küche, in diesem Fall geführt von einem halben Dutzend Iren. Die Ausstattung gibt sich zeitgemäß schlicht: unpolierte Möbel, nackte Glühbirnen und alte Fotos. Auf der Karte steht moderne Hausmannskost aus der ganzen Welt, allerdings nachhaltig zubereitet mit Fleisch und Gemüse aus dem Berliner Umland. Zu den Klassikern zählen die Rum-Cola- Rippchen, die hausgemachte Würste und das aromatische Chipotle Chili. Heimwehkranke Briten schauen gerne auch mal auf den Sonntagsbraten vorbei.

Im Trend: Pizza aus Napoli

Pizza gibt es in Berlin zwar an jeder Ecke, aber selten ist sie wirklich authentisch und gut. Seit kurzem füllt eine neue Generation an Pizzabäckern diese Marktlücke. Sie fertigen ihre Pizzen von Hand, belegen sie ausschließlich mit frischen Zutaten und bringen sie in einem neapolitanischen Kuppelofen bei 450 Grad in 60 Sekunden zu knuspriger Perfektion.
Eine dieser neuen Pizzerien ist Zola, die sich in einem Hinterhof am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg versteckt. Wer den Weg hierhin findet, darf sich auf luftig-krosse Pizzen aus dem handgemauerten und mit Holz befeuerten Ofen freuen. Die Auswahl an Belägen ist reduziert, besticht aber durch ihre besonders hohe Qualität, von den San Marzano Tomaten bis zum handwerklich produzierten Fior di Latte.

Zola eröffnete nur wenige Wochen nach dem Konkurrenten Standard – Serious Pizza in Prenzlauer Berg. Der Name ist irreführend, denn die Pizzen sind alles andere als gewöhnlich. So werden z.B. die Tomaten, die am Fuße des Vesuvs wachsen, von Hand zu Sauce verarbeitet. Neben klassischen Versionen steht auch eine heimatliche Variante auf der Karte: die Pizza „Taste of Brandenburg“, belegt mit Kartoffelscheibchen, Wildschweinsalsiccia und frischem Rosmarin.

Brandenburg ist auch ein Fokus von Monella in Neukölln, denn hier werden die Pizzen nicht nur mit Produkten aus Italien sondern auch von Bioerzeugern aus der Umgebung herstellt. Später am Abend verwandelt sich die Location mit ihren stylisch-grauen Wände und schummeriger Beleuchtung in eine angesagte Bar.

Im Trend: Vom Street Food-Stand zum Restaurant

Seitdem 2013 der erste Street Food Thursday in der Markthalle Neun in Kreuzberg stattfand, sind die internationalen Snacks nicht mehr aus Berlin wegzudenken. Für viele Hobbyköche ist die wöchentliche Veranstaltung eine Art kulinarisches Labor, in dem sie locker neue Konzepte und Rezepte austesten können. Kein Wunder also, dass die erfolgreichsten unter ihnen den Sprung gewagt und ihre eigenen permanenten Restaurants eröffnet haben. Wir stellen vor:

Hinter dem Restaurant Fräulein Kimchi steckt Lauren Lee, eine junge Frau mit koreanisch-amerikanischen Wurzeln und einem abgeschlossenen Opernstudium. Als eine der ersten, die einen Stand in der Markthalle 9 eröffnete, wurde sie schnell für ihr originelles „Seoul-Food“ bekannt, das frische Produkte, Gewürze und Aromen aus der ganzen Welt miteinander verbindet. Seit neustem serviert sie ihre Crossover-Gerichte – darunter Kimchi Quesadillas, Ramenburger und Korean Tacos – auch in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Kollwitzplatzes im Prenzlauer Berg.

Nur ein paar Schritte von Fräulein Kimchi entfernt bringt der ebenfalls aus der Markhalle Neun bekannte Bun Bao asiatische Burger auf die Teller. Die coole Einrichtung erinnert auch wegen der Pixelkunst-Bilder an Hong Kong. Sieben Burger stehen auf der Karte, darunter eine vegane Variante mit gewürzter Mungbohnen-Patty und jungem Spinat. Auch ungewöhnlich: der „Tuna me On“ Burger mit frischem Thunfisch und Wasabi-Mayonnaise. Der Klassiker heißt schlicht „Original“ und ist eine geschmacksintensive Kombination aus Schweinefleisch, eingelegtem Rettich, Koriander und Erdnüssen. Alle Burger werden in einem gedämpften Reismehlbrötchen serviert. Dazu passt eine Portion Süßkartoffel-Pommes.

Koshary Lux spezialisiert sich auf Gerichte aus Nordafrika und dem Nahen Osten und macht sich jetzt in der Gastroszene rund um den Savignyplatz in Charlottenburg einen Namen. Zu dem exotischen Angebot zählen die algerische Chermoula-Bohnen-Linsen-Suppe, der marokkanische Oliven-Orangen-Salat und der jemenitische Chili Dip Zhuk. Der Name leitet sich ab von Koshari, dem ägyptischen Nationalgericht. Es besteht aus Linsen, Makkaroni und Reis, die mit karamellisierten Zwiebeln, Kichererbsen, Tomatensoße und einer Pistaziengewürzmischung aufgepeppt werden.

Der weltweite Siegeszug der modernen peruanischen Küche spiegelt sich auch in der Eröffnung von Chicha in einem bunt-minimalistisch eingerichteten Lokal in Neukölln wieder. Obwohl die Karte recht klein gehalten ist, gelingt es dennoch, ein recht breit gefächertes Spektrum der Küche aus den Anden anzubieten. Der Renner ist natürlich das Nationalgericht Ceviche: roher Fisch oder Meeresfrüchte, die in einer Marinade aus Limette, Chili und Gewürzen (Tigermilch genannt) „gegart“ werden. Ebenfalls beliebt ist Anticucho Corazon – gewürzte Rinderherz-Kebabs vom Lavagrill – sowie Tiradito Quemado, eine Art Thunfisch-Carpaccio mit japanischem Einfluss.

Die Street Food Stars von morgen kochen nicht nur auf dem Street Food Thursday, sondern bieten ihre Köstlichkeiten auch bei Pop-Up Veranstaltungen an, die von Frühling bis Herbst stattfinden. Dazu gehören auch Bite Club und Streetfood auf Achse.

Berlin: Vegan-Hauptstadt Europas

Wer immer noch Gerichte mit Fleisch ist, hinkt schwer dem neuesten Trend hinterher, will man den vielen Artikeln glauben, die über die Ethik des Essens von Tierprodukten philosophieren. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren vegane und vegetarische Restaurants regelrecht aus dem Boden geschossen sind. Weil ihre Dichte in Berlin besonders hoch ist, wird die Stadt sogar inoffiziell als Vegan-Hauptstadt Europas gehandelt. Auch Veganz, die weltweit erste vegane Supermarktkette, kommt aus Berlin. 2011 gegründet, betreibt sie jetzt zehn Filialen und plant eine Expansion in die USA.

„Make Hummus, Not Walls“ ist das erfrischende Motto von Hummus & Friends, einem veganen und koscheren Bistro neben der Neuen Synagoge in Mitte. Der Star des Menus ist natürlich Hummus, der hier mit besonderen Kichererbsen aus der Region Galiläa zubereitet wird. Ebenfalls beliebt ist der Friends Salat, ein gesunder Genuss aus Kräutern, Nüssen, Gemüse und Cranberries in
einer Orangenvinaigrette. Das Lokal selbst ist rustikal-urban eingerichtet und verfügt über eine offene Küche und Tische im lauschigen Innenhof.

Im Prenzlauer Berg haben der israelische Marketingstratege Oz Ben David und der palästinensische Koch Jalil Dabit gemeinsam das Restaurant Kanaan eröffnet. Mit einem großen Erfahrungsschatz und viel Energie wollen sie den Berlinern ihre heimische Küche näher bringen. Auf der Karte stehen neben Hummus auch Shakshuka und Sabich, Gerichte, die vielen hier noch unbekannt sein dürften. Bislang werden sie tagsüber in einer simplen Hütte und am Wochenende abends in dem Kneipenrestaurant Kohlenquelle serviert. Der Erfolg ist so groß, dass im März in Kreuzberg eine Dependance aufgemacht hat.

Ein Eckpunkt der veganen Szene im Prenzlauer Berg ist das Lucky Leek, in dem Josita Hartanto sich 2015 einen Eintrag in den Guide Michelin erkochte. Ihr Können zeigt sie mit innovativen Geschmackskompositionen wie Aprikosen-Walnuss Köfte, Kürbismaultaschen an roter Zwiebel-Emulsion und Zitronengras-Crème-Brûlée.

Mit dem Daluma in Mitte ist jetzt auch der Superfood Detox Trend in Berlin angekommen. In dem puristisch eingerichteten Ladencafé gibt es neben Power-Smoothies aus roter Bete, Gurke, Spinat, Limette, Kokoswasser, Spirulina-Algen und anderen entgiftenden Zutaten auch gesundes Frühstück und Hauptspeisen. Sie bestehen aus einer Basis aus Linsen, Pasta, Quinoa oder Reis sowie verschiedenen Toppings wie einer süßsauren Mandel-Limette-Kombination. Alle Speisen und Getränke gibt es auch zum Mitnehmen.

Neuer Trend: Rawfood. Im Rawtastic im Prenzlauer Berg, Berlins erstem rohveganen Restaurant, wird das Essen nicht über 42 Grad erhitzt. Durch den schonenden Umgang mit den Lebensmitteln behalten diesen nicht nur ihren Nährwert, sondern gewinnen sogar noch an Geschmack. Das funktioniert super mit solchen Leckereien wie die Zucchini-Lasagne mit Nusskäse, Pesto und Walnussbolognese. Auch Superfood-Smoothies wie der „Gojilicious“ und der „Chagatastic“ (mit Blaubeeren und Kokos) sind wahre Energiebomben.

Berliner Küchenklassiker

Auch wenn die deutsche Hauptstadt bei vielen kulinarischen Trends die Nase vorn hat, gibt es sie noch, die traditionelle Berliner Küche: kräftig, deftig, direkt. Eisbein mit Erbspüree, Kalbsleber „Berliner Art“, Sülze mit Bratkartoffeln oder Buletten mit Senf – sie alle gehören zu den Klassikern, die schon seit Jahrhunderten auf heimischen Herden zubereitet werden. Etwa auf dem Herd von Berlins ältester Gaststätte Zur Letzten Instanz, die seit 1621 im Geschäft ist und schon Napoleon und Goethe bewirtet haben soll.

Auch das Wirtshaus Henne, seit 1908 in Kreuzberg beheimatet, genießt Kultstatus. Leider musste John F. Kennedy während seines Staatsbesuches 1963 die Einladung ablehnen, das legendäre Grillhähnchen zu probieren. Immerhin schickte das Weiße Haus eine persönliche Entschuldigung. Noch ein bisschen älter (seit 1902) ist das in der Nähe gelegene Wirtshaus Max & Moritz, wo es das zur Hausmannskost besonders gut passende hauseigene Pils namens Kreuzberger Molle zu trinken gibt.

In Charlottenburg zählt das Diener Tattersall zu den berühmtesten Altberliner Etablissements. Nach der Übernahme durch den Schwergewichtsboxer Franz Diener in den 50er Jahren avancierte es zu einer Künstlerkneipe. Von Hildegard Knef über Harry Belafonte bis Harald Juhnke – sie alle kamen auf Bier und Bulette vorbei und hinterließen signierte Schwarz-Weiß-Fotos, die bis heute die Wände dekorieren.

„Wat für’n hohlen Zahn …“ – der schnelle Imbiss

Als Snack verspeisen die Berliner gern ihre geliebte Currywurst. Die wurde ja schließlich auch in ihrer Stadt erfunden, nämlich von Herta Heuwer, die sie zum ersten Mal 1949 an ihrem Imbissstand in Charlottenburg anbot. Den Imbiss gibt es nicht mehr, dafür verewigt aber eine Gedenktafel an der Kantstraße 101 die 1999 verstorbene „Grande Dame der Currywurst“.
Einige Wurstbuden haben im Laufe der Zeit Kultstatus erreicht, darunter auch Konnopke’s Imbiss in einem Kiosk unter der Hochbahn im Prenzlauer Berg. Schon 1930 verkauften Max Konnopke und seine Frau Charlotte Bockwürste, Knacker und Wiener in dem Kiez, 1960 boten sie die erste Currywurst Ost-Berlins an – und bis heute ist der Betrieb in Familienhand.

Das West-Berliner Pendant ist Bier’s Kudamm 195, wo seit 1965 Currywurst über die Ladentheke geht – gerne begleitet von einem Fläschchen Champagner. Auch viele Prominente zählen zu den Stammkunden, besonders in den frühen Morgenstunden. Nachteulen treibt es auch zu dem ebenfalls berühmten Curry 36, entweder zum Original in Kreuzberg oder zur neuen Filiale am Bahnhof Zoo.

Weitere Informationen auf visitBerlin.de

ÖKO-TEST Versteckter Zucker

Süße Vertuschungen, Tricks und Fallen

Manche Produkte, die mit „ohne Zucker“ werben, bestehen dennoch fast zur Hälfte aus Zucker.

Zucker ist überall, auch in herzhaften Nahrungsmitteln, wo man ihn nicht erwartet: beispielsweise in Fertigpizza, in Rotkohl und in Krautsalat. Darauf macht das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST in der aktuellen Mai-Ausgabe aufmerksam. Eine Currywurst im Test enthielt etwa so viel davon, dass die von der WHO empfohlene Tagesgrenze schon erreicht ist. Um das zu verschleiern, haben Hersteller immer raffiniertere Tricks parat.

Zucker ist ein billiger Geschmacksträger und daher bei Herstellern als Zutat sehr beliebt. Da er aber in Verruf geraten ist, weil er dick macht und für Diabetes, vermutlich auch für Herzinfarkte und Gelenkbeschwerden verantwortlich ist, verstecken die Hersteller die Süße der Lebensmittel. ÖKO-TEST hat nun 34 Produkte ins Labor geschickt, um herauszufinden, wie viel Zucker in den Lebensmitteln steckt und mit welchen Tricks die Hersteller dies vertuschen. Das Ergebnis zeigt, wie die Industrie den Verbraucher komplett in die Irre führt.

Ein Beispiel: In einem Cappuccino-Pulver von Rewe, das mit „ohne Zuckerzusatz“ beworben wird, sind über 40 Prozent Zucker drin. Eine Packung Apfel-Rotkohl enthält umgerechnet 18 Würfelzucker und in einer kleinen Flasche Smoothie stecken zehn Stück davon. Schlimm ist aber, welche Tricks die Hersteller auf Lager haben, um die Zuckergehalte klein zu rechnen: Beliebt ist etwa, unrealistisch kleine Portionsgrößen anzugeben. Oder sie verwenden verschiedene süßende Inhaltsstoffe, damit Zucker nicht auf Platz 1 der Zutatenliste steht. Wer gesundheitsbewusst leben will, muss daher eine Menge Vokabeln lernen wie Isomalt, Polydextrose, Maltose oder Sorbit. Ein weiterer Trick ist, auf der Verpackung anzukündigen, dass das Lebensmittel „weniger Fett“ enthält. Die Geschmackseinbuße wird dann still und heimlich mit mehr Zucker wettgemacht.

ÖKO-TEST rät den Verbrauchern, möglichst viel selbst zuzubereiten. Wer dennoch Fertiglebensmittel kauft und sich nicht jede Zuckerbezeichnung merken kann, sollte folgende Faustregel beachten: „Was auf -ose endet, ist süß.“

Das ÖKO-TEST-Magazin Mai 2016 gibt es seit dem 28. April 2016 im Zeitschriftenhandel.

Bratwurst-Wettbewerb

Das deutsche Traditionsunternehmen SEVERIN ist auf der Suche nach Deutschlands bestem Wurstrezept. Egal, ob es sich um ein Gericht mit Bratwurst, eine selbstgemachte Soße oder sogar um eine eigene Bratwurst-Rezeptur handelt – Wurstfans können mit ihrer eigenen Kreation an dem Wettbewerb teilnehmen. Da neben der Rezeptur auch die richtige Zubereitung für den perfekten Bratwurstgenuss eine große Rolle spielt, können die Teilnehmer u.a. einen original Wurster gewinnen. Der spezielle Wurst-Grill bereitet in nur fünf Minuten zwei Bratwürste rundum gleichmäßig gebräunt und knusprig zu. Die Grill-Innovation „Made in Germany“ ist zum Preis von 399,95 EUR (UVP) im Handel erhältlich.

Currywurst mit Kartoffelsalat

Die Wurst ist ein deutsches Kulturgut und gehört hierzulande zu den beliebtesten Grillspezialitäten. Grund genug für SEVERIN, sich auf die Suche nach Deutschlands bestem Bratwurst-Rezept zu machen. Nicht nur eigene Wurst-Rezepturen werden gesucht, sondern auch kreative Gerichte mit Bratwurst oder selbstgemachte Soßen sind möglich. Um die Zubereitung der beliebten Wurst zu perfektionieren, hat die Traditionsmarke für Küchengeräte vor kurzem den Wurster auf den Markt gebracht, eine elektrische Grillstation speziell für Würste. Damit werden zwei Bratwürste in nur fünf Minuten fettfrei und auf den Punkt genau zubereitet.

Unter allen Teilnehmern werden ein original Wurster und zwei Tischgrills von SEVERIN verlost. Einsendungen der Kreationen für Deutschlands bestes Bratwurst-Rezept sind bis zum 1. April 2016 möglich.

http://www.severin.de/wursteraktion

Berlins EsS-Bahn wird 15!

EsS-Bahn: Berlins „abgefahrenste“ Currywurst am Flughafen Tegel wird 15 Jahre alt

Für unzählige Reisende ist die EsS-Bahn am Flughafen Berlin Tegel die letzte Anlaufstelle, wenn es darum geht, vor dem Flug noch schnell einen kleinen Imbiss zu sich zu nehmen. Für viele ankommende Gäste auch häufig der erste Kontakt mit dem touristischen Muss eines jeden Berlinbesuchers, der Berliner Spezialität schlechthin – der Currywurst. In dem zum Imbiss-Restaurant umgebauten historischen S-Bahn-Triebwagen der legendären Baureihe „Stadtbahn“ aus den 1920-er Jahren wird die gebratene und in Stücke geschnittene Brühwurst bereits seit 15 Jahren genossen. Currywurst wird geliebt, ist Kult und längst gesellschaftsfähig geworden. Seit dem Jahr 2011 ist die EsS-Bahn auch am Flughafen Stuttgart und seit Herbst 2013 auch in Shanghai zu finden.

Gourmet-Report meint: Nicht die beste Currywurst Berlins, aber gut essbar!
Wir lieben die „Curry“ von Gabis Imbiß am meisten (http://www.gourmet-report.de/artikel/32852/Currywurst-Berlin.html). Die gibt es aber nur Mittwoch und Samstag auf dem Wochenmarkt!

Ab morgen Currywurst für alle

airberlin: Wir lieben Currywurst!
Zur ITB auf allen innerdeutschen Strecken kostenlos

Kein anderer Snack an Bord sorgt für so viel Aufsehen wie die Kult-Currywurst von airberlin. Der Klassiker aus der deutschen Hauptstadt ist aus der Bordküche von airberlin mittlerweile nicht mehr wegzudenken und erfreut nun die Messegäste der Internationalen Tourismusbörse (ITB).

„Wie immer im Frühjahr kommt die Welt nach Berlin. Tourismusprofis von allen Kontinenten nutzen die ITB zum Netzwerken. Für uns die perfekte Gelegenheit, airberlin als Deutschlands Fluggesellschaft mit dem aufmerksamsten Service zu positionieren“, sagt Götz Ahmelmann, Chief Commercial Officer bei airberlin. „Die Resonanz auf unsere Currywurst ist ungebrochen hoch. Den Verkaufsschlager haben wir im vergangenen Jahr über 150.000 Mal an Bord verkauft – Tendenz steigend.“

Und für Gäste, die die Currywurst immer noch nicht kennen oder sie bereits über alles lieben, hat airberlin eine Überraschung parat. Alle Gäste, die innerdeutsch mit airberlin zur ITB in die Hauptstadt fliegen, werden von airberlin mit einer kostenfreien Currywurst aus der Sylter Sansibar verwöhnt. Vom 3. bis 6. März 2015 jeweils ab 10 Uhr wird die Currywurst an Bord serviert. Um die 20.000 Portionen werden an den vier Tagen über den Trolley – der rollenden Flugzeugbar aus der Bordküche – gehen.

„Die Currywurst ist ein Stück Berlin und deshalb ist sie auch auf den Flugzeugen der airberlin so beliebt. Sie ist das am häufigsten bestellte Gericht auf der Speisekarte“, so Götz Ahmelmann. Die Kreation aus der Sylter Sansibar besteht aus Kalbs- und Schweinefleisch, wird in einer pikanten Currysoße mit stückiger Gemüseeinlage serviert und ist einzigartig in der weltweiten Bordverpflegung.

Bereits seit 2007 bietet airberlin die Currywurst auf fast allen Mittelstreckenflügen zum Verkauf an. airberlin Gäste können die Currywurst auch auf Langstreckenflügen in der Economy Class vorbestellen. Eine große Auswahl von Sansibar Gourmetmenüs kann vorab im Internet unter airberlin.com, im Service Center unter 030/ 3434 3434 (zum Ortstarif) sowie im Reisebüro bestellt werden.

Deutsche essen im Urlaub fremd

Die Deutschen und ihre Currywurst, eine unzertrennliche Liebe. Bis es in den Flieger und somit in ein fremdes Land geht. Denn im Urlaub sind die Deutschen in kulinarischer Hinsicht experimentierfreudig und verzichten mehrheitlich (78 Prozent) sogar ganz auf die Wurst in Tomatensauce. Das ist das Ergebnis einer onlinerepräsentativen Studie des Tiefkühlspezialisten eismann.

Obwohl es inzwischen weltweit Currywurstbuden gibt, isst jeder zweite Deutsche im Urlaub am liebsten landesspezifische Gerichte.
Insbesondere die Bayern (81 Prozent), eigentlich bekannt für ihre Liebe zu bayerischen Wirtshäusern, machen anscheinend gern mal Urlaub von Haxen, Weißwürsten und Co. Jeder vierte Deutsche plant seine Urlaubsdestination sogar häufig nach der jeweiligen Landesküche. Für das echte, einheimische Geschmackserlebnis buchen 43 Prozent der Deutschen übrigens nur „mit Frühstück“ und essen bevorzugt in kleinen Restaurants, auf Märkten oder an Straßenständen. Fast jeder Zweite nimmt noch ein paar regionale Spezialitäten für sich und Freunde mit nach Hause, um den Geschmack ein bisschen länger auf der Zunge zu behalten. Jeder Fünfte besucht im Urlaub sogar einen Kochkurs.

So köstlich Paella, Pasta oder Tapas auch sein mögen, am Ende des Urlaubs freut sich mehr als ein Drittel der Deutschen auf die gute deutsche Hausmannskost. Und während sie vom nächsten Urlaub träumen, werden zumindest in der Kantine wieder fleißig Currywürste verzehrt.

„Trotz der köstlichen deutschen Küche, die in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt hat, sind die deutschen Gaumen sehr offen für exotische Geschmäcker – auch nach der Rückreise. Aktuell sehen wir eine besondere Nachfrage nach italienischen Gerichten aus unserem Sortiment, ein neuer Trend sind Gerichte aus Österreich. Damit das Nachkochen internationaler Gerichte auch zuhause gelingt, haben wir von eismann ein paar Tipps für Speisen aus beliebten Urlaubsgebieten zusammengestellt“, kommentiert Ernährungsexpertin Marga Hamacher von eismann die Umfrageergebnisse.

www.eismann.de

Festival der Currywurst in Neuwied

Das Festival der Currywurst findet vom 31. Januar bis 2. Februar in Neuwied statt. Auf dem Luisenplatz können dann wieder zahlreiche Varianten des deutschen Imbiss-Klassikers probiert werden. Mit neuen Wurstrezepten, außergewöhnlichen Gewürzkombinationen und spannenden Namen locken die Betreiber der Imbissbuden, die aus ganz Deutschland anreisen.

Da genießt man in Neuwied eine kulinarische Currywurst-Reise um die Welt: Ob asiatische Currywurst, Döner-Currywurst, Mailänder Currywurst mit Bolognesesauce, die Schweden-Variante mit Köttbullasauce oder hanseatisch mit Krabben in Rahmsauce.

Am verkaufsoffenen Sonntag haben die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Info: Tourist-Information Neuwied, Langendorfer Straße 110, 56564 Neuwied, Tel.: +49 (0)2631/802-5555, tourist-information(at)neuwied.de

Volkswagen-Currywurst und Serano-Schinken

Auf der DU UND DEINE WELT finden die Besucher zahlreiche Köstlichkeiten, Spezialitäten, Gewürze oder auch Obstsorten zum Probieren und Genießen. Hamburgs Einkaufs- und Erlebnismesse lädt von Samstag, 21. bis Sonntag, 29. September, ein. Hier erfahren die Besucher, dass Yoghurt durchaus eine Alternative zu Eis darstellt, dass es Schokolade gibt, die leckerer als jede andere ist, und auch, dass eine von Volkswagen hergestellte Currywurst ein wahrer Gaumenschmaus sein kann.

Was es mit dem Geheimnis um die Currywurst auf sich hat, das lässt sich am Stand von Benno Eisermann herausfinden. Dort wird nämlich das wohl meistproduzierte Produkt des Volkswagenkonzerns angeboten. Und das trägt nicht den Namen Golf oder Passat – es ist die „Volkswagen-Currywurst“. Die wurde ab 1973 zunächst in den VW-Kantinen angeboten, ließ sich später auch bei den Autohändlern der Marke ordern. Mittlerweile hat die Wurst überregional zahllose Fans. Denn diese Currywurst ist anders: Nicht weil sie besonders gewürzt wird, sondern vor allem, weil sie einen nur halb so hohen Fettanteil wie übliche Würste aufweist. Außerdem enthält sie weder Phosphate, noch Milcheiweiß oder Glutamat.

Ungewöhnliches und vor allem ungewöhnlich Schmackhaftes lässt sich auch in der „Marktzeit“, dem Feinschmeckermarkt aus der Fabrik in Hamburg-Ottensen, auf der DU UND DEINE WELT entdecken. Die Veranstalter Marie Biermann und Max Schittek brachten von ihren Auslandsreisen in die Metropolen der Welt die Idee der Neighbourhood Markets nach Hamburg, organisieren seit nunmehr zwei Jahren diesen Markt, auf dem regionale Anbieter und ausnahmslos inhabergeführte Betriebe Spezialitäten und kulinarische Besonderheiten anbieten. Schon zum wiederholten Mal besucht das Projekt die DU UND DEINE WELT, bietet laut Max Schittek französische Köstlichkeiten von Aurélie Gourmet, italienische Schinken von Toni Serano oder auch erntefrisches Obst des Obsthofes Tamke. Weil es bei der DU UND DEINE WELT vor allem um das Erleben und Genießen geht, gibt es Sitzmöglichkeiten zum Verweilen, während Hamburger Songwriter für Unterhaltung sorgen.

Kochen ist Genuss und Lebensart zugleich. Ein Trend, der auf der DU UND DEINE WELT groß geschrieben und stets neu zelebriert wird. Die „Genusswelt – das Gläserne Kochstudio“ des Kochclubs Gastronom Hamburg e.V. ist deshalb seit Jahren ein Besucherhit und lockt wieder mit außergewöhnlichen Kochaktionen zum Schauen, Mitmachen und Probieren. Profiköche kochen vor den Augen der Besucher und versorgen sie mit Probeportionen und selbstverständlich auch mit leckeren Rezepten zum Nachkochen. In diesem Jahr widmet man sich unter dem Motto „Landlust – regionale Küche aus Omas Garten“ traditionellen Rezepten und regionalen Produkten, die mit dem Wissen moderner Kochkunst in die Gegenwart gerettet werden und dann so gar nicht mehr gestrig wirken. Bekommen die Besucher dabei selbst Lust zu kochen, dann steht ihnen ein aufwändig ausgestatteter Showtruck zur Verfügung, in dem sie gemeinsam mit ausgewiesenen Spitzenköchen am Herd zaubern können.

Wer die Anregungen zu Hause gleich in die Tat umsetzen möchte, findet viele Zutaten und unterschiedliche Beilagen für ein perfektes Menü. Das Angebot an Gewürzen ist nahezu unbegrenzt, es gibt internationale Käsespezialitäten ebenso wie dazu die ausgesuchten Weine. Mehr noch: Aus der Schweiz reisen die Chocolatiers des Traditionsunternehmens Camille Bloch an, stellen ihre jüngsten Kreationen vor. Die Friends of frozen Yogurt wiederum beweisen, wie vielfältig sich Yoghurt als kalorienarme Alternative zum Speiseeis genießen lässt. In Geschmacksrichtungen, die von „Hellbelly Blueberry“ über „Spicy Cinnamon“ bis zu „Vampire Blood Orange“ reichen.

Der Trend zum Kochen spiegelt sich natürlich auch im Angebot rund um das passende Equipment. Hier bietet Hamburgs Einkaufs- und Erlebnismesse den Besuchern einen breiten Überblick über die Neuheiten aus dem Bereich der Küchengeräte und des Zubehörs. Verbunden sind auch diese Vorstellungen immer mit dem Genießen und Ausprobieren. So präsentiert EP:Röglin aus Hamburg-Eimsbüttel die neuesten Nespresso-Kaffeeautomaten und bietet den Besuchern gleichzeitig aktuelle Sorten wie Vanilio, Ciocattino oder Caramelito zur Verkostung an. Ergänzt wird das Angebot unter anderem von Friteusen, die nahezu fettfrei arbeiten und modernsten Küchenmaschinen, die sogar selbst kochen können.

Mark Deneberger wiederum hat unter den Besuchern der DU UND DEINE WELT schon zahllose Anhänger. Aus der Grundidee der Kochblume, einem genialen Überkochschutz für jeden Topf, ist mittlerweile ein umfangreiches Produktprogramm gewachsen. In Hamburg als Neuheit vorgestellt werden unter anderem Kochlöffel und Frischhaltedeckel. Die können exklusiv nur auf der DU UND DEINE WELT aus nächster Nähe in Augenschein genommen werden – Insidertipps inklusive.

Fish & Chips

Was dem Deutschen die Currywurst ist dem Briten Fish & Chips – es gibt wahrhaft eklige und es gibt welche, da möchte man immer nur noch mehr bekommen – die besten gibt es in London im „George“ Pub, der zum Andaz Hotel gehört – F&B Manager Sascha Lenz , Chefkoch Selva Muthusamy

Wie in Berlin die Currywurst ein Muss ist – die beste gibt’s bei Gabis Imbiss auf den Charlottenburger Wochenmärkten – ist in London Fish & Chips ein Muss. In den meisten Imbissen ist es ein ziemlich fettes Fastfood, gutee Pubs machen es ordentlich, das „George“ göttlich.

Die Pommes sind perfekt, die Sauce Tartare zum Fingerlecken, das Erbsenmus perfekt und der Fisch – es gab Schellfisch, eine Dorsch Art, auf engl Haddock – ist ein einziger Traum. Chef Selva ist ganz bescheiden: Das Rezept hat Chef Stewart, der hier viele Jahre arbeitete, entworfen. Es ist simpel, natürlich und lecker. Mit Abstand der beste Fisch und Chips, den wir je hatten. Mit unter 14 Pfund auch wahrhaft preiswert. Übrigens, überteuert und gar nicht gut ist der Fish & Chips bei Harrods im Bentleys Seafood Grill: satte 22 Pfund werden in diesem Imbiss aufgerufen! Trotzdem immer voll. Ziemlich voll kann es im „George“ auch werden. Viele Büroleute kehren dort nach der Arbeit ein. Es ist lebhaft.
Wir wichen deswegen auf das vornehmere Seafood Restaurant „Catch“ aus. Und das war eine gute Idee. Denn hier gibt es britische Austern.
12 Stk für 22 – 24 Pfund. Wir probierten die kleinen, aber sehr leckeren Maldon und die fleischige Carlingford Austern, beide ausgezeichnet. Ich mochte die kräftigen Maldon lieber, meine Begleitung schätzte die Iren mehr. Dazu hatten wir französischen und italienischen Wein glasweise, für London und für Hyatt zum erstaunlich günstigen Kurs.

Weil alles ausgezeichnet war, gönnten wir uns noch ein Dessert. Auch diese tadellos. So isst man gerne im Hotel. Nein, so isst man generell gerne. Fotos auf unser Facebook Seite: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151418372088124.1073741826.168996673123&type=1 . Wir habe das CATCH sehr glücklich und zufrieden verlassen.

Dieses Andaz Hotel – Hindi für „individuell“ – erstaunt sowieso. In mehrerer Hinsicht. Zuerst irritiert es, dass hier alles anders ist. Das Personal trägt zivil. Man weiß also nie, ist das ein anderer Gast oder ein Mitarbeiter? Vermutlich sind die Mitarbeiter die, die besonders freundlich grüßen. Auch die Gästen grüßen hier. Die gute Atmosphäre steckt wohl an.

Als nächstes erstaunt, dass die fünf Restaurants überwiegend von Gästen von draussen besucht werden. Das hat einen Grund. Die sind alle gut und preiswert, wenn auch nicht gerade billig. Das 1901 wird vom Guide Michelin lobend erwähnt. Und alle Restaurants sind gut besucht! In London, wo es Konkurrenz ohne Ende gibt. Verantwortlich für dieses Wunder ist der Deutsche F&B Manager Sascha Lenz, der schon im Hyatt Jekaterinburg im russischen Ural mit dem Berliner Küchenchef Alex Moser Furore machte. Es war das beste Restaurant vor Alaska. Ostwärts gesehen (7000 km).

Hier in London kann der Rüsselheimer Lenz aus dem vollen schöpfen. Sogar eine hauseigene Kochschule hat er, die er auch vermietet.

Am Bahnhof Liverpool Street in London kann man jetzt wirklich ausgezeichnet speisen. Und der Fish & Chips ist jeden Umweg wert!

http://london.liverpoolstreet.andaz.hyatt.com/hyatt/hotels-london-liverpoolstreet-andaz/entertainment/index.jsp

Andere empfehlenswerte Restaurants in London:
Dinner by Heston Blumenthal: www.gourmet-report.de/artikel/344476/London-preiswert-fuer-Feinschmecker/
The Ledbury: www.gourmet-report.de/artikel/344479/The-Ledbury/