Belohnung fürs Gehirn

Das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung erklärt die neusten Forschungsergebnisse: Fett- und kohlenhydratreiches Essen aktiviert Hirnareale besonders stark

Pommes, Sahnetorte, Chips und Schokoriegel machen dick und sind ungesund. Aber dennoch können wir die Finger davon nicht lassen. Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Stoffwechselforschung in Köln haben nun eine Erklärung dafür geliefert: Nahrungsmittel, die sowohl reich an Fetten als auch Kohlenhydraten sind, haben einen besonders starken Einfluss auf das Belohnungssystem in unserem Gehirn.

Pommes Frites

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Jede Metropole isst anders

Deliveroo analysiert Lieblingsgerichte von 10.000 Restaurants weltweit

Berlin, London, Dubai, Hongkong, Sydney, Rom und Paris unter der Lupe
Einheimische Gerichte haben keine Chance auf Platz 1
Welthit: Burger

Pizza in Rom, Fish and Chips in London, Coq au vin in Paris und Bouletten in Berlin? Von wegen: In den Metropolen rund um den Globus zeigt man sich weltoffen und ist fasziniert von Gerichten aus anderen Ländern. Lokale Speisen schaffen es hingegen meist nicht in die Top 3. Nur in Paris und Rom gelingt einheimischen kulinarischen Kreationen der Sprung aufs Treppchen. Das sind die Ergebnisse einer Analyse des Essenslieferdienstes Deliveroo, der die beliebtesten Gerichte in einigen Metropolen unter die Lupe genommen hat. Hierzu hat das Unternehmen die Bestellungen der letzten zwölf Monate von über 10.000 Partnerrestaurants in sieben Städten ausgewertet.

Die Resultate bergen so manche Überraschung: So stehen die Pariser und Hongkonger auf Spaghetti Bolognese. In der italienischen Hauptstadt hingegen werden eher Hamburger als Pizza oder Pasta geordert. Die Dubaier lieben es wiederum Italienisch mit der Pizza Margherita auf Platz 1 und auch sonst recht bunt: Burrito-Boxen und Sushi folgen auf den nächsten Rängen.

Burger erweisen sich als weltweites Lieblingsessen. So sind die Berliner dem Cheeseburger verfallen. Auch die Londoner lieben saftige Burger, allerdings in etwas raffinierterer Form als die deutschen Hauptstädter: der Bacon Avocado Burger ist hier der klare Favorit. In „Down Under“, in Sydney, stehen die Einwohner auf Chicken Burger.

Die Lieblingsgerichte und -küchen der Metropolen im Überblick

Berlin
Lieblingsgerichte:       1. Cheeseburger, 2. Pizza Margherita, 3. Pad Thai
Lieblingsküche:       1. Burger, 2. Italienisch, 3. Thailändisch

Dubai
Lieblingsgerichte:       1. Pizza Margherita, 2. Burrito-Box und Tacos, 3. Sushi
Lieblingsküche:       1. Italienisch, 2. Mexikanisch, 3. Japanisch

Hongkong
Lieblingsgerichte:       1. Spaghetti Bolognese, 2. Pizza Margherita, 3. Burger
Lieblingsküche: 1. Pasta, 2. Pizza, 3. Burger

London
Lieblingsgerichte:       1. Bacon Avocado Burger, 2. Pizza Peperoni, 3. Grünes Curry
Lieblingsküche:       1. Burger, 2. Italienisch, 3. Thailändisch

Paris
Lieblingsgerichte:       1. Spaghetti Bolognese, 2. Gourmet Burger, 3. Hähnchen mit Kartoffelpüree
Lieblingsküche:       1. Italienisch, 2. Burger, 3. Französisch

Rom
Lieblingsgerichte:      1. Hamburger, 2. Pizza Margherita / Pasta „Amatriciana“, 3.  Frucht-Salat
Lieblingsküche:       1. Burger, 2. Italienisch, 3. Gesund

Sydney
Lieblingsgerichte:      1. Chicken Burger, 2. Rigatoni Bolognese, 3. Rotes Curry
Lieblingsküche:       1. Burgers, 2. Italienisch, 3. Thailändisch

Wasabi

Wasabi kennen viele als hellgrünen Begleiter für Sushi. Es ist ein scharfes Gewürz, das mittlerweile auch anderen Lebensmitteln wie gerösteten Nüssen, Chips und sogar einigen Käsesorten eine neue Geschmacksnote gibt. Häufig wird Wasabi als „japanischer Meerrettich“ bezeichnet. Botanisch unterscheiden sich die Pflanzen jedoch. Beiden gemeinsam ist ihr scharfer Geschmack. „Verantwortlich dafür sind flüchtige Senföle, die so genannten Isothiocyanate“, sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Echter Wasabi hat seinen Preis – egal ob frisch, als Trockenpulver oder fertige Paste. Bei Produkten mit Wasabi rät die Verbraucherzentrale Bayern, sich die Zutatenliste genau anzusehen. „Gerne wird ein Großteil des teuren Rohstoffs durch eine geschickte Kombination von Meerrettich, Senf, Farb- und Aroma­stoffen ersetzt“, so Sabine Hülsmann.

Grünkohl-Chips statt Pommes?

USA entdecken Grünkohl als „Gesundmacher“

Viele Trends kommen aus den USA irgendwann auch nach Europa und Deutschland, doch manchmal ist es auch umgekehrt: wie im Fall von traditioneller Hausmannskost. Grünkohl ist aktuell der „Renner“ auf dem Speiseplan gesundheitsbewusster Amerikaner; und zwar in allen möglichen denkbaren Varianten: als Salat, in Form von Smoothies oder sogar gebacken als Chips.

Die Schere der Essgewohnheiten von US-Bürgern scheint dabei immer weiter auseinander zu klaffen. Auf der einen Seite sind noch immer die notorischen Fast-Food-Liebhaber, die häufig zu einer eher einseitig unausgewogenen Ernährung mit viel Fett und Zucker tendieren. Und auf der anderen Seite die fast fanatisch wirkenden Fitness- und Ernährungsbewussten Konsumenten. Seit sich Michelle Obama für das Thema „Gesunde Ernährung“ einsetzt, haben aber auch Nahrungsmittel eine Chance, deren Namen der durchschnittliche US-Amerikaner vor zwei Jahren kaum hätte nennen können.

„Kale“, also Grünkohl, ist nun auf dem Vormarsch und aus dem Sortiment nicht mehr wegzudenken. Er wird regional angebaut und auf den Wochenmärkten an großen Ständen angeboten. Selbst in vielen Supermärkten wird inzwischen kostbarer Regalplatz für das sperrige Grünzeug freigeräumt. Seine vergleichsweise üppige Ausstattung mit Calcium, Vitamin C und Eisen erklärt neben der prominenten Fürsprache den aktuellen „Run“ fast von selbst.

Was in Deutschland zwar beliebt ist, aber als gedünstetes Alltagsessen nicht besonders „trendy“ daherkommt, erfährt durch neue Zubereitungsideen jenseits des Atlantiks einen wahren „Hype“. In Internetforen tauschen meist junge Frauen Smoothie-Rezepte aus und regen auf Twitter an, dass auch Mc Donalds Grünkohlchips als Beilage zum Burger servieren möge. Insbesondere die jüngere Generation fühlt sich davon angesprochen, wenn Grünkohl in trendigen Mixgetränken angeboten wird – selbst wenn die leicht bräunliche Farbe nicht besonders appetitlich wirkt: „Keine Angst, es schmeckt nicht nach Gras“, beruhigt ein Forumsteilnehmer.

Auch wenn mit Fast Food, Coffee to go und Convenience-Produkten in den vergangenen Jahrzehnten einige Trends zu uns gekommen sind, haben wir Europäer offenbar dazu beigetragen, dass neben Körnerbrot und Käse nun auch Kohl Einzug in die amerikanischen Haushalte genommen hat. Man darf allerdings gespannt sein, ob die Grünkohl-Welle als besondere „Neuheit“ wieder zu uns zurück schwappt – dann vielleicht unter dem Label „Neuer Trend aus den USA“.
Friederike Heidenhof aus Washington D.C., www.aid.de

Benimm Regeln in englischsprachigen Restaurants

Urlaub im englischsprachigen Ausland? Hier ein kleiner Knigge und Spezialitäten-Tipps für den Restaurantbesuch

Nau Mai – willkommen! Wer so begrüßt wird, befindet sich bei den Maori in Neuseeland, einem eigentlich englischsprachigen Land. Doch wie auch in Australien, USA und Großbritannien gibt es hier jede Menge Ausdrücke, die man nur mit Schulenglisch nicht verstehen kann.
„Und auch Verhaltensregeln, beispielsweise bei einem Restaurantbesuch, können in den Ländern sehr unterschiedlich sein“, weiß Rebecca Stiebeiner von Hudde Sprachen+. Als Dolmetscherin beschäftigt sie sich intensiv mit den Feinheiten der englischen Sprache und der Kultur dieser Länder. Gourmet Report verrät sie ihre Tipps für einen gelungenen Restaurantbesuch.

Please wait to be seated – Please seat yourself
In den USA ist es oft unmissverständlich mit Hilfe eines Schildes am Eingang geregelt, ob man auf den Kellner warten soll bis man platziert wird, oder ob man selbst einen Tisch wählen darf. In Großbritannien, Neuseeland und Australien setzt man sich in legeren Restaurants selbst an einen freien Tisch, in gehobenen Restaurants wird man in der Regel an den Tisch begleitet.

The bill, please – Zahlen und Trinkgeld
Bezahlt wird, wie bei uns, meist am Tisch beim Kellner. Wenn die Rechnung auf einem kleinen Tablett gebracht wird, legt man das Geld inklusive Trinkgeld darauf und lässt es entweder am Platz liegen oder gibt es dem Kellner in die Hand. In Neuseeland, Australien und den USA ist die Bezahlung in vielen Restaurants auch an der Kasse möglich.
Trinkgeld wird in Australien und Neuseeland nicht erwartet. Bei besonders gutem Service gibt man in Australien maximal 10%. Bei Barzahlungen in Australien ist zu beachten, dass es keine 1- und 2- Centmünzen gibt, deshalb wird zum nächsten 5-Centbetrag auf- oder abgerundet. Dasselbe gilt für Neuseeland, wo auf den nächsten 10-Centbetrag gerundet wird, da es auch keine 5-Centmünzen gibt. Ganz anders in den USA. Hier wird mindestens 15 % Trinkgeld erwartet, üblich ist „double the tax“, das Doppelte der Verkaufssteuer. In
Großbritannien ist beim Trinkgeld bei gutem Service 10 % üblich. Manchmal ist jedoch eine Servicepauschale im Preis enthalten, dann kann das Trinkgeld entfallen.

Landestypische Speisen und Getränke
Was ist in den verschiedenen Ländern eigentlich typisch und was sollte man unbedingt probieren? Hier eine Auswahl von Speisen und Getränken, zusammengestellt von Hudde Sprachen+.

In Australien ist Bier sehr beliebt und viele Marken werden auch dort gebraut. Einige Gerichte gibt es nur in Australien, beispielsweise den Pie Floater aus Südaustralien. Dabei handelt es sich um eine umgekehrte Fleischpastete, die auf einer dickflüssigen Erbsensuppe serviert wird. Die Chiko roll ist inspiriert von den chinesischen Frühlingsrollen – dicke Rollen gefüllt mit Sellerie, Gerste, Kohl, Rindfleisch, Mais, Karotten, Zwiebeln und Gewürzen. Alles wird in einem Teig aus Mehl und Ei eingerollt. Der Australian Meat Pie enthält Hackfleisch und Bratensoße. Er wird auch mit Zwiebeln, Pilzen und Käse serviert. Für Australien typische Fleischsorten sind Känguru- und Krokodilfleisch.

Auch in Neuseeland ist Bier ein sehr beliebtes Getränk und es gibt viele verschiedene Sorten. Zwei für Neuseeland typische Produkte sind Kiwis und Lammfleisch. Beides wird von den „Kiwis“ (so der Kosename für die Neuseeländer) selbst gerne gegessen und gehört auch zu den Exportschlagern. Außerdem erfreuen sich Meeresfrüchte großer Beliebtheit. Die Paua-Muschel ist eine Delikatesse, die allerdings nicht käuflich zu erwerben ist, da der Verkauf verboten ist. Man muss also selbst im Meer danach tauchen – doch Vorsicht, die erlaubte Menge ist begrenzt. Weitere Muschelsorten sind Austern und die Grünlipp-Muschel. Tamarillo ist eine rote oder gelbliche subtropische Frucht, die in Chutneys verwendet wird und mit Eiscreme oder in Mayonnaise gemischt wird. Ein beliebtes Dessert, sowohl in Neuseeland wie auch in Australien ist die Pavalova, eine mit Früchten und Sahne gefüllte Baisertorte.

Tee ist in Großbritannien das beliebteste Getränk. Täglich werden 165 Millionen Tassen getrunken. Typisch englische Speisen sind oft etwas deftig für unseren Geschmack. Wie das Haggis aus Schottland. Ein Schafsmagen, der mit Fleisch von Schafherz, -leber, -lunge und mit Hafer gefüllt ist. Der Black Pudding, hergestellt aus Schweineblut und –fett in eine Art Wurst geformt, wird von manchem gerne zum typisch englischen, deftigen Frühstück in der Pfanne angebraten und warm gegessen. Allseits bekannt sind Fish and Chips. Kabeljau, Schellfisch und/oder Scholle werden in Teig getaucht und frittiert. Dazu gibt es Pommes, die zumeist deutlich größer und breiter sind als unsere, und häufig auch grünes Erbsenpüree und Sauce Tartar.

Die USA sind ein multikulturelles Land, was sich natürlich auch bei den Ernährungsgewohnheiten zeigt. Es gibt viele verschiedene Spezialitäten und daher auch nicht nur ein typisches Nationalgericht.
Zu den Klassikern gehört jedoch auf jeden Fall der Hot Dog. Das Würstchen im Brötchen, gerne auch mit Röstzwiebeln, Essiggurken und anderen Zutaten, Ketchup und/oder Senf ist schon fast ein Muss. Nachos, Tortilla Chips, überbacken mit Nachokäse oder geriebenem Käse, sind inzwischen auch bei uns bekannt und beliebt. Genauso wie Maccaroni and Cheese. Eine Spezialität ist S’more. Das sind geröstete Marshmallows mit einer Schicht Schokolade zwischen zwei Graham crackers, traditionell über dem Lagerfeuer zubereitet.

Besondere Aufmerksamkeit ist Reservierungen der Gourmet Restaurants zu gewähren. Es wird in der Regel genau erklärt, welche Kleiderordnung gewünscht wird. So ist es nicht ungewöhnlich, dass man keine Jeans oder Turnschuhe anziehen darf, sondern ein Jacket.

Pastinaken

Pastinaken haben nun Saison und bringen Abwechslung in die winterliche Küche. Nachdem sie lange Zeit aus deutschen Haushalten verschwunden waren, ist das Wurzelgemüse in den vergangenen Jahren wiederentdeckt worden.

Pastinaken, auch Hammel- oder Hirschmöhre genannt, galten lange Zeit als Grundnahrungsmittel. Im 18. Jahrhundert gerieten sie allerdings neben Kartoffeln und Möhren ins Hintertreffen und verschwanden immer mehr von deutschen Speiseplänen. Im Zuge des Revivals alter Gemüsesorten werden die hellen Wurzeln immer beliebter.

Wie unterscheide ich Pastinaken und Petersilienwurzeln?
Pastinaken haben ein würziges, leicht süßliches Aroma. Die weißen oder cremefarbenen Wurzeln sind länglich bis kegelförmig und laufen spitz zu. Petersilienwurzeln sehen ganz ähnlich aus, unterscheiden kann man die beiden an den Blättern: Pastinaken haben dort, wo das Grün wächst, einen ausgeprägteren Rand.

Wie kann ich Pastinaken zubereiten?
Das Gemüse ist ein Alleskönner. Pastinaken schmecken roh, gebraten, gekocht, geschmorrt oder püriert. Vor der Zubereitung sollten die Wurzeln geschält und abgewaschen werden. Als winterlicher Rohkostsalat machen sie sich gut zu Äpfeln, Nüssen und Cranberries. Dafür das Obst raspeln, mit einem Spritzer Zitonensaft anmachen und mit Nüssen bestreuen. Auch als Beilagen sind Pastinaken der Hit: Pastinakenpüree passt besonders zu Wildgerichten oder zu Gemüsepfannen mit Pilzen, Kohl oder Kürbis. Wer es lieber bissfest mag, backt die Wurzeln mit etwas Olivenöl im Ofen und serviert sie mit Fleischgerichten oder als vegetarische Hauptspeise. Als cremige Suppen wärmen die Wurzeln in der kalten Jahreszeit. Ein besonderer Clou: Aus Pastinaken kann man auch Chips herstellen. Einfach in dünne Scheiben schneiden und in Öl frittieren, fertig ist der knusprige Snack.

Wie bewahre ich das Wurzelgemüse auf?
Pastinaken sollten kühl und dunkel gelagert werden, damit sie nicht trocken werden. Am besten eignen sich der Kühlschrank oder der Keller, dort hält sich das Gemüse bis zu zwei Wochen. Pastinaken können aber auch kurz blanchiert und anschließend eingefroren werden, dann kann man die aromatischen Wurzeln auch im Sommer genießen.

Rezept-Tipp: Pastinakensuppe mit Pastinakenchips
Zubereitungszeit: 50 min
Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten (Für 4 Personen):
400 g Pastinaken
100 g mehlig kochende Kartoffeln
1 Möhre
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Öl
ca. 800 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Öl, zum Frittieren
120 ml Sahne
1 – 2 EL Orangensaft
Chiliflocken
Muskat

Zubereitung:
1. Pastinaken, Kartoffeln, Möhre, Zwiebel und Knoblauch schälen. Von den Pastinaken für die Chips längs etwa 12 schöne, dünne Scheiben abschneiden und beiseitelegen. Das übrige Gemüse würfeln und im heißen Öl 2-3 Minuten farblos anschwitzen. Die Brühe angießen, salzen, pfeffern und etwa 20 Minuten leise weich köcheln lassen.
2. Währenddessen die Pastinakenscheiben in heißem Öl knusprig frittieren. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und leicht salzen.
3. Die Suppe fein pürieren und die Sahne, bis auf 4 EL, einrühren. Je nach gewünschter Konsistenz noch etwas einköcheln lassen oder Brühe ergänzen. Mit Salz, Pfeffer, Orangensaft, Chili und Muskat abschmecken.
4. Die Suppe in Schälchen füllen, mit der übrigen Sahne beträufeln und mit wenig Pfeffer und Chili bestreuen. Mit den Chips garniert servieren.

Nährwerte (Pro Portion):
kcal: 241
kJ: 1012
Kohlenhydrate: 20 g
Eiweiß: 3,3 g
Fett: 16 g
BE: 1,5
Cholesterin: 25 mg
Ballaststoffe: 4,1 g

Schottland Gourmet Tour 2013

Wir besuchten Schottland. Eine kühle, karge Schönheit, die mit interessanter Küche auftrumpft, aber mit wenig Service.
Verblüffung. Die nette Dame quatscht uns am Costa Kaffeeautomaten an der Tanke im schottischen Hochland an. Sie sei ja so froh für uns, dass wir so schönes Wetter haben. Seit Jahren war es nicht mehr so schön. Ich war sichtlich verblüfft. Es war 8°C und teilweise bewölkt und etwas windig. Ich fragte nach: Nein, der Sommer sei heiß und stickig-schwül mit Millionen Mücken und der Herbst wie der Winter zu kalt. Jetzt ist es einfach zauberhaft!

Aus London kommend, verwöhnt im Andaz Hotel am Bahnhof an der Liverpool Street, wo der deutsche F&B Manager Sascha Lenz furios sein Restaurantimperium regiert – beste Fish & Chips in UK www.gourmet-report.de/artikel/344127/Fish-Chips.html , kamen wir am Flughafen in Edinburgh an. Geflogen von der komfortablen Titan Air, im Auftrag der BA. 
Unser Auto der oberen Mittelklasse sollte ein VW Jetta Automatik sein, so der Agent bei Europcar. Für 5 Euro am Tag mehr bekamen wir einen Insignia Kombi Automatik. Allerdings komplett ungereinigt. Auf meine Beschwerde meinte Europcar, ich müsse mich bei BAA beschweren, die waschen die Autos für Europcar. Später schrieb Europcar, der Mietwagenbroker sei für Beschwerden zuständig! Service scheint nicht üblich zu sein.

Dann fuhren wir in die Innenstadt zum Hotel Missoni. Dort kamen wir um 12 Uhr an. Die Auffahrt des 5 Sterne Hotels war nicht so leicht zu finden, es gab sie nicht. Nach dreimal um den Block blieben wir in einer kleinen Parkbucht stehen. Ich ging ins Hotel und ein Gepäckträger im Kilt, dem schottischen Rock, kam dann mit mir raus. Leider sollten wir 3 Stunden warten, bis das Zimmer fertig war. Eine richtige Lobby gibt es in diesem fashionablen Hotel nicht, aber ein Café, in dem man warten konnte. Wir mussten nicht nur drei, sondern 4 Stunden auf das Zimmer warten. Drei Stunden später, um 15 Uhr wurden wir auf einen Kaffee eingeladen. Erst um 15.30 Uhr war das Zimmer fertig. Als Entschuldigung bekamen wir eine – warme – Flasche Prosecco. 
Das Zimmer war für drei – wir reisten mit unserem 7jährigen Sohn – recht eng. Es gab ein ganz kleines Fenster, wir guckten auf eine mittelalterliche Brandmauer. Das chice Zimmer war etwas staubig, ich versaute mir im Schrank meinen schwarzen Pullover. 

Das wahrhaft einmalige Frühstück (13 GBP) bestand hauptsächlich aus Kuchen. Es gab einen langweiligen Schnittkäse, je einen Schweine- und Truthahnschinken. Für 5 Pfund Aufpreis gab es warme Speisen. Junior wurde voll berechnet. Weil es ein sehr chices Hotel ist, wird Toast – es ist das einzige, verfügbare Brot – nur vom Kellner gebracht. Der braucht aber ewig. So das man lange wartet, wenn man Brot mag. Die Säfte waren nicht frisch. 
Die Location ist sehr gut, fast direkt an der Royal Mile, der Hauptstrasse der Altstadt, die zum Castle hoch führt. Das Zimmer war ruhig.
Fürs Parken berechnete das Hotel stolze 42 Euro/Nacht! Am Abreisetag holte der Kiltträger unser Gepäck vom Zimmer und brachte es gleich ins Auto, dass er vor’s Haus in diese Parkbucht stellte. Als ich zum Auto ging, parkte er gerade einen Mazda 2, mit dem er volle Kanone den Bordstein sehr laut rammte. Oh, Du arme Felge! Er guckte noch nicht einmal nach. 
Ich öffnete die Heckklappe unseres Autos, da fiel mir der Computerkoffer meiner Frau entgegen. Gottseidank ein Rimowa, so das nichts passierte. Das Gepäck wurde vom Portier nur rein geschmissen, Plastiktüten waren unter den Koffern gelegt oder gerutscht. How careless! Ich beschwerte mich beim Duty Manager und berichtete auch gleich über den Mazda Vorfall. Der murmelte desinteressiert ein Bedauern, der befragte Portier stritt alles ab. Als ich noch nicht aus der Tür war, lachten Duty Manager, Portier und ein Rezeptionist … 
Schottischer Service a la Missoni. 

Das nächste Mal werden wir lieber ins Balmoral, dem Rocko Forte Stammhaus, gehen. Rezeptionsleiter ist der Deutsche Philipp van Dyck, der von Althoff Hotels kam. Es ist allerdings deutlich teuerer als das Missoni, in dem wir uns deplatziert vorkamen. Das Missoni ist etwas für masochistische Fashionvictims. Hotellerie stellen wir uns anders vor.

Im sehr hübschen Edinburgh aßen wir am ersten Tag recht passabel und preiswert im ältesten Pub der Stadt, in der Doric Tavern nahe des Bahnhofs. Guter Haggis! Leckere Fish & Chips. Interessante Biere! Freundliche Bedienung. Lohnenswert.

Lesen Sie mehr über Schottland, der nächste Tag:
www.gourmet-report.de/artikel/344152/Schottland-Gourmet-Tour-2013/

Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151444817998124.1073741830.168996673123&type=3

Fish & Chips

Was dem Deutschen die Currywurst ist dem Briten Fish & Chips – es gibt wahrhaft eklige und es gibt welche, da möchte man immer nur noch mehr bekommen – die besten gibt es in London im „George“ Pub, der zum Andaz Hotel gehört – F&B Manager Sascha Lenz , Chefkoch Selva Muthusamy

Wie in Berlin die Currywurst ein Muss ist – die beste gibt’s bei Gabis Imbiss auf den Charlottenburger Wochenmärkten – ist in London Fish & Chips ein Muss. In den meisten Imbissen ist es ein ziemlich fettes Fastfood, gutee Pubs machen es ordentlich, das „George“ göttlich.

Die Pommes sind perfekt, die Sauce Tartare zum Fingerlecken, das Erbsenmus perfekt und der Fisch – es gab Schellfisch, eine Dorsch Art, auf engl Haddock – ist ein einziger Traum. Chef Selva ist ganz bescheiden: Das Rezept hat Chef Stewart, der hier viele Jahre arbeitete, entworfen. Es ist simpel, natürlich und lecker. Mit Abstand der beste Fisch und Chips, den wir je hatten. Mit unter 14 Pfund auch wahrhaft preiswert. Übrigens, überteuert und gar nicht gut ist der Fish & Chips bei Harrods im Bentleys Seafood Grill: satte 22 Pfund werden in diesem Imbiss aufgerufen! Trotzdem immer voll. Ziemlich voll kann es im „George“ auch werden. Viele Büroleute kehren dort nach der Arbeit ein. Es ist lebhaft.
Wir wichen deswegen auf das vornehmere Seafood Restaurant „Catch“ aus. Und das war eine gute Idee. Denn hier gibt es britische Austern.
12 Stk für 22 – 24 Pfund. Wir probierten die kleinen, aber sehr leckeren Maldon und die fleischige Carlingford Austern, beide ausgezeichnet. Ich mochte die kräftigen Maldon lieber, meine Begleitung schätzte die Iren mehr. Dazu hatten wir französischen und italienischen Wein glasweise, für London und für Hyatt zum erstaunlich günstigen Kurs.

Weil alles ausgezeichnet war, gönnten wir uns noch ein Dessert. Auch diese tadellos. So isst man gerne im Hotel. Nein, so isst man generell gerne. Fotos auf unser Facebook Seite: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151418372088124.1073741826.168996673123&type=1 . Wir habe das CATCH sehr glücklich und zufrieden verlassen.

Dieses Andaz Hotel – Hindi für „individuell“ – erstaunt sowieso. In mehrerer Hinsicht. Zuerst irritiert es, dass hier alles anders ist. Das Personal trägt zivil. Man weiß also nie, ist das ein anderer Gast oder ein Mitarbeiter? Vermutlich sind die Mitarbeiter die, die besonders freundlich grüßen. Auch die Gästen grüßen hier. Die gute Atmosphäre steckt wohl an.

Als nächstes erstaunt, dass die fünf Restaurants überwiegend von Gästen von draussen besucht werden. Das hat einen Grund. Die sind alle gut und preiswert, wenn auch nicht gerade billig. Das 1901 wird vom Guide Michelin lobend erwähnt. Und alle Restaurants sind gut besucht! In London, wo es Konkurrenz ohne Ende gibt. Verantwortlich für dieses Wunder ist der Deutsche F&B Manager Sascha Lenz, der schon im Hyatt Jekaterinburg im russischen Ural mit dem Berliner Küchenchef Alex Moser Furore machte. Es war das beste Restaurant vor Alaska. Ostwärts gesehen (7000 km).

Hier in London kann der Rüsselheimer Lenz aus dem vollen schöpfen. Sogar eine hauseigene Kochschule hat er, die er auch vermietet.

Am Bahnhof Liverpool Street in London kann man jetzt wirklich ausgezeichnet speisen. Und der Fish & Chips ist jeden Umweg wert!

http://london.liverpoolstreet.andaz.hyatt.com/hyatt/hotels-london-liverpoolstreet-andaz/entertainment/index.jsp

Andere empfehlenswerte Restaurants in London:
Dinner by Heston Blumenthal: www.gourmet-report.de/artikel/344476/London-preiswert-fuer-Feinschmecker/
The Ledbury: www.gourmet-report.de/artikel/344479/The-Ledbury/

Stiftung Warentest testet Kartoffelchips

Das knabbern die Deutschen am liebsten: Chips gewürzt mit Paprika. Sie stehen deshalb im Mittelpunkt des großen Chips-Tests. Genauer: 14 klassische und 6 fettreduzierte Paprikachips, 5 Stapelchips mit Paprikawürzung und als Zugabe 5 exemplarisch ausgewählte Produkte mit Salz. Auf dem Spitzenplatz der Kartoffelchips landete Funny-Frisch Chipsfrisch Ungarisch für 2,39 Euro in der 250-Gramm-Tüte, dicht gefolgt von den günstigen Rewe/ja! Paprikachips für 0,75 Euro je 200 Gramm.

Einige fettreduzierte Chips konnten die Tester ebenfalls überzeugen. Ihr Bonus: Sie haben etwa ein Drittel weniger Fett als die herkömmlichen. Viele Kalorien spart man aber nicht ein.

Klare Verlierer im Test sind die Paprikachips der drei Biohersteller. Bei zwei Produkten war das Zutatenverzeichnis unvollständig, alle drei enttäuschten im Geschmack. Die Markenprodukte Pringles Paprika und Terra Blues Chips fielen durch ihren Schadstoffgehalt auf.

Der ausführliche Test Kartoffelchips erscheint in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 28.12.2012 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/chips abrufbar.

Rezept

Leichtes Sommerrezept: Gegrillter Spargel mit Chips vom Serrano
Schinken und Zitronenbutter

Das neue leichte Spargelrezept bringt den einzigartigen Geschmack von
Serrano Schinken besonders gut zur Geltung. Besonders authentisch ist
Serrano vom Produzentenverband „Consorcio del Jamón Serrano Español“.
Consorcio Serrano gibt es überall im deutschen
Lebensmitteleinzelhandel. Ausgesuchte hochwertige Rohware nur von
spanischen Schweinen, strenge Qualitätsrichtlinien bei der
Herstellung und die lange Reifezeit von durchschnittlich 12 Monaten
zeichnen die Produkte der Verbandsmitglieder aus. All dies sorgt für
die typische Farbe, das spezielle, leicht nussige Aroma und einen
unverwechselbaren Geschmack. Viele weitere Informationen dazu und zu
den Partnern des Consorcio Serrano unter http://www.consorcioserrano.com .

  Zutaten       (4 Personen)

  1000 g      weißer Spargel
  4 EL        Olivenöl
  1 Zitrone   Saft und Abrieb
  1 TL        Zucker
  40 g        Butter
  200 g       Consorcio Serrano Schinken
  Salz, frischer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Die holzigen Enden der Spargelstangen 1 cm abschneiden. Den Spargel
im unteren Drittel schälen. Olivenöl, Abrieb der Zitrone mit
Zitronensaft und Zucker vermengen und den Spargel darin 30 Minuten
marinieren.

Den Spargel in einer feuerfesten Schale auf den Grill legen und mit
geschlossenem Grill-Deckel 15 Minuten bei mittlerer Hitze grillen. 5
Minuten vor dem Ende der Grillzeit die Butter zufügen und mit Salz
und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Den Consorcio Serrano Schinken auf den Grillrost legen und jeweils 1
Minute von jeder Seite bei kleiner Hitze grillen.

Zum Servieren den Spargel mit den knusprigen Schinkenstücken
bestreuen und der Zitronenbutter nappieren. Dazu reichen Sie
gegrilltes Brot oder Baguette.