Bierfestival in Brügge

Flüssiges Weltkulturerbe

Erst vor wenigen Wochen wurde die belgische Bierkultur mit dem Prädikat des immateriellen Weltkulturerbes geadelt. Wer dies zum Anlass nehmen möchte sich mit der Vielfalt der Gerstensäfte vertraut zu machen, findet in Brügge einen perfekten Rahmen: Beim örtlichen Bier-Festival stellen am 4. und 5. Februar rund 100 Brauereien ihre Kreationen vor.

Die zehnte Auflage des Brügger Bierfestivals findet in den historischen Stadthallen im Belfort sowie auf dem angrenzenden Marktplatz statt. Dort werden nach aktuellem Stand nicht weniger als 456 verschiedene Bierspezialitäten ausgeschenkt. Die Vielfalt klassischer Varianten reicht vom kühlen Blonden über das Kriek bis zu in Klöstern gebrauten Trappistenbieren und spontan vergorenem Lambiek. Doch auch Modeprodukte wie das IPA oder das Stout sind in großer Vielfalt vorhanden. Das ultimative Schwergewicht hört auf den Namen Leviathan und hat 14 Prozent Alkohol.

Der Zutritt zum Bierfestival ist kostenlos, zur Verkostung können zu Preisen ab 15 Euro verschiedenen Pakete erworben werden.

4. und 5. Februar 2017

www.brugsbierfestival.be

Glyphosat in Bier

Der Verein „Münchner Umweltinstitut“ berichtet in einer am 25. Februar 2016 veröffentlichten Pressemitteilung über Spuren des Pflanzenschutzmittelwirkstoffes Glyphosat in Bier.

Dazu erklärt der Deutsche Brauer-Bund:
Wie das Umweltinstitut in seiner Veröffentlichung selbst feststellt, finden sich Spuren von Glyphosat „inzwischen fast überall“. Glyphosat ist seit Jahrzehnten als Wirkstoff in einer Reihe von in Deutschland und weltweit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln enthalten, aus deren Anwendung sich bekanntlich Rückstände in Ernteprodukten und Lebensmitteln ergeben können. Unzählige Studien haben diese Spuren für gesundheitlich unbedenklich erklärt.

Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft die in Lebensmitteln nachgewiesenen Spuren wie andere europäische und internationale Institute als gesundheitlich unbedenklich ein. Der Deutsche Brauer-Bund vertraut der Einschätzung der unabhängigen Wissenschaftler. Als zuständige Behörde hat das BfR eine aktuelle Stellungnahme zum Test des Umweltinstitutes herausgegeben, die im Inter- net veröffentlicht ist: http://www.bfr.bund.de/cm/343/vorlaeufige-einschaetzung-zu-gehalten-von-glyphosat-in-bier.pdf

Der DBB weist den Vorwurf des Umweltinstitutes, die Brauereien würden ihre Rohstoffe nicht ausreichend kontrollieren, als absurd und völlig haltlos zurück. Die Brauereien in Deutschland betreiben – ebenso wie die vorgelagerten Stufen der Malz- und Hopfenerzeugung – einen hohen Aufwand, um die vier natürlichen Rohstoffe Wasser, Malz, Hopfen und Hefe, die nach dem Reinheitsgebot zum Brauen verwendet werden, auf mögliche Schadstoffe zu kontrollieren.

So hat der Deutsche Brauer-Bund ein eigenes Monitoringsystem für Braumalz. Unser Monitoring zeigt, dass die gemessenen Werte stets deutlich unter den Höchstgrenzen liegen. Zu keiner Zeit konnten Überschreitungen der zulässigen Rückstandshöchstwerte bei Glyphosat festgestellt werden. Daneben gibt es staatliche Kontrollen und weitere Eigenkontrollen der Brauereien, die dafür Sorge tragen, dass keine Schadstoffe Eingang finden in die Produktion.

Die vom Umweltinstitut verbreiteten Testergebnisse sind deshalb nicht nachvollzieh- bar und nicht glaubwürdig. Da uns weder die vollständige Untersuchung vorliegt, noch die Analysemethoden hinreichend belegt wurden, müssen wir die Seriosität der Untersuchung ernsthaft in Zweifel ziehen. Auch das dargestellte „Ranking“ der Biere ist absolut unseriös, stellt doch das Umweltinstitut selbst fest, dass der Test nur auf einer „kleinen Anzahl von Proben“ beruht und „keine generelle Aussage über die Belastung des Bieres einer bestimmten Marke“ zulässt.

Selbst wenn die vom Umweltinstitut behaupteten Glyphosat-Werte im Einzelfall zutreffen würden, was wir mit Blick auf unser Monitoringsystem und die fragwürdigen Methoden der jüngsten Studie bezweifeln, müsste ein Erwachsener nach Einschätzung des BfR an einem einzigen Tag 1000 Liter Bier trinken, um ein gesundheitliches Risiko durch Rückstände einzugehen. Dieser Umstand ist auch dem Umweltinstitut bekannt. Trotzdem spricht es wider besseren Wissens von einer „gesundheitsschädigenden Wirkung selbst in kleinsten Mengen“.

Der Münchner Verein möchte mit seiner Veröffentlichung offensichtlich Einfluss neh- men auf die für Anfang März 2016 vorgesehene Entscheidung der EU-Staaten über die Verlängerung der Zulassung für Glyphosat, welche von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach umfangreichen Untersuchungen befürwor- tet wird. In den vergangenen Tagen erst hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung Entwarnung hinsichtlich möglicher Glyphosat-Rückstände in Muttermilch gegeben und eine zuvor veröffentlichte Studie als falsch widerlegt. Diese Studie hatte sich derselben Analysenmethode bedient wie jetzt das Münchner Umweltinstitut.

Fragen und Antworten
Wie können Glyphosat-Spuren in Getreide und damit in Biere gelangen?
Bier wird in Deutschland aus den natürlichen Rohstoffen Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut. Malz wird aus Getreide gewonnen. In Deutschland ist der Einsatz von Glyphosat beim Anbau von Getreide zu Brauzwecken nicht zugelassen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Glyphosat-Rückstände auch in Braugetreide oder Braumalz nachweisen lassen, da diese entweder durch Abdrift von zu- lässigen Anwendungen auf benachbarten landwirtschaftlichen Flächen oder den im Ausland bei Braugetreide teilweise zulässigen Einsatz von glyphosathaltigen Produkten verursacht sein können. Da die deutsche Landwirtschaft allein nicht in der Lage ist, den Braugerstenbedarf der deutschen Brauereien zu decken, werden ca. 50 Prozent des hierzulande verwendeten Braugetreides bzw. Braumalzes aus dem Ausland, vor allem Frankreich und Dänemark, importiert.

Geht von Glyphosat-Spuren in Bieren eine Gesundheitsgefahr aus?
Das zuständige Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft die bisher in Lebens- mitteln nachgewiesenen Spuren wie andere europäische und internationale Institute als gesundheitlich unbedenklich ein. Laut BfR wären „selbst die höchsten aus den Medien bekannten Gehalte (30 Mikrogramm pro Liter) so niedrig, dass die hieraus rechnerisch resultierende Aufnahmemenge bei einem Erwachsenen (60 kg Körpergewicht) mehr als 1000-fach niedriger liegen würde als die derzeit als unbedenklich geltende lebenslänglich duldbare (ADI) oder einmalig duldbare (ARfD) tägliche Aufnahmemenge.“ Um gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat aufzunehmen, müsste ein Erwachsener laut BfR an einem Tag rund 1000 Liter Bier trinken. Glyphosatgehalte von 30 Mikrogramm pro Liter Bier stellen nach dem derzeitigen Stand des Wissens kein gesundheitliches Risiko dar, so das BfR in seiner Stellungnahme (vgl. http://www.bfr.bund.de/cm/343/vorlaeufige-einschaetzung-zu-gehalten-von-glyphosat-in-bier.pdf )

Was tut die deutsche Brauwirtschaft, um Glyphosat-Einträge zu vermeiden?
Um höchstmögliche Sicherheit und Qualität des in den deutschen Brauereien einge- setzten Malzes zu gewährleisten, unterhält der Deutsche Brauer-Bund ein eigenes Monitoringsystem für Schadstoffe in Braumalz, das auch Untersuchungen auf Rück- stände von Glyphosat beinhaltet. Das Monitoring zeigt, dass die in den deutschen Brauereien eingesetzten Malze ganz überwiegend frei von Glyphosat-Rückständen sind. Sofern sich in Einzelfällen Glyphosat feststellen lässt, liegen die Befunde um mehr als den Faktor 100 unterhalb der zulässigen Rückstandshöchstgrenze von Gerste und damit weit im Bereich des absolut Unbedenklichen. Die europaweit gesetzlich festgelegte Rückstandshöchstgrenze für Glyphosat in Gerste beträgt 20 mg/kg und in Weizen 10 mg/kg.

Bei der Verwendung von vermälztem Getreide bzw. Malz in Bier ergibt sich, im Vergleich zum direkten Verzehr von Getreide, eine beachtliche Verdünnung. Analysen zeigen, dass im Falle einer möglichen Belastung lediglich zwei Prozent des ursprünglich auf der Gerste befindlichen Glyphosats letztlich bis ins Bier gelangen können. In
der Praxis werden mehrere Partien von Gerste vermischt und die Biere aus verschiedenen Malzen hergestellt. Auch vor diesem Hintergrund erscheinen die behaupteten Testergebnisse nicht plausibel.

Welche Richtwerte gibt es?
Die vom Münchner Umweltinstitut beauftragte Studie erscheint schon deshalb fragwürdig, weil sie das gebraute Bier – ein Lebensmittel, das aus Getreide hergestellt wird – unzulässigerweise mit Trinkwasser vergleicht. Auch wird hier von einem „Grenzwert“ gesprochen, obwohl es für Trinkwasser lediglich einen „Vorsorgewert“ gibt, der aber keinerlei Aussage zur gesundheitlichen Bedeutung trifft. Im Übrigen ist selbst der Vorsorgewert für Babynahrung um den Faktor 100 höher als jener für Trinkwasser.

Was regelt das Reinheitsgebot?
Im Unterschied zu Brauereien in Europa dürfen deutsche Brauereien für Bier, gebraut nach dem Reinheitsgebot, bis heute keine künstlichen Aromen, keine künstlichen Farbstoffe, keine künstlichen Stabilisatoren, keine Enzyme, keine Emulgatoren und auch keine Konservierungsstoffe verwenden. Das Bierbrauen bleibt nach wie vor auf die Verwendung der vier natürlichen Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe beschränkt. Alle Rohstoffe unterliegen einer kontinuierlichen und umfassenden Rückstands- und Schadstoffkontrolle über alle Verarbeitungsstufen.

www.reinheitsgebot.de

Craft Frankfurt

Rock’n’Roll und zurück zum Ursprünglichen: Das ist das Herz der Craft Frankfurt, dem Festival für Bier, Street Food & more, das vom 25. bis 27. September die Kasinos der Frankfurter Jahrhunderthalle in eine Insel des handgemachten Geschmacks verwandelt. In den anmutigen Hallen mit dem Charme der 50er und 60er Jahre findet die Craft ihr passendes Zuhause. Auf über 3000 Quadratmetern In- & Outdoor entsteht eine kleine Parallelwelt aus regionalen und überregionalen Brauereien, Food Trucks, Restaurants, leidenschaftlichen Winzern und enthusiastischen Biershops. Sie alle verbindet eine Leidenschaft für „handgemachte“ Köstlichkeiten abseits industriellen Mainstreams. Die Craft ist für Liebhaber ursprünglichen Genusses mit einer Neugier für Trends und der Lust, Wiederentdecktes, Neuerfundenes und Liebgewonnenes nach Herzenslust zu verkosten. Falls jemand nicht genug bekommen kann: Die Produkte der Aussteller kann man vor Ort zu vergünstigten Konditionen kaufen.

Die Craft ist dabei weit entfernt von der üblichen
Volksfestatmosphäre. Jeder Aussteller gestaltet einen individuellen Stand, in den Tastings geben „Craft-Experten“ ihr Wissen weiter und Straßenmusiker verwandeln das Festival in eine authentische Food-Utopie-Stadt. Echte Craft-Fans feiern natürlich am Freitag und Samstag gemeinsam mit den Ausstellern auf den Aftershow-Partys.

Die CRAFT kostet 5,- € Eintritt, hierfür gibt es eine Wertmarke für die erste Kostprobe an den gekennzeichneten Ständen.

Aussteller können sich derzeit noch mit ihren Produkten und einem Standkonzept bewerben. Damit auch Hobbyköche und Kleinstunternehmen die Vielfalt der Craft bereichern, gibt es für diese Aussteller auf Anfrage Sonderkonditionen. Einzige Voraussetzung: Erstklassige Produkte, Verzicht auf großindustrielle Verfahren und Bock auf den Craft-Spirit.

Was ist Craft?
Der Begriff „Craft“ steht für Handgemachtes bzw. Ursprüngliches, in Abgrenzung zu maschineller oder zumindest industrieller Produktion – dies schließt kreative Interpretationen ursprünglicher Gerichte und Getränke natürlich ein. Vor allem kleinere Brauereien grenzen sich mit der Bezeichnung „Craft Beer“ von den etablierten Brauereien ab. Inspiriert durch die Liebe zum Ursprünglichen folgten Restaurants, kleinere Lebensmittelhersteller und bei- spielsweise Produzenten von Naturwein dem Beispiel der Brauereien. Mittlerweile versam- melt der Begriff „Craft“ alles was sich rund um kulinarische und ursprünglich produzierte Genüsse und Produkte dreht.

Die Aussteller
Eine Liste der bereits zugesagten Aussteller findet man auf der Homepage unter den Kategorien Craft Beer und Street Food: www.craft-frankfurt.de.

Terminübersicht
25. September: 16 bis 23 Uhr Festival, 22 Uhr Aftershowparty
26. September: 10 bis 23 Uhr Festival, 22 Uhr Aftershowparty
27. September: 10 bis 18 Uhr Festival

Die Location
In der Höchster Jahrhunderthalle verbirgt sich – selbst von vielen Frankfurtern bisher unentdeckt – ein kleines Juwel. Die Räume des Kasinos sind alle noch im ursprünglichen Stil der 50er und 60er Jahre gestaltet. Damit bieten sie die passende Bühne für ein Festival ur- sprünglichen unverfälschten Geschmacks. Der Außenbereich bietet zusätzlichen Platz für BBQ und Outdoor-Tastings. Rund 3000 Quadratmetern stehen den Ausstellern insgesamt zur Verfügung. Das Konzept der Craft Frankfurt erfordert dabei von jedem Aussteller ein individuelles Standkonzept mit ebenso individuellem Design. So wird die Craft nicht zum üblichen Volksfest, sondern eine kleine utopische Parallelwelt.

Die Initiatoren
Die Betreiber der Frankfurter Restaurantbar „naÏv“ haben sich von Anbeginn dem Verkauf von Craft Beer verschrieben, um mehr Vielfalt in die Hauptstadt des Apfelweins zu bringen. Folgerichtig eröffneten sie neben dem Restaurant einen Craft Beer Shop mit Biertastings – eine Innovation in Frankfurt. Als Veranstalter großer Musikfestivals mit bis zu 10.000 Gästen, war es zur Craft-Festival-Idee nur noch ein kleiner Schritt. Ziel ist es, die Craft Frankfurt als dauerhafte Veranstaltung in der Rhein-Main-Region und bundesweit zu etablieren.

Scottsdale Ale Trail, Arizona

Scottsdales Brauereien freuen sich auf deutschen Bierfans

Scottsdale‘s Ale Trail gehört zu einem Besuch der besonderen Stadt inmitten der Sonorawüste Arizonas einfach dazu. Gerade die deutschen Bierliebhaber, die auch gerne einmal regionale Spezialitäten anderer Länder probieren möchten, kommen hier voll auf Ihre Kosten. Beginnen kann man zum Beispiel hervorragend im Sip Coffee & Beer House. Das Restaurant mit Bar bietet eine ungewöhnliche Kombination von lokaler Kaffeeröstungen wie dem Cartel Coffee Lab, einem Kaffeeröster in Tempe und Scottsdale und regionalen Bierspezialitäten, wie der Dragoon Brewing in Tucson oder der Papago Brewing in Scottsdale.

Nur zwei Minuten entfernt wartet schon das Union Barrelhouse auf seine Gäste. Die erste Nanobrauerei Scottsdales bietet gleich fünf hausgemachte Biere. Im Anschluss erwartet Gäste dann das Two Brothers, eine familiengeführte Brauerei aus Naperville / Illinios. Die Brauerei bietet ganzjährig acht Biere an, zudem ganze acht Saisonbiere. Dabei haben sich die beiden Brüder durch mehrere Aufenthalte in Europa, wie Belgien, Frankreich oder auch Deutschland inspirieren lassen, was man in ihren Bieren zweifelsohne wiedererkennt.

Danach geht es am Besten in die Bad Water Brewing, einem Schankraum mit 30 Sitzplätzen. Keine Angst, der Name ist nicht Programm. Wem das noch nicht reicht, dem sei versichert, dass sich die Anzahl an Brauereien in der Innenstadt Scottsdales weiterhin ständig erhöht. So kommen noch die Goldwater Brewing sowie die Scottsdale Beer Company und die Fate Brewing hinzu.

Alle Infos und Adressen zum Scottsdale Ale Trail www.experiencescottsdale.com/neuigkeiten-aus-scottsdale-arizona-fruhjahr-2015/

Bier aus dem Norden

Neue Geschmackskreationen aus Hopfen und Malz, die gibt es am Sonntag, dem 28. Juni, im Freilichtmuseum am Kiekeberg zu probieren. Bei „Bier aus dem Norden“ präsentieren 30 kleine Brauereien von 10 bis 18 Uhr ihre neuen Sorten. Über 100 verschiedene Sorten bringen die Braumeister mit an den Kiekeberg. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro.

Das besondere Bier hebt sich durch seinen individuellen Geschmack ab. Fachleute und Fans kommen an diesem Tag zusammen, um sich über Geschmacksrichtungen und Zutaten auszutauschen und miteinander zu klönen. Die regionalen Biere sind Ausdruck handwerklicher Braukunst. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg können die Besucher verschiedene traditionell hergestellte Biersorten probieren und kaufen.

„Ein deutlicher Trend geht zum Craft Beer“, erklärt Stefan Seufert, Organisator des Aktionstages. Als „Craft Beer“ werden Biere bezeichnet, bei denen ehrgeizige und experimentierfreudige Brauer intensiven Biergeschmack erschaffen. „Bei ihren Bieren lassen sich die eingesetzten Rohstoffe Malz und besonders Hopfen oft viel deutlicher herausschmecken, als das bei den üblichen Fernsehbieren der Fall ist“, so der Experte.

Besucher können sich nach dem Bier-Genuss im Rösterei-Café Koffietied und im Museumsgasthof Stoof Mudders Kroog bei herzhaften norddeutschen Spezialitäten stärken.

www.kiekeberg-museum.de
www.facebook.com/kiekeberg

2015 ist das Jahr des Bieres

Die Anzahl handwerklich hergestellter Biere ist kaum irgendwo größer als in Flandern. Um dieses Kulturgut zu wahren, haben sich traditionsreiche Brauereien zum Verbund der Belgian Family Brewers zusammengetan. Außerdem trauen sich immer mehr Frauen an die hohe Kunst des Brauens.

Doch die flämische Bierlandschaft ist besticht nicht nur durch eine sympathische Kleinteiligkeit: So beherbergt Leuven mit AB InBev den weltweit größten Brauereikonzern. Antwerpen freut sich zudem auf den Sommer, wenn in der Brauerei De Koninck mit „The Beer Experience“ ein Erlebniszentrum neuer Art öffnet.
Gründe genug, das Jahr 2015 zum Jahr des Bieres auszurufen.

Das Bier-Festival Zythos in Leuven
Leuven rühmt sich gerne, die Welthauptstadt des Bieres zu sein. Nie trifft diese stolze Behauptung mehr zu, als während des Bier-Festivals Zythos. Am Wochenende vom 24. bis 26. April präsentieren rund 100 Brauereien aus ganz Belgien mehr als 500 Biere. Dabei kommen überwiegend regionale Spezialitäten und Raritäten aus dem Zapfhahn.

Das Festival wird vom nationalen Verband der Bierliebhaber organisiert und findet in der Brabanthalle statt, der Eintritt ist kostenlos. Die Verkostung ist auf den Samstag und den Sonntag beschränkt.

In der historischen Innenstadt von Leuven finden zudem zahlreiche Veranstaltungen rund um die Themen Bier und Gastronomie statt, die bereits am Freitag beginnen.

24.-26. April 2015
www.zbf.be

Es bieret in Dänemark

Nordisches Gourmetland präsentierte 2014 mehr als 1.100 neuen Biersorten – Zwei dänische Brauereien in World-Top-10 – „P-dag“ für Osterbräu 2015

Dänische Biere gehören zu den besten der Welt. Auf der jetzt veröffentlichten Liste der zehn besten Biere führt die internationale, unabhängige Bier-Website www.ratebeer.com erstmals gleich drei Brauereien aus dem kleinen Königreich unter den Top 10. Die höchste Platzierung erreichte dabei die Brauerei Mikkeller aus Kopenhagen, die die Mitglieder der RateBeer-Community auf Platz drei wählten. Die Brauerei von Braumeister Mikkel Borg Bjergsø gehört mit innovativen Biersorten wie dem „Beer Geek Breakfast“, einer Art komprimiertem „Frühstück“ für Bierliebhaber mit Hafer und Kaffee als Zutaten, und anderen spannenden Sorten zu Dänemarks angesagtesten Trendsettern für Genießer. Einen ausgezeichneten neunten Platz unter den besten Brauereien weltweit vergaben die Experten von RateBeer an die Hausbrauerei To Øl, die ebenfalls in der dänischen Hauptstadt zuhause ist. Genau betrachtet geht auch Platz sieben an Bierkultur aus Dänemark: Die Brauerei Evil Twin Brewing in New York wird von Mikkel Borg Bjergsøs Zwillingsbruder Jeppe Jarnit-Bjergsø betrieben.
Dänemark hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der bekanntesten Reiseländer für Genießer entwickelt – mit Neuer Nordischer Küche und dem Restaurant noma in Kopenhagen als lange bestem Restaurant der Welt als besondere Markenzeichen. Dass im anerkannten EU-Weinanbauland Dänemark auch das traditionelle Bier eine Renaissance erlebt, wissen oft nur Kenner. Tatsächlich gibt es neben den Weltmarken Tuborg und Carlsberg aktuell rund 120 Brauereien über das ganze Königreich verteilt, von denen die meisten individuelle Haus- und Mikrobrauereien sind. Damit ist Dänemark das Land in Europa, das die meisten Brauereien per Einwohner hat.
Im vergangenen Jahr stellte das Biergenussland Dänemark zudem einen neuen Rekord auf: Insgesamt wurden 2014 nicht weniger als 1.108 neue Biere vorgestellt – das sind drei pro Tag. Das hat die dänische Fan-Homepage www.beerticker.dk kürzlich errechnet. Auch hier liegt das Brauhaus Mikkeller mit 137 neuen Variationen vorn. Mit Abstand folgen Ølsnedkeren (75 neue Biere) und Nørrebro Bryghus (38), ebenfalls aus Kopenhagen. Den besten Überblick über die dänische Biervielfalt erhält man übrigens am „Tag der Brauereien“, der Mitte Juni stattfindet.

Ein weiteres Bier-Highlight feiert Dänemark schon in wenigen Wochen: Am landesweiten „P-dag“ präsentiert Tuborg sein diesjähriges Påskebryg – das traditionelle dunkle Osterbräu wird seit 1913 gebraut und heißt im Volksmund „Kylle Kylle“ nach dem gelben Küken auf dem Flaschenetikett. Vorgestellt wird das 5,6-prozentige Bier am 6. März.

www.tuborg.de
www.visitdenmark.de

Craft Beer

Craft Beer ist zurzeit in aller Munde. Wie reagieren die bayerischen Bierbrauer auf diesen Trend? Ist das Bayerische Reinheitsgebot hiermit überholt? Walter König, Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, erklärt, warum Craft-Beer in Bayern schon lange Tradition hat und warum die Bierbrauer ihre Kreativität derzeit ausleben wie noch nie.

Seminare, Aktionsbühne, Verkostungen: Auf der FOOD & LIFE können Messebesucher vom 26. bis 30. November das Trendthema „Craft Beer“ hautnah erleben. Der Bayerische Brauerbund, ideeller Partner der Messe, stellt zwölf Brauereien vor, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre charaktervollen Bierspezialitäten mit nach München bringen. Im Interview erklärt Walter König, Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, wie man den amerikanischen Begriff „Craft Beer“ in Bayern einordnen kann.

Die „Craft-Beer-Bewegung“ hat Deutschland erreicht. Wie reagieren die bayerischen Bierbrauer auf diesen Trend?
König: Ganz unterschiedlich. Für viele Brauer ist Craft Beer ein neuer Begriff für das, was sie schon immer gemacht haben. Andere Brauer sehen diesen Trend eher als Aufforderung. Das heißt, die Braukunst dem Verbraucher neu zu demonstrieren, Kreativität auszuleben und andere Wege zu gehen, ohne jedoch die Grenzen des Bayerischen Reinheitsgebots aufzuweichen.

Was macht einen Craft-Beer-Hersteller aus?
König: Craft bedeutet eigentlich handwerklich. In Deutschland kann man eine „Craft Brewery“ nicht wie in den USA an der Größe der Brauerei, an deren Besitzverhältnissen oder an dem Grad der Automatisierung festmachen. Denn nicht einmal in der kleinsten Brauerei in Bayern rührt der Braumeister seinen Sud noch mit dem „Kochlöffel“ um. Craft Beer ist, meiner Meinung nach, eine Haltung und eine Leidenschaft zur Herstellung des Bieres. Diese beginnt bei der Rohstoffauswahl: Wo bekomme ich dauerhaft und nachhaltig meine Hopfen- oder Gerstensorten, um mein ganz besonderes Bier zu brauen? Wie bringe ich neue Geschmacksrichtungen in meine Biere, ohne das Reinheitsgebot zu missachten? Monatelang testen die Brauer ihre neuen Kreationen, bevor sie sie auf den Markt bringen. Hier sprechen wir auch von Craft Beer in Deutschland und in Bayern.

Inwieweit dürfen die Brauer experimentierfreudig sein, ohne das Reinheitsgebot zu verletzen? Welche Möglichkeiten haben sie?
König: Die Kreativität innerhalb des Bayerischen Reinheitsgebots ist immens! Brauer setzen auf besondere Hopfen- und Malzsorten. Wir verfügen hierzulande über sehr viele Malzsorten – vom sehr hellen Pilsenmalz bis hin zum tiefschwarzen Röstmalz, das wie Kaffee aussieht. Und es gibt immer wieder innovative Mälzungs- und Darrverfahren, die ganz neue Aromen ins Bier bringen. Neu Kreuzungen in der Hopfenzüchtung bringen Zuchtstämme hervor, die ganz natürlich für fruchtige oder gewürzartige Noten im Bier sorgen. 50 Malzsorten und ca. 40 Hopfensorten – hier wird die Bandbreite immer größer – hunderte von Hefestämmen geben dem Bier über die Gärung verschiedene geschmackliche Komponenten. Die Bierbrauer haben somit innerhalb des Reinheitsgebots viele Möglichkeiten noch gar nicht ausprobiert, so dass sie noch tausende Biere machen können, die wir noch nicht kennen.

Bayern besitzt eine Vielfalt an Brauereien, die handwerklich arbeiten. Warum werden ihre Biere nicht als „Craft-Biere“ bezeichnet?
König: Bayern hat mit über 40 Biersorten und darunter unzählige regionale und saisonale Spezialitäten sogar die größte Biervielfalt auf der ganzen Welt! Nun kommt die Craft-Beer-Welle aus Amerika herübergeschwappt. Der Verbraucher hierzulande denkt, dass nur Biersorten wie Ales, Indian Pale Ale (IPA), Porters, Stouts, hopfengestopfte Biere oder Sauerbiere zu den sogenannten Craft-Bieren gehören. Sie schließen die Biersorten aus, die in Bayern lange Tradition haben. Aber unsere traditionellen Bierspezialitäten gelten ebenso als Craft-Biere. Sobald man Deutschland verlässt, wird das auch so gesehen – vor allem in Ländern, die bayerisches Bier importieren.

Der Bayerische Brauerbund stellt auf der FOOD & LIFE zwölf Brauereien vor. Können Messebesucher hier Craft-Biere bzw. ausgefallene Biere verkosten? Wenn ja, welche?
König: Viele Verbraucher trinken Bier, nicht weil sie Durst haben, sondern weil sie den besonderen Geschmack von Spezialbieren schätzen. Charaktervolle Biere von lokalen Brauereien werden auch immer mehr gefragt. Auf der Messe stellen die Brauereien traditionelle Biere aber auch Spezialbiere vor. Das Riedenburger Brauhaus zum Beispiel präsentiert ein hopfengestopftes, mit Ale-Hefe vergorenes obergäriges Bier in zwei Stärkevarianten. Die Neumarkter Lammsbräu ist eine Bio-Braurerei, die auch mit Hopfenaromen angereicherte Biere anbietet. Die Schlossbrauerei Herrngiersdorf hat eine neue Bierkreation, den „Hallertauer Hopfen-Cuvée“, die mit vier Aromahopfen hergestellt wird. Weißbräu Unertl und Bräu im Moos haben besondere Weißbiere, die innerhalb dieser Craft-Beer-Bewegung entwickelt wurden. Und das sind nur ein paar Beispiele!

„Reinheitsgebot für Bier – Wozu eigentlich noch?“ lautet der Titel Ihres Vortrags am 29. November auf der Aktionsbühne der FOOD & LIFE. Brauchen wir das Reinheitsgebot noch?
König: Ja, es ist sogar mehr Wert den je! Doch gerade vor dem Hintergrund der Craft-Beer-Bewegung kommt immer wieder die Frage auf, ob das Reinheitsgebot noch zeitgemäß ist oder ob es ein Bremsklotz für die Kreativität darstellt. Diese Frage sprechen wir ganz offen an. Ich sehe das Bayerische Reinheitsgebot als den Grundstein für den guten Ruf, den das bayerische Bier weltweit genießt. Über 20 Prozent des Biers, das in Bayern produziert wird, geht ins Ausland. Dieser Exportanteil steigt von Jahr zu Jahr. Es gibt viele Lebensmittelhersteller und Länder, die uns um das Reinheitsgebot beneiden, auch wenn es manche für überholt halten. Brauereien, die ein Spezialgetränk wie Frucht- oder Gewürzbier herstellen wollen, können das im Zuge eines Biermischgetränks tun, dürfen es halt nicht Bier nennen. Denn Bier soll in Bayern ein unverfälscht reines Getränk bleiben, bei dem man nicht erst die Zutatenliste lesen muss.

Auf der Messe bieten Sie zwei Seminare zum Thema „Craft-Biere – Vielfalt nach dem Reinheitsgebot“ an. An wen richten sich die Seminare und was erwartet die Besucher dort?
König: Das Seminar richtet sich an interessierte Verbraucher, die sich dem Genuss von Bier öffnen wollen. Hier erläutere ich die Herstellungsverfahren mehrerer kreativer Bierspezialitäten und verkoste mit den Teilnehmern die Geschmacksunterschiede verschiedener Biersorten, die aus der Rohstoffauswahl und dem Brauverfahren entstehen. Bei dieser Verkostung wird auch anschaulich, welche Biervielfalt innerhalb des Bayerischen Reinheitsgebots hergestellt werden kann. Den Teilnehmern garantiere ich einen richtigen Aha-Effekt!

Die Seminare zum Thema „Craft-Biere – Vielfalt nach dem Reinheitsgebot“ auf der FOOD & LIFE finden am Samstag, 29. November um 15 Uhr und am Sonntag, 30. November um 16.30 Uhr statt.

Interessierte Besucher können bereits ihren Platz sichern und Tickets unter http://www.food-life.de/seminare-workshops kaufen. Der Vortrag zum Thema „Reinheitsgebot für Bier – Wozu eigentlich noch?“ findet am Samstag, 29. November um 17 Uhr auf der Aktionsbühne in Halle C3 statt. Weitere Informationen zum Thema Bier und Biergenuss auf der FOOD & LIFE unter www.food-life.de/themenspecial-die-welt-der-biere.

Die FOOD & LIFE findet vom 26. bis 30. November 2014 in der Halle C3 auf dem Messegelände München statt. Sie ist täglich von 9:30 bis 19 Uhr geöffnet. Messebesucher können ihre Tickets über das Internet erwerben und dabei zwei Euro sparen. Die Tickets berechtigen auch zum Eintritt der parallel stattfindenden Heim+Handwerk. We
itere Informationen im Internet unter www.food-life.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/FOOD.LIFE.MESSE.

Die FOOD & LIFE ist seit 2004 Treffpunkt für Genießer aus Süddeutschland, Österreich, Schweiz und Italien. Die Verkaufsausstellung richtet sich an Feinschmecker und ernährungsbewusste Verbraucher. Über 200 Aussteller stellen ihre Köstlichkeiten vor und informieren über Herkunft und Herstellung der Erzeugnisse. Zudem bietet die FOOD & LIFE Koch- und Produktvorführungen, Seminare und Expertendiskussionen zu aktuellen Fragen rund um das Thema Ernährung. Die Messe wird im jährlichen Turnus von der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH veranstaltet und findet auf dem Messegelände München parallel zur Heim+Handwerk statt.

Neue Bier-Touren rund um Bad Staffelstein und in Kulmbach

Auf den Spuren des Gerstensafts in Franken:

„Heimat der Biere“ nennt sich Franken selbstbewusst. Auch die einzelnen Regionen sorgen mit immer neuen Angeboten dafür, dass dieses Motto zu Recht getragen wird. Aktuell hat der Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein den „Brauereiführer Bad Staffelstein“ herausgegeben. Neben einer Übersicht über die zehn Brauereien im Stadtgebiet liefert die erstmals aufgelegte Broschüre Vorschläge für Wander- und Radtouren rund um die Gerstensaft-Manufakturen. Etwas weiter östlich heißt es „Hopfen und Malz – Kulmbach erhalt’s“. Die geschichtsreiche Stadt bietet Bier-Liebhabern seit kurzem eine nicht ganz bierernste musikalische Führung rund um das weitgeschätzte Getränk.

Neue Bierrouten und Pauschalangebote in Bad Staffelstein
Im „Gottesgarten am Obermain“, wie die Region um Bad Staffelstein auch genannt wird, stellen kleine Hausbrauereien ihr Bier vor allem für den Ausschank in der eigenen Gaststätte her. Die zehn Brauereien liegen inmitten malerischer Dörfer und Ortschaften rund um das Heilbad, darunter das von der barocken St. Ägidius-Kirche dominierte Frauendorf mit der Brauerei Hetzel. Jeweils gleich zwei Brauereien vorweisen können Stublang und Wiesen, das bei dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ unter die schönsten Orte Bayerns gewählt wurde. Oberhalb der berühmten Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen liegt die Brauerei Trunk, die hier den süffigen „Nothelfertrunk“ produziert.

Um die Schönheiten der Umgebung mit dem Drahtesel oder per pedes zu erkunden stellt der aktuelle Brauereiführer vier neue Wander- und drei Radwege mit unterschiedlichen Längen vor. Die kürzeste Strecke zu Fuß beträgt dabei neun Kilometer, zehn Kilometer die mit dem Drahtesel. Wer alle zehn „Biertempel“ auf diese Weise besuchen will, braucht etwas Ausdauer, denn zwischen allen Brauereien sind rund 50 Kilometer zurückzulegen. Belohnt wird so viel Durchhaltevermögen mit einem Bierdiplom. Dieses bekommt überreicht, wer den in der Broschüre enthaltenen Stempelpass vollständig ausgefüllt vorweist. Zudem können Diplom-Inhaber den „10-Brauereien-Bierkrug“ zum Sonderpreis erwerben.

Für Bierliebhaber sind auch die ab Mai 2014 verfügbaren Pauschalangebote interessant, beispielsweise mit Verköstigungen und Brauereibesichtigungen. Die Pakete gibt es für Gruppen und Individualreisende. Sie können direkt bei den Brauereien gebucht werden. Um ausreichend Zeit für alle zehn Brauereien zu haben, empfiehlt sich die „Gottesgarten-Bierpauschale“. Sie beinhaltet neben vier Gutscheinen für ein „Seidla“ Bier (0,5 Liter) und dem „10-Brauereien-Bierkrug“ auch drei Übernachtungen mit Frühstück in einem Brauerei-Gasthof. Dieses Angebot ist buchbar bei Gasthof Dinkel und Brauerei-Gasthof Schwarzer Adler sowie den Brauereien Hetzel, Reichert, Trunk, Thomann und Staffelberg-Bräu. Es kostet ab 83 Euro pro Person zuzüglich Kurbeitrag im Doppelzimmer.

Nicht entgehen lassen sollten sich Liebhaber des „flüssigen Brots“ das Bierbrauerfest, das alljährlich am 15. August in Bad Staffelstein stattfindet. Am katholischen Feiertag Maria Himmelfahrt stellen alle zehn Brauereien ihre Spezialitäten bei deftigem Bierbrauer-Essen und stimmungsvoller Musik vor.

Erhältlich ist der „Brauereiführer Bad Staffelstein“* beim Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein – www.bad-staffelstein.de

Bier- und Schokoladenpfad

St. Petersburg/Clearwater überrascht Genussfreudige mit einem Bier- und Schokoladenpfad

Bier für die Männer, Schokolade für die Frauen – ein Klischee mit einem Fünkchen Wahrheit
Männer-Frauen-Klischees gibt es viele: Sie könne nicht einparken, er nicht zuhören. Über die Unterschiede im Denken, Handeln und den Vorlieben von Männern und Frauen wurde schon viel geschrieben. Dass sich die Vorlieben im Lieblingsgetränk, zumindest in Deutschland, unterscheidet, ist aber eindeutig bewiesen: Männer trinken laut einer Statistik von 2012 sieben Mal mehr Bier als Frauen. Aber es muss ja nicht immer Bier im heimischen Land sein – auch St. Petersburg/Clearwater hat eine florierende Craft Beer-Szene. Als Craft Beer bezeichnet man handwerklich gebrautes Bier.

Die US-Amerikanische Brauervereinigung definiert Craft Beer als Bier „von einem Brauer, der in kleinen Mengen und unabhängig von Konzernen auf traditionelle Weise braut“. Kleine Mengen bedeutet dabei allerdings ein Höchstmaß von 6 Millionen Barrel pro Jahr. Das entspricht 954.000.000 Litern Bier.

Die Urlaubsregion St. Petersburg/Clearwater in Florida erlebt zurzeit einen unvergleichlichen Boom dieser Craft Beer-Szene. Zu den 14 Brauereien gehört nicht nur der älteste Hersteller der Region in Dunedin, sondern auch die kleinste Mikrobrauerei, die R Bar auf Treasure Island. Die Braumeister in der 7venth Sun Brewery, einer der neuesten Brauereien Floridas, erweitern ihr Angebot durch das Hinzufügen lokaler Früchte. So reduziert sich der herbe Geschmack und es entsteht eine Art Schorle, ähnlich der Berliner Weiße, dem beliebten Weizenbier aus Deutschland. Der Name für das schmackhafte Getränk: Florida Weiße.

Also Männer, auf nach St. Pete, um die verschiedensten Brauereien entlang des sogenannten Craft Beer Trail zu entdecken. Los geht’s in Tarpon Springs, beendet wird der Weg in Treasure Island – genau eine Autostunde voneinander entfernt. Im Sonnenschein-Staat Florida macht das Bierverkosten mit vielen Gleichgesinnten gleich noch mehr Spaß! Bierverrückte und die, die es noch werden wollen, finden gleichermaßen Köstliches und Erfrischendes für jeden Geschmack. Hier ein paar Tipps, welche Brauereien Gäste sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten:

·        Die Balrey Mow Brewing Company in Largo ist ein kleines Wirtshaus mit 14 Zapfhähnen, das im Wechsel hausgemachtes Indian Pale Ale, ein starkes, helles Ale, Porter, ein dunkles Bier mit malzigem Geschmack und Stout, ein dunkles, obergäriges Schankbier mit herrlicher, cremefarbener Schaumkrone, anbietet.

·        Offiziell gilt die Cycle Brewing als erste Brauerei in Downtown St. Petersburg, das Brauhaus brauchte einige Monate, um Fuß zu fassen. Aber dann wurde es mit seinem Verkaufs- und Verkostungsraum im vorderen Teil und der Brauerei im hinteren ein absolutes Highlight. Und bei warmem Wetter wird auch gerne draußen Platz genommen. Ein Muss: Das Fixie und das Cream and Sugar Please.

·        Floridas älteste Brauerei, die Dunedin Brewery, lockt mit Live-Musik und einer reichhaltigen Speisekarte. Gär- und Maischbottiche ragen hinter der Bar hervor. Hier kommen besonders Liebhaber des schottischen Flairs auf ihre Kosten.

·        Die Green Bench Brewing Co. ist St. Petersburgs erste Mikrobrauerei. Aus einer roten Ziegelsteingarage von 1926 wurde eine Brauerei mit großem, familienfreundlichem Gartenbereich.

·        Die Lagerhaus Brewery in Port Orange ist eine Brauerei mit deutschem Einschlag, die in der fünften Generation von einer österreichischen Familie betrieben wird. Hier wird mit Lambic, einer belgischen Bierspezialität, experimentiert, außerdem werden herrliche Bierwürstchen hergestellt.

·        Die in Seminole gelegene Rapp Brewing Company wurde 2012 auf www.ratebeer.com als Floridas beste neue Brauerei ausgezeichnet. Hier können besonders deutsch angehauchte Biere verkostet werden.

Während die Herren ihrem Bierdurst frönen, kommen die Damen aber keineswegs zu kurz! Denn neben dem Craft Beer Trail existiert auch ein Chocolate Trail: Hier warten unzählige Schokoladenmanufakturen mit den köstlichsten Pralinen, Eissorten, Kuchen und vielem mehr auf Schokolade liebende Schleckermäuler:
·        Im Sweet Divas Chocolates in St. Petersburg wird der Gaumen mit in dunkler Schokolade umhülltem Karamell mit einem Hauch von Salz verwöhnt – umwerfend köstlich!
·        William Dean Chocolates in Belleair Bluffs hat sich auf die leckersten, handgemachten Pralinen mit liebevollem Design spezialisiert. Mit kunstvollen Mustern werden hier die Apple Pie-, Biscotti- oder auch Lavendelpralinen zum Augenschmaus.
·        Die Candy Bar in Dunedin verkauft hauptsächlich bio-, vegane, zucker- und glutenfreie Pralinen. In Dunedin befindet sich auch Strachan’s Ice Cream. Die Eiskarte lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen: Von Chocolate Brownie über Peanut Butter Chocolate Swirl über Cookies & Cream ist alles vorhanden.
·        Die Schakolad Chocolate Factory bietet alles an, was das Herz begehrt – und sogar noch mehr: Hier gibt es passend zu verschiedenen Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten und Ähnliches Champagnerflaschen und -gläser, Tischkärtchen, Bilderrahmen und vieles mehr – alles aus Schokolade. Der Besuch des Stores in St. Petersburg ist auf jeden Fall ein Muss!

So machen Männer- und Frauenklischees doch Spaß und am Abend dürfen sich beide dann wieder gemeinsam bei einem traumhaften Sonnenuntergang am Pier 60 in den Armen liegen.

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