Sonja Frühsammer

Die „Berliner Meisterköche“ des Jahres 2015 wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben. In sechs Kategorien wählte die unabhängige 14-köpfige Jury, bestehend aus Berlins führenden Food-Journalisten und -Kennern, die Preisträger aus. Die Auszeichnung „Berliner Meisterköche“ wird bereits zum 19. Mal von Berlin Partner vergeben. Damit wird Jahr für Jahr die enorme und steigende Zahl an Kochtalenten in der Hauptstadt sichtbar gemacht und aufs Neue aufgezeigt: In der Hauptstadtregion wird auf höchstem Niveau gekocht.

Der „Berliner Meisterkoch 2015“ ist Sonja Frühsammer aus Frühsammers Restaurant. Die Begründung der Jury lautet: „Nie überladen, weit ab von prätentiös, dafür leicht, elegant, mutig, fruchtig. Als Gruß aus der Küche kommt ein Süppchen aus tiefdunkler Kirsche und Tomate. Gefrorenes Mus von der Avocado wird mit Mojito-Creme und herrlich salzig-sauren Würfeln aus Salzzitronen-Gel gereicht. Die marinierten Gambas kombiniert sie mit Brandenburger Kohlrabi und süß-pfeffriger Papaya. Konsequent hat Berlins beste Köchin an Stil und Handschrift gefeilt und eine Küche entwickelt, die nun wahrhaft unverkennbar und in der Hauptstadt einzigartig ist. Auch Stummfilm-Star Fritzi Massary, in deren einstiger Villa und Wintergarten serviert wird, wäre stolz auf Berlins erste MeisterköchIN.“

Als „Brandenburger Meisterkoch 2015“ wurde Marco Giedow vom „Ferienhof Spreewaldromantik“ in Burg gewählt. Ihre Entscheidung begründet die Jury folgendermaßen: „Ehrlich, verständlich und einfach – aber mit Pepp“, so beschreibt Marco Giedow seine Küche. Wenn er am Herd steht, hat er den Anspruch, Regionales und Saisonales zum Geschmackserlebnis werden zu lassen – unverfälscht, ohne Schnickschnack, keine Extravaganzen! Und schon einmal hat er beeindruckt, als Chef am Herd in der „Alten Schule“ in Reichenwalde war er 2011 bereits einmal Meisterkoch. Nun ist er weitergezogen, hat sich weiterentwickelt, garniert seine Küche nun noch eleganter und gekonnter mit modernen Geschmacksakzenten und überraschenden Einschüben aus aller Welt. Zum zweiten Mal beweist sich Giedow als Baumeister und Architekt einer modernen und immer fantasievolleren Brandenburger Küche.“

Der Titel „Aufsteiger des Jahres 2015“ ging an Manuel Schmuck von MARTHA’S RESTAURANT“. Die Jury begründet ihre Entscheidung so: „Explosionsartig kreativ, wahrhaft wild! Die Kochbananen-Rösti mit glasiertem Schweinebauch und Bohnen-Koriander-Ragout kommen auf einem Backblech mit hellem Backpapier, das mit Strichen und Klecksen aus roter BBQ-Sauce und grünem Petersilienöl ganz à la Pollock bunt bemalt ist. Kalbszunge und Granny Smith werden mit violettem Senf und karamellisierten Senfkörnern serviert. Unser Aufsteiger des Jahres hat sich mit seiner Küche an die Spitze gleich einer Gruppe neuer, junger Köche in der Stadt gesetzt, die ihre Inspiration aus Berlins boomender Straßenküche zieht und Handwerk und Können aus teils größten Häusern mitgebracht hat. Manuel Schmuck war Souschef beim großen Daniel Achilles im „Reinstoff“.“

In der Kategorie „Berliner Gastgeber 2015“ ist die Wahl der Jury auf Barbara Merll aus dem „SKYKITCHEN Restaurant / Bar flavored by a.choice”, andel’s Hotel Berlin gefallen. Dazu die Jury: „Menschlich, sympathisch, professionell, immer ein Lächeln im Gesicht und eine Ur-Intuition dafür, was dem Gast denn nun gerade schmecken mag oder ihn beschäftigt. „Wie wär’s mit dem Kefirsüppchen mit Karotteneis und Karotten-Tapioka-Perlen – und ja, da hinten, das sind die beiden Türme am Frankfurter Tor!“ Schon als gute Seele im ehemaligen „a.choice“ hat sie begeistert. Nun, mit dem Umzug von Alexander Koppes Restaurant in luftige Höhe im Haus, in den 12. Stock mit Weitblick über die Stadt und in neuem, schick-legeren James-Bond-Design, wirkt sie noch befreiter, beflügelt. „Jeder Abend hier macht mir Spaß“, sagt unsere Gastgeberin 2015, „und wenn mal was schief geht, wird drüber gelacht.“ Genauso soll’s doch sein.“

Das „Berliner Szenerestaurant 2015“ ist in diesem Jahr die CORDOBAR. Dies erläutert die Jury so: „Weingenuss ohne Schwellenangst, dazu exzellente Küche – die mit Rote Bete, Feta und Wasabi-Mayonnaise-Klecksen „belegte“ „Blutwurstpizza“ ist schon Kult! Bedient wird in T-Shirt, Jeans. Auch belehren will man nicht, überzeugen schon; das 900 Positionen „dicke“ Weinbuch liest sich wie ein ‚Who’s Who’ von Österreichs jungen, kreativen Winzern. „Berlin ist weiter, offener als Wien“, sagt Sommelier und Steirer Willi Schlögl. Gemeinsam mit dem Wiener Starkoch-Sohn Lukas Mraz hat er sich auf an die Spree gemacht, um einen Wein-Ort zu kreieren, den es davor nicht gab. Auch in Berlin nicht! Projekt gelungen! Bis meist weit nach Mitternacht ist unser Szenerestaurant 2015 lebendig, bunt, rappelvoll.“

Ninon Demuth, Gerrit Kürschner, Carolin Strehmel, Rafael Strasser, Lisa Thaens und Bontu Guschke von „Über den Tellerrand kochen e.V.“ erhalten den Titel „Gastronomischer Innovator 2015“. „Essen teilen nährt die Seele, heißt willkommen, gemeinsam Essen vermittelt Schutz, Geborgenheit. „Wir haben mit Flüchtlingen hier in der Stadt gekocht, zugehört, und Rezepte und Geschichten für ein Kochbuch gesammelt“, erzählt Nino Demuth. Wie von selbst seien dabei auch plötzlich Schicksale mitgeteilt und besprochen worden, erinnern sich Lisa Thaens und Rafael Strasser. Entwickelt hat sich daraus das Food-Projekt, dessen sechs Gründer die Jury in diesem Jahr klar und einstimmig den Preis des Innovators zuspricht. „Über den Tellerrand kochen“ veranstaltet und organisiert in Unterkünften quer durch Berlin Kochkurse von und für Flüchtlinge, zum Kochen, essen von landestypischer Küche, von Mama-Küche, zum Ankommen, Verstehen, Heilen.“

Dr. Stefan Elfenbein, Vorsitzender der „Jury Berliner Meisterköche“:
„Der ‚Meisterkoch’ ist erstmals in der ‚Meisterköche’-Geschichte eine Köchin, auch der ‚Gastgeber’ ist eine Frau – noch dazu in einem mutig in luftige Höhe gezogenen Restaurant! Unser Aufsteiger ist der Beste aus einer Truppe junger Köchinnen und Köchen, die frischer, frecher, selbstbewusster kochen, als jeder ‚Jahrgang’ zuvor. Mit dem ‚Szenerestaurant’ wird ein Ort gekürt, der – wie die Macher selber sagen – nur in Berlin entstehen konnte. Und unsere Auszeichnung ‚Gastronomischer Innovator’ geht an sechs Neu-Berliner, die mit Allem, was Essen meint, auch politisch Zeichen setzen – unsere Verbeugung! Fazit: Berlin 2015 schmeckt besser denn je, heißt willkommen, befreit!“

„Die Meisterköche haben mit dazu beigetragen, dass sich Berlin als Ort für Haute Cuisine aber auch für Trends national und international etabliert und in Szene gesetzt hat. Hier können wie in keiner anderen Stadt außergewöhnliche Ideen und neue Konzepte erfolgreich umgesetzt werden. Aufgrund der Vielfalt, der Kreativität sowie Professionalität sind die Meisterköche ausgezeichnete Botschafter für Berlin. Auch unser Berlin-Partner-Netzwerk schätzt dieses Format, das wir 1997 ins Leben gerufen haben, um die gehobene Restaurantkultur der Hauptstadt als wichtigen Wirtschaftsfaktor sichtbar zu machen“, sagt Andrea Joras, Geschäftsführerin von Berlin Partner.

Kriterien für die Auswahl der Jury, die sich aus unabhängigen Fachleuten zusammensetzt, sind neben der Kochkunst, die Originalität der Kreationen, die Präsentation der Speisen, der Service und das Ambiente. Die offizielle Ehrung der diesjährigen Preisträger sowie die Übergabe der begehrten Auszeichnungen in Form eines handbemalten Tellers der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin findet am 7. November 2015 bei einem Gala-Diner im InterContinental Berlin statt.

Hendrik Otto, Berlin

Gut drei Jahre sind seit unserem Besuch im Restaurant Lorenz Adlon Esszimmer vergangen. Die positiven Seiten der Leidenschaft eines Foodbloggers, immer neue Restaurants zu entdecken, zu besuchen,
zu bewerten, zu beschreiben und Dinge zu genießen, die man selbst nicht in dieser Kreativität und Perfektion zuzubereiten in der Lage ist, inkludiert die Nachteile,
dass man nicht immer und immer wieder an den Stätten einkehren kann, die unvergeßliche Stunden mit höchsten Genüssen bereitet haben.

Nun ist es Zeit für ein Update. Zeit, der Hotellegende am Brandenburger Tor unsere erneute Aufwartung zu machen.

Schon beim Betreten der Lobby des Hotel Adlon Kempinski lassen wir Berlin, lassen wir das Treiben der Touristen auf dem Pariser Platz schnell hinter uns.
Das 1997 wiedereröffnete Luxushotel mit seinem einzigartigen Flair scheint wie ein eigener Kosmos. Wortfetzen unterschiedlichster Sprachen fliegen an uns vorbei, während wir den Weg zur Treppe und zum Restaurant beschreiten.

Schon Lorenz Adlon huldigte dem „Behagen des Genusses“ und machte die Kulinarik bereits bei der Eröffnung im Jahre 1907 zu einem der wichtigsten Elemente der Adlon-Tradition.

Das Ambiente des Restaurants ist von gediegener Vornehmheit geprägt. Verspielt die Säule in der Mitte des Raumes, leicht kitschig die Decke,
schwere Vorhänge umrahmen den Blick auf das Brandenburger Tor und ein Kamin vermittelt die Entspanntheit eines Wohnzimmers.

Und, ich hätte es nicht erwähnt, wenn es neuerdings anderswo nicht en vogue wäre, an blanken Holztischen zu speisen, doch hier verzichtet man nicht auf Tischdecken,
die Geräusche dämpfen und am Ende des Tages beredtes Zeugnis darüber ablegen, dass Herr Steinmann wieder einmal gekleckert hat.

Das Menü startet mit

Gänseleber / gefroren und roh
Ingwer, Mandel, Himbeere, grünem Pfeffer, Orangenschale, Brioche
Ein erstaunlich leichtes Gericht, stimmig und ohne den üblicherweise kräftigen Schmelz der Gänseleber. Die koalierenden Begleiter fügen sich zu einer aromenreichen Kreation, ausgewogen und bar jeglicher Wucht.
Ingwer, ein äußerst vielseitiges Gewürz, sorgt nicht nur für die exotische Note, sondern spielt mit Schärfe und Würze. Zarte Fruchtnoten sorgen für die Balance.

Fenchel / Bauernspeck / Gewürzsud
konfierte Tomate, Granatapfel, Zitrone, Vogelmiere, Thymian
Ein mediterran anmutendes Zwischengericht dessen durchaus kräftige Fenchelnoten angenehm durch zitronige Säurenoten ergänzt werden.

Grillspieß „Schwager Art“
Bamberger Hörnchen, gefrorener Ziegenquark, 5-Kräuter-Mischung

Hendrik Otto präsentiert seine Kreationen aus Einflüssen der Tradition und der Moderne. Er lässt persönliche Eindrücke einfließen, inspiriert von der Kindheit oder von Rezepten seiner Familie und Freunden.
Ein interessanter Ideenpool, dessen Inhalte durch eine professionelle Umsetzung die Hochlüche bereichern.
Der Grillspieß „Schwager Art“ verrät den Vater der Idee und die Familie scheint er damit begeistert zu haben.

Den Kick des Gerichtes erhält dieses nicht nur durch die schmackhafte Würze, sondern durch drei Sphären aus Maiscreme, Sauerkraut und Senf und Barbecuesauce.
Vervollständigt wird die Kreation von Bamberger Hörnchen.
Die „Kartoffel des Jahres 2008“ ist rein äußerlich leicht mit der französischen „La Ratte“ zu verwechseln. Ein Hoch auf die Knollenvielfalt.
Mit gefrorenem Ziegenquark unter Kräuterschaum auf Kartoffeln, gelingt Otto der Spagat zwischen bürgerlicher Küche und moderner, kreativer Gestaltung.

Gebackener Camembert / Perigord Trüffel
Feldsalat, Johannisbeere, Feige
Ein erfrischender und schmackhafter Käsegang mit Feldsalat als Eis. Ein kreatives und aromatisches Erlebnis, welches im Besonderen durch die Trüffelsauce perfektioniert wird.

Den vollständigen und bebilderten Bericht des Foodjournalisten Bernhard Steinmann gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Dieter Kobusch, Philipp Liebisch, Holger Mootz, Frank Schreiber und Marcel Bartlick

Die Könige der märkischen Küche im Schloß Kartzow –
Frühlingsdinner mit Brandenburger Meisterkoch auf 4-Sterne-Rittersitz

Brandenburgs beste Köche eröffnen die kulinarische Saison 2014 mit einem Frühlingsdinner auf Schloß Kartzow. Seit fast 100 Jahren steht das einstige Rittergut in malerischer Landschaft, eingebettet in einer gepflegten Parkanlage und doch nah bei Berlin und Potsdam.
Erleben Sie hier am 29. März ab 19 Uhr einen stimmungsvollen Champagnerempfang mit Blick in den malerischen Schlossgarten, ausgezeichnete regionale Genüsse und herzliche Gastfreundschaft, untermalt durch romantische Klaviermusik.

Dieter Kobusch vom DämeritzSeehotel (14 Punkte Gault Millau) Philipp Liebisch (Brandenburger Meisterkoch 2013, 16 Punkte Gault Millau), Holger Mootz aus der Residenz am Motzener See und Frank Schreiber vom Goldenen Hahn in Finsterwalde (16 Punkte Gault Millau, Jeunes Restaurateurs d’Europe) kochen gemeinsam mit dem Kartzower Küchenchef Marcel Bartlick ein vom ersten Brandenburger Grün inspiriertes Genießermenü in fünf Gängen.

Variation vom Lausitzer Saibling,
Gurke, Joghurt, Radieschen
Grüner Erbsenschaum, Stubenküken-Morchelcannelloni,
Flusskrebsragout
Confiertes Ruppiner Weidelamm,
Zitronenmyrthe, Petersilienwurzel, Minzcrumble, Cube von der Bete
In Spätburgunder pochiertes Rinderfilet, Sauce Mole, Kartoffel-Lauchpüree
Delice von Sauerampfer und Rhabarber,
Himbeer-Rettichsorbet

Das Menü inklusive Aperitif, begleitender Weine, Wasser und Kaffee kostet 90,00 Euro pro Person (ohne Weinbegleitung 69,00 Euro).
Anmeldung telefonisch unter 033208-232323 oder per E-Mail an info@brandenburg-unter-dampf.de

Honig aus Brandenburg

Wer sich hierzulande in früheren Jahrhunderten das Leben versüßen wollte, griff üblicherweise zu Honig. In Zeiten von Bio und Regional steigt seit Jahren die Nachfrage für das heimische Naturprodukt. 1990 brach die Honigerzeugung in Brandenburg so sehr zusammen, dass notleidende Gärtner und Landwirte in einem Modellprojekt sogar auf Hummeln als Befruchtungshelfer verfielen. Ganz offensichtlich ist die märkische „Bienenkrise“ überwunden. Seit Jahren steigt – auch dank der beharrlichen Unterstützung des Brandenburger Agrarministeriums – die Zahl der Imker und Bienen. Erhalten und entwickelt werden konnte auch eine der besten deutschen Bienenforschungsstätten, das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V. (LIB), wie das Ministerium in seinem Landtagsbericht zum Thema Bienenförderung unterstreicht.

Honig ist nicht einfach nur Süßungsmittel. Er enthält rund 190 Inhaltsstoffe, die der Gesunderhaltung dienlich sind. Traditionell steigt der Honigabsatz im Winterhalbjahr.

Für die allermeisten Imker ist die Bienenhaltung ein Zubrot. Nach Angaben des LIB gehen im Land immerhin auch 15 Berufsimker diesem Gewerbe nach.

2012 gab es landesweit insgesamt 3.539 Imker mit etwa 38.900 Bienenvölkern. Im Vergleich zu den Ergebnissen der Abfragen Ende 2002 mit 2.391 Imkern und Ende 2007 mit 2.759 Imkern nahm die Zahl der registrierten Bienenhaltungen um 48 Prozent in zehn Jahren beziehungsweise um 28 Prozent in den letzten fünf Jahren zu.

Die Imkerschaft hat sich damit verjüngt und ist kein Alte-Leute-Hobby, wie dies in Kinderbilderbüchern immer gern dargestellt wird: Unter den Brandenburger Jungimkern finden sich etliche Frauen der Altersgruppe 25 bis 35, Männer gehören zu den Jahrgängen zwischen 40 und 60.

Neu ist das steigende Interesse nicht nur in Brandenburg, sondern auch in Berlin. Stadtimkern ist hier ein Trend, der in jüngster Zeit zunehmend Anhänger findet.

Im Ergebnis gibt es auch mehr heimischen Honig: 2008 1.145 Tonnen, 2010 1.239 Tonnen, 2011 1.239 Tonnen. Der Honigertrag liegt je Volk bei 35 bis 37 Kilogramm im Jahr.

Für 2013 wird aufgrund des nassen Frühjahrs ein eher durchschnittliches Jahr erwartet. Allerdings differieren die Erträge regional erheblich.

Neuimkerförderung
Für die Förderung von Neuimkern wurden vom Brandenburger Agrarministerium 2005, 2006, 2008 und 2009 Lotto-Mittel bereitgestellt. Seit 2010 ist die Unterstützung von Neuimkern über die EU-Honig-Verordnung möglich. Die Höhe der Zuwendung beträgt maximal 50 Prozent der nachgewiesenen Ausgaben, insgesamt jedoch nicht mehr als 1.000 Euro je Zuwendungsempfänger. In der Summe aller Jahre wurden über 400.000 Euro für die Neuimkerförderung reserviert und so 425 Neuimker mit 2.491 Bienenvölkern unterstützt. Alle Mittel wurden stets ausgeschöpft.

Unterstützung der Bienenzucht und Honigerzeugung
Auf der Grundlage der Honig-Verordnung stellt das Land Geld zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen zur Verfügung. Bis 2015/16 können jährlich für Projekte des LIB und der Imkerverbände 300.000 Euro ausgereicht werden. Die förderfähigen Maßnahmen beziehen sich auf Schulungen, darunter auch zur Ausbildung von Bienensachverständigen, den Aufbau von Lehrbienenständen, die Beschaffung technischer Geräte, auf die Bekämpfung der Varroose, auf die Trachtbeobachtung, die Verbesserung der Honigqualität, auf die Förderung von Neuimkern und auf Forschungsprojekte im LIB. Für Investitionen in die Imkerei kommt auch das Förderprogramm für einzelbetriebliche Investitionen in landwirtschaftlichen Unternehmen in Frage. Für die EU-Förderperiode 2014 bis 2020 soll das Programm neu aufgelegt werden. Imker, die die im Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte genannte Mindestgröße von 100 Bienenvölkern erreichen oder überschreiten, können für die Errichtung oder Modernisierung von unbeweglichem Vermögen und den Kauf von neuen Maschinen und Anlagen eine Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben erhalten. Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 20.000 Euro.

Weiterhin erhält der Landesverband Brandenburgischer Imker e.V. jährlich weitere Zuwendungen in Höhe von 27.500 Euro. Die Landesmittel dienen als Anteilsfinanzierung für die Schulung der Imkervereine, zur Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit, für die Öffentlichkeitsarbeit und zur Förderung der Bienenzucht (zum Beispiel Leistungsprüfungen, Verwendung geprüfter Herkünfte in der künstlichen Besamung).

Philipp Liebisch

Neuer Brandenburger Meisterkoch serviert zum Hauptgang Wild
Philipp Liebisch und fünf Kollegen von Brandenburg unter Dampf laden zum Fünf-Gänge-Gala-Dinner ins The Lakeside in Strausberg

Wachtel, Wild, Hecht und Zander sind nur einige der vielen frischen Zutaten, aus denen sechs Spitzenköche des Köchenetzwerkes „Brandenburg unter Dampf“ am 15. November ein Fünf-Gänge-Gala-Dinner zaubern. Damit huldigen sie Philipp Liebisch, dem neuen Brandenburger Meisterkoch, und laden zu einem Abend voller herbstlicher Genüsse gemeinsam in das Restaurant Royal im The Lakeside Burghotel zu Strausberg.

Dies ist eine einmalige Gelegenheit für Freunde guter Brandenburgischer Küche, ausgezeichneter regionaler Genüsse und herzlicher Gastfreundschaft, denn sie können ganz exklusiv den Hauptgang genießen, mit dem Küchenchef Liebisch die geladenen Gäste der Meisterköche-Gala verwöhnen wird.

Das Fünf-Gänge-Gala-Dinner in Strausberg beginnt und endet mit echter Frauenpower: Jessica Manthei (Haus am Spreebogen, Fürstenwalde) kreiert das Amuse bouche, Ulrike Laun (LandLust Körzin) verführt mit dem Dessert. Die Vorspeise mit Hecht und Zander aus Brandenburger Seen serviert Holger Mootz (Residenz am Motzener See), die beiden Zwischengänge kochen Dieter Kobusch (DämeritzSeehotel) und Philipp Stapel, Küchenchef im neu konzipierten und komplett umgebauten Restaurant Royal The Lakeside Burghotel .

Champagner beim Empfang um 18 Uhr, Pralinen und ein Geschenk zum Ausklang dieses außergewöhnlichen Abends für 98 Euro inklusive Wasser und Kaffee. Anmeldung telefonisch unter 03341-34690 oder per E-Mail an info@burghotel-strausberg.de.

www.burghotel-strausberg.de
www.brandenburg-unter-dampf.de

Michael Hoffmann

Berliner und Brandenburger Spitzenköche sowie Food-Logistik-Unternehmen verbünden sich gegen drohende EU-Verordnung für Einheitssaatgut

„Lieber würde ich mich in Handschellen abführen lassen, als industriellen Einheitsbrei aufzutischen“, empört sich Berlins avantgardistischer Küchenchef Michael Hoffmann. „Als Koch, der an ehrlichem, intensivem Geschmack und einer vernünftigen Produktion von Lebensmitteln interessiert ist, muss man sich fragen, wie weit die Lobbyisten unser Essen noch reglementieren wollen. Was sollen wir unseren Gästen denn noch alles vorsetzen?“ Michael Hoffmann, der als ausgewiesener Experte für alte, geschmacksintensive Obst- und Gemüsesorten sowie Kräuter gilt und diese seit Jahren auf einem großen Bauernhof in Brandenburg anbaut, ist eigensinnig: „Nun warten wir erst mal die Liste ab, bis dahin mache ich unbedingt weiter mit meiner komplexen Gemüseküche.“

Hohe Gebühren, amtliche Prüfungen und mögliche Zulassungsverfahren – so zerstören die Pläne der EU-Kommission Geschmack und Sortenvielfalt bei Obst, Gemüse und Getreide. Auch Michael Kunzmann, Chef von Havelland Express zeigt sich entsetzt. Der regionale Versorger der Hotellerie und Spitzengastronomie war in den letzten Jahren massiv verantwortlich für die Wiederentdeckung regionaler Produkte, darunter das Havelländer Apfelschwein, das Uckermärker Rind sowie seltener Kräuter und Gemüse: „Es ist für mich totaler Unfug, wenn uns die EU vorschreibt, was wir in unserem Garten machen. Es behindert vor allem lokale engagierte Kleinanbauer, es nimmt keine Rücksicht auf regionale Voraussetzungen für den Anbau, hier hat offensichtlich die Lobby der Ernährungsindustrie Einfluss genommen.“
Der Entwurf „Neuregulierung zur Reform der Saatgutverordnung“ wird hauptsächlich von Fachleuten diskutiert, bei der breiten Öffentlichkeit ist das Thema noch nicht angekommen. Roy Augustin, Vorsitzender des Köchenetzwerkes „Brandenburg unter Dampf“ warnt: „Die EU setzt auf Einheitsgemüse und vernichtet so Gaumengenuss und Geschmackserlebnisse. EU-Kommissar Tonio Borg wird eine Verordnung zur Regulierung von Pflanzensorten präsentieren, wenn das so durchgeht, tischt uns die EU statt bunter Vielfalt genormte Einfalt auf. Das ist das Ende für viele seltene und alte Sorten.“

Die geplanten rechtlichen Regelungen würden viele Obst-, Gemüse- und Getreidesorten vom Markt verdrängen, da künftig nur noch angebaut werden dürfte, was amtlich zugelassen ist. Tatsächlich vermuten Kritiker, dass die neuen Regeln das Patentrecht auf Sorten stärken und die bürokratischen Zulassungshürden für Saatgut zementieren soll. Beides würde die Monopolstellung großer Saatgut-Kartelle weiter festigen. Die drei größten Saatgutkonzerne beherrschten schon jetzt mehr als die Hälfte des Weltmarktes.

Die Organisationen Arche Noah und Global 2000 haben eine Petition zum Schutz der Vielfalt, der Konsumenten und der bäuerlichen Saatgut-Kultur gestartet: hier geht es zur Unterschriftenliste http://helfen.global2000.at/de/node/19

Bio-Hoffest am Potsdamer Platz

Morgen, am Sonntag den 23. September, ist am Potsdamer Platz in Berlin das Bio-Hoffest – Das Bio-Hoffest ist Teil des Festes zum Weltkindertag – Berliner Familien können unter Anleitung Getreide mahlen, Brot backen, Apfelsaft pressen oder Nudel herstellen – Das hört sich nach Spaß an!

Brandenburgs Agrarstaatssekretär Rainer Bretschneider: „Brandenburg hat viel zu bieten, gerade im Bereich Bio, und das wollen wir am Wochenende in Berlin präsentieren. Viele Biobetriebe verbinden ökonomisches Handeln mit ökologischen und sozialen Zielstellungen.
Sie tragen mit Existenzgründungen und der Schaffung von Arbeitsplätzen, ihrem Engagement in regionalen Netzwerken, durch Hoffeste, Seminare und Verkostungen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region bei. Das Bio-Hoffest bietet die Chance, in der Region erzeugte Nahrungsmittel kennenzulernen. Nutzen Sie die Angebote des Agrartourismus und besuchen Sie die Betriebe vor Ort. Mit der Entscheidung für heimische Produkte der Saison, unterstützen Verbraucherinnen und Verbraucher die weitere Entwicklung der brandenburgischen Landwirtschaft.“

Brandenburger Biobäuerinnen- und -bauern bringen die Welt des Biobauernhofs und handwerklicher Verarbeitung zu den Berliner Stadtkindern und laden ihre Gäste zum Gegenbesuch nach Brandenburg ein.

Alle Beteiligten – rund 40 Brandenburger Biolandwirte, Bioverarbeiter, die ökologischen Anbauverbände, Vereine des Umwelt- und Naturschutzes oder die Brandenburger Naturwacht – präsentieren sich mit Informations- oder Verkaufsständen.

Damit haben Berliner Familien die einmalige Gelegenheit, unter Anleitung von authentischen Bioakteuren in die Welt des Bio-Bauernhofs einzutauchen, Getreide zu mahlen, Brot backen, Apfelsaft zu pressen oder Nudel herzustellen.

Mit viel Spaß bringt das Bio-Hoffest den Kindern den Ökolandbau, gesunde Ernährung und die Herkunft ihrer täglichen Lebensmittel näher und begeistert sie zu einem Gegenbesuch auf dem Land. Durch die Vielzahl von Mitmachaktionen wie Kürbisschnitzen, Treckerparcours und Brotbacken, mit einer riesigen Strohhüpfburg, einem Streichelzoo und dem Ein- und Abtauchen in drei große Getreidebäder hat sich das Bio-Hoffest mittlerweile zum Herzstück des Weltkindertagsfests gemausert.

Auf der zentralen Bio-Hoffest-Bühne finden Interviews zum Brandenburger Landleben, musikalische Auftritte und andere Aktionen wie beispielsweise Schaukochen mit Kindern statt. Die Pressearbeit zum Bio-Hoffest erfolgt in Kooperation mit Unicef Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk, den Trägern des Weltkindertagsfests.

Ökolandbau in Brandenburg

Mit einem Flächenanteil von 10,6 Prozent an der landwirtschaftlichen Nutzfläche macht der Ökolandbau in Brandenburg bundesweit den höchsten Anteil aus. Absolut sind dies 142.783 Hektar beziehungsweise 1.028 Unternehmen oder etwa jeder achte Agrarbetrieb in der Mark.

Bio-Hoffest
Termin: Sonntag, 23. September
Zeit: 12.00 Uhr
Treffpunkt: Berlin, Bühne Bio-Hoffest, Potsdamer Straße/ Ecke Linkstraße

Gourmet Report wünscht viel Spaß!

Am Wochenende nach Brandenburg

Am 15. und 16. September ein buntes Fest, mit dem die Region Facetten des ländlichen Lebens vorstellen will – Erntekronenwettbewerb und neue Königin – Meister im Gespannpflügen – Heedekorn

Auf Initiative des Verbands zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes pro agro sowie des Landesbauernverbands Brandenburg startet am kommenden Wochenende das 9. Brandenburger Dorf- und Erntefest in der Niederlausitz-Gemeinde Muckwar. Nach der Eröffnung durch Ministerpräsident Matthias Platzeck und Agrarminister Jörg Vogelsänger wird hier an zwei Tagen (15. und 16. September) ein buntes Fest gefeiert, mit dem die Region Facetten des ländlichen Lebens vorstellen will. Muckwar ist ein Ortsteil der Gemeinde Luckaitztal im Amt Altdöbern (Landkreis Oberspreewald-Lausitz). Am Sonntag steht die 666-Jahr-Feier der Ersterwähnung von Muckwar im Fokus.

Erntekronenwettbewerb und neue Königin
Traditionell gehören zum Programm des Brandenburger Dorf- und Erntefests der große Festumzug, der Erntekronen- und der Ernteköniginnenwettbewerb sowie der Bauernmarkt mit Erzeugern und Handwerkern aus Brandenburg. 100 Tage vor dem 9. Brandenburger Dorf- und Erntefest wurde bereits die neue Luckaitztaler Erntekönigin gekrönt. Carina Läser aus Wormlage ist Leiterin der Milchviehanlage in Peickwitz und im Luckaitztaler Ortsteil Schöllnitz aufgewachsen.

In der Tradition der Erntefeste wird durch den Brandenburger Landfrauenverband der Erntekronenwettbewerb ausgerichtet. Alljährlich wetteifern Bewerber aus ganz Brandenburg mit ihren Erntekronen um die ersten Plätze und um den Titel „Publikumsliebling“. Nach längerer Pause beteiligen sich in diesem Jahr auch die Frauen aus den Landfrauenverband Niederlausitz mit einer Erntekrone beim Landeswettbewerb. Sie wollen es sich nicht nehmen lassen, beim 9. Dorf- und Erntefest, das in ihrer Region stattfindet, mit einer Krone dabei zu sein und sich der Jury zu stellen. Damit sind 19 Anmeldungen eingegangen. Allein sieben Kronen kommen aus der Gemeinde Luckaitztal. Die Landfrauen des Heimatvereins Lindenau bringen nicht nur ihre fertige Erntekrone mit, sie zeigen im Ausstellungszelt, wie aus tausenden Ähren eine Krone entsteht. Erstmals beteiligt sich der Traditionsverein Boblitz aus der Region. Angemeldet wurde auch eine polnische Erntekrone der „Folksgruppe Goscieszanki“ aus dem Kreis Zagan.

Meister im Gespannpflügen
Die 2. Offenen Ostdeutschen Meisterschaften im Gespannpflügen werden in diesem Jahr im Rahmen des 9. Brandenburger Dorf- und Erntefestes durchgeführt. Im Anschluss gibt es auf der Wettkampffläche das Geschicklichkeitsfahren mit Leiterwagen, Falknervorführungen und Theateraufführungen zu Pferde aus dem Luckauer Ortsteil Paserin.

Heedekorn
Einen Schwerpunkt des Dorf- und Erntefests in Muckwar bildet der Buchweizen, örtlich auch als „Heedekorn“ bezeichnet, der aufgrund seiner geringen Ansprüche an die Bodenverhältnisse schon vor langer Zeit Einzug in die Calauer Schweiz und das Luckaitztal gehalten hat. So werden auf einer eigens angelegten Fläche historische wie gegenwärtig kultivierte Pflanzen präsentiert, darunter auch Buchweizensorten. Hier geben fachkundige Einwohner ihr Wissen zu dieser Pflanze weiter. Schließlich können sich die Besucher auch Buchweizenplinse schmecken lassen oder Buchweizenhonig probieren. Für Kinder gibt es den Streichelzoo und die Aktiv-Olympiade entlang der Dorfstraße.

666 Jahre Dorfgeschichte
Am Sonntag (16. September) steht die 666-Jahr-Feier der Ersterwähnung von Muckwar im Fokus. Zu den Programmhöhepunkten gehören ein Wettbewerb im Holzrücken sowie das Kranzreiten: Für Kinder wird Pittiplatsch die Bühne erobern.

Bergbaulandschaft im Wandel
Muckwar ist ein Ortsteil der ländlichen Gemeinde Luckaitztal. Der Name leitet sich vom Bach Luckaitz ab, der in der Gegend entspringt. Das Dorf hat sich mittlerweile mit seinen Erntefesten, bekannt als Luckaitztaler Bauerntag, einen Namen gemacht. Einen Höhepunkt bildet dabei neben dem Erntekronenwettbewerb und anderen traditionellen Erntetechniken das Schaupflügen vor Jury und Publikum. 2010 zählte zu den Teilnehmern neben erfahrenen Landwirten auch ein Neunspänner mit jungen Männern der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde.

Das Amt Altdöbern mit seinen Gemeinden Altdöbern, Bronkow, Luckaitztal, Neupetershain und Neu-Seeland liegt südlich des Spreewalds im Lausitzer Seenland im südbrandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Geprägt durch die ehemaligen Tagebaue, Gräbendorf, Greifenhain und Sedlitz sind die Bergbaufolgelandschaften mitten im Wandel zu einer agrarisch und touristisch genutzten, attraktiven Region.

In den Gemeinden Bronkow und Luckaitztal, an einem Ausläufer des Niederlausitzer Landrückens, der Calauer Schweiz, gelegen, laden Wander- und Radwanderwege durch die bewaldete Hügellandschaft zur aktiven Erholung ein. Rund um den Ort gibt es 32 Kilometer Radwanderwege beziehungsweise fünf Wanderwege. Das Dorf Muckwar (niedersorbisch Mukwaŕ) gehört zum Naturpark Niederlausitzer Landrücken, eingebettet zwischen den Naturschutzgebieten „Calauer Schweiz“ und „Teichlandschaft Buchwäldchen/ Muckwar“. Sehenswert sind in Muckwar die Bockwindmühle, Wassermühlen, Ausstellungen mit historischer Technik, ein uralter Opferstein, das Wildtiergehege, die Töpferei, die Ziegelei, die Straußenfarm. -red

Gourmet Report wünscht seinen Lesern ein entspanntes Wochenende

Hendrik Otto

Die Jury der „Berliner Meisterköche 2012“ hat entschieden und die Besten in
der Gastronomie der Hauptstadtregion gekürt. Die begehrten Auszeichnungen
in Form eines handbemalten
Tellers der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin werden dieses Jahr zum
16. Mal vergeben.

„Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern. Ich bin stolz, dass wir mit
dieser Auszeichnung Jahr für Jahr zeigen, welches Potential an Talenten und
Leistungsträgern Berlin auch in dieser Branche hat, “ so Melanie Bähr,
Geschäftsführerin der Berlin Partner GmbH.

Hendrik Otto aus dem „Lorenz Adlon Esszimmer“, Hotel Adlon Kempinski, wurde
zum „Berliner Meisterkoch 2012“ gewählt. Aus der Begründung der Jury: „Kaum
einer interpretiert die klassische Grand Cuisine so leicht und modern mit
unverwechselbarer persönlicher Note wie Hendrik Otto. Mit ihm haben wir
einen jungen Berliner Meisterkoch, dessen Kochkunst von einer großen
persönlichen Lust und Leidenschaft am Kochen geprägt ist. Hendrik Otto
hatte in der jüngster Zeit geradezu eine Initialzündung, um mit viel Kraft
seine Individualität in der Küche zu beweisen.“

Matthias Rösch, aus dem „Restaurant Villa am See”, Sport & Spa Resort
A-ROSA Scharmützelsee, Bad Saarow ist „Brandenburger Meisterkoch 2012“.
Nach Überzeugung der Jury „kocht Matthias Rösch innovativ, leicht und
modern, kombiniert in höchster Qualität intelligent Aromen und Texturen und
bleibt dabei Brandenburg und den regionalen Produkten verbunden. In einer
der schönsten Brandenburger Landschaften kreiert der Brandenburger
Meisterkoch nachhaltige Genusserlebnisse.“

Siegfried Danler, aus dem „PAULY SAAL“, ehemalige Jüdische Mädchenschule
Berlin wurde zum „Berliner Aufsteiger des Jahres 2012“ gewählt. Die Jury:
„Das Restaurant Pauly Saal hat seit seiner Eröffnung einen rasanten
Aufstieg erlebt und ist weltweit im Gespräch. Hier zeigt Siegfried Danler,
dass er einer neuen Köche-Generation angehört, die auf anspruchsvollem
Niveau zeitgemäße Erlebnis-Mahlzeiten kreiert. Seine Küche verbindet modern
interpretierte Regionalität und ein hohes Maß an Eigenproduktion.“

Herbert Beltle, u.a. Altes Zollhaus, Aigner, Weingrün, „Kreuzberg kocht“
wird als „Gastronomischer Innovator 2012“ ausgezeichnet. Dazu die Jury:
„Herbert Beltle ist herausragender Ideengeber und eine Integrationsfigur
der Berliner Gastronomie. Als uneigennütziger Ratgeber hat er sehr viel
Gutes für den Gastronomiestandort Berlin getan und in vielen Jahren in
seinen Restaurants und Projekten Kunst, Kultur und Kulinarik vereint.
Frühzeitig hat er das Potential gehobener deutscher Küche erkannt und das
Berliner Publikum damit beglückt. Die Stimme von Herbert Beltle wird in der
Berlin Gastronomieszene gehört und ist so jung und dynamisch wie ehedem.“

Zwei neue Kategorien sind in diesem Jahr dazugekommen. Michael Köhle, aus
dem „Hugo´s“, im InterContinental Berlin” (Chef Sommelier) ist „Berliner
Gastgeber 2012“. Laut Jury „ist Michael Köhle die Gallionsfigur der jungen
Berliner Sommerlierszene. Sein enormes Fachwissen, das er mit persönlichem
Engagement auch auf Reisen stets weiterentwickelt, vermittelt er gekonnt an
den Gast. Er schafft es dabei, die Kombination aus Speisen und Wein zu
einem Gesamterlebnis zu verbinden. Seine tiefe Verbundenheit zum Wein und
seine Freundschaften zu jungen deutschen Winzern helfen ihm dabei sehr.“

In der neuen Kategorie „Berliner Szenerestaurant 2012“ wird das „MANI
Restaurant” als Preisträger ausgezeichnet. Dazu die Jury: „Dieses neue,
sehr individuelle Restaurant bietet mit vielen kleinen Köstlichkeiten eine
Palette, die jeden Feinschmecker glücklich macht. Das Team um Küchenchef
Martin Schanninger überzeugt mit israelischen und arabischen Elementen, die
zu mediterranen Kreationen kombiniert werden. Das MANI ist der Höhepunkt
der Szenemeile Torstraße und daher ein perfekter Preisträger für das erste
Berliner Szenerestaurant bei den Berliner Meisterköchen.“

„Es hat gewaltig gerappelt im Karton, in diesem Jahr in Berlin. Vor allem
in Mitte hat gleich eine ganze Reihe neuer, spannender, innovativer
Restaurants aufgemacht. Restaurants, die auch im Ausland für Aufsehen
gesorgt haben, darunter das Pauly Saal und das MANI. Und der frische Wind
hat auch die Großen mitgerissen – Hendrik Otto etwa kocht moderner,
befreiter, selbstbewusster als je zuvor. Unsere tolle Stadt hat sich wieder
ein Stückchen weiter bewegt in Richtung große kulinarische Weltmetropole!
Und ich freue mich, dass die Jury auch in diesem Jahr die richtigen Zeichen
an die Richtigen weitergegeben hat. Weiter so, Ihr Köche, Gastgeber,
Innovatoren!“, erklärt der Juryvorsitzende Dr. Stefan Elfenbein, Autor für
„Der Feinschmecker“.

Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury aus Gourmet-Journalisten
und Fachvertretern gewählt. Entscheidend sind neben der Kochkunst die
Originalität der Kreationen, die Präsentation der Speisen sowie der Service
und das Ambiente.

Die offizielle Ehrung der diesjährigen Preisträger findet am 3. November
2012 im Rahmen eines Gala-Diners im InterContinental Berlin statt. Das
Gala-Diner wird durch die Kooperation mit dem InterContinental Berlin, und
zahlreichen Sponsoren sowie der Preisträger selbst ermöglicht.

Berliner Meisterköche 2012

Eine unabhängige Jury aus Gourmet-Journalisten und Fachvertretern hat jeweils fünf Kandidaten in den Kategorien „Berliner Meisterkoch 2012“, „Brandenburger Meisterkoch 2012“, „Aufsteiger des Jahres 2012“, „Berliner Gastgeber 2012“ und „Berliner Szenerestaurant 2012“ nominiert.

Der Juryvorsitzende Dr. Stefan Elfenbein zu der diesjährigen Auswahl: „Nach einer harten und fairen Diskussion hat die Jury eine großartige Nominierungsliste für die „Berliner Meisterköche 2012“ aufgestellt. Die Liste ist ebenso anspruchsvoll wie vielseitig, und zeigt ein hervorragendes Bild der Gastronomie in der Hauptstadtregion. Wie Berlin entwickeln sich auch die Kategorien Berliner Meisterköche ständig weiter. Und mehr denn je ist Berlin weltweit im Gespräch wegen seiner vielfältigen Szenekultur. Die Qualität der Restaurants, die dafür stehen, hat sich enorm gesteigert. Grund genug für uns, die Kategorie „Berliner Szenerestaurant“ einzurichten. Neu auch die Kategorie „Berliner Gastgeber“. Hier würdigen wir sowohl Berliner Restaurantleiter als auch Sommeliers, die für das Thema Gastlichkeit stehen.“

Das Ergebnis der Wahl der „Berliner Meisterköche 2012“ wird im September bekannt gegeben. Am 3. November werden die „Berliner Meisterköche 2012“ geehrt.

Hier die Kandidaten:
Berliner Meisterkoch 2012 – Daniel Achilles, „reinstoff“ – Matthias Diether, „First Floor“, Hotel Palace Berlin – Sebastian Frank, „Horváth“ – Sauli Kemppainen, „Brandenburger Hof“ – Hendrik Otto, „Lorenz Adlon“, Hotel Adlon Kempinski Berlin

Brandenburger Meisterkoch 2012
– René Jahnke, „Restaurant Märkische Stuben“, Hotel Residenz
am Motzener See, Mittenwalde
– Philipp Liebisch, „Sandak“, Wellnesshotel Seeschlösschen,
Senftenberg
– Carsten Rettschlag, „Restaurant Juliette“, Potsdam
– Matthias Rösch, „Restaurant Villa am See“ Sport & Spa
Resort A-ROSA Scharmützelsee, Bad Saarow
– Tobias Vogel, „Seehotel Großräschen“, Großräschen
Aufsteiger des Jahres 2012
– Siegfried Danler, „Pauly Saal“
– Sascha Friedrich, „Restaurant a.choice“, andel’s Hotel
Berlin
– Christian Schulze, „Le Compagnon“
– Marcel Singer, „Schneeweiß“
– Hanna Bouloudis, „La Mano Verde“
Berliner Gastgeber 2012
– Herbert Beltle, „Aigner“
– Boris Häbel, „Lorenz Adlon“, Hotel Adlon Kempinski Berlin
– Michael Köhle, „Hugo´s“, InterContinental Berlin“
– Anni Steinmann, „Horváth“
– Felix Voges, „Facil“
Berliner Szenerestaurant 2012
– „Cantina“ in der Bar Tausend
– „Cookies Cream“
– „Grill Royale“
– „Long March Canteen“
– „MANI Restaurant“

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