Philipp Liebisch

Neuer Brandenburger Meisterkoch serviert zum Hauptgang Wild
Philipp Liebisch und fünf Kollegen von Brandenburg unter Dampf laden zum Fünf-Gänge-Gala-Dinner ins The Lakeside in Strausberg

Wachtel, Wild, Hecht und Zander sind nur einige der vielen frischen Zutaten, aus denen sechs Spitzenköche des Köchenetzwerkes „Brandenburg unter Dampf“ am 15. November ein Fünf-Gänge-Gala-Dinner zaubern. Damit huldigen sie Philipp Liebisch, dem neuen Brandenburger Meisterkoch, und laden zu einem Abend voller herbstlicher Genüsse gemeinsam in das Restaurant Royal im The Lakeside Burghotel zu Strausberg.

Dies ist eine einmalige Gelegenheit für Freunde guter Brandenburgischer Küche, ausgezeichneter regionaler Genüsse und herzlicher Gastfreundschaft, denn sie können ganz exklusiv den Hauptgang genießen, mit dem Küchenchef Liebisch die geladenen Gäste der Meisterköche-Gala verwöhnen wird.

Das Fünf-Gänge-Gala-Dinner in Strausberg beginnt und endet mit echter Frauenpower: Jessica Manthei (Haus am Spreebogen, Fürstenwalde) kreiert das Amuse bouche, Ulrike Laun (LandLust Körzin) verführt mit dem Dessert. Die Vorspeise mit Hecht und Zander aus Brandenburger Seen serviert Holger Mootz (Residenz am Motzener See), die beiden Zwischengänge kochen Dieter Kobusch (DämeritzSeehotel) und Philipp Stapel, Küchenchef im neu konzipierten und komplett umgebauten Restaurant Royal The Lakeside Burghotel .

Champagner beim Empfang um 18 Uhr, Pralinen und ein Geschenk zum Ausklang dieses außergewöhnlichen Abends für 98 Euro inklusive Wasser und Kaffee. Anmeldung telefonisch unter 03341-34690 oder per E-Mail an info@burghotel-strausberg.de.

www.burghotel-strausberg.de
www.brandenburg-unter-dampf.de

Morgen startet die Erdbeer-Saison in Brandenburg

Den Wetterkapriolen des Frühjahrs mussten auch Brandenburgs Gartenbauunternehmen Tribut zollen. Am morgigen Mittwoch (12. Juni) aber kann die bereits einmal verschobene Erdbeersaison im Beisein von Agrarstaatssekretärin Kathrin Schneider im Gartenbauunternehmen Stephan Hübner in Derwitz offiziell gestartet werden. Die „Königin der Beeren“, wie die Erdbeere gelegentlich auch genannt wird, obwohl sie in Wahrheit nicht einmal eine Beere ist, hat für heimische Gartenbaubetrieb, die direkt vermarkten beziehungsweise zur Selbstpflücke auf ihre Felder einladen.

Der in fünfter Generation tätige Familienbetrieb Stephan Hübner ist dafür ein typisches Beispiel. Neben Acker- und Obstbau, Freilandgänsen und Enten gibt es eine Pension und Verkauf ab Hof und in Berlin. Neben den vier festen Beschäftigten finden hier bis zu fünf zusätzliche Saisonkräfte ihr Auskommen. Von den 200 Hektar Betriebsfläche auf einem Hektar Erdbeeren kultiviert.

Offiziell startet die Obstsaison eines jeden Jahres mit der „Königin“ der Beerenobstarten. Später folgen Kirschen, andere Beerenobstarten, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, Birnen und die Brandenburger Hauptkultur Apfel.

Hintergrund: Erdbeeranbau in Brandenburg
Botanisch gesehen zählen die Früchtchen der Erdbeere Nüsschen. Die heute bekannten 600 bis 1.000 Kultursorten gehen auf Kreuzungen zweier Walderdbeersorten zurück. Traditionell wurden und werden Erdbeeren als Ackerkultur angebaut. Die heute im Handel erhältlichen Erdbeeren sind das Ergebnis umfangreicher Züchtungsprogramme, die weltweit seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden. Die Sorten stammen überwiegend aus den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Italien und Nordamerika.

Es dominiert die Sorte „Elsanta“ für den Marktanbau. Weiterhin werden die Sorten „Darselect“, „Sonata“, „Honeoye“ und „Alba“ angebaut. Für die Direktvermarktung werden bei den Frühsorten „Elvira“, in der mittleren Reifezeit die Sorten „Korona“ und „Tenira“ sowie einige Spätsorten verwendet.

In Brandenburg stieg der Anbau von 319 Hektar (62 Dezitonnen je Hektar) im Jahr 2011 auf 331 Hektar (66,9 Dezitonnen je Hektar) 2012. In Deutschland steht der Anbau flächenmäßig an zehnter Stelle. Anbauschwerpunkte sind der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit Werder und Beelitz, der Spreewald, insbesondere der Landkreis Spree-Neiße, Altlandsberg in Märkisch-Oderland sowie das Obstanbaugebiet von Frankfurt (Oder). Vor allem im Berliner Umland bieten die Betriebe die Möglichkeit, die Beeren selbst zu ernten.

Gesamtertrag im Land Brandenburg betrug sich 2011 1.978 Tonnen beziehungsweise 2012 2.297 Tonnen. In Brandenburg werden rund 11.000 Hektar gartenbaulich genutzt. Das entspricht in etwa 0,9 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Brandenburg ist für den Anbau klimatisch durchaus geeignet. Die heimischen Gartenbautriebe haben sich jedoch mit zeitgleich verfügbaren Angeboten aus südlichen Regionen (Italien, Spanien) auseinanderzusetzen.

Ungünstige Anbaustrukturen erschweren die Ausdehnung der Produktion: Die überwiegende Zahl der Obstbaubetriebe verfügt nur über eine geringe betriebliche Erdbeeranbauflächen, oft deutlich unter fünf Hektar. Die Erdbeere ist somit eine Kultur unter vielen anderen. Für die notwendige Intensität in der Kulturführung bleibt zu wenig Zeit. Wechselflächen stehen kaum zur Verfügung. Zunehmender Befall mit dem Verticillium-Pilz verringert das Ertragsniveau – gelegentlich sogar bis zum Totalausfall. Zur Bekämpfung dieser Pflanzenkrankheit gibt es ein mehrjähriges Projekt im Spreewald

Der Anbau von frühen Erdbeeren im Wandertunnel ist für Spargelbetriebe besonders interessant, da die vorhandenen Vermarktungseinrichtungen genutzt werden können.

Michael Hoffmann

Berliner und Brandenburger Spitzenköche sowie Food-Logistik-Unternehmen verbünden sich gegen drohende EU-Verordnung für Einheitssaatgut

„Lieber würde ich mich in Handschellen abführen lassen, als industriellen Einheitsbrei aufzutischen“, empört sich Berlins avantgardistischer Küchenchef Michael Hoffmann. „Als Koch, der an ehrlichem, intensivem Geschmack und einer vernünftigen Produktion von Lebensmitteln interessiert ist, muss man sich fragen, wie weit die Lobbyisten unser Essen noch reglementieren wollen. Was sollen wir unseren Gästen denn noch alles vorsetzen?“ Michael Hoffmann, der als ausgewiesener Experte für alte, geschmacksintensive Obst- und Gemüsesorten sowie Kräuter gilt und diese seit Jahren auf einem großen Bauernhof in Brandenburg anbaut, ist eigensinnig: „Nun warten wir erst mal die Liste ab, bis dahin mache ich unbedingt weiter mit meiner komplexen Gemüseküche.“

Hohe Gebühren, amtliche Prüfungen und mögliche Zulassungsverfahren – so zerstören die Pläne der EU-Kommission Geschmack und Sortenvielfalt bei Obst, Gemüse und Getreide. Auch Michael Kunzmann, Chef von Havelland Express zeigt sich entsetzt. Der regionale Versorger der Hotellerie und Spitzengastronomie war in den letzten Jahren massiv verantwortlich für die Wiederentdeckung regionaler Produkte, darunter das Havelländer Apfelschwein, das Uckermärker Rind sowie seltener Kräuter und Gemüse: „Es ist für mich totaler Unfug, wenn uns die EU vorschreibt, was wir in unserem Garten machen. Es behindert vor allem lokale engagierte Kleinanbauer, es nimmt keine Rücksicht auf regionale Voraussetzungen für den Anbau, hier hat offensichtlich die Lobby der Ernährungsindustrie Einfluss genommen.“
Der Entwurf „Neuregulierung zur Reform der Saatgutverordnung“ wird hauptsächlich von Fachleuten diskutiert, bei der breiten Öffentlichkeit ist das Thema noch nicht angekommen. Roy Augustin, Vorsitzender des Köchenetzwerkes „Brandenburg unter Dampf“ warnt: „Die EU setzt auf Einheitsgemüse und vernichtet so Gaumengenuss und Geschmackserlebnisse. EU-Kommissar Tonio Borg wird eine Verordnung zur Regulierung von Pflanzensorten präsentieren, wenn das so durchgeht, tischt uns die EU statt bunter Vielfalt genormte Einfalt auf. Das ist das Ende für viele seltene und alte Sorten.“

Die geplanten rechtlichen Regelungen würden viele Obst-, Gemüse- und Getreidesorten vom Markt verdrängen, da künftig nur noch angebaut werden dürfte, was amtlich zugelassen ist. Tatsächlich vermuten Kritiker, dass die neuen Regeln das Patentrecht auf Sorten stärken und die bürokratischen Zulassungshürden für Saatgut zementieren soll. Beides würde die Monopolstellung großer Saatgut-Kartelle weiter festigen. Die drei größten Saatgutkonzerne beherrschten schon jetzt mehr als die Hälfte des Weltmarktes.

Die Organisationen Arche Noah und Global 2000 haben eine Petition zum Schutz der Vielfalt, der Konsumenten und der bäuerlichen Saatgut-Kultur gestartet: hier geht es zur Unterschriftenliste http://helfen.global2000.at/de/node/19

Dieter Moor und Sternekoch Matthias Diether

Morgen, Do 09.05.13 18:40 im rbb Fernsehen: Köche und Moor: Unterwegs mit Sternekoch Matthias Diether

In einer neuen Ausgabe von „Köche und Moor“ trifft Dieter Moor den Sternekoch Matthias Diether. Gemeinsam suchen sie in Brandenburg nach den besten Zutaten für ihr Frühjahrsgericht: „Lammrücken, Tanne und Rübengemüse“.

In Altlandsberg werden sie bei einem der letzten Wander-Schafhirten der Region fündig: Kurt Kucznik, ein wettergegerbter, wortgewaltiger Mann, der seine Herde über Äcker und Wiesen bis heran an die Stadtgrenzen Berlins führt. 500 Schafe zählt Kuczniks Herde, die bei jedem Wetter wandert, begleitet von ihm, zwei Hirtengesellen und Hütehunden. Trotz Bewachung gelingt es nachts Wölfen immer wieder ein Schaf zu reißen. Dies gehört neuerdings wieder zu den Risiken seines uralten Berufes. Trotzdem steht Kucznik fest zu seiner Hirtentradition: „Gutes Fleisch muss wandern“, sagt er. Und tatsächlich erzielt er mit seiner ganzjährigen Weidewirtschaft eine ausgezeichnete Fleischqualität.

Den Geschmack und die Zartheit prüft Sternekoch Matthias Diether in seiner Restaurantküche des „First Floor“ in Charlottenburg – eines der ältesten bestehenden Sternerestaurants in Berlin. Gemeinsam mit Dieter Moor zaubert er aus den mitgebrachten Zutaten einen feinen Lammrücken, der zum Nachkochen einlädt.

Ausblick auf die nächste Ausgabe:
Pfingstsonntag 19.05.13 18:40, rbb Fernsehen –
Köche und Moor: Unterwegs mit Sternekoch Thomas Kammeier

Die Suche nach den besten Zutaten für das Gericht „Geschmortes Hochland-Rind mit Spargel und Morcheln“ führt Dieter Moor und den Berliner Sternekoch Thomas Kammeier („Hugos“) über die Beelitzer Spargelfelder nach Melchow – zu einer Herde von Hochland-Rindern.
Diese werden wegen ihrer Robustheit auch in Brandenburg in ganzjähriger Freilandhaltung gezüchtet. Auf dem „Melchhof“ treffen sie Züchter Piet Lembke.

www.rbb-online.de/koecheundmoor/index.html

Karpfen im Trend

Auf rund 4.000 Hektar Teichfläche in Brandenburg wird in diesem Jahr mit einer Produktion von fast tausend Tonnen Speisekarpfen gerechnet. Dabei sind die Karpfen nicht nur im Handel erhältlich, sondern auch viele Fischereibetriebe mit einer Direktvermarktung haben den beliebten Fisch für die Festtage und den Jahreswechsel im Angebot. Auch der Kauf des Festtagskarpfens gehört in vielen Familien bereits zum Brauchtum – in der Region gekauft und vom Fischer küchenfertig ausgenommen, dazu die erforderlichen Gewürze und vielleicht noch ein Spaziergang um die winterlichen Teiche …

Der Weihnachtskarpfen hat in Mitteleuropa eine sehr lange Tradition. Karpfen gehört zum Heiligabend, an den Weihnachtsfeiertagen oder zu Silvester neben Gänsebraten und Kartoffelsalat mit Würstchen zu den klassischen Festtagsgerichten. Der Brauch an diesen Tagen Fisch zu essen, hat seinen Ursprung in der christlichen Lehre, als die Adventszeit als eine strenge Fastenzeit galt. Der Verzehr von Fleisch war untersagt, Fisch galt als „fleischlos“. Der 24. Dezember als Höhepunkt des Weihnachtsfests wurde deshalb mit einer besonderen Fastenspeise, dem Weihnachtskarpfen gefeiert.

Dabei erzielte der Karpfen bereits im 16. Jahrhundert hohe Preise. Bekannt ist, dass damals sogar das Vierfache des Preises von Rindfleisch erzielt wurde.

Der hohe Bedarf an Fisch in den christlichen Fastenzeiten hat zu einer wachsenden Anzahl von künstlich angelegten Fischteichen geführt, die auch heute noch bewirtschaftet werden. Karpfen ist, ob gebraten, blau oder mit Füllung gebacken, als Weihnachtsgericht nicht mehr wegzudenken.

Im Laufe der Zeit und regional verschieden sind weitere Bräuche um den Karpfen hinzu gekommen. Wer bei Festtagskarpfen eine Schuppe findet und diese im Portmonee aufhebt, der wird im nächsten Jahr immer genug Kleingeld haben. Neben den verschiedenen Bräuchen um Glück und Geldsegen gebührt dem Karpfen auch ein hoher Stellenwert als gesundes Lebensmittel.

Der Karpfen ist leicht verdaulich und liegt mit Sicherheit weniger schwer im Magen als eine üppige Weihnachtsgans. Er liefert gut verwertbares Eiweiß und unterstützt mit seinen Omega-3-Fettsäuren die Blutgefäße. Fettarm zubereitet bietet der Karpfen einen gesunden Genuss.

Brandenburg nimmt innerhalb Deutschlands in der Karpfenproduktion nach Bayern und Sachsen den dritten Platz ein. Einer Speisekarpfenproduktion in allen Bundesländern von rund 10.000 Tonnen jährlich steht ein Import von rund 1.500 Tonnen gegenüber. Ziel der Teichwirte ist es, vor allem über die bessere Verfügbarkeit von Satzfischen, den jährlichen Bedarf von 12.000 Tonnen Speisekarpfen in Deutschland abzusichern.

Eine Übersicht über die Brandenburger Fischer und Teichwirte hält der Landesfischereiverband auf seiner Internetseite bereit:
www.lfv-brandenburg.de

Gault Millau Brandenburg 2013 – Bestenlisten

Alexander Dressel aus Potsdam und Philipp Liebisch aus Senftenberg kochen sich im neuen Gault&Millau in die Küchenspitze des Landes / Weitere Aufsteiger Marco Giedow in Reichenwalde und Stefan Russ in Bad Saarow

In die Klasse der Köche mit „hoher Kochkunst und Kreativität” verbessern sich Jeune Restaurateuer Präsident Alexander Dressel vom „Friedrich-Wilhelm“ in Potsdam und Philipp Liebisch vom „Sandak“ in Senftenberg in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2013 der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau.

Dressel beeindruckte durch „Kaninchenrücken mit ausgefeilter Tomatenbegleitung plus kleinem Gin-Drink oder rohen Kaisergranat mit Gurken und Joghurt als attraktive, in sich ruhende Tellerlandschaft.“ Bei Liebisch gefielen „modische Kontraste wie die Schaumsuppe von rotem und
gelbem Paprika mit Schwarzkümmel und einem Stück gebackenem Kalbskopf am Tellerrand oder gebratener Kaisergranat mit Hahnenkämmen, Kichererbsen und Mango“. Für solch inspirierte Gerichte erhalten beide im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 16 von 20 möglichen Punkten.

15 Punkte und damit jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, erreichen Marco Giedow von der „Alten Schule“ in Reichenwalde („weltläufig das Schwarzfederhuhn mit Tiroler Speck und Mohnöl-Hollandaise“) und Stefan Russ von der „Villa am See” in Bad Saarow („originell der marinierte Pulpo mit roter Paprika, Passepierre-Algen und Chorizo“).

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Brandenburg hält mit 17 Punkten Oliver Heilmeyer vom „17fuffzig“ in Burg/Spreewald für „das hohe Niveau der Küche von der Spreewälder Rotkohlsuppe mit Strudel vom Kanincheneisbein bis zu edlem Bretonischem wie Hummer, Seeteufel und Jacobsmuschel oder des ‚Spreewald-Gartenmenü‘ als vorbildlicher vegetarischer Speisefolge“. Heilmeyer wird jedoch von 18 auf 17 Punkte herabgestuft, weil er „die perfekte Brandenburger Ente in extrem salzigen Heufond servierte und für das handwerklich tadellose Blaubeergratin mit Mandelquark geschmacksneutrale Zuchtbeeren nahm“.

Ihre 16 Punkte aus dem Vorjahr verteidigt Carmen Krüger von „Carmens Restaurant“ in Eichwalde mit „ihrer intelligenten Art zu kochen, bei der jedes Gericht auf das Notwendigste reduziert und im Ergebnis einfach gut ist – wie das Filet vom Brandenburger Kräuterschwein, mit Parmesan paniert, kross, innen wunderbar rosa, dazu geschmolzene Tomaten“.

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 17 Restaurants in Brandenburg. 13 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schaffen auch die neu eröffneten oder erstmals bewerteten Lokale „Seehotel“ in Großräschen mit 14 Punkten, weil es „die in dieser Gegend naturgemäß von Skepsis geprägten Erwartungen auf beachtlichem Niveau übertrifft“ sowie „Kochzimmer“ in Beelitz mit 13 Punkten für „entspannte Landküche voller Enthusiasmus“.
Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in der Mark Brandenburg drei langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt drei neu auf, je vier werden höher bzw. niedriger bewertet.
Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (808 Seiten, 29.95 €) 350 Hotels. Als zusätzliches Schmankerl bietet er auf 50 Seiten Restaurants und Hotels in Südtirol.

Für unterwegs gibt es den Gault&Millau auch als App fürs iPhone, iPad und bald auch für Android (7,99 €). Die App enthält den gesamten Inhalt der Buchausgabe und bietet Zusatzfunktionen zur Suche, Anfahrt und direkten Anwahl interessanter Restaurants.

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Christian Verlag München

Die 12 besten Restaurants des Gault&Millau in Brandenburg
17 Punkte
17fuffzig** in Burg/Spreewald

16 Punkte
Carmens Restaurant in Eichwalde
Friedrich-Wilhelm* in Potsdam
Sandak* in Senftenberg

15 Punkte
Goldener Hahn in Finsterwalde
Juliette und Speckers Landhaus in Potsdam
Alte Schule* in Reichenwalde
Villa am See* in Bad Saarow

14 Punkte
Seehotel* in Großräschen
Vier** in Luckenwalde
Klostermühle in Madlitz
*Aufsteiger **Absteiger

Alles zum Gault Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343565/Gault-Millau-2013-Deutschland/

Gault Millau Berlin 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343566/GM-Berlin-Tim-Raue-ist-Bester/

Gault Millau Thüringen
www.gourmet-report.de/artikel/343568/GM-Marcello-Fabbri-ist-die-Nr1-in-Thuerigen/

Gault Millau Schleswig Holstein 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343569/Gault-Millau-Schleswig-Holstein-2013/

Gault Millau Sachsen Anhalt:
www.gourmet-report.de/artikel/343570/Gault-Millau-Sachsen-Anhalt/

Gault Millau Sachsen 2013:
/www.gourmet-report.de/artikel/343571/Gault-Millau-Sachsen-2013/

Gault Millau Saarland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343572/GM-Saarland-Klaus-Erfort-05-Punkte-vor-Christian-Bau/

Gault&Millau Rheinland-Pfalz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343573/Gault-Millau-Rheinland-Pfalz-2013/

NRW: Der neue Gault&Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343574/NRW-Der-neue-Gault-Millau-2013/

Gault Millau Niedersachsen 2013
www.gourmet-report.de/artikel/343575/Gault-Millau-Niedersachsen-2013/

Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern:
www.gourmet-report.de/artikel/343576/Gault-Millau-in-Mecklenburg-Vorpommern/

Gault&Millau in Hessen:
www.gourmet-report.de/artikel/343577/Gault-Millau-in-Hessen/

Gault Millau Hamburg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343578/Gault-Millau-Hamburg-2013/

Gault Millau Bremen:
www.gourmet-report.de/artikel/343579/GM-Bremen-Norman-Fischer-ist-die-neue-Nr1/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343581/Gault-Millau-Baden-Wuertemberg-2013/

Gault Millau Bayern 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343580/Gault-Millau-Bayern-2013/

Gault Millau Historisch – 30. Jubiläum:
www.gourmet-report.de/artikel/343567/30-Jahre-Gault-Millau-in-Deutschland/

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Bestellink portofrei Christian Verlag München

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen und freuen uns ganz besonders, dass so viele ausgezeichnete Köche wieder mit CHROMA Cnife arbeiteten!

Christian Jürgens

Christian Jürgens ist Gault Millau Koch des Jahres – sagt die Gerüchteküche – Bobby Bräuer ist Gastgeber des Jahres und Rene Frank aus dem ‚La Vie‘ in Osnabrück ist „Pâtissier des Jahres“

In Berlin soll eine Dame auf 17 Punkte gekommen sein! Frau Frühsammer? Und auch das Horvath soll 17 Punkte haben. Ein anderer Berliner Betrieb, Fischer Fritz, wird böse bestraft! Ebenso wie Heilmeyer in Brandenburg. Der Aufsteiger des Jahres kommt aus Brandenburg, Philipp Liebisch. Käfer soll Restaurateur des Jahres sein.

Das sind aber ALLES nur GERÜCHTE. Mit hoher Wahrscheinlichkeit aber wahr. Gegen 18 Uhr werden wir alles wissen, hier auf dem Gourmet Report.

Bio-Hoffest am Potsdamer Platz

Morgen, am Sonntag den 23. September, ist am Potsdamer Platz in Berlin das Bio-Hoffest – Das Bio-Hoffest ist Teil des Festes zum Weltkindertag – Berliner Familien können unter Anleitung Getreide mahlen, Brot backen, Apfelsaft pressen oder Nudel herstellen – Das hört sich nach Spaß an!

Brandenburgs Agrarstaatssekretär Rainer Bretschneider: „Brandenburg hat viel zu bieten, gerade im Bereich Bio, und das wollen wir am Wochenende in Berlin präsentieren. Viele Biobetriebe verbinden ökonomisches Handeln mit ökologischen und sozialen Zielstellungen.
Sie tragen mit Existenzgründungen und der Schaffung von Arbeitsplätzen, ihrem Engagement in regionalen Netzwerken, durch Hoffeste, Seminare und Verkostungen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region bei. Das Bio-Hoffest bietet die Chance, in der Region erzeugte Nahrungsmittel kennenzulernen. Nutzen Sie die Angebote des Agrartourismus und besuchen Sie die Betriebe vor Ort. Mit der Entscheidung für heimische Produkte der Saison, unterstützen Verbraucherinnen und Verbraucher die weitere Entwicklung der brandenburgischen Landwirtschaft.“

Brandenburger Biobäuerinnen- und -bauern bringen die Welt des Biobauernhofs und handwerklicher Verarbeitung zu den Berliner Stadtkindern und laden ihre Gäste zum Gegenbesuch nach Brandenburg ein.

Alle Beteiligten – rund 40 Brandenburger Biolandwirte, Bioverarbeiter, die ökologischen Anbauverbände, Vereine des Umwelt- und Naturschutzes oder die Brandenburger Naturwacht – präsentieren sich mit Informations- oder Verkaufsständen.

Damit haben Berliner Familien die einmalige Gelegenheit, unter Anleitung von authentischen Bioakteuren in die Welt des Bio-Bauernhofs einzutauchen, Getreide zu mahlen, Brot backen, Apfelsaft zu pressen oder Nudel herzustellen.

Mit viel Spaß bringt das Bio-Hoffest den Kindern den Ökolandbau, gesunde Ernährung und die Herkunft ihrer täglichen Lebensmittel näher und begeistert sie zu einem Gegenbesuch auf dem Land. Durch die Vielzahl von Mitmachaktionen wie Kürbisschnitzen, Treckerparcours und Brotbacken, mit einer riesigen Strohhüpfburg, einem Streichelzoo und dem Ein- und Abtauchen in drei große Getreidebäder hat sich das Bio-Hoffest mittlerweile zum Herzstück des Weltkindertagsfests gemausert.

Auf der zentralen Bio-Hoffest-Bühne finden Interviews zum Brandenburger Landleben, musikalische Auftritte und andere Aktionen wie beispielsweise Schaukochen mit Kindern statt. Die Pressearbeit zum Bio-Hoffest erfolgt in Kooperation mit Unicef Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk, den Trägern des Weltkindertagsfests.

Ökolandbau in Brandenburg

Mit einem Flächenanteil von 10,6 Prozent an der landwirtschaftlichen Nutzfläche macht der Ökolandbau in Brandenburg bundesweit den höchsten Anteil aus. Absolut sind dies 142.783 Hektar beziehungsweise 1.028 Unternehmen oder etwa jeder achte Agrarbetrieb in der Mark.

Bio-Hoffest
Termin: Sonntag, 23. September
Zeit: 12.00 Uhr
Treffpunkt: Berlin, Bühne Bio-Hoffest, Potsdamer Straße/ Ecke Linkstraße

Gourmet Report wünscht viel Spaß!

Am Wochenende nach Brandenburg

Am 15. und 16. September ein buntes Fest, mit dem die Region Facetten des ländlichen Lebens vorstellen will – Erntekronenwettbewerb und neue Königin – Meister im Gespannpflügen – Heedekorn

Auf Initiative des Verbands zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes pro agro sowie des Landesbauernverbands Brandenburg startet am kommenden Wochenende das 9. Brandenburger Dorf- und Erntefest in der Niederlausitz-Gemeinde Muckwar. Nach der Eröffnung durch Ministerpräsident Matthias Platzeck und Agrarminister Jörg Vogelsänger wird hier an zwei Tagen (15. und 16. September) ein buntes Fest gefeiert, mit dem die Region Facetten des ländlichen Lebens vorstellen will. Muckwar ist ein Ortsteil der Gemeinde Luckaitztal im Amt Altdöbern (Landkreis Oberspreewald-Lausitz). Am Sonntag steht die 666-Jahr-Feier der Ersterwähnung von Muckwar im Fokus.

Erntekronenwettbewerb und neue Königin
Traditionell gehören zum Programm des Brandenburger Dorf- und Erntefests der große Festumzug, der Erntekronen- und der Ernteköniginnenwettbewerb sowie der Bauernmarkt mit Erzeugern und Handwerkern aus Brandenburg. 100 Tage vor dem 9. Brandenburger Dorf- und Erntefest wurde bereits die neue Luckaitztaler Erntekönigin gekrönt. Carina Läser aus Wormlage ist Leiterin der Milchviehanlage in Peickwitz und im Luckaitztaler Ortsteil Schöllnitz aufgewachsen.

In der Tradition der Erntefeste wird durch den Brandenburger Landfrauenverband der Erntekronenwettbewerb ausgerichtet. Alljährlich wetteifern Bewerber aus ganz Brandenburg mit ihren Erntekronen um die ersten Plätze und um den Titel „Publikumsliebling“. Nach längerer Pause beteiligen sich in diesem Jahr auch die Frauen aus den Landfrauenverband Niederlausitz mit einer Erntekrone beim Landeswettbewerb. Sie wollen es sich nicht nehmen lassen, beim 9. Dorf- und Erntefest, das in ihrer Region stattfindet, mit einer Krone dabei zu sein und sich der Jury zu stellen. Damit sind 19 Anmeldungen eingegangen. Allein sieben Kronen kommen aus der Gemeinde Luckaitztal. Die Landfrauen des Heimatvereins Lindenau bringen nicht nur ihre fertige Erntekrone mit, sie zeigen im Ausstellungszelt, wie aus tausenden Ähren eine Krone entsteht. Erstmals beteiligt sich der Traditionsverein Boblitz aus der Region. Angemeldet wurde auch eine polnische Erntekrone der „Folksgruppe Goscieszanki“ aus dem Kreis Zagan.

Meister im Gespannpflügen
Die 2. Offenen Ostdeutschen Meisterschaften im Gespannpflügen werden in diesem Jahr im Rahmen des 9. Brandenburger Dorf- und Erntefestes durchgeführt. Im Anschluss gibt es auf der Wettkampffläche das Geschicklichkeitsfahren mit Leiterwagen, Falknervorführungen und Theateraufführungen zu Pferde aus dem Luckauer Ortsteil Paserin.

Heedekorn
Einen Schwerpunkt des Dorf- und Erntefests in Muckwar bildet der Buchweizen, örtlich auch als „Heedekorn“ bezeichnet, der aufgrund seiner geringen Ansprüche an die Bodenverhältnisse schon vor langer Zeit Einzug in die Calauer Schweiz und das Luckaitztal gehalten hat. So werden auf einer eigens angelegten Fläche historische wie gegenwärtig kultivierte Pflanzen präsentiert, darunter auch Buchweizensorten. Hier geben fachkundige Einwohner ihr Wissen zu dieser Pflanze weiter. Schließlich können sich die Besucher auch Buchweizenplinse schmecken lassen oder Buchweizenhonig probieren. Für Kinder gibt es den Streichelzoo und die Aktiv-Olympiade entlang der Dorfstraße.

666 Jahre Dorfgeschichte
Am Sonntag (16. September) steht die 666-Jahr-Feier der Ersterwähnung von Muckwar im Fokus. Zu den Programmhöhepunkten gehören ein Wettbewerb im Holzrücken sowie das Kranzreiten: Für Kinder wird Pittiplatsch die Bühne erobern.

Bergbaulandschaft im Wandel
Muckwar ist ein Ortsteil der ländlichen Gemeinde Luckaitztal. Der Name leitet sich vom Bach Luckaitz ab, der in der Gegend entspringt. Das Dorf hat sich mittlerweile mit seinen Erntefesten, bekannt als Luckaitztaler Bauerntag, einen Namen gemacht. Einen Höhepunkt bildet dabei neben dem Erntekronenwettbewerb und anderen traditionellen Erntetechniken das Schaupflügen vor Jury und Publikum. 2010 zählte zu den Teilnehmern neben erfahrenen Landwirten auch ein Neunspänner mit jungen Männern der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde.

Das Amt Altdöbern mit seinen Gemeinden Altdöbern, Bronkow, Luckaitztal, Neupetershain und Neu-Seeland liegt südlich des Spreewalds im Lausitzer Seenland im südbrandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Geprägt durch die ehemaligen Tagebaue, Gräbendorf, Greifenhain und Sedlitz sind die Bergbaufolgelandschaften mitten im Wandel zu einer agrarisch und touristisch genutzten, attraktiven Region.

In den Gemeinden Bronkow und Luckaitztal, an einem Ausläufer des Niederlausitzer Landrückens, der Calauer Schweiz, gelegen, laden Wander- und Radwanderwege durch die bewaldete Hügellandschaft zur aktiven Erholung ein. Rund um den Ort gibt es 32 Kilometer Radwanderwege beziehungsweise fünf Wanderwege. Das Dorf Muckwar (niedersorbisch Mukwaŕ) gehört zum Naturpark Niederlausitzer Landrücken, eingebettet zwischen den Naturschutzgebieten „Calauer Schweiz“ und „Teichlandschaft Buchwäldchen/ Muckwar“. Sehenswert sind in Muckwar die Bockwindmühle, Wassermühlen, Ausstellungen mit historischer Technik, ein uralter Opferstein, das Wildtiergehege, die Töpferei, die Ziegelei, die Straußenfarm. -red

Gourmet Report wünscht seinen Lesern ein entspanntes Wochenende