Deutschland ist Brotland

1,9 Millionen Tonnen Brot und 6,4 Milliarden Brötchen haben die Bundesbürger im Jahr 2012 eingekauft. Deutschland gilt als das Brotland. Bei 99 Prozent der deutschen Verbraucher steht Brot regelmäßig auf der Einkaufsliste. Hierzulande sind rund 300 Brotsorten und 1.200 Varianten an Kleingebäck bekannt. Mischbrot ist mit 31,8 Prozent das beliebteste Brot der Deutschen. Gefolgt von Toastbrot (21,6 Prozent) und Körnerbrot (14,8 Prozent). Roggenbrot ist mit fünf Prozent nicht ganz so beliebt bei den deutschen Verbrauchern.

Brot enthält die lebenswichtigen Vitamine des B-Komplexes, die der Körper nur in kleinen Mengen speichern kann. Dazu kommen wertvolles pflanzliches Eiweiß und zahlreiche Mineralstoffe, wie Phosphor, Magnesium, Calcium und Kalium sowie kleinere Mengen an Natrium, Eisen und Jod.

Quelle: BMELV, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks

120.000 Kilometer

120.000 Kilometer
müsste eine einzelne Biene als Gesamtflugstrecke für 500 Gramm Honig zurücklegen. Dabei würde sie etwa dreimal um den Äquatorkreis fliegen. Pro Sammelflug trägt eine Honigbiene ca. 25 bis 30 Milligramm Nektar zusammen. Bei der Verarbeitung des wasserreichen Nektars zu Honig halbiert sich die Masse auf nur 12,5 bis 15 Milligramm. Sechs bis zehn Sammelausflüge unternimmt eine Biene durchschnittlich pro Tag. Für ein Bienenvolk ergeben sich bis zu 200.000 Ausflüge pro Tag.

Die Bienen sind nicht zuletzt für den Pflanzen- und Obstbau unverzichtbar. Erst durch die Bestäubung kommt es zur Befruchtung der Samenpflanze, aus der dann der Samen, die Frucht, gebildet werden kann. Durch die Sammeltätigkeit der Biene überträgt sie Pollen von einer Blüte zur Nächsten und leistet damit unbewusst einen Beitrag zur Bestäubung. Bei einem Obstbaumbestand von ca. 80 Millionen Obstbäumen (u.a. Apfel-, Birnen- und Kirschbäume) in Deutschland kommt den Bienen durch ihre Bestäubungstätigkeit für die Obstentwicklung eine unverzichtbare Rolle zu. Auch viele weitere Nutz- und Wildpflanzen sind von der Bestäubung durch die Bienen abhängig. Hierzu zählen neben Getreidearten auch Gemüse- und Weidepflanzen, insbesondere Fremdbestäuber wie der Raps.

Quelle: BMELV, LAVES, Institut für Bienenkunde Celle

Fast 100 kg Gemüse isst jeder

95,4 Kilogramm
frisches und verarbeitetes Gemüse verbrauchte jeder Bürger in Deutschland durchschnittlich im Jahr 2011. Neuer Rekord. Damit verzehren die Deutschen so viel Gemüse wie noch nie: Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 25,2 Kilogramm ist die Tomate weiterhin das Lieblingsgemüse der Deutschen. An zweiter Stelle liegen Speisezwiebeln mit 8,5 Kilogramm, gefolgt von Möhren, Karotten und Rote Bete mit zusammen acht Kilogramm. Der überwiegende Anteil der Frischgemüse-Einfuhr kommt aus EU-Ländern (92 Prozent), lediglich knapp acht Prozent werden aus Drittländern eingeführt. Deutschlands wichtigste Außenhandelspartner für frisches Gemüse sind mit einer Einfuhrmenge von rund 1,13 Millionen Tonnen die Niederlande, gefolgt von Spanien (921.000 Tonnen), Italien (274.000 Tonnen) und Frankreich (154.000 Tonnen).

Quellen: BMELV, BLE, Statistisches Bundesamt

Die Zahl der Woche

3,5 Kilogramm Erdbeeren
verzehrt jeder Deutsche im Jahr (Eigenverbrauch von Selbstversorgern nicht eingerechnet). Dabei kommen fast 50 Prozent der insgesamt rund 287 000 Tonnen Erdbeeren, die jährlich in Deutschland verbraucht werden, aus heimischer Erzeugung. Nachdem die Erdbeersaison in diesem Jahr etwas verspätet begonnen hat, läuft sie zur Zeit auf Hochtouren. Wie beliebt die Erdbeere ist, zeigt der kontinuierliche Anstieg der Anbaufläche in Deutschland: Während es vor zehn Jahren noch knapp 10.000 Hektar waren, belief sich die Anbaufläche im Vorjahr bereits auf 13.400 Hektar. Die beliebte rote Beere gibt es in zahlreichen köstlichen Sorten, neben den bekannten wie Korona und Mieze Schindler sind auch Kent, Primera und Mara de Bois sehr beliebt bei den Verbrauchern.

Quelle: BMELV

Die Zahl der Woche

57 Kilogramm Kartoffeln
hat jeder Bundesbürger im Jahr 2011 im Schnitt verbraucht. Darin eingerechnet sind auch Pommes frites, Klöße, Chips und andere Kartoffelerzeugnisse. Deutschland liegt beim Verbrauch eher im unteren Mittelfeld – in den EU-Ländern Lettland, Polen und Griechenland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Kartoffeln über 100 Kilogramm. Der Selbstversorgungsgrad in Deutschland betrug zuletzt 138 Prozent. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland auf einer Anbaufläche von 259.000 Hektar 11,84 Millionen Tonnen Kartoffeln erzeugt. Der weltweit größte Kartoffelerzeuger ist China, gefolgt von Russland und Indien. Deutschland steht an sechster Stelle der Erzeugerländer.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmelv.de/kartoffeln.
Quelle: BMELV

Die Zahl der Woche

1,94 Kilogramm Spargel
wurden im vergangenen Jahr in Deutschland statistisch gesehen von jedem deutschen Haushalt gekauft. Das waren fast sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Die diesjährige Spargelernte läuft in ganz Deutschland mittlerweile auf Hochtouren. Bereits 2011 war ein frühes und gutes Spargeljahr: Die Wachstumsbedingungen waren fast über die gesamte Saison optimal, so dass mit 103.000 Tonnen Spargel eine Rekordernte eingefahren werden konnte. Die Anbaufläche war mit 23.000 Hektar gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Für 2012 wird ein weiterer leichter Anstieg der Spargelanbaufläche in Deutschland erwartet.

Quelle: BMELV

Die Zahl der Woche

81,6 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder Bundesbürger jährlich weg

Im Durchschnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr 81,6 Kilogramm Essen weg – 76 Prozent davon werden über das kommunale Abfallsystem entsorgt. Pro Verbraucher und Tag lässt sich eine Menge von 225 Gramm Lebensmittel errechnen, die in der Tonne landen – das entspricht ungefähr dem Volumen eines durchschnittlichen Frühstücks. 47 Prozent der Lebensmittelabfälle wären in deutschen Haushalten vermeidbar, so eine aktuelle Studie der Universität Stuttgart, die das BMELV am Dienstag vorgelegt hat.

Weitere Informationen unter www.bmelv.de

Kampagne gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln

Bundesverbraucherministerin Aigner startet
Kampagne gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln – BMELV legt Studie über Lebensmittelabfälle in Deutschland vor

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner wird am Dienstag in Berlin eine Studie der Universität Stuttgart über Lebensmittelabfälle in Deutschland vorstellen. In der Untersuchung wurde ermittelt, wie viele und welche Abfälle jedes Jahr in der Wirtschaft, im Handel und bei den Verbrauchern entstehen. Das Bundesverbraucherministerium wird Ende März eine neue Informationskampagne für Verbraucher starten. Ziel ist es, den Menschen nützliches Wissen und praktische Tipps zu vermitteln über den Umgang mit Lebensmitteln – vom Einkauf über die richtige Lagerung bis hin zur Verarbeitung in der Küche.

Parallel dazu wird bereits Anfang kommender Woche im Handel eine deutschlandweite Aufklärungsaktion über das Mindesthaltbarkeitsdatum gestartet. Zudem werden auf Einladung der Bundesministerin bei einer Fachkonferenz am 27. März 2012 in Berlin Experten aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherschützer, Vertreter von Kirchen und NGO’s gemeinsam über Strategien gegen die Lebensmittelverschwendung beraten.

Lebensmittel aus der Region im Trend

Jeder zweite Verbraucher achtet beim Einkauf auf Lebensmittel aus der Region. Das ist das Resultat einer Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), an der 1.000 Bürger teilnahmen.

Rund 54 Prozent der Konsumenten greifen beim Einkauf gezielt zu regionalen Nahrungsmitteln. Heimische Produkte werden vor allem im Supermarkt (86 %), aber auch auf dem Wochenmarkt (45 %) und direkt beim Bauern (41 %) gekauft. Knapp 80 Prozent der Befragten wären sogar bereit, für regionale Produkte tiefer in die Tasche zu greifen. Denn sie haben Vertrauen zu den Landwirten aus der Heimat (83 %), sie schätzen die kurzen Transportwege (80 %) und haben ein positives Lebensgefühl, wenn sie hiesige Produkte essen (71 %). Ein Großteil der Deutschen möchte auf diese Weise auch einen Beitrag zur Erhaltung der Arbeitsplätze in ihrer Nähe leisten.

Doch nur jeder Fünfte fühlt sich über die Herkunft von regionalen Lebensmitteln ausreichend informiert. Daher hat das BMELV eine bundesweite Initiative für eine bessere Kennzeichnung von regionalen Produkten gestartet. Die Verbraucher sollen in Zukunft auf dem Etikett klar erkennen können, was mit regional gemeint ist, woher die Hauptzutaten stammen und an welchem Ort sie verarbeitet worden sind. Die Nutzung dieses freiwilligen „Regionalfensters“ auf der Verpackung wird mit einem Zertifizierungs- und Kontrollsystem verbunden sein, erklärt das BMELV.

Zahlreiche Bundesländer haben bereits eigene Herkunfts- und Qualitätskennzeichen entwickelt oder knüpfen mit ihren regionalen Herkunftsangaben am Bio-Siegel an. Das Problem ist, dass die Kriterien uneinheitlich sind. Der Verbraucher erwartet, dass als regional gekennzeichnete Produkte nicht nur eine bestimmte Herkunft, sondern auch eine höhere Qualität haben. Diese Erwartungen sollte das „Regionalfenster“ erfüllen und eine Art Basisqualität schaffen, fordert der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in einem Gespräch mit Deutschlandradio. Es dürfe nicht sein, dass Hersteller mit Regionalität werben können, ohne die neue Kennzeichnung zu verwenden und die damit verbundenen Kriterien zu erfüllen.
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) unterstützt die Initiative, da der Verbraucher auf diese Weise durch seine Kaufentscheidung die Landwirtschaft in der Region fördern könne. Voraussetzung sei aber, dass das System eindeutig und leicht zu verstehen ist und zuverlässig gestaltet wird.
Heike Kreutz, www.aid.de

Mit den Durchblickern auf Entdeckertour

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat eine eigene Internetseite für Kinder und Jugendliche gestartet. Die neue Internetpräsenz ist ab sofort erreichbar unter den Adressen www.bmelv.de und www.bmelv-durchblicker.de

„Ob Handy oder Taschengeld, ob im Umgang mit persönlichen Daten im Internet oder dem ersten Sparkonto: Die meisten Kinder und Jugendlichen treffen schon früh wichtige Konsumentscheidungen. Deshalb können grundlegende Verbraucherkompetenzen nicht früh genug erlernt werden. Die neue Internetseite des BMELV bietet Kindern und Jugendlichen wertvolle Informationen, um den immer komplexer werdenden Alltag zu meistern. Sie enthält eine bunte, abwechslungsreiche Mischung von Beiträgen über Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und stärkt so gezielt die Alltagskompetenz junger Menschen. So bekommen junge Leute frühzeitig den Durchblick über ihre Rechte, Chancen und Risiken in der Informations- und Konsumwelt“, erklärte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am Montag zum Start der Internetseite.

Die vier „Durchblicker“ Anna, Tarik, Luzy und Paul begleiten im neuen Internetangebot des BMELV Kinder und Jugendliche durch spannende und abwechslungsreiche Themen rund um Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Unter www.bmelv-durchblicker.de oder www.bmelv.de informiert das Ministerium über zahlreiche Themen aus der Lebenswelt der Acht- bis Vierzehnjährigen und gibt nützliche Tipps für den Alltag.

Kinder sind heute längst eine attraktive Zielgruppe für die Werbung. Sie besitzen oft Mobiltelefone und Konten, laden Spiele im Internet herunter und gehen dabei Vertragsbeziehungen ein. In der digitalen Welt haben Kinder und Jugendliche einen viel größeren Radius als in der realen Welt. Damit verbunden ist die Gefahr, dass persönliche Daten im Internet von fremden Personen missbraucht werden. Deshalb bietet die neue Internetseite auch zum Datenschutz im Netz viele alltagsnahe Tipps an.

Was verrät die Verpackung beim Einkaufen, welche Fallstricke lauern beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages und was sind eigentlich meine Rechte als Kunde? Das und vieles mehr erfahren Kinder und Jugendliche in Infobeiträgen, Geschichten, Spielen und Filmen. Mit dem neuen Internetangebot informiert das BMELV auch über ausgewogene und vielseitige Ernährung, bietet Denkanstöße zur Wertschätzung von Lebensmitteln und gibt Tipps, wie Lebensmittelabfälle vermieden werden können. Ziel ist es, junge Menschen zum Nachdenken über Konsumgewohnheiten anzuregen und ihnen praktische Tipps an die Hand zu geben.

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin sind junge Besucherinnen und Besucher vom 20. bis 29. Januar 2012 in der Sonderschau des BMELV in Halle 23a eingeladen, ihr Wissen bei einer „Durchblicker-Rallye“ zu testen und das „Durchblicker-Diplom“ zu erwerben.