Hendrik Canis

Hendrik Canis‘ Einstand als Sommelier und Serviceleiter im Hotel Elephant

Heimat bleibt eben Heimat, auch für einen der renommiertesten Sommeliers Berlins. Hendrik Canis, geboren im thüringischen Weimar, ist neuer Sommelier und Serviceleiter im Hotel Elephant. Verantwortlich für das Gourmetrestaurant Anna Amalia und den Elephantenkeller, stellte er sich zur wichtigsten Veranstaltung des Hotels, der zweitägigen Küchenparty Marcello & Friends, rund 800 Gästen vor.

Rückkehrer wie Hendrik Canis sieht man gerne in Weimar. Der gelernte Restaurantfachmann war rund 20 Jahre in Berlin aktiv und hat sich dort als Ausnahmegastgeber einen Namen gemacht. Nach Stationen wie dem Restaurant Vau, der Weinbar Rutz und dem eigenen Restaurant Die Spindel, fühlte er sich bereit für neue Herausforderungen: „Nach all den Jahren in der Großstadt wollte ich wieder ein Stück Heimat riechen. Nun in einem so wunderbar gewachsenem Haus wie dem Hotel Elephant zu arbeiten, macht mich sehr stolz.“

Auch Kay Heller, General Manager des Hotel Elephant in Weimar, freut sich über soviel Fachwissen und Leidenschaft in Person, zumal der zweifache Familienvater Hendrik Canis das Team um Küchenchef Marcello Fabbri und Restaurantleiterin Katrin Kühn als Sommelier und Serviceleiter perfekt ergänzt. „Einen erfahrenen Profi wie Hendrik Canis in unseren Reihen zu haben, ist für große Events wie unserer Küchenparty besonders wertvoll. Den diesjährigen Erfolg von Marcello & Friends haben wir somit auch ihm zu verdanken.“ Dass der leidenschaftliche Sportler Canis viel Ausdauer hat, bewies er am 18. und 19. November 2016 im Akkord – nämlich beim Öffnen von rund 200 Champagnerflaschen für die Gäste der Küchenparty. „Das war großer Rock’n’Roll, ich hätte mir keinen besseren Einstand wünschen können.“ Hendrik Canis‘ Herz schlägt also nicht nur für edle Gewächse aus Deutschland, Italien und Österreich, sondern auch für seine Heimatstadt Weimar, die er während seiner Zeit in Berlin nie vergessen hat.

www.hotelelephantweimar.com

Gault Millau 2017 – Thüringen

Zwei Thüringer Köche verbessern sich dieses Jahr nach dem Geschmack der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau in jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird: Simon Raabe in seinem  Ende September 2016 eröffneten „Belle Epoque“ in Mühlhausen und Johannes Wallner vom „Clara“ in Erfurt. Raabe, der zuvor im „Küsterhaus“ (in Mühlhausen) kochte, „präferiert weiterhin jene Art zeitgemäßer bürgerlicher Küche, die er während seiner zehn Fortbildungsjahre in der Schweiz und im Elsass verinnerlichte: glasigen Bachsaibling auf Papaya-Chinakohlsalat mit Zitronengras oder auf Apfelholz geräuchertes und mit tasmanischem Bergpfeffer gewürztes Kalbsfilet mit Cassissauce und Gemüse“. Wallner „entfacht zwar kein kreatives Feuerwerk, bietet aber zuverlässig harmonische Gerichte wie Rehrücken in kräftigem Jus mit jungem Sellerie, geschmolzenen Blaubeeren und frischen Morcheln oder Sauerkirschgranité mit Haselnusskrokant unter einem Rosmarinschaum“.
Beide bekommen in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017, die nach dem fanzösischen Schulnotensystem urteilt, jeweils 15 von 20 möglichen Punkten, die für einen „hohen Grad an Kreativität und Qualität“ verliehen werden.

Auf 14 Punkte steigert sich „der vormalige Bauhistoriker, aromenintensiv und edelrustikal kochende Autodidakt“ Dr. Werner Freund vom „St. Georges“ in Dieterode. Seine „kulinarische Tour de France mit Abstechern in andere radsportbegeisterte Länder bietet nach  Entenstopfleber mit bitter-süßer karamellisierter Orange auch eine sehr erfrischende Interpretation der Insalata Caprese (Burrata vom Wasserbüffel, Basilikumsorbet, Tomatenpesto) oder gut bestückte baskische Fischsuppe mit Piment d’Espelette und Pernod“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Thüringen teilen sich mit den beiden Aufsteigern Raabe und Wallner „der kaum noch italienisch kochende“ Marcello Fabbri vom „Anna Amalia“ in Weimar und Christian Hempfe vom „Scala“ in Jena. Bei dem „aufgrund von Nachlässigkeiten“ um einen Punkt abgewerteten Fabbri fanden die Tester „Bretonischen Hummer auf weißem Selleriesalat und einer Nocke des Knollengemüses eine respektable Kombination, besonders dann, wenn großzügig edler Osietra-Kaviar das Gericht nobilitiert – aber nur solange, bis ein unharmonischer Sud von Stangensellerie angegossen wird.“ Der „meist blätter- und blütenreich anrichtende“ Hempfe gefiel mit „farben- und aromafreudigen Gerichten wie der Gänseleber auf Pistazienbrot mit Kirschenspiel oder dem Lammrücken im mediterranen Geleit von gerösteten Artischocken, Oliven und lockeren Quarkgnocchi.“    

Dem Quartett folgen mit 14 Punkten Ulrich Rösch vom „Weinrestaurant Turmschänke“ in Eisenach, der „Kabeljau unter der Röstzwiebelkruste mit sautierten Radieschen, Cidresauce und Tagliarini anrichtet und von der Taube zarte Brust und knusprig gebackene Pâté mit violetter Karotte, Saubohnen und Morchelrisotto inszeniert“, und Andreas Schöppe vom „Il Cortile“ in Erfurt, bei dem „verlockende Antipasti wie das dünn aufgeschnittene Agnello mit eingelegten Peperoni, Bleichsellerie, lila Kartoffeln und gekleckster Thunfischcreme sowie Pasta alla Casarecce mit Garnelen, rosa Rinderfilet, Lauch und Chili eine sichere Bank sind“.  

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 17 Restaurants in Thüringen. 12 Restaurants zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, die ab 13 Punkten verliehen werden. Die schaffen auch die erstmals bewerteten Christin Ballenberger in ihrem Bistro „Das Ballenberger“ in Erfurt „dank Gerichten wie der röschen Perlhuhnbrust in Senfsauce mit Safranweizen und knackigen Erbsschoten“ und Martin Grau im „Le Goullon“ in Weimar durch „typische Bistro-Gerichte wie kurz gebratenes Tatar von der Regenbogen-Makrele mit Avocado, Tomate und Zwiebeltarte“.

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Thüringen
15 Punkte
**Clara im Kaisersaal in Erfurt
Scala in Jena
*Belle Epoque in Mühlhausen
***Anna Amalia in Weimar
14 Punkte
**St. Georges in Dieterode
Weinrestaurant Turmschänke in Eisenach
Il Cortile in Erfurt
13 Punkte
Venerius in Eckolstädt
*Das Ballenberger in Erfurt
Posthalterei in Meiningen
Feine Speiseschenke in Rüdigsdorf/Südharz
Anastasia und *Le Goullon in Weimar

*Newcomer  **Aufsteiger ***Absteiger   

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

8. Big Bottle Party Berlin

XXL Gaumenschmaus – die 8. Big Bottle Party sorgte für großes Staunen und Genießen – 560 Liter Wein, über 2.000 kulinarische Portionen, 1.500 Pralinen

Der Leitgedanke der Big Bottle Party „große Winzer – große Weine – große Küche“ wurde dieses Jahr mit dem Motto „Ladies first!“ geadelt. Chefsommelier Gunnar Tietz und der aktuelle Berliner Meisterkoch Matthias Diether empfingen im Rahmen der 8. Big Bottle Party im Gourmetrestaurant „first floor“ die weibliche Wein- & Kochelite.
45 Spitzenwinzerinnen aus ganz Europa schenkten rund 560 Liter Wein aus 3-Liter- Doppelmagnum- und 6-Liter-Imperial-Abfüllungen aus, während sieben Spitzenköche 2.000 Portionen für rund 280 Gäste anrichteten. Doch damit nicht genug, präsentierte Chocolatier Gerhard Skrovanek 1.500 handverlesene Pralinen und Käsepapst Bernard Antony hatte 20 kg feinsten Käse aus dem Elsass mit im Gepäck.

Für die prickelnde Erfrischung sorgte Champagnerexpertin Alice Paillard höchst persönlich und schenkte aus einer Doppelmagnum, auch Jeroboam genannt, ein Bruno Paillard Premiere Cuvee ein. Auch das wurde getoppt, denn Vranken Pommery spendierte eine eisgekühlte 6-Liter-Imperial Abfüllung eines Grand Crus 1995 Champagner.
Zum ersten Mal zog eine geballte Frauenpower in das Gourmetrestaurant „first floor“ ein; nicht zuletzt auch unterstützt von den neun „Next Queen of Cuisine“ Nachwuchsköchinnen, die unter anderem von Jurymitglied Matthias Diether und TV Moderatorin Birgit Lechtermann gefördert werden.

„Wir blicken auf drei sehr ereignisreiche Tage mit vielen tollen kulinarischen Höhepunkten zurück und können sagen, dass wir sehr stolz auf dieses Event sind. Unser Bestreben ist es, jedes Jahr aufs Neue unseren Big Bottle Party Fans ein Highlight zu bieten. Dieses Jahr haben wir gezeigt, dass auch Frauen in der Topliga spielen können“, so die Gastgeber Tietz und Diether.

Für das kulinarische Wohl sorgten:
Sonja Frühsammer – Frühsammers Restaurant
Kremmener Büffelmozzarella, wilder Brokkoli, Salzmandel, Basilikumeis
Anna Sgroi – Restaurant Anna Sgroi (1 Michelin Stern)
Langostinos mit Avokadosalat und Gurken-Ingwer-Vinaigrette
Sarah Henke (1 Michelin Stern) Hamachi Sashimi – Ponzu – Cashew
Elisabeth Grabmer – Restaurant Waldschänke (1 Michelin Stern)
Geschmortes Kalbsbackerl mit Sonnenblumenpüree, Blumenkohl & Bachkresse
Thomas Martin (Jacobs Restaurant, Hotel Louis C. Jacob, 2 Michelin Sterne)
Räucheraal mit Apfel, Gurke und Süssweingelee
Matthias Diether („first floor“, 1 Michelin Stern)
Kaninchen – Kerbel – Kartoffel
Dessert: Kräuter Dessert, Frucht-Tartlets, Schoko-Schalen, Flip Flops
Lisa Hermes (Neuseelandhirsch)
Gebeizter Neuseelandhirsch mit Sellerie, Apfel, Walnuss und Mandarine

Auch in diesem Jahr wurde während der Big Bottle Party für einen guten Zweck gesammelt und der Erlös mit 10.510 Euros kann sich sehen lassen. Diesmal gab es eine große Tombola mit Preisen im Wert von 32.000 Euro – wie beispielsweise Reisen, Gourmetgutscheine und Verwöhnmomente. Der Erlös dieser Tombola geht zu hundert Prozent an den Förderverein Kinder- & Jugendhilfezentrum Neukölln, Buckow e.V.

Die komplette Winzerliste finden Sie unter www.bigbottleparty.de

Anna Brandl, Anja Großhauser, Katharina Harrer, Sofia Waffler sind Gewinner

Der Schülerkochpokal

126 vierköpfige Schülerteams wetteiferten mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 unter dem Motto „Alles aus Teig – Herzhaft & Süß“ um den heiß begehrten Pokalsieg im bundesweiten Kochwettstreit. Mit dem Finale im Casino des Förderpartners Thüringer Energie AG steht nun der Bundessieger fest: Die Schülerköchinnen Anna Brandl, Anja Großhauser, Katharina Harrer und Sofia Waffler um Teambetreuerin Sabine Edbauer der Staatlichen Regelschule Berching Bayern haben sich mit ihrem Menü „Okzident meets Orient“ gegen 13 starke Mitstreiter-Teams durchgesetzt und sich den 1. Platz erkocht.

Den 2. Platz sicherte sich mit dem Menü „Sinfonie der Sinne“ die „Chaotentruppe“ Dominic Acker, Isabel Bitterwolf, Aileen Kopatschek und Malte Rauch um Teambetreuerin Carola Kohler von der Schule am Schlosspark Aulendorf (Baden-Württemberg), gefolgt von den „Landköchen“ Carlo Füllmich, Melissa Schimkus, Jannis Schneider und Paul Schwarze um Teambetreuerin Monika Kretzschmar von der Oberschule Lossatal aus Falkenhain (Sachsen) und ihrem Menü „Ländlich, tierisch, lecker““.

Dem neunköpfigen Juryteam vom Verband der Köche Deutschlands e. V. fiel die Entscheidung nicht leicht. Bewertet wurde neben Geschmack und Optik auch die Sauberkeit und Arbeitsweise im Team und am Kochplatz, die Lebensmittelverwendung und -verwertung sowie die Kreativität und die mündliche Präsentation der Schülerköche.

Thüringens Sterneköchin und Schirmherrin des 17. Schülerkochpokal, Maria Groß beglückwünschte und ermutigte alle Bundesfinalisten zum Weitermachen: „Ihr besitzt etwas ganz Wertvolles – nämlich die Motivation und das Talent, selbst etwas zu kreieren und herzustellen! Darauf könnt Ihr alle sehr stolz sein – macht weiter so!“

Auch der Juryvorsitzende und Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands e.V., Andreas Becker appellierte an den Nachwuchs: „Kocht und probiert euch auch weiterhin aus, bleibt neugierig und kreativ! Dass einige von Euch in unsere Fußstapfen treten und sich für den Kochberuf entscheiden, ist wünschenswert und würde uns freuen. Die Küchen brauchen Köche wie Euch!“

Neben dem Wanderpokal, gestiftet von der Thüringer Energie AG, nahm das Gewinner-Team auch das Ticket für eine kulinarische Erlebnisreise ins Bio-Seehotel in Zeulenroda-Triebes (Thüringen) mit nach Hause. Die Vizemeister wurden von der Thüringer Energie AG mit einem Preisgeld in Höhe von 750,00 Euro prämiert. Den 3. Platz honorierte die Firma CHEFS CULINAR.

Leer gingen auch die anderen Teams nicht aus: Alle Teams wurden von den Juroren mit dem 4. Platz ausgezeichnet und freuen sich über hochwertige Teampräsente für die Schulküche von ED. WÜSTHOF DREIZACKWERK KG., Hela Gewürzwerk Hermann Laue GmbH & Co. Kg sowie ein Jahresabo der Fachzeitschrift KÜCHE von der LPV Media GmbH.

Moralisch unterstützt wurde das Kochevent neben engagierten Unternehmen auch von Vertretern der Politik. Fasziniert von der Professionalität der Bundesfinalisten war Carola Stauche (MdB): „„Es ist erstaunlich, was die Schülerteams in nur 120 Minuten Zubereitungszeit auf die Teller gebracht haben. Zu beobachten, mit wie viel Geschick und Kreativität sie ihre Menüs zubereiten, fand ich hervorragend. Sich bewusst zu ernähren ist ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft. Projekte wie der Schülerkochpokal, der hier Aufklärungsarbeit leistet, müssen wir stärker unterstützen. Dafür setze ich mich ein“, äußerte Carola Stauche, Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

Gespannt sein darf man schon jetzt auf den Schülerkochpokal – 18. Bundeswettbewerb 2014/2015, der unter dem Motto „Date mit der Nachbarregion – Clever und Klimafreundlich“ auf die Reise geht.

Alle wichtigen Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf des Schülerkochpokal – 18. Bundeswettbewerb 2014/2015 finden Sie ab Juli 2014 unter www.schuelerkochpokal.org.

Hintergrund: Der Schülerkochpokal, ehemals ERDGASPOKAL der Schülerköche, ist ein bundesweit einzigartiger Kochwettbewerb für Mädchen und Jungen der Sekundarstufe I. Initiiert und gefördert durch die „Kochen macht Schule gGmbH“ und den Verband der Köche Deutschlands e. V. hat es sich der Schülerkochpokal zur Aufgabe gemacht, Jugendliche für ausgewogene Ernährung und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren. Der Schülerkochpokal leistet damit einen wichtigen Beitrag im Sektor Jugendhilfe sowie Volks- und Berufsbildung. Lehrreich und mit viel Spaß werden die Schüler an die Welt des Kochens herangeführt und Fähigkeiten wie Teamgeist, Kreativität und Zeitmanagement geschult.

Gunnar Tietz & Matthias Diether

Frauenpower im „first floor“ – „Ladies first“  heißt das Motto der 8. Big Bottle Party
 
Vom 30. Mai bis 1. Juni 2014 lädt das Gourmetrestaurant „first floor“ im Hotel Palace Berlin zur 8. Big Bottle Party, ein hochkarätiges Genuss-Event, das sich weit über die Berliner Stadtgrenze hinaus einen Namen gemacht hat.
 
Dieses Jahr ist das größte Großweinflaschen-Event in Deutschland den besten Winzerinnen und Köchinnen unserer Tage gewidmet. Unter dem Motto „Ladies first“ präsentieren Chefsommelier Gunnar Tietz und der aktuelle Berliner Meisterkoch Matthias Diether Winzerinnen und Köchinnen aus der deutschen und europäischen Spitzenriege.
 
Das Feinschmecker-Wochenende verspricht Großes: am Freitag ein Gala-Abend mit befreundeten Winzern und zwei Gastköchen unter anderem Maria Groß (1 Michelin Stern) sowie Käseveredler Maître Bernard Antony, die Gourmetsafari durch Berlin am Samstag und als Höhepunkt die Big Bottle Party am Sonntag. Zur großen Abschlussveranstaltung am Sonntag, den 1. Juni 2014 verwandeln 40 Winzerinnen und fünf Sterneköchinnen die gesamte „first floor“ Bel Etage im Hotel Palace, einschließlich der „first floor“-Küche, in eine Bühne für einzigartige kulinarische Genüsse.
 
Warum dieses Jahr die geballte Frauenpower in das Gourmetrestaurant „first floor“ einzieht, erklären Chef de Cuisine Matthias Diether und Chefsommelier Gunnar Tietz so:
 
„In den letzten Jahren kann man eine deutliche Zunahme der weiblichen Küchenchefs in der Sternegastronomie beobachten. Wir möchten diese Entwicklung unterstützen und freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr so viele ausgezeichnete Sterneköchinnen präsentieren dürfen“, so der Berliner Meisterkoch Matthias Diether. Die Kochlöffel schwingen diesmal Sterneköchinnen wie Sarah Henke (1 Michelin Stern), Anna Sgroi (1 Michelin Stern), Elisabeth Grabmer (1 Michelin Stern), Caroline Baum (1 Michelin Stern), Sonja Frühsammer (17 Gault Millau Punkte) und Maria Groß (1 Michelin Stern).
 
Aber auch im Weinanbau verspürt man einen klaren Wandel. Winzer ist längst kein reiner Männerberuf mehr. „Statt Vater und Sohn sieht man immer mehr, dass Vater und Tochter gemeinsam das Weingut leiten. Wir erwarten dieses Jahr fanstatische Winzerinnen wie Barbara Huber vom Weingut Huber, Winzerin Mathilde Pfeiffer vom französischen Château Batailley sowie Lorenza Sebasti vom Castello di Ama aus der Toskana, die Ihre 3-Liter Doppelmagnum- und 6-Liter Imperial-Abfüllungen präsentieren“, freut sich Chefsommelier Gunnar Tietz.
 
Big Bottle Party 2014 – Feinschmecker-Events:
30. Mai 2014 – Gala-Abend „first floor“ & friends
Sternekoch Matthias Diether und zwei befreundete Gastköche servieren ein 6-Gänge-Menü. Dazu holen befreundete Winzer von Chefsommelier Gunnar Tietz edle Tropfen aus ihren Weinkellern. Für den krönenden Abschluss sorgt Käse Affineur Bernard Antony.
€ 249,00 pro Person / Beginn 19:00 Uhr.
 
31. Mai 2014 – Gourmetsafari „besuchen, probieren, genießen“
Zusammen mit „first floor“ Chef de Cuisine Matthias Diether und Chefsommelier Gunnar Tietz geht es auf eine Gourmetsafari einmal quer durch die Hauptstadt. Weinliebhaber und Genießer besuchen fünf Berliner Spitzenköche. Begleitet werden sie von drei Top-Winzern.
€ 279,00 pro Person / Beginn 14:00 Uhr.
 
1. Juni 2014 – Big Bottle Party 2014
„Ladies first“ lautet das Motto der 8. Big Bottle Party: Chefsommelier Gunnar Tietz hat 40 Top-Winzerinnen aus ganz Europa eingeladen und Sternekoch Matthias Diether sorgt mit fünf Spitzenköchinnen und einem Hamburger Sternekoch für einen kulinarischen Gaumentanz.
€ 179,00 pro Person / 12:30 bis 18:00 Uhr.
Sonja Frühsammer – Frühsammers Restaurant, Berlin (17 Gault Millau Punkte)
Anna Sgroi – „Anna Sgroi“, Hamburg (1 Michelin Stern)
Sarah Henke – Spices, Sylt (1 Michelin Stern)
Caroline Baum – Reisers am Stein, Würzburg (1 Michelin Stern)
Elisabeth Grabmer – Waldschänke, Grieskirchen, Oberösterreich (1 Michelin Stern)
Thomas Martin – Jacobs Restaurant, Hamburg (2 Michelin Sterne)
Matthias Diether – „first floor“, Berlin (1 Michelin Stern)
Chocolatier Gerhard Skrovanek, Skrovanek Edelpralinen Manufaktur, München
Käseveredler Maître Bernard Antony, Elsass
 
Auch in diesem Jahr wird für einen guten Zweck gesammelt. Der Erlös der Big Bottle Party Tombola geht zu hundert Prozent an den Förderverein Kinder- & Jugendhilfezentrum Neukölln, Buckow e.V. Unter den Charity-Gewinnen sind Preise wie Gourmetgutscheine, Übernachtungsgutscheine oder erlesene Weine.
 
Tickets unter +49(0)30-2502 1126 oder per E-Mail a.vos@palace.de. Weitere Details, Übernachtungs-Arrangements und die komplette Winzerliste unter www.bigbottleparty.de

Gault Millau 2014 – Thüringen

Wie zuvor in Erfurt bietet der im Frühjahr umgezogene Claus Alboth auch in Weimar „mit intensiven Aromen, farbenfroher Gestaltungsfreude und behutsamer Experimentierlust angenehm moderne Küche“, lobt die französische Gourmetbibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2014. Der „Vollblutkoch sucht auch hier nicht die große Bühne für experimentelle Kochkunst, sondern erfreut durch knusprigen Schweinebauch mit Paprika und Zitronengras, als Röllchen gebackenes Steinbuttfilet im Spargel-Lauchfond mit Vongole oder butterzartes Kalbsfilet mit glasigem Langostino auf Kohlrabi“. Dafür erhält er im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 16 Punkte. Sie stehen für „hohe Kochkunst und Kreativität”.

14 Punkte erreicht erstmals Sten Fischer vom „Alt-Weimar“ in Weimar. „Er legt Wert auf seine Mitgliedschaft im Clubtrio „Fiese Köche“ – erschreckte aber bloß durch minimale Portionsgrößen. Ansonsten hatten wir Freude am knusprigen Saiblingsfilet auf Rote Bete-Mousse oder rosa Filet vom Rind mit Schwarzwurzeln, Bianchetti-Trüffel und gebackener Kartoffelrolle.“

Dieselbe Note schaffen auf Anhieb Alboths aus der Schweiz heimgekehrte Erfurter Nachfolgerin Maria Groß im „Clara im Kaisersaal“ und Simon Raabe im erstmals bewerteten „Küsterhaus“ in Mühlhausen. Sie bot „auf schwarzem Schiefer stimmig komponierten Saibling als gebeizte Rolle auf Blätterteig und als Tatar in Quaderform mit Olivenöleis sowie Kaninchen im Karottengarten mit belebender Kresse“, er „richtete das mit Estragonpanade gebratene Wachtelbrüstchen und die Gamba auf einem Salat von gebratenen Spargelspitzen und Weinbergpfirsich originell im ausladenden Cocktailglas an und die luftige Ananascreme auf fruchtigem, mit karamellisiertem Zucker bereitetem Kirschragout in der Kaffeetasse“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Thüringen verteidigt souverän der „in Mailand und München geprägte Maestro“ Marcello Fabbri vom „Anna Amalia“ in Weimar: „Die luxuriöse Noblesse im hohen Speisesaal bietet eine imposante Umrahmung für kunstwerkartige Gerichte wie Seezungenfilet mit estragonwürziger Tomaten-Vanille-Emulsion und Karotte oder Rehrückenmedaillon mit Kakaobruchsauce, Süßkirschen, Kartoffelbaumkuchen und glacierter Entenmastleber.“

Platz 3 hinter Alboth hält mit 15 Punkten Ulrich Rösch vom „Weinrestaurant Turmschänke“ in Eisenach: „Rundum gelungen schickte der Veteran aus den DDR-Interhotels die rosa Barbarie- Entenbrust mit karamellisierten Schwarzkirschen, jungem Lauch und Duccanockerln und das Kotelett vom heimischen Duroc-Schwein mit gebratenem Blumenkohl und Kaiserschoten.“

Die Tester beschrieben und bewerteten dieses Jahr insgesamt 19 Restaurants in Thüringen. 16 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Ferner beschreibt und klassifiziert der Gault&Millau Deutschland 2014 250 Hotels.

Ab sofort erhalten Genießer mit dem Erwerb der Printausgabe des Gault&Millau Deutschland 2014 auch Zugang zu den exklusiven Web&App-Services.

Gault&Millau Deutschland 2014 – Der Reiseführer für Genießer 31. Jahrgang, 736 Seiten, 29,99 Euro
ISBN 978-3-86244-487-8  Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Thüringen

17 Punkte
Anna Amalia in Weimar

16 Punkte
Alboth’s** in Weimar

15 Punkte
Weinrestaurant Turmschänke in Eisenach

14 Punkte
Clara im Kaisersaal** und Il Cortile in Erfurt Scala in Jena
Posthalterei in Meiningen
Zum Küsterhaus** in Mühlhausen Alt-Weimar* in Weimar

13 Punkte
St. Georges in Dieterode
Gloriosa und Palais Wachsberg in Erfurt Schieferhof in Neuhaus am Rennweg Landgrafenstube in Ruhla Schwanenrestaurant* in Tabarz Anastasia in Weimar

* Aufsteiger **Newcomer

 

Unser Bericht zum Gault Millau 2014: www.gourmet-report.de/artikel/344791/Berlin-raeumt-ab-beim-Gault-Millau-2014/
Die Resultate aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/344792/Gault-Millau-2014-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/344793/Gault-Millau-2014-Baden-Wuertemberg/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/344794/Gault-Millau-2014-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/344795/Gault-Millau-2014-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/344796/Gault-Millau-2014-Hamburg/
NRW: http://www.gourmet-report.de/artikel/344797/Gault-Millau-2014-NRW/
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/344798/Gault-Millau-2014-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/344799/Gault-Millau-2014-Saarland/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/344800/Gault-Millau-2014-Sachsen-Anhalt/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344801/Gault-Millau-2014-Sachsen/
Schleswig-Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/344802/Gault-Millau-2014-Schleswig-Holstein/
Thüringen: http://www.gourmet-report.de/artikel/344803/Gault-Millau-2014-Thueringen/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/344808/Gault-Millau-2014-Hessen/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/344807/Gault-Millau-2014-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344806/Gault-Millau-2014-Niedersachsen/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/344805/Gault-Millau-2014-Bayern/

Alle Restaurants von 15 bis 19,5 Punkten in Deutschland: www.gourmet-report.de/artikel/344804/Gault-Millau-2014-Restaurants/

Zum Vergleichen, der Michelin 2014 mit allen Sternerestaurants: http://www.gourmet-report.de/artikel/344782/Alle-Sterne-Restaurants-Deutschland-2014/

Gault Millau 2014 – Hamburg

Wie zuvor in St. Georg bietet die im April umgezogene Anna Sgroi auch in Pöseldorf „ihre vertraute puristische Küche“, lobt die französische Gourmetbibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2014. Die „gebürtige Sizilianerin meidet vom marinierten Schinken bis zum berühmten Zicklein aus dem Ofen Effekthascherei, Luxusprodukte und extreme Aromen. Die gebratene Tranche vom Wolfsbarsch brauchte nicht mehr als den erdig- sauren Widerpart eines konzentrierten Artischockensuds. Und der Schmortopf von der Taube hatte eine solche geschmackliche Wucht, dass wir vergaßen, uns darüber zu wundern, wie altmodisch beilagenhaft hier noch Gemüse verarbeitet wird.“ Anna Sgroi erhält im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 16 von 20 Punkten. Sie stehen für „hohe Kochkunst und Kreativität”.

15 Punkte und damit jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, erreicht Alexander Tschebull in seinem „Tschebull“ an der Mönckebergstraße: „Die schnörkellose und wohldesignte Küche des gebürtigen Kärntners exekutiert die klassischen österreichischen Rezepte vom Alt-Wiener Tafelspitz bis zum warmen Marillenfleck mit großer Geschmackssicherheit und erlaubt sich immer mal wieder einen kleinen Scherz oder ein unverhofftes Sorbet – erwarten Sie also zwischen den zarten Flusskrebsen mit Gurken-Papaya- Vinaigrette auf dem Kohlrabicarpaccio ein Peperonisorbet.“

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Hamburg verteidigen souverän Wahabi Nouri vom „Piment“ in Eppendorf und Christoph Rüffer vom „Haerlin“ im Hotel „Vier Jahreszeiten“, das „seinem Traditionsrestaurant ein prächtiges Facelift gönnte. Darin spielt Rüffer die Stärken einer großen Küche aus, ohne sich im Detail zu verlieren. Die Kompositionen sind aromatisch stets so ausgefeilt wie sein Steinbutt, den er in Nussbutter sautiert und mit geröstetem Hummer, Zwiebelcreme und Miso-Tamarinden-Hollandaise kombiniert. Und so wie er selbst auf Teamgeist setzt, verwendet er auch seine bestens eingekauften Waren. Jedes Blättchen, jedes Korn wird maximal verfeinert. Das kann im Extremfall so weit gehen, dass bei einem Gänseleberparfait mit Kaffeeschaum, Briochecreme, Kirscheis und mehr die Leber fast verzichtbar wird. Dafür beschert es auch Sensationen wie zum gebratenen Kalbsbries ein raffiniertes Wechselspiel von jungen Erbsen, pochiertem Spargel, Trüffelschaum und gehobelten Haselnüssen.“

Nouri, „ein gebürtige Marokkaner mit phänomenalem Gespür für Aromen, pflegt als Fundament eine recht klassische französische Küche, die er aber ohne Scheu um frappante Ideen bereichert: Melone mit Meerrettichschnee, Lachs mit Kaffeepulver… Und wenn er Lamm schlicht mit Zwiebeln serviert, kommen die in allen erdenklichen Formen, und steigen von irgendwoher die Aromen eines ganzen Gewürzladens auf.“

Beide erhalten vom Gault&Millau 18 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”. Eine höhere Note haben nur 13 Köche in Deutschland.

Platz 2 teilen sich mit je 17 Punkten für eindrucksvolle Gerichte Karlheinz Hauser vom „Seven Seas“ auf dem Süllberg und Thomas Martin vom „Jacobs“ in Nienstedten. Bei Hauser lebten „die Foie gras mit Roter Bete und Rauchmandeln oder der Hummer mit Popcorn und Karottentexturen von erstklassiger Ware und peniblen Zubereitung. Begeisternd war ein vegetarischer Gang“, so loben die Kritiker, „von dem wir uns am wenigsten erhofften: ausdrucksvolles Gemüse aus dem Alten Land, begleitet von einer Bucheckerncreme und dem raren Tomatenkernöl.“

Auf „der Speisekarte von Thomas Martins steht: ‚Von Hamburg in die Welt‘. Sein eigener Weg verlief eher umgekehrt, auch stilistisch. Er belebte seine Mittelmeerküche mit spanischen oder marokkanischen Akzenten, als das noch nicht schick war. Jetzt reitet er, etwas spät, finden wir, auf der neunordischen Welle mit. Dass sich die Küche auch auf asiatische Aromen versteht, bewies sie mit der wunderbaren Variation von der Makrele – unter anderem als Sashimi mit gekochten Kalbszungenstreifen und kandierter Gurke, Mousseröllchen vom Bauchlappen und Dashi mit Shiso-Kresse.“

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 31 Restaurants in Hamburg. 28 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schaffen wie Anna Sgroi auch die neu eröffneten, erstmals oder nach einer Pause wieder bewerteten Lokale „Atlantic“ im gleichnamigen Hotel der Außenalster, „Chez Fou“ in Altona, „Henriks“ in Rotherbaum und „Se7en Oceans“ an der Binnenalster (jeweils 14 Punkte) sowie das „Yoshi“ im Alsterhaus (13 Punkte).

Nicht viel übrig haben die Kritiker mal wieder für die Hamburger TV-Köche. In Tim Mälzers „Bullerei“ im Schanzenviertel „ist zwar alles in Ordnung, aber alles nicht so richtig erwähnenswert. Es wird Zeit, dass sich Tim Mälzer, der sonst so viele Ideen hat, mal um seine Gastronomie kümmert. Denn TV-Ruhm und lässiges Ambiente sind für kein Restaurant eine ewige Erfolgsgarantie“.Diese Kritik ist so unsachlich wie ungerecht. An anderer Stelle lobt der GM lässige, aber korrekt-kochende Restaurants. Hier handelt es sich um reine Effekthascherei des Gault Millaus. Gourmet Report testete erst in diesem Sommer die Bullerei und war angenehm überrascht, wie präzise dort gekocht wird. Das hatten wir nicht erwartet. Da kann man jederzeit hingehen!

Bei Steffen Henssler loben die Tester sarkastisch: „Das Restaurant erinnert in nichts an den Mario Barth der TV-Köche.“

Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in der Hansestadt fünf langweilig gewordene Restaurant ab und nimmt sechs neu auf. Ferner beschreibt und klassifiziert der Gault&Millau Deutschland 2014 250 Hotels.

Ab sofort erhalten Genießer mit dem Erwerb der Printausgabe des Gault&Millau Deutschland 2014 auch Zugang zu den exklusiven Web&App-Services.

Gault&Millau Deutschland 2014 – Der Reiseführer für Genießer 31. Jahrgang, 736 Seiten, 29,99 Euro
ISBN: 978-3-86244-487-8  Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Hamburg

18 Punkte
Haerlin im Hotel Vier Jahreszeiten Piment in Eppendorf

17 Punkte
Jacobs im Hotel Louis C. Jacob in Nienstedten Seven Seas auf dem Süllberg

16 Punkte
Anna Sgroi** in Pöseldorf Landhaus Scherrer in Ottensen Le Canard nouveau in Ottensen

15 Punkte Fischereihafen-Restaurant in Altona Küchenwerkstatt in Uhlenhorst Osteria Due in Pöseldorf
Rive in Altona
Tschebull* in der City
Vleth in der Speicherstadt

*Aufsteiger **Newcomer

 

Unser Bericht zum Gault Millau 2014: www.gourmet-report.de/artikel/344791/Berlin-raeumt-ab-beim-Gault-Millau-2014/
Die Resultate aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/344792/Gault-Millau-2014-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/344793/Gault-Millau-2014-Baden-Wuertemberg/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/344794/Gault-Millau-2014-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/344795/Gault-Millau-2014-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/344796/Gault-Millau-2014-Hamburg/
NRW: http://www.gourmet-report.de/artikel/344797/Gault-Millau-2014-NRW/
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/344798/Gault-Millau-2014-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/344799/Gault-Millau-2014-Saarland/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/344800/Gault-Millau-2014-Sachsen-Anhalt/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344801/Gault-Millau-2014-Sachsen/
Schleswig-Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/344802/Gault-Millau-2014-Schleswig-Holstein/
Thüringen: http://www.gourmet-report.de/artikel/344803/Gault-Millau-2014-Thueringen/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/344808/Gault-Millau-2014-Hessen/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/344807/Gault-Millau-2014-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344806/Gault-Millau-2014-Niedersachsen/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/344805/Gault-Millau-2014-Bayern/

Alle Restaurants von 15 bis 19,5 Punkten in Deutschland: www.gourmet-report.de/artikel/344804/Gault-Millau-2014-Restaurants/

Zum Vergleichen, der Michelin 2014 mit allen Sternerestaurants: http://www.gourmet-report.de/artikel/344782/Alle-Sterne-Restaurants-Deutschland-2014/

Grill den Henssler – die neue Kocharena

Neues Rezept am Sonntagabend – „Grill den Henssler – die neue Kocharena“ ab 29. September 2013 um 20:15 Uhr bei VOX

Start frei für den großen Wettkampf am Herd mit Koch-King Steffen Henssler! Denn die „Kocharena“ bekommt ein schärferes Rezept: Bei „Grill den Henssler – die neue Kocharena“, steht ab sofort Profi-Koch Steffen Henssler im Mittelpunkt. In sechs neuen Folgen (ab 29. September immer sonntags um 20:15 Uhr) treten jede Woche drei wagemutige Promis mit ihren Lieblingsrezepten gegen ihn an – pro Kochgang geht es um 3.000 Euro für den guten Zweck. Doch wer sich traut, Steffen Henssler herauszufordern, muss sich warm anziehen: Nicht ohne Grund gilt der 40-Jährige als nahezu unschlagbar! Mit außerordentlichem Ehrgeiz, Schnelligkeit und Ausdauer ist er der Profi-Koch der „Promi Kocharena“, der die allermeisten Stars dahin schickte, wo der Pfeffer wächst. Vor den Augen des Publikums und Moderator Jochen Schropp müssen die Promis alles geben. Denn nach jedem Kochgang entscheidet die Jury – bestehend aus Moderatorin und Back-Profi Enie van de Meiklokjes, Gastrokritiker Heinz Horrmann sowie Manager und Genießer Reiner Calmund – über Sieg und Niederlage.

Doch das Duell „Promi gegen Henssler“ ist für die Stars nicht aussichtslos: Um sie bestmöglich auf ihren Einsatz am Herd vorzubereiten, werden die Promis ab sofort von Star-Köchen wie den VOX-Küchenchefs, Nelson Müller oder Björn Freitag vor der Sendung speziell für ihren Kochgang trainiert. Und auch während der Show ruft der Coach seinen prominenten Schützlingen gute Tipps zu. Besondere Hilfe gibt es dann zum Schluss: Eine Minute vor Ende der Kochzeit darf der Coach selbst Hand anlegen – er richtet das Essen der Promis an, denn das Auge isst mit. Dadurch wird es auch für die Jury noch schwieriger zu erraten, welcher Teller vom Profi und welcher vom Promi ist. Doch das sind nicht die einzigen Neuerungen in der „Kocharena“: Selbst zwischen den klassischen Koch-Gängen gibt es für Steffen Henssler keine Verschnaufpause – ganz im Gegenteil.
In der ersten Sendung treten Schauspielerin Anna Thalbach, Rockmusiker Henning Wehland und Moderatorin Panagiota Petridou gegeneinander an.

In den neuen und spektakulären Küchen-Competitions kämpfen alle drei Promis als Team gegen den Koch-King. Wer kann in kurzer Zeit möglichst viele Kokosnüsse knacken? Wer baut das höchste Sandwich? Und wer kann am schnellsten Gurken schneiden? In den actionreichen Wettbewerben zählen Geschicklichkeit, Wissen und Strategie – und auch zu dritt wird der Kampf gegen Henssler kein Zuckerschlecken!

In der ersten Sendung treten Schauspielerin Anna Thalbach, Rockmusiker Henning Wehland und Moderatorin Panagiota Petridou gegeneinander an. Das zeigt VOX ab dem 29. September 2013 in sechs Folgen „Grill den Henssler – die neue Kocharena“ sonntags um 20:15 Uhr.

Genussfestival Südtirol

Vom 24. – 26. Mai 2013 wird die Bozner Innenstadt zu Südtirols Visitenkarte für Qualität, Vielfalt und Genuss – Unter dem Motto „Mit allen Sinnen genießen“ präsentieren sich zum zweiten Mal die regionalen Qualitätsprodukte – mit Nelson Müller, Anna Matscher, Jörg Trafoier und Karl Baumgartner

Drei Tage lang können sich die Besucher durch Bozen treiben lassen: vom Erlebnisparcours der typischen Südtiroler Produkte entlang der Genussmeile über die eigens angelegte und mit echten Apfelbäumen bepflanzte Apfelwiese, durch die Speckwelt (die über den Einsatz dieser Spezialität in der traditionellen und modernen Südtiroler Küche informiert) bis zu den Kochshows auf dem Waltherplatz und den interaktiven Kochkursen mit Südtiroler Sterneköchen.

Höhepunkt des Festivals ist die große Livekochshow. Moderator Nelson Müller, bekannt aus den ZDF-Sendungen „Lanz kocht!“ und „Die Küchenschlacht“, Sternekoch und Soulsänger führt durch die Show und erläutert, was Südtirols Spitzenköche wie Anna Matscher, Jörg Trafoier oder Karl Baumgartner vor den Augen der Zuschauer zubereiten. Christina Fischer, die Weinexpertin aus dem VOX „Kochduell“, ergänzt diese Sternegerichte mit den passenden Südtiroler Weinen. Probieren darf man dann direkt nebenan: Im Genussrestaurant kocht Herbert Hintner, Sternekoch des Restaurants „Zur Rose“ in Eppan, alle Gerichte für das Publikum nach.

Weinliebhaber treffen auf der Bozner Weinkost auf neue und bekannte Tropfen – sei es beim internationalen Gewürztraminersymposium in Tramin oder auf der legendären Wineparty im Parkhotel Laurin. Neu in diesem Jahr ist die Verkostung „3×3“: Drei Kellereien präsentieren jeweils drei Jahrgänge eines Weins im historischen Kellergewölbe des Merkantilmuseums.

Auf dem Genusssymposium befassen sich international anerkannte Experten mit dem Thema „Lebensmittelsicherheit & Vertrauen“. Sie geben Antworten auf die Frage, wie Verbraucher für die neuen Mehrwerte Sicherheit und Regionalität im internationalen Lebensmittelhandel sensibilisiert werden können.

Beim ersten Genussfestival Südtirol 2011 überzeugten sich rund 80.000 Besucher aus erster Hand von der Vielfalt und Qualität der regionalen Produkte. Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt. Nähere Informationen und ein detailliertes Programm unter www.genussfestival.it

Das passende Angebot für Gäste, die das Genussfestival vor Ort hautnah miterleben möchten, bieten z. B. das Parkhotel Laurin, ein Jugendstilhaus mit ausgezeichnetem Restaurant und der edlen Laurin Bar, und das Hotel Greif, ein Palazzo aus dem 16. Jahrhundert mit 33 künstlerisch gestalteten Zimmern und Suiten.
Das Paket umfasst jeweils drei Übernachtungen mit Frühstück (inkl. eines Sektfrühstücks am 26. Mai im Laurin), Eintritt zur Weinparty am 24. Mai im Laurin sowie zur Weinkost im Merkantilgebäude und im Laurin. Im Doppelzimmer des Parkhotels Laurin kostet das Paket ab 271 Euro pro Person und im Hotel Greif im Doppelzimmer Standard ab 300 Euro pro Person.
Weitere Informationen und Buchung unter www.laurin.it und www.greif.it

Schleswig-Holstein Gourmet Festival

Die 3-Sterne-Halter Harald Wohlfahrt und Sven Elverfeld, sechs 2-Sterne-und acht besternte Gastköche sowie der Shootingstar Kenneth Hansen aus Dänemark und Anna Matscher aus Südtirol sorgten beim 26. Schleswig-Holstein Gourmet Festival für außergewöhnliche kulinarische Sinnesfreuden. „Wir legen bei der Besetzung der Poleposition in den Gastküchen großen Wert auf innovative Kochstile und Trendgeber, denn wir möchten unseren Gästen und Mitarbeitern ein breites Spektrum an neuen Erfahrungen bieten“, erklärt Klaus-Peter Willhöft, Präsident der ausrichtenden Kooperation Gastliches Wikingland e.V. das Konzept. Unter den vielen Stammgästen, die aus allen Gebieten Deutschlands anreisen, gesellen sich immer öfter Feinschmecker aus Skandinavien. Dank der tollen medialen Berichterstattung ist das SHGF allgegenwärtig. Selbst in Schweden wurde über das kulinarische Zugpferd des nördlichsten Bundeslandes berichtet.

Über 13.131 Köstlichkeiten, darunter viele aus regionalen Produkten entstanden, verließen die Küchenpässe der 15 Gastgeber-Häuser. Sie liegen über das gesamte Land zwischen Nord- und Ostsee verteilt. Zum Finale am 2. und 3. März 2013 im Hotel Cap Polonio zeigte Gastkoch Henri Bach, was er mit Liebe und Passion aus Saibling, Jakobsmuscheln, Ochsenfleisch, Kalbsfilet und Bananensplit für Kunstwerke entstehen lässt. Jeder Gang wurde mit einem passenden Wein aus dem Schlumberger Portfolio begleitet.

Der letzte Gastkoch hat sein CHROMA Messerkoffer eingepackt, da beginnen schon die Vorbereitungen für die 27. Saison des ältesten Gourmet Festivals in Deutschland ein. Die ersten Gastköche sind gebucht, die ersten Termine festgezurrt. So viel darf bereits heute verraten werden: Erstmals wird im Strandhotel Glücksburg am 15. September 2013 die Auftaktgala zum 27. SHGF stattfinden.

Fakten zum 26. SHGF:
19 Gastköche aus Deutschland, Dänemark und Südtirol
Die 19 Gastköche vereinen in den Guides 2012: 27 Michelin-Sterne, 259 Gault Millau-Punkte, 48,5 Feinschmecker-Punkte und 120 Gusto-Pfannen
Änderung der Preispolitik: jedes Mitglied entscheidet selbst den Preis im Rahmen zwischen 140 € und 185 € für das 5-Gänge-Menü inkl. begleitender Getränke
6. Tour de Gourmet Jeunesse‘ für Gäste zwischen 18 und 35 Jahren. Preis 75 € für 4-Gänge-Menü, begleitende Getränke sowie Audi Shuttle.

www.gourmetfestival.de.