Wal-Mart lässt Kinder spammen

Canada.com leitet seinen Beitrag zur neuesten Marketing-Masche Wal-Marts mit der Empfehlung ein, dass Eltern ihre Mail-Adresse wohl besser für sich behalten sollten. Denn sonst besteht die Gefahr, dass ihre Kinder bei Wal-Mart eine Wunschliste erstellen, die dann als Werbe-Mail der Handelskette in der Mail-Box der Eltern landet.

Das von Wal-Mart eingesetzte Online-Instrumentarium muss man dabei fast schon als perfide bezeichnen. Auf einer eigens für das Weihnachtsgeschäft eingerichteten Web Site „Toyland“ lauern die beiden animierten Elfen Wally und Marty auf den Besuch der Kindlein und präsentieren diesen dann knapp 100 verschiedene Spielzeuge.

Die Kinder sollen dann entscheiden, ob diese Spielsachen in einen Müllwagen, oder in eine Rakete stopfen. Wobei die Elfen das Kind mit Applaus dafür belohnen, wenn es sich für die Rakete entscheidet. Denn die Rakete ist gleichbedeutend mit dem Wunschzettel der Kinder und die beiden Elfen versprechen dem Kind, sich bei den Eltern für diese Wunschliste einzusetzen.

Die Eltern scheinen von diesen Wunschlisten allerdings nicht sehr begeistert. Und das nicht nur, weil es sich überwiegend um hochpreisige Geschenkwünsche handelt.


Viele nehmen es auch als grenzwertig wahr, wenn Kinder erst einmal gefragt werden, ob sie bestimmte Spielzeuge mögen, um dann das Ergebnis dieser kaum zu verneinenden Frage als Werbe-Mail an die Eltern zu verschicken. Denn als erwünschte Mail kann man diese Werbung kaum bezeichnen.

Doch da die Kinder diese Mail in Auftrag gegeben haben, kann man Wal-Mart nicht einmal den Vorwurf machen, Spam zu verschicken.

Quelle: www.intern.de

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2 Antworten auf „Wal-Mart lässt Kinder spammen“

  1. Nun sind Kinder, wahrscheinlich auch in Kanada, nur bedingt geschäftsfähig, so dass man durchaus davon ausgehen kann, dass es nicht allein ihre Entscheidung ist, diese E-Mail zu erzeugen, sondern sie ganz klar unter Beeinflussung von Wal Mart stehen, so dass ich dem letzten Satz des Postings nicht zustimmen möchte.

  2. Nun sind Kinder, wahrscheinlich auch in Kanada, nur bedingt geschäftsfähig, so dass man durchaus davon ausgehen kann, dass es nicht allein ihre Entscheidung ist, diese E-Mail zu erzeugen, sondern sie ganz klar unter Beeinflussung von Wal Mart stehen, so dass ich dem letzten Satz des Postings nicht zustimmen möchte.

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