Jean-François Piège

von Bernhard Steinmann

Unsere zweite Station auf der Parisreise ist das vor ziemlich genau einem Jahr eröffnete Grand Restaurant von Jean-François Piège in 7 rue d’Aguesseau, 75008 Paris. Dem Guide Michelin ist das Restaurant zwei Sterne wert.

Jean-François Piège erblickte im September 1970 in Valence im Département Drôme das Licht der Welt. Sein Vater war früh verstorben und so wuchs er allein bei seiner Mutter auf.
Ein Mittagessen im Restaurant von Jacques Pic, dem Vater von Anne-Sophie Pic, erschien ihm in Bezug auf seinen späteren Berufswunsch wie eine Offenbarung. Mit 14 Jahren besuchte er die Hotelfachschule in Tain-l’Hermitage. Falls Sie es noch nicht wussten, aber in Tain-l’Hermitage gründete der Konditor Alberic Guironnet im Jahr 1922 die bei Schokoladenliebhabern so bekannte Firma Valrhona.

Sein Debüt gab Piège in der Brigade von Küchenchef Bruno Cirino in Eze. Dann zog es ihn nach Paris zu Christian Constant im Hotel Crillon. Seinen Militärdienst absolvierte er in den Küchen des Élysée-Palastes. 1992 traf er auf Alain Ducasse für den er 12 Jahre tätig war. Nach einem Engagement im Louis XV in Monaco wurde er Küchenchef im Relais du Parc (1996-2000) und Executive Chef im Plaza Athénée (2000-2004). Es folgte ein Engagement im Restaurant Les Ambassadeurs im Hotel de Crillon.

Mit dem „Thoumieux“ begann das Experiment der Selbstständigkeit. Ein Jahr später folgte im Obergeschoss ein Gourmetrestaurant, welches zwei Michelinsterne erreichen konnte. Im September 2015 eröffnete er sein „Le Grand Restaurant“ das im Februar 2016 mit zwei Michelinsternen ausgezeichnet wurde.

Schon beim ersten Bericht dieser Parisreise, der sich mit dem Restaurant Le Gabriel auseinandersetzte, hatte ich auf die französische Klassik hingewiesen. Ich empfinde es als großes Glück, dass sich anscheinend immer mehr Menschen, vor allen Dingen junge Leute, für die Spitzengastronomie interessieren und sich für diese entscheiden. Die „neuen“ Gourmets erscheinen experimentierfreudiger und aufgeschlossener, wollen Gastronomie „erleben“, begeistern sich für avantgardistische Strömungen oder zeitgeistlichen Purismus und zeigen wachsendes Interesse an nordischer Regionalküche.  Noch immer, das ist zumindest meine bescheidene Meinung, erweist sich die französische Kochkunst in der westlichen Welt, und mittlerweile nicht nur dort, als kulinarische Referenz. Dabei geht es nicht darum die Klassik unverändert zu bewahren und auf einem bestimmten Niveau zu halten, sondern um eine zeitgerechte Anpassung. Was viele nicht für möglich halten, die französische Klassik ist vielfältig und entwickelt sich in erstaunliche Richtungen. Viele gut gemeinte Fortentwicklungen erwiesen sich als allzu flüchtig um Bestand zu haben. Die klassische Kochkunst nimmt neue Strömungen behutsam auf, sobald diese kulinarische für sinnvoll erachtet werden.
Piège ist ein hervorragender Vertreter dieser modernen Klassik. Deshalb sind wir heute hier.

Der Empfang ist freundlich und rasch wird die Speisekarte präsentiert. Mehrere Menüs werden angeboten. Wir entscheiden uns dafür à la carte zu speisen. Es werden selbstverständlich auch Menüs angeboten. Die Preisspanne liegt bei drei Menüs zwischen 80 und 245 €.

Das Menü:
Ma version du Gateau de foie blond selon Lucien Tendret, baigné d`une sauce aux queues d`écrevisses

Ein Signature dish. Piège zaubert eine ungewöhnlich leichte Version dieses an Zutaten wahrlich reichen Gerichtes. Die von Tendrot, einem Neffen von Jean Anthelme Brillat-Savarin, Rechtsanwalt und Gastronom, verwendeten Zutaten ergänzt er mit australischem Trüffel. Geflügelleber und Krebsschwänze stehen ebenso im Vordergrund wie der schmackhafte Sud. Davon hätte es gerne noch etwas mehr sein können.

Fleur de céleri rave cuit au four dans de la flouve odorante, beurre battu, bouillon infusé des peaux toastées, bergamote

Die „Sellerieblume“ oder besser ausgedrückt, die Rosette aus der Sellerieknolle ist von einer geschmacklich unglaublichen Balace.
Nach und nach findet die Bergamotte Eingang in die Haute Cuisine. Die eigentlich nicht zum Verzehr taugliche Frucht versteckt in der Schale bemerkenswerte Aromen. Sie kennen den Geschmack vielleicht schon vom Earl-Grey-Tee, säuerlich, leicht bitter und ätherisch.

Poularde de la cour d`Armoise cuite dans du riz, truffe sous la peau, légumes retour des jardins cuits dans une eau de céleri concentrée truffée

Nun kommen wir also zur Poularde. Perfekt gegart und aus der Reishülle befreit und von Trüffeln und Gemüse begleitet, bleiben keine Wünsche offen. Trüffelsauce und Walnuss-Mousse gefallen uns besonders. Auch vom Sellerie schien noch ein Rest vom vorherigen Gericht übrig.

Fine gavotte croustillante, jus de rhubarbe glacée, fraises Gariguette, marjolaine

Chocolat pure Origine de l`ile de Java, crousttillant-moelleux, assaisonné de vanille, ananas

Wir haben oft erlebt, dass mit den Desserts das gewohnte Niveau des Menüs verlassen wird. Diesmal werden wir positiv überrascht. Geschmack und Handwerk sind ebenso tadellos wie zuvor.

Am Ende des Menüs wird noch eine Schokoladenkugel präsentiert. Wir staunen nicht schlecht, dass diese auf den Tisch geworfen wird und weitere, darin versteckte Teile über den Tisch verstreut werden. Eine deutliche Inkongruenz zum bisher betont gepflegten Auftreten der Servicecrew.

Wein und Service:
Champagne Huré Frères, Invitation, Brut
sowie ein Chablis, 1er Cru, zu welchem ich leider keine weiteren Informationen habe.

Die Servicecrew ist professionell, freundlich und engagiert. Die Atmosphäre ist wohltuend entspannt.

FAZIT:
Der Zugang zur Küche von Jean-François Piège ist komplikationslos. Die lange und enge  Zusammenarbeit mit Ducasse hat ihn zwar geprägt, dennoch ist seine Handschrift klar erkennbar. Die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Techniken, die Verbindung von Tradition und Moderne, vor allen Dingen jedoch eine herausragende Produktqualität, gepaart mit Kreativität und gekonntem Handwerk, bilden die Grundlagen für einen kulinarisch äußerst zufriedenstellenden Abend.

Die rasche Auszeichnung mit zwei Michelinsternen scheint längst noch nicht das letzte Wort zu sein.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Alle News zum Michelin 2015

Alle Sterne 2015 auf unserer Facebook Seite

Lieber Leser,

die Sterneliste des Michelins erweist sich 2015 als ziemlich unkopierbar. Alle neuen Sterne finden Sie daher auf unserer Facebook Seite:

Die Textmeldung zum Michelin 2015:
www.gourmet-report.de/artikel/345870/Guide-MICHELIN-Deutschland-2015/

Die Liste aller neuen Michelin Sterne Restaurants 2015:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10152586214723124/?type=1

Die gestrichenen Sterne 2015:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10152586216508124/?type=1

Alle Drei Sterne Restaurants in Deutschland:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10152586218398124/?type=1

Alle Zwei Sterne Restaurants in Deutschland:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10152586218943124/?type=1

Alle 1 Sternerestaurants des Michelin Deutschland 2015:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152586222818124

Alle neuen Bib Gourmands 2015:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152586280623124

Alle gestrichenen Bib Gourmand 2015:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10152586282513124/?type=1

Alle Bib Gourmands des Michelin 2015 Deutschland:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152586287163124

Gourmet Report gratuliert allen erwähnten Betrieben! Gut gemacht!
Und die, die sich diesmal nicht in den Listen gefunden haben: Nächstes Jahr wird es was!

Wir haben auch einige Betriebe vermisst! Aber das ist halt der Michelin!

Ralf Dohmeier

Von Hong Kong kommend nach Kanton – Zu Besuch bei Ralf Dohmeier – Deutscher Küchenchef leitet das spannendste kantonesiche Restaurant

Wenn man aus dem interessanten Hong Kong in die Industriestadt Kanton, oder wie sie jetzt heisst, Guangzhou, kommt, ist man ziemlich entsetzt. Downtown Guangzhou ist sehr chinesisch, die alte Neustadt ist ziemlich heruntergekommen. Nichts mit Hong Kong zu vergleichen, das nur eine zweistündige, sehr bequeme Bahnfahrt im Schnellzug entfernt ist.
Bis man in die Pearl River Neustadt gelangt. Hier sieht es aus, als ob sich Architekten einem Ideen Wettbewerb hingegeben haben und sich austoben durften und die wildesten Türme bauten. Unser Ziel ist das Penthouse Restaurant im 23. Stock des Grand Hyatt Hotel. Das war bis zum Regierungswechsel vor wenigen Monaten gesperrt. Nur für Funktionäre. Obwohl es im Hyatt Hotel liegt, gilt es als das beste kantonesische Restaurant Guangzhous. Geführt wird der gesamte Küchenbereich im Hyatt vom Hannoveraner Ralf Dohmeier.
Dohmeier, Vater zweier kleiner Kinder, war vorher lange Jahre in Taiwan im Hyatt, wo auch seine Frau herkommt. Sein Lieblingsrestaurant ist übrigens genau wie unseres, das Din Tai Fung in Taipeh. Siehe unsere Fotostrecke über das Din Tai Fung auf Facebook: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151483674433124.1073741834.168996673123

Aber zurück nach Kanton. Gucken Sie sich die Fotostrecke auf Facebook an, was Dohmeiers chinesische Köche leisten. Und wir haben nur einen ganz kleinen Ausschnitt mitbekommen. Der Preis ist hier günstig: zu sechst zahlten wir knapp unter 300 Euro, also 50 pro Person (food only).
Übrigens, auch das westliche Restaurant Market Cafe ist ausgezeichnet. Unser franz. Kollege war dort zum Hummerbüffet, all you can eat, in extrem guter Qualität zum erstaunlich vernünftigen Preis, so Claude Minni von www.saga-bocusedor.com .

http://guangzhou.grand.hyatt.com/de/hotel/abridged/amenities.html

Ein Danke Schön

Es muss mal einmal gesagt werden: Ein großes Danke Schön an alle kontinentalen und speziell deutschen kompetenten Servicekräfte.

Wenn ich in Euren Händen bin und gar nicht großartig merke, wie liebenswürdig und professionell Ihr mich bedient, dann geht es mir richtig gut.

Wer wie ich oft in Mittleren Osten unterwegs ist oder auch nur in Großbritannien, der vermisst Euch. In Dubai kann ich in superteure Fine Dining Restaurants gehen, wie im Burj al Arab, eine Sterneküche geniessen, aber der Service ist so grottenschlecht, das mir der Appetit oft vergeht, wenn der indische Kellner mir seine Achselhöhle ins Gesicht drückt, weil er nicht weiß, wie man bedient und das er nicht von einer Position am Tisch alles zu bedienen hat. Ich kann dem Tellerverteiler dann auch nicht wirklich böse sein, er wurde nie ausgebildet und verdient im Monat 200 Euro, wäre ich am Ende das doppelte zahle wie in einem guten Deutschen Fine Dining Restaurant.
Auch der englische Tellerträger hat nicht den kontinentalen Standard erreicht, während die Küche viel weiter und näher am Kontinent ist.
Auch hier hapert es an der Ausbildung. Wie ein indischer Kellner ist der britische zwar ausgesprochen nett, aber es fehlt ihm einfach an Wissen. Auch Warenkunde ist gleich Null.

Auch wissen die ungebildeten Tellerträger aus den USA nicht, wie störend es ist, wenn die Gäste tief versunken ein interessantes Gespräch führen, dass der Kellner immer wieder brachial unterbricht, um zu wissen, ob alles in Ordnung ist.

Darum, danke Euch angenehmen und mitdenkenden Kellner und Servicemitarbeitern. Ich vermisse Euch im Ausland. Ohne Euch ist auch der beste Koch ziemlich nackt!
Christian Romanowski

Ersatzstoffe für nicht-vegane Produkte

Ersatzstoffe für nicht-vegane Produkte – Welche Produkte für Veganer nehmen? Gioia Romanowski listet gute Ersatzprodukte für vegan lebende auf

Milch: statt Milch gibt es viele pflanzlichen Drinks wie Soja, Hafer, Reis, Dinkel oder Mandelmilch. Auch mit Geschmack gibt es viele Varianten wie Schokolade, Vanille oder Chai. In Asialäden gibt es Pulver aus Soja und Sesam, dass man mit Wasser vermischt und so z.B. für Müsli benutzen kann.
Zum Kochen kann man (wenn mans mag) auch manchmal Kokonsmilch verwenden, z.B. für Milchreis.

Butter: Statt Butter kann man immer Margarine verwenden, zum Backen, zum Braten, aufs Brot… Natürlich muss man immer darauf achten, dass man die Margarine z.B. zum Backen benutzen kann. Außerdem sollte man gucken, dass die Margarine auch wirklich vegan ist, die von Letta, Rama etc. sind es meist nicht.

Sahne: Statt Sahne kann man sehr gut Soja-/Hafer-/Reis- oder Dinkelsahne benutzen, die es in jedem Bioladen gibt, sie sind lange haltbar, so kann man sie auch auf Vorrat kaufen.

Joghurt: Auch beim Joghurt gibt es Sojavarianten mit verschiedenen Geschmäcker wie z.B. Blaubeer, Kirsche mit Müsli… Man kann übrigens auch mit einem Joghurtbereiter auch Sojajoghurt herstellen!

Käse: Es gibt viele vegane Käsevarianten die man im Bioladen oder übers Internet kaufen kann. Sie sind allerdings aber meist ziemlich teuer. Manchmal gitb es alternativen, die auch gut schmecken, statt Parmesan auf Pasta z.B. kann man geriebene Mandeln oder Würzhefeflocken aus dem Bioladen nehmen.

Ei: Für Eier gibt es sehr viele Ersatzstoffe. Ich persönlich nehme für Teige meistens statt einem Ei zwei teelööfel Sojamehl, für Kuchen und Kekse etwa eine halbe Banane. Es gibt aber auch Eiersatz aus dem Bioladen. Für Rüherei gibt es viele Rezepte mit Tofu. So ziemlich das einzige, das man nicht anchmachen kann ist geschlagenes Ei, dafür gitb es keinen Ersatzstoff.

Gelantine: Auch hier gibte es vegane Produkte wie z.B. Agar Agar, Johannesbrotkernmehl oder Guarkenmehl.

Fleisch: Statt Fleisch gibt es sehr vielseitige Rezepte von Getreidebratlingen bis Sojageschnetzteltem oder Tofuschnitzel. Egal ob Hackfleisch, Thanksgiving Truthahn, Steak, Schnitzel, Geschnetzeltem, Würstchen… man findest mit Sicherheit ein Rezept.
Sojageschnetzteltes, zeriebener Tofu oder Grünkernschrot sind gewürzt z.B. super als Hackfleisch für Spaghetti Bolongnese, Chili con Carne oder gefüllte Paprika super.
Aufs Brot gibt es vegane Wurtsvarianten im Bioladen, manche haben wenig Geschmack und sind etwas gewöhnsbedürftig, andere Sorten schmecken eins zu eins z.B. wie Mortadella.

Süßigkeiten und Knabberein: Egal ob Chips, Gummibärchen, Keksen… Es gibt welche mit und welche ohne tierischen Produkten oder Gelatine, einfach immer hinten drauf schauen. Dunkle Schokolade ist oft ohne Milch, bei Vollmilch gibt es Reis und Sojamilchvarianten, sowie bei weißer Schokolade, diese schmecken allerdings nicht wie herkömmliche Schokolade und sind nicht jedermans Sache.

Fruchteis ist generell (normalerweise) ohne Milchprodukte, bei Milcheis gibt es in manchen Bioläden Sorten aus Pflanzlichen Produkten.

Pudding gibt es z:B. von AlproSoja und Alnatura mehrere Sorten.
Außerdem sind noch Türkische Kioske oder Lebensmittelläden zu empfehlen, die Süßigkeit dort sind (meist) ohne Gelatine oder zumindest beschriftet, ob mit oder ohne. In Asia Shops werden in den Produkten meist statt Gelantine Agar Agar und ähnliches verwendet. Asia Läden sind sehr zu empfehlen, da sie oft viele verschiene Reis-, Soja- und Bohnenküchlein haben, sowie verschiedene gewürzte Nüsse, Bohnen, Kerne…, Pudding ohne Gelatine, kandierte Früchte und und und. Außerdem sind die Produkte meist ziemlich günstig.

Honig:Ein guter Ersatz für Honig ist Agavendicksaft. Es ist etwas flüssiger und süßer, aber genauso vielseitig einsetzbar. Außerdem gibt es aber noch viele verschiedene Sirups, wie Ahornsirup, Reissirup, Rübensirup… oder Fruchtsüße wie Apfelsüße. Sie alle können zum Süßen von Speisen, Tee, auf Pfannkuchen, als Brotaufstrich… verwendet werden. Gioia Romanowski

Vegane Rezepte und weitere Ersatzprodukte: http://laughing-buffalo.blogspot.de/search/label/Vegane%20Rezepte

Andreas Caminada und Martin Dalsass

GM Graubünden: Noch immer ist es ziemlich schwierig, einen Tisch bei 19-Punkte-Superstar Andreas Caminada auf Schauenstein zu erobern – Ein Gewinn für St. Moritz ist Martin Dalsass im «Talvo» in St. Moritz-Champfèr – Auch 18 Punkte haben Martin Göschel, Dani Bumann und die Brüder Horst und Daniel Homann

Der erste Blick geht natürlich nach Fürstenau: Noch immer ist es ziemlich schwierig, einen Tisch bei 19-Punkte-Superstar Andreas Caminada auf Schauenstein zu erobern. Der Küchenchef hat seine Küche und das ganze Schloss perfektioniert und misst sich selbstbewusst mit den besten Köchen Europas. An der Front hat er seinen Wunschpartner gefunden: Olivier Friedrich ist nicht nur Maître, er füllt auch den uralten Gewölbekeller, vorzugsweise mit dem Besten aus der Bündner Herrschaft. Friedrich ist GaultMillaus «Sommelier des Jahres 2013».

Der zweite Blick geht ins Engadin: Da ist die Dichte an Spitzenköchen enorm. Ein Gewinn für St. Moritz ist Martin Dalsass im «Talvo» in St. Moritz-Champfèr. Routine ist ihm fremd, die Karte wird immer wieder neu geschrieben, Martins «Italianità» und Begeisterung für leichte Mittelmeerküche passt ausgezeichnet zur eleganten Clientèle. Im «Talvo» gibts auch einen gemütlichen Fumoir – Dalsass gewinnt den «Prix Davidoff» und ist GaultMillaus «CigarMan of the Year».

Der Südtiroler rockt das Engadin, also geben auch die anderen 18-Punkte-Chefs mächtig Gas: Die Testessen bei Martin Göschel im umgebauten «Paradies» in Ftan, bei Dani Bumann im «Chesa Pirani» in La Punt und vor allem bei den Brüdern Horst und Daniel Homann («Homann’s», Samnaun) waren ein echtes Vergnügen.

Wichtige Veränderungen in Davos und Flims: Armin Amrein hat den «Walserhof» in Klosters verlassen, empfängt jetzt in «Amrein’s Seehofstübli» in Davos; die Bewertung folgt nach der Wintersaison.
Christian Kaiser im «Alpina» hat den 16. Punkt zurück und ist jetzt Platzhirsch in Klosters. In Flims hat sich Sandro Steingruber nach zehn sehr erfolgreichen Jahren abgemeldet (neu Caterer für Andreas Caminada). Im «Waldhaus» (Restaurant «Epoca») kocht jetzt der sehr begabte, aber häufig den Job wechselnde Pascal Schmutz. Auch hier warten wir ab mit der Bewertung.
Dass selbst Kuhställe nicht sicher sind vor dem GaultMillau, zeigt sich in Sils-Maria: Der bemerkenswert gute «Kuhstall» ist neu im Guide (mit 13 Punkten).

Aufsteiger (4)
Grischunstübli, Alpina, Klosters 16
Romanoff, Carlton, St. Moritz 14
Grissini, Crystal, St. Moritz 14
Basilic, Chur 13

Neu im Guide (6)
Ecco on Snow, Giardino Mountain, St. Moritz-Champfèr 15
Leonto, Grischa, Davos 14
Guardalej, Giardino Mountain, St. Moritz-Champfèr 14
Rustico, Klosters 13
Kuhstall, Sils Maria
Amrein’s Seehofstübli, Seehof, Davos —

Lesen Sie alles über den Gault Millau Schweiz 2013

Hier der Hauptartikel über die gesamte Schweiz: www.gourmet-report.de/artikel/343316/GaultMillau-2013/
Zürich: www.gourmet-report.de/artikel/343317/Heiko-Nieder/
Basel: www.gourmet-report.de/artikel/343318/Peter-Knogl-Tanja-Grandits/
Luzern: www.gourmet-report.de/artikel/343319/Fabian-Inderbitzin/
Zentralschweiz: www.gourmet-report.de/artikel/343320/GaultMillau-2013-Zentralschweiz/
Bern: www.gourmet-report.de/artikel/343321/Robert-Speth/
Mittelland: www.gourmet-report.de/artikel/343322/Andy-Zaugg/
Ostschweiz: www.gourmet-report.de/artikel/343323/Christoph-Ko776hli/
Graubünden: www.gourmet-report.de/artikel/343324/Andreas-Caminada-und-Martin-Dalsass/
Tessin: www.gourmet-report.de/artikel/343325/Andrea-Cingari/
Wallis: www.gourmet-report.de/artikel/343326/Didier-de-Courten/
Westschweiz: www.gourmet-report.de/artikel/343327/Philippe-Rochat-geht-Benoit-Violier-kommt/
Koch des Jahres: www.gourmet-report.de/artikel/343328/Koch-des-Jahres-2013/

GaultMillau Guide Schweiz 2013
Urs Heller
Der Reiseführer für Gourmets –
Mit Sonderteil «Die besten Schweizer Hotels»
842 Restaurants getestet, bewertet und kommentiert
572 Seiten + 4 Seiten Umschlag, 7 Stadtpläne, Übersichtskarte Schweiz Format 13,5 x 21 cm, CHF 52.–

Portofrei bestellen: ISBN 978-3-85859-361-0

Video Interview mit Andreas Caminada www.sternefresser.de/index.php?id=andreas-caminada-interview-2012

Gourmet Report gratuliert allen genannten Küchenchefs!

Oberoi Hotel, Amarvilas in Agra, Indien

Im indischen Agra sind zwei wichtige Sachen zu sehen: Das Taj Mahal und das Agra Fort. Die Stadt ist also sehr touristisch mit großem Hotelangebot.
Herausstechend ist das Oberoi Hotel. Am Wichtigsten ist sicher die Location. Das Oberoi ist 600 m vom Taj Mahal entfernt. Alle Zimmer haben Blick auf das wunderschöne Monument. Je höher man wohnt, umso besser sieht man. Wobei in der letzten- der 8. Etage – sind nur sehr schöne Suiten.
Von einigen Suiten kann man von der freistehenden Badewanne das Taj Mahal sehen.

Indien ist ein armes Land. Chaotisch und schmutzig. Sowie man an den etwas barschen Wachleuten am Tor vorbei kommt, wähnt man sich im Paradies.
Man wird bereits in einer Art Vorhalle mit einem feuchten Tuch empfangen. Das ist auch nötig. Speziell im Juni, wenn es 45°C sind.
Danach holt man seinen Schlüssel an einen der zwei Rezeptions-Schreibtischen. Wir hatten ein schönes, sinnvoll ausgestattetes Zimmer im 3. Stock mit großen Balkon und guten Taj Blick.
Die Zimmer sind sehr schön zeitgemäß luxuriös eingerichtet, einzig Schrankfläche fehlt. Es gibt einen dunklen Miniankleideraum. Dort sind über dem Fußboden vier Schubladen, wo man in kniender Haltung die Garderobe in die Laden legen kann. Das ist unpraktisch. Wer so etwas entwirft?

Wir hatten das Pech, dass im Juni viel im Hotel renoviert wird. Offenbar korrespondierte die Abluftanlage des Bades mit der des zu renovierenden Zimmers nebenan. Das Ergebnis war, dass wir morgens mit Kopfschmerzen wie nach einer durchzechten Nacht aufwachten.
Der Hoteldirektor, dem das sichtlich peinlich war, hat uns sofort ein anderes Zimmer gegeben. Da die Nehru Suite gerade frei war, durften wir eine Nacht dort verbringen. Ich fand es zwar unpraktisch, weil ich mich im anderen Zimmer eingerichtet hatte, aber die Gattin war glücklich in dieser riesigen Suite, bestehend aus einem großen Wohn- und Esszimmer mit separater, voll und gut eingerichteter Küche. Ein großes Schlafzimmer mit riesigen Ankleidezimmer war zwischen dem Wohnzimmer und dem bemerkenswerten Bad. Das Bad hatte einen Erker, in der die freistehende Badewanne stand, mit riesigem Fenster zum Taj Mahal. In der Mitte des Raumes war eine Rainforest Shower, geschützt von Glas. Es gab zwei Waschbecken, sowie zwei Schminkplätze. In der Badewanne war ein Bad eingelassen und die gesamte Wasseroberfläche war mit Rosenblüten gefüllt.
Das Badezimmer hat was!
Mir fehlte der Schreibtisch in dieser Suite. Ich arbeitete am Esstisch.

Auch war der Pool geschlossen wegen Bauarbeiten. Das wurde aber sehr fair bereits VOR der Buchung mitgeteilt.

Jedoch wichtiger als die Räumlichkeiten waren die Mitarbeiter, die sich bemühten, die Gäste wirklich glücklich zu machen. Er war ein wenig wie bei Verwandten. Jedoch auch mit dem Negativen der Verwandten. Soll sagen, die dienstbaren Geister waren teilweise etwas aufdringlich un dzu neugierig. Und man möchte nun nicht unbedingt dem dritten Kellner einen Tagesbericht geben, den die ersten beiden schon hatten. Man möchte auch mal mit seiner Frau reden! Ch habe es auch nicht so gerne, wenn unser Gespräch brutal mit der Frage „How was your day?“ unterbrochen wird.
Wobei es sehr angenehm war, Insider Informationen von den Mitarbeitern zu bekommen.
So wurde ein Mitarbeiter schon fast böse mit uns, als wir ihm sagten, das wir wohnungslosen, bettelnden Kindern Geld gaben. Das sei ein falsches Signal. Wenn man den Kindern etwas Gutes tun will, dann soll man ihnen etwas zu essen kaufen, das wäre sinnvoller als Geld. Das leuchtete uns ein. Es ist aber so viel schwieriger als Geld zu geben. Denn die Händler in Ihren Strassenkarren wollten von uns oft das 5fache des normalen Preises haben.

Das Oberoi hat zwei Restaurants. Ein westliches und ein indisches. Beide sind gut. Die Köche offerierten, zu kochen was der Gast mag. Das ist ziemlich nett, weil draussen die Hygiene für den deutschen Magen vielleicht nicht so perfekt ist. So hat man unsere Essenswünsche ganz gut erfüllt.
Beim Frühstück vermisste der Deutsche anständiges Brot.

Die Zimmer waren nach etwas hellhörig nach innen.

Das Hotel kommt dem Ideal eines Hotels ziemlich nahe. Wenn man sich etwas Gutes antun mag, sollte man dieses Hotel nehmen. Man kann Oberoi zu diesen hochmotivierten Mitarbeitern nur gratulieren.

Mehr Infos und Bilder auf der Hotelseite:
http://www.oberoihotels.com/oberoi_amarvilas/index.asp

Zu buchen über booking

Lesen Sie auch unseren Bericht über Taxis in Delhi: www.gourmet-report.de/artikel/342455/Taxi-im-Flughafen-Delhi/

Oder über Taj Palace Hotel, Delhi Indien
http://www.gourmet-report.de/artikel/342582/Taj-Palace-Hotel-Delhi-Indien.html

Servicezeit: Kochen mit Martina und Moritz

Moderation: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Kochen mit Käse
Ein Stück Käse im Kühlschrank. Viel mehr benötigt man nicht, um ziemlich schnell was Gutes auf den Tisch zu bringen. Bei den beiden WDR-Fernsehköchen Martina und Moritz gibt es in der nächsten Sendung würzige Münster-Käsekartoffeln mit Speck vom Blech, nach Art von Cordon bleu panierte Käseschnitzel, aber fruchtig und fein mit Aubergine und Schinken.

Sie rühren einen Risotto mit Stangensellerie und Blauschimmelkäse an und
reichen schließlich als Happen zum Glas Wein Gebackene panierte Käsewürfel und Käse-Cracker. Alles fix zubereitet und ideal für Gäste. Und natürlich – wie immer – mit guten Tipps rund um Käse und was man dazu trinken kann.

WDR Fernsehen, Freitag, 02. Dezember 2011, 18.20 – 18.50 Uhr

Servicezeit: Kochen mit Martina und Moritz

Moderation: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Kochen mit Käse
Ein Stück Käse im Kühlschrank. Viel mehr benötigt man nicht, um ziemlich schnell was Gutes auf den Tisch zu bringen. Bei den beiden WDR-Fernsehköchen Martina und Moritz gibt es in der nächsten Sendung würzige Münster-Käsekartoffeln mit Speck vom Blech, nach Art von Cordon bleu panierte Käseschnitzel, aber fruchtig und fein mit Aubergine und Schinken. Sie rühren einen Risotto mit Stangensellerie und Blauschimmelkäse an und
reichen schließlich als Happen zum Glas Wein Gebackene panierte Käsewürfel und Käse-Cracker. Alles fix zubereitet und ideal für Gäste. Und natürlich – wie immer – mit guten Tipps rund um Käse und was man dazu trinken kann.

WDR Fernsehen, Freitag, 25. November 2011, 18.20 – 18.50 Uhr

Die Kochprofis – Einsatz am Herd

Die Übernahme des ‚Westhighway 124‘ in Ahlen vor knapp einem Jahr war für die gelernte Rechtsanwalts- und Notargehilfin Anja ein Sprung ins kalte Wasser! Die 43-Jährige hoffte dennoch, im ‚Westhighway‘ ihren amerikanischen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Doch nun lauern auf die frischgebackene Unternehmerin in jeder Ecke unlösbare Aufgaben: Die Köche Felice und Konrad kommen mit der riesigen Speisekarte nicht zurecht und die amerikanische Küche bleibt den beiden suspekt. Obwohl hier nur mit Tiefkühlware operiert wird, müssen die Gäste ziemlich lange auf ihre Bestellungen warten. Gleichzeitig wird der Service immer nervöser. Da ist es kaum verwunderlich, dass die Gästezahl stetig sinkt und Anja das Chaos über den Kopf wächst.

Die verzweifelte Chefin bittet die Kochprofis um Hilfe. Können Frank Oehler, Andi Schweiger und Ole Plogstedt Anja helfen, die Kontrolle über den ‚Westhighway 124‘ zurückzuerlangen?

RTL2, Donnerstag, heute, 20:15 – 21:10 Uhr