Syrco Bakker im Hangar 7, Salzburg

Sonnige Terrasse, lässiges Essen, sexy Cocktails und funky Beats: Was verdächtig nach Ibiza klingt, liegt tatsächlich
in Cadzand-Bad an der niederländischen Nordsee. Im Restaurant Pure C zelebriert Küchenchef Syrco
Bakker eine wunderbar leichte und unkomplizierte Küche, die sich perfekt der Location anpasst.

„Für mich ist das hier die Zukunft der gehobenen Küche, wo Qualität am Teller mit einer relaxten Atmosphäre
einhergeht“, sagt niemand geringerer als der niederländische Top-Koch Sergio Herman. Und der muss es wissen,
denn schließlich ist er der Besitzer des Pure C und hat sich das Konzept dieses Restaurants ausgedacht, in dem von
der Komposition der Speisen bis zur Kleidung des Personals die Leichtigkeit des Seins zelebriert wird.
Dass Herman mit Syrco Bakker einen absoluten Jungspund als Küchenchef für das Pure C auserwählte, sorgte im
Jahr 2011 für einige Verwunderung in der Szene. Doch Bakker zahlte das ihm entgegengebrachte Vertrauen eindrucksvoll
zurück. Nicht einmal eineinhalb Jahre nach der Eröffnung hatte er bereits einen Michelin-Stern erkocht
und aktuell hält das Pure C im Gault Millau bei 17 Punkten.

Auszeichnungen, die nicht hoch genug einzuschätzen sind – vor allem vor dem Hintergrund, dass das Konzept
gänzlich abweicht von dem, was man aus der von Gourmets überaus geschätzten Provinz Zeeland und dem nahen
belgischen Flandern bis dahin gekannt hatte.
Seinen Weg zu den Sternen verfolgte Syrco Bakker aber bereits als Teenager mit außergewöhnlicher Ambition. So
suchte er sich stets gezielt hochdekorierte Häuser, um dort Praktika zu absolvieren. Er arbeitete unter anderem im
L’Arnsbourg von Jean-Georges Klein in Lothringen und in Jonnie Boers Restaurant De Librije in Zwolle. Im Jahr
2007 nahm Bakker an der niederländischen Meisterschaft für junge Köche teil, bei der er prompt den ersten Preis
gewann.

Danach schloss sich Syrco Bakker dem niederländischen Koch-Star Sergio Herman an. In der Küche des Drei-
Sterne-Restaurants Oud Sluis durchlief Bakker alle Abteilungen und begeisterte den Küchenchef dabei mit seiner
Passion und dem untrüglichen Gespür für den Geschmack saisonaler und regionaler Produkte, und er zeigte
gleichzeitig, dass er auch mit erst Mitte zwanzig das Zeug hatte, sein Konzept einer relaxten Hochküche am
Nordseestrand zum Erfolg zu führen.
Im Pure C überzeugt Bakker mit zwischen Verspieltheit und Komplexität balancierenden Gerichten, die in ihrer
locker-leichten Ästhetik die Atmosphäre und Umgebung des Lokals unterstreichen. Dazu verwendet er vorwiegend
Fische und Meeresfrüchte, die seine Lieferanten direkt vor der Haustür des Lokals aus der Nordsee fischen,
sowie viel Gemüse und Kräuter aus der Region. Diese Produkte kombiniert er mit Geschmäckern aus aller Welt,
bevorzugt aber aus Indonesien. Kein zufälliges Faible von Bakker, dessen Mutter aus Indonesien stammt. Dank ihr
lernte er schon während seiner Kindheit den authentischen Geschmack und die einzigartigen Aromen der indonesischen
Küche zu schätzen und zu lieben.

Ein Abend im Pure C ist vergleichbar mit einer Nordsee-Welle, auf der man durch das mehrgängige Menü des
Küchenchefs gleitet. Aufgebauscht durch eine Kombination von Algen und Austern aus Zeeland, die mit knackigem
Rucola und Sanddorn serviert wird, schaukelt sich die Welle mit fein gewürztem Schellfisch, Zeeland-
Muscheln, exotischem Bulgur und Poudre d’Or hoch und entfaltet mit dem Hauptgang – einer mit Knoblauch aromatisierten
Schulter vom Holstein-Rind mit regionalem Gemüse, Sesam-Vinaigrette und Thai-Sauce béarnaise –
ihre volle Wirkung, ehe sie mit dem von Syrco Bakker selbst kreierten „Hierbas de las Dunas“, einem salzig-süßen
Digestif, der aus 18 unterschiedlichen und ausschließlich frischen Kräutern, Pflanzen und Blüten aus den Dünen
von Cadzand-Bad destilliert wird, einen sanften Ausklang findet.
Wer das Pure C-Feeling auch hierzulande erleben will, holt sich das „Pure C Cookbook“ mit Rezepten von Syrco
Bakker und Sergio Herman, mit vielen Fotos des Restaurants und der Umgebung sowie – das darf nicht fehlen –
einer CD mit eleganter Elektro-Musik.
Oder er kommt im September 2016 nach Salzburg, wo Syrco Bakker einen
Monat lang als Gastkoch des Restaurant Ikarus die absolute Leichtigkeit des Seins in den Hangar-7 bringt.

www.hangar-7.com

Herbstzeit ist Muschelzeit in Zeeland

Die holländischen Miesmuscheln gelten zu Recht als „schwarzes Gold“. Sie sind ein natürliches Produkt, nahrhaft und vor allem eins: lecker! Vor der Küste der Provinz Zeeland wird das kulinarische Juwel schon seit rund 150 Jahren vom Spätsommer bis in den April gefangen. Restaurants in ganz Zeeland feiern die Muschelzeit im Herbst und Winter mit besonderen Aktionen, kleine Fischerorte veranstalten Muscheltouren und auch in Deutschland erfreuen sich die „echte Zeeuwse mosselen“ – die echten zeeländischen Miesmuscheln – immer größerer Beliebtheit.

Sternerestaurants und Strandpavillons
57 Millionen Kilo Miesmuscheln produzieren die Niederlande jedes Jahr und exportieren sie nach Belgien, Frankreich und Deutschland. Der Geschmack der frischen, salzigen Köstlichkeit kommt jedoch nirgends besser zur Geltung als in der Gegend, aus der sie stammen: der wasserreichen, naturbelassenen Provinz Zeeland im Süden des Landes.

Die Region erfreut sich der meisten Sonnenstunden des Landes, der längsten Küstenlinie und der größten Anzahl Sternerestaurants. Ob Wein, Strandflieder, Hummer oder Muscheln – die Provinz ist ein kulinarisches Paradies, auch im Herbst und Winter. Sieben Restaurants dürfen mit dem Michelinstern werben: Spetters, De Kromme Watergang, Inter Scaldes, La Trinité, Pure C, ’t Vlasbloemken und Katseveer. Einige davon, insbesondere in den Muscheldörfern Yerseke und Philippine, sind spezialisiert auf Miesmuscheln. Auch in den Strandpavillons können Urlauber einen dampfenden Topf zeeländischer Muscheln nach klassischem Rezept genießen, tief die frische Meeresluft einatmen und das Gesicht in die wärmende Herbstsonne halten.

Nachhaltig aus dem Meer auf den Teller
Die niederländischen Zuchtgebiete in der Oosterschelde und im Wattenmeer sind zusammen rund 6.000 Hektar groß. In der geschützten Oosterschelde in Zeeland sind die Erträge jedoch konstanter als im Watt. Auf Miesmuschelparzellen im offenen Meerwasser wachsen die Muscheln hier in anderthalb bis zwei Jahren von der Miesmuschelsaat zur Halbwuchsmiesmuschel und schließlich zur sogennanten Konsummiesmuschel heran. Zwischendurch werden sie immer wieder umgesetzt, um mehr Platz zum Wachsen zu haben und nicht von Seesternen oder Krabben weggefangen zu werden.

Zeeland und der Muschelfang sind fest miteinander verbunden. Viele Menschen leben seit Generationen vom schwarzen Gold aus den zeeländischen Gewässern. Darum wissen sie, wie wichtig Nachhaltigkeit in der Fischerei ist. So wird die Miesmuschelzuchtfischerei auf natürlichen Banken immer weiter abgebaut, damit wieder natürliche Miesmuschelbänke und Seegrasfelder entstehen können.

Die Muschelkutter bringen ihren frischen Fang stets direkt zur Miesmuschelauktion in Yerseke. Hier werden den Ladungen Stichproben entnommen, damit Schalengröße und Fleischgewicht der Tiere festgestellt werden können. Außerdem wird geprüft, wie viel Beifang die Ladung enthält. Versorgt mit diesen Einschätzungen der Fachleute, können zeeländische Muschelrestaurants in der Umgebung schließlich Muscheln von höchster Qualität einkaufen. Auf den Tellern der Urlauber sind sie dann nicht nur frisch gefangen und lecker, sondern auch gesund: Die zeeländische Köstlichkeit enthält viel Eiweiß und wenig Fett, außerdem ist sie reich an Mineralen, Kalk, Phosphor und Vitaminen.

Muscheldörfer feiern im Herbst den Fang
Im Örtchen Bruinisse hat die Muschelflotte der Region Schouwen-Duiveland ihren Heimathafen. Jede Woche fahren die Kutter von hier in die Oosterschelde, die durch die aufwendigen Deltawerke von der Nordsee getrennt und vor Stürmen geschützt ist. Wer einmal hinter die Kulissen des Muschelfangs schauen möchte, kann auf der anderen Seite der Oosterschelde vom Muscheldorf Yerseke aus eine Bootstour hinaus zu den Muschelkulturen machen. Das örtliche Tourismusbüro (VVV Yerseke, Kerkplein 1, Tel. 0031-113571864) bietet am 11. November für fünf Euro pro Person zudem Führungen zu Muschelbetrieben an. Die Teilnehmer erfahren bei der zweistündigen Tour alles über die Bedeutung der Miesmuscheln für Zeeland, ihre Zucht und Weiterverarbeitung. Der kundige Führer macht dabei auch einen Abstecher zu einem Austernzüchter – Verkostung inklusive.

Mit dem Fahrrad kann Zeeland auf eigene Faust erkundet werden. Von Yerseke aus führt eine 53 Kilometer lange Radroute durch Süd-Beveland, die auch am Oosterschelde Museum vorbeiläuft. Entlang einer 39 Kilometer langen Muschelroute durch Zeeuws-Vlaanderen lernen Urlauber, wie die Muschelindustrie nachhaltig im Einklang mit der kostbaren Natur Zeelands arbeitet. Mal hat man dabei freien Blick auf den Schiffsverkehr auf der Westerschelde, mal radelt man durch ehemalige Fischereiorte wie Philippine. Wer hier besonders wachsam ist entdeckt neben den zahlreichen Muschelrestaurants auch fotogene Muschelskulpturen.

Hummer, Austern und Gemüse aus dem Meer

Salzige Genüsse aus Zeeland

Die niederländische Hummer-Saison wird am 27. März in der Provinz Zeeland feierlich eröffnet. Bis zum 15. Juli können Feinschmecker die Meerestiere aus der Oosterschelde genießen, die aufgrund ihres einzigartigen Erbguts feiner im Geschmack sein sollen als ihre Artgenossen aus anderen Gewässern der Welt. Um den besonderen Oosterschelde-Hummer zu feiern, haben sich zehn Restaurants in Zeeland zu einem „Oosterschelde-Hummer-Kreis“ zusammengeschlossen und bieten während der Saison ein Hummermenü zum Festpreis von 59,50 Euro an.

Die Provinz Zeeland hat unter dem Titel „Zeeuwse Zilte Zaligheden“ (Salzige Zeeländische Wonnen) noch zahlreiche weitere Genüsse aus dem Meer zu bieten. Neben den bekannten Produkten wie zeeländischen Austern (die wilde Auster oder „creuse“ sowie die flache Auster) und Miesmuscheln gibt es auch unbekanntere Gaumenfreuden aus Zeeland: Die Strand-Aster „Lamsoor“ (Lammohren) etwa ist eine Gemüseart mit länglichen Blättern, die geschmacklich an Spinat erinnert und leicht salzig ist. Die Pionierpflanze wächst vermehrt auf den höher gelegenen Teilen des Deichvorlandes und wird von Mitte März bis Ende Juli geerntet. Ein weiteres zeeländisches Gemüse ist der Queller. Sein Äußeres ähnelt einem Kaktus ohne Dornen. Er wächst an kahlen Stellen und an den Rändern der Salzwiesen. Queller nimmt viele wichtige Vitamine und Salz aus dem Meereswasser auf, was für seinen typischen Geschmack sorgt.

www.vvvzeeland.de
www.oosterscheldekreeft.nl

Neun neue Sternerestaurants in Holland

Neun neue Sternerestaurants in Holland

Bei deutschen Urlaubern sind die Niederlande vor allem bekannt für ihre bodenständige Küche und deftige Mahlzeiten. Doch tatsächlich praktizieren dort Chefköche die exquisite Küche in derzeit 105 Sterne-Restaurants, wie Michelin in seiner aktuellen Ausgabe für 2014 bekanntgab. Das sind vier Lokale mehr als im vergangenen Jahr.

In der obersten Gourmetriege ist zum ersten Mal „De Leest“ aus Vaassen bei Apeldoorn dabei – und darf sich nun mit drei Sternen schmücken. In einer alten Schusterei am Rande des Waldgebiets Veluwe begannen Jacob Jan Boerma und Kim Veldman 2002 mit dem Aufbau ihres Restaurants. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich daraus ein modernes Lokal, in dem nationale und internationale Gastronomen regelmäßig ein- und ausgingen. Schnell wurde es mit zwei Sternen ausgezeichnet, nun kommt einer weiterer hinzu.

Eigenes Menü in Kooperation mit dem Koch
Mit der Krönung von De Leest gibt es nun mit „De Librije“ in Zwolle zwei Dreisternerestaurants in den Niederlanden. In der Bibliothek eines alten Klosters zeichnet sich De Librije unter der Leitung von Chefkoch Jonnie Boer besonders durch seine Bodenständigkeit in der Produktwahl und zugleich durch Experimentierfreudigkeit in der Zusammenstellung aus. Authentische regionale Produkte werden im Zusammenspiel mit neuen Kochtechniken ausprobiert: „Nach 20 Jahren entfernen wir uns von der traditionellen Menüwahl und geben Gästen die Möglichkeit, ihr eigenes Menü zusammenzustellen“, so sein Credo. Besonders beliebt sind seine Librije Mini-Menüs. Die von den Gästen selbst gewählten saisongerechten Zutaten komplettiert der Koch mit regionalen Produkten und seinem Erfahrungsschatz – und gestaltet so acht individuelle Gerichte.

Kürzlich erhielt die Gastronomie des Landes aber auch einen Dämpfer: Am Ende dieses Jahres möchte Sergio Herman sein Dreisterne-Restaurant „Oud Sluis“ schließen. Denn nach jahrelanger hingabevoller Arbeit habe er sein Maxium erreicht: „Ein höheres Niveau kann ich mit Oud Sluis nicht erreichen. Darum ist es nun Zeit, abzuschließen und loszulassen. Ich möchte mich mehr auf frische und neue Projekte fokussieren“, so Herman. Mit der Aufgabe des Chefkochs verliert das Restaurant somit auch seine drei Sterne.

Kooperation mit lokalen Jägern und Fischern
Neulinge im Zweisterne-Bereich gibt es vor allem in den beiden größten Städten des Landes: In Rotterdam überzeugten die Köche im „FG – Francois Geurds“ und im „Fred“ die Michelin-Jury und ergänzten den bisherigen Stern um einen zweiten. Auch dem Amsterdamer „Bord’Eau“ gelang dieser Sprung. Restaurants, die zum ersten Mal einen Stern erhielten, verteilen sich über das ganze Land: Neun Küchen in Gelderland und Zeeland sowie in Nord- und Südholland widmen sich der gehobenen Küche. In einer alten Mühle im friesischen Onderdendam betreibt der Koch Steven Klein Nijenhuis mit seiner Frau Tanja sein gerade ausgezeichnetes gleichnamiges Restaurant „in de Molen“ – und das erst seit einem Jahr. Sein Ziel ist eine bezahlbare, hochwertige Küche für jedermann. So nutzt er regionale Produkte wie Krebs und Garnelen aus dem Wattenmeer und kooperiert mit lokalen Jägern und Fischern, Bäckern und Bauern. Gänseleber und bedrohte Tierarten wie Aal und Thunfisch findet man nicht auf seiner Karte, wohl aber den jüngst erlangten Michelin-Stern.

Michelin-Sterne säumen die niederländische Küste
An der Spitze der ausgezeichneten niederländischen Provinzen steht weiterhin unangefochten Nordholland mit 27 Sternerestaurants, von denen nun vier neu dazugekommen sind. Einer davon geht an Lucas Rive, der sich in nur fünf Monaten einen Michelin-Stern erkochte. Erst im Juni eröffnete er mit seiner Frau am Hafen im nordholländischen Hoorn ein Restaurant unter seinem eigenen Namen. Neu ist die gehobene Küche für ihn nicht, denn zuvor war er mehr als 20 Jahre lang Chefkoch im Zweisternerestaurant „De Bokkedoorns“ in Overveen bei Haarlem. Diese so schnell errungene Ehrung gibt er auch an sein Team weiter: „Es ist unglaublich, was wir in nur fünf Monaten erreicht haben, denn einige Restaurants arbeiten daran mehrere Jahre. Es ist deshalb auch eine Auszeichnung unserer Mitarbeiter.“

Auch die Provinz Zeeland weist einige erstklassige Restaurants auf, in denen durch die Nähe zum Wasser vor allem Meeresfrüchte und Fisch, aber auch andere niederländische Delikatessen auf der Speisekarte stehen. Das „Spetters“ am Yachthafen des Fischersdorfes Breskens ist der Neuling unter den Haute Cuisine-Restaurants Zeelands. Chefkoch Laurent Smallegange kennt sich aus in der hochkarätigen niederländischen Küche, denn seine Laufbahn als Koch führte ihn unter anderem durch sternenbekrönte Restaurants wie „De Kromme Watergang“, „Oud Sluis“ und „Librije“. Mit dem Sommelier Wouter Denessen gewährt er zwei Mal im Monat vielseitige Einblicke in seine erstklassige Kochkunst. In Workshops lernen die Gäste anhand variierender Themen, welcher Wein zum Menü passt, wie vor Ort gefischte Austern zubereitet werden und wie ein Fischgericht mit Cocktails kombiniert werden kann.

Ritterschlag der Kochkunst
Für Restaurants ist der Michelin-Stern ein kulinarischer Ritterschlag, der das hohe Niveau der Küche krönt. Mit der Erlangung des begehrten Qualitätsprädikats kommen aber auch Herausforderungen auf den Koch und sein Team zu. Denn um auch im Folgejahr ausgezeichnet zu werden und das Level zu halten, bedarf es der Einhaltung hoher Standards. Qualität hat eben ihren Preis: Ein Stern bezeichnet außergewöhnliche Kochkunst, zwei Sterne stehen für besondere Spezialitäten und Weine im hochpreisigen Segment. Drei Sterne zeugen von einer ausgezeichneten und abwechslungsreichen Küche inklusive ansehnlicher Weine und tadellosem Service in stilvoller Atmosphäre.

Vor fünf Jahren wurde zum ersten Mal ein Michelin-Führer allein über die Niederlande veröffentlicht, und auch die wachsende Anzahl hochkarätiger Küchen ist ein Beleg für die steigende Qualität niederländischer Restaurants.

Weitere Informationen: www.holland.com

CHEFS NextGeneration

Nach drei gemeinsamen Tagen in Köln steht fest: Der Grundstein für die neue Generation der Spitzenköche ist gelegt.
Spannende Vorträge, interessante Talk-Runden, hochkarätige Gäste und vor allen Dingen beeindruckende Gerichte
waren die Grundzutaten für einen erfolgreichen Event, der alle Erwartungen übertroffen hat.
Kreiert mit einer großen Portion Teamgeist, verfeinert mit einer Prise Party, gaben die hochtalentierten Teilnehmer
der Veranstaltung die richtige Würze, so dass alle Gäste spüren konnten, wie die Zukunft schmeckt.

Weltpremieren und Überraschungen auf dem Teller
Die jungen Sterneköche hatten monatelang an Ihrer Interpretation des „Gang der Zukunft“ experimentiert und diese perfektioniert.
Umso größer war die Überraschung aller, über die Ergebnisse dieser Entwicklungen, denn es gab Einiges zu bestaunen.

Eine Auster aus Zeeland, die beim Event Weltpremiere feierte, ein Lamm, das wie ein Kobe-Rind aufgezogen wurde, und ein Tomatensalat auf Sterneniveau.

Ein Start in die Zukunft
Der erste Schritt ist getan, weitere werden folgen. Der Gedanke der CHEFS NextGeneration wurde mit Inhalten und Leben gefüllt,
so dass aus einer Idee eine Gemeinschaft geworden ist. Weitere kleinere und größere Events stehen an, denn es ist noch vieles zu tun für die Zukunft der Sternegastronomie.

Dass die besten jungen Köche Europas nun gemeinsam diesen Weg beschreiten, weckt große Hoffnungen für diese Gemeinschaft.
Die CHEFS NextGeneration ist Gegenwart und Zukunft zugleich. Es wird spannend, diese Entwicklung zu verfolgen und schon in wenigen Wochen
stehen die nächsten Auszeichnungen vor der Tür. Eine goldene Generation hat mit diesem Event Ihren Anfang genommen, von der man noch viel hören wird:
CHEFS NextGeneration – Die Zukunft hat begonnen.

www.highendFOOD.org

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Austern Saison startet in Zeeland

Im September beginnt in der niederländischen Provinz Zeeland wieder die Muschelsaison. Die Provinz im Süden des Landes ist bekannt für ihre Meeresfrüchte, insbesondere die Dörfer Yerseke, Bruinisse und Philippine gelten als Hochburgen des Muschelgenusses. In Yerseke können Urlauber Bootstouren entlang der Muschelfarmen machen und erleben, wie Muscheln gezüchtet werden. In der selbsternannten „Muschelstadt Nummer Eins“, Philippine, gibt es nicht nur zahlreiche Muschelrestaurants, sondern hier stehen auch besonders fotogene Muschelskulpturen. Muscheln sind am leckersten, wenn sie einfach kurz zusammen mit etwas Zwiebel, Sellerie und Möhre gekocht und dampfend im Topf serviert werden. Weißwein oder ein für die Region typisches Muschelbier runden das Mahl ab.

Ebenfalls bekannt sind Austern, deren Geschmack viel über die Qualität des Meerwassers aussagt, aus dem sie stammen. Frisch aus dem sauberen Wasser der Oosterschelde in Zeeland sind die Austern dementsprechend schmackhaft. Es gibt zwei verschiedene Sorten: Die zeeländische Wilde Auster und die zeeländische Platte Auster. Wilde Austern können sowohl roh als auch gebraten gegessen werden. Platte Austern haben von Natur aus hingegen einen so feinen Geschmack, dass sie zum Braten zu schade sind und in der Regel roh verköstigt werden. Mit ein bisschen Pfeffer und Zitronensaft gelten sie als echte Delikatesse. In Yerseke können Besucher zuschauen, wie die frischgefangenen Austern für den Verzehr vorbereitet werden – eine Erfahrung, die das Muschelerlebnis in Zeeland wunderbar abrundet.

www.vvvzeeland.nl

Hummer, Austern und Gemüse aus dem Meer

Die niederländische Hummer-Saison wird am 28. März in der niederländischen Provinz Zeeland feierlich eröffnet. Bis zum 15. Juli können Feinschmecker die Meerestiere aus der Oosterschelde genießen, die aufgrund ihres einzigartigen Erbguts feiner im Geschmack sein sollen als ihre Artgenossen aus anderen Gewässern der Welt. Um den besonderen Oosterschelde-Hummer zu feiern, haben sich elf Restaurants in Zeeland zu einem „Oosterschelde-Hummer-Kreis“ zusammengeschlossen und bieten während der Saison ein Hummermenü zum Festpreis von 59,50 Euro an.

Die Provinz Zeeland hat unter dem Titel „Zeeuwse Zilte Zaligheden“ (Salzige Zeeländische Wonnen) noch zahlreiche weitere Genüsse aus dem Meer zu bieten. Neben den bekannten Produkten wie zeeländische Austern (die wilde Auster oder „creuse“ sowie die flache Auster) und Miesmuscheln gibt es auch unbekanntere Gaumenfreuden aus Zeeland: Die Strand-Aster „Lamsoor“ (Lammohren) etwa ist eine Gemüseart mit länglichen Blättern, die geschmacklich an Spinat erinnert und leicht salzig ist. Die Pionierpflanze wächst vermehrt auf den höher gelegenen Teilen des Deichvorlandes und wird von Mitte März bis Ende Juli geerntet. Ein weiteres zeeländisches Gemüse ist der Queller. Sein Äußeres ähnelt einem Kaktus ohne Dornen. Er wächst an kahlen Stellen und an den Rändern der Salzwiesen. Queller nimmt viele wichtige Vitamine und Salz aus dem Meereswasser Salz auf, was für seinen typischen Geschmack sorgt.

Mehr Informationen: www.vvvzeeland.de www.oosterscheldekreeft.nl http://familienurlaub.holland.com/

Offizielle Eröffnung der Hummersaison 2012

Der erste Oosterschelde-Hummer wird dieses Jahr am Donnerstag, 29. März an Land gebracht. Dieser Hummer, der durch seine abweichende DNA-Struktur einen sehr zarten Geschmack aufweist und nur in sehr sauberem Wasser gedeiht, wird an diesem Tag an Karla Paijs, Kommissarin der Königin der Provinz Zeeland, sowie an Joop Atsma, Staatssekretär für Infrastruktur & Umwelt, übergeben.

Dies ist bereits das zwölfte Jahr, in dem in dieser Periode die Hummersaison offiziell eröffnet wird. Die Saison ist kurz: die rund zwanzig Hummerfischer bringen von 1. April bis 15. Juli den sehr besonderen Oosterschelde-Hummer an Land. Je frischer dieser Hummer verzehrt wird, desto besser schmeckt er. Oosterschelde-Hummer – den die Kenner auch den Rolls Royce der Hummer nennen – wird folglich vorzugsweise in Zeeland gegessen. Nach dem Fang kann der Hummer nahezu sofort serviert werden. Unter anderem das Sternerestaurant Old Sluis von Topkoch Sergio Herman im zeeländischen Küstenstädtchen Sluis, hat den Oosterschelde-Hummer am Menü: „Man muss diesen Hummer mit Respekt behandeln: er erfordert bestimmte Fertigkeiten, nicht einfach Kochen“, so Küchenchef Herman während der Eröffnung der Hummersaison 2009.

Ein exklusives Produkt wie den Oosterschelde-Hummer muss man hegen und pflegen. Deshalb beschlossen einige renommierte zeeländische Restaurants, ihre Expertise und Erfahrung im „Kreis des zeeländischen Hummers‘( www.oosterscheldekreeft.nl ) zu bündeln. Sie bieten ein spezielles dreigängiges Hummermenü für € 59,50 an. Die auf unterschiedliche Weise zubereiteten Menüs werden dieses Jahr vorzugsweise mit dem zum Hummerwein des Jahres ausgerufenen Doceassaje-Wein aus dem Jahr 2010 des süditalienischen Winzers Vinosia serviert. Der natürliche süße, sahnige und verfeinerte Geschmack des Oosterschelde-Hummers passt perfekt zum zarten Aroma dieses schönen, fruchtigen Weins. Importeur ist der Weinhandel Vino & Vetro aus Den Haag.

Aus weltweiten Untersuchungen ist hervorgegangen, dass der Oosterschelde-Hummer in einer sehr isolierten Population lebt. Viele Hummer sterben in Folge der starken Schwankungen des Salzgehaltes und der Temperatur des Wassers in der Oosterschelde. Die Population wird stets wieder ausgehend von starken Hummern aufgebaut, die diese Schwankungen überleben können. Die Hummerpopulation in der Oosterschelde hat dadurch eine deutlich andere DNA-Struktur als Hummer andernorts in Europa. Die abweichende DNA-Struktur sorgt für den feinen und zarten Geschmack.

Beim Fang des ersten Oosterschelde-Hummers wird Joop Atsma auf die Bedeutung des sauberen Wassers in der Oosterschelde für diesen besonderen Hummer eingehen.

Mit der Eröffnung der Oosterschelde-Hummersaison am 29. März erscheint das allererste Buch über den zeeländischen Hummer: “De Oosterscheldekreeft”. Ein (Koch-) Buch über Hummer, mit der rauen Poesie von Zeeland. Das Buch stützt sich auf den Gedanken, dass Hummer für alle da ist, pur und ehrlich. Karla Peijs (Kommissarin der Königin von Zeeland) überreicht das erste Exemplar an Hummerfischer Jan van Westerbrugge.

Riviera der Niederlande – Zeeland

Urlaub mit Auszeichnung:
Die schönsten Strände hat Zeeland

Riviera der Niederlande: Ganz im Süden der Niederlande befindet sich eine Provinz, die bei Sommerurlaubern hoch im Kurs steht. Denn Zeeland kann die meisten Sonnenstunden des Landes verzeichnen – kein unwichtiges Kriterium in den Ferien. Dazu säumen weitläufige Sandstrände auf 70 Kilometern Länge die Küste, die soeben das vierte Mal in Folge zu den schönsten der Niederlande gekürt wurden. Viele der Strände sind darüber hinaus mit der blauen Flagge versehen. Das internationale Gütesiegel für Strände und Häfen beurteilt Wasserqualität, Strandaufsicht und sanitäre Anlagen. Mit der Auszeichnung liegt Zeeland seit Jahren ganz weit vorne und ist damit ein beliebtes Reiseziel für den Sommer geworden.

Die Weitläufigkeit der Strände ist ideal für verschiedenste Aktivitäten: Kitesurfer können ihrem Sport an den Stränden von Vrouwenpolder nachgehen, während Familien mit Kindern lieber an den Stränden verweilen, wo die Bademeister ein Auge auf sie werfen. Für die Pause vom Sonnenbaden laden schmucke Strandpavillons zu „Chocomel“ und „Patat“ ein. Die geographische Lage der Provinz spielt auch Romantikern zu, und so empfiehlt sich ein Abend am Strand bei Sonnenuntergang – mit einem Glas Wein in der Hand und Blick aufs Meer.

Auf den historischen Spuren des Wassers

Neben den breiten Sandstränden ist das Deichvorland eine typische Landschaftsform der Provinz Zeeland. Die Gebiete außerhalb der Dämme an der Ooster- und Westerschelde dienen als beliebte Brutplätze der Küstenvögel, und so sind spezielle Dünengebiete zu Naturschutzgebieten erklärt worden.

Absolute Idylle erfahren Wanderer in „Zeepe Duinen“ bei Burgh-Haamstede. Wer hier durch die Dünen spaziert, begegnet oft stundenlang keiner Menschenseele. Zwischen den Deichen finden sich immer mal wieder kleine Buchten und teichartige Gewässer. Sie sind Überreste alter Meeresarme und entstanden vielerorts durch Eindeichung, Überspülung oder Deichdurchbrüche. Die meisten von ihnen sind nicht mehr mit dem Meer verbunden und enthalten Brackwasser. Die Bucht bei Ouwerkerk ist das Resultat eines Deichdurchbruchs während der großen Flutkatastrophe 1953. So wandelt man bei einem Streifzug durch die Landschaft buchstäblich auf den Spuren der zeeländischen Geschichte.

Urlaub unter dem Meeresspiegel

Zu den kleinen Freuden des Sommers gehört eine Radtour über den Polderweg ebenso dazu wie der Genuss eines Eisbechers mitten auf dem Dorfplatz. Selbstverständlich sind derartige Vergnügen in Zeeland nicht. Praktisch überall gerieten Urlauber mit dem Kopf unter Wasser oder bekämen zumindest nasse Füße, wenn es keine Deiche gäbe. Denn der Erdboden befindet sich größtenteils unter dem Meeresspiegel, sodass das Land bei Flut unter Wasser liegt und bei Ebbe wieder freigelegt wird.

Um eine Wiederholung der Sturmflut von 1953 zu verhindern, wurden kurz danach die Deltawerke angelegt. Wie ein gigantischer Gürtel legen sich die Deiche um die Küstenabschnitte der Provinz und beschützen die Bevölkerung vor den Fluten der Nordsee. Dank dieses bislang größten Schutzprojekts steht auch einer Radtour durch das Hinterland Zeelands nicht mehr im Wege.

www.niederlande.de ; www.vvvzeeland.nl