Superfood aus heimischen Revieren

Genuss ohne Reue: Das Fleisch von Wildschwein, Reh und Hirsch und Co. ist lecker, gesund und obendrein ein nachhaltiges Lebensmittel. Darauf weißt der Deutsche Jagdverband (DJV) hin. Wildtiere führen ein artgerechtes Leben in freier Natur, ernähren sich natürlich und bewegen sich viel – das wirkt sich positiv auch auf die Fleischqualität aus.

Fine Dining, Reh, Wild
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Petersilienwurzel

Petersilienwurzel ist ein typisches Wintergemüse und ideal für Eintöpfe und feine Cremesuppen. Denn der Petersiliengeschmack bleibt beim Kochen erhalten. Die eher unscheinbaren Wurzeln haben aber noch viel mehr zu bieten. Feinschmecker glasieren sie in Honig, schmecken mit Weißwein ab und reichen sie zu Wild und Geflügel. Für ein köstliches Püree wird das Gemüse mit Kartoffeln in wenig Flüssigkeit 15 Minuten gegart, je zur Hälfte Salzwasser und Milch. Anschließend Butter, Salz, Pfeffer und Muskat hinzugeben und zerstampfen. Auch im Risotto, aus dem Wok, mit Parmesan überbacken und geraspelt in einem winterlichen Salat sind die delikaten Wurzeln ein Genuss. Die Blätter kann man hacken und für eine feine Würze über das Gericht streuen.

Das Aroma ist auf die ätherischen Öle zurückzuführen, die nebenbei die Verdauung und die Nierentätigkeit unterstützen. Zudem versorgt die Petersilienwurzel den Körper mit Vitamin C, Provitamin A, B-Vitaminen und den Mineralstoffen Kalium, Kalzium und Eisen.

Die Petersilienwurzel gehört botanisch zur Familie der Doldenblüter und ist eng mit der Blattpetersilie verwandt. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum und ist dort bereits seit der Antike als Würz- und Arzneipflanze bekannt. Die Petersilienwurzel ist außen gelblich mit dunkleren Ringstreifen und innen weiß gefärbt. Sie sieht der Pastinake zum Verwechseln ähnlich, ist aber länglicher und läuft nach vorn spitz zu. Die Pastinake hat ein dickeres Kopfteil und ist mit bis zu 40 Zentimetern deutlich größer als die Petersilienwurzel mit höchstens 20 Zentimetern Länge.

Petersilienwurzel ist direkt beim Erzeuger, auf dem Wochenmarkt, aber auch in gut sortierten Supermärkten zu finden. Die Wurzeln sollten fest, glatt und knackig sein mit frischem Grün, wobei kleinere Exemplare besonders zart sind. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sich Petersilienwurzeln, in ein feuchtes Tuch eingewickelt, zwei bis drei Wochen. Vor der Zubereitung werden sie ähnlich wie die Möhre gründlich gebürstet, gewaschen und mit einem Sparschäler geschält. Man entfernt die Enden und schneidet sie je nach Rezept in Scheiben, Stifte oder Würfel.
Heike Kreutz, www.aid.de

"Frisch gekocht" – startet mit der 3.000. Sendung

Neue Ausgaben der beliebten ORF-Kochsendung ab 5. Oktober in ORF 2

Pfannen poliert, Messer geschärft und frisch gekocht! Am Montag, dem 5. Oktober 2015, eröffnen die Starköche Paul Ivic und Konstantin Filippou um 14.00 Uhr in ORF 2 mit der 3.000. „Frisch gekocht“-Ausgabe die neue Saison der ORF-Kochsendung. In der aktuellen Staffel präsentiert wieder ein Team hochdekorierter Spitzenköchinnen und -köche montags bis donnerstags mit wechselnden Tagesthemen interessante Rezepte: Die „Frisch gekocht“-Küche teilen sich Paul Ivic, Konstantin Filippou, Andreas Döllerer, Richard Rauch, Lisl Wagner-Bacher und Meisterpatissière Eveline Wild. Am Freitag präsentieren zum Wochenausklang Andi & Alex die „Frisch gekocht Kochshow“.

Die „Frisch gekocht“-Woche im Überblick:
Montag, 5. Oktober: Konstantin Filippou bereitet einen Pulled Lamm Burger und Paul Ivic Oliven-Churros zu.

Dienstag, 6. Oktober: Konstantin Filippou verrät sein Rezept für gebratene Jakobsmuscheln mit Chorizo und Kichererbsen und Andreas Döllerer serviert Stör, Ofenpaprika und gegrillte Avocado.

Mittwoch, 7. Oktober: Konstantin Filippou bereitet Tahina-Schokoladen-Pudding mit Crème frâiche und Richard Rauch ein Suppenhendl zu.

Donnerstag, 8. Oktober: Patissière Eveline Wild bäckt einen Zwetschken-Mohn-Streuselkuchen und Konstantin Filippou kredenzt Shrimps mit Orzo und Tomaten.

Freitag, 9. Oktober: Andi Wojta serviert Steinpilzbuchteln und Alex Fankhauser steuert sein Rezept für gebratenen Lammrücken mit Pastinaken-Liebstöcklpüree und Paradeisern bei.

3.000 Sendungen „Frisch gekocht“
Ob kochen, backen, grillen oder schmoren – in der Sendungsgeschichte wurden unter anderem 2.370 Fleisch-, 985 Fisch- und 2.074 vegetarische Gerichte zubereitet. Auf dem Menüplan standen 1.225 Vorspeisen, 2.862 Hauptspeisen und 1.091 Desserts. 10 Kochchampions wurden gekürt, alle neun Bundesländer bereist und in Spezialausgaben bereiteten mehr als 400 Prominente ihre Lieblingsgerichte zu. Weitere Infos zum Jubiläum bietet das Internet unter presse.ORF.at

„Frisch gekocht“ ist eine Produktion von InterspotTV im Auftrag des ORF. Die Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage lang in der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar. Die Rezepte gibt es zum Nachkochen und Sammeln in der „ORF nachlese“ sowie online unter insider.ORF.at.

Hagebutte

Ein Herbsthighlight für die Küche

Im Herbst entdeckt man als Spaziergänger an wilden Hecken und Sträuchern Hagebutten. Die purpurroten Früchte haben ein feinsäuerliches Aroma und schmecken nicht nur im Tee. Das Mark wird als Zutat für Suppen, pikante Soßen zu Wild, Muffins, Kuchen und Desserts verwendet. In der Konfitüre lässt sich das Wildobst mit Äpfeln, Orangen und der Kornelkirsche sehr gut kombinieren. Eine herbstliche Delikatesse ist Hagebutten-Chutney mit Feigen und Quitten. Für Hagebutten-Essig werden die Früchte leicht angestoßen, mit Kräutern wie Thymian in eine Flasche gegeben und mit Weinessig übergossen. Die Flasche verschließen, vier bis sechs Wochen an einem hellen Ort lagern und alle zwei bis drei Tage schütteln. Anschließend kann man den Essig durch ein feines Tuch filtern und zu fruchtigen Salaten genießen.

Als Hagebutte bezeichnet man die Früchte verschiedener Wildrosenarten wie die Kartoffelrose ( Rosa rugosa ) und Hundsrose ( Rosa canina ). In Süddeutschland wird sie auch „Hiffe“ genannt. Das Wildobst ist reif, wenn die Schale auf leichten Fingerdruck etwas nachgibt und sich die Früchte leicht pflücken lassen. Je nach Rosenart und Reifegrad enthalten sie zwischen 0,4 und 5 Gramm Vitamin C pro 100 Gramm. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind B-Vitamine, Provitamin A und Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Natrium. Der rote Pflanzenfarbstoff Lycopin gehört zu den Antioxidanzien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Die Hagebutte stärkt die Abwehrkräfte und soll unterstützend bei nervösem Magen sowie Harnwegserkrankungen wirken.

Die Verarbeitung ist aber ein wenig aufwändig. Es müssen Blütenansatz, Stiel und die im Inneren der Fruchtkapsel sitzenden Samen (Nüsschen) mit ihren Härchen entfernt werden. Denn die Härchen reizen Haut und Schleimhäute, sodass beim Entkernen am besten Handschuhe getragen werden. Viele kennen dieses „Juckpulver“ aus der Kindheit. Man kann sich das Entkernen aber sparen, indem man die Früchte in wenig Wasser für 20 Minuten köchelt und durch ein feines Passiersieb streicht. Ein Schuss Zitronensaft erhöht die Haltbarkeit. Zum Rohverzehr sind Hagebutten nicht geeignet.
Heike Kreutz, www.aid.de

Zitronenmelisse

Frisches Aroma für die Küche

Die Melisse hat einen intensiven Zitronenduft und ein herrlich erfrischendes Aroma. Das Küchenkraut verfeinert grüne Salate, Quark, Kräutersuppen und Soßen, Pilzgerichte und Chutneys. Es schmeckt zu Geflügel und Wild, Aal, Hummer und Hering. Für ein Pesto werden frische Melissenblätter zerkleinert und mit Parmesan, Olivenöl, Pinienkerne und etwas Salz püriert. Das milde Zitronenaroma passt aber auch zu süßen Speisen und Desserts, Obstsalaten, Gelee und Konfitüre. Im Sommer erfrischt Melissensorbet, -sirup oder Melissentee auf Eis. Für einen Liter Teeaufguss braucht man zwei Handvoll frisch gewaschene Blätter und lässt ihn etwa 20 Minuten ziehen.
In der Küche wird die Zitronenmelisse am besten frisch verwendet. Sie darf nicht mitgekocht werden, da ansonsten das Aroma verloren geht. Stattdessen die Triebe kurz vor dem Servieren feingeschnitten oder gezupft hinzugeben.

Die Zitronenmelisse ( Melissa officinalis ) aus der Familie der Lippenblütler ist mehrjährig und kann über ein Meter hoch werden. Die eiförmigen Blätter sind am Rand gezahnt und am Blattende leicht gespitzt. Ursprünglich ist die Pflanze im Vorderen Orient beheimatet. Bereits die alten Griechen und Römer schätzten das Kraut als Heil- und Gewürzpflanze. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der berühmte Melissengeist erfunden. Melisse ist ein altes Heilmittel gegen Verdauungsbeschwerden und Schlaflosigkeit. Ein Tee beruhigt die Nerven und entspannt, belebt aber gleichzeitig die Sinne.

Zitronenmelisse lässt sich gut im eigenen Garten anpflanzen. Der Standort sollte warm, halbschattig und geschützt sein. Ein sandig-lehmiger Boden, der gut durchlässig ist, wäre ideal. Als Dünger eignet sich Kompost, der als Mulch auf den Boden aufgebracht oder oberflächlich eingearbeitet wird. Geerntet wird noch bis zum Oktober. Wer die Zitronenmelisse nicht im eigenen Garten hat, sollte beim Einkauf auf frische Ware mit festen Stängeln und Blättern achten.
Heike Kreutz, www.aid.de

Winterzeit ist Kohlzeit

Rosenkohl – kleine Köpfchen mit herbem Aroma

Jetzt hat der Rosenkohl Hauptsaison. Die Röschen haben einen fein-herben bis leicht nussigen Geschmack und lassen sich in der Küche vielseitig zubereiten. Für eine köstliche Beilage zu Wild und Geflügel wird das Gemüse gedünstet und in Muskatbutter geschwenkt. Speck, Apfelwürfel oder geröstete Mandelblättchen verfeinern das Gemüse. Rosenkohl schmeckt in der Quiche, zu Pasta und in Kombination mit Möhren, Kohlrabi, Pilzen, Bohnen und Esskastanien. Ein Genuss ist ein warmer Rosenkohlsalat mit Walnüssen, Cranberries und Pecorino.

Das Gemüse ist etwas nahrhafter als andere Kohlsorten, da es einen höheren Anteil an Fett, Eiweiß und Zucker hat. Zudem enthält Rosenkohl reichlich Ballaststoffe, Folsäure und Vitamin C, K und B1 (Thiamin), Magnesium, Kalium, Eisen und Zink.

Rosenkohl wird übrigens auch Brüsseler Kohl genannt, da die Bauern das Gemüse erstmals im 19. Jahrhundert in der Nähe von Brüssel angebaut haben. Die kleinen Röschen werden als Knospen in den Blattachsen der Rosenkohlstrünke gebildet. Vor der Zubereitung werden eventuell die äußeren Blätter entfernt und die Strünke kreuzweise eingeschnitten, damit der Rosenkohl gleichmäßig durchgart. Die Köpfchen lassen sich in leicht gesalzenem Wasser kochen oder dünsten. Je nach Größe ist eine Garzeit von 8 bis 12 Minuten ausreichend. Der herbe Geschmack wird durch eine Prise Zucker oder etwas Brühe abgemildert.

Beim Einkauf sind feste, matte und hell- bis dunkelgrün gefärbte Köpfchen die beste Wahl. Die Blätter müssen geschlossen sein. Frischer Rosenkohl hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

Genussbotschafter

„Oberfranken genießen“ – unter diesem Motto wurden im März und April 2014 in jeweils zwei Lehrgängen insgesamt 84 oberfränkische Genussbotschafter ausgebildet. Bei dem Lehrgang ging es konkret um die touristische Vermarktung Oberfrankens als Genussregion, es ging um die Schnittstelle von Kulinarik und Tourismus. Ein Thema, das laut Emnid-Umfrage des Tourismusverbands Franken auf Platz drei in der Image- und Beliebtheitsskala für Franken steht.

Mit dem Ziel, neue attraktive Tourismusangebote für die Region zu gestalten, wurde vom Verein Genussregion Oberfranken zusammen mit der Handwerkskammer für Oberfranken und gefördert von dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Oberfrankenstiftung ein sechstägiger Lehrgang zum Genussbotschafter durchgeführt. Statt der erwarteten 20 haben insgesamt 84 Direktvermarkter, Bäckereien, Metzgereien, Brennereien, Gastronomen und Gästeführer am Kurs teilgenommen.

Mit dem Weiterbildungsangebot zum Genussbotschafter wurden insbesondere bereits ausgebildete Gästeführer oder Spezialitätenerzeuger aus der Region angesprochen, so zum Beispiel Hoteliers, Gastronomen, Hofladenbesitzer oder Mitarbeiter der Touristeninformation. Die Erfahrungen und Kenntnisse auf verschiedenen Gebieten sollen dabei helfen, die Genussregion in all ihrer Vielfalt zu präsentieren. Zu den Ausbildungsinhalten zählten neben dem Erwerb von Kenntnissen über die oberfränkische Spezialitätenvielfalt und Lebensmittelproduktion auch das Wissen um Geschichte, Brauchtum und Kultur regionaler Lebensmittel sowie die Entwicklung von Erlebnisangeboten rund um das Thema Genuss.

„Aufgabe der Genussbotschafter ist es nun, rund um die oberfränkische Spezialitätenvielfalt attraktive Erlebnisangebote zu entwickeln. Von kulinarischen Stadt- und Landschaftsführungen über die Verkostung regionaler Spezialitäten und Betriebsbesichtigungen bis hin zu Kochkursen und Wurstseminaren ist alles dabei“, erklärt Prof. Dr. Uta Hengelhaupt, Leiterin des Projekts „Genussregion Oberfranken“. „Auf der Homepage der Genussregion wurden insgesamt knapp 200 individuelle Genusserlebnisse zusammengetragen, von denen man sich unter www.genussregion-oberfranken.de/deutsch/erlebnisse inspirieren lassen kann.“

Auch in der Fränkischen Schweiz, einem Teilgebiet Oberfrankens, sind bereits einige Genussbotschafter unterwegs. So zum Beispiel Stefan Hümmer. In der Region um Pottenstein bietet er neben Jagd- und Kräuterführungen auch ganze Naturwochenenden im Revier an – frei nach dem Motto „wwww – Wald, Wiese, Wild, Wasser – statt www – World Wide Web“. In der westlichen Fränkischen Schweiz ist auch Helmut Pfefferle tätig. Der Vermieter von Ferienwohnungen ist Vorsitzender des Tourismusvereins rund ums Walberla-Ehrenbürg und nimmt die Teilnehmer seiner Ausflüge mit auf eine Reise von der Streuobstwiese bis hin zur Brennerei. Die Tradition des Schnapsbrennens ist dabei nur eine von vielen kulinarischen Traditionen, die in der Region tief verwurzelt sind.

Auf diesem Feld hat „die Fränkische“ bekanntlich viel zu bieten, sie wird nicht umsonst als Land der Burgen, Höhlen und Genüsse bezeichnet. Ob Obst, Meerrettich, Wild, Lamm, Bier oder selbstgebackenes Landbrot – mit verschiedenen Projekten werden die Regionalprodukte der Fränkischen Schweiz, deren biologischer Anbau und die handwerkliche Weiterverarbeitung beworben. Als eines der bedeutendsten Anbaugebiete für Meerrettich in Deutschland, als größtes zusammenhängendes Süßkirschenanbaugebiet Europas und als Region mit einer der höchsten Bäckerei-, Metzgerei- und Brauereidichten weltweit gibt es in dem beliebten Tourismusgebiet zwischen Nürnberg, Bamberg und Bayreuth unzählige kulinarische Highlights zu entdecken. Eine ideale Voraussetzung also für viele neue Genusserlebnisse.

Eine Übersicht über alle Genussbotschafter in der Fränkischen Schweiz gibt es unter www.fraenkische-schweiz.com/kulinarisch/genussbotschafter-2.html.

Gänseblümchen aufs Brot

Landzeitschrift daheim in Deutschland gibt Tipps wie Wild- und Gartenblumen nutzbar sind

Noch regiert laut Kalender draußen der Winter, aber das Frühjahr und damit die Blütezeit von Pflanzen und Kräutern ist nicht mehr fern. Die Landzeitschrift daheim in Deutschland informiert in ihrer Februar/März-Ausgabe über Delikatessen aus der Natur. Die zentrale Erkenntnis: Viele Wild- und Gartenblumen eignen sich nicht nur für die Vase, sondern auch für die Salatschüssel, weil sie voller Vitamine und Mineralstoffe stecken.

So stellen Kapuzinerkresse, Malvenblüten, Ringelblumen, Löwenzahn und Gänseblümchen nicht nur nette Farbtupfer im Salat dar, sie geben dem Salat durch ihre oftmals pfeffrig scharfen Geschmacksnoten auch eine besondere Würze. Eine echte Alternative zum üblichen Wurst- oder Käsebrot ist ein Butter- oder Quarkbrot mit Gänseblümchen – sie bieten ein wunderbares Nussaroma. Was viele Verbraucher nicht wissen: Löwenzahn eignet sich gut, um daraus Blütensirup zu kochen. Wer Süßspeisen verfeinern will, nimmt einfach zarte Veilchen oder Stiefmütterchen. Rosenblätter lassen sich gut kandieren, Holunderblüten wiederum kann man in Teig ausbacken.

Trotz dieser vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten sollte man nicht alle Wild- und Gartenblumen essen. So weist daheim in Deutschland in der neuen Ausgabe auch darauf hin, dass sich weder Akelei noch die oft mit Bärlauch verwechselten Maiglöckchen zum Verzehr eignen. Auch vom Eisenhut, dem gefleckten Schierling und der Hundspetersilie sollte man die Finger lassen: Sie alle sind giftig.

Übrigens: Die Februar/März-Ausgabe von daheim in Deutschland ist jetzt zum Kennenlern-Preis von nur 1€ im Einzelhandel erhältlich!

Wildfleisch genießen

Wild ist traditionell in der kalten Jahreszeit sehr beliebt. Das Fleisch schmeckt besonders aromatisch und lässt sich vielseitig und raffiniert zubereiten. Zudem liefert es wertvolle Nährstoffe und ist ein sehr mageres Fleisch – mit Ausnahme des Wildkaninchens und des Wildschweins. Für die Zubereitung braucht man keine besonderen Fertigkeiten. Der Braten wird schön zart, wenn man die sehnige Außenhaut des Fleisches entfernt. Durch das Spicken und Umwickeln mit Speck wird das Fleisch zwar nicht saftiger, es entsteht jedoch der Eindruck, da man das Fett des Specks zusammen mit dem Fleisch isst. Das Fett selbst bleibt an der Oberfläche und dringt nicht ins Fleisch ein. Besonders zart gelingt das Wildbret, wenn Sie es über Nacht an einem kühlen Ort in eine leicht gesalzene Brühe aus Wildknochen einlegen.

Aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen sollte Wild nicht roh oder rosa angebraten gegessen werden. Das Fleisch ist so lange zu erhitzen, bis die Kerntemperatur für mindestens zwei Minuten 70 Grad Celsius oder mehr erreicht hat, um möglicherweise vorhandene Krankheitserreger abzutöten. Machen Sie die Garprobe: Wenn das Fleisch beim Eindrücken mit dem Finger nicht mehr nachgibt, ist das Stück durchgegart. Der austretende Saft sollte nicht mehr rosa, sondern klar sein.
Rund die Hälfte des hierzulande gegessenen Wildfleisches stammen aus Deutschland – als Wildbret aus der Jagd oder der Gatterhaltung. Wildschwein wird nach wie vor am häufigsten verzehrt, gefolgt vom Reh. Hirsch- und Hasenfleisch werden oft aus osteuropäischen Ländern, Spanien, Großbritannien und Neuseeland eingeführt.

Bratfertig zerlegtes Wildbret erhalten Sie im darauf spezialisierten Fleischerfachgeschäft. Es stammt meist aus Revieren der Region. Beim Revierinhaber, Jäger oder beim Forstamt bekommen Sie ganze Tiere im Haar- oder Federkleid, aber auch küchenfertige Teile. Supermärkte bieten meist Wildfleisch aus der Gatterhaltung sowie tiefgefrorenes Wildfleisch aus Übersee und Osteuropa an.

Achten Sie beim Einkauf auf die für die jeweilige Wildart typische Fleischfarbe und den Geruch: Das Fleisch vom Rehwild ist beispielsweise rotbraun, das vom Rotwild dunkelbraun. Ein angenehmer, leicht säuerlich aromatischer Geruch ist beispielsweise für Reh und Wildschwein typisch. Generell darf das Fleisch nicht schwärzlich schimmern oder unangenehm riechen.
Dr. Claudia Müller, www.aid.de

Gourmet Report fragt sich:
Aber schmeckt durchgegartes Wild auch?

Piment

In der Adventszeit verfeinerte Piment Bratapfel und Weihnachtsgebäck wie Printen, Lebkuchen und Spekulatius. Das aromatische Gewürz gibt aber auch pikanten Speisen wie Wild, Lamm, Hackfleischgerichten, mariniertem Fisch, Suppen und Kohleintöpfen eine besondere Note. Es wird für die Herstellung von Wurst und Pastete sowie in Kombination mit Lorbeer und Wacholder für Sauerbraten verwendet. Mit einer Prise Piment lässt sich Pflaumenkuchen und -kompott, Früchtebrot, Obstdessert und Glühwein aufpeppen. Dabei schmeckt das Gewürz wie eine Mischung aus Nelken, Muskat, Zimt und Pfeffer. Es ist reich an Aromen sowie ätherischen Ölen und wird daher auch „Allgewürz“ genannt. Zudem unterstützt Piment die Verdauung, hilft bei Blähungen und soll bei Stress und Nervosität beruhigend wirken.

Piment sind die Beeren des immergrünen Nelkenpfefferbaumes, der zu den Myrtengewächsen gehört. Der Baum kann über zehn Meter hoch werden und ist auf den Antillen in der Karibik heimisch. Das Hauptanbaugebiet ist Jamaika. Die Beeren sind runzelig, dunkelbraun und ähnlich groß wie Pfefferkörner. Das Wort Piment stammt auch vom spanischen Wort „pimienta“ für Pfeffer. Die Früchte werden grün und unreif geerntet, da sie bis zur Vollreife an Aroma verlieren. Im Handel sind sie getrocknet im Ganzen und gemahlen erhältlich. Am besten kaufen Sie ganze Beeren, die bei Bedarf frisch mit einem Mörser zerstoßen oder in einer Gewürzmühle gemahlen werden. Ganze Beeren sind – kühl, dunkel und luftdicht gelagert – mehrere Monate haltbar. Aus den Beeren wird auch ein Öl gewonnen, das Likören und Kräuterschnaps zugesetzt wird.
Heike Kreutz, www.aid.de