Lebensmittel mit Schimmel grundsätzlich wegwerfen

Schimmel

Bei Schimmel auf Lebensmitteln ist wegschneiden oder abschöpfen keine Lösung. Darauf weist das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ hin.

Zeigt sich der für Schimmel charakteristische grüne Flaum, durchziehen die Pilze häufig bereits das gesamte Produkt. Sie produzieren Giftstoffe, die teils in Verdacht stehen, Krebs zu erregen und die Leber zu schädigen. Wer einmal versehentlich in ein angeschimmeltes Brot beißt, wird zwar nicht unbedingt krank.

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Kampagne gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln

Bundesverbraucherministerin Aigner startet
Kampagne gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln – BMELV legt Studie über Lebensmittelabfälle in Deutschland vor

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner wird am Dienstag in Berlin eine Studie der Universität Stuttgart über Lebensmittelabfälle in Deutschland vorstellen. In der Untersuchung wurde ermittelt, wie viele und welche Abfälle jedes Jahr in der Wirtschaft, im Handel und bei den Verbrauchern entstehen. Das Bundesverbraucherministerium wird Ende März eine neue Informationskampagne für Verbraucher starten. Ziel ist es, den Menschen nützliches Wissen und praktische Tipps zu vermitteln über den Umgang mit Lebensmitteln – vom Einkauf über die richtige Lagerung bis hin zur Verarbeitung in der Küche.

Parallel dazu wird bereits Anfang kommender Woche im Handel eine deutschlandweite Aufklärungsaktion über das Mindesthaltbarkeitsdatum gestartet. Zudem werden auf Einladung der Bundesministerin bei einer Fachkonferenz am 27. März 2012 in Berlin Experten aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherschützer, Vertreter von Kirchen und NGO’s gemeinsam über Strategien gegen die Lebensmittelverschwendung beraten.

Kreative Resteküche

Wohin mit den schon weichen Tomaten, dem Naturjoghurt, dessen Mindest­haltbarkeitsdatum gerade abgelaufen ist, und den gekochten Kartoffeln vom Vortag? Ein Salat wäre eine prima Alternative: Lebensmittelreste kreativ verwerten statt wegwerfen – so lautet die Devise des Ratgebers „Kreative Resteküche“ der Verbraucherzentrale NRW. Statt ein Ei über die Essens­reste zu schlagen oder Altbackenes aufzuwärmen hilft die Küchenhilfe auf 230 Seiten bei der Resteverwertung von A wie Armer Ritter bis Z wie Zitro­nensuppe: Übersichtliche Tabellen und zahlreiche Rezepte liefern Ideen für eine kreative und leckere Verarbeitung von Obst, Gemüse, Kräutern, Fleisch und Co. Tipps rund um Einkaufen, Vorratshaltung und Haltbarmachen run­den die einfallsreiche Lektüre rund um Resteverwertung in der Küche ab.

Der Ratgeber „Kreative Resteküche – einfach, schnell, günstig“ ist für 9,90 Euro in jeder Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW erhältlich. Für zuzüglich 2,50 Euro Porto und Versand kann das Buch auch bestellt werden.

Bestellmöglichkeiten:
www.vz-ratgeber.de

Weniger Lebensmittel in den Müll

Verbraucherministerium startet Kampagne gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln – Bundesministerin Aigner eröffnet Kongress „Save Food“

Das Bundesverbraucherministerium entwickelt Strategien, um Nahrungsmittelabfälle zu reduzieren und will Hersteller, Händler und Verbraucher dabei unterstützen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. In Deutschland landen nach Schätzungen jedes Jahr bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Schätzungen zufolge liegt der weltweite Nahrungsmittelverlust je nach Art des Lebensmittels zwischen 20 und 75 Prozent, mit einem Gesamtvolumen von jährlich mehr als 1,2 Milliarden Tonnen. Laut FAO gehen ungefähr ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion als Abfall verloren. „Wir müssen die Verschwendung stoppen. Industrie und Handel, aber auch jeder einzelne Verbraucher kann einen Beitrag leisten, Lebensmittelabfälle zu vermeiden“, so Bundesministerin Ilse Aigner. „Wer Abfall vermeidet, hilft der Umwelt und dem Klima, und spart außerdem eine Menge Geld.“ Nach Hochrechnungen, die auf Angaben aus anderen EU-Staaten basieren, werden in Deutschland pro Kopf jährlich Nahrungsmittel im Wert von 330 Euro weggeworfen.

Untersuchungen zeigen: Viele der weggeworfenen Lebensmittel stammen aus Privathaushalten und sind oft noch originalverpackt. Eine Forsa-Umfrage des Bundesverbraucherministeriums liefert erste Erkenntnisse über das Wegwerfverhalten deutscher Konsumenten: Rund 84 Prozent der Deutschen werfen Lebensmittel weg, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder die Ware verdorben ist. 19 Prozent nennen zu große Packungen als Hauptgrund. 16 Prozent der Bürger werfen Lebensmittel weg, weil sie ihnen nicht schmecken. Und rund ein Viertel gibt an, zu viel gekauft zu haben. In der Umfrage geben 58 Prozent an, dass in ihrem Haushalt regelmäßig Lebensmittel weggeworfen werden. 69 Prozent der Bürger haben beim Wegwerfen von Lebensmitteln ein schlechtes Gewissen (die vollständige Umfrage finden Sie im Internet unter www.bmelv.de)

Das Bundesverbraucherministerium lässt eine umfassende Untersuchung erstellen, die erstmals konkrete und belastbare Zahlen über die Art und Menge der Nahrungsmittel liefern soll, die in Deutschland Jahr für Jahr auf dem Müll landen. Auch die Gründe für die europaweit steigenden Wegwerfraten sollen aufgedeckt werden. Bis Ende 2011 sollen erste Ergebnisse vorliegen. Ziel der Bundesregierung ist es, weitere Vorschläge zur Abfall-Verringerung zu erarbeiten.

„Lebensmittel sind wertvoll – wir sollten sie mehr schätzen. Zwar sind bei uns Produktionsverfahren und Systemabläufe so weit optimiert, dass vergleichsweise wenig Verluste auftreten. Aber wenn ich sehe, was etwa im Handel alles weggeworfen wird, dann ist das erschreckend“, so Bundesministerin Aigner. „Wir müssen weniger Lebensmittelabfälle produzieren und die sinnvolle Nutzung von Reststoffen ausweiten, auch bei der Erzeugung von Bioenergie.“ Gerade im privaten Haushalt bieten sich viele Möglichkeiten, um einer Verschwendung von Lebensmitteln vorzubeugen. Wenn Gemüse oder Obst richtig lagert wird, bleibt es länger frisch. Auch kann man aus Resten leckere Gerichte kochen – für die Resteküche gibt es sogar spezielle Kochbücher. Aigner: „Im Grunde ist es ganz einfach: Mahlzeiten richtig planen, Notizen machen für den Einkauf, regelmäßig die Vorräte etwa in der Tiefkühltruhe oder im Keller auf Haltbarkeit kontrollieren sowie Reste verwerten.“

Ausführliche Verbraucher-Informationen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen gibt es im Internet unter www.jedesmahlwertvoll.de.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner wird am Montag, 16. Mai 2011, in der Messe Düsseldorf gemeinsam mit Vertretern der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) den Fachkongress „Save Food“ eröffnen. Im Zentrum des internationalen Kongresses stehen die Themen Ernährung, Verpackung und Nachhaltigkeit. Der Kongress beleuchtet Ausmaß und Gründe der globalen Nahrungsmittelverluste ( http://www.save-food.org )

Servicezeit

Brotverschwendung: zu viel landet im Müll

Deutschland belegt durch ein enormes Angebot an Brot- und Backwaren in Europa eine Spitzenposition. Die Schattenseite: Unser Brotparadies produziert gigantische Überschüsse. Täglich wird ein zweistelliger Prozentanteil der Waren nicht verkauft. Diese Misswirtschaft wird von Handelsseite her dadurch gerechtfertigt, dass der Kunde eine große Auswahl erwarte.

Und auch in den einzelnen Haushalten wird oft nur ein Teil des Einkaufs verzehrt, der Rest landet vor allem wegen falscher Aufbewahrung und Schimmelbildung im Müll.

Wie können wir die Verschwendung stoppen?
Warum ist Vollkornbrot gesünder?
Zu Schade zum Wegwerfen: Köstliche Rezepte mit altem Brot

Weiteres Thema:
Frühlingsrollen im Geschmackstest

WDR Fernsehen, Freitag, 18. März 2011, 18.20 – 18.50 Uhr

Was tun bei angefaultem Obst

Ausschneiden oder wegwerfen? Kleine Entscheidungshilfe bei angefaultem Obst

Soll man angefaultes Obst wegwerfen oder nur die schadhafte Stelle rausschneiden? Entscheidend ist der Wassergehalt der Frucht, heißt es in der “Apotheken Umschau” unter Berufung auf Wissenschaftler des Max-Rubner-Instituts in Karlsruhe.

In Weintrauben oder Pflaumen etwa mit ihrem hohen Flüssigkeitsanteil könne sich das Gift des Schimmelpilzes weit ausbreiten. Einmal von diesem befallen, sollte es nicht mehr verzehrt werden. Untersuchungen an Äpfeln haben jedoch gezeigt, dass die schädlichen Substanzen sich nur in einem Bereich von ein bis zwei Zentimetern um die schadhafte Stelle verteilen. Bei kleinen braunen Flecken reicht es also, sie großzügig zu entfernen.

Kefir nicht wegwerfen

Kefir nicht vorschnell wegwerfen
Warum ein gewölbter Deckel ausnahmsweise nicht verdorben bedeutet

Wenn Fertiglebensmittel in Dosen oder Bechern einen gewölbten Deckel zeigen, heißt es normalerweise: Weg damit, es ist verdorben. Diese Regel gilt nicht für Kefir, heißt es im Apothekenmagazin „Diabetiker Ratgeber“. Kefir ist nämlich ein Milchprodukt, das durch Zugabe von Bakterien und Hefen gegoren ist. Die Folge: Es entsteht prickelnde Kohlensäure, die den Deckel wölben kann, und ein wenig Alkohol – das Typische am Kefir. Wer das Milchgetränk alkoholfrei haben möchte, muss nach „Kefir, mild“ suchen. Das seit 1000 Jahren bei kaukasischen Hirtenvölkern bekannte Getränk unterscheidet sich hinsichtlich seiner Inhaltstoffe kaum vom Ausgangsprodukt Milch.

Handy zum Wegwerfen

Papier statt Plastik

Sechs asiatische Designer haben ein Konzept fuer ein Billig-Handy zum
Wegwerfen entwickelt. Es soll wenig kosten und damit vor allem fuer
Reisende ein interessantes Angebot darstellen. Statt Roaming-Gebuehren
fuers eigene Handy zu bezahlen, soll die Kundschaft im Ausland ein
voll funktionstuechtiges Papier-Handy fuer wenig Geld kaufen und damit
sofort los telefonieren koennen.

www.golem.de/0606/45789.html

Was Deutsche und Europäer auf die Palme bringt

Die Menschen in Europa regen sich am meisten über Leute auf, die Abfall einfach wegwerfen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Reader’s Digest unter mehr als 3400 Bürgern in 17 europäischen Ländern. Das Magazin hatte nach den weit verbreitesten Ärgernissen des Alltags gefragt. Hinter dem achtlosen Entsorgen von Müll (86 Prozent) kam auf Platz zwei mit 82 Prozent das Thema „Hundekot auf Gehwegen und in Parks“, gefolgt vom „Vordrängeln in der Warteschlange“ (81 Prozent). Interessant ist auch: Gut jeder Zweite, nämlich 51 Prozent, ärgert sich über Leute, „die lautstark am Handy telefonieren“.
In seiner Juli-Ausgabe veröffentlicht das Magazin die Einzelergebnisse der Umfrage. Und dabei wird schnell deutlich: Unter den europäischen Nachbarn werden vermeintlich störende Verhaltensweisen ganz unterschiedlich bewertet. So empört es 80 Prozent der Briten und Franzosen, wenn man „nicht danke oder bitte“ sagt. Dieser Mangel an Höflichkeit nervt aber nur 35 Prozent der Russen. Ähnlich groß ist auch der Unterschied beim „Ausspucken in der Öffentlichkeit“. In Norwegen ärgern sich nur 50 Prozent der Menschen darüber, in Ungarn dagegen empfinden dies 95 Prozent der Befragten als ungehörig.

Und was nervt die Deutschen? Nach dem achtlos entsorgten Müll auf Platz eins ist es hier zu Lande vor allem die „mangelnde Körperhygiene“ (78,5 Prozent), die als störend empfunden wird. Spitzenplätze belegen auch das „zu dichte Auffahren“ (73 Prozent) und die „Werbung am Telefon“ (71,5 Prozent). Hingegen empfinden es die Deutschen als nicht besonders ärgerlich, wenn Menschen „fluchen“ (37,5 Prozent), „laut am Handy reden“ (31,5 Prozent) oder „zu viel nackte Haut“ gezeigt wird (24,5).

Die Umfrage, in der die Befragten zwischen „sehr ärgerlich“, „ärgerlich“, „ein wenig ärgerlich“ und „überhaupt nicht ärgerlich“ wählen konnten, brachte weitere interessante Ergebnisse hervor. Demnach sorgen „nicht zu öffnende Verpackungen“ bei 57 Prozent der Menschen in Europa für heftigen Unmut. Ähnliches gilt für allzu „umständliche Bedienungsanleitungen“, was 63 Prozent angaben. Hingegen stört sich nur jeder zweite Europäer am „Rauchen in der Öffentlichkeit“.

Es gibt fünf Themen, bei denen sich Männer in Europa mehr aufregen als Frauen: das Vordrängeln, die automatisch aufgehenden Werbefenster im Internet, automatische Telefonansagen, Graffiti und Baustellen. Dies ergab die geschlechterspezifische Auswertung der Untersuchung durch Reader’s Digest.

Welche Nationalität in Europa regt sich nun aber am meisten auf? Folgt man dem Durchschnittswert aller Punkte, sind die Portugiesen die genervtesten Europäer, gefolgt auf Platz zwei von den Briten und den Tschechen auf Rang drei.

Die Deutschen lassen sich hingegen von den Kleinigkeiten des Alltags nicht so leicht aus der Ruhe bringen oder schauen öfters einfach weg. Sie belegen unter den 17 befragten EU-Ländern zusammen mit den Holländern Platz zwölf. Nur Finnland, Schweden, Norwegen und die Russen gelten als noch entspannter.

In diesen Ländern lassen jedoch die Angaben aufhorchen, die Umfrageteilnehmer unter der Rubrik „sonstige Ärgernisse“ machten. Beispielsweise regen sich die Finnen über Menschen auf, die „in der Öffentlichkeit urinieren“. Die Schweden ärgern sich über „unpünktliche öffentliche Verkehrsmittel“ und die Russen reagieren genervt auf die „TV-Werbung“.

Das nervt … … Deutschland … Europa
1. Leute, die Abfall einfach wegwerfen 83,0% 86%
2. Mangelnde Körperhygiene 78,5% 74%
3. Hundekot auf Gehwegen/im Park 73,5% 82%
4. Zu dichtes Auffahren 73,0% 73%
5. Werbung am Telefon 71,5% 62%
6. Vordrängeln in der Warteschlange 69,5% 81%
7. Ausspucken in der Öffentlichkeit 66,0% 76%
8. Umständliche Bedienungsanleitungen 61,5% 63%
9. Pop-up-Werbung im Internet 60,5% 59%
10. Unpünktlichkeit 60,0% 68%
11. Menüführung am Telefon 58,0% k.A.
12. Nicht zu öffnende Verpackungen 58,0% 57%
13. Leute, die nicht bitte/danke sagen 55,5% 62%
14. Graffiti/Sprühmalerei an Wänden 53,5% 51%
15. Laute Nachbarn 53,5% 61%
16. Straßenbaustellen 46,5% 35%
17. Rauchen in der Öffentlichkeit 43,5% 50%
18. Leute, die fluchen 37,5% 52%
19. Leute, die laut am Handy reden 31,5% 51%
20. Leute, die zu viel nackte Haut zeigen 24,5% 22%

Im April 2005 befragte Reader’s Digest 3433 Europäer über 18 Jahre in 17 europäischen Ländern, davon 200 in Deutschland. Befragungsorte in Deutschland: Köln und Potsdam.

Die Juli-Ausgabe von Reader’s Digest ist ab 27. Juni an zentralen Kiosken erhältlich.