Beeren in den Müll?

Beerenobst ist sehr beliebt. Allein 4,5 Kilo frische Erdbeeren kauft in Deutschland jeder Haushalt jährlich. Längst nicht alle gekauften Früchte landen im Magen. Leider ist Beerenobst sehr empfindlich und damit ein Risikokandidat für den Müll. Die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesverbraucherministeriums gibt Tipps zur Rettung der Lebensmittel und zeigt mit Rezepten von Spitzenköchen, wie man aus Resten leckere Gerichte macht. Beeren, die nicht gleich verspeist werden, eignen sich wunderbar für Sorbets, Marmeladen oder Shakes.

Klappt nicht: Unreif kaufen und länger lagern
Erdbeeren halten wie Brombeeren, Johannisbeeren und Himbeeren gekühlt höchstens zwei bis drei Tage. Unreif kaufen und damit die Lagerzeit verlängern klappt aber nicht, denn die Früchte werden nach dem Pflücken nicht mehr süßer. Eine Ausnahme sind noch grün geerntete Stachelbeeren, sie reifen nach. Als Faustregel gilt aber: Reif geerntet schmeckt am besten. Da die Früchte schnell nach der Ernte gegessen oder verarbeitet werden müssen, sind kurze Transportwege von Vorteil. Es bietet sich also an, Beeren aus der Region zu kaufen. Übrigens: Damit das Aroma beim Waschen nicht verloren geht, Beeren nur kurz unter schwachem Brausestrahl säubern.

Vorsicht bei Transport und Lagerung
Beeren sind äußerst empfindlich. Druckstellen können besonders bei Wärme schnell faulen. Beim Einkauf gehören sie deshalb ganz oben in die Tasche oder den Korb. Im Gemüsefach des Kühlschranks können flache Schalen die Früchte vor Druck schützen. Darin liegen sie locker nebeneinander.

Faulige Früchte aussortieren
Verdorbene Beeren sollte man aussortieren, weil sie schnell schimmeln und andere Beeren anstecken können. Befallenes Obst entsorgen, weil sich die Sporen bei saftigen Früchten bereits ausgebreitet haben. Schimmlige Stellen abzuschneiden hilft also nichts.

Kalt gerührt oder gekocht – Marmelade selber machen
Haltbar machen lassen sich Beeren besonders schnell und leicht, indem man sie zu kalt gerührter Marmelade verarbeitet: Einfach die Früchte pürieren und mit Gelierzucker nach Packungsangabe mischen. Das Fruchtmus hält rund 14 Tage im Kühlschrank. Bis zu einem Jahr lässt sich selbst gemachter Beeren-Brotaufstrich aufbewahren, wenn die Fruchtmasse nach Rezept erhitzt wird. Lagern sollte man das fertige Mus an einem trockenen Ort bei 15 bis 20 Grad. Die Marmelade kann mit der Zeit im ungeöffneten Glas eine bräunliche oder leicht graue Farbe annehmen. Der Brotaufstrich schmeckt aber weiterhin lecker, er hat nur Farbstoffe verloren.

Einfriertrick gegen Verklumpen
Übriggebliebene Beeren kann man auch hervorragend für mehrere Monate einfrieren. Dabei lässt sich ganz leicht verhindern, dass sie zu dicken eisigen Klumpen zusammenkleben: Zuerst breitet man die Früchte auf einem Tablett aus und stellt sie zum Vorgefrieren kurz in den Tiefkühler. Erst dann geht es in den Gefrierbeutel. Genauso besteht die Möglichkeit, die Früchte vor dem Einfrieren zu pürieren, je nachdem was man später damit machen will.

Beeren retten mit Rezepten von Spitzenköchen
Beerenreste lassen sich auch zu leckeren Gerichten verarbeiten. Zu gut für die Tonne! zeigt mit Spitzenköchen, wie das geht: Tiefgefrorene Früchte bereitet Sternekoch Christian Henze schnell zu Geeister Beerencreme mit Schokolade zu. Für ganz kleine Mengen frischen Obstes hat Kochpate Willi Haider sein Sorbet hausgemacht entworfen.

Geeiste Beerencreme mit Schokolade von Sternekoch Christian Henze
Zutaten für 4 Personen: 250 g tiefgefrorene Beeren (z.B. Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren), 200 g Sahne, 4 EL Schmand, 2 Päckchen Vanillezucker, 1 Tafel weiße Schokolade
Zubereitung: Kurz vor dem Servieren Beeren, Sahne, Schmand und Vanillezucker in einen Mixbecher geben und mit dem Pürierstab aufmixen. Die Schokolade raspeln. Die Beerencreme in Gläser füllen und die geraspelte Schokolade darauf geben. Die Geeiste Beerencreme mit Schokolade zügig servieren – sie soll eiskalt sein.

Sorbet hausgemacht vom österreichischen Spitzenkoch Willi Haider
Zutaten für 2 Personen: 1 Handvoll Himbeeren, 1 Apfel, 1 Birne, 1 Handvoll Acerola, etwas Zucker
Zubereitung: Frische, reife Früchte (Äpfel, Birnen, Himbeeren, Acerola oder andere, in verschiedenen Kombinationen möglich, so wie man es am liebsten mag) mit etwas Zucker oder Kompottsaft pürieren. Das Fruchtpüree in Eismaschine oder unter häufigem Rühren (für eine cremige Konsistenz) circa vier bis fünf Stunden im Tiefkühlfach frieren lassen.

Weitere Rezepte für beste Reste enthält die App Zu gut für die Tonne!. Darüber hinaus bietet sie Tipps zu Lagerung und Haltbarkeit von Lebensmitteln sowie einen interaktiven Einkaufsplaner. Sie ist gratis im AppStore und bei GooglePlay erhältlich: www.zugutfuerdietonne.de/app

Strudelbackkurse im Gröden-Urlaub

Getreu dem Motto „Erweitern Sie im Urlaub Ihren kulinarischen Horizont“ lernen Gäste im Grödental in der Traditionskonditorei Perathoner den berühmten Apfelstrudel und andere Grödner Spezialitäten zuzubereiten

In Gröden wird Tradition großgeschrieben und somit auch die traditionelle Strudelbackkunst. Diese ist auch für Gäste erlernbar: In seinem Wochenprogramm „Val Gardena Active“ bietet das Grödental Hobbybäckern und -küchenchefs die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Unter Anleitung können sie schmackhafte Grödner Gerichte kochen und backen sowie nützliche Tipps und Tricks mit nach Hause nehmen. Neben vielen Leckereien steht natürlich auch das Highlight des Kurses, der original Grödner Apfelstrudel auf dem Programm. Und weil Backen und Kochen bekanntlich hungrig macht, fehlt nach getaner Arbeit selbstverständlich auch die Verkostung der zubereiteten Leckereien nicht.

Der Backkurs in der Konditorei Perathoner findet jeden Dienstag bis Ende Oktober ab 15 Uhr in St. Christina statt und dauert drei Stunden. Die Teilnahmegebühr beträgt für Gäste der Val Garden Active Partnerhotels 10 Euro, für alle anderen 30 Euro. Weitere Informationen zu Koch- und Backkursen auch in Wolkenstein und St. Ulrich unter www.valgardena-active.com

Tradition für Zuhause
Für all diejenigen, denen jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft und sich schon vorab im Backen probieren wollen, folgt hier das Rezept für den originalen Grödner Apfelstrudel.

Rezept Apfelstrudel:
Für den Mürbeteig:
120 g Butter – 100 g Staubzucker
1 Messerspitze geriebene Zitronenschale
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei – 2 Eßl. Sahne oder Milch
300 g Mehl – ½ Backpulver – 1 Prise Salz

Die nicht zu kalte Butter mit Staubzucker, Zitronenschale und Vanillezucker zu einer homogenen Masse verarbeiten. Ei und Sahne dazugeben, gesiebtes Mehl mit dem Backpulver und dem Salz beimischen und zu einem Teig kneten. In Klarsichtfolie einwickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Fülle:
3 – 4 Äpfel
Rosinen
Pinienkerne
Rum
100 g Zucker – 1 Eßl. Zimt
½ Mokkalöffel Nelkenpulver
1 – 2 Eßl. Semmelbrösel
100 g Butter

Die Äpfel schälen, entkernen und feinblättrig schneiden. Die Semmelbrösel in Butter anrösten und zusammen mit den anderen Zutaten zu den Äpfeln geben. Den Teig zu einem Rechteck ausrollen, die Apfelfülle auf den Teig geben und aufrollen. Eventuell mit geschlagenem Eidotter bestreichen.
Im Backrohr bei 220° 35 – 40 Minuten backen, bis der Teig eine goldbraune Farbe annimmt.

Erdbeerzeit an der Ostee

Sommerzeit ist Erdbeerzeit. Im Landgasthof Arp in Bornstein im Dänischen Wohld werden Liebhaber der kleinen roten Früchte zurzeit mit leckeren Erdbeerspeisen verwöhnt. Die Erdbeeren sind besonders süß und aromatisch, weil sie direkt von den Feldern aus der näheren Umgebung kommen. Ein Muss für alle Naschkatzen ist die frisch servierte Erdbeer-Baisertorte. Gastgeberin Petra Arp verrät das Rezept.

Warme Sommerstrahlen auf der Haut und süßer Erdbeerduft in der Nase, das sind die Boten des Sommers an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Vor allem im Erdbeeranbau hat Schleswig-Holstein allerhand zu bieten: Rund 100 Betriebe bauen auf etwa 900 Hektar die süßen roten Früchtchen an, um sie im ganzen Land zu verteilen. Der Landgasthof Arp in Bornstein an der Ostsee profitiert von der Nähe und den kurzen Transportwegen der Anbieter und nutzt stets frische und regionale Produkte für die Angebote im Restaurant.

So werden im Landgasthof Arp viele Speisen mit den saftigen Erdbeeren kombiniert. Die Gäste können als besonderen Leckerbissen der Saison beispielsweise sonntags die köstliche Erdbeer-Baisertorte des Hauses genießen, frisch von Hausherrin Petra Arp zubereitet (Rezept unten). Weitere süße Delikatessen sind Rote Grütze und Pfannkuchen mit Erdbeeren. Zudem erwartet die Gäste gute alte Hausmannskost wie bei Muttern, liebevoll kombiniert mit innovativen Komponenten der modernen Küche. Alle saisonalen Highlights sind im neuen kulinarischen Kalender enthalten – gültig bis September 2012. Im Sommer laden die Gastgeber an verschiedenen Terminen auch zu bunten Grill- und Abendbrotbuffets ein, die bei Sonnenschein im idyllischen Garten mit Teich besonderen Genuss versprechen.

Der traditionsreiche Gasthof im Dänischen Wohld zwischen Kiel und Eckernförde ist bereits seit 1827 in Familienbesitz. Mit den Jahren wurde das Haus zu dem romantischen Landgasthof, der er heute ist. Der im Jahr 2002 während Renovierungsarbeiten zufällig entdeckte über 100 Jahre alte Brunnen dient heute als Kulisse für Trauungen und Feiern. Die beschauliche Naturlandschaft des Dänischen Wohld ist besonders bei Radlern sehr beliebt. Nach einer Tour an der frischen Ostseeluft über Wiesen und Felder ist der Landgasthof Arp ein lohnendes Ausflugsziel.

Weitere Informationen sind abrufbar unter www.landgasthof-arp.de

Rezept Erdbeer-Baisertorte

Rezept für zwei Tortenböden:
Frische Erdbeeren
Mandelplättchen
200 g Zucker
125g Butter
125g Zucker
4 Eigelbe (Eiweiß behalten)
150g Mehl
1 Teelöffler Backpulver
1Päckchen Vanillezucker
2 Esslöffel kalte Milch

Butter, 125g Zucker, Eigelb, Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Milch miteinander vermengen. Danach 2 Tortenformen einfetten. Die Grundmasse auf beide Formen verteilen, dann die vier Eiweiß mit 200 g Zucker steif schlagen. Die Eiweißmasse in die Formen auf die Grundmasse verteilen und mit Mandelplättchen bestreuen. Nun die Formen bei 150 Grad Ober- und Unterhitze backen. Auf einen der beiden Böden frische Erdbeeren (Menge nach Belieben) mit geschlagener Sahne verteilen und den zweiten Boden darauf geben.

Polettos Kochschule

Gefüllte Ofenkartoffel mit Lachs und Zwetschgenpizza mit Zimtsahne
 

Gefüllte Ofenkartoffeln mit Lachs
Zutaten für 4 Personen:
4  große festkochende Kartoffeln (à ca. 200 g, jeweils in ein Stück gebutterte Alufolie gewickelt und bei 200 °C im Ofen ca. 1 Stunde gegart)
200 g  Lachsfilet ohne Haut
100 g  Salatgurke
150 g  Crème fraîche
2-3 EL  fein geriebener Meerrettich (frisch oder aus dem Glas)
2 EL  Schnittlauchröllchen
4 TL Fliegenfisch-, Forellen-oder Lachskaviar
1  Spritzer Zitronensaft
Pfeffer aus der Mühle
Piment d’Espelette nach Belieben
Meersalz

1. Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen, Ofen nicht ausschalten. Das Lachsfilet waschen, trocken tupfen und in 1 cm große Würfel schneiden. Eventuell noch vorhandene Gräten mit einer Pinzette entfernen.
2. Die Gurke schälen, längs halbieren. Kerne mit einem Löffel herauskratzen und die Gurke in kleine Würfel schneiden.
3. Die Kartoffeln aus der Folie wickeln. Oben einen Deckel abschneiden und die Kartoffeln jeweils mit einem Teelöffel oder Kugelausstecher aushöhlen. Dabei ringsherum einen kleinen Rand stehen lassen. Die ausgehöhlten Kartoffeln innen leicht salzen und in eine ofenfeste Form setzen.
4. Das heiße Kartoffelinnere und die Deckel mit einer Gabel grob zerdrücken und mit dem Lachs mischen. Die Crème fraîche, die Gurkenwürfel, den Meerrettich und den Schnittlauch unterrühren. Die Mischung mit Salz, Pfeffer, eventuell Piment d’Espelette und Zitronensaft abschmecken und in die Kartoffeln füllen.
Im Ofen nochmals etwa 5 Minuten erhitzen. Herausnehmen und mit dem Kaviar anrichten. Dazu passt ein grüner Salat.
Tipp:
Immer nur soviel von einer Meerrettichwurzel schälen, wie verbraucht wird. Rest in Folie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren.
 

Zwetschgen-Pizza mit Zimtsahne
 

Zutaten für 6 Personen:
18  Zwetschgen
4 EL  geröstete, geschälte Haselnüsse
150 g  Marzipanrohmasse
1 EL  Zwetschgengeist
1  Platte frischer Blätterteig (auf Backpapier, aus dem Kühlregal)
3 EL  flüssige Butter
200 g  Sahne
1/2 Päckchen Vanillezucker
Prise Zimt

1. Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Die Nüsse grob hacken. Das Marzipan in kleinen Stückchen in eine Schüssel geben, mit den Nüssen und dem Zwetschgengeist verkneten.
2. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Blätterteig auf der Arbeitsfläche ausbreiten, 4 Kreise (à 12 cm Ø) aus dem Teig ausstechen, überschüssigen Teig entfernen und die Kreise samt Backpapier auf das Backblech ziehen.
3. Jeweils eine kleine Portion der Marzipanmischung in die Zwetschgenhälften füllen und diese mit der Schnittfläche nach unten auf den Teig legen. Die Zwetschgen mit flüssiger Butter bepinseln und die „Pizzen“ etwa 15 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, lauwarm abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. Die Sahne mit Vanillezucker und Zimt steif schlagen und dazu servieren.

Tipps:
Wer keine passenden Ausstechringe besitzt, verwendet zum Ausstechen umgedrehte kleine Schüsseln in der entsprechenden Größe.
Wenn keine Zwetschgenzeit ist, können Sie statt der frischen auch tiefgefrorene Zwetschgen verwenden. Aber auch Feigen, Äpfel oder Birnen passen gut auf die „Pizza“: Früchte in Scheiben schneiden, auf den Teigkreisen in kleinen Stückchen die Marzipanmasse verteilen, dann die Früchte darauf verteilen. Mit Butter bepinseln und backen.
Cornelia Poletto und Dennis Wilms wünschen guten Appetit!

Samstag, 19. Mai 2012 um 18:15 Uhr im SR Fernsehen

ÖKO-TEST-Magazin Dezember

Aus dem Inhalt:

Test: Backzutaten
ÖKO-TEST wollte wissen, wie sorgenfrei man mit der Weihnachtsbäckerei durchstarten kann. Deshalb wurden gemahlene Haselnüsse, Vanillezucker, Zimt, Kuvertüre und Cranberrys in Laboren auf problematische Inhaltsstoffe gecheckt. Das Ergebnis: Vor allem Zimt und Haselnüsse haben es teilweise ganz schön in sich. In Zimt steckt das giftige Cumarin, das in hohen Dosen die Leber schädigt. Einige Nusspackungen enthalten zu viele Enterobakterien oder Aflotoxine – das ist ein Krebsgift. Manche Vanillezucker enttäuschen, weil sie zu wenig Eigenaroma der Vanilleschote haben. Sehr gute und gute Noten gibt es dagegen für Cranberrys und Kuvertüre.

Test: Krabbeldecken
Eigentlich dürfte es nicht zu viel verlangt sein, schadstofffreie Krabbeldecken zu produzieren. Doch das schaffen nur wenige Hersteller. Drei Modelle im Test sind gar nicht verkehrsfähig. So enthält beispielsweise die Krabbeldecke von Sterntaler zu viel des Weichmachers Diethylhexylphthalat (DEHP), den Wissenschaftler als fortpflanzungsgefährdend einstufen. In einem anderen Modell entdeckte das Labor einen zu hohen Wert des Azo-Farbbaustein p-Aminoazobenzol, der sich im Tierexperiment als krebserregend gezeigt hat.

Test: Babylotionen
Die Hersteller von Babylotionen werben heute vor allem damit, was in den Produkten nicht enthalten ist: „ohne allergieverdächtige Duftstoffe“ oder „ohne Mineralöl“. Allerdings sind diese Werbeversprechen mit Vorsicht zu genießen: Eine Rezeptur ohne Mineralöl kann immer noch Silikone enthalten und der Hersteller so an hochwertigen natürlichen Ölen und Fetten sparen. „Frei von synthetischen Duftstoffen“ heißt: Es kann noch immer Parfüm drin sein, und auch aus der Natur können problematische Duftstoffe kommen. Der Test zeigt jedoch, dass man bei fast allen Babylotionen sorglos zugreifen kann.

Test: Gutes Spielzeug
Dass ein Großteil des Spielzeugs voller Schadstoffe steckt, wissen viele Eltern mittlerweile. Nun fragen sie sich, was sie denn überhaupt noch kaufen können. ÖKO-TEST stellt verschiedene Spielwaren vor, die Eltern getrost ihren Kindern schenken können, und gibt zahlreiche Tipps, was man selbst tun kann, um gutes Spielzeug aus dem Regal herauszufischen.

Test: Präparate mit Zink und Vitamin C
Zink soll bei Erkältungen helfen – das ist das Ergebnis einiger Studien. Doch wer sich diese genauer anschaut, kommt schnell auf den Boden der Tatsachen: Die beobachteten Effekte sind überaus bescheiden und selbst die Autoren halten eine allgemeine Empfehlung zur Anwendung von Zinkpräparaten für nicht gerechtfertigt. Die getesteten Nahrungsergänzungsmittel kommen nicht über ein „befriedigend“ hinaus. Einige enthalten auch zu viel Zink, was zu Störungen in der Blutbildung und Kupfermangel führen kann.

Test: Parfüms
Ein besonderer Duft macht begehrenswert, sympathisch – das will die Duftindustrie in ihrer Werbung den potenziellen Kunden weiß machen. Was sie verschweigt, dass viele Duftstoffe Allergien auslösen können. Manche Duftstoffe haben dabei ein höheres Allergiepotenzial, und leider stecken genau diese in mehr als der Hälfte der getesteten Parfüms. Dazu kommen noch einige andere problematische Stoffe wie polyzyklische Moschus-Verbindungen.

Test: Auszahlpläne
So viel ist sicher: Die gesetzliche Rente reicht im Alter nicht aus. Ruheständler in spe haben jedoch die Möglichkeit, Erspartes oder die ausbezahlte Lebensversicherung in eine Zusatzrente umzuwandeln. Dabei haben die Kunden die Wahl zwischen einem Auszahlplan mit und einem ohne Kapitalverzehr. Beim Plan mit Kapitalverzehr wird mit jeder Monatsrate auch ein Teil vom angesparten Kapital ausgezahlt – und zwar so lange, bis das eingezahlte Geld aufgebraucht ist. Die ÖKO-TEST-Analyse zeigt, dass die Konditionen vergleichsweise gut sind. Das Problem bei Plänen mit Kapitalverzehr ist jedoch: Einmal abgeschlossen kommen Anleger aus ihrem Altvertrag nicht mehr raus.

Die Dezember-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins
gibt es ab dem 25. November 2011 im Zeitschriftenhandel.
Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: Das
Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.

ÖKO-TEST Backzutaten

Plätzchen mit Krebsgift

Pünktlich zur Adventszeit wollte ÖKO-TEST wissen, wie sorgenfrei man mit der Weihnachtsbäckerei durchstarten kann. Deshalb hat das Frankfurter Verbrauchermagazin gemahlene Haselnüsse, Vanillezucker, Zimt, Kuvertüre und Cranberrys in Labore geschickt und auf problematische Inhaltsstoffe untersuchen lassen. Das Ergebnis: Vor allem Zimt und Haselnüsse haben es teilweise ganz schön in sich. Sehr gute und gute Noten gibt es dagegen für Cranberrys und Zartbitterkuvertüre.

Einige Nusspackungen sind in der Kritik, weil sie zu viele Enterobakterien enthalten. Bei empfindlichen Menschen kann dies zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich führen. Werden die Nüsse jedoch beim Plätzchenbacken erhitzt, zerstört das diese Keime. Ein weiteres Problem ist das krebserregende Schimmelpilzgift Aflatoxin, von dem in zwei Packungen erhöhte Werte gemessen wurden.

In Zimt steckt dagegen natürlicherweise giftiges Cumarin, das in hohen Dosen die Leber schädigen kann. Bei vielen Produkten fand das Labor viel zu hohe Werte dieses Stoffes. ÖKO-TEST empfiehlt zum Plätzchenbacken lieber Ceylon-Zimt statt Cassia-Zimt zu verwenden, weil ersterer in der Regel weniger Cumarin enthält.

Und auch einige Vanillezucker-Packungen konnten ÖKO-TEST nicht überzeugen. Der Grund: In manchen Produkten ist viel zu wenig Eigenaroma der Vanilleschote. Hauptaroma der Vanilleschote ist Vanilin. Davon sollten mindestens 1.250 mg pro Kilo Vanillezucker enthalten sein. Doch in zwei Produkten hat das Labor gerade mal 420 bzw. 580 mg pro Kilo gemessen.

Die Zartbitterkuvertüren sind größtenteils „gut“ oder „sehr gut“. ÖKO-TEST bemängelt jedoch, dass in vier Produkten der Emulgator E 476 steckt, der im Tierversuch in hohen Dosen zu Leber- und Nierenvergrößerungen geführt hat. Manchen Kuvertüren wurde zudem Aroma zugesetzt.

Am besten schnitt im Test die neue Trend-Zutat Cranberrys ab. In diesen fanden die Labors weder Pestizide und Schimmelpilzgifte, noch Allergene oder Keime.

Das ÖKO-TEST-Magazin Dezember 2011 gibt es seit dem 25. November 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Schokoladenfondue

Schokoladenfondue

Rezept für 6-8 Personen

Figugegl ist kein finnisches Wort, sondern die Abkürzung für eine der beliebtesten Schweizer Winterfreuden: „Fondue isch guet und git e gueti Luune!“ (Fondue schmeckt und hebt die Laune). Im gemütlichen Chalet beisammensitzen und gemeinsam im Caquelon (Fonduetopf) rühren gehört zum Schweizer Winter wie der Schnee und die Alpen. Für Familien, Naschkatzen und Laktoseallergiker gibts statt Käse- das Schokoladenfondue von Chocolat Frey. Übrigens gilt bei beiden Fonduevarianten: Wem das Brot- oder Fruchtstück von der Gabel rutscht, darf einen Sketch zum Besten geben.

Zutaten:
2 dl Rahm
200 g FREY milch extra
200 g FREY Crémant
1 Tl Orangenschale gerieben
1 Orange ausgepresst
1 Päckchen Vanillezucker
4 cl Orangenlikör
1 Banane geschält
1 Apfel geschält
2 Scheiben Ananas
100 g Erdbeeren
2 Kiwis geschält

Zubereitung:
Die Sahne in einem Topf erhitzen, die Schokolade zerbröckeln und darin auflösen. Mit der Orangenschale, dem Orangensaft, dem Vanillezucker und dem Orangenlikör aromatisieren. Banane, Apfel und Ananasscheiben in mundgerechte Stücke schneiden. Die Kiwis kleinschneiden. Die auf Tellern angerichteten Früchte werden auf Fonduegabeln gesteckt durch das geschmolzene Schokoladenfondue gezogen.

Elisabeth Nowak

Elisabeth Nowak

Tiroler Kalbsleber in Weißwein mit in Butter gebratenen Apfelscheiben

Elisabeth Nowak führt seit Mai 2009 das Chefkochmesser im herrlich gelegenen 4-Sterne-Haus Verwöhnhotel Kristall ( http://www.spar-mit.com/pertisau/index.php?et_cid=96&et_lid=93546&et_sub=Kristall ) am schönen Achensee in Tirol. Das aus dem Hotel-Namen abzuleitende Credo ist natürlich auch Ansage und Programm des kulinarischen Angebots im Verwöhnhotel: Kristall – höchste Qualitätsstufe auf ganzer Linie. Zusammen mit ihrem Küchenteam verarbeitet Elisabeth Nowak ausschließlich regionale Zutaten von höchster Qualität und erstklassiger Herkunft. Konservierungsstoffe und andere Zusätze haben natürlich striktes Küchenverbot. Elisabeth Nowak hat ihr Handwerk in renommierten Spitzenhotels am Arlberg und in Ellmau erlernt, wobei sie auch immer wieder auf ihre Lehrjahre als „Häferlgucker“ in Großmutters Küche verweist. Die Küchenchefin liebt den anspruchsvollen Mix aus traditionellen Tiroler Schmankerln – der echten Tiroler Haubenküche – und „Gustostückerln“ der klassischen Haute Cuisine. Ob regionale Gewürzküche, asiatisch Inspiriertes, Puristisches oder aufwändig zubereitete Feinschmecker Gerichte, unter Nowaks Händen wird jede Kreation zum Genuss. Eine weitere wichtige Passion der dynamischen und energiegeladenen Küchenchefin Köchin ist die Pâtisserie: von herrlichen Blätterteig-Strudeln mit unterschiedlichen Aromen von Apfel bis Vanille, über hoch feinen Sahnetorten bis hin zu verschiedenen Pralinés kommen Feinschmecker und Kenner ganz sicher auf den Geschmack.

Eine vollständige Übersicht über alle Spar mit! Gourmetreisen finden Sie unter www.spar-mit.com/bundles/schlemmerreise_kochkurs_weinreise_urlaub.php?et_cid=96&et_lid=93546&et_sub=Gourmetreisen.

Tiroler Kalbsleber, Zutaten für 4 Portionen

700g Kalbsleber
140g Bauchspeck
1 Apfel
etwas Mehl
Suppe oder Jus
Majoran
Salz, Pfeffer
300g Zwiebel oder Schalotten
1/8 l Weißwein
1 EL Preiselbeeren
Butter und Öl zum Braten

Zubereitung
Kalbsleber häuten und putzen. Leber in dünne Scheiben schneiden und auf einer Seite mit Mehl bestauben. Apfel und Zwiebel in Scheiben und den Speck würfelig schneiden. Dann rasch, in nicht zu viel Fett die Leberstücke nebeneinander in der Pfanne legen und anbraten. Die Leber herausnehmen und warmstellen. Anschließend in der gleichen Pfanne Zwiebel goldgelb und den Speck glasig anrösten, mit Weißwein ablöschen und mit Suppe oder Kalbsjus aufgießen. Preiselbeeren dazugeben und einreduzieren lassen. Würzen und die Leber noch kurz in der Weißwein/Preiselbeer Soße ziehen lassen und abschließend mit Butter montieren. Vor dem Anrichten die Apfelscheiben in Butter braten.

Moosbeerennocken Zutaten für 4 Portionen
250 g Heidelbeeren
150 ml Milch
2 Eier
80 g Mehl
1 Pk. Vanillezucker
1 Prise
1 Prise Salz
Fett zum Braten
Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung
Milch, Mehl, Salz, Vanillezucker und Zimt verquirlen und die Eier einarbeiten, bis ein flüssiger Teig entsteht. Nun die verlesenen, gut gewaschenen und abgetropften Heidelbeeren unterheben. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Mit einem Löffel aus der Teigmasse Nocken ausstechen, diese in das erhitze Fett geben und mit dem Löffelrücken etwas flach drücken. Beidseitig goldbraun braten. Herausnehmen, auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit Staubzucker gut bestreuen. Mit frischen Beeren garnieren und mit Vanilleeis servieren.

Vanillekipferl mit Orangenminze von Danijel Kresovic

Vanillekipferl mit Orangenminze

Zutaten:

200 g Margarine
150 g Zucker
½ Vanilleschote
1 TL unbehandelte Orangenschale
100 g gemahlene Mandeln
260 g Mehl
8 g Vanillezucker
2 TL getrocknete Orangenminze

Die Blätter der Orangenminze zupfen und im Ofen bei 50°C für 30 Minuten trocknen lassen (oder für etwa zwei Minuten in der Mikrowelle), anschließend im Mörser fein mahlen. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Vanillemark herauskratzen. Gemeinsam mit 100 g Zucker und der Margarine verkneten, bis eine glatte Masse entsteht. Nun die Mandeln zusammen mit dem Mehl, der Orangenminze und der abgeriebenen Orangenschale unter die Masse kneten und den Teig zu einer Kugel formen. Diese in Alufolie eingewickelt im Kühlschrank ruhen lassen. Nach einer Stunde den Teig zu einer 4 cm dicken Rolle formen und etwa 2 cm breite Stücke abschneiden. Diese auf einem Backblech mit Backpapier zu Kipferl formen und im vorgeheizten Ofen bei 190°C (Umluft 170°C) für 10 Minuten auf der mittleren Schiene hellbraun backen. Den Vanillezucker mit dem restlichen Zucker mischen und über die heißen Kipferl streuen.

www.restaurant44.de

Rezept: Spritzgebäck mit Karoo Minze von Danijel Kresovic

Spritzgebäck mit Karoo Minze

Zutaten:

60 g Margarine
125 g Zucker
1 TL Vanillezucker
¼ Vanilleschote
1 TL unbehandelte Zitronenschale
1 Ei
60 g gemahlene Mandeln
175 g Mehl
100 g Kuvertüre
5 g getrocknete Karoo Minze

Die Blätter der Karoo Minze zupfen und im Ofen bei 50°C für 30 Minuten trocknen lassen (oder für etwa zwei Minuten in der Mikrowelle), anschließend im Mörser fein mahlen. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Vanillemark herauskratzen. Die Margarine mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig rühren und mit der abgeriebenen Zitronenschale und dem Vanillemark würzen. Nun die Mandeln zusammen mit der Karoo Minze und dem Ei hinzugeben, anschließend das Mehl unterkneten. Den Teig portionsweise in einen Spritzbeutel füllen und auf ein Backblech mit Backpapier dicke Streifen spritzen. Eine Stunde in den Kühlschrank stellen und dann im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft 175 °C) für 10 Minuten auf der mittleren Schiene hell backen und abkühlen lassen. Nun die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, das Spritzgebäck eintauchen und die Kuvertüre fest werden lassen.

www.restaurant44.de