Restaurant Tim Raue: Nr. 1 in Deutschland

Heute Nacht wurde es in New York City bekanntgegeben: Die besten Restaurants der Welt – das beste Restaurant ist Osteria Francescana vor El Celler de Can Roca und dem Eleven Madison Park – bester Deutscher ist Tim Raue in Berlin auf Platz 34 vor Wisslers Vendome auf Platz 35 – Bester Österreicher ist das Steirereck in Wien auf Platz 9

Sind das jetzt alles die wirklich besten Restaurants der Welt? Ja, aber viele Fehler und die Reihenfolge mag anders sein. Nur wer kann das wirklich beurteilen?

Spiegelt diese Liste die Wirklichkeit wieder?
Zuerst muss man mal analysieren, wie die Liste zustande kommt. Die Liste wird anhand der Stimmen der „Academy“ aufgestellt, einer Gruppe von 972 Fachleuten der Gastronomie. Die Academy besteht aus 27 Regionen weltweit, die je 36 Mitglieder und eine(n) Vorsitzende(n) (Chair)haben. Jedes Mitglied hat dabei sieben Stimmen. Von diesen sieben Stimmen müssen mindestens drei an Restaurants vergeben werden, die außerhalb der Region des betreffenden Mitglieds liegen, vier können für die eigene Region benutzt werden.

Die Jury jeder Region besteht aus Restaurant-Journalisten und -Kritikern, Sterneköchen und profilierten Zulieferern der Gastronomie. Die Mitglieder der Academy sollten möglichst viel im eigenen Land und im Ausland gastronomisch unterwegs sein. Die Mitglieder listen ihre Favoriten in der Reihenfolge der Präferenz auf, wobei die Erfahrungen der letzten 18 Monate zugrundezulegen sind. Damit die Liste so vielfältig und offen wie möglich gestaltet werden kann, gibt es keine von vornherein festgelegte Kriterienliste.

Wichtig wäre nun zu wissen, welche Regionalgruppen es gibt. Wir listen sie auf – denken Sie daran – jede Gruppe hat das gleich Stimmrecht!

– Frankreich – Andrea Petrini aus Paris
– Russland inkl. Central Asien und Osteuropa (hoffentlich gehört der Rest nur für die Akademie zu Russland … ). Der Chair sitzt in Moskau
– China & Korea (der Chair sitzt in Hong Kong)
– Türkei, Griechenland & Balkan – die Chair sitzt in Istanbul
– Österreich & Schweiz
– Deutschland
– Südamerika (Nord) – der Chair sitzt in Lima, Peru – er arbeitete vorher in Madrid
– BeNeLux – Chair ist in Belgien
– Italien – Chair ist in Norditalien
– SüdostAsien – Chair ist in Singapur
– Naher Osten – Chair ist in Beirut
– Brasilien – Chair sitzt in Sao Paulo
– Finnland, baltische Länder und Zentral-Europa – Chair sitzt in Helsinki
– Dänemark, Norwegen, Schweden – Chair lebt in Stockholm und Kapstadt
– Nördliches Südostasien – Chair lebt in Thailand
– Ost-USA und Ost-Kanada: Chair ist ein New Yorker, der auch in Frankreich und Italien lebte
– Mittelamerika, Mexiko und Caribic – der Chair hat ein Weingut in Spanien und lebt in Mexiko City
– Ozeanien, Australien und Neuseeland – Chair lebt in Australien
– Südliches Südamerika – Chair sitzt in Argentinien
– Indien und Zentralasien – Chair ist in Indien
– Spanien und Portugal – Chair sitzt in Barcelona
– Westliche USA und West-Kanada – aus Los Angeles – war in Paris Sommeliere und ist in L.A. eine nicht unbestrittene Restaurantkritikerin
– Mittlerer Westen USA und Kanada – Chair sitzt in Chicago
– Hong Kong, Macau, Taiwan – eine in Kalifornien geborene Konditorin, die in Hong Kong wohnt
– Japan – Chair sitzt im Tokyoer Gebiet und wurde von Frankreich als „Chevalier de l’Ordre des Coteaux de Champagne“ und von Spanien als „Cava Ritter“ ausgezeichnet
– Südafrika – Chair sitzt in Kapstadt
– Großbrittanien und Irland – wohnt in Bristol, zwei Stunden südlich von London – Reist gerne nach China und Südamerika

Punktvergabe:
1. Gucken Sie den Eurovision Song Contest? Dann wissen Sie auch schon immer, welches Land ziemlich sicher welches Land wählt. So ähnlich dürfte es auch bei den 50best sein.
2. Sie sind gastro-interessiert. Sonst würden Sie nicht bis hier lesen. Stellen Sie sich vor, Sie wären der Chair. Überlegen Sie sich nun, wen Sie in die Akademie berufen sollen. Schreiben Sie mal 35 Namen auf. Kommen die meisten aus Ihrer Region? Würden die nicht auch eher jemanden aus der Region wählen. Aus Lima z.B. kommt die Nr. 4, 14 und 44. Aus Sao Paulo die Nr. 9 und 41. Auch Mexico City ist dreimal vertreten. Sind das Gastro Hotspots
3. Wann waren Ihre Akademiemitglieder das letzte Mal in Japan oder Argentinien? Aber in Paris (4 Restaurants) oder New York (3 Restaurants)?
4. Wie oft wird wohl jemand aus Südamerika oder China zu Christian Bau nach Perl reisen? Das dürfte der Grund sein, warum Bau nicht vertreten ist. Das beliebteste Urlaubsland Spanien ist sieben mal in der Liste der Top 50 vertreten.
5. Wen soll man bitte z.B. in Russland oder der Türkei wählen. Ist jetzt das russische „White Rabbit“, das den 18. Platz machte, wirklich besser als Wissler? (Hier unser Bericht: www.gourmet-report.de/artikel/347443/White-Rabbit-Moskau.html). Ehrlich gesagt, war ich irritiert. Aber wenn ich meinen obigen Text lese, ist doch alles klar, oder?

6. Die deutschen Akademiemitglieder scheinen fair zu sein. Sie wählen nicht einfach alle den Gleichen, sondern verteilen ihre Gunst, was ja bei der Güte der Küche in Deutschland einfach geht. Sollten die Deutschen sich absprechen und nur Wissler, Elverfeld und Raue wählen? Dazu kommt, dass Deutsche gerne und viel verreisen. Und nicht nur nach Spanien (7 Vertreter) und Frankreich (6 Vertreter)!

Andy Hayler, der Amerikaner, der alle aktuellen Drei-Sterne-Restaurants der Welt besuchte, sagte, in Deutschland werden die Sterne am strengsten vergeben. In Deutschland bedeutet ein Stern in der Regel etwas, was er nicht von allen Ländern sagen kann. Das kann ich nur bestätigen. In Spanien oder Hongkong gibts viel schneller einen Stern.
Die deutsche Hochküche gehört zu den besten der Welt, nur wird sie halt nicht so oft gewählt und ist nicht so bekannt wie Restaurants in anderen Ländern.
So ist die Liste ein Indikator für trendige Restaurants.
Freuen wir uns einfach mit Tim Raue, dessen Wasabi Garnele mir noch auf der Zunge liegt, über sein grandioses Abschneiden! Glückwunsch nach Berlin!
Christian Romanowski

Die Liste der Plätze 51 – 100: http://www.gourmet-report.de/artikel/347444/The-worlds-50-Best-Restaurants-2016.html

Die Plätze 1 – 50: http://www.gourmet-report.de/artikel/347474/Die-50-besten-Restaurants-der-Welt/

The worlds 50 Best Restaurants 2016

– 15 Neueinsteiger
– USA mit neun Restaurants vorn
– Frankreich folgt mit acht Restaurants dichtauf
– Japan in Asien mit vier Restaurants an der Spitze
– „Mikla“ (Türkei) klettert 39 Plätze von Position 96 auf Position 57
– Bester Neueinsteiger ist „The Jane“ aus Belgien auf Platz 54.
– Sieben Restaurants aus den 50 Best Restaurants 2016 Asia vertreten
– Das vor kurzem mit dem Titel The World’s 50 Best Restaurants 2016’s
One To Watch (sponsored by Miele) ausgezeichnete „Den“ belegt
Platz 78.
– Drei der 50 Best Restaurants 2015 aus Lateinamerika konnten sich
platzieren, darunter das „Lasai“, der höchstplatzierte Neueinsteiger des letzten Jahres.

Hier die Platzierungen:

100 Chestnaya Kuhnya, Moscow, Russia NEW ENTRY
99 La Petite Maison, Dubai, UAE RE-ENTRY
98 Quay, Sydney, Australia
97 Momofuku Ko, New York, USA
96 Cosme, New York, USA NEW ENTRY
95 L’Effervescence, Tokyo, Japan
94 Bras, Laguiole, France
93 Daniel Berlin, Skåne Tranås, Sweden NEW ENTRY
92 Quintessence, Tokyo, Japan NEW ENTRY
91 St John, London, UK
89 Zuma, Dubai, UAE
89 Benu, San Francisco, USA NEW ENTRY
88 Die Schwarzwaldstube, Baiersbronn, Germany RE-ENTRY
87 Indian Accent, New Delhi, India
86 8 1/2 Otto e Mezzo Bombana, Hong Kong, China
85 The French Laundry, Yountville, USA
84 Reale, Castel Di Sangro, Italy NEW ENTRY
83 Manresa, Los Gatos, USA
82 Hajime, Osaka, Japan
81 Chef’s Table at Brooklyn Fare, New York, USA NEW ENTRY
80 L’Atelier Saint-Germain de Joël Robuchon Paris, Paris, France
79 Diverxo, Madrid, Spain
78 Belcanto, Lisbon, Portugal
77 Den, Tokyo, Japan NEW ENTRY
76 La Colombe, Cape Town, South Africa RE-ENTRY
75 Twins, Moscow, Russia NEW ENTRY
74 Le Chateaubriand, Paris, France
73 Hertog Jan, Bruges, Belgium
72 Pavillon Ledoyen, Paris,France NEW ENTRY
71 Daniel, New York, USA
70 Burnt Ends, Singapore, Singapore NEW ENTRY
69 Epicure, Paris, France NEW ENTRY
68 Tegui, Buenos Aires, Argentina
67 The Restaurant at Meadowood, St. Helena, USA
65= Brae, Birregurra, Australia
65= Lyle’s, London, UK NEW ENTRY
64 Lasai, Rio de Janeiro, Brazil NEW ENTRY
63 Aqua, Wolfsburg, Germany
62 La Grenouillère, La Madelaine Sous Montreuil, France RE-ENTRY
61 Maaemo, Oslo, Norway
60 Hedone, London, UK
59 Martín Berasategui, Lasarte-Oria, Spain
58 Alain Ducasse au Plaza Athénée, Paris, France
57 L’Astrance, Paris, France
56 Mikla, Istanbul, Turkey
55 Nerua, Bilbao, Spain
54 The Jane, Antwerp, Belgium NEW ENTRY
53 Hof Van Cleve, Kruishoutem, Belgium
52 Per Se, New York, USA
51 Maní, São Paulo, Brazil

  1. Die diesjährige 51-100-Liste enthält 15 Neueinsteiger aus allen Teilen der Welt – beispielsweise „Chef’s Table at Brooklyn Fare“ in New York, „Burnt Ends“ in Singapur und das „Twins“ in Moskau. Es sind aber nicht nur neue kreative Köpfe, welche die diesjährige Liste dominieren – auch viele altbewährte Etablissements haben ihren Platz verteidigt, zum Beispiel das „St. John“ aus London und das „Atelier Saint-Germain de Joël Robuchon“ aus Paris.

    Mit neun Restaurants in der 51-100-Liste – darunter drei Neueinsteiger – haben die USA gleich mehrere Gründe zum Feiern. New York, Veranstaltungsort der diesjährigen Preisverleihungszeremonie, ist gleich mit fünf Restaurants auf der Liste vertreten, zum Beispiel mit Thomas Kellers „Per Se“ auf Platz 52, Daniel Bouluds „Daniel“ auf Platz 72 und dem Neueinsteiger „Cosme“ auf Platz 97.

    Sieben Restaurants aus den 50 Best Restaurants 2016 Asia sind in der 51-100- Liste vertreten, z. B. das „Den“ (Platz 78), das diesjährige One to Watch (sponsored by Miele). „Quintessence“, ebenfalls in Tokio, ist ein Neueinsteiger auf Platz 93 und hat in der Asienliste Platz 20 belegt.

    Frankreich ist mit acht Restaurants in der 51-100-Liste vertreten, darunter zwei Neueinsteiger: „Epicure“ (Leitung Eric Frechon) auf Platz 70 und „Pavillon Ledoyen“ von Yannick Alléno auf Platz 73 (beide Paris).

    Belgien, Spanien und das Vereinigte Königreich können sich über je drei Restaurants auf der Liste freuen, während „The Jane“ in Antwerpen auf Platz 54 der höchstplatzierte Neueinsteiger ist. Neu auf der Liste ist „Lyle’s“ in London auf Platz 67, während das spanische „Nerua“ sich um 13 Plätze auf Position 55 verbessert.

    Deutschland, Schweden, die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien und Brasilien belegen je zwei Plätze auf der Liste. Der höchstplatzierte Neueinsteiger auf der Lateinamerika-Liste, das „Lasai“ in Rio de Janeiro, belegt bei seinem ersten Auftritt auf der weltweiten 51-100-Liste Platz 65, den es sich mit dem australischen „Brae“ teilt, das sich um 22 Plätze von Position 87 verbessern

konnte. Die Schwarzwaldstube aus dem deutschen Baiersbronn belegt gemeinsam mit dem „Zuma“ aus Dubai Platz 89.

Die 51-100-Liste berücksichtigt 21 Länder auf sechs Kontinenten und bietet zusammen mit The World’s 50 Best Restaurants ein jährliches Barometer der größten gastronomischen Erlebnisse rund um den Globus. Die Awards sind eine Auszeichnung für kulinarische Kreativität und Talent in der weltweiten Gastronomie.

William Drew, Group Editor von „The World’s 50 Best Restaurants“, schwärmt: „Wir freuen uns, die 51-100-Liste schon vor der Preisverleihung der The World’s 50 Best Restaurants zu präsentieren. Es ist uns eine Ehre und Freude, den Restaurants, Köchen und Mitarbeitern der 100 besten Restaurants zu gratulieren – und wir beginnen mit den Plätzen 51 bis 100. Jedes aufgeführte Restaurant hat allen Grund, stolz zu sein. Wir hoffen, mit unserer Liste einen kulinarischen Kompass für Restaurantbesucher weltweit aufgestellt zu haben.“

Wie die Liste zusammengestellt wird
Die Liste wird anhand der Stimmen der World’s 50 Best Restaurants Academy aufgestellt, einer einflussreichen Gruppe von fast 1.000 führenden Experten aus der internationalen Gastronomie. Die Academy besteht aus 27 Regionen weltweit, die je 36 Mitglieder und eine(n) Vorsitzende(n) haben. Jedes Mitglied kann sieben Stimmen abgeben. Von diesen sieben Stimmen müssen mindestens drei an Restaurants vergeben werden, die außerhalb der Region des betreffenden Mitglieds liegen.

Die Jury jeder Region besteht aus Restaurant-Journalisten und -Kritikern und renommierten Gastronomen. Die Mitglieder listen ihre Favoriten in der Reihenfolge der Präferenz auf, wobei die Erfahrungen der letzten 18 Monate zugrundezulegen sind. Es gibt keine vorgegebenen Kriterien, aber strenge Abstimmregeln.

Die Liste der ersten 50 Plätze:  http://www.gourmet-report.de/artikel/347474/Die-50-besten-Restaurants-der-Welt/

Lesen Sie unseren Kommentar, wie diese Liste zusammengestellt wird und warum es wahrscheinlich nicht wirklich die besten Restaurants der Welt sind: ../artikel/347473/Restaurant-Tim-Raue-Nr-1-in-Deutschland/

Deutschlands schönste Stadt mit Schloss oder Burg gesucht

Top City Voting 2016: Deutschlands schönste Stadt mit Schloss oder Burg gesucht

Viele kleine und mittelgroße Städte haben ebenso touristische Highlights zu bieten wie die großen Metropolen. Dennoch stehen Städtetrips nach Berlin, Hamburg oder München deutlich höher in der Gunst der Reisenden als kleinere Destinationen wie Aerzen, Dorsten oder Öhringen. Dabei haben es auch diese Städte verdient, im Rampenlicht zu stehen.

HOTEL DE präsentiert daher eine Auswahl der schönsten Städte in Deutschland mit Schloss oder Burg und lässt nun die Internetgemeinde unter den 20 Nominierten abstimmen. Das Voting läuft vom 13.04. bis zum 04.05.2016 auf www.hotel.de/citymoments/deutschland/top-city-voting-2016/. Die drei Städte mit den meisten Stimmen dürfen sich über den „Top City Award 2016“ freuen und den entsprechenden Titel für touristische Zwecke nutzen.

Zur Auswahl stehen die Städte Aerzen, Aschaffenburg, Asperg, Bad Bentheim, Bad Doberan, Bad Hersfeld, Bad Säckingen, Coburg, Cuxhaven, Dorsten, Eltville am Rhein, Ettlingen, Gernsbach, Hörstel, Kirchheim unter Teck, Leer, Neuwied, Öhringen, Rheda-Wiedenbrück und Schwäbisch Hall.

Um in den Kreis der nominierten Teilnehmer aufgenommen zu werden, mussten die Städte ein Schloss oder eine Burg im Stadtgebiet, zwischen 10.000 und 80.000 Einwohner sowie ein Sterne-Restaurant in der Stadt (ausgezeichnet durch Guide Michelin oder Gault Millau) aufweisen können.

Die Auswertung der Abstimmung erfolgt am 05.05.2016. Die drei Städte mit den meisten Stimmen erhalten den begehrten HOTEL DE Top City Award, der in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal vergeben wird. Auch beim Voting lohnt sich die Teilnahme: Es gibt fünf HOTEL DE Gutscheine im Wert von je 100 Euro zu gewinnen.

Weitere Informationen zu den nominierten Städten sowie die Möglichkeit zur Stimmabgabe sind hier zu finden: www.hotel.de/citymoments/deutschland/top-city-voting-2016/

Erik Arnecke

Diesmal geht die begehrte Auszeichnung ins hessische Frankenberg: Erik Arnecke vom Gourmetrestaurant „Philipp Soldan“ im Hotel „Die Sonne“ hat den Wettbewerb für begabte junge Küchenchefs gewonnen. Alljährlich wählen die Leser des Hamburger Gourmet-Journals „DER FEINSCHMECKER“ ihren „Aufsteiger des Jahres“.

Beim 31. Wettbewerb stimmten überragende 2953 Leser für Erik Arnecke, der am 16.11.2015 auf der großen Gala im Restaurant „Philipp Soldan“ die begehrte Trophäe erhielt. Der 32-jährige ist seit Februar 2015 Küchenchef im „Philipp Soldan“ und hat zuvor unter anderen im renommierten Restaurant „Aqua“ im Wolfsburger Hotel „The Ritz- Carlton“ und in der legendären „Résidence“ in Essen gekocht. Sein Küchenstil ist geprägt von natürlichem Genuss. Jedes Produkt wird mit maximalem Eigengeschmack bereitet und durch zeitgemäße Kreativität und große Leidenschaft zum Gourmet-Erlebnis.

Arnecke hat sich gegen erstklassige Konkurrenz durchgesetzt: Zweiter wurde mit 552 Stimmen Matthias Maucher vom Restaurant „Himmel un Äd“ im Kölner „Hotel im Wasserturm“, Dritter Tristan Brandt vom Mannheimer „Opus V“ mit 506 Stimmen. 2015 beteiligten sich 5217 Leser an der Wahl aus sechs Kandidaten.

Seit 31 Jahren fragt die Publikums-Zeitschrift „DER FEINSCHMECKER“ ihre Leser, welcher kreative Jungkoch sie im Laufe des Jahres begeistert hat. Im Juni können Leser ihre Kandidaten vorschlagen, die in Deutschland mehr Beachtung finden sollten; im September ging der Wettbewerb „Aufsteiger des Jahres“ in die entscheidende Runde, als die Redaktion die sechs Top-Favoriten präsentierte. Um in die Vorauswahl zu kommen, muss der Jungkoch einfallsreich und handwerklich auf einem hohen Niveau kochen. Wer von den Köchen die Nummer eins sein wird und die Aufsteiger-Trophäe erhält, entscheiden allein die Feinschmecker-Leser per Postkarte und Internet.

Die aktuelle Dezemberausgabe von DER FEINSCHMECKER, mit einen hochwertigem Taschenbuch-Guide der 440 besten kulinarischen Adressen Deutschlands, ist ab sofort im Handel erhältlich.

Wie funktioniert die Liste der 50 best Restaurants of the world?

Deutsche Restaurants haben bei den 50 besten Restaurants der Welt so schlecht wie noch nie abgeschlossen – Joachim Wissler verschlechterte sich um 20 Plätze, Sven Elverfeld um vier – einzig Tim Raue legte zu und steht auf Platz 52 – Spiegelt diese Liste die Wirklichkeit wieder?

Zuerst muss man mal analysieren, wie die Liste zustande kommt. Die Liste wird anhand der Stimmen der „Academy“ aufgestellt, einer Gruppe von fast 972 Fachleuten der Gastronomie. Die Academy besteht aus 27 Regionen weltweit, die je 36 Mitglieder und eine(n) Vorsitzende(n) (Chair)haben. Jedes Mitglied hat dabei sieben Stimmen. Von diesen sieben Stimmen müssen mindestens drei an Restaurants vergeben werden, die außerhalb der Region des betreffenden Mitglieds liegen, vier können für die eigene Region benutzt werden.

Marie-Anne Raue und Tim Raue
Marie-Anne Raue und Tim Raue – wieder das beste deutsche Restaurant!

Die Jury jeder Region besteht aus Restaurant-Journalisten und -Kritikern, Sterneköchen und profilierten Zulieferern der Gastronomie. Die Mitglieder der Academy sollten möglichst viel im eigenen Land und im Ausland gastronomisch unterwegs sein. Die Mitglieder listen ihre Favoriten in der Reihenfolge der Präferenz auf, wobei die Erfahrungen der letzten 18 Monate zugrundezulegen sind. Damit die Liste so vielfältig und offen wie möglich gestaltet werden kann, gibt es keine von vornherein festgelegte Kriterienliste.

Wichtig wäre nun zu wissen, welche Regionalgruppen es gibt. Wir listen sie auf – denken Sie daran – jede Gruppe hat das gleich Stimmrecht!

– Frankreich – Andrea Petrini aus Paris
– Russland inkl. Central Asien und Osteuropa (hoffentlich gehört der Rest nur für die Akademie zu Russland … ). Der Chair sitzt in Moskau
– China & Korea (der Chair sitzt in Hong Kong)
– Türkei, Griechenland & Balkan – die Chair sitzt in Istanbul
– Österreich & Schweiz
– Deutschland
– Südamerika (Nord) – der Chair sitzt in Lima, Peru – er arbeitete vorher in Madrid
– BeNeLux – Chair ist in Belgien
– Italien – Chair ist in Norditalien
– SüdostAsien – Chair ist in Singapur
– Naher Osten – Chair ist in Beirut
– Brasilien – Chair sitzt in Sao Paulo
– Finnland, baltische Länder und Zentral-Europa – Chair sitzt in Helsinki
– Dänemark, Norwegen, Schweden – Chair lebt in Stockholm und Kapstadt
– Nördliches Südostasien – Chair lebt in Thailand
– Ost-USA und Ost-Kanada: Chair ist ein New Yorker, der auch in Frankreich und Italien lebte
– Mittelamerika, Mexiko und Caribic – der Chair hat ein Weingut in Spanien und lebt in Mexiko City
– Ozeanien, Australien und Neuseeland – Chair lebt in Australien
– Südliches Südamerika – Chair sitzt in Argentinien
– Indien und Zentralasien – Chair ist in Indien
– Spanien und Portugal – Chair sitzt in Barcelona
– Westliche USA und West-Kanada – aus Los Angeles – war in Paris Sommeliere und ist in L.A. eine nicht unbestrittene Restaurantkritikerin
– Mittlerer Westen USA und Kanada – Chair sitzt in Chicago
– Hong Kong, Macau, Taiwan – eine in Kalifornien geborene Konditorin, die in Hong Kong wohnt
– Japan – Chair sitzt im Tokyoer Gebiet und wurde von Frankreich als „Chevalier de l’Ordre des Coteaux de Champagne“ und von Spanien als „Cava Ritter“ ausgezeichnet
– Südafrika – Chair sitzt in Kapstadt
– Großbrittanien und Irland – wohnt in Bristol, zwei Stunden südlich von London – Reist gerne nach China und Südamerika

Punktvergabe:
1. Gucken Sie den Eurovision Song Contest? Dann wissen Sie auch schon immer, welches Land ziemlich sicher welches Land wählt. So ähnlich dürfte es auch bei den 50best sein.
2. Sie sind gastro-interessiert. Sonst würden Sie nicht bis hier lesen. Stellen Sie sich vor, Sie wären der Chair. Überlegen Sie sich nun, wen Sie in die Akademie berufen sollen. Schreiben Sie mal 35 Namen auf. Kommen die meisten aus Ihrer Region? Würden die nicht auch eher jemanden aus der Region wählen. Aus Lima z.B. kommt die Nr. 4, 14 und 44. Aus Sao Paulo die Nr. 9 und 41. Auch Mexico City ist dreimal vertreten.
3. Wann waren Ihre Akademiemitglieder das letzte Mal in Japan oder Argentinien? Aber in Paris (4 Restaurants) oder New York (3 Restaurants)?
4. Wie oft wird wohl jemand aus Südamerika oder China zu Christian Bau nach Perl reisen? Das dürfte der Grund sein, warum Bau nicht vertreten ist. Das beliebteste Urlaubsland Spanien ist sieben mal in der Liste der Top 50 vertreten.
5. Wen soll man bitte z.B. in Russland oder der Türkei wählen. Ist jetzt das russische Restaurant, das den 23. Platz machte, wirklich besser als Wissler? Gehen Sie mal auf die Seite und gucken sich deren Fotos an. Ich würde sie als eher „schlicht“ bezeichnen.
Ich habe sie auf unserer Facebookseite auch gepostet: https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153072315553124 Ehrlich gesagt, war ich irritiert. Aber wenn ich meinen obigen Text lese, ist doch alles klar, oder?
6. Die deutschen Akademiemitglieder scheinen fair zu sein. Sie wählen nicht einfach alle den Gleichen, sondern verteilen ihre Gunst, was ja bei der Güte der Küche in Deutschland einfach geht. Sollten die Deutschen sich absprechen und nur Wissler, Elverfeld und Raue wählen? Dazu kommt, dass Deutsche gerne und viel verreisen. Und nicht nur nach Spanien (7 Vertreter) und Frankreich (6 Vertreter)!

Andy Hayler, der Amerikaner, der alle aktuellen Drei-Sterne-Restaurants der Welt besuchte, sagte, in Deutschland werden die Sterne am strengsten vergeben. In Deutschland bedeutet ein Stern in der Regel etwas, was er nicht von allen Ländern sagen kann.
Die deutsche Hochküche gehört zu den besten der Welt, nur wird sie halt nicht so oft gewählt und ist nicht so bekannt wie Restaurants in anderen Ländern.
Zwei langjährige, deutsche Akademie Mitglieder, Julien Walther und Felix Eichbauer, gaben heute ihren Austritt aus der Akademie bekannt, beide können und wollen die Liste nicht mehr akzeptieren.
Christian Romanowski

Hier noch ein (unkritischer) Bericht zur Preisverleihung:
www.gourmet-report.de/artikel/346499/El-Celler-de-Can-Roca-ist-das-beste-Restaurant-der-Welt/

El Celler de Can Roca ist das beste Restaurant der Welt

El Celler de Can Roca feiert die Rückkehr an die Spitze der 50 weltbesten Restaurants – Die legendären Roca-Brüder aus Girona erringen mit ihrem Restaurant wieder die Top-Position – Das Vendôme belegt Platz 30 in der Liste der 50 Besten und das Aqua erreicht Platz 33 – Das Steirereck in Wien verbessert sich um einen Platz auf Position 15

Jetzt eroberte das spanische Restaurant El Celler de Can Roca erneut den Titel „S.Pellegrino World’s Best Restaurant“, den es zuletzt im Jahr 2013 trug. Seitdem haben die Roca-Brüder weltweit zunehmend Anerkennung für ihr gastronomisches Können errungen. Die Ergebnisse wurden beim Gipfeltreffen der internationalen Top-Gastronomie in London bekannt gegeben – The World’s 50 Best Restaurants 2015.

Die Liste der World’s 50 Best Restaurants verkörpert eine einzigartige Gemeinschaft kulinarischer Ausnahmetalente, die zum Besten zählen, was die internationale Gastronomie zu bieten hat. Mit Restaurants aus 21 Ländern rund um den Erdball ist die Liste so etwas wie ein Jahresbarometer der großartigsten gastronomischen Erlebnisse dieser Welt.

El Celler de Can Roca wurde 1986 von den Brüdern Joan und Josep neben dem schlichten Lokal ihrer Eltern in Girona eröffnet. Im Jahr 2007 stieß der jüngste Bruder Jordi zu dem Trio, das seither für gastronomische Sensationen sorgt. Chefkoch Joan, Sommelier Josep und der World Best Pastry Chef des Jahres 2014, Jordi Roca haben gemeinsam ein kulinarisches Erlebnis geschaffen, bei dem traditionelle katalanische Zutaten mit einer außerordentlichen Vielfalt von Zubereitungsverfahren kombiniert werden, die Sinne, Emotionen und Erinnerungen der Gäste anregen – sei es über stimulierende Gerüche, Geschmacksexplosionen oder optische Täuschungen. Die ambitionierte Weinauswahl entspricht der Qualität der Speisen. Abgerundet wird das Ganze durch eine Auswahl der kleinen Kunstwerke von Jordi Roca.

Die deutschen Restaurants Vendôme und Aqua haben jeweils ihre Plätze in der Liste der 50 besten Restaurants behalten und liegen wieder auf Platz 30 bzw. 33, während sich das österreichische Steirereck um einen Platz auf Position 15 verbessert.

Im Vendôme in Bergisch Gladbach hält Joachim Wissler die Fahne der deutschen Küche hoch, während der Chef des Aqua in Wolfsburg, Sven Elverfeld, weiterhin eine Lanze für die Renaissance der deutschen ländlichen Küche bricht.

Das Wiener Steirereck, mittlerweile seit sieben Jahren auf der Liste, verbessert sich um einen Platz auf Platz 15. Chefkoch und Inhaber Heinz Reitbaur baut seine Produkte selbst an und versorgt seine Küche so mit den frischesten und hochwertigsten Zutaten.

Spanien ist mit sieben Restaurants unter den 50 Besten vertreten und hat gleich mehrere Gründe zu feiern – das Mugaritz hält sich an Position 6 und das Tickets in Barcelona feiert seinen Einstieg in die Liste auf Platz 42. Albert Adrià vom Tickets (früher Patissier im El Bulli) wird zusätzlich für sein außergewöhnliches Talent mit dem Titel „World’s Best Pastry Chef 2015“ (gesponsert von Cacao Barry) geehrt.

Die Osteria Francescana von Massimo Bottura hat sich nach 2 Jahren auf Rang 3 auf den 2. Platz verbessert. Die ehrgeizigen Kreationen von Bottura sind perfekt ausgeführt und verzaubern mit ihrer ausgewogenen Balance von Tradition und Modernität. Die Osteria Francescana ist eines der drei italienischen Restaurants auf der Liste neben Le Calandre in Rubano und Piazzo Duomo in Alba.

Frankreich ist mit 5 Restaurants in der Liste vertreten. Das Mirazur belegt zum zweiten Mal Rang 11, gefolgt von L’Arpège in Paris, das sich im Jahr 2015 um 13 Plätze verbessern konnte. Alain Ducasse, Gewinner des 2013’s Diners Club® Lifetime Achievement Award, gelingt mit dem vor Kurzem neu eröffneten Au Plaza Athénée der Wiedereinstieg in die Liste auf Platz 47. Mit Hélène Darroze erhält 2015 eine Französin den Veuve Clicquot World’s Best Female Chef Award und Daniel Boulud bekommt den Diners Club® Lifetime Achievement Award.

Mit sechs Restaurants auf der Liste und einem Neueinsteiger können auch die USA stolz auf ihre Spitzengastronomie sein. Eleven Madison Park in New York bleibt unter den ersten Fünf und erhält überdies den Titel Acqua Panna Best Restaurant in North America. Küchenchef Daniel Humm wurde von den anderen Küchenchefs als bester Koch gewählt und erhielt den Chefs’ Choice Award. Das Restaurant Blue Hill von Dan Barber in Stone Barns vor den Toren von New York ist erstmals in der Liste vertreten und steigt auf Rang 49 ein.

Südamerika ist mit neun Restaurants in der Liste vertreten. Das Central in Lima steigt um 13 Positionen auf Platz 4 und erhält die Auszeichnung „Acqua Panna Best Restaurant in South America“. Die Neueinsteiger Boragó, Maido, Quintonil und Biko kommen aus Chile, Peru und Mexiko.

Der asiatische Kontinent ist mit sieben Restaurants dabei, von denen sich 2 in den Top Ten platzieren konnten. Das Gaggan in Bangkok verbessert sich um 7 Plätze auf Rang 10 und das Narisawa aus Tokio erreicht Platz 8. Auch China präsentiert mit dem Ultraviolet von Paul Pairet einen Neueinsteiger auf Position 24.

William Drew, Group Editor von „The World’s 50 Best Restaurants“, schwärmt: „Wir haben ein außerordentlich spannendes Jahr erlebt, wie sich in der enormen Vielfalt an kulinarischen Talenten zeigt, die heute Abend hier geehrt werden. Angesichts des wachsenden Appetits auf neue gastronomische Höhenflüge betrachten wir es als Privileg, bei dieser Entdeckungsreise dabei sein zu dürfen und sind stolz darauf, diese einzigartige Gemeinschaft kulinarischer Ausnahmetalente zusammenzubringen.“

Wie The World’s 50 Best Restaurants entsteht:
Die Liste wird anhand der Stimmen der Diners Club® World’s 50 Best Restaurants Academy aufgestellt, einer einflussreichen Gruppe von fast 1.000 internationalen Spitzenkräften der Gastronomie. Die Academy besteht aus 27 Regionen weltweit, die je 36 Mitglieder und eine(n) Vorsitzende(n) haben. Jedes Mitglied hat dabei sieben Stimmen. Von diesen sieben Stimmen müssen mindestens drei an Restaurants vergeben werden, die außerhalb der Region des betreffenden Mitglieds liegen.

Die Jury jeder Region besteht aus Restaurant-Journalisten und -Kritikern und renommierten Gastronomen. Die Mitglieder listen ihre Favoriten in der Reihenfolge der Präferenz auf, wobei die Erfahrungen der letzten 18 Monate zugrundezulegen sind. Damit die Liste so vielfältig und offen wie möglich gestaltet werden kann, gibt es keine von vornherein festgelegte Kriterienliste.

Die komplette Liste der Top 50 finden Sie auf unserer Facebook Seite:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153070720673124

Expertentipp Food-Pairing

Partnersuche in der Küche: Food-Pairing

Nicht nur im wahren Leben, auch beim Verzehr von Speisen und Getränken muss „die Chemie stimmen“. Die Kunst, einzelne Zutaten zu wohlschmeckenden Partnern auf den Tellern zu machen, nennt man Food-Pairing. Dabei können die Aromen einzelner Nahrungsmittel, die auf den ersten Blick nicht zusammen passen – herzhafter Bacon und süße Schokolade beispielsweise – miteinander harmonieren und sich gegenseitig verstärken. Excellence-Koch Alo Theis von der Kochschule Kochbar Berlin erklärt in den Küchentrends, wie sich Nahrungsmittel-Paare wissenschaftlich berechnen lassen. Außerdem zeigt er, welche modernen Zubereitungstechniken es gibt und wie Food-Pairing unseren Alltag bereichern kann. Geschmacksexplosionen sind garantiert!

Harmonie und Spannung: Das System Food-Pairing

Welche Nahrungsmittel-Paare gut zusammen passen, lässt sich wissenschaftlich berechnen. Insgesamt gibt es sieben Aromapaare – von fruchtig und säuerlich, über holzig, herb, bis hin zu röstartig, erdig. „Wenn Zutaten mindestens in einer dominanten Aromastruktur übereinstimmen, bilden sie ein harmonisches Paar“, erklärt Alo Theis. So wie Milch, Butter, Ei und Getreide. Sie teilen bis zu 50 Aromastoffe. Zu viele der ähnlich duftenden Aromen hingegen sorgen für Langeweile, wie im Fall von Spargel und Butter. Hier können Food-Fans eine gewisse Spannung erzeugen, indem sie das Spargelwasser mit Zitronensaft verfeinern.

Moderne Zubereitungstechnik „Sous-vide“
Längst werden Speisen nicht mehr zwingend am Herd zubereitet. Um Zutaten bei möglichst niedriger Temperatur möglichst schonend zu garen, bereiten die Köche von heute Fisch, Fleisch und Gemüse mit Hilfe der „Sous-vide“-Methode zu. Dabei garen sie die Zutaten im Wasserbad, verschweißt in einer Vakuumverpackung. „Das hat den Vorteil, dass keinerlei Flüssigkeit entweichen kann, wodurch kein wertvolles Aroma verloren geht“, weiß Theis. Außerdem lässt sich die Temperatur des Wassers präzise kontrollieren, sodass eine perfekte Gartemperatur eingehalten werden kann.

Die Alltagstauglichkeit von Food-Pairing
Dank Food Pairing werden neue, kreative Geschmackswelten eröffnet: Rindfleisch mit Popcorn, Erbsen-Kartoffelbrei mit Marmelade oder Schokomousse mit Röstzwiebeln. Die Idee funktioniert aber nicht nur bei exotischen Gerichten. Sie lässt sich auch auf Alltagsprodukte anwenden. „Um Nudeln mit Tomatensauce eine besondere Note zu verleihen, brauch man sie nur mit etwas Orangenschale und Zitronenabrieb aufpeppen“, empfiehlt Theis. Ebenfalls sehr delikat die Kombination aus Lammfleisch und Erdbeere, Kartoffel und Muskat oder Feige und Basilikum.

Philipp Stein ist "Aufsteiger des Jahres 2014"

Chefkoch Philipp Stein vom Gourmetrestaurant „Favorite“ im Hotel „Favorite Parkhotel“ in Mainz hat 2014 den 30. Wettbewerb für hochbegabte, junge Köche gewonnen. Alljährlich wählen die Leser des renommierten Hamburger Gourmet-Journals „DER FEINSCHMECKER“ ihren „Aufsteiger des Jahres“.

Stein siegte gegen großartige Konkurrenten im Kampf um die begehrte Aufsteiger-Trophäe. 1371 Stimmen holte der erst 24-jährige und ist damit „Aufsteiger des Jahres 2014“. Zweiter Sieger wurde Pierre Nippkow vom Restaurant „Ostseelounge“ im „Strandhotel Fischland“ in Dierhagen mit 1272 Stimmen, den dritten Platz unter den sechs Top-Talenten belegte Daniel Schimkowitsch vom Restaurant „Freundstück“ im Hotel „Ketschauer Hof“ in Deidesheim mit 911 Stimmen. Insgesamt 5374 Leser votierten in diesem Jahr per Postkarte oder via Internet für ihre Köche-Favoriten, die DER FEINSCHMECKER im Oktober vorgestellt hatte.

Die Trophäe ist bei Köchen und Lesern seit vielen Jahren begehrt, seit 30 Jahren fragt die Publikums-Zeitschrift „DER FEINSCHMECKER“ ihre Leser, welcher junge kreative Koch sie im Laufe des Jahres begeistert hat. Im Juni können Leser ihre Kandidaten vorschlagen, die in Deutschland noch mehr Beachtung finden sollten; im Oktober geht der Wettbewerb „Aufsteiger des Jahres“ in die entscheidende Runde, wenn die Redaktion die sechs Top-Favoriten präsentiert.
Um in die Vorauswahl zu kommen, muss der Jungkoch einfallsreich und handwerklich auf einem hohen Niveau kochen. Wer von den jungen Köchen die Nummer eins sein wird und die Aufsteiger-Trophäe erhält, entscheiden allein die FEINSCHMECKER-Leser.

Großes Finale des diesjährigen Jubiläums-Wettbewerbs: Philipp Stein und die Platzierten wurden am 15. Dezember auf einer großen Gala im Mainzer „Favorite Parkhotel“ geehrt und servierten den Gästen anschließend ein formidables Flying Buffet zu Champagner und erstklassigen Weinen.

Holger Stromberg

Iss einfach gut!

Der Koch der Fußball-Nationalmannschaft lässt sich in die Töpfe gucken. Nachhaltige Küche für jeden! Ein sehr persönliches Ernährungskonzept.

Sternekoch Holger Stromberg lüftet die Geheimnisse einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung. Er zeigt einfache Kochkunst, dabei ist dieses Buch unterhaltsam wie ein Roman und manchmal spannend wie ein Krimi. Seite für Seite ein Genuss.
Und er lässt nichts aus: vom Einkaufen bis zum Einmachen, vom Einlegen bis zur Ernährungskunde. Denn Stromberg überzeugt in der Praxis ebenso wie in der Theorie. So liefert er neben umfassendem Fachwissen viele praktische Ernährungstipps. Und nicht zuletzt Rezepte, die jeder Leser gern und supereinfach nachkochen kann. Kurzum: ein Buch, das den Küchenalltag bereichert und immer wieder gern zur Hand genommen wird. Aber uch ein Buch über Esskultur, Geschmacksbildung und Nachhaltigkeit. Ein Buch, das auf keinem Küchentisch fehlen sollte. Holger Stromberg arbeitet mit CHROMA Kochmesser .

Basisrezepte mit wenig Zutaten.
Mit Saisonkalender.
Dieser Koch kann wirklich schreiben: Sternekoch Holger Stromberg über die »Aaas« und »Ooos« der guten Küche!
Lecker, lecker, lecker: Rezepte, mit denen jeder sofort loskochen kann.
Mehr wissen – noch besser einkaufen: Warenkunde und praktische Einkaufshilfen.
Einfach einkaufen: regional und saisonal.

Als Luxusausstattung (mit Poster, mit Moleskine Gummi, Kalender als Poster)
Format: 175 × 240 mm
Ca. 240 Seiten, 4-farbig
Beschnittenes Hardcover

Holger Stromberg
Bestellink: ISBN 978-3-942772-50-1 Portofrei

Das Prinzip Nahrungskette – einfach und pragmatisch erklärt vom Koch der deutschen Fußballnationalmannschaft. Mit Stimmen von Jogi Löw, Hansi Flick, Oliver Bierhoff und vielen Nationalspielern.

El Celler de Can Roca

El Celler de Can Roca ist das neue S.Pellegrino World’s Best Restaurant. Das Vendôme in Bergisch Gladbach erklimmt 13 Plätze und fordert nach sechs Jahren in der Liste seinen Platz in den Top 10.
Das Aqua in Wolfsburg zeigt sich nach vier Jahren in der Liste auf Platz 30

Nachdem sie sieben Jahre auf ihre Chance gewartet hatten, haben die Roca-Brüder nun den begehrten ersten Platz in der von S.Pellegrino & Acqua Panna gesponserten Liste der The World’s 50 Best Restaurants eingefordert.

El Celler de Can Roca in Girona wird schon lange als einer der aufregendsten Dinner-Orte Spaniens bejubelt. Nachdem die Brüder zwei Jahre in Folge auf dem 2. Platz verblieben, ist es ihnen nun gelungen, die Plätze mit Noma in Dänemark zu tauschen, das die vergangenen drei Jahre den ersten Platz innehatte,.

Das Restaurant der Roca-Brüder erhielt für seine Mischung aus katalanischen Gerichten, innovativen Techniken und leidenschaftlicher Gastfreundschaft weltweiten Beifall. Joan leitet die Küche, Jordi ist Chefkonditor und Josep ist leitender Sommelier und verantwortlich für den Gastraum. Gemeinsam bilden sie ein überragendes Team, das ein wahrhaft unvergessliches Dinner-Erlebnis schafft.

Im El Celler glaubt man an freies Kochen mit einem Bekenntnis zur Avantgarde, bleibt dabei jedoch der Erinnerung an verschiedene vorangegangene Familiengenerationen treu, die sich alle der Verpflegung anderer widmeten. Die Philosophie beruht auf der „gefühlvollen Kochkunst”, bei der die verschiedenen Zutaten so ausgewählt werden, dass die Gäste in Kindheitserinnerungen und an besondere Orte der Vergangenheit zurückversetzt werden.

El Cellers Aufstieg an die Spitze der Liste stützt Spaniens Vorherrschaft in den Top 10, mit San Sebastians Mugaritz auf Platz 4 (Gewinner des Chefs’ Choice Award 2012) und dem Arzak (Elena Arzak Espina – The Veuve Clicquot World’s Best Female Chef 2012), das auf Platz 8 verbleibt. Insgesamt befinden sich fünf Restaurants des Landes auf der Liste der The World’s 50 Best Restaurants. Quique Dacosta, der für seine biologische Küche bekannt ist und zu den spanischen Avantgarde-Giganten gehört, klettert 14 Plätze nach oben, auf Position 26. Asador Etxebarri hält Platz 44 der Liste.

Das Vendôme in Deutschland rückt in der Liste dramatisch auf – von Platz 23 auf Platz 10. Das Restaurant ist einer der Hauptvertreter der Neuen Deutschen Küche. Das Hauptziel des Chefkochs Joachim Wissler ist es, sich von den französischen Traditionen loszureißen und die traditionellen deutschen Gerichte und Zutaten nach vorne zu bringen.

Das Aqua in Wolfsburg beansprucht nach vier Jahren in der Liste den 30. Platz für sich. Sein Chef Sven Elverfeld gilt als ein „leidenschaftlicher Dekonstruktivist und Neuerfinder der schlichten Kochkunst” und legt den Schwerpunkt auf die Zerlegung und Wiedervereinigung von rustikalen Gerichten. Das ist in Deutschland sehr unorthodox – die meisten seiner Kollegen sind eher darauf bedacht, die schweren, eher ungeschliffenen kulinarischen Wurzeln des Landes zu verbergen. Allerdings macht gerade dies seinen Kochstil so einzigartig – und so erfolgreich.

Spaniens südamerikanische Pendants haben ebenso viel zu feiern. Astrid Y Gaston in Peru steigt um 21 Plätze auf und wird als Highest Climber der Liste ausgezeichnet, einem von Gaggenau gesponserten Preis. Sechs Restaurants des Kontinents befinden sich in der Liste, darunter Alex Atalas D.O.M auf dem 6. Platz, das einmal mehr als The Acqua Panna Best Restaurant in South America ausgezeichnet wird. Die Entwicklung und Stärke der lateinamerikanischen Gastronomie verlangte nach kontinentspezifischer Anerkennung, und William Reed Business Media verkündet mit Stolz, dass sie diesen September Latin America’s 50 Best Restaurants Awards in Peru verleihen werden, gesponsert von Cusqueña und unterstützt von PromPeru.

Nach dem sofortigen Erfolg der Asia’s 50 Best Restaurants Awards in Singapur diesen Frühling, gesponsert von S.Pellegrino & Acqua Panna, trumpft Asien nun mit gleich sieben Restaurants in der Weltrangliste auf, einschließlich des in Asien höchstplatzierten Restaurants Narisawa auf Platz 20. Das Restaurant in Tokio gewann sowohl den Acqua Panna Best Restaurant in Asia Award als auch den von Zacapa gesponserten, neueingeführten Sustainable Restaurant Award. Der Sustainable Restaurant Award wird jenem der 50 besten Restaurants verliehen, das bei der Prüfung durch die Sustainable Restaurant Association die höchste Umwelt- und Sozialverantwortung beweist.

Die diesjährigen europäischen Höhepunkte umfassen die Osteria Francescana in Italien, die sich um zwei Plätze auf Position 3 der Liste verbessert hat, und Nadia Santini vom Restaurant Dal Pescatore in Italien, die als The Veuve Clicquot World’s Best Female Chef ausgezeichnet wird. Frankreich rühmt sich mit sechs Restaurants in der Rangliste, darunter das von Kochlegende Alain Ducasse, der dieses Jahr mit dem vom Diners Club International® gesponserten Lifetime Achievement Award geehrt wird. Das Aufgebot aus Großbritannien bleibt das gleiche, wobei der höchste Neueinsteiger des vergangenen Jahres, Dinner von Heston Blumenthal, um zwei Plätze auf den 7. Platz, Brett Grahams The Ledbury um eine Position nach oben auf Platz 13 und das The Fat Duck auf Platz 33 klettert.

Die USA bleiben mit sechs Restaurants auf der Liste eine internationale, kulinarische Hauptmacht und sind Frankreich als Land mit den meisten Restaurants in der diesjährigen Liste ebenbürtig. Klassenbester ist das Eleven Madison Park, Fünfter der Liste, das den Acqua Panna Best Restaurant in North America Award mit nach Hause nimmt, übergeben vom New Yorker Kameraden Per Se, das dieses Jahr auf Platz 11 rangiert. Der individuelle Chefs’ Choice Award, gesponsert von Silestone by Cosentino und gewählt von den Küchenchefs aus der Liste der The World’s 50 Best Restaurants, geht an Grant Achatz vom Alinea in Chicago, das auf Platz 15 liegt.

Das Attica in Australien gibt seinen Einstand auf Platz 21 und nimmt den von LesConcierges.com gesponserten Highest New Entry Award mit nach Hause. Zudem erhält es den Acqua Panna Best Restaurant in Australasia Award.

Der diesjährige One To Watch Award, gesponsert von Cacao Barry, wird an The Test Kitchen in Südafrika vergeben. Das erste eigene Restaurant des in Großbritannien geborenen Chefkochs Luke Dale-Robert befindet sich in einem shabby-schicken Vorort von Kapstadt, und sein eklektischer Stil mündet in zweifellos köstlichem Essen.

The World’s 50 Best Restaurants wird von der Zeitschrift Restaurant organisiert und in Anwesenheit der weltweit einflussreichsten Gastronomen, besten Chefköche und internationalen Presse am 29. April in Londons Guildhall präsentiert.

Die Liste wird mithilfe der Stimmen der The Diners Club® World’s 50 Best Restaurants Academy erstellt, einer einflussreichen Gruppe von über 900 internationalen Führungskräften der Restaurantbranche. Die Academy umfasst 26 unabhängige Regionen weltweit, von denen jede 26 Mitglieder zählt, einschließlich eines Vorsitzenden. Jedes Mitglied kann sieben Stimmen abgeben. Von diesen sieben müssen mindestens drei Stimmen an ein Restaurant außerhalb der eigenen Region gehen.

Der Ausschuss jeder Region setzt sich aus Restaurantkritikern, Chefköchen, Gastronomen und hochangesehenen „Feinschmeckern” zusammen. Die Mitglieder vergeben ihre Stimmen in der bevorzugten Reihenfolge, basierend auf ihren besten Restaurant-Erlebnissen der letzten 18 Monate. Es gibt keine vorgegebene Kriterienliste.