Coca-Cola Kaffee

Coca-Cola will künftig seine Aktivitäten mit Kaffee, Tee und Kakao ausbauen: mit einer Doppelstrategie für den Unterwegs-Markt. „Neben allen Kategorien alkoholfreier Getränke spielt das Kaffeegeschäft eine strategische Rolle“, sagt Marketingchef Kussai E-Chichakli auf Anfrage der Lebensmittel Zeitung. Das Unternehmen investiere verstärkt in den Ausbau neuer Segmente – eben auch in Kaffee.

Der im vergangenen Jahr in Berlin in die Funktion des Marketing-Direktors aufgerückte Manager will insbesondere das Automatengeschäft unter der 2010 eingeführten Coke-Marke Chaqwa ausbauen. Nach dem Muster von Berlins Noch-Flughafen Tegel sollen Kalt- und Heißgetränke an frequenzstarken Orten wie Flughäfen, in Stadien oder Einkaufszentren parallel angeboten werden. Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCEG) gilt nach Dallmayr, dem „heimlichen Primus“, wie Brancheninsider wissen, als zweitgrößter Automatenbetreiber in Deutschland. Eine wichtige Geschäftssparte, die jedoch zuletzt nicht die Priorität hatte.

Erste richtungsweisende Erfolge gibt es bei Rewe und deren Discountableger Penny, wo Chaqwa seit Jahresbeginn präsent ist. Die Kölner sehen das Angebot von Heißgetränken – wie Lidl oder neuerdings auch Aldi-Süd – auch als Service-Baustein ihrer innerstädtischen Filialen, die von Büroangestellten zum Frühstück oder Mittagssnack besucht werden.

Neben der Selbstbedienung am Automaten soll Chaqwa auch für Bäckereien und die Quick-Service-Gastronomie das Kaffee- und Teeangebot im Bedienservice mit speziellen Vollautomaten verbreitern. Ein Feld, wo sich längst etablierte Hardware-Anbieter wie WMF und Coffema oder Kaffeespezialisten wie Melitta und Lavazza tummeln. Wie schon so oft, setzt die Berliner Organisation auf ihre bekannten Stärken: die Feindistribution und eine über 1.000-Kopf-starke Verkaufsmannschaft, die künftig neben Cola und Bio-Schorlen auch Kaffee verkaufen soll. Zudem, so ist aus Berlin zu hören, sehe man auch Potenzial für die Zusammenarbeit mit dem Getränkefachgroßhandel etwa bei der Marktbearbeitung und der Neukunden-Akquise.

Quelle: www.lebensmittelzeitung.net _______________________________________________

Hendrik Pieper

Das Restaurant „La Maison de l´entrecôte“ hat einen neuen Küchenchef – Hendrik Pieper. Als Executive Chef leitet er nicht nur die beiden Restaurants „La Maison de l´entrecôte“ am Ku´damm sowie am Alexanderplatz in Berlin, sondern verantwortet die gesamten Küchenoperations der vier Berliner Azure Hotels.

Hendrik Pieper absolvierte seine Berufsausbildung zum Koch im Astron Hotel in Dessau und entwickelte bereits hier die Leidenschaft zur gehobenen Kulinarik. Nach seiner Ausbildung folgten berufliche Top Stationen wie die im Shiro i Shiro in Berlin als Sous Chef und im Restaurantschiff PATIO Berlin als Küchenchef. Im Royal Meridian in Hamburg lernte er die französische Küche kennen und lieben sowie das Kochen à la Carte auf hohem Niveau. Seither weiß er die Teamarbeit mit professionellen Köchen sehr zu schätzen. 2013 kehrte er nach Berlin zurück und war bis zuletzt Sous Chef im InterContinental Berlin. Hier trug er die kulinarische Verantwortung über das Hotel Restaurant, die Bar, Lounge und Roomservice.

Bereits als Kind erfuhr er, wie wichtig es ist, sich natürlich und gesund zu ernähren. Seine Großeltern hatten einen Bauernhof mit einem großen Garten und eigenen Tieren, die dort auch geschlachtet wurden. Er zupfte Löwenzahn, lernte wie man mit simplen Dingen kocht und half bei allen anfallenden Aktivitäten mit. Regelmäßig begleitete er seinen Vater, einen passionierten Angler, nach Norwegen und lernte den Fischfang von der Pike auf, filetierte Fische, vakuumisierte sie und nahm sie in Kisten mit nach Deutschland.

Hendrik Pieper hat ein großes soziales Engagement: Er setzt sich seit vielen Jahren sehr für ein Hilfsprojekt für schwerhörige Menschen „Hören helfen“ in Nepal ein. Mindestens einmal im Jahr fliegt er hin und hilft aktiv vor Ort mit. Er versucht Spendengelder zu sammeln, spielt mit den Kindern Fußball und macht selbst Hörtests.

Hendrik Pieper möchte auch im „La Maison de l’entrecôte“ viel bewegen und seine Erfahrungen einbringen. Er fühlt sich in der Gruppe der Azure Hotels sehr wohl und hält bereits jetzt schon viel auf sein versiertes und motiviertes Team. Sein Schwerpunkt ist eine ehrliche, direkte Küche mit regionalen und hochwertigen Produkten und guten Lieferanten. Die Qualität aller verwendeten Produkte wird immer wieder geprüft und auf den besten Stand gebracht.

Im „La Maison de L´entrecôte“ können die Gäste internationale Speisen und eine Selektion europäischer Weine in Verbindung mit authentischem Ambiente und entspannter Atmosphäre genießen. Freunde des Entrecôtes schätzen die Vielfalt der Fleischsorten – das Angebot erstreckt sich vom traditionellen US-Beef über die deutsche und spanische Zucht.

www.maisonentrecote.de

Reisekosten

Magazin Reader’s Digest veröffentlicht repräsentative Umfrage: Kosten spielen bei der Entscheidung für ein Urlaubsziel die größte Rolle – Bayern achten auf Landesküche

Die Deutschen gelten als Reiseweltmeister – fahren sie doch gern und oft in den Urlaub. Und die entscheidende Rolle bei der Wahl ihres Urlaubsziels spielt für die meisten das Geld. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader’s Digest (Mai-Ausgabe) achten 76 Prozent der Befragten bei der Entscheidung für ein Reiseziel vor allem auf die Kosten. Selbst bei Besserverdienenden mit einem Haushaltsnettoeinkommen von monatlich 3500 Euro und mehr steht der Preis der Reise an erster Stelle. Emnid befragte hierfür insgesamt 1004 repräsentativ ausgewählte Bürger in Deutschland.

Auf Platz zwei der Rangfolge, die Reader’s Digest in seiner neuen Ausgabe veröffentlicht, steht die Frage der Sicherheit. Demnach informieren sich 65 Prozent der Urlaubswilligen vor der Buchung der Reise über die aktuellen politischen Verhältnisse in dem Zielland. Vor allem für Familien ist das ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung. Die weiteren Ergebnisse der Umfrage: Gut jeder Zweite (54 Prozent) achtet auf die Dauer der Anreise, für 39 Prozent wiederum ist es wichtig, welche Landesküche sie erwartet. Vor allem für die Bayern kommt dem Faktor Essen und Trinken mit 46 Prozent eine entscheidende Bedeutung zu. Im Unterschied dazu spielt die Sprache im Urlaubsland für die Freunde des Fernwehs offenbar eine untergeordnete Rolle. Hier gaben nur 33 Prozent aller Befragten an, dies sei ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, wohin die Reise geht.

Die Mai-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist an zentralen Kiosken erhältlich.

Heinz O. Wehmann

Das Landhaus Scherrer lädt ein zu norddeutschem Savoir Vivre

Genießen Sie im Gourmetrestaurant an der Elbchaussee ein ausgefallenes Fünf-Gänge-Menü mit regionalen Bio-Produkten, die mit Leidenschaft zubereitet werden.
So leitet das Landhaus Scherrer mit Bio-Spargel und Holsteiner Katenschinken nicht nur die Spargelernte ein, auch die Hamburger Küche spielt eine zentrale Rolle: Labskaus und Plockfinken gehören ebenso zu den Spezialitäten des Hauses, wie auch Pannfisch mit Hamburger Senfbutter. „Ein besonderes Highlight ist zu dieser Jahreszeit Bio-Spargel. Wer ihn selbst zubereiten möchte, dem empfehlen wir diesen mit einer selbstgemachten Estragon Mousseline aufzuwerten“, so Heinz O. Wehmann. Noch bis Ende Juni läuft die Frühlingssaison.

Der Menüpreis liegt bei 55 Euro, mit Weinbegleitung, 1 Flasche Wasser und Kaffee bei 77 Euro.

http://www.landhausscherrer.de/

Dim Sum Haus deckt Mythen der chinesische Esskultur auf

Kommen Glückskekse tatsächlich aus China? Ist der Reiswein wirklich ein Wein? Und warum ist die Dekoration in chinesischen Restaurants immer rot? Wer die Antworten auf all diese Fragen finden möchte, ist bei Mary-Ann Kwong genau richtig. Denn als Inhaberin des Dim Sum Hauses, dem  ältesten China Restaurant Hamburgs, ist sie Expertin wenn es um Kuriositäten ihrer Heimat-Küche geht.

Wie verknüpft die chinesische Küche Essen und Geist?
Die Fünf-Elemente-Küche Chinas: Die Kraft der Balance

Mary Ann Kwong, Inhaberin des Dim Sum Hauses, dem ältesten China Restaurant Hamburgs, ist Expertin wenn es um Kuriositäten ihrer Heimat-Küche geht.
Über die chinesische Esskultur, kursieren zahlreiche Gerüchte und Mythen. Viele davon erscheinen aus westlicher Perspektive fremd.
Essen spielt in der chinesischen Kultur eine so wichtige Rolle, dass sich die Menschen auf eine ganz außergewöhnliche Weise damit verbunden fühlen. Chinesen sind davon überzeugt, dass Essen einen Menschen und dessen Wohlbefinden beeinflusst.

Aber gibt es wirklich so etwas wie „Essen für die Seele“?
Die Ernährung nach den fünf Elementen – Holz (Mu), Feuer (Huo), Erde (Tu), Metall (Jin) und Wasser (Shui) – basiert auf der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM), die bereits seit über 2.000 Jahren praktiziert wird und sich Mitte des letzten Jahrhunderts in Europa etablierte. Ihr Ziel ist es durch genussvolle Ernährung zu heilen, denn dieses Prinzip bringt den Körper, die Seele und den Geist, die hier als Einheit betrachtet werden, in Balance:
Dazu müssen die gegensätzlichen Energien Yin und Yang ausgeglichen sein. Nur so kann die Lebensenergie, Qi, die uns auch vor Krankheiten bewahrt und unser Wohlbefinden beeinflusst, richtig fließen. Aber gibt es wirklich so etwas wie Seelennahrung?
„Die chinesische Mythologie besagt, dass möglichst alle fünf Elemente, in den Gerichten, die wir morgens, mittags und abends zu uns nehmen, vorkommen sollten“, erklärt XXX Kwong. Denn nur auf diese Weise kann der Mensch ins Gleichgewicht gebracht werden. Hierbei werden alle Lebensmittel, sowie Geschmacksrichtungen, den unterschiedlichen Elementen zugeordnet: Holz wird beispielsweise durch die Geschmacksrichtung sauer geprägt und zu ihr zählen unter anderem Huhn und Essig. Hingegen gehören dem Element Metall scharf, sowie Lebensmittel wie Zwiebeln, Ingwer, Pfeffer und Pute an.
Zusätzlich spielt die thermische Energie eine überaus wichtige Rolle in der chinesischen Esskultur. Sie wird in heiß, warm, neutral, erfrischend und kalt aufgegliedert“, fügt Kwong hinzu. Hier wird ebenso auf Ausgewogenheit geachtet. Allerdings sollte bedacht werden, dass das Essen nicht zu kalt ist, da dem Körper ansonsten zu viel Energie entzogen wird und dies würde wiederum zu einem Ungleichgewicht führen.

Ein chinesisches Menü, das den Kriterien der Fünf-Elemente-Küche entspricht, wäre beispielsweise Folgendes:
Vorspeise
Chinesischer Gurkensalat mit Essig und Knoblauch
Hauptgang
Gebratene hausgemachte „Ho-Fan“ Reisbandnudeln mit Rindfleisch, Zwiebeln, Chili und Paprika in gewürzter Schwarzbohnensauce (pikant-scharf)
Nachspeise
Sesambällchen

Das Dim Sum Haus ist das älteste noch bestehende, chinesische Restaurant in Hamburg. Seit 1964 gibt es das kleine Lokal im Herzen St. Georgs, das bereits in dritter Generation von Familie Kwong geführt wird. Vier Spezialitätenköche aus China sind in der Küche des Hauses tätig, um die kulinarische Tradition des Landes zu wahren und die authentische Zubereitung der Gerichte zu gewährleisten – das wird auch von den in Hamburg lebenden Chinesen geschätzt.

Marc Schulz

Das erste deutsche Hotel der Jumeirah Gruppe hat Marc Schulz, als Executive Chef verpflichtet. Der Deutsche zeichnet ab 1. Oktober 2013 für den gesamten kulinarischen Bereich des Luxushotels im Herzen der Stadt verantwortlich.

Marc Schulz arbeitete in verschiedenen Gourmetrestaurants in Deutschland wie dem „Tiefenbachers Herzog von Burgund“ in Neuss, dem „Fährhaus“ in Sylt und dem „le cheval blanc“ in Düsseldorf. Nach dem Abschluss zum Küchenmeister an der Steigenberger Hotel Akademie in Bad Reichenhall im Jahr 2006, war Marc Schulz Küchenchef im „Waldhotel Mangold“ in Bensberg. Im Jahr 2008 wechselte er als Sous Chef an den renommierten „Breidenbacher Hof“ und war Teil des Eröffnungsteams. Im selben Jahr leitete er auch die Eröffnung des bekannten Capella Hotels „Schloss Velden“ in Österreich. Zudem verwaltete er die Restaurants und Küchen des „Hotel an der Auburn University und Dixon Conference Center“ in Auburn, USA. Vor seiner Verpflichtung im Jumeirah Frankfurt leitete er zuletzt die Eröffnung des Capella Hotels Washington DC, USA.

Die aktuelle Herbst- und Winterkarte mit deutschen und österreichischen Spezialitäten wird bis Ende des Jahres weitergeführt, bevor das Max on One-Team mit frischen kulinarischen Ideen ins neue Jahr startet.

Bei seiner neuen Herausforderung am Main werden dem 32-Jährigen ein erstklassiges Team sowie ein Restaurant in außergewöhnlichem Design zur Verfügung stehen. Das Max on One wurde vom bekannten japanischen Innenarchitekten Takashi Sugimoto und seinem Team von Super Potato entworfen. Eine offene Showküche, ein Private Dining Bereich, ein begehbarer gläserner Weinschrank sowie ein Steakhouse-Front-Grill schaffen eine zeitgemäße und urbane Atmosphäre im Zentrum von „MainHattan“. Der Restaurantname geht auf Kaiser Maximilian I. (Max) zurück. Der Gründer des deutschen Postsystems hatte damals die Familie Thurn und Taxis, welche ihre Postzentrale später im benachbarten Thurn- und Taxis Palais hatte, mit der Durchführung beauftragt. Das „on One“ spielt auf die Lage des Restaurants auf der ersten Etage des Hotels an.

Neben dem Max On One Restaurant verfügt das Jumeirah Frankfurt über das Restaurant „el rayyan“ mit feiner libenesischer Küche, welches von der Shoppingmall MyZeil zugänglich ist. Die elegante „Ember Bar & Lounge“ ist ein idealer Treffpunkt, um Cocktails und kleine Snacks zu genießen, und soll neben Hotelgästen auch die Frankfurter zu einem Feierabenddrink einladen. Am offenen Kamin und mit Blick auf das erleuchtete Thurn- und Taxis Palais lässt sich der Trubel der Metropole schnell vergessen. Fünf Veranstaltungsräume gestatten auf über 730 m² flexibler Eventfläche den idealen Rahmen für exklusive Veranstaltungen für bis zu 250 Gäste.

www.jumeirah.com/en/hotels-resorts/frankfurt/jumeirah-frankfurt/

Erntedankfest 2012 auf dem Wahlterplatz in Bozen

Beim traditionellen Erntedankfest am Samstag, den 20. Oktober 2012 auf dem Waltherplatz in Bozen besteht reichlich Gelegenheit, die bunte Welt der bäuerlichen Qualitätsprodukte kennen zu lernen, die Südtirols Bauern und Bäuerinnen produzieren.
Der größte Bauernmarkt Südtirols mit festlichem Charakter gehört zu den beliebtesten Veranstaltungen des Jahres und lockt jährlich Tausende Besucher an.

Über 30 Direktvermarkter sind heuer auf dem „Erntedankfest“ vertreten. Die Palette der angebotenen Produkte ist lang. Sie reicht von Säften, Wein, Schnäpsen und verschiedenen Brotsorten hin zu verarbeiteten Milchprodukten, Kräutern, Eiern, Fruchtaufstrichen, Honig und Gemüse.
Ein großer Teil der veredelten Produkte trägt die Marke „Roter Hahn“. Dieses garantiert Produkte von bester Qualität und nachvollziehbarer Herkunft aus Südtirol.

Schmackhaftes aus der Bauernküche
Neben den bäuerlichen Produkten auf dem Bauernmarkt spielt der „Festbereich“ eine zentrale Rolle. Für das Wohl der Gäste sorgen im Innenhof des Palais Campofranco Franz Mulser von der „Gostner Schwaige“ auf der Seiser Alm sowie verschiedene Bäuerinnen mit schmackhaften Gerichten.

Die Besucher erwartet ein umfangreiches Rahmenprogramm mit musikalischen Einlagen, dem Auftritt einer Volkstanzgruppe sowie Betreuung von Kindern beim Heuhüpfen und Basteln.

Marktbeginn des Erntedankfestes ist um 8:30 Uhr auf dem Waltherplatz in Bozen. Offizielle eröffnet wird die Veranstaltung eine Stunde später. Um 10 Uhr startet das Rahmenprogramm.
Um 17 Uhr schließt der Bauernmarkt.

Weitere Informationen zum Erntedankfest und zu den Qualitätsprodukten der Marke „Roter Hahn“ finden Sie unter www.roterhahn.it

Vegetarier

„Fruchtfleisch ist das beste Fleisch“. Immer mehr Menschen leben nach diesem Motto vegetarisch. Spätestens seitdem die Bücher „Tiere essen“ des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Safran Foer und Karen Duve’s „Anständig essen“ zu Bestsellern wurden, ist die vegetarische Ernährung sozusagen in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Während Vegetarier früher eher Außenseiter waren und sich nicht selten für ihre fleischlose Kost rechtfertigen mussten, sind es heute oft die Fleischesser, die in Verteidigungsposition gehen müssen, wenn sie ein Stück Fleisch auf ihrem Teller haben. Beide Autoren beschäftigten sich intensiv mit der Erzeugung von Fleisch und wurden dadurch zu engagierten Tierschützern und Vegetariern.

Tierschutz ist nur einer von vielen Gründen, weswegen sich Menschen der vegetarischen Ernährung zuwenden. Wer auch mit diesem Gedanken spielt, sollte wissen, dass eine fleischlose Kost durchaus alle lebensnotwendigen Nährstoffe liefern kann, wenn der Speiseplan abwechslungsreich genug ist. Milch und Milchprodukte sollten nicht fehlen, denn sie liefern unter anderem Protein, B-Vitamine und Calcium. Auch Eier sind eine wertvolle Quelle für Protein und für das wichtige Vitamin B12, das in pflanzlichen Lebensmitteln nicht vorkommt. Mit zwei bis drei Eiern pro Woche und etwa drei Portionen Milchprodukten pro Tag, z. B. einem Glas Milch, einem Becher Jogurt und ein bis zwei Scheiben Käse lässt sich eine ausreichende Zufuhr sicherstellen.

Hülsenfrüchte wie (Soja-)Bohnen, Erbsen, Linsen und daraus hergestellte Produkte sind eine gute Ergänzung des Speiseplans, weil sie wertvolles pflanzliches Protein und wichtige Mineralstoffe wie Eisen enthalten. Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln verwertet unser Körper schlechter als jenes aus Fleisch. Das lässt sich durch sinnvolle Kombinationen ausgleichen: Enthält eine Mahlzeit neben pflanzlichen Eisenquellen (z. B. Blattgemüse) gleichzeitig Vitamin C (z. B. Obst, Fruchtsaft), kann der Organismus den für die Blutbildung wichtigen Mineralstoff besser ausnutzen.

Kaffee und schwarzer Tee sollten dagegen besser zwischen den Mahlzeiten getrunken werden, denn sie enthalten Substanzen, die die Eisenaufnahme behindern.
Viele Vegetarier verzichten auf Fleisch, essen aber trotzdem noch Fisch. Dieser trägt zur Versorgung mit Jod, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren bei. Wer Fisch meidet, sollte Jodsalz verwenden und seinen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren am besten mit Raps-, Lein- oder Walnussöl sowie dementsprechend angereicherten Produkten (z. B. Margarine) decken.
Dr. Maike Groeneveld, www.aid.de

Weitere Informationen:
Was sonst bei der fleischlosen Lebensmittelauswahl zu beachten ist, erfahren Sie unter:
http://www.was-wir-essen.de/gesund/alternative_ernaehrungsformen.php

Neue Übergewichtsgene identifiziert, welche die Fettspeicherung im Bauchraum fördern

Wissenschaftler des Deutschen Instituts für
Ernährungsforschung (DIfE) und des Universitätsklinikums Leipzig
haben im Rahmen einer neuen Studie zwei Gene identifiziert, die im
Fettgewebe krankhaft übergewichtiger Menschen verstärkt aktiv sind. Sie
begünstigen die Fetteinlagerung im viszeralen Fettgewebe*, dem so
genannten Eingeweidefett im Bauchraum. Wie weitere Ergebnisse der Studie
annehmen lassen, fördert eine erhöhte Aktivität der beiden Gene die
Freisetzung eines Enzyms im Fettgewebe, das für die Bildung von Cortisol
verantwortlich ist. Cortisol ist als Stresshormon bekannt, spielt aber
auch eine Rolle für die Regulation des Energiehaushalts.

Das Wissenschaftlerteam um Annette Schürmann, Heike Vogel und
Hans-Georg Joost vom DIfE veröffentlichte nun seine Daten in der
Fachzeitschrift Human Molecular Genetics (Vogel et al., 2012; doi:
10.1093/hmg/dds213).

Krankhaftes Übergewicht (Adipositas) gehört zu den komplexen
Erkrankungen, an deren Entstehung zahlreiche Gene im Zusammenspiel mit
Umweltfaktoren beteiligt sind. Ein Ziel der Wissenschaftler ist es,
durch die Kenntnis der Gene und deren Funktion mehr über die molekularen
Mechanismen zu erfahren, die zur Krankheitsentstehung beitragen, um so
neue Ansätze für wirksamere Medikamententherapien zu entwickeln.

Da Mensch und Maus genetisch sehr ähnlich sind, nutzen die Forscher am
DIfE zunächst Mausmodelle, um Gene zu identifizieren, die an der
Entstehung von Übergewicht beteiligt sind. In der aktuellen Studie
führten sie – ähnlich wie Gregor Mendel dies mit Erbsen tat –
Kreuzungsexperimente mit Mäusen durch. Hierbei verpaarten sie Mäuse
eines zu Übergewicht neigenden und Mäuse eines normalgewichtigen
Mausstamms** miteinander. Durch einen Vergleich der übertragenen äußeren
Merkmale auf die Nachkommen mit den übertragenen Erbgutfragmenten,
konnten sie auf einem Chromosom einen Bereich eingrenzen, der stark mit
Übergewicht assoziiert ist. Weiterführende Analysen dieses Bereichs
identifizierten letztendlich das Ifi202b-Gen, das zur Ifi200-Genfamilie
gehört, als Übergewichtsgen.

Mäuse, die das intakte Gen von ihren Eltern geerbt hatten, wurden
schnell übergewichtig. Dagegen blieben die Nachkommen normalgewichtig,
wenn sie von ihren Eltern eine durch eine natürliche Mutation
funktionslos gewordene Variante des Gens vererbt bekommen hatten. Wie
anschließende Untersuchungen des Fettgewebes und in Kultur gehaltener
Zellen zeigten, reguliert das vom intakten Ifi202b-Gen abgeleitete
Protein ein bestimmtes Enzym im Fettgewebe. Dieses wandelt das
biologisch inaktive Cortison in das aktive Hormon Cortisol um. Je
stärker das Ifi202b-Gen aktiviert war, desto mehr Enzym konnten die
Forscher im Fettgewebe nachweisen. Ein wichtiger Hinweis darauf, dass
auch das im Gewebe produzierte Cortisol bei der Entstehung von
Übergewicht eine Rolle spielt.

„Nachdem wir die entscheidende Genfamilie identifiziert hatten,
untersuchten wir nun zielgerichtet die entsprechenden Gene bei 53
normalgewichtigen und 221 krankhaft übergewichtigen Personen und wurden
fündig“, sagt Erstautorin Vogel. Zwei Gene der menschlichen
Ifi-Genfamilie, IFI16 und MNDA, sind ebenfalls mit Übergewicht
assoziiert. Sie sind im viszeralen Fettgewebe übergewichtiger Menschen
sehr viel stärker aktiv, wobei die Größe der Fettzellen mit steigender
IFI16- und MNDA-Genaktivität zunimmt.

„Dass die identifizierte Genfamilie sowohl beim Menschen als auch bei
Mäusen eine Rolle spielt, ist von entscheidendem Vorteil“, erklärt
Studienleiterin Annette Schürmann. Denn so könne man die Genfunktionen
und die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen an Modellsystemen wie
der Maus oder bestimmten Zelllinien unter kontrollierten Bedingungen
erforschen. Am Menschen sind solche Studien oft aus ethischen sowie auch
aus praktischen Gründen nicht möglich. „Die weitere Aufklärung der
zellulären Funktion von Ifi202b wird uns auch zu neuen Strategien der
Diabetesprävention führen“, ergänzt Hans-Georg Joost,
wissenschaftlicher Direktor des DIfE. Denn viel viszerales Fett im
Bauchraum ist ein Risikofaktor für Typ-2-Diabetes.

Kopenhagens Jægersborggade

In dieser Straße scheint alles möglich. In Nummer 50 wird Hafergrütze zum märchenhaften Brei, der ganz Kopenhagen verzaubert. In Nummer 41 wartet ein Kellerrestaurant, dem gerade ein Michelinstern gefühlt in den Schoß fiel. In Nummer 10 gibt es den wahrscheinlich weltbesten Kaffee, in Nummer 47 wird so kunstvoll tätowiert, dass die Rocker einen großen Bogen drum machen. In Nummer 4 schafft eine Architektin ausgefallenen Schmuck, für Nummer 11 stricken Damen aus dem Altersheim Kindermützen mit Kultcharakter.

Die Jægersborggade wäre beim Monopoly aktuell Kopenhagens begehrteste Straße. Alle 20 Meter schießen Miniboutiquen aus dem Souterrain der 350 Meter langen Schlucht sechstöckiger Häuser aus dem späten 19. Jahrhundert. Statt Straßenbäumen schlägt ein Wald schmiedeeisern gerahmter Ladenschilder aus. Rustikale Tische und Bänke stehen auf buckelnden Bürgersteigen. Retrokinderwagen umkurven an die 1.000 geparkte Fahrräder. Anwohner fühlen sich an Berliner Viertel erinnert. Allein, es fehlt der bourgeoise Touch. Die Szene spielt im anrüchigen City-Vorort Nørrebro, der für Drogenhandel, Gangschießereien, Jugendkrawalle und Ethnokonflikte bekannt ist. Und plötzlich ist da aus dem Nichts diese Kreativ-Oase voller Tüftler unterschiedlichster Genres.

In der winzigen Butik und Nähstube „Klædefabrikken“ in Nummer 11 hängen Mädchenkleidchen auf Retroplastikbügeln. Bedruckt sind die karierten Klamotten der Damenschneiderin mit Abbildern von Musikkassetten. Noch schräger sind die gestrickten Mützchen aus den Händen strickender Omas aus einem Altersheim – die Motive sind Beerenobst und stilisierte Ringelreigen. Der Profit wird mit den Strickerinnen geteilt. Gegenüber in der Nummer 4 gibt‘s ein Kommen und Gehen im Schmucklädchen „Ladyfingers“, wo ein halbes Dutzend Designerinnen famose Kreativität an den Tag legt. Eine von ihnen ist Malene Glintborg, der man beim Werkeln zuschauen kann. „Eigentlich bin ich Architektin, aber ich mache mir lieber die Hände schmutzig als zu zeichnen“, lacht sie.

Untypisch geröstete Mitbringsel
Auch wenn die Ladenkonzepte zunächst wie Liebhaber-Inhaberei erscheinen, stecken hinter dem verspielt-lockeren Ambiente meist Profis mit Sendungsbewusstsein. Die sich gegenseitig die Kunden zuspielen. Im „Coffee Collective“ (Nummer 10) wird Kaffeegenuss derart spannend zelebriert, dass man geduldig auf seine Tasse wartet. Inzwischen kann man sich ja gegenüber in der urtümlichen Bäckerei „Meyers Bageri“ des dänischen Gourmetpapstes Claus Meyer eine Öko-Vollkornzimtschnecke in einer dicken braunen Papiertüte holen. Kostet zwar fast drei Euro, ist aber jeden Cent wert.

Danach schaut man wieder dem Kaffeeröster Linus zu, wie er ganz akribisch Bohnen röstet, die allesamt aus direkt gehandelter Ware stammen – einzigartig in Europa, wie Linus stolz vermerkt. Daneben drängeln sich ein paar Barristas, um Mahlwerk, Stempelkannen und Aeropress zu bedienen. Bei der um die Welt reisenden Barrista-Szene ist das dänische Kaffeekollektiv ein Geheimtipp. Was auch für die Bohnenauswahl aus ökologischer Produktion gilt. Der kenianische Kieni ist ein grandioser Genuss aus Beerenaroma und Säure, weshalb Kaffee zum untypischen Mitbringsel wird.

Rettungsaktion der genossenschaftlichen Anwohnergemeinschaft
Retrostil, Anti-Luxuslook und erdige Verknüpfung sind der Trend der Jægersborggade. Die kuschlige Wohnzimmer-Athmosphäre im Kaffee „Retro Nørrebro“ und das fast ideologische Independentambiente in der Musikbar „Musiksmag“, wo sich handcolorierte LPs auf dem Plattenteller drehen, weisen das aus. Genauso wie die kulturell fundierten Tattoos, für die Kenner zum Kanadier Colin Dale im „Skin&Bone“ anreisen. Aber wie kommt es zu derart professioneller Nischenkultur in einer Straße, die gestern noch im Griff hartgesottener Kriminalität war? Es lohnt sich, den Koch Christian F. Puglisi dazu zu befragen.

„Kreative Energie und Weitsicht der Anwohner haben die Jægersborggade total verändert“, sagt der Däne mit sizilianischen Wurzeln. Was manchem nach Ökoschick und üblicher Gentrifizierung schmecken, ist aber laut Puglisi eine Rettungsaktion der genossenschaftlichen Anwohnergemeinschaft, die sich an den Haaren aus dem Sumpf zog. Zu Beginn versperrten noch die Platzhirsche Nørrebros, die Hell‘s Angels, den Weg, wenn man in sein neues Restaurant heruntersteigen wollte, und noch vor Monaten waren Drogendealer hier platziert, inzwischen sind sie aber in den Park vor dem Nordeingang der Straße abgedrängt worden. Obwohl immer noch einige Ladeninhaber den Mythos der vereinzelt ansässigen Rocker als Paten der Straße beschwören.

Schubladen für Speisekarte und Besteck

Puglisi hat zwar im Kopenhagener Weltklasse-Restaurant Noma gearbeitet, ihm war aber mehr nach einer Viertagewoche plus Gourmetküche ohne Schickimicki auf dem Teller. „Wir sind hier sehr locker, down-to-earth, eben dänisch“, meint er. Bezahlbar sollte es sein (Viergängemenü für 47 Euro), zubereitet mit einer hektisch-elektrischen Energie mit bis zu sechs Souchefs – deshalb der Name „Relæ“. Begonnen hat alles mit der Weinbar „Manfred‘s vis-a-vis“, wo der Biowein französischer Edelwinzer neben erschwinglichen Tagesgerichten die Hauptrolle spielt.

Nur 40 Gäste haben Platz an den kleinen Tischen des „Relæ“ mit Schubladen für Karte und Besteck, nur zwei Mann bedienen in der Enge des des typischen Souterrains. Anfang 2012 dann die Sensation: Puglisi bekam für seinen kaum am angesagten Dogma der Nordischen Küche ausgerichteten Kochstil – er benutzt statt des nordischen Rapsöls doch Olivenöl – einen Michelinstern, einen von sagenhaften 14 in Kopenhagen.

Hafergrütze als Gourmetbrei
Weil die 400 Wohnungen der Jægersborggade fast komplett in der Hand der Anwohnergenossenschaft sind, kann man sich die Ladenbesitzer aussuchen. Ein Glücksfall, der allerdings die Wohnungspreise nicht vor dem Explodieren schützt, was einige Anwohner verärgert. Ob nun Glück oder Unglück, es ist eine einzigartige Mischung aus Minilädchen entstanden, die jeden Traum erfüllt. Auch den des 25jährigen Lasse Skjønning Andersen, der die 15 Quadratmeter-Bar „Grød“ eröffnete, in der er selbst am Herd steht und Porridge kocht.

Wie bitte, Hafergrütze als Gourmetbrei? Man glaubt‘s kaum, denkt vielleicht an das Märchen des unweit von hier begrabenen Hans-Christian-Andersen der in „Des Kaisers neue Kleider“ von einer märchenhaften Massenhypnose erzählt. Aber Lasse bleibt cool und meint nur, dass man in der ganzen Welt irgendeinen Brei isst. Der asiatische Reisbrei Congee etwa steht bei Lasse auf dem jahreszeitlich angepassten Menü. Der Anwohnerrat der Jægersborggade hat jedenfalls angebissen, als Lasse seine Grützbar-Idee vorstellte. Grød mit in Möhrensaft gekochten, demeter-kontrollierten Getreideflocken mit Rosinen und Ingwersirup gefällig?