Mozzarella: Der Testsieger kommt vom Discounter

Von 16 Kuhmilchmozzarellas schnitten bis auf zwei alle mit dem test-Qualitätsurteil „Gut“ ab, fünf waren sogar in der sensorischen Prüfung „sehr gut“. Ein Bio-Produkt war hingegen kurz davor, ungenießbar zu werden und schnitt nur „ausreichend“ ab. Von 4 Büffelmozzarellas waren zwei „gut“, die anderen beiden nur „ausreichend“, hier fanden die Tester einen hohen Gehalt an Darmbakterien.

Die fünf besten Kuhmilchmozzarellas kommen vom Discounter und kosten zwischen 55 und 89 Cent für eine 125-Gramm Packung. Gar nicht gut schmeckte den Testern hingegen der Bio-Mozzarella einer Regionalmarke; hier waren die mikrobiologische Qualität und damit das Gesamturteil nur „ausreichend“. Das gilt auch für zwei von vier Büffelmozzarellas, bei denen ein hoher Gehalt an Enterobakterien den Genuss trübte. Diese Keime gehören zur Darmflora von Mensch und Tier und können während der Produktion in den Käse gelangen, wenn es an Hygiene mangelt.

Dennoch hat sich die Qualität von Mozzarellas offensichtlich deutlich verbessert. Vor rund elf Jahren hatte die Stiftung Warentest die italienische Spezialität schon einmal getestet. Damals war der Gehalt auffälliger Keime noch in jedem zweiten Produkt erhöht.

Der ausführliche Test Mozzarella erscheint in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/mozzarella abrufbar.

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1. Platz: Kevin Fehling erhält 3 Sterne – https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10153415372038124/?type=3&theater – über 62.000 Leser

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3.Platz: Sascha Stemberg über merkwürdige Resultate einiger Restaurantführer – 22.384 Leser
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5. Platz: Wem es in der Küche zu heiß ist, darf nicht Koch werden – Mangelware Köche – 18.835 Leser – https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153381695118124
6. Platz: Köche sind arrogant – 17.090 Leser – https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153346947473124

Platz 7: Original Anfrage für Catering bis max. 5 Euro pro Person – 15839 Leser – https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153374712803124

Platz 8: Der Deutsche lässt sich seine Küche so viel kosten wie keiner sonst in Europa (im Schnitt 6200 Euro) – 15264 Leser – https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153421556943124

Platz 9: Marcel Schiefer gibt Stern zurück, um mehr Zeit für die Familie zu haben – 15.051 Leser – https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153498548603124

Platz 10: Sie schwören auf ihren „Thermi“ und glorifizieren ein Küchengerät auf absurde Art und Weise – 14.647 Leser – https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153408172218124

Stand: 31.12.2015

Luxus im Urlaub: davon träumen deutsche Urlauber

Nacht im First Class Hotel ist für Deutsche mehr Luxus als First Class Flug

Erstklassige Sternehotels, edle Restaurants, exzessive Shoppingtrips und verwöhnende Spa-Besuche – deutsche Reisende sind, einmal aus den vier Wänden raus, wahre Genießer. Fast jeder Zweite (48 Prozent) wählte für seinen Hotelaufenthalt in den letzten zwölf Monaten ein 4 oder 5* Hotel.

Der perfekte Luxusurlaub: ein Aufenthalt in einem erstklassigen Hotel
Tatsächlich steht für weit mehr als ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) ein Aufenthalt in einem erstklassigen Sternehotel an erster Stelle, wenn es darum geht, was einen Urlaub wirklich luxuriös macht. In einem edlen Restaurant essen, das ist für knapp ein Drittel (31 Prozent) wahrer Luxus. Fast genauso viele (28 Prozent) fänden es luxuriös, Dinge zu shoppen, die man sich sonst nicht leisten würde.

Top 5 Dinge, die den Urlaub luxuriös machen

1. In einem Luxushotel übernachten 36%
2. In einem edlen Restaurant essen 31%
3. Dinge shoppen, die man sich sonst nicht leisten kann
28%
4. Ins Spa gehen oder Wellnessbehandlungen genießen 27%
5. Geld ausgeben für Dinge, die man normalerweise nicht kaufen würde 26%

Viel Luxus für wenig Geld: Italien und Deutschland Schlusslicht
So dekadent sich Urlauber hierzulande gerne im Urlaub geben, spätestens beim Hotelpreis setzt sich die deutsche Sparsamkeit durch. Zusammen mit Italien (76 Euro), zahlen Deutsche im Durchschnitt am wenigstens für eine Nacht in einem Hotel (90 Euro) und liegen somit noch unter dem europäischen Schnitt von 101 Euro. Den Luxus am meisten kosten, das lassen sich– mit durchschnittlich 127 Euro pro Nacht – die Franzosen. Gefolgt von England (114 Euro) und Spanien, die immerhin noch 100 Euro im Schnitt ausgeben.

Deutschland: Mit 11,42 Tagen im Jahr 2015 Rekordmeister im Hotelübernachten
Am Hotelpreis wird hierzulande also gespart, nicht aber an der Anzahl der Aufenthalte. Vergleicht man die durchschnittlichen Tage, die die Befragten europaweit im Jahr 2015 in Hotels verbracht haben, sind es die Deutschen, die mit 11,42 Tagen vorne liegen. Auf Platz zwei, mit immerhin noch 10,79 Nächten, die Franzosen. Platz drei belegt England (9,45 Nächte). Mit 8,36 bzw. 8,24 im Hotel verbrachten Nächten im letzten Jahr, landen Spanien und Italien auf den jeweils letzten Plätzen.

Von Luxus träumen – 3* buchen
Seidenlaken, Room-Service und Superior Suite – für deutsche Urlauber doch eher Schein als Sein? Im Schnitt sind es nämlich – auch bei den luxusaffinen Befragten hierzulande – die 3* Hotels, die für private Reisen gebucht werden. Ein möglicher Grund dafür: in der aktuellen Umfrage schätzten die Deutschen die Kosten für eine Nacht in einem 5* Hotel in einer Metropole wie z.B. London viel zu hoch ein; im Schnitt auf satte 237€ für ein Doppelzimmer ohne Frühstück. In Wahrheit ist via lastminute.de ein 5* Top Secret Hotel in London und vielen anderen Metropolen weltweit momentan bereits ab 138€ pro Nacht im Doppelzimmer zu buchen.

Fischstäbchen

24 Fischstäbchen isst der Deutsche im Schnitt pro Jahr. Damit sorgen die Verbraucher für einen Gesamtabsatz von insgesamt 58.492 Tonnen Fischstäbchen pro Jahr – das entspricht immerhin fast dem sechsfachen Gewicht des Eifelturmes.

Insgesamt wurde in Deutschland im Jahr 2013 ein Fanggewicht von knapp 1,1 Millionen Tonnen Fisch verbraucht. Auf jeden Bundesbürger kommen damit pro Jahr rund 13,5 kg Fisch. Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE e.V.) empfiehlt grundsätzlich, Fisch ein bis zwei Mal pro Woche zu konsumieren, dabei aber auf Produkte mit anerkannt nachhaltiger Herkunft zu achten.

Quellen: BMEL, DGE e.V., Deutsches Tiefkühlinstitut e.V.

Bäckerei-Ketten 2015 Test

Frisch und geschmacklich gut – die Backwaren von 13 großen Bäckerei-Ketten konnten im Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) mehrheitlich überzeugen. Defizite zeigten sich dagegen teils bei der Angebotsvielfalt und bei der Kompetenz der Mitarbeiter.

Erfreuliches Ergebnis: Optik und Frische von Brötchen, Brot und Gebäck punkteten in rund 90 Prozent der Fälle, und auch der Geschmack stieß auf ein positives Echo. Zudem konnte das Angebot an Standardprodukten insgesamt überzeugen. Anders sah dies bei speziellen Backwaren aus: So erwies sich beispielsweise das Sortiment an Biobackwaren in rund 47 Prozent der Bäckereien als zu gering. Auch Zusatzprodukte wie warme Snacks oder Salate wurden oftmals nur sehr eingeschränkt angeboten.

Das Verkaufspersonal bewies im Schnitt eine gute Beratungskompetenz, aber auch Defizite deckten die Testbesuche auf: In fast jeder dritten Filiale konnten die Mitarbeiter die Fragen ihrer Kunden nicht vollständig beantworten. Zu einer Falschaussage kam es nur in einem Fall, aber dies kann bei Lebensmitteln weitreichende Folgen haben. So deklarierte ein Mitarbeiter Dinkelbrötchen als glutenfrei und empfahl diese sogar für Glutenallergiker.

Überzeugen konnte insbesondere das Filialumfeld: Die Kunden stießen auf zumeist ansprechend gestaltete Räumlichkeiten, in denen großer Wert auf Sauberkeit gelegt wurde. „Gerade beim Verkauf von Frischwaren ist Hygiene das A und O. Hier war die Branche bezüglich der Verkaufsräume gut aufgestellt“, so Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Auch das Verhalten der Mitarbeiter passte in dieses Bild: Bei rund 84 Prozent der Bestellungen benutzte das Verkaufspersonal eine Zange oder Handschuhe, um die Waren anzufassen.

Weiterer Pluspunkt: Der Umgang mit Reklamationen erwies sich oft als serviceorientiert. Meist wurde das Kundenanliegen ernst genommen und eine Lösung des Problems angeboten. Marktforschungsexpertin Bianca Möller zieht ein insgesamt positives Fazit: „Die Servicequalität fiel im Schnitt gut aus. Damit konnte die Branche das Ergebnis der Vorstudie aus dem Jahr 2013 bestätigen.“

Junge Die Bäckerei ging als Testsieger aus der Servicestudie „Bäckerei-Ketten 2015“ hervor. Das Unternehmen (Qualitätsurteil: „sehr gut“) überzeugte mit einem vielfältigen Angebot an schmackhaften und frischen Backwaren und einem sehr ansprechenden Umfeld. So waren die Räumlichkeiten und die Verkaufstresen sehr sauber, und die Filialen luden durch eine angenehme Raumatmosphäre und ausreichende Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Auch die Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter trugen zum Testsieg bei. Auf dem zweiten Rang platzierte sich Malzers Backstube, ebenfalls mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“. Die engagierten Angestellten zeigten in puncto Kompetenz eine sehr gute Leistung und reagierten auch auf Reklamationen sehr kundenfreundlich. Darüber hinaus verfügte das Unternehmen über das zweitbeste Angebot. Schäfer’s folgte auf Rang drei. Die Mitarbeiter bestachen durch ihre ausgeprägte Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Die Bäckerei-Kette punktete zudem mit einem vielfältigen Warensortiment und einer sehr ansprechenden Filialgestaltung.

Im Rahmen der Servicestudie analysierte das Deutsche Institut für Service-Qualität 13 große Bäckerei-Ketten mit Bedienung über den Verkaufstresen. Basis der Servicestudie bildeten jeweils zehn verdeckte Besuche (Mystery-Tests) in unterschiedlichen Filialen eines jeden Anbieters. Untersucht wurden dabei unter anderem das Angebot, die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Gestaltung der Räumlichkeiten sowie die Warte- und Öffnungszeiten. Insgesamt flossen 130 Servicekontakte in die Auswertung ein.

Pralinen

1,3 Kilogramm Pralinen verzehrt jeder Deutsche jährlich im Schnitt. Einen nicht geringen Anteil daran dürfte auch die nun beginnende Weihnachtszeit haben: Nicht erst ab dem ersten Adventssonntag am 30. November greifen die Bundesbürger vermehrt zu Pralinen und anderen Süßwaren.

Deutschland ist der weltweit zweitgrößte Verarbeiter von Kakao und weltgrößter Exporteur von kakaohaltigen Produkten: Über zehn Prozent der Weltkakaoernte werden hier verarbeitet. Deutschland hat daher eine besondere Verantwortung für diesen Rohstoff und seine Erzeuger. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist daher aktives Mitglied im Forum Nachhaltiger Kakao. Dieses breite Bündnis mit derzeit rund 60, Vertretern aus Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Verbänden, Bundesministerien, Forschungseinrichtungen, standardsetzenden Organisationen und Nichtregierungsorganisationen besteht seit 2012. In ihm wird in enger Abstimmung mit den Anbauländern darauf hingearbeitet, verbesserte Lebensbedingungen für Kakaobauern sowie eine nachhaltige Kakaoerzeugung zu erreichen.

www.bmel.de/kakaoforum
www.kakaoforum.de/

Oktoberfest

O´zapft is! Die Wiesn erfreuen das Biergemüt: Jeder fünfte Deutsche (22 Prozent) gibt an, schon mal auf dem Oktoberfest gewesen zu sein – und wo sonst kann man das Bier mehr zelebrieren? 85 Prozent der Deutschen sind schließlich Biertrinker (94 Prozent der Männer und 77 Prozent der Frauen), wie eine Umfrage von deals.com (http://www.deals.com), dem Portal für kostenlose Gutscheine und Rabatte, ergab.

Dabei ist Pils die große Liebe der Männerwelt (48 Prozent) und lässt Weizen, Weißbier & Co. hinter sich. Frauen mögen’s hingegen lieber gemischt: Die weiblichen Biertrinker genießen am liebsten Bier-Mischgetränke (38 Prozent). Mehr als jeder dritte Mann findet das nicht so prickelnd und meint, Mixgetränke sind kein richtiges Bier (38 Prozent).

Top 5 der beliebtesten Biergetränke der Deutschen:
1. Pils 34%
2. Bier-Mixgetränke 29%
3. Hefeweizen 6%
4. Helles / Weißbier 5%
5. Schwarzbier/ Dunkelbier 3%

Bierpreis trübt Wiesn-Gaudi: Ab 8 Euro kriegt die Mass bitteren Beigeschmack
So groß die Freude über das größte Volksfest der Welt auch ist: Die preisbewussten Deutschen sind im Schnitt bereit, knapp 8 Euro für eine Mass zu bezahlen. Jeder Euro darüber hinaus wird als zu teuer empfunden. Da der Preis letztes Jahr knapp unter 10 Euro und dieses Jahr vermutlich darüber liegen wird, könnten die Kosten zum Schunkel-Killer werden. Die Veranstalter wird es jedoch vermutlich wenig interessieren: Jeder fünfte Mann wäre schließlich bereit, auf dem Oktoberfest jeden Preis für Bier zu zahlen.
Dabei wissen Männer genau, was sie wollen – zumindest wenn es ums Bier geht: 63 Prozent der deutschen Herren haben eine Lieblingsbiermarke, der sie treu bleiben.

Flüssiges Gold für’n Euro aus dem Supermarkt – in einer Bar darf es das Dreifache kosten
Auch wenn das Oktoberfest der Bierhöhepunkt des Jahres ist, wollen die Deutschen ebenso in den übrigen Monaten natürlich nicht auf ihr liebstes Getränk verzichten. Aber dann darf es gerne günstiger sein: Der Biergenuss aus dem Supermarkt ist den Deutschen im Schnitt bis zu einen Euro pro halben Liter wert (1,04 Euro). Beim Kiosk um die Ecke darf das kühle Blonde aber ruhig schon mal 1,70 Euro kosten. An einem ausgelassenen Abend in der Stammkneipe, dem Lieblingsrestaurant oder auf der Tanzfläche wird nicht nur die Stimmung gelockert, sondern auch der Geldbeutel: Durchschnittlich 3,20 Euro pro Bier ist der deutsche Genießer dann bereit, maximal zu zahlen.

Schaf- und Ziegenkäse aus Deutschland

Die Saison für Schaf- und Ziegenkäse aus heimischer Erzeugung hat begonnen. Ob Frisch-, Schnitt- oder Weichkäse – die Vielfalt der Spezialitäten ist groß, erklärt die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Besonders bekannt ist der würzig-cremige Feta, der traditionell in der türkischen und griechischen Küche Verwendung findet. Der Salzlake-Käse vom Schaf schmeckt gewürfelt im Salat, im Auflauf, paniert und gebacken sowie als würzige Füllung für Paprika, Zucchini und Hacksteaks. Ganz einfach lässt sich ein cremiger Dipp herstellen: Schafskäse pürieren und mit Joghurt, mediterranen Gewürzen, gehackten Oliven, Nüssen oder getrockneten Tomaten mischen. Für einen Brotaufstrich gibt man mehr Schafskäse hinzu, damit die Konsistenz fester wird.

Im Sommer wird der weiße Käse gerne auf dem Grill zubereitet. Dazu kann man ihn in Olivenöl, Thymian, Rosmarin, Knoblauch, Zwiebeln und Chili marinieren und in Alufolie einwickeln. Der Käse ist fertig, wenn er eine weiche Konsistenz hat, aber noch seine Form behält.

Auch Ziegenkäse ist eine würzig-pikante Delikatesse, die sich ähnlich wie Feta zubereiten lässt. Der Geschmack ist zum Teil sehr intensiv und gewöhnungsbedürftig, sodass Einsteiger auf milde junge Sorten zurückgreifen sollten. Die Franzosen essen Ziegenkäse gerne warm im Salat oder in Kombination mit frischen Früchten, Datteln und Nüssen. Ziegenmilch ist ein wertvolles, gesundes und leicht verdauliches Nahrungsmittel. Im Nährwert gibt es kaum Unterschiede zur Kuhmilch. Sie ist reich an Vitaminen wie Vitamin A, Spurenelementen und den essentiellen Fettsäuren Linol- und Linolensäure. Die Milch der Schafe ist noch gehaltvoller als Kuh- oder Ziegenmilch. Der Fettgehalt liegt bei sieben Prozent, der Eiweißgehalt bei fünf bis sechs Prozent.

In Deutschland werden immer weniger Schafe und Ziegen gehalten. Einige Höfe haben sich jedoch auf die Käseproduktion spezialisiert und bieten Schaf- und Ziegenkäse aus heimischer Erzeugung an. Von November bis März brauchen Schaf und Ziege Kraft für das Austragen und Säugen des Nachwuchses. Erst danach kann die begehrte Milch wieder für die Käseherstellung verwendet werden. In diesem Jahr hat die Saison zeitig begonnen. Da die Wiesen durch die milde Witterung bereits frisches Grün hatten, kamen die Ziegen früher auf die Weide.
Heike Kreutz, www.aid.de

www.kaesestrasse-sh.de
www.was-wir-essen.de/abisz/kaese.php
aid-Heft „Käse“, Bestell-Nr. 1090, Preis: 3,50 Euro, www.aid-medienshop.de

Test Maroni: Oft ist der Wurm drinnen!

Test Maroni: Oft ist der Wurm drinnen!
Jeder zweite Standler gibt von sich aus gleich einige Extra-Stücke ins Stanitzel
Im Schnitt ist jede fünfte Maroni faul, wurmig oder eingetrocknet. Das zeigt ein aktueller AK Testeinkauf bei 40 Standlern in Wien. „Konsumenten müssen sicher sein, dass sie für ihr Geld einwandfreie Produkte bekommen“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Daher sollten die Anbieter immer ausreichend Extra-Stücke zum Ausgleich für mangelhafte Maroni ins Stanitzel geben.“ Beim Kauf von zehn Maroni müssten das angesichts der schlechten Qualität mindestens zwei Stück sein, empfiehlt die AK.
 
Wie steht’s um die Qualität der Maroni?
Bei den 40 untersuchten Ständen gab es folgende Beanstandungsquoten:
Anzahl der Stände       Beanstandungsquote*)
4                       kleiner als 10 %
6                       zwischen 10 und 15 %
9                       zwischen 15 und 20 %
11                      zwischen 20 und 30 %
8                       zwischen 30 und 40 %
2                       zwischen 40 und 50 %
*) bei durchschnittlich 35 gekauften Stücken je Stand plus dazu gegebene Extra-Stücke      
 
   „Die Qualität der Maroni ist nicht besonders zufriedenstellend“, resümiert Schöffl. Im Schnitt ist jede fünfte Maroni faul, wurmig, oder eingetrocknet. Aber: Immerhin haben die AK Tester bei jedem zweiten Standler gleich einige Extra-Stücke als Ausgleich dazu bekommen. Oder anders gesagt: Bei einem Stanitzel mit beispielsweise neun bezahlten Maroni sind demnach derzeit im Schnitt zwei Stück ungenießbar – im Einzelfall sogar vier.
Daher verlangt die AK:  Bei bekanntermaßen unzureichender Maroniqualität sollten alle Anbieter entsprechend mehr Maroni ins Stanitzel geben, so dass KonsumentInnen auch die bezahlte Anzahl an einwandfreien Maronistücken tatsächlich genießen können.
 
  Die Preise für die Maroni differieren ebenfalls stark. Rechnet man die Kleinpackungen (sechs bis acht Stück) um, kostet ein Stück 25 bis 33 Cent. Bei den Großpackungen (13 bis 17 Stück) müssen KonsumentInnen mit 21 bis 29 Cent für ein Stück rechnen.
 
   Zum Test: Die AK Tester haben von 11. bis 15. November bei 40 Anbietern in Wien Maroni eingekauft. Die Stände waren vor Einkaufszentren, in großen Einkaufsstraßen, vor U- oder S-Bahnen. Bei jedem Anbieter wurden zwei bis drei Stanitzel mit insgesamt 32 bis 39 Maroni gekauft.
 
   SERVICE: Den AK Test Maroni finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

Teures Kino

Städtereisen sind in Deutschland gefragt wie nie. Neben Museums- oder Theaterbesuchen gehören Kinobesuche mittlerweile zu den beliebtesten Urlaubsbeschäftigungen. Doch sollten Reisende vorher genau kalkulieren, ob der neueste Blockbuster überhaupt noch ins Budget passt. In einer umfassenden Studie überprüfte das Reisebuchungsportal ab-in-den-urlaub.de die Eintrittspreise von 448 Kinos in 115 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Fokus standen einerseits die Preise am besucherstarken Samstag, andererseits die günstigeren Kinotage.

Die Ergebnisse: Die Eintrittspreise sind in den letzten Jahren so sehr gestiegen, dass ein Besuch im Lichtspielhaus zum reinsten Luxus geworden ist. So kosten Kinotickets für zwei Personen in Deutschland samstags durchschnittlich 14,96 Euro. Am teuersten ist es hier für Pärchen oder zwei Freunde allerdings in Weimar mit 18,20 Euro, während in Chemnitz und Siegen weniger als 12 Euro fällig werden. In der Schweiz werden sogar bis zu durchschnittlich 30,01 Euro fällig. Hinzu kommen allerdings noch weitere Kosten für Popcorn und Co.

So ermittelten die Studienmacher stichprobenartig Preise für eine mittlere Portion Popcorn, eine Flasche Bier (Pils) und 0,5 l Cola. Diese Kombination kostet im Berliner und Saarbrückener „Cinestar“ satte 13,69 Euro (Popcorn: 5,60 Euro, Bier: 4,10 Euro, Cola: 3,99 Euro). Das Münchener „Cinemaxx“ verlangt dafür 12,10 Euro und sein Pendant in Hamburg sogar 12,90 Euro. Samt zwei Kinotickets sind Kinofans in Deutschland so locker 28 Euro und mehr los.

Richtig preisintensiv werden die Kinokarten im deutschen Städtevergleich in München, Darmstadt, Schwerin, Mannheim, Stuttgart und Potsdam mit Preisen von über 16,80 Euro pro Zwei-Personen-Eintritt. Im Vergleich zu diesen überraschten allerdings Städte wie Saarbrücken, Nürnberg, Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Erfurt und Leipzig mit Eintrittspreisen unter dem Durchschnitt. Selbst die Hauptstadt Berlin mit durchschnittlich 15,70 Euro pro Zwei-Personen-Kinoticketpreis und die Rheinmetropole Köln mit 15,82 Euro liegen noch im Mittelfeld.

Kinotage mit bis zu 43 Prozent Nachlass unter der Woche
Sparen können Cineasten dagegen an gesonderten Kinotagen mit Preisnachlass – im Schnitt 22 Prozent oder 3,30 Euro in deutschen Städten pro Zwei-Personen-Einlass. Drei Viertel aller Lichtspielhäuser bieten unter der Woche ein günstigeres Ticket für Erwachsene an. Den besten Preis gibt es in Witten mit nur acht Euro für das zweisame Kinoerlebnis (43 Prozent weniger als samstags). Diese Eintrittspreise verstehen sich allerdings ohne Zuschläge. Rechnet man Überlängen- oder 3D-Zulagen mit ein, ergeben sich ganz andere Sphären.

So kosten an deutschen Kinokassen 60 zusätzliche Filmminuten pro Person durchschnittlich 1,20 Euro. Ein 3D-Film schlägt dagegen mit im Schnitt 3,10 Euro zu Buche. Das macht in Weimar saftige 27,20 Euro für das zweisame „Ticket deluxe“. Der Trend in der Preisgestaltung der Kinobetreiber zeigt allerdings deutlich, dass solche Extras immer mehr zum Umsatztreiber in der Kinobranche werden.

Ebenso untersuchten die Studienmacher die Unterschiede zwischen Freien Kinos und Kettenkinos. Während die großen Lichtspielhäuser beim Cineasten-Duo samstags mit über 16 Euro zuschlagen, kostet der Eintritt bei Freien Kinos im Schnitt nur 13,88 Euro. Das umfangreichere Angebot liegt allerdings immer noch bei den großen Kettenbetrieben.

Kinopreise in Österreich und der Schweiz
Wer als Filmfan auch auf Reisen in einem der deutschsprachigen Nachbarländern nicht auf Kino verzichten möchte, sollte seine Urlaubskasse gut füllen. In Österreich werden mit im Schnitt 17,62 Euro pro Zweier-Ticket 18 Prozent mehr als in Deutschland verlangt. Zum puren Luxus wird das Kinoerlebnis für Deutsche und Österreicher dagegen in der Schweiz: 28,93 Euro kostet die Lichtspielhaus-Vorführung im Schnitt für zwei Personen.

Quelle: Ab in den Urlaub www.gourmet-report.de/goto/ab-in-den-urlaub