JoselitoLAB 2017 in Deutschland


JoselitoLAB: Drei-Sterne-Koch Joachim Wissler interpretiert Joselito in 21 einzigartigen Gerichten für das innovative Webprojekt 

Zur Präsentation des diesjährigen JoselitoLABs lud die spanische Schinken-Ikone Joselito in diesem Jahr ins Drei-Sterne-Restaurant Vendôme auf Schloss Bensberg, um eine Auswahl der insgesamt 21 von Joachim Wissler speziell für das Webprojekt entwickelten Kreationen vorzustellen. Der Spitzenkoch gesellt sich damit in die Reihe von Größen wie Ferran Adrià, Massimiliano Alajmo, Jonnie Boer und Seiji Yamamoto, die ebenfalls als Stellvertreter ihres Landes in den letzten Jahren gezeigt haben, wie variationsreich und individuell sich das Fleisch der berühmten iberischen Schweine von Joselito in der modernen Küche einsetzen lässt.

Joselito arbeitet mit dem CHROMA type 301 Schinkenmesser – Foto W. Faßbender

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Das Schinkenfest von Aracena (Spanien)

Wer die goldenen Oktobertage an der Costa de la Luz verbringt, nicht Vegetarier ist und dem Genuss von Schinken frönt, sollte es nicht verpassen, einen Abstecher in das kleine Städtchen Aracena in der Provinz Huelva zu unternehmen. Dort findet vom 14. bis 23. Oktober eine Schinkenmesse statt, die dem berühmtesten Produkt der Region, dem Jamón Iberico, huldigt. Der ruhmreiche Schinken aus Huelva ist typisch für das Gebirge Sierra de Aracena, wo seine Herstellung in kleinen Betrieben begann.

Die Herkunftsbezeichnung (D.O.) schützt die Vorder- und Hinterschinken, die von reinen iberischen Schweinen oder ihrer Kreuzung mit der Rasse Duroc Jersey stammen, wobei der Anteil des iberischen Schweins mindestens 75% betragen muss. Die Produktionsgegend erstreckt sich über Estremadura und einen Teil Andalusiens, doch der Reifungsprozess muss in der Gebirgsgegend der Sierra de Huelva stattfinden. Die Reifungszeit hängt vom Gewicht des jeweiligen Stücks ab, normalerweise liegt sie zwischen 16 und 18 Monaten; je nach Ernährungsart wird unterschieden zwischen dem ‚Ibérico de bellota‘ – dieser Schinken stammt von Schweinen, die ausschließlich mit Eicheln und Kräutern gefüttert wurden – dem ‚Ibérico de Recebo‘, bei dem neben den Eicheln auch bestimmte andere Futterarten zugelassen sind, und dem ‚Ibérico de Pienso‘, bei dem die Tiere nur mit gewöhnlichem Futter ernährt wurden.

Während der sogenannten „Schinken-Woche“ haben die Besucher natürlich nicht nur die Gelegenheit, den köstlichen Schinken zu probieren, sondern sie erwartet auch ein Wettbewerb der Schinkenschneider, ein Schlachtfest, ein Lotteriespiel, bei dem das Gewicht des Gewinners in Schinken aufgewogen wird sowie eine Tapas-Route, in deren Mittelpunkt im wahrsten Sinn des Wortes kleine „Schweinereien“ stehen.

Auf dem Festgelände an der Avenida Reina de los Ángeles, nur 250 Meter von der begehbaren Tropfsteinhöhle “Gruta de las Maravillas” entfernt, können sich die Besucher der Stände der verschiedenen Schinkenproduzenten auch an handgemachtem Käse, Süßigkeiten, Kastanien, Honig, Bauernbrot und Liköre laben. Und damit die Kehle nicht zu trocken wird, sollte ein Glas der köstlichen, einheimischen Weinsorte „Condado de Huelva” nicht fehlen.

www.turismosierradearacena.com

Die Hausschlachtung

Wurst, Schinken, Braten, Sülze selbst gemacht



Selbst gemacht schmeckt besser! Ob Schinken, Sülze, Blutwurst oder Schmalz – Outdoorprofi Carsten Bothe vermittelt alles Wissenswerte rund ums Schweinefleisch und führt fachkundig mit vielen Tips durch Abläufe und Variationen der Fleischverarbeitung. Die Ausstattung der Wurstküche, die Beschaffung des Fleisches, Entsorgung der Reste oder die Kalkulation – nichts wird ausgelassen. Mit diesem Buch ist es jedem talentierten Hobbykoch möglich, aus einer Schweinehälfte Wurst, Schinken oder Braten zu fertigen. 

Hausschlachten ist heutzutage nicht unbedingt das Füttern und anschließende Schlachten eines Schweins. Ein uriges Hausschlachtefest können Sie auch mit weniger Aufwand und einer Schweinehälfte aus dem Großmarkt zelebrieren. In einer ganz normalen Haushaltsküche. 

Klappentext:
Schinken oder Sülze, Mettwurst oder Speck, Leberwurst oder frische Bratwurst – selbstgemacht schmeckt es einfach besser! 


Carsten Bothe vermittelt von der Beurteilung der Fleischqualität über das richtige Zerlegen bis zur Handhabung der Geräte alles Wissenswerte rund um das Hausschlachten und leitet mit zahlreichen fachkundigen Kniffen und Hintergrundinformationen beim Wursten, Pökeln oder Einkochen an.
Ob Sie nur einige Pfund Bratwurst machen, einen Schinken räuchern oder sich an das Verwursten eines fünf-Zentner-Schweins wagen möchten, hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen – und noch mehr. 



Carsten Bothe: Die Hausschlachtung

Wurst, Schinken, Braten, Sülze selbst gemacht
Heel-Verlag, 208 Seiten, zahlreiche farbige Illustrationen,
Hardcover, 225 x 183 mm, ISBN 978-3-86852-685-1

Preis: 19,99 €

Schwarzwälder Kirschtorten Backkurs, Imker-Kurs und Speck-Seminar

Wandern mit Genuss

Der Herbst wird lecker auf Deutschlands Spitzenwanderwegen. Ob Kirschtorten backen, Speck probieren oder dem Imker über die Schulter schauen: Wanderer genießen auf den Top Trails of Germany nicht nur die farbenprächtige Natur, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten – meist selbst zubereitet und hundert Prozent regional.
Wer auf dem Westweg unterwegs ist, lernt beim singenden Wirt in Hintertodtmoos alles, was es über den Schwarzwälder Schinken und Speck zu wissen gibt; etwa, dass er in 800 Metern besonders gut reift oder wie man ihn richtig schneidet und lagert. Das Seminar mit dem „Speckpapst“ findet jeden Dienstag und Freitag um 13 Uhr im Mattenhof in Hintertodtmoos 
statt. Kosten pro Person
mit Vesperbrett und Brot 8,50 Euro (und ein Bauernschnaps gratis)
. Weitere Infos und Anmeldung: Mattenhof, Familie Kaiser, Tel. 07674-367.

Auch die zweite Spezialität der Region will gelernt sein: Beim Schwarzwälder Kirschtorten Backkurs im Café Zimmermann in Todtmoos erfahren Schleckermäuler die traditionelle Rezeptur des köstlichen Kuchens aus Biskuitteig, Sahne, Kirschen und geraspelte Schokolade Termine: 
ganzjährig im 14-tägigen Rhythmus, donnerstags 15 Uhr (nicht an Feiertagen). Kosten: ab 6,50 Euro
pro Person.
Weitere Infos und Anmeldung: Café Zimmermann, Familie Matt, Tel. 07674-90570.

Mehr Infos zu Wandertouren rund um die Seminar-Orte unter: www.westweg.info

Am Schluchtensteig und damit ebenfalls im Schwarzwald gelegen: Die Hausbrennerei und Imkerei in Holzschlag (3. Etappe am Schluchtensteig). Die Imkerei von Sebastian Herb ist eine Wanderimkerei, so dass die Bienen immer die besten Blüten bekommen – allesamt aus Baden Württemberg. Sogar einen drei Kilometer langen Bienenlehrpfad „Via Apis – Welt der Biene“ gibt es in Holzschlag. In der örtlichen Brennerei wird dann der legendäre Honigschnaps gebrannt. Von Mai bis Oktober findet jeden Donnerstag um 16 Uhr eine kommentierte Schaubrennerei mit Verköstigung statt. Mehr zu den Touren rund um den Honig-Ort unter: www.schluchtensteig.de

Im Urlaub ausgefallen, gut und günstig essen

Kulinarischer Genuss muss kein Vermögen kosten

Im Gegensatz zu anderen Europäern geben die Bundesbürger für Essen deutlich weniger Geld aus: nur knapp 15 Prozent ihres Einkommens, so die EZB. Rund doppelt so viel geben beispielsweise Portugiesen und Griechen, aber auch Slowenen für Essen aus. Die Bundesbürger geben nicht nur relativ wenig Geld für Essen aus, sondern essen in der Mittagspause am liebsten fettig und fleischhaltig. Das beliebteste Kantinenessen ist Currywurst, gefolgt von gebackenem Seelachsfilet mit Kräutersoße und Kartoffeln.

Im Urlaub darf es dann – und das ist aus Sicht von Ernährungsexperten durchaus begrüßenswert – bei den meisten etwas ausgefallener, gesünder und qualitativ besser sein. Doch wenn Familien laut FUR-Studie für den gesamten Urlaub insgesamt pro Kopf weniger als 1.000 Euro ausgeben, darf ein einzelnes Mittag- oder Abendessen natürlich nicht 50 Euro pro Person kosten. Doch wo können Urlauber in Deutschland sehr gut ausgefallen essen, ohne dass es gleich das Reisebudget sprengt? Hier sechs Beispiele:

Im Café des Emsland Moormuseums in Groß Hesepe kostet die Bratwurst vom Bentheimer Schwein nur 2,60 Euro. Für die Siedler, die nach dem Ersten Weltkrieg die Region in der deutsch-niederländischen Region urbar gemacht haben, war Fleisch der vom Aussterben bedrohten Haustierrasse ein Sonntagsfestessen. Häufiger kamen Buchweizenpfannkuchen auf den Tisch. Den können Gäste im Moormuseum- Café für 8,00 Euro ebenfalls probieren. www.moormuseum.de/museumscafe

Pumpernickel-Torte aus Roggen, der in der 200 Jahre alten Mühle direkt über den Köpfen der Gäste gemahlen wird, gibt es in Enkings Mühle in Emsbüren für 2,40 Euro. Das gesunde Pumpernickelbrot ohne jegliche Zusatzstoffe wird 24 Stunden lang bei niedriger Temperatur gebacken (500 Gramm für 1,50 Euro) und ist so begehrt, dass es an Kunden in ganz Deutschland per Post verschickt wird. www.enking.de

Der Slow Food-Bewegung hat sich der Landgasthof Backers in Twist verschrieben. Hier erhalten Kinder statt Hamburger mit Pommes beispielsweis gebuttertes Vollkornbrot mit Nordseekrabben und Wachtelspiegelei für 9,90 Euro und Erwachsene können Rindertartar mit Jakobsmuschel, Krabben-Apfelsalat und Rote Bete für 15,90 Euro probieren. www.gasthof-backers.de

Wer statt abgepacktem Scheibenkäse aus dem Supermarkt ausgefallene Käsesorten aus ganz Europa probieren möchte, ist bei „Feiner Käse Hemmen“ in Haren an der richtigen Adresse. Die Tester von „Feinschmecker“ sowie „Essen und Trinken“ sind von Auswahl und Qualität seit Jahren begeistert. Hier finden Urlauber alles für ein Gourmet-Picknick in den ausgedehnten Moorgebieten in der Region, beispielsweise hausgemachten Cranberry & Schnittlauch-Frischkäse für 3,20 Euro oder Trüffelbrie für 6,43 Euro. www.feiner-kaese.de

Zu gutem Käse passt natürlich auch exzellenter Schinken. In Werpeloh, zwischen Meppen und Papenburg, reift der Schinken bei hoher Luftfeuchtigkeit über mehrere Monate. Durch das Räuchern mit Buchen- und Eichenholzspäne bekommt er einen herzhaften Geschmack. Ein Kilo Schinken am Stück kostet 17,90 Euro. www.schinkenhof-nieters.de

Zum Edel-Picknick mit Schinken und Käse passt ein besonderer Korn. Rosche in Haselünne brennt den seit 1792 und baut den Weizen sogar selbst an, so dass nur eigene Zutaten für den Korn verwendet werden. Daraus entsteht dann beispielsweise der Lingener 38 Gold für 15,49 Euro. www.rosche.de

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund 1.000.000 Urlauber verzeichnet die Emsland Touristik jährlich, die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.

Gesundes Frühstück

Das Frühstück gilt aus Sicht von Ernährungsexperten als die wichtigste Mahlzeit des Tages. Was gehört am Morgen außer Brötchen mit Marmelade oder Honig sowie Kaffee oder Tee auf den Tisch? Das Magazin Reader’s Digest geht in seiner März-Ausgabe diesen Fragen nach und zeigt an Beispielen aus insgesamt 15 Ländern auf, wie gesund weltweit gefrühstückt wird. Grundsätzlich sollte ein gutes Frühstück Vollkorn- und fettarme Milchprodukte sowie Obst und Gemüse enthalten.

„Frühstücken ist wichtig, weil die Nährstoffspeicher nach der Nachtruhe aufgefüllt werden müssen. Der Körper braucht Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien“, sagt Claudia Thienel, Diplom-Ökotrophologin aus Berlin, in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest. Je nach Kulturkreis wird dieser Anspruch freilich nicht immer erfüllt. So wertet Thienel die Tatsache, dass US-Amerikaner ihre Cornflakes oft zusätzlich zuckern, als wenig sinnvoll. Der Zucker liefert nur Kalorien ohne weitere Nährwerte. Auch der Umstand, dass viele Amerikaner mehrere Spiegeleier, gebratenen Speck und Bratkartoffeln zum Frühstück essen, sei grenzwertig, weil die Ernährung damit zu fetthaltig ist. Empfehlenswert sei da schon eher – wie in Brasilien üblich – der Verzehr von gekochtem Schinken, weil es sich dabei um eine fettarme Eiweißquelle handelt.

In vielen Ländern wie in Frankreich gehören neben Kaffee oder Tee auch das Glas Orangensaft am Morgen dazu. Es entspricht einer Obstportion, von denen der Mensch nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Tag zwei Portionen a 250 Gramm zu sich nehmen sollte. Während sich die Frühstücksvarianten in europäischen Ländern oftmals ähneln, variieren sie in Asien deutlicher. So werden in Indien häufig Reisteigpfannenkuchen serviert, die in ein Curry aus Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln, grünen Chilli und Kokosmilch getaucht werden. Aus Sicht von Thienel eine gute Variante, weil das Gemüse wichtige Vitamine sowie Mineral- und Ballaststoffe liefert. Wer Fleisch zum Frühstück möchte, sollte wie in Indonesien auf mageres Hähnchen setzen. Ebenfalls empfehlenswert: etwas Fisch am Morgen – wie in Singapur gern serviert –, weil damit der Jodbedarf gedeckt wird. Hingegen sollte man maximal drei Eier pro Woche essen.

Als „Sieger“ des Vergleichs könnte man das Frühstück in Finnland bezeichnen. Roggen- und Haferbrot belegt mit Käse, Schinken, Gurke und Tomate sind dort ein Muss, genauso wie ein Müsli oder Haferbrei mit Blau- oder Preiselbeeren. Ein Lob zollt Expertin Thienel auch einer Variante, die in Russland gern gefrühstückt wird: Dort gibt es in vielen Haushalten eine Schüssel Hafer- und Hirsebrei. Das sei nicht nur eisenreich, sondern liefere mit Milch zubereitet obendrein das für den Körper wichtige Kalzium.

Die März-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist bereits an zentralen Kiosken erhältlich.

Pizza-Konsum der Deutschen

Der Pizzabringedienst Joey’s veröffentlicht Infomationen zum Pizza-Konsum seiner Kunden

Salami Supreme, Margherita und Waikiki mit Schinken und Ananas – das sind die beliebtesten Pizza-Sorten der Deutschen. Wer schon immer wissen wollte, welche die Lieblingspizza der Hauptstädter ist oder warum in den deutschen Pizza-Küchen so viel Knoblauch verbraucht wird, der findet hier die Antworten.

Die Geschmäcker der Bayern und Mecklenburger gehen auseinander: Während die Süddeutschen es klassisch lieben und Salami Supreme bevorzugen, mögen die Nordlichter ausgefallene Pizza-Kreationen wie die vom Hot Dog inspirierte Pizza Crazy Dog. Bei der passenden Tageszeit für Pizza-Genuss sind sich die Bundesbürger aber einig: Zwischen 19 und 20 Uhr gehen die meisten Bestellungen ein. Wer’s individuell mag, der bestellt eine extra Zutat auf seine Lieblingspizza. Hoch im Kurs stehen bei den Deutschen Knoblauch in Öl, gefolgt von Pizza Chilis und einer Extraportion Salami.

Alle Wege führen zu Pizza: Die meisten Deutschen ordern ihr Lieblingsgericht noch immer telefonisch. Online-Bestellungen, ob bequem auf dem Heimweg im Bus oder beim Fernsehen direkt vom Sofa, sind aber auf dem Vormarsch. Bei Joey’s gehen heute bereits über 40 Prozent der Bestellungen online ein – Tendenz steigend.

Die 500 besten Metzger Deutschlands

DER FEINSCHMECKER zeichnet die 500 besten Metzger Deutschlands aus

Exzellentes Fleisch und gut gemachte Wurst ist ein Mega-Thema, es gibt wenig Lebensmittel, zu denen die Redaktion von DER FEINSCHMECKER so viele Anfragen erhält. Auch in der gehobenen Küche findet man kaum eine Speisenkarte ohne Fleisch, allen veganen und vegetarischen Trends zum Trotz.
Redakteure und Mitarbeiter von DER FEINSCHMECKER machten sich deshalb wieder auf die Suche nach den besten Metzgern der Republik. Viele Monate lang recherchierten sie zwischen Flensburg und dem Bodensee an Deutschlands Wursttheken, machten Testkäufe, ließen sich beraten und probierten kiloweise Wurst und Schinken. Parallel testete die Redaktion mit einer Experten-Jury in einer Blindverkostung Hausmacher Leberwürste, die die teilnehmenden Metzger einschickten.
Das Ergebnis ist die Broschüre mit Deutschlands besten Metzger-Adressen, die der Dezember-Ausgabe von DER FEINSCHMECKER beiliegt und mittlerweile zum siebten Mal erscheint. Sie enthält Kurzbeschreibungen der 500 aufgenommenen Betriebe sowie eine informative Warenkunde zu Wurst und Fleisch. Außerdem hat die Redaktion 16 Landessieger ausgezeichnet – das sind Deutschlands Premiumbetriebe:
Baden-Württemberg
Bioland-Demeter Metzgerei Grießhaber, Mössingen
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Bayern Metzgerei Moser,
Landsberg am Lech
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Berlin
Fleischerei Jens-Uwe Bünger
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Brandenburg
Spreewaldfleischerei Koreng, Lübbenau
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Bremen
Fleischerei Karl Safft
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Hamburg
Durst&Günther Genuss Factory
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Hessen
Metzgerei Krug, Darmstadt
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Mecklenburg-Vorpommern
Die Rügener Landschlachterei, Parchtitz (Rügen)
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Niedersachsen
Fleischerei Hollmann, Scheeßel
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Nordrhein-Westfalen
Fleischerei Jakob, Mülheim an der Ruhr
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Rheinland-Pfalz
Metzgerei David, Worms
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Saarland
Metzgerei Hachenthal, Völklingen
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Sachsen
Fleischerfachgeschäft Popella, Aue
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Sachsen-Anhalt
Stadtmetzgerei Barner, Halle (Saale)
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Schleswig-Holstein
Fleischerei Holst, Rieseby
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Thüringen
Fleischerei Siebert, Kallmerode

Die Dezember-Ausgabe von DER FEINSCHMECKER ist ab Mittwoch, den 12. November im Handel oder online (www.der-feinschmecker-shop.de) erhältlich und kostet 9,95 Euro.

Speckfest in Südtirol

Jeder, der schon einmal dort war, schwärmt zu Recht von der „Bilderbuch-Landschaft“ des Villnösser Tals – ein Stück unberührte Natur, umgeben von den Dolomiten mit ihren markanten, mächtigen Bergspitzen. Das alleine ist eigentlich immer schon eine Reise wert, erst recht aber am 4. und 5. Oktober. Dann findet im Dorf St. Magdalena in Villnöss, direkt am Fuße der Geislergruppe das traditionelle Südtiroler Speckfest zum 12. Mal statt. Eine tolle Gelegenheit, um Südtiroler Speck und atemberaubende Blicke auf die Südtiroler Landschaft zu genießen.

Das gilt ganz besonders in diesem Jahr, denn der diesjährige Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist ein Freitag – womit sich ein „langes Wochenende“ ergibt. Und das kann man ideal für einen Kurztrip nach Südtirol, natürlich rund um das Speckfest, nutzen. Südtiroler Speck steht dort natürlich im Mittelpunkt: von der Speckverkostung, über die Specklotterie bis hin zur Krönung der Speckkönigin. Ein Highlight ist jedes Jahr die Kreation von Hans Mantinger, dem Meister des Speck-Aufschneidens. Passende musikalische Untermalung und ein Bauernmarkt mit weiteren regionaltypischen Spezialitäten machen das Erlebnis perfekt.

Das passende Brot zum Speck und weiteren Genuss verspricht der Brot- und Strudelmarkt in Brixen, der am selben Wochenende stattfindet und schon am Freitag beginnt. Auf dem Brixner Domplatz können Brotfans nahezu alle erdenklichen Arten an Südtiroler Brot kosten sowie diverse Strudel und andere süße Gebäckspezialitäten von 21 Bäckereien und Konditoreien aus der Region genießen. Um unbeschwert beide Veranstaltungen zu besuchen, wird es einen Shuttledienst zwischen beiden Orten geben. Daneben bleibt natürlich auch noch Zeit, die atemberaubende Landschaft des Eisacktals beim Wandern, Bergsteigen oder auch bei Radtouren zu erkunden. Oder man genießt auf abgelegenen Hochalmen und Plätzen die Ruhe und die beeindruckende Aussicht – natürlich mit einer kleinen Marende mit Südtiroler Speck und passendem Brot. Weitere Informationen finden Sie auf www.speckfest.it

Südtiroler Speck
Der Südtiroler Speck, der im eigentlichen Sinne ein Schinken ist, verdankt seinen charakteristischen Geschmack vor allem der speziellen geografischen Lage Südtirols. Nur in den Bergen und Tälern der Alpensüdseite, wo die Natur für ein ganz spezielles Klima mit viel Sonne und sauberer Luft sorgt, kann der typische Südtiroler Speck entstehen. Hier trifft alpin auf mediterran und der Südtiroler Speck kombiniert das Beste aus beiden Welten: Wie im Norden wird der Schinken geräuchert, wie im Süden an der Luft getrocknet. Dabei folgt man dem Grundsatz „wenig Salz, wenig Rauch und viel Luft“ und verwendet nur bestes mageres Schweinefleisch. Dies macht ihn so fein-würzig und mild zugleich.

Das Südtiroler Speck Consortium vertritt die Interessen der Südtiroler Speckhersteller seit 1992, zu seinen Aufgaben gehören die Qualitätspolitik und der Schutz der Marke. Mit dem Gütesiegel „Südtiroler Speck g.g.A (geschützte geografische Angabe)“ darf nur jener Speck ausgezeichnet werden, welcher nach traditionellen Verfahren in Südtirol hergestellt wird. Nur wenn alle Qualitätskriterien erfüllt sind, wird das Südtirol-Zeichen in die Schwarte eingebrannt. Weitere Informationen finden Sie unter www.speck.it

Schwarzwälder Schinken

Beliebtester Schinken Deutschlands

Schwarzwälder Schinken ist der meistverkaufte Rohschinken in Deutschland und der beliebteste geräucherte Rohschinken weltweit. Für das Jahr 2013 verzeichnet der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller ein mengenmäßiges Plus von rund drei Prozent. Bei einem stabilen Inlandsmarkt resultiert die Absatzsteigerung durch Zuwächse im Export. In den Distributionskanälen zeichnete sich keine wesentliche Veränderung ab. Der klassische Lebensmitteleinzelhandel (LEH), einschließlich der Discounter, ist die wichtigste Vertriebsschiene für diese regionale Spezialität, gefolgt von Fachhandel und Gastronomie. Rund 55 Prozent entfallen im LEH auf SB-Verpackungen, 45 Prozent auf die Bedientheke.

Der Schutzverband vertritt die Interessen von 14 Mitgliedsbetrieben sowie drei Innungen; 90 Prozent davon sind inhabergeführte Familienbetriebe. Der Verband stellt verstärkt die Qualität in den Vordergrund. In diesem Zusammenhang spricht der Vorstandsvorsitzende Hans Schnekenburger auch die immer wieder in Medien falsch dargestellte vermeintliche Verbrauchertäuschung an, weil die Schweine, sprich die Rohware, nicht aus dem Schwarzwald kommen. Tatsache ist zwar, dass rund 15 Prozent der Schweine aus dem Schwarzwald stammen, etwa 80 Prozent aus Deutschland und der Rest aus dem europäischen Ausland. Wahr ist aber auch, dass Schwarzwälder Schinken seit 1997 zu den europäischen Premiumschinken mit EU-Herkunftsschutz gehört. Die gesetzlichen Vorgaben für das g.g.A.-Siegel (geschützte geografische Angabe) sind in der EU-Richtlinie 510/2006 festgeschrieben:
Es dürfen nur Schweine verarbeitet werden, die in Bezug auf Haltung, Rasse, der Fütterung, Typ und dem Alter den Vorgaben entsprechen und Spitzenqualität haben.
Eine 50-tägige Trockenpökelung bei 5 Grad Celsius.
Mindestens eine Woche Räucherung über heimischen Nadelhölzern bei 20 bis 30 Grad Celsius.
Ein Mehrwöchiger Reifungsprozess.

Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich im Schwarzwald.
Das entscheidende für das Siegel ist also, dass die Verarbeitung im Schwarzwald erfolgen muss, um die geschützte geografische Angabe zu rechtfertigen und nicht die Herkunft der Rohware.

Der knochenlose Schinken (mit oder ohne Oberschale) hat ein kräftig rotes Fleisch mit deutlichem Speckanteil (circa 1/5) und das typische Raucharoma. Zuschnitt, Würzen, Pökeln, Räuchern und Reifen vollziehen sich in den Schwarzwälder Schinkenmanufakturen – gleich ob in der handwerklichen Metzgerei oder im Großbetrieb – nach einem exakt definierten und festgeschriebenen traditionellen Procedere.

Unterschiede gibt es allerdings bei den Gewürzmischungen zum Pökeln:
Jeder Hersteller schwört auf seine eigene Rezeptur, mit der er seinem Produkt eine individuelle Note verleiht. Doch es gibt einige Gewürz-Gemeinsamkeiten. Neben Pökelsalz gehören vor allem Pfeffer, Koriander, Knoblauch und Wacholderbeeren dazu. Was das Pökelsalz angeht: Der Schinken wird heute weit milder gesalzen als noch vor Jahren.

Schwarzwälder Schinken bleibt bei richtiger Lagerung über Monate hinweg haltbar. Ganze Schinken oder größere Stücke sollten hängend in einem kühlen und trockenen Raum aufbewahrt werden; am besten in einem Leinenbeutel. Die Schnittfläche des angeschnittenen Schinkens umschließt man am besten mit Pergamentpapier.
Rüdiger Lobitz, www.aid.de

Weitere Informationen: aid-Heft „Schinken“, Bestell-Nr. 1543, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de