Saale-Unstrut lockt mit Winzerfesten

Kaiser Otto III. wäre sicher stolz, wenn er wüsste, welche Folgen seine Großzügigkeit hatte: 998 schenkte er dem Kloster Memleben Weinberge und setzte damit den Grundstein für die Entfaltung des Weinbaus in Saale Unstrut. Heute sind die bis zu eintausend Jahre alten Hang- und Steillagen mit ihren urigen Trockenmauern und Weinberghäuschen prägend für die Region. „Toskana des Nordens“ taufte der Jugendstil-Künstler Max Klinger die liebliche Landschaft rund um Naumburg. Von ihrer schönsten Seite zeigt sie sich im Herbst. Denn dann ist Weinlese – und die Zeit fröhlicher Winzerfeste.

Was die Benediktinermönche des Klosters Memleben im Kleinen begannen, entwickelten die Zisterzienser des Klosters Pforta in Bad Kösen ab 1138 im großen Stil weiter. Aus Landschaften wurden Lagen. So mauserte sich Saale-Unstrut zum heutigen Qualitätsweinanbaugebiet, und zwar dem nördlichsten in Deutschland. Kenner schätzen die Weine für ihr unverwechselbares Profil mit feingliedrigem Bukett und zarten mineralischen Nuancen. Angebaut werden hauptsächlich helle Rebsorten wie Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Riesling, Silvaner. Zu den Raritäten gehören Gutedel und der rote André, der nur in Saale-Unstrut wächst.

– Kleine Region – große Vielfalt –
Dem Weinliebhaber erschließt sich die Aromenvielfalt der mit etwa 770 Hektar vergleichsweise kleinen Weinregion auf Wander- und Radwegen, die von Weinberg zu Weinberg führen. Neben dem Landesweingut Kloster Pforta finden Genießer über 50 Privatweingüter, rund 450 Produzenten der Winzervereinigung Freyburg und die Rotkäppchen Sektkellerei am Wegesrand. Jetzt, im Herbst, kann man den ansässigen Winzern bei der Weinlese zusehen. Und wenn ein Sträußchen am Haus hängt, laden sie Besucher zur Einkehr in die Straußwirtschaft.

Saison haben jetzt auch die heiteren Winzerfeste in der Region. Geschmückte Höfe bieten eine heimelige Kulisse dafür. Trestertreten, Weinbergs- und Kellerführungen, Fassrollen und handgemachte Musik unterhalten zwischen dem weinseligen Treiben. Und überall verlocken der Duft von frischem Zwiebelkuchen und der fruchtig-süße Geschmack des ersten Federweißers.

Die nächsten Feste finden am 26. September (Weingut Triebe in Würchwitz, Thüringer Weingut Bad Sulza), 3. Oktober (Weingut Born und Weingut Hoffmann in Höhnstedt), 31. Oktober (Weingut Pawis in Zscheiplitz) und 7. November (Winzervereinigung Freyburg und Weingut Grober Feetz in Freyburg) statt.

Weitere Termine sowie passende Reiseangebote hält der Tourismusverband Saale-Unstrut-Tourismus auf seiner Website bereit: www.saale-unstrut-tourismus.de . Und Informationen zur Weinbauregion gibt der Weinbauverband Saale-Unstrut unter www.weinregion-saale-unstrut.de

Saale-Unstrut lädt zum großen Wein-Event

Durch Weinberge flanieren, in urige Keller steigen, verkosten, philosophieren, schlemmen und tanzen: Am 1. und 2. August laden die Winzer in Saale-Unstrut wieder zu den „Tagen der offenen Weinkeller und Weinberge“. Alljährlich finden sich dabei Tausende in dem berühmten Qualitätsweinanbaugebiet mit seinem bedeutenden Kulturerbe rund um Naumburg und Freyburg zusammen, um das süße Leben zwischen Steilterrassen, Natursteinmauern und Weinberghäuschen zu feiern.

– Weinkultur und Winzertanz –
Über 50 Privatweingüter sowie die Winzervereinigung Freyburg, das Landesweingut Kloster Pforta und die Rotkäppchen Sektkellerei öffnen ihre Türen und laden zur Verkostung. Geführte Wanderungen durch die Weinberge stehen ebenso auf dem Programm wie vom Wein inspirierte Malerei und Poesie. In Straußwirtschaften gibt es hausgemachte Obst- und Flammkuchen. Und in geschmückten Höfen wird zum Winzertanz aufgespielt. Mit der für das Festwochenende eingerichteten Weinbuslinie sowie der Burgenlandbahn sind Gäste entlang der Weinstraßen Saale-Unstrut, Weiße Elster und Mansfelder Seen zwischen den Veranstaltungsorten mobil.

– Buttenlauf bergauf –
Mit Spannung wird der traditionelle Buttenlauf im Weinörtchen Dorndorf erwartet. Butte heißen die Rückentragen, die Weinbauern zur Traubenernte nutzen. Zum Wettkampf werden diese Gefäße mit Wasser gefüllt. Damit laufen die Kontrahenten – darunter viele einheimische Winzer – durch einen steilen Parcours vom Unter- ins Oberdorf. Es geht darum, schnell zu sein und trotzdem nicht zu viel zu verschütten. Vor allem jedoch geht es um den Spaß. Ein Becher Wein unterwegs gehört dazu. Start des beliebten Spektakels ist am Samstag um 14 Uhr.

– Lichterzauber am Abendhimmel –
Und am Samstagabend ab 18 Uhr verzaubert die Lichternacht im Herzoglichen Weinberg bei Freyburg. Zwischen stimmungsvoll illuminierten Steilterrassen und Weinberghäuschen gibt es Musik, Wein und sommerliche Cocktails. Höhepunkt ist das Feuerwerk am Abendhimmel.

– Prämierung der Spitzenweine –
Am Vorabend des Wochenendes erwartet Weinfreunde noch ein weiterer Höhepunkt. Der Weinbauverband Saale-Unstrut gibt die Sieger der Gebietsweinprämierung Saale-Unstrut 2015 bekannt. 19 goldene, 81 silberne und 62 bronzene Medaillen vergibt die siebenköpfige Fachjury mit Vertretern aus Weinbau, Gastronomie und Gesundheitswesen in diesem Jahr an die Winzer der Region. Bewertet wurden die Rebensäfte nach Klarheit, Geruch, Geschmack und Harmonie. Zur Festveranstaltung am Freitagabend im Ratskellersaal von Naumburg können Interessierte die frisch gekürten Spitzenweine verkosten.

Informationen zu Saale-Unstrut sowie zum Programm der „Tage der offenen Weinkeller und Weinberge“ liefert die Website www.saale-unstrut-tourismus.de

Meidjie Ang

Max Rubner-Preis geht an Gießener Nachwuchswissenschaftlerin

Meidjie Ang ist die Preisträgerin des Max Rubner-Preises 2015 der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Die
vierunddreißigjährige Diplom-Ökotrophologin nahm die mit 5 000 Euro
dotierte Auszeichnung auf dem 52. Wissenschaftlichen Kongress in Halle an
der Saale von Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Vize-Präsidentin der DGE,
entgegen.

Ang untersuchte in einer randomisierten doppelblinden Studie mit Cross-over
Design die metabolische Response von Isomaltulose im Vergleich zu
Saccharose bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2. Die im American
Journal of Clinical Nutrition publizierte Originalarbeit “Comparison of
the effects of slowly and rapidly absorbed carbohydrates on postprandial
glucose metabolism in type 2 diabetes mellitus patients: a randomized
trial” fand bei der Jury die breiteste Zustimmung.

„Langsam absorbierte Kohlenhydrate bewirken einen verzögerten Anstieg
des Blutglucose- und Insulinspiegels und sind daher für die Verbesserung
der glykämischen Kontrolle von großer Bedeutung. Die Arbeit von Frau Ang
konnte unter Verwendung der Doppelisotopentechnik zeigen, wie wichtig die
jeweilige Kohlenhydratart zur Blutglucosekontrolle und in der
Ernährungstherapie von Typ-2-Diabetikern ist“, betonte Arens-Azevêdo in
ihrer Laudatio.

Insgesamt wurde nach 4-stündigem Konsum von Isomaltulose weniger Glucose
in den Blutkreislauf abgegeben als nach der Bolusgabe von Saccharose. Nach
der Aufnahme von Isomaltulose verlängerte sich die Absorptionszeit
signifikant. Dabei wurde das Inkretinhormon GLP-1 in größerer Menge
ausgeschüttet, was zur Verringerung der Glukagonsekretion und damit zur
Verbesserung im Insulin/Glukagon-Verhältnis führte. Dadurch wurde die
Insulinwirkung erhöht und gleichzeitig kam es zu einer Hemmung der
endogenen Glucoseproduktion und erhöhten Glucoseaufnahme in der Leber.

Meidjie Ang studierte Ökotrophologie in Bonn und ist seit 2008 Doktorandin
an der Medizinischen Klinik und Poliklinik 3 in Gießen. Unter der Leitung
von Prof. Dr. Thomas Linn beschäftigt sich die aus Indonesien stammende
junge Wissenschaftlerin mit der Wirkung von langsam absorbierenden
Kohlenhydraten auf Diabetes mellitus Typ 2.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. und die Deutsche
Gesellschaft für Innere Medizin würdigen die wegweisende Arbeit von Frau
Ang mit der Verleihung des Max Rubner-Preises 2015. Der Preis wird seit
1979 für hervorragende wissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit
Fragen der Ernährungstherapie oder der Prävention ernährungsmitbedingter
Krankheiten beschäftigen, vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 5 000 Euro
stellt die Stiftung zur Förderung der DGE zur Verfügung.

Veranstaltungsreihe "Bad Kissingener Genuss-Welten 2012"

Feuerwehr-Büfett und kulinarische Baumwanderung

Haute Cuisine beim Sternekoch, Büfett im Feuerwehrhaus oder fränkische Rast auf einer idyllischen Waldlichtung: Bei den „Bad Kissinger Genuss-Welten 2012“ wird das Essen zum Event. Die ganzjährige Veranstaltungsreihe vereint an mehr als 30 Terminen Kulinarik, Kultur und Natur. Von Baumwanderungen über kulinarische Gesänge zu einer appetitanregenden Stadtführung ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein Höhepunkt ist die „Genussreise durch das Saaletal“. Hier wechseln die Gäste zu jedem Gang des fünfteiligen Menüs den Ort und lernen somit gleich mehrere Restaurants entlang der Fränkischen Saale kennen – die jeweilige Spezialität des Hauses inklusive.

Ausgewählte Beispiele der „Bad Kissinger Genuss-Welten 2012“:

„Genussreise durch das Saaletal“: Für nur 99 Euro lernen die Gäste an einem Abend gleich fünf der beliebtesten Restaurants entlang der Fränkischen Saale kennen, darunter das Weingut Baldauf in Ramsthal, das Hotel Ullrich in Elfershausen und Schuberts Wein und Wirtschaft in Bad Kissingen. Im Preis enthalten sind die fünf Gänge inklusive Weine sowie der Bustransfer. Ein erster Termin im Mai ist bereits ausgebucht, eine weitere „Genussreise“ findet statt am 6. Oktober 2012.

„Natur-Genuss mit Baumwanderung“: Der Bad Kissinger Stadtförster Alexander Maunz gibt am 16. Juni 2012 Einblicke in die Welt der „Baummethusalems“: Eine Wanderung auf dem „Pfad der Baumgiganten“ führt zu einer idyllischen Lichtung, auf der ein fränkisches Büfett wartet. Danach geht es weiter zum Restaurant Klaushof zur gemütlichen Kaffeerunde. Im Preis von 39 Euro sind die geführte Wanderung, das Büfett, Getränke sowie Kaffee und Kuchen enthalten.

„Hermann Laudensacks kulinarische Stadtführung“: Hermann Laudensacks Parkhotel und Beauty Spa gehört mit seinem Sternerestaurant zu den ersten Adressen in Bad Kissingen. Am 28. September 2012 führt der Hotelier persönlich durch die Stadt. Der Rundgang kostet 69 Euro inklusive Getränken, einer Vorspeise in Laudensacks Parkhotel, einer fränkischen Einkehr auf dem historischen Feuertürmle sowie dem Dessert, das in Laudensacks Parkhotel den Abend abschließt.

„Gourmet mit Blaulicht“: Am 4. Mai 2012 wartet nach einer Führung durch die Feuerwache ein reichhaltiges Büffet im Feuerwehrhaus, zubereitet vom Team des Bayerischen Hofes in Bad Kissingen. Im Preis von 42 Euro sind auch Getränke enthalten.

„Scheffels kulinarische Gesänge“: Die Lieder von Joseph Victor von Scheffel mit ihren kulturgeschichtlichen Anspielungen stehen am 23. November 2012 im Mittelpunkt des kulinarischen Abends. Prof. Dr. Guido Fuchs stellt die Gesänge des Frankenlied-Dichters bei einem Abendessen im Bad Kissinger Museum Obere Saline vor. Für 33 Euro gibt es einen Begrüßungssekt, fränkischen Rot- und Weißwein sowie zwei herbstliche Suppen.

Details zu den „Bad Kissinger Genuss-Welten 2012“ gibt es unter www.genuss-welten.de , weitere Informationen zu Deutschlands bekanntestem Kurort Bad Kissingen unter www.badkissingen.de

Annika Strebel ist die 63. Deutsche Weinkönigin

Die neue Weinkönigin war einfach überwältigt. „Ich kann es gar nicht glauben“, sagte Annika Strebel. Die 23 Jahre alte Weinbaustudentin aus dem kleinen Ort Wintersheim in Rheinhessen ist die 63. Deutsche Weinkönigin. Damit kommt nach 1999 erstmals wieder eine Deutsche Weinkönigin aus dem größten deutschen Weinanbaugebiet.

Eine 80-köfpige Jury aus Politik, Medien und Weinwirtschaft wählte die junge Rheinhessin am Freitagabend in Neustadt an der Weinstraße zur höchsten Repräsentantin des Deutschen Weins. Ramona Sturm von der Mosel und Elisabeth Born aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut werden Annika Strebel als Deutsche Weinprinzessinnen unterstützen.

„Das ist ein großer Tag für den rheinland-pfälzischen Wein“, sagte Annika Strebel nach ihrer Wahl. Die 23-Jährige wusste schon als kleines Kind, dass sie Winzerin werden wollte. Zurzeit studiert sie Weinbau an der renommierten Fachhochschule Geisenheim. Als Genussmensch sammelt sie gerne Wildkräuter für die Küche oder baut ihre eigenen Kürbisse an. Dafür wird Annika im nächsten Jahr wenig Zeit haben: Auf rund 200 Terminen im In- und Ausland vertritt sie die deutsche Weinwirtschaft.

Unterstützt wird sie dabei von zwei Weinprinzessinnen. Die 22 Jahre alte Ramona Sturm kommt aus Moselkern und studiert Mathematik und Wirtschaft für das Lehramt. Die Tochter eines Nebenerwerbswinzers glänzte in der Vorausscheidung unter anderem mit der Erklärung, warum der Jahrgang 2011 so gut wird, und welche Begriffe auf den Weinetiketten besonders wichtig sind. Im Finale überzeugte sie dann in ihrer Bewerbungsrede mit ihrer Leidenschaft und ihrer Begeisterung, die sie für den deutschen Wein in die Welt hinaus tragen will.

Die 26 Jahre alte Elisabeth Born bezauberte die Jury mit ihrem natürlichen Charme. Die 26-Jährige ist bereits studierte Winzerin und arbeitet im Weingut ihrer Eltern in Höhnstedt mit. Ihr Großvater schenkte ihr den ersten eigenen Weinberg, auf dem sie, ganz innovativ, Sauvignon Blanc anbaut. Weinerfahrung sammelte sie außerdem in Neuseeland und in Südafrika – die Kombination aus Charme und Erfahrung macht Elisabeth zur perfekten Deutschen Weinprinzessin.
von links: Ramona Sturm (Mosel), Deutsche Weinkönigin Annika Strebel (Rheinhessen) und Elisabeth Born (Saale-Unstrut)
Drei neue Weinmajestäten: Prinzessin Ramona Sturm (Mosel), Deutsche Weinkönigin Annika Strebel (Rheinhessen) und Weinprinzessin Elisabeth Born (Saale-Unstrut).

Die Entscheidung fiel der Jury tatsächlich so schwer wie selten zuvor: Sechs junge Damen hatten sich im Saalbau von Neustadt an der Weinstraße den kritischen Augen der Jury und von einem Millionenpublikum an den Fernsehern gestellt.

Die sechs Finalistinnen waren eine Woche zuvor in einer Vorausscheidung in Neustadt gekürt worden. Zur Wahl der Deutschen Weinkönigin treten jedes Jahr die Gebietsweinköniginnen der dreizehn deutschen Weinanbaugebiete an. Die jungen Damen im Alter zwischen 21 und 26 Jahren mussten dabei ein umfangreiches Spezialwissen über Weinbau und Weinmarketing beweisen. Annika Strebel bewies da schon, dass sie auch schwierige Fachfragen wie Blanc de Noir verständlich und fachkundig erklären kann.

Am Freitagabend dann glänzte die sympathische Blonde mit dem langen Zopf vor allem mit ihrem Charme, ihrer Spontanität und ihrer Natürlichkeit. Beim Erkennen der Aromen einer 2007er Riesling Trockenbeerenauslese überzeugte sie mit ihrem Wissen: Honig, reifer Pfirsich und Ananas wählte die Rheinhessin, und lag damit goldrichtig. Beim Darstellen von Weinfachbegriffen auf offener Bühne sorgte Annika dann für wahre Begeisterungsstürme: Sie „spielte“ Kronkorken und vor allem den Sexuallockstoff der Traubenwickler so überzeugend, dass der Saal hingerissen war.

„Ich habe ein wenig Ähnlichkeit mit der Loreley“, sagte Annika Strebel schließlich in ihrer fiktiven Bewerbungsrede vor Delegierten vom Mittelrhein. Sie werde aber „keine Märchen erzählen und keine Schiffe versenken, sondern mit Charme und Leidenschaft den deutschen Wein voran bringen.“ Und als sie zum Schluss sagte: „Wählen Sie heute mich zu Ihrer Deutschen Weinkönigin“, konnte die Jury nur zustimmen.

Um 22.05 verkündete DWI-Geschäftsführerin Monika Reule dann einem spannungsgeladenen Saal das Ergebnis: Die 63. Deutsche Weinkönigin heißt Annika Strebel. Die neue Weinmajestät ist damit die achte Deutsche Weinkönigin aus Rheinhessen.

Lars Witzel

Seit 1. Juni ist Lars Witzel Küchenchef der Schlossgastronomie im Schlosshotel Lerbach.

Nach Stationen im Hotel Fürstenhof in Celle und als Executive Sous-Chef von Walter Leufen, Küchendirektor im Seehotel Überfahrt setzt sich Witzel im Schlosshotel Lerbach nun für die Umsetzung des Pure-Nature-Konzeptes ein. Der 1981 in Naumburg an der Saale geborene Koch freut sich über seine neue Aufgabe und Hoteldirektor Christian Siegling betont: „Mit Lars Witzel haben wir einen versierten Koch gewinnen können, der unserem Unternehmen bereits seit 2004 verbunden ist.“

Weitere Informationen www.schlosshotel-lerbach.com

Thüringen für Abenteurer

Wasserwandern auf Saale und Werra

Wer eine Kanutour unternimmt, kann die Welt aus einer ganz neuen Perspektive entdecken. Inmitten der Natur nimmt man die Umwelt mit allen Sinnen wahr, kann sich entspannen, die Gedanken treiben lassen und neue Kräfte tanken.

In Thüringen laden die Saale und die Werra auf insgesamt über 500 km zum Wasserwandern ein.

Die Saale führt als klassischer Wasserwanderfluss durch Thüringen und Sachsen-Anhalt bis zur Mündung in die Elbe. Immer wieder gibt der Fluss den Blick aus ungewohnter Perspektive auf Auenlandschaft und imposante Bauwerke frei. So ziehen der Hohe Schwarm bei Saalfeld, die Leuchtenburg bei Kahla, die Lobdeburgruine am Südrand der Stadt Jena oder die drei Dornburger Schlösser die Blicke auf sich. Die Tourist-Informationen Jena und Saalfeld bieten attrakti-ve Angebote zum Wasserwandern an.

Tipp: Von der Aussichtsplattform des JenTowers in Jena bietet sich aus 122 m Höhe ein beeindruckender Blick ins Saaletal.

Auf knapp 280 km schlängelt sich die Werra mit einer angenehmen Fließgeschwindigkeit durch Thüringen und Hessen bis nach Niedersachsen. Sie ist von Themar bis zur Mündung in die Weser gut mit dem Paddelboot befahrbar. Der schönste Teil des Werratals von Creuzburg nach Treffurt, vorbei an hohen Kalkformationen, führt mitten durch den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Anbieter vor Ort organisieren Bootstouren mit Rücktransport oder gekoppelt mit Radausflügen.

Tipp: Feiern Sie ein Sommerfest mit Ihrer Familie, Ihren Freunden oder Ihren Kollegen auf einem Floß mit Musik und Getränken an Bord und Grillbuffet in der Brandenburg bei Gerstungen.
Eine Vermietung von Booten ist an vielen Orten auch möglich, um Thüringen aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Weitere Informationen unter: www.wasserwandern-thueringen.de , www.werra-tal.de und www.thueringer-staedte.de

Christian Wilhelm

Berliner Sommelier des Jahres setzt sächsische Akzente im FALCO

Seit Mitte Januar 2011 ist der 28-jährige Christian Wilhelm als neuer Sommelier des Zwei-Sterne Restaurants FALCO tätig. Der gelernte Sommelier und Spezialist der Weinqualität möchte zukünftig für alle Gourmetfreunde und Weinliebhaber neue Akzente setzen.

Christian Wilhelm stammt aus der Nähe von Wittenberg, ist mit dem Kreuzfahrtschiff MS Europa zweieinhalb Jahre durch die Welt gefahren. Später war er in Österreich und auf Rügen tätig, bis er sich vor fünf Jahren im Berliner Regent Hotel im Restaurant „Fischers Fritz“ niederließ.
Dort wurde Wilhelm im September von 15 Gourmetkritikern zum Berliner Sommelier des Jahres 2010 gewählt.

Wilhelm ist verantwortlich für die internationale Weinkarte im Gourmet-Restaurant mit über 1200 Positionen. Zukünftig will er ein paar neue Akzente setzen und die Weine aus der Region Sachsen und Saale-Unstrut fördern. Dabei bezeichnet er sich selbst als Patriot – eine strenge Auswahl an Weinen, die überzeugen.

Das Gourmet-Restaurant FALCO ist in den letzten Jahren zu einer der besten Gastronomieadressen in Deutschland avanciert. Das Team um Patron Peter Maria Schnurr und Maître Oliver Kraft hat sich hohe Ziele gesetzt, um den erfolgreichen Weg des FALCO auch in Zukunft fortzusetzen.

www.westin.com/leipzig

Champagner Test Stiftung Warentest

Champagner und Sekt: Klassiker liegen im Test vorn

Rechtzeitig vor Silvester hat die Stiftung Warentest die Korken knallen lassen und Champagner und Sekt getestet. Feiern lässt es sich mit allen, aber es gibt Unterschiede – nicht nur im Reifegrad, sondern auch in Qualität und Preis. Beim Champagner waren Piper Heidsieck (26 Euro) und Lanson Black Label (30 Euro) die besten, beim Sekt Adam Henkell Chardonnay Brut Jahrgangssekt 2005 (12 Euro) und Rotkäppchen Weißburgunder Sekt b. A. Saale/Unstrut (16 Euro).

15 Champagner, darunter ein Bio-Champagner, und 7 Sekte aus traditioneller Flaschengärung wurden im Test sensorisch beurteilt und auf Schadstoffe untersucht. Ein test-Qualitätsurteil gab es, wie immer bei alkoholischen Getränken, nicht. Das sensorische Ergebnis kann sich sehen lassen: Beim Champagner gab es neben den beiden „sehr guten“ lauter „gute“ Produkte – nur der Fleury Demeter Champagne Brut (Bio) für 28,90 Euro war fast überreif und deshalb „befriedigend“. Die Discounter-Champagner Veuve Monsigny von Aldi(Süd) und Comte de Brismand Champagne von Lidl lagen im „guten“ Mittelfeld und kosten mit jeweils 11,50 Euro nur einen Bruchteil der teuren, aber „sehr guten“ Testsieger.

Beim Sekt fanden die Tester neben den zwei sensorisch „sehr guten“ Produkten fünf „gute“. Auch hier müssen sich die Verbraucher entscheiden, ob sie es lieber frischer mögen, oder gereifter – beim Champagner sorgt die Reife etwa für ein süßliches Brioche-Aroma durch die lange Lagerung auf der Hefe. Ein Tipp: Schaumwein immer kühl lagern und nicht zu lange. In hohen, engen Gläsern perlt er länger.

Der ausführliche Test Champagner und Sekt ist in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/schaumwein veröffentlicht.

Auf Ferienstraßen Porzellan erleben

Gleich zwei Ferienstraßen in Deutschland
erschließen Sehenswürdigkeiten, die mit
der Herstellung des „Weißen Goldes“ in
Zusammenhang stehen: die bayerische
Porzellanstraße, die auf 550 Kilometern
den gesamten nordostbayerischen Raum
durchzieht, und die Porzellanstraße in
Thüringen, die im Osten und Süden des
Bundeslandes Museen und Manufakturen
verbindet.

Die bayerische Porzellanstraße führt
Kulturreisende durch drei Jahrhunderte
Porzellangeschichte. Sie verbindet die
nordbayerischen Urlaubsregionen Steigerwald,
Oberes Maintal, Coburger Land,
Frankenwald, Fichtelgebirge und Oberpfälzer
Wald. Neben Sehenswürdigkeiten
zum Thema Porzellan laden eine vielseitige
Landschaft zum Verweilen und
die regionale Küche zum Genießen ein.

Am Weg liegen mehr als 40 Werksverkäufe
und Fachgeschäfte sowie über 20
Museen, in denen Besucher in die Welt
des zerbrechlichen Stoffes eintauchen
können.

Auch in Thüringen können Interessierte
einer Porzellanstraße folgen und dabei
Porzellanmanufakturen und -malereiwerkstätten,
Werksverkäufe und Schauwerkstätten
sowie größere und kleinere
Museen besichtigen. Die Themenroute
erstreckt sich über weite Teile Ost- und
Südthüringens und lässt sich aus verschiedenen
Richtungen beginnen. Das
Streckennetz der „Thüringer Porzellanstraße“
umfasst rund 340 Kilometer
und führt durch die Landkreise Saalfeld-
Rudolstadt, Hildburghausen, Weimarer-
Land, Sonneberg, Saale-Holzlandkreis,
Saale-Orlakreis und den Ilm-Kreis. Die
Straße führt Besucher auf die Pfade der
Porzellan-Vergangenheit und lässt sie
an der lebendigen Gegenwart des Porzellans
teilhaben: So bietet Thüringen
heute neue und innovative Produkte mit
modernem Design.

www.porzellanstrasse.de
www.thueringerporzellanstrasse.de