Trend zu Bio-Produkten bleibt ungebrochen

Bio wächst kräftig und sieht doch in ungewisse Zukunft

Der Mega-Trend Bio geht auch in 2015 unvermindert weiter. Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Griff zu ökologisch produzierten Lebensmitteln. So stieg im Naturkost-Fachhandel in den ersten drei Quartalen 2014 der Umsatz um 8,38% im Vergleich zum Vorjahr.[1] Zuwachszahlen, von denen andere Branchen und auch der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel nur träumen können.

Die Motivationen der Kunden/-innen sind vielfältig: Viele Verbraucher/-innen möchten durch ihre Kaufentscheidung einen Betrag zum Umweltschutz leisten, schwören auf den Geschmack von Bio-Lebensmitteln oder wollen sich gesünder ernähren. Gerade Veganer, Vegetarier und Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten finden im Naturkost-Fachhandel zahlreiche Alternativen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor – gibt es in Deutschland doch aktuell 7,5% Vegetarier oder Menschen, die weitegehend auf Fleisch verzichten. 11% der Deutschen sind laktoseintolerant und 5% vertragen kein Gluten.[2] Hier punktet der Fachhandel vor allem, da persönliche Beratung zum Konzept der Bio-Läden dazugehört.

Mit steigender Beliebtheit und Erschließung neuer Kundengruppen, erhöht sich auch der Anspruch vieler Menschen an ein Bio-Produkt. „Zu Recht“, meint Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. „Die Protagonisten der Bio-Bewegung sind ihren Werten treu geblieben. Mit dem Aufspringen von beispielsweise Discountern auf den Megatrend Bio sind Marktteilnehmer mit eindeutiger Preisorientierung hinzugekommen. Daher fällt vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern dieser Unterschied auf.“

Bio-Kunden zeichnen sich durch eine ausgeprägte Werteorientierung aus: Regionalität, Nachhaltigkeit, artgerechte Tierhaltung und die Ablehnung von chemischem Pflanzenschutz und Agro-Gentechnik gehören zu den häufigst genannten Ansprüchen. „Gerechtfertigte Bedürfnisse, jedoch ist Bio mehr als ein Einzelaspekt“, führt Röder weiter aus. „Achte ich als Kundin nur auf Regionalität und nicht auf Bio, erhalte ich konventionelle Ware, mit den bekannten Nachteilen für Mensch und Umwelt. Deshalb muss Bio der Ausgangspunkt sein und die Ansprüche der Verbraucherinnen und Verbraucher erfüllen.“

Woran beim täglichen Einkauf Bio-Produkte erkannt werden können und welche Vorteile Verbandsware (bspw. demeter, Bioland, EcoVin usw.) bietet, verrät die Website naturkost.de. Antworten auf häufig gestellte Fragen bietet ökolandbau.de. Die Seite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bietet auch darüber hinaus zahlreiche Daten und Fakten rund um den Ökologischen Landbau sowie Verbrauchertipps.

Wer genau wissen möchte, wie Hersteller, Groß- und Einzelhändler der Naturkostbranche aktiv zur mehr Nachhaltigkeit beitragen, dem sei Nachhaltig Bio! ans Herz gelegt. Hier finden sich viele Beispiele für beeindruckende Projekte und Innovationen. Vom emissionsfreien Firmensitz über die Integration von Menschen mit Behinderung bis hin zum eigenen Mitmachwald zeigt Nachhaltig Bio!, was die Protagonisten der Naturkostbranche tagtäglich leisten.

Trotz alledem sehen die Bios mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Mit Sorge blickt man nach Brüssel. Dort wurde Anfang 2014 eine Revision der EU-Öko-Verordnung angekündigt und vorgeschlagen. Die Verordnung bildet die rechtliche Grundlage von Bio – ihre Einhaltung ist Voraussetzung für die Kennzeichnung von Lebensmitteln als Bio-Produkt in Deutschland und Europa. „Die Revision ist in ihrer jetzigen Form eine Gefahr für die ganze europäische Branche. Brüssel fokussiert sich auf das Endprodukt und vergisst die wichtigen Leistungen des Ökolandbaus für Umwelt- und Naturschutz. Wer mehr Bio will, kann den Revisionsvorschlag nur ablehnen“, erklärt Elke Röder.

Ein weiteres Hindernis stellt die Verknappung von Anbauflächen für den Ökologischen Landbau dar. Denn trotz einer steigenden Nachfrage an Bio-Produkten in Deutschland finden Öko-Landwirte hierzulande immer weniger bezahlbare Pachtflächen. Ein großes Problem, das vor allem aus der staatlichen Biogas-Förderung resultiert.
Welche teils katastrophalen Folgen die konventionelle Landwirtschaft verursacht, zeigt der kürzlich erschienene Bodenatlas 2015 (erstellt u.a. von der Heinrich Böll Stiftung, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland und Le Monde diplomatique). Der Bericht macht vor allem deutlich, dass ein weiter so nicht möglich ist. „Wir nutzen die Böden der Welt, als wären sie unerschöpflich. Doch sie sind in menschlichen Zeiträumen nicht erneuerbar“, heißt es im Vorwort des Berichtes. Ein zusätzliches gewichtiges Argument für mehr Bio-Nutzflächen, Naturkostverarbeitung und Naturkosthandel. Um den Ansprüchen der Bio-Kunden/-innen gerecht zu werden und vor allem: um die Grundlagen unserer Ernährung langfristig zu erhalten, statt sie gedankenlos zu zerstören.

Die Zukunft von Bio sieht daher nur gut aus, wenn die Zukunft bio ist. Denn die Welt von Morgen, wird, was wir heute aus ihr machen.

1 Quelle: BNN-Umsatzmonitor für den Naturkost- und Naturwarengroßhandel (1 – 3. Quartal 2014)
2 Quelle: Allensbacher Werbeträgeranalyse 2014

White Guide Website jetzt auch auf Englisch

Schon seit 2005 ist der Restaurantführer White Guide die Quelle schlechthin für all jene, die in Schweden auf der Suche nach kulinarischen Erlebnissen sind. Und nun steht diese gastronomische „Bibel“ auch Touristen und Besuchern zur Verfügung, die die schwedische Sprache nicht beherrschen. Denn seit Mitte Oktober gibt es unter www.whiteguide-sweden.com eine englischsprachige Onlineversion des Gastroführers, die in Zusammenarbeit von White Guide und VisitSweden gelauncht wurde. Derzeit kann hier nach rund 250 Restaurants und Cafés in ganz Schweden gesucht werden, die von den Redakteuren des White Guide allesamt jährlich neu getestet und bewertet werden. Dabei stehen fünf verschiedene Kategorien zur Auswahl – von „A nice place“ bis hin zur „International masterclass“. Ebenfalls präsentiert werden hier die aktuellen Gewinner des jährlichen Wettbewerbs in unterschiedlichen Kategorien, angefangen beim „Restaurant des Jahres“ über den „Newcomer des Jahres“ bis hin zu „Einen Abstecher wert“.

Zusätzlich bietet die Website kleine Features über kulinarische Trends und Entwicklungen in Schweden sowie beliebte Gastro-Traditionen der Schweden. Und Mitte Dezember wird der White Guide einen englischsprachigen Gastroguide in Buchform veröffentlichen, der die 250 besten Restaurants der nordischen Länder präsentiert.

Weitere Infos über schwedische Gaumenfreuden sind unter http://www.visitsweden.com/schweden/Local-pages/Germany/Kulinarische-Nation-Schweden/ und www.tryswedish.com zu finden.

Blaue Gummibären

Wie die Farbe in die Bären kommt

Neben Schwarz-Rot-Gold auf unseren Straßen ist Blau die Farbe des Sommers, denn kürzlich kam die blaue Variante der Gummibärchen mit der Geschmacksrichtung Heidelbeere in die Supermarktregale. Immer wieder wurde die Frage gestellt, warum es keine Bären dieser Farbe gibt. Jetzt sind sie da. Doch was verbirgt sich hinter der blauen Farbe? Wie wird sie gewonnen? Was zeichnet sie aus?

Das Interesse an natürlichen Farbstoffen nimmt seit Jahren zu. Als ideale Quelle für die Farbe Blau haben sich Cyanobakterien (früher als Blaualgen bezeichnet) herausgestellt; genauer gesagt die Phycocyanine, bei denen es sich um Proteine handelt. Das Cyanobakterium Spirulina produziert Phycobiliproteine (griechisch phykos = Alge und lateinisch bilis = Galle), die bei der Fotosynthese eine herausragende Rolle spielen und die Phycocyanine bilden. Die Bakterien werden wegen ihrer Nährstoffzusammensetzung seit Langem unter anderem in Fruchtriegeln als Zutat eingesetzt.

Die großtechnische Herstellung erfolgt in offenen Bioreaktoren aus dem Cyanobakterium Spirulina platensis. Aus diesem kann der Farbstoff wegen seiner Wasserlöslichkeit leicht gewonnen werden. Hierbei ist keine Vorbehandlung notwendig; die Bakterien müssen lediglich getrocknet und anschließend gemahlen werden. Japan, Thailand, Taiwan sowie Mexiko und die USA sind die Hauptproduktionsländer.

In Japan, Thailand und China wird der Farbstoff bereits seit Längerem verwendet. In Japan wird der Farbstoff in Kaugummis, Bonbons, Softdrinks, Desserts, Eis etc. aber auch für Kosmetika eingesetzt. Spirulina ist gemäß den EU-Kriterien ein färbendes Lebensmittel und braucht keine extra Zulassung. In den USA ist der Farbstoff unter dem Namen „spirulina extract“ im Zutatenverzeichnis zu finden.
Dr. Jörg Häseler, www.aid.de

ISS GUT! Leipzig

Neue Fachmesse für Gastgewerbe und Ernährungshandwerk geht im Herbst 2015 in Leipzig an den Start

ISS GUT! heißt es im Herbst 2015 erstmals in Leipzig: Vom 1. bis 3. November nächsten Jahres geht eine neue Fachmesse für das Gastgewerbe und Ernährungshandwerk an den Start. Als einzige Messe-Plattform für den gesamten Außer-Haus-Markt in den neuen Bundesländern spricht die ISS GUT! die Bereiche Bedienungsgastronomie und Hotels, Schnellservicerestaurants und Imbiss, Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung sowie Erlebnis- und Freizeitgastronomie an. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet der „Marktplatz für regionale Produkte“, der das stetig wachsende Interesse der Branche an diesem Segment bedient und den Fokus auf einheimische Produzenten richtet.

„Angesichts steigender Mobilität sowie veränderter Arbeits- und Lebensgewohnheiten essen und trinken immer mehr Menschen außer Haus“, betont Markus Geisenberger Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH. Zudem gewinne der Außer-Haus-Markt gerade in den neuen Bundesländern durch Industrieansiedlungen und den Ausbau der touristischen Infrastruktur zunehmend an Bedeutung. „Dieser Entwicklung trägt die Leipziger Messe Rechnung und hat mit der ISS GUT! eine Fachmesse konzipiert, die neben den ‚klassischen‘ Bereichen Gastronomie und Hotellerie auch alle weiteren Akteure des Außer-Haus-Marktes anspricht. Diese Anbieter sind wichtige Absatzpartner der Industrie. Mit der neuen Veranstaltung bieten wir der gesamten Branche im Osten eine Plattform“, so Geisenberger. „Auch der ‚Marktplatz für regionale Produkte‘ widerspiegelt die aktuellen Herausforderungen für das Gastgewerbe und Ernährungshandwerk. Heimische Lebensmittel, regionale und saisonale Küche liegen voll im Trend und werden vom Gast immer stärker nachgefragt.“

Wachstumsmarkt im Zentrum
Laut einer Studie der npdgroup deutschland GmbH gaben die Deutschen 2013 im Außer-Haus-Markt rund 69,4 Milliarden Euro – ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2012: 68,2 Mrd. Euro). Von der positiven Entwicklung profitierten alle Marktsegmente, insbesondere die Erlebnisgastronomie mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent im Vergleich zu 2012. Wachstum verzeichnen ebenso die Bedien- (+1,3%) und die Schnellgastronomie (+1,2%) sowie die Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung (+2,2%). (1)

„Der deutsche Außer-Haus-Markt ist ein spannendes Terrain mit einem breit gefächerten Spektrum, das von der Kaffeebar an der Ecke über die Betriebskantine und Kita-Verpflegung bis zu Szenelokalen oder Sternerestaurants reicht“, erklärt Ulrike Lange, Projektdirektorin der ISS GUT! „Die ISS GUT! bezieht als einzige Fachmesse in den neuen Bundesländern alle Segmente des Außer-Haus-Marktes ein – von Essen über Trinken bis Schlafen“, ergänzt sie. Neben Bedienungsgastronomie und Hotels gehören dazu auch Schnellservicerestaurants, Bäcker, Konditoreien und Fleischereien mit Imbiss-Angebot, Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung sowie die Erlebnis- und Freizeitgastronomie. Alle diese Anbieter finden auf der ISS GUT! ein breit gefächertes Angebot in den Bereichen Technik, Geräte und Systeme, Einrichtung und Ausstattung, Bäckerei- und Konditoreibedarf, Fleischereibedarf, Take-away und Versand, Kassensysteme, EDV und Kommunikation, Nahrungsmittel und Getränke sowie Beratung, Planung, Dienstleistung und Fahrzeuge.

Koch sucht Bauer
Neben nationalen Ausstellern aus Industrie, Handel und Handwerk sowie internationalen Unternehmen – vor allem aus Österreich, Frankreich, Italien und den Niederlanden – spricht die neue Fachmesse gezielt regional agierende und ortsansässige Unternehmen an. „Auf dem ‚Marktplatz für regionale Produkte‘, einem Schwerpunkt der ISS GUT!, führen wir zum Beispiel das Gastronomiegewerbe mit passenden regionalen Produzenten und Verarbeitern zusammen – sozusagen ‚Koch sucht Bauer'“, sagt Ulrike Lange. Das begleitende Fachprogramm werde unter anderem die Herausforderungen an Logistik, Qualität und Quantität bei regional erzeugten Nahrungs- und Genussmitteln sowie Getränken thematisieren.

Wer auf dem „Marktplatz für regionale Produkte“ ausstellen will, muss einen möglichst großen Teil der Wertschöpfungskette in der Region realisieren – mit Rohstoffen möglichst aus einem Umkreis von maximal 50 Kilometern um den Herstellungsort. Bei Vorprodukten in Bioqualität darf der Radius 100 Kilometer betragen. Produktion, Verarbeitung und Handel müssen ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsprinzipien folgen.

Plattform für alle Akteure im Außer-Haus-Markt
Die ISS GUT! richtet sich hauptsächlich an Besucher aus den neuen Bundesländern sowie den angrenzenden Regionen in Bayern, Hessen und Niedersachsen. Zielgruppen sind Gastronomen, Hoteliers und Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung, gleichermaßen das Ernährungshandwerk mit Bäckern, Konditoren und Fleischern sowie Caterer. Des Weiteren zählen der Handel – speziell für den „Marktplatz für regionale Produkte“ – sowie der Großhandel dazu; ebenfalls Fachplaner, Planungsbüros und Imbiss-Anbieter.

Tourismus-Boom mit neuen Chancen für das Gastgewerbe
Die Ausrichtung auf den Zielmarkt neue Bundesländer verspricht Unternehmen aus Industrie, Handel sowie Handwerk interessantes Umsatzpotenzial – nicht zuletzt dank der Entwicklung touristischer Anziehungspunkte. Beispiele sind das Leipziger Neuseenland und das Lausitzer Seenland, wo zahlreiche Betriebe des Gastgewerbes entstanden sind und noch entstehen. Insgesamt erhöhte sich der Marktanteil Ostdeutschlands am Deutschlandtourismus von 10,4 Prozent im Jahr 1993 auf mittlerweile 18,2 Prozent. Bei den Übernachtungen gab es in diesem Zeitraum ein Plus von 129,7 Prozent. Zum Vergleich: In ganz Deutschland betrug das Wachstum lediglich 32 Prozent (2)

An dieser Erfolgsgeschichte partizipiert das Gastgewerbe, das sich beispielsweise im Freistaat Sachsen laut einer Studie der BBE Handelsberatung GmbH mit knapp 9.100 Unternehmen und etwa zwei Milliarden Euro Umsatz seit Jahren als stabiler Wirtschaftsfaktor erweist. Die Leistungskraft des sächsischen Gastgewerbes sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen, heißt es in der Untersuchung. Fast 86 Prozent der Hotellerie- und rund 57 Prozent der Gastronomiebetriebe planten Investitionen von insgesamt zirka 320 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Mit 2,3 Prozent Investitionsquote liege das sächsische Gastgewerbe deutlich über dem Bundesdurchschnitt (1,9 Prozent). (3)

ISS GUT!
Fachmesse für Gastgewerbe
und Ernährungshandwerk
1. bis 3. November 2015
Für Fachbesucher

(1) Quelle: Gastronomie-Überblick 2013, Aktuelle Daten zum Außer-Haus-Verzehr in Deutschland, npdgroup deutschland GmbH/The NPD Group/CREST®, Year Ending December 2013
(2) Quelle: Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland, Erste Ergebnisse zur ITB, 6. März 2014
(3) Quelle: Studie zum betriebswirtschaftlichen Ist-Zustand des Hotel- und Gaststättengewerbes nach Betriebsarten und Betriebsgrößen mit Bewertung des zukünftigen Entwicklungs- und Investitionspotenzials im Freistaat Sachsen 2013, BBE Handelsberatung GmbH, Leipzig, 2013

Singles ungern im Restaurant

Nicht allein ausgehen – Umfrage: Fast jeder dritte Single in Deutschland geht ungern alleine in ein Lokal – Besonders Frauen und Rentner fühlen sich dabei unwohl

Allein ins Restaurant oder zum Tanzen – für fast jeden dritten Single in Deutschland eine abschreckende Vorstellung. In einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsportals „www.apotheken-umschau.de“ sagten 31,4 Prozent der befragten Alleinstehenden, dass sie selten ausgehen, weil sie es sehr unangenehm finden, zum Beispiel in einem Lokal alleine am Tisch zu sitzen. Alleinstehende Frauen tun sich damit deutlich schwerer (39,2 Prozent) als Single-Männer (21,3 Prozent). Auch überdurchschnittlich viele alleinstehende Rentner und Pensionäre fühlen sich ohne Begleitung am Restaurant-Tisch unwohl (45,1 Prozent).
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals „www.apotheken-umschau.de“, durchgeführt in persönlichen Interviews von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren, darunter 711 Personen, die nach eigenen Angaben derzeit alleinstehend sind

Frequent Flyer

120.000 Kilometer müssen Bienen zurücklegen, um den Nektar für 500 Gramm Honig zu sammeln. Das entspricht einer Flugstrecke von insgesamt drei Erdumrundungen. Bienen nehmen für die Ernährung der Menschen und im gesamten Ökosystem wichtige Funktionen wahr: Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und sorgen damit für die Nahrungsgrundlagen von Menschen und Tieren.

Das Sammelgebiet eines Bienenvolkes erstreckt sich in der Regel über eine Fläche von etwa 50 Quadratkilometern. Von der Bestäubung durch Honigbienen hängen in Deutschland wichtige landwirtschaftliche Erträge im Pflanzen- und Obstbau ab. Mehr als 550 verschiedene Honig- und Wildbienenarten sind in Deutschland heimisch und sichern die biologische Vielfalt. Eine neue App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft informiert über den bienenfreundlichen Garten mit wichtigen Blüh- und Nahrungspflanzen für Bienen.
Weitere Informationen unter www.bmel.de/bienenapp.

Quelle: BMEL, Deutscher Imkerbund

Gesünder essen im Flieger

Das SriLankan Wohlfühl-Menü mit heilender Wirkung auf Flügen nach Frankfurt

Der Weg zu einem gesunden Leben ist auch über den Wolken nur eine Gabel weit entfernt: Mit dem Wohlfühl-Menü von SriLankan Airlines haben Business-Class-Passagiere auch auf Flügen nach Frankfurt die Chance, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Das von der International Travel Catering Association ausgezeichnete Sechs-Gang-Wohlfühl-Menü ist der Traum aller figurbewussten Passagiere, denn so lässt sich das Magenknurren guten Gewissens besänftigen, ohne auch nur einen Gedanken an Kalorien verschwenden zu müssen. Es enthält eine Bandbreite an Wohlfühl-Gerichten, die sowohl für Menschen als auch die Umwelt gut sind.

Heilende Lebensmittel – ein natürlicher Weg zu guter Gesundheit
Das in der Business Class zur Auswahl stehende Menü umfasst eine Vielzahl glutenfreier Speisen, die aus Bio-Produkten und Kräutern mit heilenden Eigenschaften zubereitet werden. In diesen Gerichten finden sich weder raffinierter Zucker noch Natriumsalz oder Weizenmehl; stattdessen zum Beispiel Säfte von frisch gepflücktem Obst und Gemüse – Produkte des ökologischen Landbaus und voller natürlicher Aromen.

Wundersaft
Das erste Highlight des Menüs ist der „Wundersaft“, eine feine Mischung aus Roter Bete, Karotten- und Apfelsaft. Der „Heilende Saft“ hingegen ist eine Mischung aus Flaschenkürbis, grünem Apfel und Erdbeere – und so eine ausgezeichnete Quelle für eine kalorienarme Ernährung sowie eine gute Verdauungshilfe.

Vorspeisen
Die Mini-Vorspeisen-Trilogie enthält mit Wasabi und Ceylon-Pekoe-Tee mariniertem tasmanischen Lachs auf weißem Rettich und Granatapfel-Salat, serviert mit grüner Mango und einem Minze-Shooter.
Suppe
Die darauffolgende schwarze Bohnensuppe mit knusprigen Lotussamen ist eine reiche Quelle an Ballaststoffen, die hilft, den Cholesterinspiegel im Blut niedrig zu halten und beschädigte Proteine zu reparieren. Sie verfügt außerdem über antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und ist dank der Lotussamen gut für die Nieren.

Salat
Der grüne Salat ist eine Mischung aus Kresse, Spinat, Tomaten, einer großzügigen Portion geröstetem Sesam und roten Senfkörnern. Abgerundet wird der Salat mit einem Bio-Honig-Dressing.
Hauptgericht
Das Highlight des Menüs ist ein tropisches Fischfilet, mariniert mit grünem Zimt, Ingwer und Zitrone auf einem Bohnenkraut-Sugo, begleitet von gegrillter Guave und mit Kohl- Ananas-Mischung gefülltem Kürbis sowie einer Pfeffer-Salsa.
Dessert
Passagiere haben die Auswahl aus einer Platte mit frischen tropischen Früchten oder können ihren Geschmacksnerven die neue Erfahrung eines Rote-Bete-Streuselkuchens mit frischen Früchten auf Lotus-Samen und Stachelannone-Pudding gönnen.
Ein Land in einer Tasse
Das Heil-Menü enthält zwei Arten von Tee: Ingwer- und Kardamom-Tee sowie Zimt- und Schwarztee mit Limette. Während Kardamom und Ingwer der Verdauung helfen, sowohl innere Unruhe als auch Sodbrennen lindern, senken Zimt und Limette mit Schwarztee das Cholesterin und damit auch das Risiko von Herzerkrankungen. Die Tannine im Tee wirken therapeutisch gegen Magen-und Darm-Erkrankungen. Zimt reguliert den Blutzucker, sodass dieses Menü auch eine gute Wahl für Diabetiker ist.
Die richtigen Zutaten
Kardamom, Curry-Blätter, Ingwer und Zimt sind die wichtigsten Zutaten, die dem Wohlfühl-Menü seine gesunde Komponente verleihen. Sie sind erstklassige Bestandteile der Küche Sri Lankas, geben den Currys zusammen mit den weniger bekannten Gewürzen ihren unverwechselbaren Geschmack und sind außerdem gute Quellen für Antioxidantien:
 Kardamom hilft bei Blähungen und Sodbrennen und verschafft sofortige Linderung bei Kopfschmerzen.
 Curry-Blätter stimulieren die Verdauungsenzyme und helfen, die Nahrung zu zersetzen. Sie helfen außerdem beim Entschlacken und bei der Senkung des Cholesterin-Spiegels.
 Ingwer ist bekannt für seine mehr als zwölf verschiedenen Antioxidantien. Er hat blutverdünnende Eigenschaften, lindert Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Muskel- und allgemeine Schmerzen.
 Zimt senkt das Cholesterin, hat eine blutverdünnende Wirkung und hilft Typ-2- Diabetikern. Er fördert die Insulinproduktion im Körper und ist eine bewährte Erleichterung bei Kopfschmerzen und Migräne.

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Puyehue und Andes Mountain Water

In Chile fließt nicht nur Wein –
Edle Mineralwässer aus reinen Quellen wollen internationalen Genussmarkt erobern

Bisher hat sich Chile vor allem als Quelle für herausragende Weine einen Namen gemacht. Das Land am Pazifik zählt aber auch beim Mineralwasser zu den internationalen Spitzenreitern. Insgesamt vier chilenische Wassersorten gehören zu den Weltmeistern der Reinheit, der perfekten Mineralienkomposition und des Geschmacks. In eleganten Fläschchen werden die Premium-Wässer weltweit in Restaurants und Bars angeboten. Auf der Anuga in Köln Anfang Oktober präsentiert Chile zwei seiner Produkte: Agua Mineral Puyehue und Andes Mountain Water. Beide haben in der Bibel der feinen Mineralwässer, dem ‚Fine Waters: A Connoisseur’s Guide to the World’s Most Distinctive Bottled Waters‘, Höchstpunktzahlen erreicht.

Die klimatischen, geologischen und tektonischen Bedingungen am Fuße der chilenischen Vulkane sind einzigartig und fördern besonders reine Mineralwässer. Diese werden direkt an der Quelle abgefüllt, wobei praktisch kein Kontakt mit der Luft oder dem Menschen erlaubt ist. Dank der Böden in Chile ist die chemische Zusammensetzung aus Mineralstoffen und Spurenelementen ideal. Auch das exklusive Flaschendesign unterstützt die Positionierung der hochwertigen Wässer auf dem internationalen Genussmarkt.

Agua Mineral Puyehue: Reinheit pur in Form eines Regentropfens
Agua Mineral Puyehue entspringt aus der Quelle am Fuße des gleichnamigen Vulkans, mitten zwischen unberührten Naturwäldern im Süden Chiles. Sie verfügt über eine Zertifizierung des chilenischen Gesundheitsministeriums, wonach das Wasser von Puyehue aus einer offiziell anerkannten Heilquelle entspringt. Direkt vor Ort wird es in edle Fläschchen in Form eines Regentropfens abgefüllt.

Das Wasser weist eine ausgeglichene Komposition aus Mineralien und Spurenelementen aus und gehört zu den am besten bewerteten Mineralwässern weltweit. Es hat einen besonders geringen Natrium-Gehalt und enthält natürliche, gesundheitsfördernde Antioxidantien. Im Mund perlt es weich und frisch, die Geschmacksnerven sanft umschmeichelnd. Der Autor und Wasser-Sommelier Michael Mascha vergibt in seinem Buch ‚Fine Waters‘ die Höchstnote mit fünf Sternen an Agua Mineral Puyehue und setzt es in Rankings vor die weltberühmten Sorten Perrier und Evian.

Andes Mountain Water aus der Quelle der heiligen Amalia
Seit über 100 Jahren wird am Llaima Vulkan circa 700 Kilometer südlich von Santiago bereits ein besonders reines Wasser getrunken. Die Mapuches, die chilenischen Ureinwohner, erfrischten sich an der Quelle, die sich in den Colico See ergießt. Colico bedeutet in der Sprache der Mapuches „reines Wasser“. Seit zwei Jahren erst wird es unter dem Brand „A“ weltweit verkauft. A steht für die Kordilleren der Anden und auch für den Namen Amalia. Sie war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der ersten Siedlerinnen in der Seenregion und erkannte die extreme Reinheit und gesunde Zusammensetzung des Wassers. Noch heute wird sie tief verehrt. Beispielsweise von Don Pancho, einem 96 Jahre alten Bewohner, der sich noch erinnern kann, wie Amalia die Quelle gegen jegliche Eingriffe des Menschen verteidigte. In ihrem Andenken wurde die Quelle „Santa Amalia“ genannt. Der Wasser-Experte Michael Mascha gab auch dem Andes Mountain Water fünf Sterne für seine hohe Reinheit und den weichen Geschmack.

120.000 Kilometer

120.000 Kilometer
müsste eine einzelne Biene als Gesamtflugstrecke für 500 Gramm Honig zurücklegen. Dabei würde sie etwa dreimal um den Äquatorkreis fliegen. Pro Sammelflug trägt eine Honigbiene ca. 25 bis 30 Milligramm Nektar zusammen. Bei der Verarbeitung des wasserreichen Nektars zu Honig halbiert sich die Masse auf nur 12,5 bis 15 Milligramm. Sechs bis zehn Sammelausflüge unternimmt eine Biene durchschnittlich pro Tag. Für ein Bienenvolk ergeben sich bis zu 200.000 Ausflüge pro Tag.

Die Bienen sind nicht zuletzt für den Pflanzen- und Obstbau unverzichtbar. Erst durch die Bestäubung kommt es zur Befruchtung der Samenpflanze, aus der dann der Samen, die Frucht, gebildet werden kann. Durch die Sammeltätigkeit der Biene überträgt sie Pollen von einer Blüte zur Nächsten und leistet damit unbewusst einen Beitrag zur Bestäubung. Bei einem Obstbaumbestand von ca. 80 Millionen Obstbäumen (u.a. Apfel-, Birnen- und Kirschbäume) in Deutschland kommt den Bienen durch ihre Bestäubungstätigkeit für die Obstentwicklung eine unverzichtbare Rolle zu. Auch viele weitere Nutz- und Wildpflanzen sind von der Bestäubung durch die Bienen abhängig. Hierzu zählen neben Getreidearten auch Gemüse- und Weidepflanzen, insbesondere Fremdbestäuber wie der Raps.

Quelle: BMELV, LAVES, Institut für Bienenkunde Celle

Koldo Royo

18 Jahre einen Michelin Stern – Absturz startet nach Tapas Imbiss – jetzt hat Sternekoch Royo einen „Auto-Imbiss“, eine fahrbahre Hamburger Bude vor Mallorcas Metro Markt als einzige Einnahme Quelle – der Meister brät die Bouletten selber

Das Mallorca Magazin schreibt über Royo:
„Koldo Royos Aufstieg hatte Ende der 80er-Jahre begonnen. 1989 wurde sein Restaurant am Paseo Maritimo in Palma erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Daneben trat er als Fernsehkoch auf, schrieb Bücher, hielt Vorträge und war Jury-Mitglied in einer Vielzahl von Kochwettbewerben und Ausbilder – ein Hansdampf in allen Gassen.

Den Michelin-Stern hielt er immerhin 18 Jahre lang, dann war er weg. Der Ruf seines Restaurans hatte zu diesem Zeitpunkt schon deutlich gelitten. Aber Koldo Royo, den man eigentlich nur freundlich und gut gelaunt kennt, machte weiter: mit einem Tapas-Restaurant („Aquiara“) an gleicher Stelle. Doch auch das funktionierte offenbar nicht.

Jetzt also der Imbisswagen. Das neue Projekt hat Koldo Royo mit seiner Ex-Frau und langjährigen Geschäftspartnerin Mercedes gestartet. Gegenüber der Zeitung Ultima Hora sagte er: „Der Michelin-Stern war eine Ehre für mich. Aber er bietet keinerlei Vorteile, wenn du in diesen schwierigen Zeiten nicht zu arbeiten weißt.“

Er sei nun mal bereit, Neues auszuprobieren. Das sei er immer gewesen. „Als ich mit den Tapas anfing, haben sie mich für verrückt erklärt. Heute machen es alle. Ich bin ins Internet gegangen – das selbe Lied. Ich habe schon von der Krise gesprochen, bevor sie kam – und wieder haben sie mich für verrückt erklärt. Jetzt mache ich halt Hamburger, und das ist gut so.“ via www.mallorcamagazin.com